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	<description>Jüdisch Leben nach Torah und Gesetz</description>
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		<title>Warum sagt die Tora: „wenn du die Lichter emporhebst“ und nicht einfach „wenn du sie anzündest“?</title>
		<link>https://judentum.online/warum-sagt-die-tora-wenn-du-die-lichter-emporhebst-und-nicht-einfach-wenn-du-sie-anzuendest/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Rav Reuven Kuklin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 12:23:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wochenabschnitt Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Behaalotcha]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage: Zu Beginn der Parascha Behaalotcha spricht die Tora zu Aharon über das Anzünden der Menora mit einer ungewöhnlichen Formulierung: „Wenn du die Lichter emporhebst…“ Warum verwendet die Tora gerade das Wort „emporheben“ und nicht einfach „anzünden“? Welche geistige Erhebung offenbart sich in diesen Worten? Antwort: Die Weisen achten auf diese besondere Formulierung und erklären, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/warum-sagt-die-tora-wenn-du-die-lichter-emporhebst-und-nicht-einfach-wenn-du-sie-anzuendest/">Warum sagt die Tora: „wenn du die Lichter emporhebst“ und nicht einfach „wenn du sie anzündest“?</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 class="isSelectedEnd"><strong>Frage:</strong></h2>
<p class="isSelectedEnd">Zu Beginn der Parascha Behaalotcha spricht die Tora zu Aharon über das Anzünden der <em>Menora</em> mit einer ungewöhnlichen Formulierung: „Wenn du die Lichter emporhebst…“ Warum verwendet die Tora gerade das Wort „emporheben“ und nicht einfach „anzünden“? Welche geistige Erhebung offenbart sich in diesen Worten?</p>
<h3 class="isSelectedEnd"><strong>Antwort:</strong></h3>
<p class="isSelectedEnd">Die Weisen achten auf diese besondere Formulierung und erklären, dass das Wort „emporheben“ eine wichtige Vorschrift über das Anzünden der <em>Menora</em> lehrt. Der <em>Kohen</em> durfte das Feuer nicht nur kurz an den Docht halten und sofort weitergehen. Er musste die Flamme so lange an den Docht halten, bis dieser selbstständig brannte. Mit anderen Worten: Das Feuer musste den Docht vollständig erfassen, sodass die Flamme anschließend von selbst nach oben stieg.</p>
<p class="isSelectedEnd">Deshalb verwendet die Tora das Wort <em>Behaalotcha</em> <em>– „wenn du emporhebst“</em>. Es geht nicht nur um das Anzünden an sich, sondern um ein Anzünden, nach dem die Flamme aus eigener Kraft aufsteigt.</p>
<p class="isSelectedEnd">Daraus können wir eine tiefe Lehre für unser Leben ziehen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Im Buch Mischlej heißt es: „Die Seele des Menschen ist die Kerze des Ewigen“ (Mischlej 20,27). Die menschliche Seele gleicht einer Kerze. In jedem von uns ist göttliches Licht verborgen, doch dieses Licht muss offenbar werden und das ganze Leben des Menschen erleuchten – seine Gedanken, Wünsche, Worte und Taten.</p>
<p class="isSelectedEnd">Manchmal hört ein Mensch einen inspirierenden Gedanken, wird für kurze Zeit begeistert und erlebt einen geistigen Aufschwung. Doch das allein genügt noch nicht. Es gleicht einer Flamme, die den Docht nur berührt hat, ihn aber noch nicht vollständig erfasst. Die eigentliche geistige Arbeit beginnt erst dann, wenn das Licht der Tora und des Glaubens tief in den Menschen eindringt, Teil seines inneren Wesens wird und ihn von innen heraus führt.</p>
<p class="isSelectedEnd">Deshalb sagt die Tora nicht einfach „zünde an“, sondern „hebe empor“. Das Ziel der Tora besteht nicht nur darin, dem Menschen äußeres Licht zu geben, sondern den Menschen selbst zu erheben. Seine Seele soll beginnen, aus eigener Kraft zu brennen, nach oben zu streben und sein ganzes Wesen zu erleuchten.</p>
<p class="isSelectedEnd">Daraus ergibt sich noch eine weitere wichtige Lehre – über Erziehung und Unterricht.</p>
<p class="isSelectedEnd">Wenn ein Mensch anderen Tora lehrt, sollte er sich nicht darauf beschränken, ihnen einige Informationen zu vermitteln. Ein wahrer Lehrer überträgt nicht nur Wissen – er entzündet die Seele des Schülers. Er erklärt geduldig, klar und mit freundlichem Gesichtsausdruck, bis die Worte der Tora für den Schüler verständlich und innerlich nah geworden sind.</p>
<p class="isSelectedEnd">So sehen wir es auch bei Mosche. Er gab die Tora dem Volk nicht einfach ein einziges Mal weiter. Er lehrte so, dass seine Schüler wirklich verstanden, das Gelernte verinnerlichten und selbstständig weiterlernen konnten. Die Aufgabe eines Lehrers besteht darin, den Schüler an den Punkt zu bringen, an dem dieser selbst die Worte der Tora sprechen, über sie nachdenken, Fragen stellen, Antworten finden und seinen geistigen Weg fortsetzen kann.</p>
<p class="isSelectedEnd">Das ist die Bedeutung der Worte unserer Weisen: Die Flamme muss von selbst aufsteigen. Solange ein Schüler nur von äußerem Antrieb abhängig ist, brennt das Feuer noch nicht in seiner ganzen Kraft. Wenn jedoch in ihm selbst die Liebe zur Tora erwacht, der Wunsch zu verstehen, die Fähigkeit zu lernen und weiterzugehen, dann ist die Flamme tatsächlich emporgestiegen.</p>
<p>Dasselbe gilt für jeden Menschen. Unsere Aufgabe besteht nicht darin, uns mit kurzen Momenten der Inspiration zufriedenzugeben. Vielmehr sollen wir dafür sorgen, dass das Feuer der Tora und des Glaubens fest in unser Leben einzieht. Die Seele soll nicht nur von außen entzündet werden, sondern selbst beginnen, sich zu erheben und ihre Umgebung zu erleuchten.</p>

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			</item>
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		<title>Was kann die moderne jüdische Frau aus dem Wochenabschnitt Behaalotcha lernen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rav Reuven Kuklin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 11:09:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wochenabschnitt Kommentare]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage: Welche Lehre kann eine moderne jüdische Frau aus dem Wochenabschnitt Behaalotcha im Hinblick auf ihre spirituelle Rolle und Entwicklung ziehen? Antwort: Zu Beginn des Wochenabschnitts Behaalotcha spricht die Tora über das Anzünden der Menora im Mischkan: „Wenn du die Lichter emporhebst…“ Unsere Weisen erklären, dass das Wort „emporheben“ uns etwas Besonderes lehrt: Der Kohen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 class="isSelectedEnd"><strong>Frage:</strong></h2>
<p class="isSelectedEnd">Welche Lehre kann eine moderne jüdische Frau aus dem Wochenabschnitt Behaalotcha im Hinblick auf ihre spirituelle Rolle und Entwicklung ziehen?</p>
<h3 class="isSelectedEnd"><strong>Antwort:</strong></h3>
<p class="isSelectedEnd">Zu Beginn des Wochenabschnitts Behaalotcha spricht die Tora über das Anzünden der <em>Menora</em> im <em>Mischkan</em>: „Wenn du die Lichter emporhebst…“ Unsere Weisen erklären, dass das Wort „emporheben“ uns etwas Besonderes lehrt: Der <em>Kohen</em> sollte die Flamme so lange an den Docht halten, bis das Licht von selbst weiterbrannte. Es genügte nicht, den Docht nur kurz mit dem Feuer zu berühren. Die Flamme musste den Docht so erfassen, dass sie selbstständig weiterleuchten konnte.</p>
<p class="isSelectedEnd">Darin liegt eine wichtige Lehre für die Erziehung. Es reicht nicht aus, einem Kind Wissen zu vermitteln oder ihm den richtigen Weg zu zeigen. Wahre Erziehung bedeutet, ihm zu helfen, eine eigene innere Verbindung zur Tora und zu den <em>Mizwot</em> (Gebote) aufzubauen und es so zu stärken, dass es diesen Weg aus eigener Überzeugung gehen möchte.</p>
<p class="isSelectedEnd">Gerade hier zeigt sich die besondere Rolle der jüdischen Frau.</p>
<p class="isSelectedEnd">Bekanntlich gilt die <em>Mizwa</em> (Gebot) des Anzündens der <em>Schabbat</em>kerzen für das ganze Haus. Dennoch ist gerade die Frau in besonderer Weise mit dieser <em>Mizwa</em> verbunden. Bemerkenswert ist, dass auch eine weitere wichtige Aufgabe – die Erziehung der Kinder – in hohem Maße von ihr geprägt wird.</p>
<p class="isSelectedEnd">Natürlich liegt die Verpflichtung, Kinder Tora zu lehren, auch beim Vater, wie unsere Weisen lehren. Doch die geistige Atmosphäre des Hauses, die ersten Eindrücke des Kindes, seine Liebe zu den <em>Mizwot</em>, seine Freude am Gebet und seine Achtung vor der Tora gelangen meist durch die Mutter in sein Herz.</p>
<p class="isSelectedEnd">Unsere Weisen sagen (Sota 3b), dass die Atmosphäre eines Hauses in hohem Maße von der Frau abhängt. Und König Schlomo sagte: „Die Weisheit der Frau baut ihr Haus auf“ (Mischlej 14,1). Das bedeutet, dass ein Zuhause nicht nur durch Wände, Möbel und Ordnung entsteht. Ein wahres jüdisches Zuhause wird durch Weisheit, Herzlichkeit, Geduld, die Art des Sprechens, ein freundliches Gesicht und eine klare geistige Ausrichtung aufgebaut.</p>
<p class="isSelectedEnd">Deshalb ist die Lehre der <em>Menora</em> für die jüdische Frau besonders bedeutsam.</p>
<p>Anzünden allein genügt nicht. Man kann einem Kind die richtigen Worte sagen, eine <em>Mizwa</em> erklären oder gute Ratschläge geben – doch die Aufgabe der Erziehung reicht viel tiefer. Es geht nicht nur darum, Wissen weiterzugeben, sondern Herzen zu entfachen. Man soll so sprechen, so erklären und selbst so leben, dass das Kind spürt: <strong>Die Tora ist keine Last, sondern Licht</strong>; der <em>Schabbat</em> besteht nicht aus Verboten, sondern ist ein Geschenk; die <em>Mizwot</em> sind keine trockenen Pflichten, sondern eine lebendige Verbindung zum Schöpfer.</p>

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		<title>„Tinok sche-Nischba“ – das gefangene Kind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rav Reuven Kuklin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 10:11:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Begriffe Erklärt]]></category>
		<category><![CDATA[Apikores]]></category>
		<category><![CDATA[Chason Isch]]></category>
		<category><![CDATA[das gefangene Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Maimonides]]></category>
		<category><![CDATA[Rambam]]></category>
		<category><![CDATA[Tinok sche-Nischba]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Definition Mit diesem Begriff werden heutzutage Juden bezeichnet, die in einer nichtreligiösen Familie aufgewachsen sind und in einem nichtreligiösen Bildungssystem erzogen wurden. Solche Juden tragen keine volle Verantwortung für Verstöße gegen die Gesetze der Tora. Quelle dieses Gesetzes Die wörtliche Übersetzung des Begriffs „Tinok sche-Nischba“ lautet „gefangenes Kind“. Im Talmud (Schabbat 68b) wird folgendes Gesetz [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 data-start="47" data-end="61"><strong data-start="47" data-end="61">Definition</strong></h2>
<p data-start="63" data-end="319">Mit diesem Begriff werden heutzutage Juden bezeichnet, die in einer nichtreligiösen Familie aufgewachsen sind und in einem nichtreligiösen Bildungssystem erzogen wurden. Solche Juden tragen keine volle Verantwortung für Verstöße gegen die Gesetze der Tora.</p>
