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DIE MESUSAH STRAHLT AUS UND BESCHÜTZT – Parascha Ekew

„Schreibt sie auf die Türpfosten euerer Häuser“ (11:20).

Mesusah kommt vom Wörterstamm SUS, bewegen. Durch die Mesusah wird deutlich, dass unsere Thora nicht erst durch einen Kammergelehrten belebt werden muss, sondern „einem entgegen springen“ soll. Thora und Jiddischkeit sollen einem und sich bewegen, dynamisch sein und nach innen und nach außen getragen werden.

Es gab in der Jüdischen Geschichte mal einen Zeitbereich, in dem als Lebensphilosophie galt, dass Dein Haus getrost Jüdisch sein sollte, aber nach außen hin solltest Du Dich „wie die Deutschen“ verhalten. Die Mesusah lehrt uns, dass wir überall unser Judentum voller Feuer und Überzeugung mit tragen sollen.

Vor etwa dreitausenddreihundertzweiundzwanzig Jahren hatte Korach hierüber eine Auseinandersetzung mit Mosche. Er stellte Mosche über die Richtigkeit seiner Thora mit folgender Frage auf die Probe: „Benötigt ein Haus voller Thora-Rollen auch eine Mesusah an der Türe? Dieses erscheint außerordentlich unlogisch, denn der Inhalt der Mesusah ist ein kurzer Text aus der Thora. Wenn schon das Haus voller Thora-Texte ist, ist dann ein kurzer Abschnitt aus derselben Thora am Türpfosten erforderlich?“.

Mosche antwortete, dass die Mesusah noch immer nötig sei. Korach fragte über ein Haus voller Thora-Rollen, da das Haus den Menschen symbolisiert. Wenn der Mensch von Thora-Ideen beseelt ist, alle seine Ideale und Gefühle darauf aus richtet, benötigt er dann auch noch eine Mesusah an seinem Türpfosten? Mosche bejahte dieses. Gute Gefühle sind wunderbar. Aber letztendlich kommt es auf das Tun an. Taten zeigen, für das Du Dich wirklich ein bringst.

An der Außenseite des Mesusah-Behälters, in dem sich die kleine Schriftrolle befindet, steht der Name G“ttes, SCHA-DAI, geschrieben. SCHA-DAI ist ein Wort, dass aus den Anfangbuchstaben der Wörter „SCHOMER DALTOT JISRAEJL“ aufgebaut wurde: G“tt beschützt die Türen Israels. Das Wort „Mesusot“ hat dieselben Buchstaben wie „SAS MAWET“ (Entferner des Todes). Die Mesusah beschützt gegen schwerwiegende Katastrophen. Wenn ein Haus von Schicksalsschlägen getroffen wird, werden die Mesusoth überprüft.

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Die Mesusah betont, dass der König über uns wacht. Der Talmud berichtet, dass Onkelos, ein Neffe von Kaiser Hadrianus, Jude wurde. Der Römische Kaiser entsandte darauf hin eine Legion Soldaten, um ihn zum Heidentum zurück zu holen. Onkelos fing an, mit den Soldaten zu sprechen und überzeugte sie vom Judentum. Hiernach sandte der Kaiser eine neue Legion, mit dem gleichen Auftrag. Auch diese letzte Legion trat zum Judentum über. Schließlich befahl der Kaiser einer dritten Legion, Onkelos mit Gewalt nach Rom zurück zu holen. Sie durften nicht mit ihm sprechen. Auf dem Weg nach draußen küsste Onkelos den Türpfosten. Er lachte. Die Soldaten konnten sich nicht zurück halten und fragten ihn nach dem Grund. Onkelos erklärte sich näher: „Ein König aus Fleisch und Blut wohnt in einem Palast, während seine Diener ihn draußen bewachen. HaSchem jedoch steht draußen und passt auf, während seine Diener im Inneren in Sicherheit wohnen“. Als die Soldaten das hörten, wollten sie keine Heiden mehr sein.

HaShem beschützt denjenigen, der eine koschere Mesusah an seinen Türpfosten anbringt. Eine Mesusah jedoch muss befestigt werden, da G“tt dieses angeordnet hat und nicht zum Schutz. Es geht um die Absicht.

Maimonides erklärt, dass der Zweck der Mesusah sei, dass wir jedes Mal, wenn wir ein Haus oder Wohnung betreten oder verlassen, an die ewige Botschaft der Thora denken. Die Mesusah drückt uns mit der Nase auf die Tatsache, dass in dieser Welt nichts von andauerndem Wert sei. Selbst unser Haus, der am meisten stabile Teil unseres Lebens, unterliegt auch dem Zahn der Zeit.

Das einzige, was bleibt, ist das, was wir für die Thora und für die Mitzwot leisten. Der Mensch strebt nach Unsterblichkeit. Wir schreiben Bücher, bauen Paläste, um nur auf die eine oder andere Art unseren Namen zu verewigen. Aber es nützt nichts. Gute Taten sind die einzigen verbleibenden Dinge. (und ein guter Name!)

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