DER STREIT MIT DEN FÜNF KÖNIGEN VON MIDIAN – Parascha Matot-Masse

DER STREIT MIT DEN FÜNF KÖNIGEN VON MIDIAN – Parascha Matot-Masse
Parascha Matot-Masse

Und die Könige von Midian töteten sie bei ihren Erschlagenen: Ejwi und Rekem und Tzur und Chur und Rewa, die fünf Könige von Midian und Bile’am, Sohn von Be’er töteten sie mit dem Schwert

DER STREIT MIT DEN FÜNF KÖNIGEN VON MIDIAN

„Und die Könige von Midian töteten sie bei ihren Erschlagenen: Ejwi und Rekem und Tzur und Chur und Rewa, die fünf Könige von Midian und Bile’am, Sohn von Be’er töteten sie mit dem Schwert“ (Bamidbar/Num. 31:8).

 Der Unterschied zwischen Jüdischem Angreifen und anderweitigem Angreifen

Raschi erklärt, dass Bile’am gegen Israel mit deren (den Jüdischen) besonderen Eigenschaften antrat und seine besonderen Eigenschaften mit deren besonderen Talenten verwechselte. Da das Jüdische Volk nur durch seinen Mund (indem es dawwent (betet) und lernt) triumphieren kann und er es imitierte, indem er es mit seinem Mund verfluchte, kamen sie auch gegen ihn an und sie ergriffen die Vorgehensweise der übrigen Völker, die das Schwert hantierten, wie es steht:“ Mit Euerem Schwert werdet Ihr leben“ (Bereschit/Gen. 27:40).

Töten mit dem Mund des Schwertes

Was im Passuk hat Raschi dazu veranlasst, diesen Midrasch zu bringen? Wenn ein Nicht-Jüdisches Volk angreift, steht immer die Aussage: “Töten mit dem Schwert“, siehe zum Beispiel Bamidbar/Num. 20:18, im Gegensatz zu Schemot/Ex. 17:13.

In diesem Unterschied zwischen Jüdischem Angriff und Nicht-Jüdischem Angriff, ist der Tenach konsequent und bestimmend. Hier (in Num. 31:8) wird über einen Jüdischen Angriff in Richtung Bile’am gesprochen. Hier steht nicht, dass die Bnej Jisraejl Bile’am mit dem Mund des Schwertes töteten. Es steht nur, dass sie Bile’am mittels des Schwertes töteten.

Dieses muss Raschi erklären: wenn die Bnej Jisraejl in die Schlacht ziehen, beten sie zuerst zu G“tt. Dieses erklärt, weshalb immer bei der Jüdischen Kriegsführung steht, dass man mit dem Mund des Schwertes tötet. Der Prophet Secharia (4:6) sagt das so nett: „Weder mit Kraft, noch mit Macht, aber mit MEINEM Geist, spricht G“tt“.   G“tt ist der „Mann des Krieges“ und SEINE Hilfe sollte bei jeder Kriegshandlung und –Absicht eingefordert/erbeten werden.   

Gebete unverzichtbar

Dies ist eine weitere Lektion für die Ewigkeit. Gerade in diesen Tagen, in denen viel über die Wehrpflicht für Menschen, die den ganzen Tag lernen, diskutiert wird, ist es wichtig für uns zu erkennen, dass neben den irdischen Bemühungen, unsere Selbstverteidigung zu organisieren, Gebete unverzichtbar sind.