<h3 data-start="321" data-end="347"><strong data-start="321" data-end="347">Quelle dieses Gesetzes</strong></h3>
<p data-start="349" data-end="436">Die wörtliche Übersetzung des Begriffs <em data-start="388" data-end="410">„Tinok sche-Nischba“</em> lautet „gefangenes Kind“.</p>
<p data-start="438" data-end="493">Im Talmud (Schabbat 68b) wird folgendes Gesetz erwähnt:</p>
<p data-start="495" data-end="830">&#8220;Ein jüdisches Kind, das von Nichtjuden gefangen genommen wurde und unter ihnen aufwuchs, muss für die zahlreichen Schabbat-Verletzungen, die es begangen hat, nur ein einziges Opferlamm darbringen. Der Grund dafür ist, dass es die Gesetze der Tora überhaupt nicht kennt und nichts von der Verpflichtung wusste, den Schabbat einzuhalten.&#8221;</p>
<p data-start="832" data-end="1146">Auf Grundlage dieser talmudischen Aussage schreibt <span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Maimonides (Rambam)</span></span> (<em data-start="922" data-end="938">Hilchot Mamrim</em> 3:3), dass die Gesetze über einen <em data-start="973" data-end="983">Apikores</em> (einen Häretiker) nur auf jemanden zutreffen, der sich selbst von der Wahrheit abgewandt hat. Seine Kinder und Enkel fallen jedoch nicht unter diese Bestimmungen. Da sie von Geburt an eine falsche Weltanschauung aufnehmen und mit irrigen Vorstellungen aufwachsen, gelten sie als zu diesen Ansichten gezwungen und haben daher den Status eines <em data-start="1327" data-end="1349">„Tinok sche-Nischba“</em>.</p>
<p data-start="1352" data-end="1727">Der Rambam fügt hinzu, dass sogar dann, wenn ein solches „gefangenes Kind“ befreit wird, erfährt, dass es Jude ist, und die Gesetze der Tora kennenlernt, sein Status als <em data-start="1522" data-end="1542">Tinok sche-Nischba</em> zunächst bestehen bleibt. Der Grund dafür beruht auf einer psychologischen Tatsache: Wer von klein auf an eine bestimmte Denkweise gewöhnt wurde, kann diese nicht ohne Weiteres ändern.</p>
<h3 data-start="1729" data-end="1774"><strong data-start="1729" data-end="1774">„Tinok sche-Nischba“ in der heutigen Zeit</strong></h3>
<p data-start="1776" data-end="1998"><span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Chason Isch</span></span> (Jore Dea 1:6) vertritt die Auffassung, dass Juden, die in nichtreligiösen Familien aufgewachsen sind und eine nichtreligiöse Erziehung erhalten haben, als <em data-start="1970" data-end="1990">Tinok sche-Nischba</em> gelten.</p>
<p data-start="2000" data-end="2182">Er begründet dies damit, dass man annehmen könne, dass ein solcher Jude die Wahrheit annehmen würde, wenn sie ihm erklärt und er auf angemessene Weise an die Tora herangeführt würde.</p>
<p data-start="2184" data-end="2215">Der Chason Isch ergänzt jedoch:</p>
<p data-start="2217" data-end="2361">„Wer ernsthaft und in angemessener Weise mit den Lehren der Tora vertraut gemacht wurde, sie verstanden hat und sich dennoch bewusst dagegen entschieden hat, wird nicht mehr als <em data-start="416" data-end="436">Tinok sche-Nischba</em> angesehen.“</p>
<h3 data-start="2363" data-end="2417"><strong data-start="2363" data-end="2417">Was bedeutet „in angemessener Weise vertraut gemacht wurde“?</strong></h3>
<p data-start="2419" data-end="2637">Der Chason Isch schreibt, dass es unmöglich sei, hierfür eine allgemeingültige Regel aufzustellen. Jeder Mensch müsse entsprechend seiner persönlichen Situation und seiner individuellen Lebensumstände beurteilt werden.</p>
<p data-start="2639" data-end="2863" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Unzweifelhaft ist jedoch: Ein Jude, der die Wahrheit des Judentums erkannt, begonnen hat, die Gebote der Tora zu befolgen, und sich später bewusst davon entfernt hat, besitzt nicht mehr den Status eines <em data-start="2842" data-end="2862">Tinok sche-Nischba</em>.</p>

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		<title>Rav Avigdor Miller über den Nutzen der Tehillim</title>
		<link>https://judentum.online/rav-avigdor-miller-ueber-den-nutzen-der-tehillim/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Rav Avigdor Miller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 15:11:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rabbinische Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen und Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Rabbinische Antwort]]></category>
		<category><![CDATA[rav Avigdor Miller]]></category>
		<category><![CDATA[Tehillim]]></category>
		<category><![CDATA[Toras Avigdor]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://judentum.online/?p=20299</guid>

					<description><![CDATA[<p>Frage: Welchen Sinn hat es, Tehillim (Psalmen) für jemanden zu rezitieren, der in Not ist? Ich sehe, dass sogar Yeshiva-Leute Zeit damit verbringen, Tehillim zu sprechen. Antwort: Yeshiva-Leute, das weiß man, sprechen Tehillim. Es ist schon bemerkenswert, wie viel die Yeshivos für die Menschen beten. Und das hat einen doppelten Grund. Der eine Grund ist, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Frage:</h2>
<p>Welchen Sinn hat es, Tehillim (Psalmen) für jemanden zu rezitieren, der in Not ist? Ich sehe, dass sogar Yeshiva-Leute Zeit damit verbringen, Tehillim zu sprechen.</p>
<h3>Antwort:</h3>
<p>Yeshiva-Leute, das weiß man, sprechen Tehillim. Es ist schon bemerkenswert, wie viel die Yeshivos für die Menschen beten.</p>
<p>Und das hat einen doppelten Grund. Der eine Grund ist, zu zeigen, dass wir volles Vertrauen in HaKodosh Boruch Hu haben, dass Er der Einzige ist, der über unser Schicksal bestimmt. Indem wir uns in unserer Not oder bezüglich der Not eines anderen Menschen an Ihn wenden, entsteht ein so großer Verdienst, dass HaKodosh Boruch Hu sagt: „Im Verdienste Emunah (Glaube) und Bitachon (Vertrauen) werde Ich deine Bitte erfüllen und dir zeigen &#8211; Ich werde zeigen, dass dein Vertrauen gerechtfertigt ist.“</p>
<p>Da ist noch etwas anderes. Wenn wir die שירי דוד עבדך, die schönen, inspirierten Lieder von Dovid wiedergeben, kann man nicht anders, als sich davon verändern zu lassen; weil man in seinen Fußstapfen wandelt, in den Fußstapfen seiner Gedanken, so werden sich einige dieser Gedanken in Ihrem Geist festsetzen und Sie im Laufe der Zeit verändern. Und das ist ein sehr großer Vorteil.</p>
<p>Deshalb sind wir immer damit beschäftigt, die Worte der Tehillim in unseren Gebeten zu wiederholen. אשרי, die Lyrik von Dovid, ist eines der größten Gedichte, die je in der Geschichte der Menschheit geschrieben wurden, inspiriert durch eine Ruach (Hauch, Geist) von oben. Und im Mesillas Yesharim heißt es, dass das Wiederholen dieser Worte, das Wandeln in den Fußstapfen von Dovid, uns auf dem Weg der Liebe zu HaShem und des wahren Chassidus (Frömmigkeit) ermutigt.</p>
<p>Und im Verdienst dieser beiden Dinge &#8211; erstens, indem wir zeigen, dass wir HaShem vertrauen, und zweitens, indem wir die Ideen und Haltungen von Dovid, unserem großen Lehrer, studieren, erhört HaKodosh Boruch Hu unsere Gebete und belohnt uns.</p>
<p>TAPE # 443 (Januar 1983)</p>
<p>*Übersetzer: Anonym<br />
*Bildautor: Anonym</p>
<p>Mehr Material von Rav Avigdor Miller (englischsprachig): <a href="https://torasavigdor.org/">https://torasavigdor.org/</a></p>

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		<title>Beha’alotcha: Wie echtes Licht weitergegeben wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oskar Baruch Baraev]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 08:20:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Parsha Hashavua]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenabschnitt Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Behaalotcha]]></category>
		<category><![CDATA[Behaalotecha]]></category>
		<category><![CDATA[Buch Bemidbar]]></category>
		<category><![CDATA[Chinuch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie echtes Licht weitergegeben wird Paraschat Beha’alotcha beginnt mit einem scheinbar technischen Detail: Aharon HaKohen soll die Lichter der Menora entzünden. Doch schon das Wort Beha’alotcha zeigt, dass es hier um mehr geht als um das bloße Anzünden einer Flamme. Wörtlich bedeutet es nicht einfach „wenn du anzündest“, sondern eher: wenn du die Flammen aufsteigen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Wie echtes Licht weitergegeben wird</h2>
<p>Paraschat Beha’alotcha beginnt mit einem scheinbar technischen Detail: Aharon HaKohen soll die Lichter der Menora entzünden. Doch schon das Wort Beha’alotcha zeigt, dass es hier um mehr geht als um das bloße Anzünden einer Flamme.</p>
<p>Wörtlich bedeutet es nicht einfach „wenn du anzündest“, sondern eher: <strong>wenn du die Flammen aufsteigen lässt.</strong> Aharons Aufgabe war nicht nur, Feuer an den Docht zu bringen. Er sollte die Flamme so entzünden, dass sie von selbst weiterbrennt.</p>
<p>Darin liegt eine der tiefsten Lehren dieser Parascha:<br />
Echtes Licht ist nicht abhängig von ständiger Kontrolle von außen. Echtes Licht beginnt irgendwann von innen zu brennen.</p>
<p>Das gilt nicht nur für die Menora im Mischkan. Es gilt auch für Erziehung, geistige Führung, Familie, Gemeinde und jedes jüdische Leben.</p>
<h3>Entzünden statt kontrollieren</h3>
<p>Eine der größten Fragen im <strong>Chinuch</strong>, der jüdischen Erziehung, lautet: Wie bringt man einen Menschen dazu, das Gute wirklich zu wollen?</p>
<p>Man kann Menschen kontrollieren. Man kann Druck ausüben, überwachen, drohen und ständig korrigieren. Aber dadurch entsteht selten echtes inneres Licht. Es entsteht vielleicht Gehorsam — solange jemand zuschaut. Sobald die Kontrolle wegfällt, verschwindet oft auch das Verhalten.</p>
<p>Rav Yehuda Zev Klein formulierte dazu einen sehr starken Gedanken: <strong>Sei ein Verkäufer, nicht ein Polizist.</strong></p>
<p>Ein Polizist sorgt dafür, dass Regeln eingehalten werden, solange er anwesend ist. Ein Verkäufer dagegen zeigt dem anderen, wieso etwas wertvoll ist. Er vermittelt Geschmack, Sinn und Schönheit.</p>
<p>So funktioniert echter Chinuch. Kinder, Schüler und Menschen allgemein brauchen nicht nur Anweisungen. Sie brauchen Vorbilder. Sie müssen sehen, dass Tora nicht nur gefordert, sondern gelebt wird; dass Mitzwot nicht nur Pflichten sind, sondern Licht; dass Jiddischkeit nicht nur aus Verboten besteht, sondern aus Nähe zu Hashem, Würde, Freude und innerer Wahrheit.</p>
<p>Wenn ein Kind sieht, dass seine Eltern mit Wärme beten, mit Freude Schabbat halten, ehrlich mit Menschen umgehen und Tora nicht nur predigen, sondern leben, dann wird etwas in ihm entzündet. Vielleicht nicht sofort. Vielleicht erst Jahre später. Aber eine echte Flamme wurde berührt.</p>
<p>Darum beginnt Beha’alotcha mit der Menora: Wer andere entzünden will, muss selbst brennen.</p>
<h3>Das tägliche Licht Aharons</h3>
<p>Direkt vor Paraschat Beha’alotcha lesen wir von den Opfergaben der Fürsten der zwölf Stämme. Jeder <strong>Nasi</strong>, jeder Fürst, brachte sein besonderes <strong>Korban</strong>, sein Opfer. Es war ein großer, feierlicher und einmaliger Moment.</p>
<p>Aharon hingegen bekam eine andere Aufgabe: Er durfte jeden Tag die Menora entzünden.</p>
<p>Auf den ersten Blick scheint das weniger spektakulär. Die Fürsten brachten große Opfergaben — öffentlich, feierlich und einmalig. Aharon stand Tag für Tag vor der Menora und entzündete die Lichter.</p>
<p>Doch gerade darin lag seine besondere Größe.</p>
<p>Ein einmaliger Moment kann sehr erhebend sein: ein inspirierender Schabbat, ein besonderer Shiur, ein ergreifendes Gebet, ein starker Impuls. All das kann einen Menschen berühren. Aber jüdisches Leben wird nicht nur durch Höhepunkte aufgebaut. Es entsteht vor allem durch Beständigkeit.</p>
<p>Aharons Verdienst war das tägliche Licht. Nicht einmal begeistert sein, sondern immer wieder entzünden. Nicht nur in besonderen Momenten Hashem spüren, sondern Tag für Tag.</p>
<p>Auch unser Leben besteht aus solchen Menora-Momenten: ein Gebet, obwohl man müde ist; eine Mitzwa, obwohl niemand zusieht; ein paar Minuten Tora-Lernen, obwohl der Tag voll ist; ein freundliches Wort, obwohl man selbst belastet ist.</p>
<p>Dort entsteht Licht.</p>
<h3>Drei Tage ohne Tora</h3>
<p>Später in der Parascha verlässt das Volk Israel den <strong>Har Sinai</strong>. Fast ein ganzes Jahr waren sie dort gewesen. Sie hatten die Tora empfangen, das Mischkan gebaut und eine Nähe zu Hashem erlebt, wie sie keine Generation zuvor kannte.</p>
<p>Dann erhebt sich die Wolke vom Mischkan, und das Volk zieht weiter. Die Tora berichtet, dass sie drei Tage unterwegs waren.</p>
<p>Und sofort beginnen die Beschwerden.</p>
<p>Die Reise ist schwer. Die Stimmung kippt. Aus einer Generation, die am Sinai stand, wird eine Generation, die sich nach Fleisch, Gurken und Wassermelonen sehnt.</p>
<p>Wie kann das passieren?</p>
<p>Der Maharsha erklärt: Diese drei Tage ohne Tora führten dazu, dass das Volk seine geistige Perspektive verlor. Daraus leitet sich auch der Gedanke ab, dass wir die Tora am Montag, Donnerstag und Schabbat lesen, damit niemals drei Tage ohne öffentliche Toralesung vergehen.</p>
<p>Das ist eine gewaltige Lehre über den Menschen.</p>
<p>Man kann am Sinai stehen und trotzdem nach drei Tagen ohne geistige Nahrung innerlich abrutschen. Nicht weil alles verschwunden ist, sondern weil der Mensch Beständigkeit braucht. Inspiration allein reicht nicht. Licht muss genährt werden.</p>
<p>Viele Menschen wundern sich, wieso sie nach einem starken Moment wieder fallen: nach einem Feiertag, nach einem Seminar, nach einem bewegenden Gebet, nach einem guten Vorsatz. Die Antwort ist oft einfach: Die Flamme wurde entzündet, aber nicht weiter versorgt.</p>
<p>Tora ist nicht nur Information. Tora ist Orientierung. Wenn ein Mensch regelmäßig Tora lernt, richtet sich sein Blick neu aus. Er erinnert sich daran, was wirklich wichtig ist, wofür er lebt und welche Beschwerden nicht die Mitte seines Lebens verdienen.</p>
<p>Ohne diese Regelmäßigkeit wird der Mensch schnell von Stimmung, Verlangen und Unzufriedenheit bestimmt. Mit Tora bekommt er wieder Perspektive.</p>
<p>Das ist die Verbindung zur Menora: Eine Flamme braucht Öl. Eine Neschama braucht Tora.</p>
<h3>Wenn sogar Mosche Rabbejnu nicht mehr kann</h3>
<p>Die Beschwerden des Volkes treffen Mosche Rabbejnu tief. An einem Punkt sagt er zu Hashem sinngemäß: Ich kann dieses Volk nicht allein tragen. Wenn es so weitergeht, nimm mich lieber aus dieser Welt.</p>
<p>Das ist erschütternd. Mosche Rabbejnu, der größte Prophet und der treueste Hirte Israels, kommt an einen Punkt, an dem er nicht mehr weiterkann.</p>
<p>Wieso gerade hier?</p>
<p>Mosche hatte das Volk aus Mizrajim geführt. Er hatte sie durch das Meer begleitet. Er war auf den Har Sinai gestiegen. Er hatte nach dem Goldenen Kalb für sie gebetet. Er hatte ihnen die Tora gebracht. Er hatte das Mischkan errichtet.</p>
<p>Und jetzt, nach all dem, beschweren sie sich wegen Essen.</p>
<p>Vielleicht dachte Mosche: Nach allem, was sie erlebt haben — haben sie sich wirklich nicht verändert? Habe ich überhaupt etwas erreicht?</p>
<p>Das ist eine der schwersten Erfahrungen für jeden, der andere führt oder erzieht. Eltern kennen das. Lehrer kennen das. Rabbiner kennen das. Jeder, der versucht, Menschen zu helfen, kennt diesen Gedanken: Ich gebe so viel — aber sehe ich überhaupt Erfolg?</p>
<p>Hashem antwortet Mosche nicht mit einer langen Rede. Er sagt ihm, siebzig Älteste zu versammeln. Hashem nimmt von dem Geist, der auf Mosche ruht, und gibt ihn auf diese siebzig Männer. Sie beginnen zu prophezeien.</p>
<p>Damit zeigt Hashem Mosche etwas Entscheidendes: Dein Licht ist nicht verloren. Es ist in andere übergegangen.</p>
<p>Mosche sah Beschwerden. Hashem zeigte ihm Propheten.</p>
<p>Mosche sah sein Scheitern. Hashem zeigte ihm seine Wirkung.</p>
<p>Das ist eine tiefe Lehre. Erfolg im Geistigen ist nicht immer sofort sichtbar. Manchmal spricht man jahrelang, erzieht jahrelang, gibt jahrelang — und sieht vor allem Widerstand, Müdigkeit oder Beschwerden. Aber irgendwo hat sich eine Flamme entzündet. Irgendwo trägt jemand weiter, was er empfangen hat.</p>
<p>Wer Licht gibt, darf nicht nur auf den Moment schauen. Er muss vertrauen, dass echtes Licht weiterwirkt.</p>
<h3>Demut: Der Ort, an dem Licht durchgeht</h3>
<p>Am Ende der Parascha spricht Miriam über Mosche. Der genaue Inhalt ist tief und sensibel, aber die Reaktion der Tora ist auffällig: Mosche verteidigt sich nicht. Stattdessen sagt die Tora:</p>
<p><em>„Der Mann Mosche war sehr demütig, mehr als jeder Mensch auf der Erde.“</em></p>
<p>Wieso steht diese Aussage gerade hier?</p>
<p>Weil Mosches Größe nicht nur in seiner Prophetie lag, sondern in seiner Demut. Er war nicht damit beschäftigt, seine Ehre zu verteidigen. Er musste nicht beweisen, dass er recht hatte. Er wusste: Seine Aufgabe war nicht, sich selbst groß zu machen, sondern Hashems Wort weiterzugeben.</p>
<p>Darum verteidigt Hashem ihn.</p>
<p>Mosches Demut war keine Schwäche. Sie war seine Kraft. Gerade weil sein Ego nicht im Mittelpunkt stand, konnte er führen. Er konnte Verantwortung tragen, aber auch Verantwortung abgeben. Er konnte der größte Prophet sein und trotzdem wünschen, dass andere ebenfalls prophetische Stufen erreichen.</p>
<p>Als Eldad und Medad im Lager prophezeien, möchte Jehoschua sie stoppen. Mosche antwortet:</p>
<p><em>„Eiferst du für mich? Möge doch das ganze Volk Hashems Propheten sein!“</em></p>
<p>Das ist echte Größe. Ein kleiner Mensch fühlt sich bedroht, wenn andere wachsen. Ein großer Mensch freut sich, wenn andere leuchten.</p>
<p>Damit schließt sich der Kreis zur Menora. Aharon entzündet die Lichter nicht, damit man Aharon bewundert. Er entzündet sie, damit sie selbst brennen. Mosche führt das Volk nicht, damit alles an ihm hängt. Er führt, damit andere wachsen.</p>
<p>Das ist wahre Führung: Menschen nicht abhängig machen, sondern sie aufrichten. Nicht das eigene Licht schützen, sondern Licht weitergeben.</p>
<h3>Tora ohne Ego</h3>
<p>Der Rambam lehrt, dass man bei den meisten Middot den Mittelweg suchen soll. Ein Mensch soll nicht extrem geizig und nicht verschwenderisch sein, nicht gleichgültig und nicht überempfindlich. Doch bei gewissen Eigenschaften, besonders bei Hochmut, muss man sich sehr weit entfernen. Demut ist nicht einfach eine schöne zusätzliche Eigenschaft. Sie ist eine Grundlage dafür, dass Tora im Menschen wohnen kann.</p>
<p>Denn Tora und Ego passen schwer zusammen.</p>
<p>Ein Mensch kann viel wissen und trotzdem wenig Licht ausstrahlen. Er kann gelehrt sein und trotzdem andere klein machen. Er kann recht haben und dennoch keinen Segen bringen.</p>
<p>Mosche zeigt das Gegenteil: Je größer die Tora, desto kleiner das Ego. Je näher ein Mensch Hashem ist, desto weniger muss er sich selbst in den Mittelpunkt stellen.</p>
<p>Das ist auch die Antwort auf die Beschwerden des Volkes. Beschwerde entsteht oft dort, wo das Ich zu groß wird: mein Hunger, mein Wunsch, mein Komfort, meine Ehre. Demut bedeutet nicht, keine Bedürfnisse zu haben. Aber sie bedeutet, dass das eigene Ich nicht die ganze Wirklichkeit füllt.</p>
<p>Wer demütig ist, kann hören. Wer hört, kann lernen. Wer lernt, kann wachsen. Und wer wächst, kann selbst Licht weitergeben.</p>
<h3>Die Botschaft von Beha’alotcha</h3>
<p>Paraschat Beha’alotcha beginnt mit der Menora und führt uns durch Beschwerden, Erschöpfung, Prophetie und Demut. Auf den ersten Blick sind das verschiedene Themen. In Wahrheit erzählen sie eine einzige Geschichte:</p>
<h3>Wie bleibt Licht lebendig?</h3>
<p>Die Antwort lautet:</p>
<p>Durch Vorbild.<br />
Durch Beständigkeit.<br />
Durch Demut.</p>
<p>Aharon lehrt uns, dass man eine Flamme so entzünden muss, dass sie selbstständig weiterbrennt.</p>
<p>Die drei Tage ohne Tora lehren uns, dass Inspiration ohne Regelmäßigkeit schnell verblasst.</p>
<p>Mosche lehrt uns, dass man manchmal Erfolg hat, auch wenn man ihn noch nicht sieht.</p>
<p>Und seine Demut lehrt uns, dass echtes Licht nicht durch Ego weitergegeben wird, sondern durch Menschen, die bereit sind, selbst durchsichtig zu werden für etwas Größeres.</p>
<p>Das gilt für Eltern, Lehrer, Rabbiner, Freunde und jeden Menschen, der Einfluss auf andere hat.</p>
<p>Man kann ein Polizist sein und Verhalten erzwingen.<br />
Oder man kann ein Licht anzünden.</p>
<p>Beha’alotcha ruft uns zu: Entzünde Menschen so, dass sie selbst leuchten. Gib Tora so weiter, dass sie im anderen lebendig wird. Und vergiss nicht:<br />
Wer andere entzündet, bleibt selbst entzündet.</p>
<p>Denn Licht, das man teilt, wird nicht kleiner. Es wird größer.</p>
<p>Shabbat Shalom</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Oskar Baruch Baraev</p>

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		<title>Paraschat Nasso – wenn die Tora ins Leben hineingeht</title>
		<link>https://judentum.online/paraschat-nasso-wenn-die-tora-ins-leben-hineingeht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Oskar Baruch Baraev]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 13:59:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Parsha Hashavua]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenabschnitt Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[birkat kohanim]]></category>
		<category><![CDATA[Buch Bemidbar]]></category>
		<category><![CDATA[Leviim]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn die Tora ins Leben hineingeht Paraschat Nasso ist die längste Parascha der Tora. Sie hat 176 Verse – genauso viele, wie der längste Tehillim 119 und wie der Traktat Bawa Batra Blätter hat. Auffällig ist: Nasso wird immer direkt nach Schawuot, nach Matan Tora, gelesen. Das zeigt eine schöne Botschaft: Nachdem wir die Tora [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Wenn die Tora ins Leben hineingeht</h2>
<div></div>
<div>Paraschat Nasso ist die längste Parascha der Tora. Sie hat 176 Verse – genauso viele, wie der längste Tehillim 119 und wie der Traktat Bawa Batra Blätter hat.</div>
<div></div>
<div>Auffällig ist: Nasso wird immer direkt nach Schawuot, nach Matan Tora, gelesen. Das zeigt eine schöne Botschaft: Nachdem wir die Tora empfangen haben, beginnen wir nicht mit etwas Kurzem, sondern mit der längsten Parascha. Als wollten wir sagen: Die Tora ist uns nicht zu viel. Im Gegenteil – sie ist uns lieb und wichtig. Wir wollen mehr von ihr.</div>
<div></div>
<div>In Paraschat Nasso finden wir drei Themen, die stark mit Matan Tora verbunden sind: 1. die Zählung der Levi’im, 2. Birkat Kohanim und 3. die Gesetze von Nasirut und Nedarim.</div>
<div></div>
<div>Diese drei Themen zeigen, was Tora nach Matan Tora bedeutet: Verantwortung übernehmen, Segen durch Schalom bringen und über sich selbst herrschen.</div>
<div></div>
<h3>1. Die Levi’im – nicht nur unschuldig bleiben, sondern handeln</h3>
<div></div>
<div>In Nasso werden die Levi’im gezählt und ihre Aufgaben beschrieben.</div>
<div></div>
<div>Warum wurden die Levi’im und Kohanim besonders abgesondert?</div>
<div></div>
<div>Ein Grund ist: Beim Chet HaEgel, der Sünde des Goldenen Kalbes, haben die Levi’im nicht mitgesündigt.</div>
<div></div>
<div>Doch man kann fragen: Waren sie wirklich die Einzigen, die nicht aktiv mitgesündigt haben? Wahrscheinlich gab es auch andere, die keinen Götzendienst betrieben haben.</div>
<div></div>
<div>Der Unterschied ist: Andere haben vielleicht nicht mitgemacht, aber sie haben auch nichts dagegen unternommen. Die Levi’im dagegen haben Verantwortung übernommen. Sie stellten sich zu Mosche und kämpften gegen das Goldene Kalb – sogar mit dem Schwert.</div>
<div></div>
<div>Das ist eine wichtige Lehre direkt nach Matan Tora: Es reicht nicht immer, selbst „in Ordnung“ zu sein. Die Tora verlangt manchmal, aufzustehen, Verantwortung zu übernehmen und für das Richtige zu handeln.</div>
<div></div>
<div>Tora ist nicht nur innerer Glaube. Tora bedeutet auch, im richtigen Moment aufzustehen.</div>
<div></div>
<div>Interessant ist auch: Die Levi’im werden bereits ab einem Monat gezählt, während die übrigen Bnei Jisrael erst ab zwanzig Jahren gezählt werden.</div>
<div></div>
<div>Bei den übrigen Bnei Jisrael steht, dass man sie durch den halben Schekel pro Kopf zählt. Bei den Levi’im steht diese Formulierung nicht in gleicher Weise.</div>
<div></div>
<div>Rav Chaim Grünfeld erklärt dazu eine interessante Idee:</div>
<div>Bei einem Kind unter zwanzig Jahren könnte es theoretisch besondere körperliche Fälle geben, bei denen die Frage entsteht, wie man „pro Kopf“ zählt – zum Beispiel, wenn jemand zwei Köpfe hätte. Die Gemara in Menachot diskutiert ähnliche Fragen: Auf welchen Kopf müsste so jemand Tefillin legen? Und wie viel müsste man für Pidjon HaBen geben?</div>
<div></div>
<div>Bis zwanzig Jahre gilt ein solcher Fall nicht als dauerhaft überlebensfähig. Deshalb steht bei der allgemeinen Zählung ab zwanzig Jahren „pro Kopf“. Bei den Levi’im aber, die schon ab einem Monat gezählt werden, steht diese Formulierung nicht genauso.</div>
<div></div>
<div>Die Botschaft dahinter: Die Levi’im werden nicht nur als erwachsene Kämpfer gezählt. Schon von klein auf gehören sie zu ihrer heiligen Aufgabe.</div>
<div></div>
<h3>2. Birkat Kohanim – der Segen braucht Schalom</h3>
<div></div>
<div>Ein weiteres zentrales Thema in Nasso ist Birkat Kohanim.</div>
<div></div>
<div>Die Tora sagt:</div>
<div>„Hashem segne dich und behüte dich.“</div>
<div>Das bedeutet: Hashem soll dich segnen, und dein Besitz soll bewahrt bleiben und sich vermehren.</div>
<div></div>
<div>„Hashem lasse Sein Antlitz zu dir leuchten und sei dir gnädig.“</div>
<div>Ein leuchtendes Gesicht bedeutet Nähe und Zuwendung. So wie ein Gastgeber seinem Gast nicht kalt den Rücken zukehrt, sondern ihn freundlich begleitet.</div>
<div></div>
<div>„Hashem wende Sein Antlitz zu dir und gebe dir Frieden.“</div>
<div>Der Abschluss des Segens ist Schalom. Denn der größte Behälter für Beracha ist Frieden.</div>
<div></div>
<div>Während Birkat Kohanim schauen wir nicht auf die Finger der Kohanim. Der Segen kommt durch die Finger der Kohanim, entsprechend den zehn Sefirot, zu uns.</div>
<div></div>
<div>Warum gerade durch die Kohanim?</div>
<div></div>
<div>Man könnte fragen: Wieso kommt der Segen durch Aharon und seine Nachkommen? Warum segnet Hashem nicht direkt?</div>
<div></div>
<div>Aharon hatte eine besondere Eigenschaft: Als Hashem seinen jüngeren Bruder Mosche auswählte, freute sich Aharon von ganzem Herzen. Er war nicht eifersüchtig. Er hatte keine negativen Gedanken. Er freute sich ehrlich über die Größe seines Bruders.</div>
<div></div>
<div>Das ist etwas sehr Besonderes. Bei Brüdern sehen wir in der Tora oft Spannung: Kajin und Hevel, Jischmael und Jitzchak, Esaw und Jaakow, Josef und seine Brüder.</div>
<div></div>
<div>Bei Mosche und Aharon sehen wir zum ersten Mal zwei Brüder, die wirklich glücklich miteinander sind. Aharon freut sich über Mosche. Gerade deshalb wird er zum Kanal des Segens.</div>
<div></div>
<div>Denn der größte Kli, das größte Gefäß für Beracha, ist Schalom.</div>
<div></div>
<div>Daraus lernen wir auch: Für einen anderen zu bitten, wirkt sehr stark – sogar stärker, als nur für sich selbst zu bitten. Wer einem anderen wirklich Gutes gönnt, öffnet dadurch auch für sich selbst Tore des Segens.</div>
<div></div>
<div>Nach Matan Tora ist das entscheidend: Tora darf nicht zu Streit, Hochmut oder Eifersucht führen. Wahre Tora muss Schalom vermehren.</div>
<div></div>
<h3>3. Nasirut und Neder – sich selbst verändern</h3>
<div></div>
<div>In Nasso finden wir auch die Gesetze von Nasirut und Neder, also Gelübden.</div>
<div></div>
<div>Was ist der Unterschied?</div>
<div></div>
<div>Bei einer Mitzwa gibt es meistens zwei Seiten: die Person und das Objekt.</div>
<div></div>
<div>Bei einem Neder verändert man den Status eines Objekts für sich. Zum Beispiel: Jemand verbietet sich ein bestimmtes Essen. Das Objekt wird für ihn verboten.</div>
<div></div>
<div>Beim Nasir ist es anders. Der Nasir verändert nicht nur ein Objekt, sondern sich selbst als Person. Er nimmt eine besondere Stufe an: Er trinkt keinen Wein, schneidet seine Haare nicht und meidet Tum’a.</div>
<div></div>
<div>Das Wort Nasir kann man auch mit Nezer verbinden – Krone, Fürst, König.</div>
<div></div>
<div>Der Nasir ist wie ein König, weil er seinen Yetzer Hara überwunden hat. Pirkei Avot sagt: Wer ist stark? Derjenige, der seinen Yetzer Hara bezwingt.</div>
<div></div>
<div>Das ist eine große Vorbereitung auf Matan Tora: Tora bedeutet nicht nur, viel zu wissen. Tora bedeutet, über sich selbst zu herrschen.</div>
<div></div>
<div>Ein Mensch kann viel lernen und trotzdem von seinen Trieben regiert werden. Der Nasir zeigt: Tora soll den Menschen selbst verändern.</div>
<div></div>
<div>Was war das Neue bei Matan Tora?</div>
<div></div>
<div>Man kann fragen: Was war eigentlich das Besondere an den Aseret HaDibrot? Unsere Vorväter haben die Tora doch schon vor Matan Tora gehalten. Was genau feiern wir also an Schawuot?</div>
<div></div>
<div>Eine Antwort liegt in einem besonderen Detail:</div>
<div></div>
<div>Bei Matan Tora gab es eine gewaltige Stimme – aber kein Echo.</div>
<div></div>
<div>Was ist daran besonders?</div>
<div></div>
<div>Normalerweise prallt eine Stimme an einem festen Körper ab und kommt als Echo zurück. Doch die Stimme Hashems prallte nicht ab. Sie drang in die Materie ein. Sie durchdrang die Berge, die Welt und die physische Realität.</div>
<div></div>
<div>Das bedeutet: Bei Matan Tora blieb Spiritualität nicht oben im Himmel. Die Tora drang in die materielle Welt ein.</div>
<div></div>
<div>Die Realität der Tora durchdrang den Menschen und sogar die physischsten Dinge – auch unsere Nahrung.</div>
<div></div>
<div>Darum muss man Schawuot genießen. Man soll gut essen und den Feiertag ehren. Man fastet an Schawuot nicht einmal wegen eines schlechten Traumes.</div>
<div></div>
<div>Denn genau das ist die Botschaft von Matan Tora: Auch Essen kann heilig werden. Auch das Körperliche kann Hashem dienen. Wenn wir essen, trinken und den Feiertag ehren, nehmen wir die materielle Welt und machen daraus etwas Heiliges.</div>
<div></div>
<div>Vor Matan Tora konnte Spiritualität sehr hoch sein. Nach Matan Tora kann sogar das Materielle selbst zu einem Ort für Keduscha werden.</div>
<div></div>
<div>Paraschat Nasso kommt nach Schawuot, um zu zeigen, wie Matan Tora im Leben weitergeht.</div>
<div></div>
<div>Von den Levi’im lernen wir: Tora bedeutet Verantwortung. Man darf nicht nur passiv richtig sein, sondern muss handeln, wenn es nötig ist.</div>
<div></div>
<div>Von Birkat Kohanim lernen wir: Der größte Kanal für Segen ist Schalom. Wer frei von Eifersucht ist und sich ehrlich für den anderen freut, kann Beracha weitergeben.</div>
<div></div>
<div>Von Nasirut lernen wir: Ein Mensch wird zum König, wenn er seinen Yetzer Hara beherrscht.</div>
<div></div>
<div>Und von Matan Tora lernen wir: Die Tora soll nicht nur im Kopf bleiben. Sie soll den ganzen Menschen durchdringen – Gedanken, Sprache, Beziehungen, Geld, Essen und Alltag.</div>
<div></div>
<div>Deshalb lesen wir direkt nach Schawuot die längste Parascha. Weil die Tora uns nicht zu lang ist. Sie ist uns lieb.</div>
<div></div>
<div>Und wenn Hashems Stimme am Sinai kein Echo hatte, dann deshalb, weil sie nicht zurückprallte. Sie ging hinein – in die Welt, in den Menschen und in unser Leben.</div>
<div></div>
<div>Das ist die Aufgabe nach Schawuot: Die Tora nicht nur empfangen, sondern sie in die Wirklichkeit bringen.</div>
<div></div>
<div>Shabbat shalom! <img decoding="async" class="an1" draggable="false" src="https://fonts.gstatic.com/s/e/notoemoji/17.0/1f499/72.png" alt="&#x1f499;" data-emoji="&#x1f499;" aria-label="&#x1f499;" /><img decoding="async" class="an1" draggable="false" src="https://fonts.gstatic.com/s/e/notoemoji/17.0/1f56f_fe0f/72.png" alt="&#x1f56f;" data-emoji="&#x1f56f;" aria-label="&#x1f56f;" /></div>
<div></div>
<div>Oskar Baruch Baraev</div>

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		<title>Schawuot – Heilung und die verborgene Kraft von Matan Torah</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oskar Baruch Baraev]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 05:08:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schawuot]]></category>
		<category><![CDATA[Matan Tora]]></category>
		<category><![CDATA[schawuot]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schawuot – Heilung und die verborgene Kraft von Matan Torah Wenn Schawuot näherkommt, denken viele zuerst an Käsekuchen, Milchgerichte, Blumen in der Synagoge und eine lange Nacht des Lernens. Doch der Kern dieses Tages ist viel größer: Schawuot ist der Moment, in dem der Sinai jedes Jahr neu spricht. Matan Torah, die Gabe der Torah [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Schawuot – Heilung und die verborgene Kraft von Matan Torah</h2>
<p>Wenn Schawuot näherkommt, denken viele zuerst an Käsekuchen, Milchgerichte, Blumen in der Synagoge und eine lange Nacht des Lernens. Doch der Kern dieses Tages ist viel größer: <strong>Schawuot ist der Moment, in dem der Sinai jedes Jahr neu spricht.</strong></p>
<p>Matan Torah, die Gabe der Torah am <em>Har</em> (Berg) Sinai, war nicht nur ein historisches Ereignis vor über 3.000 Jahren. In der jüdischen Tradition ist ein Feiertag nie bloß Erinnerung. Er ist Wiederkehr. Die besondere spirituelle Kraft, die damals zum ersten Mal in die Welt kam, kehrt jedes Jahr an diesem Tag zurück.</p>
<p>Der Zohar erklärt, dass das Wort <em><strong>Chag</strong> </em>(Feiertag) mit dem Begriff des <em>Mechugag</em> (Kreises) verbunden ist. Ein Kreis kehrt immer wieder zu seinem Ausgangspunkt zurück. So kehrt auch die Energie eines Feiertags jedes Jahr neu zurück.</p>
<p>An Pessach öffnet sich die Kraft der Befreiung. An Chanukka leuchtet wieder das Licht des Wunders. Und an Schawuot kehrt die Kraft von <strong>Matan Torah</strong> zurück: Heilung, Klarheit, Tikkun, Verbindung und die Möglichkeit, die Torah neu zu empfangen.</p>
<p>Nicht nur damals. Sondern jetzt.</p>
<h3>Der Berg wie eine Chuppa</h3>
<p>Unsere Weisen beschreiben, dass HaSchem den Berg Sinai über Am Jisrael hielt wie eine <strong>Chuppa</strong>. Die Gabe der Torah war also nicht nur ein Gesetzesakt, sondern eine Art Hochzeit zwischen HaSchem und dem jüdischen Volk.</p>
<p>Gleichzeitig sagen Chazal, dass HaSchem sprach: Wenn ihr die Torah annehmt, gut; wenn nicht, „dort“ wird euer Begräbnis sein.</p>
<p>Dieses „dort“ kann man tiefer verstehen: nicht als geografischen Ort unter dem Berg, sondern <strong>als Zustand außerhalb des Berges und der Torah</strong>. Ein Mensch kann biologisch leben und trotzdem innerlich richtungslos sein. Ohne Torah fehlt dem Leben seine tiefste Ordnung, seine<br />
göttliche Sprache, sein Ziel. Er wird sich verlieren in der zwischen den anderen Völkern.</p>
<p>Die Torah ist nicht nur Wissen. Sie ist Leben.</p>
<h3>Schawuot als Tag der Heilung</h3>
<p>Ein zentraler Gedanke über Schawuot ist seine Verbindung zur <strong><em>Refuah</em> </strong>(Heilung).</p>
<p>Der Midrasch Pesikta Rabbati beschreibt, dass HaSchem die Torah nicht einem kranken oder gebrochenen Volk geben wollte. Die Torah ist das höchste Geschenk; sie sollte einem geheilten Volk gegeben werden. Deshalb geschah am Har Sinai ein großes Wunder: Kranke wurden gesund, Menschen mit körperlichen Einschränkungen wurden geheilt, und <em>Am Jisrael</em> (Volk Israel) stand in einem Zustand von Ganzheit vor HaSchem.</p>
<p>Matan Torah war also nicht nur Offenbarung. Es war auch ein Moment der Heilung.</p>
<p>Der Midrasch lehrt weiter: Wenn wir jedes Jahr zur gleichen Zeit die Parascha der <strong><em>Aseret HaDibrot</em></strong> (der Zehn Gebote) lesen, rechnet HaSchem es uns an, als würden wir erneut am Har Sinai stehen und die Torah empfangen.</p>
<p>Darum ist es besonders wertvoll, an Schawuot die Zehn Gebote zu hören und in diesem Moment um Gesundheit und Heilung zu beten. Wer nicht in die Synagoge gehen kann, sollte die Aseret HaDibrot zu Hause lesen — auf Hebräisch oder in einer Sprache, die er versteht — und sich<br />
vorstellen, selbst am Fuß des Berges Sinai zu stehen.</p>
<p>Denn an Schawuot hören wir nicht nur von Matan Torah.<br />
Wir treten erneut in seinen Lichtkreis ein.</p>
<h3>Die Kraft der Vorstellung</h3>
<p>Vorstellungskraft ist im Judentum kein bloßes Fantasieren. Sie kann ein Werkzeug der inneren Ausrichtung sein.</p>
<p>Bei <strong><em>Az Jaschir</em></strong> (dem Lied am Meer) schreiben heilige Quellen: Wenn ein Mensch es sagt und sich dabei wirklich vorstellt, wie er selbst durch das geöffnete <em>Yam Suf</em> geht, wie der trockene Boden unter seinen Füßen liegt und die Wunder vor seinen Augen geschehen, dann wirkt dies als Reinigung für die Seele.</p>
<p>Ähnlich ist es an Schawuot. Beim Hören der Aseret HaDibrot soll man nicht nur zuhören. Man soll innerlich dort stehen: am Har Sinai, mit Ehrfurcht, Klarheit und offenem Herzen.</p>
<p>Eine der großen Aufgaben von Schawuot ist nicht nur, die Torah zu kennen. Sondern sich selbst wieder als Empfänger der Torah zu erleben.</p>
<h3>Schawuot und die Lunge</h3>
<p>Rabbi Nachman von Breslov bringt einen bemerkenswerten Gedanken: Schawuot hat eine besondere Verbindung zur <strong>Heilung der Lunge</strong>. Eine Erklärung liegt in der Struktur: Wir empfangen die fünf Bücher der Torah, und auch die Lunge wird in fünf Bereiche beziehungsweise Lappen beschrieben.</p>
<p>Auch der bekannte Brauch, an Schawuot Milchiges zu essen, bekommt dadurch eine tiefere Dimension. Natürlich ist das Essen von Milchigem ein <em>Minchag</em> (Brauch) und keine Pflicht. Wer keinen Käsekuchen isst, hat Schawuot selbstverständlich trotzdem gehalten. Doch der Minchag ist reich an Bedeutung.</p>
<p>Der Ben Ish Chai verbindet Milchiges mit mehreren Andeutungen. Er bringt 40 Erklärungen und Gründe, wieso Milchiges gegessen wird. Eine bekannte Erklärung ist: <em><strong>Chalav</strong> </em>(Milch) hat den Zahlenwert 40 — entsprechend den 40 Tagen, die Mosche Rabbejnu auf dem Berg war.</p>
<p>Ein weiterer Gedanke: Manche Nahrungsmittel stehen spirituell mit bestimmten Organen in Verbindung. Milchiges wird nach Rabbi Nachman von Breslov mit der Lunge verbunden. An Schawuot essen wir Milchiges daher nicht bloß aus Genuss, sondern mit einer heiligen Absicht: Wir erheben die Funken in diesem Essen und Verbinden sogar das Essen mit Matan Torah.</p>
<p>Auf der Ebene der Avoda lernen wir daraus: Selbst Essen kann heilig werden, wenn es mit Bewusstsein und richtiger Absicht geschieht.</p>
<h3>Die Nacht von Schawuot – wach werden für die Torah</h3>
<p>Einer der bekanntesten Bräuche ist, in der Nacht von Schawuot wach zu bleiben und Torah zu lernen.</p>
<p>Der Hintergrund ist: Vor Matan Torah bereitete sich Am Jisrael drei Tage lang vor. Doch als der große Moment kam, schliefen sie ein. HaSchem musste sie wecken. Darum bleiben wir in der Schawuot-Nacht wach — als <em>Tikkun</em> (Korrektur) für dieses Verschlafen.</p>
<p>Darin liegt eine starke Lebenslehre: Manchmal investieren wir viel in Vorbereitung und verpassen dann den eigentlichen Moment. Wir planen, analysieren, organisieren — und wenn HaSchem ruft, sind wir nicht wach.</p>
<p style="text-align: left;">Die Nacht von Schawuot sagt:<br />
<strong>Jetzt ist nicht die Zeit zu schlafen. Jetzt ist die Zeit, da zu sein.</strong></p>
<p>Dazu passt eine chassidische Geschichte: Ein Chassid bereitete sich sehr intensiv auf Jom Kippur vor. Doch am Jom Kippur selbst verschlief er einen großen Teil des Tages. Trotzdem ging er später zum Gebet. Der Rebbe von Gur empfing ihn freundlich und lobte ihn dafür, dass er trotz seines Falls gekommen war.</p>
<p>Die Lehre ist groß: Nach einem Fehler darf man nicht aufgeben. Der Yetzer Hara sagt: „Jetzt ist sowieso alles verloren.“ Die Torah sagt: Komm trotzdem. Mach weiter. Der Moment ist noch nicht vorbei.</p>
<h3>Tikkun Leil Schawuot und die 24 Bücher</h3>
<p>In vielen Gemeinden liest man in der Nacht von Schawuot den <strong>Tikkun Leil Schawuot</strong>. Dabei werden nicht alle 24 Bücher des Tanach vollständig gelesen, sondern ausgewählte Verse aus jedem Abschnitt. Dadurch gilt es, als hätte man den gesamten Tanach durchlaufen.</p>
<p>Warum gerade diese 24 Bücher?</p>
<p>Die Kabbala verbindet dies mit dem Bild der <em><strong>Kallah</strong> </em>(der Braut) Eine Braut wird geschmückt. Die <em>Schechina</em>, die mit <em>Malchut</em> verbunden ist, wird in dieser Nacht durch das Lernen „geschmückt“. Das Lernen ist also nicht nur Studium, sondern ein geistiges Schmücken der <em>Schechina</em> vor der Erneuerung der Verbindung zwischen HaSchem und Israel.</p>
<p>Der Ben Ish Chai bringt außerdem den Gedanken, dass ein Mann seiner Frau im Laufe des Lebens 24 echte Schmuckstücke schenken soll — aus Gold oder Silber. Diese 24 Schmuckstücke sollte sie an Purim und Chanukkah zumindest kurz anziehen und bringt so viel heiliges Licht in ihr Leben und ihre Familie.</p>
<p>Auf Schawuot geschieht dieser Schmuck auf spiritueller Ebene.</p>
<p>Der Mensch lernt Torah — und die Schechina wird geschmückt.</p>
<h3>Das Versprechen des AriZals</h3>
<p>Der Arizal betont die Größe dieser Nacht: Wer die ganze Nacht wach bleibt und sich mit Torah beschäftigt, ohne auch nur einen Moment zu schlafen, dem wird langes Leben versprochen und er wird vor schwerem Schaden in diesem Jahr bewahrt.</p>
<p>Man könnte sagen: Es ist eine echte „Lebensversicherung“ — nicht im modernen Sinn, bei dem nach dem Tod  Geld ausgezahlt wird, sondern im wörtlichen Sinn: Schutz für das Leben selbst.</p>
<p>Diese Nacht verlangt aber Würde. Man sollte profane Gespräche vermeiden und die Stunden nicht nur „durchhalten“, sondern mit Torah, Ernsthaftigkeit und Freude füllen.</p>
<p>Rabbi Chaim Palagi schreibt, dass jemand, der in der Nacht von Schawuot schläft, riskiert, dass auch sein <em>Mazal</em> im kommenden Jahr „schläft“. Wer aber wach bleibt und mit Leidenschaft lernt, belebt auch sein Mazal.</p>
<p>Der Zohar spricht außerdem von 70 <em>Berachot</em> (Segnungen) und 70 spirituellen Kronen, die dem<br />
Menschen durch das Lernen dieser Nacht gegeben werden.</p>
<p>Viele sprechen nicht darüber. Doch die <em>Mekubalim</em> sprechen sehr deutlich darüber:<br />
Die Nacht von Schawuot ist eine der stärksten Nächte des Jahres.</p>
<h3>Tikkun der Augen</h3>
<p>Rabbi Chaim Palagi deutet die Nacht von Schawuot als <strong>Tikkun für die Augen</strong>.</p>
<p>Wieso?</p>
<p>Weil der Mensch wach bleibt und lernt, während seine Augen eigentlich zufallen wollen. Wenn er sie dennoch offen hält — nicht für Ablenkung, nicht für Eitelkeit, nicht für Verbotenes, sondern für Torah — korrigiert er damit das, was er im Laufe des Jahres mit seinen Augen falsch gesehen hat.</p>
<p>In einer Welt, in der das Auge ständig geprüft wird, ist das eine sehr aktuelle Botschaft.<br />
Dieselben Augen, die vielleicht Unreines gesehen haben, bleiben nun offen für Heiligkeit.</p>
<p>Die Kabbala spricht außerdem davon, dass eine ganze Nacht Torah-Lernen auch einen Tikkun für <strong>Karet</strong> bewirken kann — eine schwere spirituelle Abtrennung. Natürlich ersetzt nichts echte Teshuva, aber die Nacht von Schawuot ist eine besondere Öffnung zur Wiederverbindung.</p>
<h3>Megillat Ruth – warum gerade an Schawuot?</h3>
<p>An Schawuot lesen viele Gemeinden <strong>Megillat Ruth</strong>. Dafür gibt es mehrere Gründe.</p>
<p>Erstens spielt die Geschichte zur Zeit der Weizenernte, also in der Jahreszeit von Schawuot.</p>
<p>Zweitens ist Ruth die große Gestalt des <strong><em>Gijur</em></strong>. Am Har Sinai durchlief Am Jisrael selbst gewissermaßen einen kollektiven Gijur: Aus Bnei Noach mit sieben Geboten wurde ein Volk, das die Torah mit ihren <em>Mitzwot</em> annahm.</p>
<p>Drittens zeigt Ruth die zwischenmenschliche Seite der Torah. Die Aseret HaDibrot haben zwei Bereiche: zwischen Mensch und HaSchem und zwischen Mensch und Mensch. Ruth zeigt Treue, Bescheidenheit, Chessed und Aufopferung gegenüber Naomi. Auch Boaz handelt mit außergewöhnlicher Würde und Güte.</p>
<p>Viertens lehrt Ruth: Torah erwirbt man nur mit Hingabe. Ruth verließ Herkunft, Komfort und Sicherheit, um sich HaSchem und Am Jisrael anzuschließen. Aus dieser Hingabe entstand David HaMelech — und aus David wird der Maschiach kommen.</p>
<p>Der Chida erklärt zudem, dass Schawuot der Geburtstag und auch der Todestag von David HaMelech ist. Ruth, seine Urgroßmutter, gehört deshalb besonders zu diesem Tag.</p>
<h3>David HaMelech, Tehillim und die Zahl Sieben</h3>
<p>Das Leben von David HaMelech ist stark mit der Zahl sieben verbunden.</p>
<p>Schawuot kommt nach sieben Wochen der Omer-Zeit. David HaMelech wurde an Schawuot geboren und starb an Schawuot. Er lebte 70 Jahre. Er wurde am Schabbat geboren und starb am Schabbat – der siebte Tag der Woche. Auch der Name seiner Ehefrau &#8211; Bat<em>sheva</em> trägt die Zahl<br />
sieben in sich.</p>
<p>Deshalb ist Schawuot auch ein Tag von David HaMelech. Und da David HaMelech der Verfasser von Tehillim ist, wird das Lesen von Tehillim an Schawuot besonders bedeutungsvoll.</p>
<p>David HaMelech schrieb Tehillim mit Tränen. Es wird gesagt, dass seine Kissen nachts von Tränen durchnässt waren. Vielleicht ist genau deshalb Tehillim bis heute das Buch, zu dem Juden in allen Lebenslagen greifen: Krankheit, Freude, Angst, Dankbarkeit, Verlust und<br />
Hoffnung.</p>
<p>Wieso sagen wir: <em><strong>David Melech Jisrael chai vekajam</strong></em> — David, König Israels, lebt und besteht?</p>
<p>Die Gemara in Nedarim sagt: Wenn man Worte eines verstorbenen Zaddiks sagt, bewegen sich seine Lippen im Grab, als würde er selbst sprechen. Bei David HaMelech gibt es fast keinen Moment auf der Welt, in dem nicht irgendwo Tehillim gelesen wird. Seine Lippen „bewegen“ sich ständig. Darum lebt David weiter.</p>
<p>Das ganze Tehillim hat 150 Kapitel. Das Wort <em><strong>Pidjon</strong> </em>hat ebenfalls den Zahlenwert 150. Darum schreiben heilige Quellen, dass das Lesen des ganzen Buches Tehillim an einem Tag wie ein <strong>Pidjon Nefesch</strong> wirken kann — eine Auslösung der Seele aus negativen Kräften.</p>
<p>Der Ben Ish Chai schreibt, dass Schawuot der stärkste Tag ist, wenn man einen Tag im Jahr wählen müsste, um das ganze Tehillim zu lesen.</p>
<p>Wer es nicht am Stück schafft, kann es aufteilen — nachts, tagsüber oder über die zwei Tage Schawuot. Danach soll man beten und seine Bitten vor HaSchem aussprechen.</p>
<h3>Melave Malka – die Mahlzeit Davids</h3>
<p>Weil Schawuot so stark mit David HaMelech verbunden ist, gehört auch seine besondere Mahlzeit in diesen Zusammenhang: <em><strong>Melave Malka</strong></em>, die vierte Mahlzeit nach Schabbat.</p>
<p>Die Gemara berichtet, dass David HaMelech wissen wollte, wann er sterben werde. HaSchem offenbarte ihm nicht die genaue Zeit, aber sagte ihm, dass er an einem Schabbat sterben werde. Seitdem wusste David HaMelech nach jedem Schabbat: Wenn der Schabbat vorbei ist, habe ich mindestens noch eine Woche Leben. Aus dieser Freude entstand die besondere Bedeutung von Melave Malka.</p>
<p>Es gibt bekannte Segulot dazu, unter anderem für eine leichtere Geburt und Schutz vor <em><strong>Chibbut HaKever</strong></em>, dem schmerzhaften Übergang der Seele nach dem Tod.</p>
<p>Der Baal Schem Tov – der ebenfalls an Schawuot verstarb &#8211; verband <em>Motzei Schabbat</em> ebenfalls mit besonderer Kraft und lehrte, dass das Erzählen einer Geschichte von ihm nach Schabbat Segen für die kommende Woche bringen kann, besonders für <em>Parnassah</em>.</p>
<p>So führt uns auch Melave Malka zurück zu Schawuot: Wo David HaMelech im Zentrum steht, stehen auch seine Lieder, seine Tränen, seine Hoffnung und sein Vertrauen im Zentrum.</p>
<h3>An Schawuot um Torah bitten</h3>
<p>Rabbi Mosche Cordovero, der Ramak, lehrt: Da Schawuot der Tag von Matan Torah ist, werden Bitten, die mit Torah verbunden sind, besonders angenommen.</p>
<p>Wer ein gutes Gedächtnis in der Torah möchte, soll darum bitten. Wer Verständnis, Klarheit, Tiefe und Liebe zur Torah möchte, soll darum bitten.</p>
<p>Besonders stark ist der Moment, wenn der Aron HaKodesch geöffnet wird, vor der Lesung der Aseret HaDibrot. Dieser Moment öffnet viel Segen.</p>
<p>Man kann auch um Parnassah bitten, wenn die Absicht wirklich ist, dadurch mehr Torah lernen und unterstützen zu können. Aber hier gibt es einen ehrlichen Test: Wenn jemand sagt, er wolle reich werden, um später Torah zu lernen — lernt er schon jetzt in seiner freien Zeit?</p>
<p>Wer wirklich Torah will, beginnt schon jetzt. Auch mit wenig Zeit.</p>
<h3>Ein Buch spenden</h3>
<p>Eine weitere schöne Möglichkeit an Schawuot: ein Buch für die Synagoge spenden.</p>
<p>Man kann den Gabbai fragen, was gebraucht wird: Siddurim, Chumaschim, Gemarot oder andere Sefarim. Wer kann, unterstützt sogar mit einer Sefer Torah.</p>
<p>Am Tag von Matan Torah etwas für Torah zu geben, öffnet Herz und Mazal. Es ist eine einfache, aber sehr passende Handlung: Am Tag, an dem wir die Torah empfangen, helfen wir anderen, Torah zu lernen.</p>
<h3>Rein in Schawuot hineingehen</h3>
<p>Schließlich: Man soll rein in Schawuot hineingehen.</p>
<p>Natürlich körperlich — duschen, schöne Kleidung, Vorbereitung, Ehre für den Feiertag.<br />
Aber auch spirituell.</p>
<p>Dazu gehören Mikwe, Teshuva, Reinigung der Gedanken und Schutz vor negativen Einflüssen. Der Ben Ish Chai bringt in <strong>Lashon Chachamim</strong> eine kurze Segula gegen <strong>Ayin Hara</strong>, die man selbst tun kann.</p>
<p>Entscheidend ist die Botschaft: Man soll nicht ungeordnet in Schawuot hineingehen, sondern vorbereitet, rein und wach.</p>
<h3>Schawuot ist Gegenwart</h3>
<p>Schawuot ist nicht nur Geschichte. Es ist Gegenwart.</p>
<p>Jedes Jahr fragt HaSchem uns neu:<br />
Willst du die Torah empfangen?<br />
Willst du wach sein?<br />
Willst du Heilung?<br />
Willst du deine Augen reinigen?<br />
Willst du dein Herz öffnen?<br />
Willst du ein Leben mit Richtung?</p>
<p>Die Antwort geben wir nicht nur mit Worten. Wir geben sie mit der Nacht, die wir lernen;<br />
mit den Augen, die offen bleiben; mit dem Tehillim, das wir sagen; mit der Freude am Feiertag;<br />
mit dem Buch, das wir spenden; und mit dem Gebet um Torah, Kinder, Heilung und Nähe zu<br />
HaSchem.</p>
<p>Schawuot fragt uns jedes Jahr neu:</p>
<p><strong>Bist du wach genug, um die Torah zu empfangen — nicht nur mit dem Verstand, </strong><strong>sondern mit dem Herzen, den Augen, dem Körper, der Stimme und dem ganzen Leben?</strong></p>
<p>Möge HaSchem uns geben, was wir wirklich brauchen. Möge Er uns helfen, einander zu lieben,<br />
unsere Seelen zu erheben und die Beracha zu empfangen, die Er an Schawuot in die Welt<br />
sendet.</p>
<p><strong>Chag Sameach und Schabbat Schalom.</strong></p>
<p>Oskar Baruch Baraev</p>

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		<title>Judentum und Geschäftsleben: Keine Assimilation notwendig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dovid Moische]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jun 2024 22:37:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschäftsleben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einleitung Als orthodoxer Jude stehen einem die strengen religiösen Gebote und Traditionen oft im Weg, eine erfolgreiche Karriere oder ein florierendes Geschäft aufzubauen. Die Herausforderungen sind vielfältig &#8211; angefangen von den wöchentlichen Schabbat-Beschränkungen über zahlreiche Feiertage bis hin zu Kleidungsvorschriften und Speisegeboten. Dennoch gibt es Möglichkeiten, im Geschäftsleben erfolgreich zu sein, ohne Kompromisse beim Toraerfüllen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/judentum-und-geschaeftsleben-keine-assimilation-notwendig/">Judentum und Geschäftsleben: Keine Assimilation notwendig</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Einleitung</h2>
<p>Als orthodoxer <a href="https://judentum.online/was-ist-die-etymologie-des-wortes-jude/">Jude</a> stehen einem die strengen religiösen Gebote und Traditionen oft im Weg, eine erfolgreiche Karriere oder ein florierendes Geschäft aufzubauen. Die Herausforderungen sind vielfältig &#8211; angefangen von den wöchentlichen Schabbat-Beschränkungen über zahlreiche Feiertage bis hin zu Kleidungsvorschriften und Speisegeboten. Dennoch gibt es Möglichkeiten, im Geschäftsleben erfolgreich zu sein, ohne Kompromisse beim Toraerfüllen eingehen zu müssen.</p>
<h2>Hindernisse für orthodoxe Juden im Berufsleben</h2>
<h3>Schabbatruhe und Feiertage</h3>
<p>Eine der größten Herausforderungen sind die strengen Arbeitsverbote am <a href="https://judentum.online/was-ist-die-bedeutung-von-schabbat/">Schabbat</a> und an zahlreichen jüdischen Festen. Die Schabbatruhe beginnt freitags bei Sonnenuntergang und endet samstags nach Sonnenuntergang. In dieser Zeit sind 39 klar definierte Formen der konstruktiver Arbeit verboten. Diese Verbote umfassen Tätigkeiten wie säen, ernten, backen, nähen, knüpfen, schreiben und das Zünden von Feuer. Selbst kleine Handgriffe wie Knöpfe anklicken oder elektrische Geräte bedienen fallen darunter. Hinzu kommen viele mehrtägige Feiertage wie Pessach, Schawuot oder Sukkot, an denen ebenfalls nicht gearbeitet werden darf.</p>
<p>Für orthodoxe <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a> weltweit bedeutet dies, dass sie keinerlei berufliche Tätigkeiten an Samstagen ausüben können &#8211; auch nicht im Homeoffice. Dies steht oft im Konflikt mit der Fünf-Tage-Woche und der Tatsache, dass in vielen Firmen am Samstag gearbeitet wird. Diese Diskrepanz zu den hiesigen Feiertagen kann für orthodoxe Juden bedeuten, dass sie an religiösen Feiertagen freinehmen müssen, während der reguläre Betrieb in deutschen Firmen und Behörden weiterläuft. Dies erfordert häufig besondere Absprachen mit Arbeitgebern und Kollegen bezüglich Urlaubstagen oder anderen Regelungen.</p>
<h3>Gebet und Arbeitsalltag</h3>
<p>Orthodoxen Juden beten dreimal täglich: Morgengebet (Schacharit), Nachmittagsgebet (Mincha) und Abendgebet (Maariv/Arvit). Zusätzlich gibt es weitere verpflichtende Gebete wie das Beten beim Aufwachen und vor dem Schlafengehen. An Schabbat und jüdischen Feiertagen kommen weitere Gebete hinzu. Insgesamt können die täglichen Gebetszeiten zwischen einer und mehreren Stunden betragen, je nach Anzahl der Gebete und Ausführlichkeit.</p>
<p>Im orthodoxen <a href="https://judentum.online/judentum-was-ist-das/">Judentum</a> ist für die Abhaltung der drei täglichen Hauptgebete eine sogenannte Minjanhabe von Vorteil, die Anwesenheit von mindestens 10 erwachsenen jüdischen Männern. In vielen Teilen Deutschlands sind Synagogen jedoch selten offen, außer an Schabbat und Feiertagen. Daher ist es oft schwierig, in Minjan zu beten, und viele orthodoxe Juden verrichten ihre Gebete zu Hause, wenn keine Minjanhabe verfügbar ist, mit Minjan oder ohne, muss diese Zeit von der Arbeitszeit abgezogen werden.</p>
<h3>Kleider- und Speisevorschriften</h3>
<p>Orthodoxe Juden müssen sich an strenge Kleidungsregeln halten, was am Arbeitsplatz auf Unverständnis stoßen kann. Männer tragen oft Kippa und Tzizit, während Frauen sich züchtig kleiden. Diese religiöse Kleidung kann zu Spannungen führen, insbesondere wenn die Arbeitsumgebung eine bestimmte Kleiderordnung vorschreibt.</p>
<p>Die koschere Ernährung ist ein weiterer wichtiger Aspekt des orthodoxen Judentums. Sie schränkt die Essensauswahl bei Firmenevents und auf Dienstreisen stark ein. In vielen Büros gibt es keine Möglichkeit, koscheres Essen zu bekommen, was zu zusätzlichen Herausforderungen führt. Orthodoxe Juden müssen ihre eigenen Mahlzeiten mitbringen oder im Voraus koschere Optionen erfragen.</p>
<h3>Diskriminierung und Ausgrenzung</h3>
<p>Nicht selten führen die religiösen Gebundenheiten zu Diskriminierung und Ausgrenzung am Arbeitsplatz. Orthodoxe Juden haben es in klassischen Angestelltenverhältnissen oft schwer, da ihre religiösen Praktiken als hinderlich oder unvereinbar mit den Unternehmenszielen angesehen werden. Dies kann zu einem feindseligen Arbeitsumfeld führen, in dem sich orthodoxe Juden nicht willkommen oder respektiert fühlen.</p>
<h3>Große Familien und Geburtenkontrolle</h3>
<p>In vielen orthodoxen jüdischen Gemeinschaften ist es üblich, dass Familien tendenziell mehr Kinder haben als in der nichtjüdischen Bevölkerung. Einer der Hauptgründe hierfür ist, dass die Verwendung von Verhütungsmitteln aus religiösen Gründen eingeschränkt ist. Verhütungsmittel sind nur in besonderen Fällen erlaubt, beispielsweise wenn die Gesundheit der Mutter gefährdet ist oder bei bestimmten medizinischen Komplikationen. Ansonsten wird die natürliche Familienplanung ohne künstliche Verhütung ein Gebot. Diese Haltung führt dazu, dass orthodoxe jüdische Familien im Durchschnitt mehr Kinder haben als Familien in der säkularen Gesellschaft und Kinder brauchen Zeit und Aufmerksamkeit der Eltern.</p>
<h2>Selbstständigkeit als Lösung</h2>
<p>Aus diesen Gründen ist die Selbstständigkeit für viele orthodoxe Juden die beste Option. Als Selbstständiger hat man volle Kontrolle über:</p>
<ul>
<li><strong>Arbeitszeiten und Feiertage:</strong> Man kann seine Arbeit so planen, dass sie nicht mit Schabbat und Feiertagen kollidiert.</li>
<li><strong>Ortswechsel und Reisetätigkeit:</strong> Man ist flexibel und kann den Wohnort wechseln, ohne den Beruf aufgeben zu müssen.</li>
<li><strong>Arbeitskleidung:</strong> Man muss keine Kompromisse bei der religiösen Kleidung eingehen.</li>
<li><strong>Ernährung und Essensplanung:</strong> Man hat volle Kontrolle über die Ernährung und kann koscher essen, ohne sich an andere anpassen zu müssen.</li>
</ul>
<p>Man muss auf niemanden Rücksicht nehmen und kann Religion und Beruf ideal vereinbaren.</p>
<h3>Online-Business als optimale Wahl</h3>
<p>Im Zeitalter der Digitalisierung bietet sich der Aufbau eines rein online-basierten Geschäftsmodells an.</p>
<h3>Dieser Weg bringt zahlreiche Vorteile:</h3>
<ul>
<li><strong>Vollkommene Ortsunabhängigkeit:</strong> Ein Online-Geschäft kann von überall auf der Welt betrieben werden.</li>
<li><strong>Maximale Flexibilität der Arbeitszeiten:</strong> Man kann seine Arbeitszeiten so gestalten, dass sie perfekt mit den Gebetszeiten und religiösen Verpflichtungen harmonieren.</li>
<li><strong>Geringe Anfangsinvestitionen und skalierbar:</strong> Ein Online-Geschäft erfordert in der Regel geringe Startkosten und kann leicht skaliert werden.</li>
<li><strong>Keine persönlichen Kundenverkäufe/Termine:</strong> Man muss nicht persönlich vor Ort sein, was es einfacher macht, den Schabbat und Feiertage einzuhalten.</li>
<li><strong>Einfache Vereinbarkeit mit religiösen Geboten:</strong> Da man von zu Hause aus arbeiten kann, ist es einfacher, die religiösen Gebote zu befolgen.</li>
</ul>
<h3>LLC in den USA gründen</h3>
<p>Für viele orthodoxe Juden ist die <a href="https://digitalizeglobal.com/">Gründung einer Limited Liability Company (LLC)</a> in den USA besonders attraktiv.</p>
<h3>Gründe:</h3>
<ul>
<li><strong>Unternehmensfreundliches Umfeld mit geringen Steuern/Bürokratie:</strong> Die USA bieten ein unternehmerfreundliches Umfeld mit niedrigen Steuern und weniger Bürokratie als viele europäische Länder.</li>
<li><strong>Kein Diskriminierungspotenzial durch Behörden:</strong> In den USA gibt es strengere Gesetze gegen Diskriminierung, was es einfacher macht, als orthodoxer Jude ein Unternehmen zu führen.</li>
<li><strong>Viele Online-Geschäftsmodelle möglich:</strong> Die USA sind ein Zentrum für Online-Geschäfte, was es einfacher macht, ein erfolgreiches Online-Business zu betreiben.</li>
<li><strong>Spezialanbieter für unkomplizierte Auslandsgründung:</strong> Es gibt viele Dienstleister, die sich auf die Gründung von LLCs für Ausländer spezialisiert haben.</li>
</ul>
<h3>Top-Dienstleister &#8220;Digitalize Global&#8221;</h3>
<p>Firmen wie &#8220;<a href="https://digitalizeglobal.com/">Digitalize Global</a>&#8221; ermöglichen eine schnelle und günstige LLC-Gründung aus dem Ausland:</p>
<ul>
<li><strong>Zielgruppenspezifische Beratung:</strong> Sie bieten Beratung, die speziell auf die Bedürfnisse von orthodoxen Juden zugeschnitten ist.</li>
<li><strong>Ratenzahlung der Gründungskosten möglich:</strong> Die Gründungskosten können in Raten bezahlt werden, was die finanzielle Belastung minimiert.</li>
<li><strong>Bezahlung auch in Krypto-Währungen akzeptiert:</strong> Dies bietet zusätzliche Flexibilität bei der Bezahlung.</li>
<li><strong>Erfahrung mit religiösen/kulturellen Besonderheiten:</strong> Sie verstehen die besonderen Bedürfnisse und Herausforderungen orthodoxer Juden und bieten maßgeschneiderte Lösungen an.</li>
</ul>
<h2>Fazit</h2>
<p>Als orthodoxer Jude muss man im Geschäftsleben keine Kompromisse bei der Religionsausübung eingehen. Die Selbstständigkeit mit einem online-basierten Geschäftsmodell, eventuell als <a href="https://digitalizeglobal.com/">LLC in den USA</a>, ist eine hervorragende Möglichkeit, ohne Assimilation finanziell unabhängig und erfolgreich zu werden. Mit professioneller Unterstützung lassen sich alle Hürden meistern.</p>
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<hr />
<p>&nbsp;</p>
<h2>FAQs</h2>
<p><strong>Wie können orthodoxe Juden ihre Gebetszeiten in den Arbeitsalltag integrieren?</strong> Orthodoxe Juden können ihre Gebetszeiten durch fest eingeplante Pausen während des Arbeitstages einhalten. Dies erfordert jedoch oft kreative Lösungen und ist mit Herausforderungen verbunden, da viele Arbeitgeber nicht auf die religiösen Bedürfnisse eingehen.</p>
<p><strong>Wie gehen orthodoxe Juden mit den Herausforderungen der koscheren Ernährung im Berufsleben um?</strong> Orthodoxe Juden können im Vorfeld koschere Optionen bei Geschäftsessen erfragen oder eigene Verpflegung mitbringen. Dies erfordert eine gute Planung und offene Kommunikation, um den religiösen Vorschriften gerecht zu werden.</p>
<p><strong>Welche Vorteile bietet die Selbstständigkeit für orthodoxe Juden?</strong> Die Selbstständigkeit ermöglicht flexible Arbeitszeiten, Ortsunabhängigkeit und die Einhaltung religiöser Gebote ohne Konflikte mit Arbeitgebern. Es ist eine ideale Lösung, um Beruf und Religion zu vereinbaren.</p>
<p><strong>Wie kann eine LLC-Gründung in den USA orthodoxen Juden helfen?</strong> Eine LLC-Gründung in den USA bietet steuerliche Vorteile, weniger Bürokratie und flexible Arbeitsmodelle. Anbieter wie &#8220;Digitalize Global&#8221; unterstützen bei der Gründung und bieten attraktive Zahlungsmodelle an.</p>
<p><strong>Welche Herausforderungen können orthodoxe Juden im Berufsleben in Europa erwarten?</strong> Steigende Steuern, zunehmende Bürokratie und Diskriminierungen aufgrund religiöser Praktiken und Kleidung sind einige der Herausforderungen, denen orthodoxe Juden in Europa begegnen können.</p>
<p><strong>Wie können orthodoxe Juden erfolgreich im Geschäftsleben sein, ohne ihre religiöse Identität aufzugeben?</strong> Durch flexible Arbeitsmodelle, Selbstständigkeit, gründliche Planung und die Unterstützung der jüdischen Gemeinschaft können orthodoxe Juden erfolgreich im Geschäftsleben sein, ohne ihre religiöse Identität zu kompromittieren.</p>
<h2>Schlussfolgerung</h2>
<p>Orthodoxe Juden können erfolgreich im Geschäftsleben sein, ohne ihre religiöse Identität aufzugeben. Durch flexible Arbeitsmodelle, Selbstständigkeit und die Unterstützung durch spezialisierte Unternehmen wie &#8220;<a href="https://digitalizeglobal.com/">Digitalize Global</a>&#8221; ist es möglich, traditionelle jüdische Gebote zu wahren und dennoch beruflich erfolgreich zu sein. Wichtig sind dabei Planung, Kommunikation und die Bereitschaft, innovative Lösungen zu finden, die sowohl berufliche als auch religiöse Bedürfnisse erfüllen.</p>

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		<title>Omer Zählung 2024</title>
		<link>https://judentum.online/omer-zaehlung-2024/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ariela Guseva]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Apr 2024 14:09:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Omer Zählung]]></category>
		<category><![CDATA[Pessach]]></category>
		<category><![CDATA[Omer]]></category>
		<category><![CDATA[Omer zaehlen]]></category>
		<category><![CDATA[Omer-Zählen]]></category>
		<category><![CDATA[Omerzaehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Omerzeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://judentum.online/?p=20070</guid>

					<description><![CDATA[<p>Kleine Erinnerung: am Dienstag Abend, den 23. April 2024, fangen wir den Omer zu zählen! Omer-Zählung (an jedem aktuellen Tag jeweils passenden Satz sagen): Heute, Dienstag Abend, den 23. April 2024 rechnet man Omer Tag 1 &#8211; HEUTE IST 1 TAG DES OMERS. CHESED SCHEBE-CHESED Heute, Mittwoch Abend, den 24. April 2024 rechnet man Omer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kleine Erinnerung: am Dienstag Abend, den 23. April 2024, fangen wir den Omer zu zählen!</p>
<h1>Omer-Zählung (an jedem aktuellen Tag jeweils passenden Satz sagen):</h1>
<p>Heute, Dienstag Abend, den 23. April 2024 rechnet man Omer Tag 1 &#8211; HEUTE IST 1 TAG DES OMERS. CHESED SCHEBE-CHESED</p>
<p>Heute, Mittwoch Abend, den 24. April 2024 rechnet man Omer Tag 2 &#8211; HEUTE SIND ZWEI TAGE DES OMERS. GEVURA SCHEBE-CHESED</p>
<p>Heute, Donnerstag Abend, den 25. April 2024 rechnet man Omer Tag 3 &#8211; HEUTE SIND DREI TAGE DES OMERS. TIFERET SCHEBE-CHESED</p>
<p>Heute, Freitag Abend, den 26. April 2024 rechnet man Omer Tag 4 &#8211; HEUTE SIND VIER TAGE DES OMERS. NETZACH SCHEBE-CHESED</p>
<p>Heute, Samstag Abend, den 27. April 2024 rechnet man Omer Tag 5 &#8211; HEUTE SIND FÜNF TAGE DES OMERS. HOD SCHEBE-CHESED</p>
<p>Heute, Sonntag Abend, den 28. April 2024 rechnet man Omer Tag 6 &#8211; HEUTE SIND SECHS TAGE DES OMERS. YESOD SCHEBE-CHESED</p>
<p>Heute, Montag Abend, den 29. April 2024 rechnet man Omer Tag 7 &#8211; HEUTE SIND SIEBEN TAGE &#8211; DAS IST EINE WOCHE &#8211; DES OMERS. MALCHUT SCHEBE-CHESED</p>
<p>Heute, Dienstag Abend, den 30. April 2024 rechnet man Omer Tag 8 &#8211; HEUTE SIND ACHT TAGE &#8211; DAS IST EINE WOCHE UND EIN TAG DES OMERS. CHESED SCHEBE-GEVURA</p>
<p>Heute, Mittwoch Abend, den 1. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 9 &#8211; HEUTE SIND NEUN TAGE &#8211; DAS IST EINE WOCHE UND ZWEI TAGE DES OMERS. GEVURA SCHEBE-GEVURA</p>
<p>Heute, Donnerstag Abend, den 2. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 10 &#8211; HEUTE SIND ZEHN TAGE &#8211; DAS IST EINE WOCHE UND DREI TAGE DES OMERS. TIFERET SCHEBE-GEVURA</p>
<p>Heute, Freitag Abend, den 3. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 11 &#8211; HEUTE SIND ELF TAGE &#8211; DAS IST EINE WOCHE UND VIER TAGE DES OMERS. NETZACH SCHEBE-GEVURA</p>
<p>Heute, Samstag Abend, den 4. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 12 &#8211; HEUTE SIND ZWÖLF TAGE &#8211; DAS IST EINE WOCHE UND FÜNF TAGE DES OMERS. HOD SCHEBE-GEVURA</p>
<p>Heute, Sonntag Abend, den 5. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 13 &#8211; HEUTE SIND DREIZEHN TAGE &#8211; DAS IST EINE WOCHE UND SECHS TAGE DES OMERS. YESOD SCHEBE-GEVURA</p>
<p>Heute, Montag Abend, den 6. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 14 &#8211; HEUTE SIND VIERZEHN TAGE &#8211; DAS SIND ZWEI WOCHEN DES OMERS. MALCHUT SCHEBE-GEVURA</p>
<p>Heute, Dienstag Abend, den 7. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 15 &#8211; HEUTE SIND FÜNFZEHN TAGE &#8211; DAS SIND ZWEI WOCHEN UND EIN TAG DES OMERS. CHESED SCHEBE-TIFERET</p>
<p>Heute, Mittwoch Abend, den 8. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 16 &#8211; HEUTE SIND SECHZEHN TAGE &#8211; DAS SIND ZWEI WOCHEN UND ZWEI TAGE DES OMERS. GEVURA SCHEBE-TIFERET</p>
<p>Heute, Donnerstag Abend, den 9. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 17 &#8211; HEUTE SIND SIEBZEHN TAGE &#8211; DAS SIND ZWEI WOCHEN UND DREI TAGE DES OMERS. TIFERET SCHEBE-TIFERET</p>
<p>Heute, Freitag Abend, den 10. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 18 &#8211; HEUTE SIND ACHTZEHN TAGE &#8211; DAS SIND ZWEI WOCHEN UND VIER TAGE DES OMERS. NETZACH SCHEBE-TIFERET</p>
<p>Heute, Samstag Abend, den 11. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 19 &#8211; HEUTE SIND NEUNZEHN TAGE &#8211; DAS SIND ZWEI WOCHEN UND FÜNF TAGE DES OMERS. HOD SCHEBE-TIFERET</p>
<p>Heute, Sonntag Abend, den 12. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 20 &#8211; HEUTE SIND ZWANZIG TAGE &#8211; DAS SIND ZWEI WOCHEN UND SECHS TAGE DES OMERS. YESOD SCHEBE-TIFERET</p>
<p>Heute, Montag Abend, den 13. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 21 &#8211; HEUTE SIND EINUNDZWANZIG TAGE &#8211; DAS SIND DREI WOCHEN DES OMERS. MALCHUT SCHEBE-TIFERET</p>
<p>Heute, Dienstag Abend, den 14. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 22 &#8211; HEUTE SIND ZWEIUNDZWANZIG TAGE &#8211; DAS SIND DREI WOCHEN UND EIN TAG DES OMERS. CHESED SCHEBE-NETZACH</p>
<p>Heute, Mittwoch Abend, den 15. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 23 &#8211; HEUTE SIND DREIUNDZWANZIG TAGE &#8211; DAS SIND DREI WOCHEN UND ZWEI TAGE DES OMERS. GEVURA SCHEBE-NETZACH</p>
<p>Heute, Donnerstag Abend, den 16. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 24 &#8211; HEUTE SIND VIERUNDZWANZIG TAGE &#8211; DAS SIND DREI WOCHEN UND DREI TAGE DES OMERS. TIFERET SCHEBE-NETZACH</p>
<p>Heute, Freitag Abend, den 17. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 25 &#8211; HEUTE SIND FÜNFUNDZWANZIG TAGE &#8211; DAS SIND DREI WOCHEN UND VIER TAGE DES OMERS. NETZACH SCHEBE-NETZACH</p>
<p>Heute, Samstag Abend, den 18. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 26 &#8211; HEUTE SIND SECHSUNDZWANZIG TAGE &#8211; DAS SIND DREI WOCHEN UND FÜNF TAGE DES OMERS. HOD SCHEBE-NETZACH</p>
<p>Heute, Sonntag Abend, den 19. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 27 &#8211; HEUTE SIND SIEBENUNDZWANZIG TAGE &#8211; DAS SIND DREI WOCHEN UND SECHS TAGE DES OMERS. YESOD SCHEBE-NETZACH</p>
<p>Heute, Montag Abend, den 20. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 28 &#8211; HEUTE SIND ACHTUNDZWANZIG TAGE &#8211; DAS SIND VIER WOCHEN DES OMERS. MALCHUT SCHEBE-NETZACH</p>
<p>Heute, Dienstag Abend, den 21. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 29 &#8211; HEUTE SIND NEUNUNDZWANZIG TAGE &#8211; DAS SIND VIER WOCHEN UND EIN TAG DES OMERS. CHESED SCHEBE-HOD</p>
<p>Heute, Mittwoch Abend, den 22. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 30 &#8211; HEUTE SIND DREIßIG TAGE &#8211; DAS SIND VIER WOCHEN UND ZWEI TAGE DES OMERS. GEVURA SCHEBE-HOD</p>
<p>Heute, Donnerstag Abend, den 23. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 31 &#8211; HEUTE SIND EINUNDDREIßIG TAGE &#8211; DAS SIND VIER WOCHEN UND DREI TAGE DES OMERS. TIFERET SCHEBE-HOD</p>
<p>Heute, Freitag Abend, den 24. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 32 &#8211; HEUTE SIND ZWEIUNDDREIßIG TAGE &#8211; DAS SIND VIER WOCHEN UND VIER TAGE DES OMERS. NETZACH SCHEBE-HOD</p>
<p>Heute, Samstag Abend, den 25. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 33 &#8211; HEUTE SIND DREIUNDDREIßIG TAGE &#8211; DAS SIND VIER WOCHEN UND FÜNF TAGE DES OMERS. HOD SCHEBE-HOD</p>
<p>Heute, Sonntag Abend, den 26. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 34 &#8211; HEUTE SIND VIERUNDDREIßIG TAGE &#8211; DAS SIND VIER WOCHEN UND SECHS TAGE DES OMERS. YESOD SCHEBE-HOD</p>
<p>Heute, Montag Abend, den 27. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 35 &#8211; HEUTE SIND FÜNFUNDDREIßIG TAGE &#8211; DAS SIND FÜNF WOCHEN DES OMERS. MALCHUT SCHEBE-HOD</p>
<p>Heute, Dienstag Abend, den 28. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 36 &#8211; HEUTE SIND SECHSUNDDREIßIG TAGE &#8211; DAS SIND FÜNF WOCHEN UND EIN TAG DES OMERS. CHESED SCHEBE-YESOD</p>
<p>Heute, Mittwoch Abend, den 29. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 37 &#8211; HEUTE SIND SIEBENUNDDREIßIG TAGE &#8211; DAS SIND FÜNF WOCHEN UND ZWEI TAGE DES OMERS. GEVURA SCHEBE-YESOD</p>
<p>Heute, Donnerstag Abend, den 30. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 38 &#8211; HEUTE SIND ACHTUNDDREIßIG TAGE &#8211; DAS SIND FÜNF WOCHEN UND DREI TAGE DES OMERS. TIFERET SCHEBE-YESOD</p>
<p>Heute, Freitag Abend, den 31. Mai 2024 rechnet man Omer Tag 39 &#8211; HEUTE SIND NEUNUNDDREIßIG TAGE &#8211; DAS SIND FÜNF WOCHEN UND VIER TAGE DES OMERS. NETZACH SCHEBE-YESOD</p>
<p>Heute, Samstag Abend, den 1. Juni 2024 rechnet man Omer Tag 40 &#8211; HEUTE SIND VIERZIG TAGE &#8211; DAS SIND FÜNF WOCHEN UND FÜNF TAGE DES OMERS. HOD SCHEBE-YESOD</p>
<p>Heute, Sonntag Abend, den 2. Juni 2024 rechnet man Omer Tag 41 &#8211; HEUTE SIND EINUNDVIERZIG TAGE &#8211; DAS SIND FÜNF WOCHEN UND SECHS TAGE DES OMERS. YESOD SCHEBE-YESOD</p>
<p>Heute, Montag Abend, den 3. Juni 2024 rechnet man Omer Tag 42 &#8211; HEUTE SIND ZWEIUNDVIERZIG TAGE &#8211; DAS SIND SECHS WOCHEN DES OMERS. MALCHUT SCHEBE-YESOD</p>
<p>Heute, Dienstag Abend, den 4. Juni 2024 rechnet man Omer Tag 43 &#8211; HEUTE SIND DREIUNDVIERZIG TAGE &#8211; DAS SIND SECHS WOCHEN UND EIN TAG DES OMERS. CHESED SCHEBE-MALCHUT</p>
<p>Heute, Mittwoch Abend, den 5. Juni 2024 rechnet man Omer Tag 44 &#8211; HEUTE SIND VIERUNDVIERZIG TAGE &#8211; DAS SIND SECHS WOCHEN UND ZWEI TAGE DES OMERS. GEVURA SCHEBE-MALCHUT</p>
<p>Heute, Donnerstag Abend, den 6. Juni 2024 rechnet man Omer Tag 45 &#8211; HEUTE SIND FÜNFUNDVIERZIG TAGE &#8211; DAS SIND SECHS WOCHEN UND DREI TAGE DES OMERS. TIFERET SCHEBE-MALCHUT</p>
<p>Heute, Freitag Abend, den 7. Juni 2024 rechnet man Omer Tag 46 &#8211; HEUTE SIND SECHSUNDVIERZIG TAGE &#8211; DAS SIND SECHS WOCHEN UND VIER TAGE DES OMERS. NETZACH SCHEBE-MALCHUT</p>
<p>Heute,Samstag Abend, den 8. Juni 2024 rechnet man Omer Tag 47 &#8211; HEUTE SIND SIEBENUNDVIERZIG TAGE &#8211; DAS SIND SECHS WOCHEN UND FÜNF TAGE DES OMERS. HOD SCHEBE-MALCHUT</p>
<p>Heute, Sonntag Abend, den 9. Juni 2024 rechnet man Omer Tag 48 &#8211; HEUTE SIND ACHTUNDVIERZIG TAGE &#8211; DAS SIND SECHS WOCHEN UND SECHS TAGE DES OMERS. YESOD SCHEBE-MALCHUT</p>
<p>Heute, Montag Abend, den 10. Juni 2024 rechnet man Omer Tag 49 &#8211; HEUTE SIND NEUNUNDVIERZIG TAGE &#8211; DAS SIND SIEBEN WOCHEN DES OMERS. MALCHUT SCHEBE-MALCHUT</p>
<p>Weiter Artikeln zum Thema &#8220;Omerzählzeit&#8221; finden Sie <a href="https://judentum.online/?s=Omer&amp;jet_ajax_search_settings=%7B%22search_source%22%3A%5B%22post%22%2C%22page%22%2C%22video%22%5D%2C%22sentence%22%3Atrue%2C%22search_in_taxonomy%22%3Atrue%2C%22search_in_taxonomy_source%22%3A%5B%22category%22%2C%22post_tag%22%5D%7D?s=Omer&amp;jet_ajax_search_settings=%7B%22search_source%22%3A%5B%22post%22%2C%22page%22%2C%22video%22%5D%2C%22sentence%22%3Atrue%2C%22search_in_taxonomy%22%3Atrue%2C%22search_in_taxonomy_source%22%3A%5B%22category%22%2C%22post_tag%22%5D%7D">hier</a></p>

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		<title>Rav Avigdor Miller über den Erhalt der Gesundheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rav Avigdor Miller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Dec 2023 12:58:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rabbinische Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[rav Avigdor Miller]]></category>
		<category><![CDATA[Toras Avigdor]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage: Sie haben heute Abend erwähnt, dass ein Mensch gesund bleibt, wenn er für seine Gesundheit betet und sich um seine Gesundheit kümmert. Aber sehen wir nicht manchmal Menschen, die aufrichtig für ihre Gesundheit beten und die sich gut um ihre Gesundheit bemühen und die dennoch krank bleiben? Antwort: Nun, das ist eine komplizierte Frage. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Frage:</strong></h2>
<p>Sie haben heute Abend erwähnt, dass ein Mensch gesund bleibt, wenn er für seine Gesundheit betet und sich um seine Gesundheit kümmert. Aber sehen wir nicht manchmal Menschen, die aufrichtig für ihre Gesundheit beten und die sich gut um ihre Gesundheit bemühen und die dennoch krank bleiben?</p>
<h3><b>Antwort:</b></h3>
<p>Nun, das ist eine komplizierte Frage. Doch ich kann einen Teil der Frage sofort beantworten.  In den meisten Fällen ist es ihre eigene Schuld.</p>
<p>Ich habe früher schon einmal darüber gesprochen. Es gibt da eine Rambam-Textstelle in Hilchos Deos (4:20). Der Rambam sagt dort &#8211; wenn Sie die Dinge tun, die er Ihnen sagt, wenn Sie also jene Vorkehrungen für eine gute Gesundheit treffen, die er Ihnen empfiehlt &#8211; nun hören Sie mal auf seine Worte: &#8220;אני ערב לו שלא בא לידי חולי כל ימיו &#8211; ich garantiere, dass derjenige sein ganzes Leben lang nicht erkranken wird.&#8221; Das heißt, in den meisten Fällen ist der Mensch selbst schuld. Und auch wenn so jemand nicht immer erkennt, dass er der Urheber seines eigenen Unglücks ist, können wir von dieser einfachen Erkenntnis nicht abrücken.</p>
<p>Es gibt viele Möglichkeiten, wie ein Mensch sich selbst krank machen kann. Wenn ein Mensch zulässt, dass er sich aufregt, ist das ein Mangel an Bitachon (G-ttvertrauen) und dann wird er dafür bestraft.</p>
<p>Wenn er in ka&#8217;as gerät, dann verursacht so ein Zorn eben sehr viele Krankheiten. Er ist ein choteh und ein Narr.  כי כעס בחיק כסילים ינוח &#8211; Der Zorn ruht im Schoß eines Narren (Koheles 7:9). Er ist selbst schuld daran, und deshalb wird er dafür bestraft.</p>
<p>Wenn ein Mensch zu viel redet &#8211; und das trifft auf die meisten Menschen zu &#8211; so wird er unter den Konsequenzen dafür leiden. Wie es in Pirkei Avos heißt, לא מצאתי לגוף טוב משתיקה &#8211; Das Beste für deine Gesundheit ist, den Mund zu halten (Avos 1:17). Die meisten Krankheiten kommen vom Reden. Ich habe jetzt keine Zeit, das genauer zu erklären, aber es ist eine Tatsache. Wenn Sie also ständig den Mund aufmachen, dann werden Ihnen auch gesunde Ernährung und andere Dinge nicht weiterhelfen.</p>
<p>Und deshalb ist die Vermutung, die dieser Frage zugrunde liegt, größtenteils nicht wahr. In den meisten Fällen sind die Menschen selbst schuld. