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	<title>Tora Archive - Judentum %</title>
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	<description>Jüdisch Leben nach Torah und Gesetz</description>
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		<title>💎 Glaub an dich selbst. Eben nicht! #Torah #shorts</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ariela Guseva]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2026 15:00:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Kannst du wirklich darauf vertrauen, jede Herausforderung des Lebens zu meistern? Rabbi Lev Leib Lerner vermittelt eine tiefgründige Lehre aus dem Sefer Kav HaYashar; dieses Buch greift eine Erzählung aus dem Talmud Yeruschalmi auf, die von einem frommen Mann handelt, der eine schmerzliche Lektion über die menschliche Schwäche lernen musste. Selbst ein rechtschaffener Mensch kann [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/video/%f0%9f%92%8e-glaub-an-dich-selbst-eben-nicht-torah-shorts/">💎 Glaub an dich selbst. Eben nicht! #Torah #shorts</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kannst du wirklich darauf vertrauen, jede Herausforderung des Lebens zu meistern? Rabbi Lev Leib Lerner vermittelt eine tiefgründige Lehre aus dem Sefer Kav HaYashar; dieses Buch greift eine Erzählung aus dem Talmud Yeruschalmi auf, die von einem frommen Mann handelt, der eine schmerzliche Lektion über die menschliche Schwäche lernen musste. Selbst ein rechtschaffener Mensch kann zu Fall kommen, wenn er seine eigene spirituelle Stärke überschätzt. </p>
<p>In diesem Video betrachten wir die essenzielle Weisheit der jüdischen Weisen zum Thema Wachsamkeit. Die Geschichte erzählt von einem älteren Mann, der glaubte, für gewisse Versuchungen nicht mehr anfällig zu sein – bis er auf die Probe gestellt wurde, als ihm der Satan in Gestalt einer Frau erschien. Diese Begegnung ist eine eindringliche Mahnung, dass wir bis zu unserem letzten Lebenstag demütig und wachsam bleiben müssen. Anstatt uns auf unsere eigene begrenzte Sichtweise zu verlassen oder zu versuchen, die Weisheit der Chazal (der jüdischen Weisen) neu zu interpretieren, sind wir angehalten, fest an den Lehren der Mündlichen Torah festzuhalten.</p>
<p>Zu den wichtigsten Erkenntnissen zählen die Bedeutung ständiger spiritueller Wachsamkeit, die Gefahr, die eigene Rechtschaffenheit zu überschätzen, sowie die Notwendigkeit, sich die genauen Worte der jüdischen Weisen zu eigen zu machen. Rabbi Lerner erklärt, dass ein mangelndes Verständnis der Worte der jüdischen Weisen in uns selbst begründet ist und nicht in ihren zeitlosen Anweisungen. Wir sind dazu aufgerufen, nicht länger zu versuchen, diese Lehren durch unsere eigenen persönlichen Einsichten neu zu definieren, sondern unser Leben vielmehr an der absoluten Wahrheit auszurichten, die in der Mündlichen Torah bewahrt ist. Indem wir in diesen Traditionen verwurzelt bleiben, schützen wir uns vor den Fallstricken der Überheblichkeit und bleiben auf dem Pfad der Heiligkeit.<br />
Wie können wir täglich spirituelle Wachsamkeit bewahren?<br />
Was bedeutet es, sich selbst bis zum Tod nicht zu vertrauen?<br />
Warum gilt die Mündliche Torah als ewig?<br />
Wie sollen wir auf die Lehren der jüdischen Weisen reagieren?<br />
Welche Bedeutung hat diese Geschichte aus dem Yeruschalmi Talmud?<br />
Warum ist die Überschätzung der eigenen Rechtschaffenheit eine spirituelle Gefahr?<br />
Welche Rolle spielen die jüdischen Weisen in unserem Alltag?<br />
Wie können wir den Fallen der Versuchung entgehen?<br />
Was lehrt uns das Sefer Kav HaYashar über Selbstvertrauen?<br />
Was bedeutet es, dass der Satan die Menschen testet, um die Wahrheit zu bewahren?<br />
Link zum Originalvideo mit englischen Untertiteln:<br />
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		<title>DER SEGEN LÄSST SICH NICHT ERZWINGEN</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oskar Baruch Baraev]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2026 14:05:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wochenabschnitt Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Buch Dewarim]]></category>
		<category><![CDATA[Ki Tavo]]></category>
		<category><![CDATA[Ki Tawo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dwar Tora zum Wochenabschnitt Ki Tawo Was Paraschat Ki Tawo über Eretz Jisrael, Geduld und den richtigen Zeitpunkt lehrt Paraschat Ki Tawo beginnt mit den Vorschriften für die Zeit, wenn Am Jisrael in Eretz Jisrael angekommen ist und dort lebt. Schon die ersten Worte führen dabei zu einem tieferen Gedanken: Nicht nur wohin ein Mensch [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Dwar Tora zum Wochenabschnitt Ki Tawo</h2>
<p>Was Paraschat Ki Tawo über Eretz Jisrael, Geduld und den richtigen Zeitpunkt lehrt</p>
<p>Paraschat Ki Tawo beginnt mit den Vorschriften für die Zeit, wenn Am Jisrael in Eretz Jisrael angekommen ist und dort lebt. Schon die ersten Worte führen dabei zu einem tieferen Gedanken: Nicht nur wohin ein Mensch gelangen möchte, ist entscheidend – sondern auch wie und wann.<br />
Rabbi Nachman miBreslev liegt eine wichtige Lehre darin, nicht alles beschleunigen zu wollen. Der Mensch soll stark wollen, sich bemühen und wachsen – aber nicht versuchen, den Zeitpunkt des Ergebnisses zu erzwingen.</p>
<p>„Wehaja ki tawo“ – mit Freude nach Eretz Jisrael</p>
<p>Die Parascha beginnt:<br />
„Wehaja ki tawo el ha’aretz …“ – „Und es wird sein, wenn du in das Land kommst …“<br />
„Wehaja“ wird mit Freude und etwas Positivem verbunden. Im Gegensatz dazu wird „Wajehi“ mit „Waj“ – einem Ausdruck von Schmerz – in Verbindung gebracht.<br />
Das ist gerade hier bemerkenswert.<br />
Mosche Rabbejnu spricht mit Freude über den zukünftigen Eintritt des Volkes nach Eretz Jisrael, obwohl er selbst weiß, dass er das Land physisch nicht betreten wird.<br />
Er nimmt HaShems Entscheidung an und kann sich trotzdem über das freuen, was Am Jisrael bevorsteht.<br />
Nach Rabbi Nachman ist Eretz Jisrael nicht nur ein geografischer Ort, sondern auch ein geistiger Zustand. Ein Mensch kann sogar im Galut – außerhalb Israels – etwas von Eretz Jisrael erreichen. Wenn er etwa eine Beracha (Segenspruch) mit wirklicher Kawwana (Andacht) spricht und sich bewusst vor HaShem stellt, kann er sich innerlich mit dieser Keduscha (Heiligkeit) verbinden.<br />
Mosche war physisch nicht in Eretz Jisrael, konnte aber geistig einen solchen Zustand erreichen.<br />
Eine wichtige Botschaft daraus:<br />
Nicht alles muss so geschehen, wie wir es uns vorgestellt haben, damit wir HaShem mit Freude dienen können.</p>
<p>Mosche und der Fels – das Ergebnis nicht beschleunigen</p>
<p>Eine andere Episode im Leben Mosches zeigt die entgegengesetzte Gefahr.<br />
HaShem befahl Mosche, zum Felsen zu sprechen. Mosche schlug den Felsen – und das Wasser kam sofort.<br />
Nach diesem Gedanken lag sein Fehler auch darin, dass er das, was geschehen sollte, beschleunigen wollte.<br />
Zum Felsen zu sprechen bedeutete: sprechen – und warten.<br />
Mosche wusste, dass Wasser kommen würde. Durch das Schlagen kam es jedoch sofort.<br />
Das Ziel war richtig. Das Wasser sollte kommen. Aber der Weg und der Zeitpunkt lagen bei HaShem.<br />
Nur weil wir wissen, was wir erreichen möchten, bedeutet das nicht, dass wir auch bestimmen können, wann es geschehen soll.</p>
<p>Der Erew Raw – auch etwas Richtiges kann zu früh kommen</p>
<p>Rabbi Natan miBreslev verbindet diesen Gedanken auch mit dem Erew Raw, den Menschen, die Mosche beim Auszug aus Ägypten mitnahm.<br />
Diese Seelen sollten befreit werden. Doch für diesen großen Sprung von Unreinheit zu Heiligkeit waren sie noch nicht bereit.<br />
Der Zeitpunkt war zu früh.<br />
Später finden wir den Erew Raw unter anderem im Zusammenhang mit dem Goldenen Kalb.<br />
Das Problem war also nicht unbedingt das Ziel. Diese Seelen sollten herausgeführt werden – aber alles zu seiner Zeit.<br />
Etwas kann grundsätzlich richtig sein und trotzdem zu früh kommen.<br />
Was man hetzt und erzwingt, trägt keinen Segen.<br />
Unsere Generation will alles sofort<br />
Gerade unsere Generation kennt dieses Problem besonders gut.<br />
Wir möchten ständig alles sofort: Fast Food, schnelle Nachrichten, sofortige Antworten und möglichst schnelle Ergebnisse.<br />
Wir glauben, dadurch Zeit zu gewinnen. Tatsächlich haben wir oft das Gefühl, überhaupt keine Zeit mehr zu haben. Unsere Großeltern hatten viel weniger Technik und trotzdem häufig mehr Ruhe.<br />
Wir versuchen damit gegen ein Grundprinzip der Schöpfung zu leben:<br />
Alles hat seine Zeit.<br />
Rabbi Nachman war in diesem Punkt sehr vorsichtig. Wer die Zeit nicht ständig drängt, kann dadurch mehr Ruhe, Segen und Erfolg im Leben haben.<br />
Die Gemara sagt:<br />
„Kol hadochak et hascha’a – hascha’a dochakto.“<br />
Wer die Zeit drängt, den drängt die Zeit.<br />
Je mehr man erzwingt, desto schwieriger wird es<br />
Man sieht dieses Prinzip sogar bei einfachen Dingen.<br />
Wenn jemand unbedingt einschlafen möchte und denkt:<br />
„Ich muss jetzt schlafen!“<br />
wird er oft gerade deshalb nicht einschlafen.<br />
Man muss loslassen, sich Zeit geben und aufhören, den Schlaf erzwingen zu wollen.<br />
Ähnlich ist es bei Kindern. Eltern können einem Kind etwas tausendmal vorsagen – und trotzdem sagt es später vielleicht noch immer falsch.<br />
Man muss dem Kind auch Zeit lassen.<br />
Und man muss HaShem Platz lassen.<br />
Von Rabbi Nachman wird erzählt, dass er seiner Bediensteten eine Sache nur einmal sagte. Wenn sie es anders machte oder nicht so ausführte, ließ er es stehen: Dann sollte es offenbar so sein.<br />
Das bedeutet nicht, dass man nichts tun soll.<br />
Es bedeutet, dass man seinen Teil tut, ohne die Wirklichkeit zwingen zu wollen.</p>
<p>Josef HaZaddik – zwei Jahre länger warten</p>
<p>Auch Josef HaZaddik musste auf den richtigen Zeitpunkt warten.<br />
Im Gefängnis bat er den Mundschenk, sich an ihn zu erinnern und ihn beim Pharao zu erwähnen.<br />
Nach einer bekannten Erklärung blieb Josef daraufhin noch zwei weitere Jahre im Gefängnis.<br />
Der Mensch soll Hischtadlut – seine Mühe – machen.<br />
Aber irgendwann muss er das Ergebnis HaShem überlassen.<br />
Wenn es so sein soll, wie wir es wollen, dann wird es auch geschehen – aber zu HaShems Zeit.</p>
<p>Im Willen immer weitersteigen</p>
<p>Heißt das, dass man weniger wollen soll?<br />
Gerade nicht.<br />
In unserem Willen müssen wir immer weitersteigen.<br />
Wir sollen mehr wollen: mehr Torah, mehr Tefilla, mehr Keduscha, mehr Nähe zu HaShem.<br />
Bevor HaShem die Welt erschuf, stand zuerst der Wille zur Schöpfung. Der Ratzon – der Wille – kam vor der Tat.<br />
Der Wille selbst ist rein. Deshalb darf ein Mensch in seinem Ratzon immer höher gehen.<br />
Nur die Umsetzung liegt nicht vollständig in seiner Hand.<br />
Früh aufstehen – den Ratzon stärken<br />
Ein einfaches Beispiel:<br />
Jemand möchte morgens früher aufstehen, aber es klappt immer wieder nicht.<br />
Dann sollte er nicht sofort denken, dass er es einfach nicht kann.<br />
Er kann seinen Ratzon stärken: sich vorstellen, wie er morgens aufsteht, was er lernen oder beten möchte, die notwendigen praktischen Schritte unternehmen und HaShem darum bitten, dass es gelingt.<br />
Er macht seine Hischtadlut – und überlässt die Umsetzung HaShem.<br />
„Mit ganzer Kraft kämpfen – in vollkommener Gelassenheit“<br />
Rabbi Jisrael Jakubov fasst diesen Weg in einem scheinbaren Widerspruch zusammen:<br />
„Mit seiner ganzen Kraft kämpfen – in vollkommener Gelassenheit.“<br />
Mit ganzer Kraft im Willen.<br />
Dort sollen wir wachsen, hoffen, beten und niemals aufgeben.<br />
Und mit Gelassenheit bei unseren Taten.<br />
Wir tun, was in unserer Hand liegt, aber wir erzwingen nichts. Wir lassen Raum dafür, dass HaShem bestimmt, wann und wie etwas geschehen soll.<br />
Vielleicht ist das eine der wichtigen Botschaften von Ki Tawo.<br />
Mosche wollte nach Eretz Jisrael. Trotzdem akzeptierte er HaShems Entscheidung und sprach mit Freude über das, was dem Volk bevorstand.<br />
Wir sollen große Ziele haben und einen starken Ratzon.<br />
Aber wir müssen nicht alles sofort bekommen.<br />
Denn manchmal liegt der Segen nicht nur darin, was HaShem uns gibt – sondern auch darin, wann Er es uns gibt.<br />
Mit ganzer Kraft im Willen – und mit vollkommener Gelassenheit in der Umsetzung.</p>
<p>Schabbat Schalom!</p>
<p>Oskar Baruch Baraev</p>

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		<title>Welche Stimme hört unser Kind?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oskar Baruch Baraev]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 15:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wochenabschnitt Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Buch Dewarim]]></category>
		<category><![CDATA[familie]]></category>
		<category><![CDATA[Ki Teze]]></category>
		<category><![CDATA[kind]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dwar Tora zum Wochenabschnitt Ki Teze Was der Ben Sorer uMoreh über Einheit und Vorbild im Chinuch lehrt Die Torah beschreibt in Paraschat Ki Teze den Ben Sorer uMoreh, den widerspenstigen und rebellischen Sohn. Obwohl es sich um einen außergewöhnlichen Fall handelt, lassen sich daraus grundlegende Gedanken über Chinuch (Kindererziehung) ableiten: über die Einheit zwischen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Dwar Tora zum Wochenabschnitt Ki Teze</h2>
<p>Was der Ben Sorer uMoreh über Einheit und Vorbild im Chinuch lehrt</p>
<p>Die Torah beschreibt in Paraschat Ki Teze den Ben Sorer uMoreh, den widerspenstigen und rebellischen Sohn. Obwohl es sich um einen außergewöhnlichen Fall handelt, lassen sich daraus grundlegende Gedanken über Chinuch (Kindererziehung) ableiten: über die Einheit zwischen Vater und Mutter, über die Übereinstimmung von Wort und Tat – und über die Bereitschaft der Erwachsenen, bei Schwierigkeiten nicht nur das Kind, sondern auch sich selbst zu betrachten.</p>
<p>„Die Stimme seines Vaters und die Stimme seiner Mutter“</p>
<p>Über den Ben Sorer uMoreh heißt es:</p>
<p>_„Wenn ein Mann einen widerspenstigen und rebellischen Sohn hat, der nicht auf die Stimme seines Vaters und auf die Stimme seiner Mutter hört, und sie ihn zurechtweisen, aber er hört nicht auf sie …“_ (Dewarim 21,18)</p>
<p>Die Torah nennt die Stimme des Vaters und die Stimme der Mutter ausdrücklich getrennt.</p>
<p>Nach einem Gedanken von Rav Yehuda Zev Klein lässt sich darin eine wichtige Lehre für die Erziehung erkennen.</p>
<p>Wenn ein Mann und eine Frau heiraten, verfolgen sie meist gemeinsame Ziele. Sie möchten gemeinsam ein Zuhause aufbauen und ihrem Leben eine bestimmte Richtung geben.</p>
<p>Doch gerade bei der Erziehung der Kinder können unterschiedliche Vorstellungen hervortreten.</p>
<p>Der Vater sieht vielleicht einen bestimmten Weg für das Kind, während die Mutter andere Erwartungen hat. Beide wollen aufrichtig das Beste – doch sie verstehen unter diesem „Besten“ nicht unbedingt dasselbe.</p>
<p>Das Kind hört dann tatsächlich zwei Stimmen.</p>
<p>Die eine zieht in diese Richtung, die andere in jene.</p>
<p>Das Problem besteht nicht darin, dass Eltern unterschiedliche Ansichten haben. Ein Kind braucht keine Eltern, die in allem gleich denken. Es braucht jedoch Eltern, die in den grundlegenden Fragen des Chinuch eine gemeinsame Richtung vertreten.</p>
<p>Schwierig wird es, wenn das Kind selbst zum Schauplatz ungeklärter Unterschiede wird. Wenn jeder Elternteil versucht, über das Kind die eigene Vorstellung durchzusetzen, begegnet das Kind unterschiedlichen Erwartungen und Maßstäben.</p>
<p>Aus zwei gut gemeinten Absichten kann so Verwirrung entstehen.</p>
<p>Die erste Frage, die dieser Pasuk an Eltern richten kann, lautet deshalb:</p>
<p>Welche Stimme hört unser Kind?</p>
<p>Nicht: Sind wir in allem einer Meinung?</p>
<p>Sondern: Erlebt unser Kind in den wichtigen Fragen eine verlässliche gemeinsame Richtung?</p>
<p>*Wenn Worte und Verhalten verschiedene Stimmen sprechen*</p>
<p>Doch der Pasuk geht weiter:</p>
<p>_„Und sie weisen ihn zurecht, aber er hört nicht auf sie.“_</p>
<p>Selbst die gemeinsame Zurechtweisung der Eltern erreicht ihn nicht.</p>
<p>Auch darin lässt sich eine weitere grundlegende Erziehungslehre erkennen.</p>
<p>Vater und Mutter können dieselbe Botschaft vertreten – und dem Kind dennoch zwei widersprüchliche Botschaften vermitteln.</p>
<p>Nämlich dann, wenn ihre Worte und ihr Verhalten nicht zusammenpassen.</p>
<p>Man kann einem Kind erklären, wie wichtig Tefilla ist. Wenn das Kind aber täglich erlebt, dass Tefilla für die Eltern selbst kaum Priorität besitzt, hört es eine Botschaft und sieht eine andere.</p>
<p>Man kann Respekt verlangen und zugleich vor dem Kind respektlos mit anderen umgehen.</p>
<p>Dann sprechen wieder zwei Stimmen.</p>
<p>Diesmal nicht die Stimme des Vaters gegen die Stimme der Mutter, sondern die Stimme der Worte gegen die Stimme des eigenen Lebens.</p>
<p>*Das Prinzip*</p>
<p>„Tu, was ich sage – nicht, was ich tue“ kann kein tragfähiger Weg des Chinuch sein.</p>
<p>Kinder lernen durch Erklärungen und Unterweisung. Aber sie lernen mindestens ebenso stark durch Beobachtung und Nachahmung.</p>
<p>Ein Kind hört, was wir von ihm verlangen – aber es sieht, was wir selbst wirklich für wichtig halten.</p>
<p>Es beobachtet, welchen Stellenwert Torah und Mitzwot im Alltag haben, wie Erwachsene mit anderen Menschen umgehen und wie sie sich verhalten, wenn Werte unbequem werden.</p>
<p>Deshalb genügt es nicht, dass Eltern die richtigen Dinge sagen.</p>
<p>Das Gesagte muss im Vorgelebten wiedererkennbar sein.</p>
<p>Damit begegnen uns zwei Formen von Einheit:</p>
<p>Einheit zwischen Vater und Mutter.</p>
<p>Und:</p>
<p>Einheit zwischen Wort und Tat.</p>
<p>Wieso lehrt die Torah einen Fall, der niemals eintrat?</p>
<p>Der Ben Sorer uMoreh ist noch aus einem anderen Grund außergewöhnlich.</p>
<p>Die Voraussetzungen dafür, dass ein Sohn halachisch tatsächlich als Ben Sorer uMoreh gelten kann, sind äußerst eng. Nach einer Meinung in der Gemara hat ein solcher Fall niemals stattgefunden und wird niemals stattfinden.</p>
<p>Die Gemara fragt deshalb sinngemäß: Wenn dieser Fall nie eintreten wird – warum steht er überhaupt in der Torah?</p>
<p>Die Antwort lautet:</p>
<p>„Derosch we-kabel sachar“ – studiere es und empfange Lohn.</p>
<p>Der Wert dieses Abschnitts liegt also gerade auch in den Lehren, die sich aus seinem Studium gewinnen lassen.</p>
<p>In einer Erklärung von Rav Samson Raphael Hirsch eröffnet sich noch eine weitere Perspektive:</p>
<p>Damit ein Kind vollständig als Ben Sorer uMoreh betrachtet werden könnte, müssten andere Ursachen und Einflüsse ausgeschlossen sein. Es dürfte niemanden geben, dessen Verhalten oder erzieherischer Einfluss zu seiner Entwicklung beigetragen haben könnte.</p>
<p>Gerade darin liegt eine bemerkenswerte Botschaft.</p>
<p>Ein Abschnitt, der scheinbar vom Fehlverhalten eines Kindes handelt, lenkt den Blick plötzlich auf die Menschen um dieses Kind herum.</p>
<p>Nicht nur:</p>
<p>„Was stimmt mit dem Kind nicht?“</p>
<p>Sondern auch:</p>
<p>„Was können wir selbst verbessern?“</p>
<p>*Vom Urteil zur Selbstprüfung*</p>
<p>Wenn ein Kind einen schwierigen Weg einschlägt, ist es natürlich, nach den Ursachen seines Verhaltens zu fragen.</p>
<p>Warum hört es nicht?</p>
<p>Warum reagiert es so?</p>
<p>Warum nimmt es unsere Werte nicht an?</p>
<p>Doch Chinuch verlangt auch die Bereitschaft, den Blick nach innen zu richten.</p>
<p>Sind unsere Botschaften klar?</p>
<p>Vertreten Vater und Mutter in den wesentlichen Fragen eine gemeinsame Richtung?</p>
<p>Sind unsere Erwartungen verlässlich?</p>
<p>Und vor allem:</p>
<p>Leben wir selbst das vor, was wir von unseren Kindern erwarten?</p>
<p>Das bedeutet nicht, dass jedes Fehlverhalten eines Kindes automatisch den Eltern zugerechnet werden kann. Ein Kind ist ein eigener Mensch, mit eigener Persönlichkeit und eigenem freien Willen.</p>
<p>Aber Eltern können vor allem dort ansetzen, wo sie selbst Einfluss haben.</p>
<p>Vielleicht braucht ein Kind manchmal nicht mehr Worte, sondern mehr Klarheit.</p>
<p>Vielleicht braucht es nicht noch eine Ermahnung, sondern ein stärkeres Vorbild.</p>
<p>Und vielleicht müssen Eltern nicht lauter sprechen, sondern darauf achten, dass die verschiedenen Stimmen seines Zuhauses einander nicht widersprechen.</p>
<p>*Die stärkste Stimme*</p>
<p>Ein Kind hört die Stimme seines Vaters und die Stimme seiner Mutter.</p>
<p>Doch noch stärker hört es die Stimme ihres Lebens.</p>
<p>Wenn Eltern in den grundlegenden Fragen des Chinuch eine gemeinsame Richtung vertreten und ihre Worte durch ihr eigenes Verhalten bestätigen, entsteht eine besonders glaubwürdige Form der Erziehung:</p>
<p>eine Botschaft, die nicht nur ausgesprochen, sondern täglich sichtbar gelebt wird.</p>
<p>Vielleicht ist genau das die stärkste Stimme, die ein Kind hört.</p>
<p>Schabbat Schalom! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f499.png" alt="💙" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Oskar Baruch Baraev</p>

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		<title>Wochenabschnitt Reeh: Warum will die Torah nicht, dass alle gleich sind?</title>
		<link>https://judentum.online/wochenabschnitt-reeh-warum-will-die-torah-nicht-dass-alle-gleich-sind/</link>
					<comments>https://judentum.online/wochenabschnitt-reeh-warum-will-die-torah-nicht-dass-alle-gleich-sind/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rabbiner Jakow Schub]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 14:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wochenabschnitt Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Buch Dewarim]]></category>
		<category><![CDATA[Ree]]></category>
		<category><![CDATA[Reeh]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dwar Tora für den Schabbat-Tisch von Rav Jakow Schub Manchmal scheint es, als würden alle Probleme verschwinden, wenn alle Menschen gleich denken würden – dieselben Ansichten, dieselben Gewohnheiten, dieselben Traditionen. Doch genau dieses Bild betrachtet die Torah keineswegs als Ideal. In der Paraschat Re&#8217;eh heißt es:„Ihr seid Kinder des Ewigen, eures G-ttes. Ihr sollt euch [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Dwar Tora für den Schabbat-Tisch von Rav Jakow Schub</h2>
<p data-start="73" data-end="308">Manchmal scheint es, als würden alle Probleme verschwinden, wenn alle Menschen gleich denken würden – dieselben Ansichten, dieselben Gewohnheiten, dieselben Traditionen. Doch genau dieses Bild betrachtet die Torah keineswegs als Ideal.</p>
<p data-start="310" data-end="529">In der Paraschat Re&#8217;eh heißt es:<br data-start="342" data-end="345" /><strong data-start="345" data-end="514">„Ihr seid Kinder des Ewigen, eures G-ttes. Ihr sollt euch keine Einschnitte machen und euch wegen eines Verstorbenen keine kahle Stelle zwischen den Augen schaffen.“</strong> (Dewarim 14,1)</p>
<p data-start="531" data-end="788">Neben der wörtlichen Bedeutung sehen unsere Weisen hier noch eine weitere wichtige Lehre. Das Verbot <strong data-start="632" data-end="650">„Lo Titgodedu“</strong> wird auch so verstanden, dass es innerhalb einer Gemeinde keine getrennten Gruppen geben soll, die unterschiedliche Bräuche praktizieren.</p>
<p data-start="790" data-end="1012">Raschi erklärt: Wenn die einen so handeln und die anderen anders, entsteht der Eindruck, als gäbe es zwei verschiedene Torot. Der Rambam ergänzt, dass eine solche Spaltung mit der Zeit zu Streit und Zwietracht führen kann.</p>
<p data-start="1014" data-end="1416">Das bedeutet jedoch keineswegs, dass alle Juden dieselben Traditionen haben müssen. Wenn in einer Stadt verschiedene Gemeinden bestehen – etwa eine aschkenasische und eine sephardische –, darf jede nach ihren eigenen Minhagim leben. Hier stellt sich eine interessante Frage: Wenn Unterschiede zu Meinungsverschiedenheiten führen können, warum verlangt die Torah dann keine vollständige Einheitlichkeit?</p>
<p data-start="1418" data-end="1934">Der Chafez Chaim beantwortet diese Frage mit einem eindrucksvollen Vergleich. Eine Armee kann nicht nur aus einer einzigen Truppengattung bestehen. Infanterie, Artillerie und Marine erfüllen unterschiedliche Aufgaben, dienen jedoch alle demselben Ziel. Genauso verhält es sich mit dem jüdischen Volk. Die Torah strebt nicht nach Gleichförmigkeit, sondern nach <strong data-start="1778" data-end="1789">Einheit</strong>. Unterschiedliche Traditionen können nebeneinander bestehen, solange sie sich im Rahmen der Torah bewegen und alle dem Dienst an HaSchem dienen.</p>
<p data-start="1936" data-end="2609">Der Neziv zeigt am Beispiel der Generation des Turmbaus zu Babel, wohin ein falsches Verständnis von Einheit führen kann. Über sie heißt es: <strong data-start="2077" data-end="2137">„Die ganze Erde hatte eine Sprache und dieselben Worte.“</strong> (Bereschit 11,1) Nach seiner Erklärung sollten die Menschen damals nicht nur dieselbe Sprache sprechen, sondern auch dieselben Gedanken, Ansichten und dieselbe Lebensweise haben. Es war gewissermaßen das erste totalitäre System, das keinen Raum für Individualität ließ. Deshalb war die Strafe „Maß für Maß“: HaSchem verwirrte ihre Sprachen und zerstreute sie über die ganze Erde. Damit zeigte Er, dass wahre Einheit nicht durch die Auslöschung von Unterschieden entsteht.</p>
<p data-start="2611" data-end="2815"><strong data-start="2611" data-end="2815">Wahre Einheit bedeutet nicht, dass alle gleich sind. Sie entsteht dann, wenn unterschiedliche Menschen ihre Individualität bewahren und dennoch gemeinsam einer Torah und einem einzigen HaSchem dienen.</strong></p>
<p data-start="2817" data-end="2845" data-is-last-node="" data-is-only-node=""><strong data-start="2817" data-end="2838">Schabbat Schalom!</strong> <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f56f.png" alt="🕯" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f56f.png" alt="🕯" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p data-start="2817" data-end="2845" data-is-last-node="" data-is-only-node="">
<p><em>Quelle: <a href="https://toldot.com/">toldot.ru</a> (aus dem Russischen übersetzt)</em></p>
<p><em>Autor:</em> <em>Rav Jaakow Schub</em></p>

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		<item>
		<title>Re’eh – der Segen des heutigen Tages</title>
		<link>https://judentum.online/reeh-der-segen-des-heutigen-tages/</link>
					<comments>https://judentum.online/reeh-der-segen-des-heutigen-tages/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Oskar Baruch Baraev]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 11:13:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wochenabschnitt Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Buch Dewarim]]></category>
		<category><![CDATA[Ree]]></category>
		<category><![CDATA[Reeh]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wieso die Torah uns lehrt, heute neu zu beginnen Paraschat Re’eh wird jedes Jahr kurz vor Beginn des Monats Elul gelesen. Darin liegt ein besonderer Remez – ein geistiger Hinweis: רְאֵה אֱלוּל הַבָּא – Re’eh Elul ha-ba: „Siehe, Elul kommt.“ Elul ist der Monat der inneren Einkehr, der Teschuwa und der Vorbereitung auf Rosch HaSchana. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Wieso die Torah uns lehrt, heute neu zu beginnen</h2>
<p>Paraschat Re’eh wird jedes Jahr kurz vor Beginn des Monats Elul gelesen. Darin liegt ein besonderer Remez – ein geistiger Hinweis:</p>
<blockquote><p>רְאֵה אֱלוּל הַבָּא – Re’eh Elul ha-ba: „Siehe, Elul kommt.“</p></blockquote>
<p>Elul ist der Monat der inneren Einkehr, der Teschuwa und der Vorbereitung auf Rosch HaSchana. Noch bevor diese besondere Zeit beginnt, richtet die Torah in Paraschat Re’eh einen eindringlichen Aufruf an uns:</p>
<blockquote><p>„Siehe, Ich lege euch heute Segen und Fluch vor.“<br />
(Dewarim 11,26)</p></blockquote>
<p>HaShem legt dem Menschen zwei Wege vor: den Weg des Segens, wenn er auf Seine Gebote hört, und den entgegengesetzten Weg, wenn er sich von ihnen entfernt.</p>
<p>Doch weshalb betont die Torah ausdrücklich das Wort „heute“ – הַיּוֹם, haJom?</p>
<p>Hätte es nicht genügt zu sagen: „Siehe, Ich lege euch Segen und Fluch vor“?</p>
<p>Gerade in diesem einen Wort liegt eine grundlegende Botschaft für unser Leben.</p>
<p>Jeder Tag ist eine neue Schöpfung</p>
<p>Der Keduschat HaLevi, Rabbi Levi Jizchak von Berditschew, lehrt, dass HaShem die Welt jeden Tag aufs Neue erschafft.</p>
<p>Im Morgengebet sagen wir:</p>
<p>„Der in Seiner Güte jeden Tag fortwährend das Werk der Schöpfung erneuert.“</p>
<p>Der heutige Tag ist daher nicht lediglich eine Fortsetzung des gestrigen. Er ist eine neue Schöpfung, eine neue Möglichkeit und ein neuer Anfang.</p>
<p>Das bedeutet: Ein Mensch ist nicht für immer an seine Vergangenheit gebunden.</p>
<p>Vielleicht hat er gestern Fehler gemacht, eine Mizwa versäumt oder eine falsche Entscheidung getroffen. Dennoch schenkt HaShem ihm heute einen neuen Tag – und damit die Möglichkeit, einen anderen Weg einzuschlagen.</p>
<p>Aber auch wer gestern viel Gutes getan hat, darf sich nicht auf seinen Verdiensten ausruhen. Jeder Mensch steht heute erneut vor der Wahl zwischen Segen und Fluch.</p>
<p>Als Jischmael in der Wüste lag, heißt es:</p>
<blockquote><p>בַּאֲשֶׁר הוּא שָׁם – „so, wie er dort ist.“<br />
(Bereschit 21,17)</p></blockquote>
<p>Raschi erklärt, dass HaShem den Menschen entsprechend seinem gegenwärtigen Zustand beurteilt – danach, wie er in diesem Augenblick vor Ihm steht.</p>
<p>Darin liegt eine gewaltige Hoffnung:</p>
<p>Du bist nicht für immer der Mensch, der du gestern warst. Entscheidend ist, wo du heute stehst und welchen Weg du heute wählst.</p>
<p>Gleichzeitig enthält dieser Gedanke einen Trost für schwere Zeiten. Auch wenn ein Mensch heute Sorgen, Enttäuschungen oder Misserfolge erlebt, darf er nicht glauben, dass es für immer so bleiben muss.</p>
<p>Wenn HaShem die Welt jeden Tag neu erschafft, kann auch die Situation eines Menschen neu werden.</p>
<p>Der Schmerz von heute muss nicht die Wirklichkeit von morgen sein.</p>
<p>Der Mensch besitzt nur den heutigen Tag</p>
<p>Der Ben Isch Chai erklärt, dass das Wort haJom den Menschen daran erinnert, dass ihm letztlich nur der heutige Tag zum Handeln zur Verfügung steht.</p>
<p>Die Vergangenheit ist vergangen. Wir können aus ihr lernen, aber wir können sie nicht mehr verändern. Die Zukunft wiederum liegt nicht vollständig in unserer Hand. Niemand weiß mit Sicherheit, was der morgige Tag bringen wird.</p>
<p>Der einzige Zeitpunkt, an dem wir tatsächlich handeln können, ist heute.</p>
<p>In Pirkei Avot heißt es:</p>
<blockquote><p>„Kehre einen Tag vor deinem Tod um.“<br />
(Pirkei Avot 2,10)</p></blockquote>
<p>Doch woher soll ein Mensch wissen, wann sein letzter Tag sein wird?</p>
<p>Gerade weil er es nicht weiß, soll er jeden Tag Teschuwa machen.</p>
<p>Diese Aussage soll uns nicht in Angst versetzen. Sie soll uns daran erinnern, das Wesentliche nicht ständig aufzuschieben.</p>
<p>Vielleicht weiß ein Mensch schon lange, dass er jemanden um Verzeihung bitten sollte. Vielleicht möchte er regelmäßiger Torah lernen, eine Mizwa sorgfältiger erfüllen oder bewusster mit seinen Worten umgehen.</p>
<p>Doch immer wieder sagt er:</p>
<p>„Morgen.“</p>
<p>Die Torah antwortet:</p>
<p>„HaJom – heute.“</p>
<p>Beginne heute. Nicht erst dann, wenn alle Umstände vollkommen sind. Nicht erst, wenn du mehr Zeit, mehr Kraft oder mehr Sicherheit hast.</p>
<p>Der heutige Tag ist der Tag, den HaShem dir gegeben hat.</p>
<p>Wer mit diesem Bewusstsein lebt, lässt auch weniger Raum für falschen Stolz, Geltungssucht und lang anhaltende Kränkungen. Würden wir diesen Tag als den einzigen betrachten, den wir sicher besitzen, verlören viele Dinge, über die wir uns ärgern, plötzlich ihre Bedeutung.</p>
<p>„Heute“ – Segen oder Fluch</p>
<p>Die Torah spricht nicht nur vom Segen, sondern von Segen und Fluch.</p>
<p>Darin liegt ein weiterer Gedanke: Selbst das Bewusstsein, dass unser Leben begrenzt ist und wir nur den heutigen Tag sicher besitzen, kann entweder zum Segen oder zum Fluch werden.</p>
<p>Zum Segen wird es, wenn ein Mensch sagt:</p>
<p>„Meine Zeit ist kostbar. Deshalb werde ich heute Teschuwa machen, heute eine Mizwa erfüllen, heute lernen, helfen und etwas verbessern.“</p>
<p>Zum Fluch wird derselbe Gedanke, wenn er daraus den entgegengesetzten Schluss zieht:</p>
<p>„Vielleicht gibt es kein Morgen. Deshalb möchte ich heute nur genießen und jede Verantwortung von mir weisen.“</p>
<p>Ein Beispiel dafür finden wir bei Esaw.</p>
<p>Als Jaakow ihm das Erstgeburtsrecht abkaufen wollte, sagte Esaw:</p>
<blockquote><p>„Siehe, ich gehe dem Tod entgegen. Wozu brauche ich das Erstgeburtsrecht?“<br />
(Bereschit 25,32)</p></blockquote>
<p>Esaw machte die Endlichkeit des Lebens zur Begründung dafür, etwas von bleibendem geistigem Wert gegen einen augenblicklichen Genuss einzutauschen.</p>
<p>Seine Haltung lautete: Wenn das Leben ohnehin endet, zählt nur das, was ich jetzt genießen kann.</p>
<p>Die Torah lehrt uns das Gegenteil:</p>
<p>Gerade weil unsere Zeit begrenzt ist, besitzt jede Entscheidung einen besonderen Wert.</p>
<p>Das Bewusstsein der eigenen Endlichkeit soll den Menschen nicht in Verzweiflung führen. Es soll ihn wachrütteln.</p>
<p>Die entscheidende Frage lautet nicht nur, ob wir heute leben, sondern wie wir den heutigen Tag nutzen.</p>
<p>Das Versprechen eines Jungen</p>
<p>Eine bewegende Geschichte verdeutlicht diese Botschaft.</p>
<p>Jonathan stammte aus einer nichtreligiösen Familie. Eines Tages äußerte er den Wunsch, eine Bar Mizwa zu feiern. Sein Vater kannte sich mit den religiösen Einzelheiten nicht gut aus, war jedoch bereit, seinen Sohn zu unterstützen, und brachte ihn zu einem Rabbiner.</p>
<p>Der Rabbiner fragte Jonathan, weshalb ihm die Bar Mizwa und ein Leben nach der Torah plötzlich so wichtig geworden seien.</p>
<p>Der Junge erzählte, dass er sich schon lange einen kleinen Bruder gewünscht hatte. Er hatte zu HaShem gebetet und versprochen:</p>
<p>„Wenn Du mir einen kleinen Bruder schenkst, werde ich beginnen, nach Deinem Weg zu leben.“</p>
<p>Am folgenden Tag begann Jonathan jedoch nachzudenken: Woher sollte er wissen, ob die Geburt seines Bruders tatsächlich eine Antwort auf sein Gebet sein würde?</p>
<p>Deshalb bat er um ein Zeichen: Sein kleiner Bruder sollte an seinem eigenen Geburtstag geboren werden.</p>
<p>Etwa ein Jahr später brachte seine Mutter tatsächlich einen Jungen zur Welt – nach dem bürgerlichen Kalender fünf Tage vor Jonathans Geburtstag.</p>
<p>Jonathan hätte nun sagen können, das Zeichen sei nicht vollständig eingetroffen. Doch er reagierte anders:</p>
<p>„Fünf Tage sind nah genug. HaShem hat Seinen Teil erfüllt. Jetzt bin ich an der Reihe.“</p>
<p>Der Rabbiner war von der Aufrichtigkeit und Entschlossenheit des Jungen tief beeindruckt.</p>
<p>Später stellte sich heraus, dass Jonathan nur nach dem bürgerlichen Kalender gerechnet hatte. Nach dem jüdischen Kalender war sein kleiner Bruder tatsächlich genau an seinem Geburtstag geboren worden.</p>
<p>Dieser Junge wurde später der bekannte jüdische Redner und Pädagoge Rabbi Jonathan Rietti.</p>
<p>Jonathan wartete nicht auf ein weiteres Zeichen. Er suchte keine Ausrede, um sein Versprechen aufzuschieben.</p>
<p>Er verstand:</p>
<p>Wenn HaShem mir heute einen Weg eröffnet, muss auch meine Antwort heute beginnen.</p>
<p>(Rav Yehuda Zev Klein: „The Incredible Story of the Bar Mitzvah Boy’s Deal with G-d“.)</p>
<p>Siehe, Elul kommt</p>
<p>Nun verstehen wir den besonderen Hinweis, der in Paraschat Re’eh liegt:</p>
<p>רְאֵה אֱלוּל הַבָּא – Re’eh Elul ha-ba: „Siehe, Elul kommt.“</p>
<p>Elul ruft uns nicht nur dazu auf, über unsere Fehler nachzudenken. Elul erinnert uns vor allem daran, dass Veränderung möglich ist.</p>
<p>Vielleicht tragen wir Fehler aus der Vergangenheit mit uns. Vielleicht haben wir gute Vorsätze immer wieder verschoben. Vielleicht glauben wir, zu weit entfernt zu sein oder unsere Situation nicht mehr verändern zu können.</p>
<p>Doch HaShem sagt:</p>
<p>„Siehe, Ich lege euch heute Segen und Fluch vor.“</p>
<p>Nicht gestern.</p>
<p>Nicht irgendwann in der Zukunft.</p>
<p>Heute.</p>
<p>Heute können wir Teschuwa machen.<br />
Heute können wir jemanden um Verzeihung bitten.<br />
Heute können wir vergeben.<br />
Heute können wir eine Mizwa erfüllen.<br />
Heute können wir mit dem Torahlernen beginnen.<br />
Heute können wir einen Schritt näher zu HaShem gehen.</p>
<p>Wir können nicht jeden Teil unseres Lebens kontrollieren. Doch HaShem legt uns jeden Tag erneut die Möglichkeit zur Wahl vor.</p>
<p>Ob der heutige Tag für uns zum Segen oder zum Gegenteil wird, hängt davon ab, was wir aus ihm machen.</p>
<p>Der gestrige Tag ist vergangen. Der morgige Tag wurde uns noch nicht gegeben.</p>
<p>Doch der heutige Tag liegt vor uns.</p>
<p>Re’eh – sieh hin.<br />
Elul ha-ba – Elul kommt.<br />
Und der richtige Zeitpunkt, neu zu beginnen, ist heute.</p>
<p>Schabbat Schalom</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Oskar Baruch Baraev</p>

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			<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/reeh-der-segen-des-heutigen-tages/">Re’eh – der Segen des heutigen Tages</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
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		<title>Eine verdorbene Seele ☠️ Gib die Schuld nicht deinen Eltern! #shorts #Torah</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ariela Guseva]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2026 03:00:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ohne angemessene Torah-Bildung und ständiges Mussar-Lernen fällt es Menschen schwer, andere wohlwollend zu beurteilen; stattdessen neigen sie oft zu den schlimmsten Verdächtigungen. Wenn aus rechtschaffenen Eltern eine „verdorbene Frucht“ hervorgeht, machen Nörgler dies meist publik und unterstellen der gesamten Familie Scheinheiligkeit. Doch das entspricht nicht der Wahrheit. Jeder Mensch besitzt einen freien Willen und ist [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/video/eine-verdorbene-seele-%e2%98%a0%ef%b8%8f-gib-die-schuld-nicht-deinen-eltern-shorts-torah/">Eine verdorbene Seele ☠️ Gib die Schuld nicht deinen Eltern! #shorts #Torah</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ohne angemessene Torah-Bildung und ständiges Mussar-Lernen fällt es Menschen schwer, andere wohlwollend zu beurteilen; stattdessen neigen sie oft zu den schlimmsten Verdächtigungen. Wenn aus rechtschaffenen Eltern eine „verdorbene Frucht“ hervorgeht, machen Nörgler dies meist publik und unterstellen der gesamten Familie Scheinheiligkeit. </p>
<p>Doch das entspricht nicht der Wahrheit. Jeder Mensch besitzt einen freien Willen und ist für seine eigenen Entscheidungen selbst verantwortlich. Obwohl er aus der heiligen Familie von Jitzchak und Rivka hervorging, entschied sich Esau dafür, vom Weg der Wahrheit abzuweichen und Böses zu tun. </p>
<p>Schließe dich BeEzrat HaShem an und lerne mit Rabbi Lev Leib Lerner. Vertiefe dein Wissen über koschere jüdische Denkweisen und Halachos. Erkenne die Wahrheit und komme HaKadosh Baruch Hu näher. </p>
<p>Link zum Originalvideo mit englischen Untertiteln:<br />
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<p>#Eltern, #Erziehung, #Kinder, #Torah, #Tora, #Thora, #Tanach, #Gott, #Glaube, #Religion, #Gesetze, #Gebote, #Rabbi, #Moral, #Ethik, #Juden, #Judentum, #Torahunterricht, #Torahlektion, #TorahVortrag, #Reinheitsgebote, #Israel, #koscher, #kosher, #GesetzeDesJudentums, #hebräisch, #BeezratHashem, #RabbiLevLeibLerner, #LearnWithLerner, #RabbiMizrachi, #jüdisch, #Rambam, #HalachosDesJudentums, #HalachotDesJudentums, #Bibelstudium, #StudiumDerSchrift, #Selbstentwicklung, #Selbstverbesserung, #Gebete, #Mussar, #Mussarbewegung, #Sittsamkeit, #Bescheidenheit, #Gebet, #Reue, #Umkehr, #GeboteFürFrauen, #GeboteDerBrachot, #Tefillah, #Teshuvah, #Teshuwa, #Tzedakah, #Tzedaka, #RabbiEfraimKachlon, #RabbiYaronReuven, #JüdischeGeschichten, #SchabbatKerzen, #Synagoge, #Schabbat, #Shabbat #Shabbos, #Schabbos, #Torahstudium, #Torastudium, #ÜbertrittZumJudentum, #Wahrheit, #TorahGesetze, #ToviaSinger, #RabbiToviaSinger, #TorahWahrheit, #Hashem, #HaShem, #shorts</p>
<p>In diesem zum Nachdenken anregenden Video beleuchtet der weise und tiefgründige Rabbi Lerner die Komplexität der Rechtschaffenheit und die Feinheiten der Seelenreise. Ausgehend von einem von Herzen kommenden „Baruch HaSchem“ und einem warmen „Schalom aleichem, Freunde“ widmet sich der Rabbi einem verbreiteten Phänomen: dem Auftreten eines weniger rechtschaffenen Individuums inmitten einer Familie ansonsten rechtschaffener Menschen.</p>
<p>Der Rabbi weist die weitverbreitete Ansicht zurück, solche Menschen seien lediglich Scheinheilige, und betont, dass dies nicht der Wahrheit entspricht. Unter Rückgriff auf die Weisheit der jüdischen Weisen eröffnet er eine faszinierende Perspektive: Bisweilen musste sich eine Seele bereits in einem früheren Leben vor dem himmlischen Gerichtshof verantworten. Sie brachte dabei vor, in eine säkulare Familie hineingeboren worden zu sein, in der der Glaube an die Evolution die spirituellen Wahrheiten überschattete.</p>
<p>Daraufhin beschloss der himmlische Gerichtshof, der Seele eine weitere Chance zu geben, und platzierte sie an den heiligsten aller Orte, nach Mea Shearim, in die Obhut einer heiligen Mutter, eines heiligen Vaters und einer rechtschaffenen Gemeinde. Die Herausforderung war klar: Beweise deine Rechtschaffenheit unter diesen vollkommenen Umständen! Doch selbst unter solch göttlichen Lebensbedingungen erwies sich das Individuum als verdorben.</p>
<p>Die Botschaft, die der Rabbi hier präsentiert, ist eindeutig: Gib weder deinen Eltern noch deinem Umfeld die Schuld! Die Wurzel des Problems liegt in der Seele des Einzelnen. Selbst dann, wenn sie von Heiligkeit umgeben sind, bestehen manche Seelen die Prüfung der Rechtschaffenheit nicht. Das Video ist ein eindringlicher Aufruf, nach persönlicher Heiligkeit zu streben und Verantwortung für den eigenen spirituellen Weg zu übernehmen. Begleite den Rabbi auf dieser aufschlussreichen Erkundung des Seelenwegs und des Strebens nach wahrer Heiligkeit.</p>

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		<title>Ein neuer und besserer Mensch 🍔 Wie gesunde Ernährung jemanden verändern kann &#8230; #shorts #Torah</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ariela Guseva]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 15:00:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Auch wenn es verlockend ist, sich körperlichen Genüssen hinzugeben und das Leben in dieser Welt zu genießen, besteht unsere Lebensaufgabe nicht darin, lediglich wie eine Art koscherer Küchenmixer zu funktionieren. Durch die Lehren des Musar leiten uns unsere jüdischen Weisen dazu an, unser Handeln und dessen Folgen zu hinterfragen und unser Verhalten so auszurichten, dass [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/video/ein-neuer-und-besserer-mensch-%f0%9f%8d%94-wie-gesunde-ernaehrung-jemanden-veraendern-kann-shorts-torah/">Ein neuer und besserer Mensch 🍔 Wie gesunde Ernährung jemanden verändern kann &#8230; #shorts #Torah</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn es verlockend ist, sich körperlichen Genüssen hinzugeben und das Leben in dieser Welt zu genießen, besteht unsere Lebensaufgabe nicht darin, lediglich wie eine Art koscherer Küchenmixer zu funktionieren. Durch die Lehren des Musar leiten uns unsere jüdischen Weisen dazu an, unser Handeln und dessen Folgen zu hinterfragen und unser Verhalten so auszurichten, dass es dem Dienst an HaSchem dient. Anstatt nur aus Appetit zu essen – für einen flüchtigen Genuss, der kaum mehr als einige Sekunden währt –, sollten wir Nahrung als Mittel zur Sättigung betrachten: Sie soll uns gesund erhalten und uns die Kraft dazu geben, HaKadosch Baruch Hu zu dienen. </p>
<p>Schließt euch BeEzrat HaShem an und lernt mit Rabbi Lev Leib Lerner. Vertieft euer Wissen über koschere jüdische Denkweisen und Halachos. Zügelt euren Appetit – und seid heilig. </p>
<p>Link zum Originalvideo mit englischen Untertiteln:<br />
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<p>#Mussar #Musar #Torah, #Tora, #Thora, #Tanach, #Gott, #Glaube, #Religion, #Gesetze, #Gebote, #Rabbi, #Moral, #Ethik, #Juden, #Judentum, #Torahunterricht, #Torahlektion, #TorahVortrag, #Reinheitsgebote, #Israel, #koscher, #kosher, #GesetzeDesJudentums, #hebräisch, #BeezratHashem, #RabbiLevLeibLerner, #LearnWithLerner, #RabbiMizrachi, #jüdisch, #Rambam, #HalachosDesJudentums, #HalachotDesJudentums, #Bibelstudium, #StudiumDerSchrift, #Selbstentwicklung, #Selbstverbesserung, #Gebete, #Mussar, #Mussarbewegung, #Sittsamkeit, #Bescheidenheit, #Gebet, #Reue, #Umkehr, #GeboteFürFrauen, #GeboteDerBrachot, #Tefillah, #Teshuvah, #Teshuwa, #Tzedakah, #Tzedaka, #RabbiEfraimKachlon, #RabbiYaronReuven, #JüdischeGeschichten, #SchabbatKerzen, #Synagoge, #Schabbat, #Shabbat, #Shabbos, #Schabbos, #Torahstudium, #Torastudium, #ÜbertrittZumJudentum, #Wahrheit, #TorahGesetze, #ToviaSinger, #RabbiToviaSinger, #TorahWahrheit, #Hashem, #HaShem, #shorts</p>
<p>In diesem Video erörtert Rabbi Lev Leib Lerner das wichtige Thema der Überwindung von Sucht und der Charakterbildung anhand der Prinzipien des Musar (jüdische Ethik). </p>
<p>Er führt ein Beispiel aus dem Buch Mesillas Yescharim an, das sich auf die Eigenschaft der Perischus (Enthaltsamkeit, Abstinenz) bezieht. Rabbi Lerner reflektiert über das Vergnügen beim Essen, das zwar sehr unmittelbar und genussvoll erscheint, tatsächlich jedoch sehr flüchtig ist: Denn sobald die Speise hinuntergeschluckt ist, verfliegt der Genuss ihres Geschmacks rasch. </p>
<p>Dennoch bleibt das Sättigungsgefühl dasselbe, ganz gleich, ob man Delikatessen oder nur ein einfaches Brot zu sich genommen hat. Bedenkt man zudem die schädlichen Auswirkungen ungesunder Essgewohnheiten auf den Körper – etwa Fettleibigkeit, ein Gefühl der Schwere und die durch Giftstoffe getrübte geistige Klarheit –, so stellt sich die Frage: Ist dieses Vergnügen denn wirklich notwendig? </p>
<p>Rabbi Lerner regt an, sich schrittweise zu ändern, über dieses Thema nachzudenken und ein neuer, besserer Mensch zu werden, indem man sich von ungesunden Begierden befreit. Er ruft zu Heiligkeit durch Selbstverbesserung und die Stärkung der Willenskraft auf. </p>
<p>Dieser Videoausschnitt veranschaulicht einen der Grundgedanken des Musar: die kritische Auseinandersetzung mit den eigenen Begierden und Trieben sowie das Erkennen ihrer vergänglichen und oberflächlichen Natur im Vergleich zu wahrhaftigen spirituellen Werten. Nur auf diese Weise kann sich der Mensch von negativen Neigungen reinigen und sich dem Ideal eines rechtschaffenen Menschen annähern.</p>

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		<title>😮 So ganz unschuldig bist du eben doch nicht #Torah #shorts</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ariela Guseva]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 15:00:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal belügen sich die Leute selbst und stellen sich rechtschaffener dar, als sie tatsächlich sind. Anstatt sich der Wahrheit zu stellen und zu versuchen, zu HaSchem zurückzukehren, rechtfertigen sie ihr Verhalten mit Ausreden und geben vor, unschuldig zu sein. Doch das Siegel HaSchems ist Emes (Wahrheit); niemand kann im Himmel scheinheilig sein, und das Urteil [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/video/%f0%9f%98%ae-so-ganz-unschuldig-bist-du-eben-doch-nicht-torah-shorts/">😮 So ganz unschuldig bist du eben doch nicht #Torah #shorts</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal belügen sich die Leute selbst und stellen sich rechtschaffener dar, als sie tatsächlich sind. Anstatt sich der Wahrheit zu stellen und zu versuchen, zu HaSchem zurückzukehren, rechtfertigen sie ihr Verhalten mit Ausreden und geben vor, unschuldig zu sein. Doch das Siegel HaSchems ist Emes (Wahrheit); niemand kann im Himmel scheinheilig sein, und das Urteil wird eines Tages kommen. </p>
<p>Schließt euch BeEzrat HaShem an und lernt mit Rabbi Lev Leib Lerner. Vertieft euer Wissen über koschere jüdische Denkweisen und Halachos. Seid wahrhaftig, bessert euch – und seid heilig. </p>
<p>Link zum Originalvideo mit englischen Untertiteln:<br />
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<p>#Torah, #Tora, #Thora, #Tanach, #Gott, #Glaube, #Religion, #Gesetze, #Gebote, #Rabbi, #Moral, #Ethik, #Juden, #Judentum, #Torahunterricht, #Torahlektion, #TorahVortrag, #Reinheitsgebote, #Israel, #koscher, #kosher, #GesetzeDesJudentums, #hebräisch, #BeezratHashem, #RabbiLevLeibLerner, #LearnWithLerner, #RabbiMizrachi, #jüdisch, #Rambam, #HalachosDesJudentums, #HalachotDesJudentums, #Bibelstudium, #StudiumDerSchrift, #Selbstentwicklung, #Selbstverbesserung, #Gebete, #Mussar, #Mussarbewegung, #Sittsamkeit, #Bescheidenheit, #Gebet, #Reue, #Umkehr, #GeboteFürFrauen, #GeboteDerBrachot, #Tefillah, #Teshuvah, #Teshuwa, #Tzedakah, #Tzedaka, #RabbiEfraimKachlon, #RabbiYaronReuven, #JüdischeGeschichten, #SchabbatKerzen, #Synagoge, #Schabbat, #Shabbat, #Shabbos, #Schabbos, #Torahstudium, #Torastudium, #ÜbertrittZumJudentum, #Wahrheit, #TorahGesetze, #ToviaSinger, #RabbiToviaSinger, #TorahWahrheit, #Hashem, #HaShem, #shorts</p>
<p>Die Parasha Wajera schildert eine dramatische und beunruhigende Begebenheit, in der Avraham Avinu und Sarah Imeinu vorkommen. Die Erzählung setzt ein, als sie in den Süden, in das Land Gerar, ziehen – ein Auftakt, der den Boden für eine unerwartete Krise bereitet. Kurz nach ihrer Ankunft entführt der mächtige König Avimelech Sarah, um sie zur Frau zu nehmen. </p>
<p>Doch das göttliche Eingreifen verhindert diese schreckliche Tat. HaShem erscheint Avimelech im Traum und überbringt eine erschreckende Botschaft: Wegen seiner Absichten droht ihm die Hinrichtung. Aufgeschreckt und verzweifelt fleht Avimelech um sein Leben und das seines Volkes und beteuert seine Unschuld. Er verweist auf ein entscheidendes Detail: Sowohl Avraham als auch Sarah hatten ja selbst behauptet, Geschwister zu sein. Wie hätte er denn die Wahrheit wissen können? Er beharrt darauf, integer und mit reinem Herzen gehandelt zu haben, da er den Aussagen des Paares Glauben geschenkt hatte. Diese Verteidigung wirft tiefgreifende theologische Fragen zu Gerechtigkeit und Täuschung auf. </p>
<p>Doch HaSchems Antwort an Avimelech eröffnet eine tiefere Ebene des Verständnisses. HaSchem offenbart, dass Avraham ein Navi – ein Prophet – war, der verborgene Wahrheiten zu erkennen vermochte. Das Gespräch wendet sich sodann dem ungewöhnlichen Verhalten von Avimelechs Leuten zu. Rabbi Lev Leib Lerner erklärt, dass die Ortsgemeinde einem Besucher, der in die Stadt kommt, grundlegende Gastfreundschaft erweisen sollte: eine Unterkunft, Getränke, eine Mahlzeit. Die Bewohner von Gerar stellten jedoch eine höchst unangemessene Frage: Ist die Frau, die dich begleitet, deine Schwester oder deine Ehefrau? Diese verdorbene Neugier signalisierte Avraham augenblicklich, dass er sich inmitten eines unmoralischen Volkes befand. </p>
<p>Avraham Avinu erkannte, dass man ihn töten würde, um Sarah zu bekommen, sollte ihre wahre Identität als seine schöne Ehefrau aufgedeckt werden. Dies zwang ihn und Sarah dazu, sich als Geschwister auszugeben. Daher kann Avimelech nicht ernsthaft behaupten, er sei getäuscht worden. Die Unmoral von Avimelechs Kultur und die verwerflichen Fragen seiner Leute veranlassten Avraham zu der notwendigen Schlussfolgerung, seine Familie durch diese Strategie zu schützen. Diese eindrucksvolle Lektion aus der Torah vermittelt Erkenntnisse über moralische Klarheit und Urteilsvermögen. Erfahrt gemeinsam mit uns mehr über diesen entscheidenden Moment der jüdischen Geschichte und entdeckt, welchen Bezug diese Erzählung zu unserem heutigen Leben hat – und wie wichtig es ist, heilig zu sein!</p>

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		<title>Wann wir keine göttliche Hilfe erhalten 💎 Die beste Strategie zur Selbstverbesserung #shorts #Torah</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ariela Guseva]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2026 15:00:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wann wir keine göttliche Hilfe erhalten 💎 Die beste Strategie zur Selbstverbesserung #shorts #Torah Manchmal haben die Leute die Absicht, ihren Dienst an HaSchem besser zu verrichten, jedoch fehlt es ihnen an entsprechender Anleitung. Ohne einen koscheren Rabbi, der ihren Fortschritt überwacht und ihre Lebensentscheidungen leitet, laufen sie leicht Gefahr, in die Falle des Satans [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/video/wann-wir-keine-goettliche-hilfe-erhalten-%f0%9f%92%8e-die-beste-strategie-zur-selbstverbesserung-shorts-torah/">Wann wir keine göttliche Hilfe erhalten 💎 Die beste Strategie zur Selbstverbesserung #shorts #Torah</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wann wir keine göttliche Hilfe erhalten <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f48e.png" alt="💎" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die beste Strategie zur Selbstverbesserung #shorts #Torah<br />
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<p>Manchmal haben die Leute die Absicht, ihren Dienst an HaSchem besser zu verrichten, jedoch fehlt es ihnen an entsprechender Anleitung. Ohne einen koscheren Rabbi, der ihren Fortschritt überwacht und ihre Lebensentscheidungen leitet, laufen sie leicht Gefahr, in die Falle des Satans zu tappen und zu hoch hinauszuwollen – was in Scheitern und bitterer Entmutigung endet. Wir tun die Dinge nicht alleine!</p>
<p>Schließt euch BeEzrat HaShem an und lernt mit Rabbi Lev Leib Lerner. Vertieft euer Wissen über koschere jüdische Denkweisen und Halachos. Folgt dem Rabbi – und seid heilig. </p>
<p>Link zum Originalvideo mit englischen Untertiteln:<br />
<iframe title="When we are not getting Divine assistance &#x1f48e; Best self-improvement strategy #shorts #torah" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/y971ZSTyoMo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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<p>Lässt sich spirituelles Wachstum in gewaltigen Sprüngen erreichen – oder erfordert wahre Transformation einen bedächtigeren Ansatz? Begleiten Sie Rabbi Lev Leib Lerner auf seiner tiefgehenden Betrachtung des 23. Kapitels des Buches „Mesillas Yesharim“, wo das zentrale Konzept der Demut sowie dessen Entwicklung ergründet wird. In diesem aufschlussreichen Video erschließt Rabbi Lerner die Weisheit des Ramchal und offenbart die tiefgreifende Bedeutung von „Me’at-Me’at“ – dem Prinzip des schrittweisen Fortschritts im Dienst an HaSchem.</p>
<p>Gestützt auf jüdische Weisheit und Lehren aus dem Traktat Schabbos 104A über göttliche Unterstützung bei der Läuterung, erhellt Rabbi Lerner den Weg zur Selbstvervollkommnung. Zudem untersucht er den Kommentar des Gaon von Wilna (Vilna Gaon) zu Mischlei 19:3, der davor warnt, beim spirituellen Wachstum einzelne Stufen überspringen zu wollen. Seid ihr bereit, den nächsten Schritt auf eurer spirituellen Reise zu wagen? Dieses Video betont die Bedeutung der Anleitung durch einen Rabbi sowie das Vermeiden von Fallstricken auf dem Weg zur Heiligkeit. Schaut euch jetzt dieses Video an, um die Geheimnisse einer wahren und dauerhaften Transformation durch das Prinzip des „Me’at-Me’at“ zu entdecken – und gewinnt wertvolle Einblicke in die Themen Demut, spirituelles Wachstum und die Wichtigkeit rabbinischer Führung im Judentum. Entfaltet euer Potenzial für Heiligkeit und erfahrt, wovor der Gaon von Wilna euch im Rahmen eures Lernens im Judentum warnt.</p>

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		<item>
		<title>Pinchas: „Die Verschiebung der Grundlage der Schöpfung“ – oder der „geläuterte Eiferersucht“ Kains</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ariela Guseva]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 18:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wochenabschnitt Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[PINCHAS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dvar Tora zum Wochenabschnitt Pinchas 1. Im Buch Bemidbar werden in zwei aufeinanderfolgenden Wochenabschnitten zwei Machlokot – Konflikte, die „nicht um des Himmels willen“ geführt werden – beschrieben. Im Abschnitt Korach geschieht dies innerhalb Israels. Mosche und Aharon verteidigen die Ehre des Ewigen, wie bereits in unserem Beitrag zu diesem Abschnitt erläutert wurde, zugleich aber [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/pinchas-die-verschiebung-der-grundlage-der-schoepfung-oder-der-gelaeuterte-eiferersucht-kains/">Pinchas: „Die Verschiebung der Grundlage der Schöpfung“ – oder der „geläuterte Eiferersucht“ Kains</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Dvar Tora zum Wochenabschnitt Pinchas</h2>
<p class="isSelectedEnd"><strong>1.</strong> Im Buch Bemidbar werden in zwei aufeinanderfolgenden Wochenabschnitten zwei Machlokot – Konflikte, die „nicht um des Himmels willen“ geführt werden – beschrieben. Im Abschnitt Korach geschieht dies innerhalb Israels. Mosche und Aharon verteidigen die Ehre des Ewigen, wie bereits in unserem Beitrag zu diesem Abschnitt erläutert wurde, zugleich aber auch ihre eigene, denn gerade sie werden Ziel des Zorns und der Vorwürfe der Aufständischen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Im Abschnitt Balak sehen wir dagegen den Streit zwischen dem Felsen Israels und den Völkern der Welt. Dort weist der Ewige sie selbst zurück – durch den Mund des erbittertsten Feindes Israels, Bilams, gegen dessen eigenen Willen und gegen seinen brennenden Wunsch, Israel zu verfluchen und ihm zu schaden.</p>
<p class="isSelectedEnd">Ein Streit, der von beiden Seiten ausschließlich „um des Himmels willen“ geführt wird – einzig zur Verherrlichung des Ewigen, wie der berühmte Streit zwischen den Schulen, Schule von Schammai und Schule von Hillel (Pirkey Awot 5,17) –, liegt noch in der Zukunft. Doch im Abschnitt Pinchas begegnen wir bereits etwas völlig Neuem und außerordentlich Bedeutendem: Eine Seite – Pinchas – handelt in einem entscheidenden Augenblick ausschließlich „um des Himmels willen“: selbstlos, ohne den geringsten persönlichen Vorteil und trotz großer Gefahr für das eigene Leben.</p>
<p>Seine Tat – die Tötung – ist an sich außerordentlich schwerwiegend. Doch der Ewige bestätigt die Lauterkeit seiner Beweggründe und schenkt ihm eine gewaltige, ewige Belohnung: den <strong>Brit Olam</strong>, den „ewigen Bund“, den <strong>Bund des Friedens</strong>.</p>
<p><strong>2.</strong> Vielleicht kann man sogar sagen, dass Pinchas die Taten Korachs und seiner Gefährten berichtigt hat.</p>
<p class="isSelectedEnd">Denn ebenso wie Korach hatte auch Pinchas allen Grund, sich benachteiligt zu fühlen – vielleicht sogar noch mehr. Worin bestand seine Schuld, dass er das Priestertum nicht zusammen mit seinem Vater erhielt? Nur darin, dass er geboren wurde, bevor seinem Vater die <em>Kehuna</em> verliehen wurde! Seine jüngeren Brüder hingegen würden das Priestertum erhalten, sofern sie erst nach der Einsetzung ihres Vaters geboren würden.</p>
<p class="isSelectedEnd">Auch hier begegnen wir erneut dem (noch potenziellen) Drama zwischen älteren und jüngeren Brüdern – ähnlich wie bei Kain, dessen Opfer nicht angenommen wurde, während das seines Bruders Hevel angenommen wurde.</p>
<p>Gerade hier wäre Raum für den heftigsten Neid – jene zerstörerische, verzehrende Kraft. Doch bei Pinchas nimmt diese Eifersucht plötzlich eine völlig andere Richtung.</p>
<p>Pinchas erhielt die <em>Kehuna</em> – den priesterlichen Dienst, der mit der Eigenschaft des <strong>Schalom</strong>, des Friedens, verbunden ist – zunächst nicht. Und gerade der Engel des Friedens war es, der im bekannten Midrasch gegen die Erschaffung des Menschen Einspruch erhob, als der Schöpfer mit den Engeln beriet (Bereschit Rabba 8,5):</p>
<blockquote>
<p class="isSelectedEnd">„Der Engel des Friedens sprach: ›Er soll nicht erschaffen werden, denn er wird voller Streit, Zwietracht und Krieg sein.‹“</p>
</blockquote>
<p class="isSelectedEnd">Und wie oft liegt der Ursprung all dessen gerade im Neid und in der Eifersucht.</p>
<p class="isSelectedEnd">Bei Pinchas jedoch geschieht etwas völlig anderes.</p>
<p class="isSelectedEnd">Seine Seele wird ganz von einem anderen Eifer erfüllt – vom Eifer für die Ehre des Ewigen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Anstatt wie Kain zu sagen: „Es gibt weder Gericht noch Richter“ (Targum Jonatan ben Usiel; Jerusalemer Targum zu Bereschit 4,8) und das Blut seines Bruders zu vergießen, ergreift Pinchas den Speer, um die Ehre des Schöpfers zu verteidigen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Entgegen der gesamten menschlichen Natur.</p>
<p>Und genau das ist eine <strong>Verschiebung der Grundlagen der Schöpfung</strong>.</p>
<p><strong>3. </strong>In der Tora sehen wir mehrfach, wie der Ewige selbst die Grundlagen der Schöpfung verschiebt.</p>
<p>Er öffnet den Mund der Erde, damit sie Korach und seine Gefährten verschlingt.</p>
<p>Er öffnet den Mund der Eselin.</p>
<p>Und danach öffnet Er den Mund Bilams, damit dieser Israel segnet – ein Wunder, das gewiss nicht geringer war als die vorherigen.</p>
<p>Unmittelbar danach vollzieht auch Pinchas seine eigene „Verschiebung der Grundlagen“.</p>
<p>Darauf antwortet der Ewige, indem Er die gewöhnliche Ordnung der Vererbung überschreitet.</p>
<p>Er setzt Pinchas nicht einfach zum Kohen ein.</p>
<p>Er schließt mit ihm einen <strong>Brit</strong>, einen Bund.</p>
<p>Ein Bund verbindet den Schöpfer mit dem Menschen jenseits aller Naturgesetze und aller gewöhnlichen Ordnungen. Pinchas wird unmittelbar in den Bereich des göttlichen Dienstes aufgenommen – nicht aufgrund seiner Abstammung, sondern weil sein eigener Wille vollkommen mit dem Willen G-ttes verschmolzen ist.</p>
<p class="isSelectedEnd">Pinchas tötete den Fürsten des Stammes Schimon. Damit drohte ihm die Blutrache eines mächtigen Stammes. Der <em><strong>Brit Schalom</strong></em> bedeutet deshalb auch die Zusage göttlichen Schutzes. Doch darin erschöpft sich seine Bedeutung nicht. Es steckt noch weit mehr darin.</p>
<p class="isSelectedEnd">Die Tat des Pinchas war eine Tötung, ein Blutvergießen. So gerecht sie auch gewesen sein mag – jede Tötung hinterlässt eine Spur in der Seele des Menschen, denn sie gehört zur Eigenschaft der strengen Gerechtigkeit (<em><strong>Gewura / Din</strong></em>). König David durfte gerade deshalb den Tempel nicht errichten, weil er viel Blut vergossen hatte – selbst wenn es in vollkommen gerechten Kriegen geschah.</p>
<p class="isSelectedEnd">4. Doch genau das entspricht nicht dem Wesen der <em>Kehuna</em>. Ein <em>Kohen</em> ist ein Mensch der <em><strong>Chessed</strong> </em>– der Güte – und des <em><strong>Schalom</strong></em>. Aharon, der Großvater des Pinchas, war berühmt als jemand, der „den Frieden liebte und dem Frieden nachjagte“. Und ein Kohen, der das Volk segnet, soll dies „mit Liebe“ tun. Hände, die Blut vergossen haben, dürfen nach der <em>Halacha</em> (jüdischen Gesetz) den priesterlichen Segen nicht sprechen. Es scheint daher, als hätte Pinchas mit dem Ergreifen des Speeres sich selbst den Weg zum Priestertum endgültig versperrt. Er wurde zum Kämpfer. Zum Eiferer. Aber nicht zum <em>Kohen</em>.</p>
<p class="isSelectedEnd">Genau hier liegt das Geheimnis des <strong>Brit Schalom</strong>. Der Ewige schenkt ihm Seinen Frieden. Dieser Frieden reinigt seine Tat von jeder Spur der Grausamkeit. Der Bund bezeugt, dass Pinchas weder aus Zorn noch aus Grausamkeit noch aus persönlicher Kränkung handelte. Sein Handeln entsprang ausschließlich der reinsten Liebe zu G-tt und zum Volk Israel – denn seine Tat brachte die Seuche zum Stillstand, an der Tausende starben. Der Ewige verwandelt durch Seinen Bund die höchste <strong>Gewura</strong> (Gericht) in höchsten <strong>Chessed</strong> (Barmherzigkeit).</p>
<p class="isSelectedEnd">Ist dieser Bund selbst eine „Verschiebung der Grundlagen der Schöpfung“? Ohne Zweifel.</p>
<p class="isSelectedEnd">Wir erinnerten bereits an den Midrasch über den Engel des Friedens, der gegen die Erschaffung des Menschen war, weil der Mensch Streit und Krieg hervorbringen würde. Pinchas aber benutzte das Werkzeug des Krieges – den Speer und die Tötung –, um der Welt… <strong>Schalom</strong> zu bringen. Er kehrte das Wesen des Streites selbst um. Er bewies dem Engel des Friedens, dass in der unteren Welt paradoxerweise der absolute Eifer für die Wahrheit Gottes der einzige Weg zum wirklichen Frieden ist.</p>
<p class="isSelectedEnd">Und der Ewige antwortet ihm mit einer entsprechenden „Verschiebung der Grundlagen“: mit einem Bund, der selbst eine solche Verschiebung darstellt.</p>
<p><strong>5. Der zerbrochene Buchstabe Waw</strong></p>
<p class="isSelectedEnd">Im Torarollen-Text (Bemidbar 25,12) wird im Wort <strong>Schalom</strong>, wo dieser Bund erwähnt wird, der Buchstabe <strong>Waw</strong> traditionell gespalten geschrieben. Die Weisen erklären: Ein Frieden, der durch Gewalt erreicht wird, bleibt zunächst gebrochen. Mit menschlichen Kräften ist es unmöglich zu töten und dennoch vollkommenen Frieden zu bewahren. Doch der Ewige nimmt durch Seinen Bund diesen „zerbrochenen“, paradoxen Frieden und macht ihn ewig. Er verbindet das Unverbindliche.</p>
<p>Und daraus erwächst Unsterblichkeit. Pinchas ist der Prophet Elijahu. Durch seine selbstlose Hingabe überschreitet Pinchas die Grenzen der menschlichen Sterblichkeit und wird zum <strong>Engel des Bundes</strong> (Maleachi 3,1). Er, der ewig lebt, ist bei jeder <em>Brit Mila</em> anwesend. Und nach der Verheißung des Propheten Malachi wird er vor dem Ende der Tage kommen, um „das Herz der Väter den Kindern zuzuwenden“ – also den vollkommenen und endgültigen <strong>Schalom</strong> in diese Welt zu bringen.</p>
<p><strong>6.</strong> Was fehlte der <em>Kehuna</em> also noch, um vollkommen zu sein – zusätzlich zu dem, was Aharon und seine Söhne bereits besaßen, bevor Pinchas in das Priestertum aufgenommen wurde? Es musste bestätigt werden, dass die <em>Kohanim</em>, deren Wesen auf Frieden ausgerichtet ist, niemals um des Friedens willen etwas opfern würden, das nicht geopfert werden darf. Wie weit darf man für den Frieden gehen? Der Ewige selbst erlaubt und gebietet, Seinen Namen auf der Tora-Schriftrolle für Friedenszwecke (siehe Traktat Sota) auszulöschen. Die <em>Kohanim</em> wenden sich während des Priestersegens sogar vom <em>Aron haKodesch</em> ab. Doch eines musste unumstößlich feststehen: Um des Friedens willen dürfen die <em>Kohanim</em> niemals unzulässige Kompromisse eingehen, wenn dadurch die Ehre des Ewigen verletzt würde. Darum führte der Ewige durch Pinchas eine weitere Eigenschaft in die <em>Kehuna</em> ein. Er ließ gleichsam einen neuen Strom in das Priestertum einfließen: den Strom kompromisslosen Eifers. Damit wurde die Friedfertigkeit der <em>Kohanim</em>, die ohne Gegengewicht gefährlich hätte werden können, ins Gleichgewicht gebracht.</p>
<p class="isSelectedEnd">Pinchas brachte somit in das geistige Fundament der <em>Kohanim</em> die Eigenschaft der <em><strong>Kanaut</strong> </em>– des kompromisslosen Eifers – hinein. Das Bewusstsein, dass es Momente gibt, in denen der „Krieg für den Ewigen“ gerade die Errichtung des wahren Friedens bedeutet. Erst die Verbindung der Friedensliebe Aharons mit dem Eifer des Pinchas verlieh diesem Fundament sein notwendiges Gleichgewicht. Auf der anderen Seite sah der Ewige, dass Elijahu – derselbe Pinchas –, der große Eiferer, die Sünden Israels kaum ertragen konnte. Deshalb befahl Er ihm, bei jeder <em>Brit Mila</em> anwesend zu sein. Dort soll er von Aharon lernen: zu sehen, wie das jüdische Volk trotz aller Schwierigkeiten dem Ewigen treu bleibt und diese grundlegende <em>Mizwa</em> (Gebot) unter allen Umständen erfüllt. Und bis heute weiß jeder, der als <em>Kohen</em> geboren wird: Seine Friedensliebe besitzt ihren wahren Wert nur deshalb, weil in seinem Inneren auch der kompromisslose Pinchas lebt – bereit, sich jederzeit für den Namen des Ewigen aufzuopfern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Quelle: <a href="https://imrey.org/pinhas-sdvig-osnov-mirozdanija-i-ochishchennaya-revnost/">imrey.org</a> (aus dem Russischen übersetzt)</em></p>
<p><em>Autor:</em> <em>Rav Pinchas Perlov</em></p>

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                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Ja (1)</div>
            </div>

										
            <div class="daexthefup-no daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="0">
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                    <g id="sad_face">
                        <circle class="sad-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
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                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Nein</div>
            </div>

			                        </div>
                    </div>
                </div>

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