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HALACHA-ECKE: JUDENTUM UND WINTER: SCHNEEBÄLLE, SCHNEEMÄNNER UND EISLAUFEN

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בסייד 

Letzte Woche erhielt ich die folgenden Fragen:

1.      Ist es erlaubt, am Schabbat durch den Schnee zu gehen?

Ja. Selbst wenn man Spuren im Schnee hinterlässt, was aber nicht beabsichtigt ist, sind die Spuren nur vorübergehend und nicht von Nutzen.

2.      Schneebälle – darf man am Schabbat einen Schneeball machen?

Nein, denn Sie machen etwas wesentlich Neues, und das ist nicht erlaubt.

Deshalb dürfen Sie weder einen Schneemann noch ein Iglu bauen.

3.      Ist Schnee Mukze, etwas, das man am Schabbat nicht bewegen darf? Nach Rabbi Mosche Feinstein ist Schnee Mukze, d.h. es ist verboten, ihn zu bewegen, aber Rabbi Schlomo Zalman Auerbach z“l und Rav J.S. Eljaschiev z“l haben erlaubt, im Schnee zu spielen.

4.      Ist es erlaubt, am Schabbat auf Schnee zu liegen? Es ist keine Mukze und es gibt auch kein Verbot von Sechita (Auspressen), weil man nicht die Absicht hat, dies zu tun.

5.      Ist es erlaubt, am Schabbat Schnee zu schippen? Laut Rabbi Avraham Chaim Adas ja, aber natürlich nicht auf der Straße, wo das Tragen verboten ist.

6.      Ist es erlaubt, am Schabbat Schlitten zu fahren? Streng halachisch gibt es keine Einwände, aber wegen der Heiligkeit des Schabbats ist es besser, dies nicht zu tun. In den Straßen, in denen das Tragen verboten ist, ist es sicherlich nicht erlaubt.

7.      Darf man am Schabbat auf dem Eis laufen? Ja, das dürfen Sie. Aber seien Sie vorsichtig, um sich nicht in Gefahr zu bringen.

8.      Ist es erlaubt, am Schabbat Schlittschuh zu laufen? Nein, denn sobald man Schlittschuhlaufen kann, gibt es keinen Eruv (in Amsterdam), wir haben Angst, dass man die Schlittschuhe trägt, und außerdem ist es gegen die Schabbat-Atmosphäre.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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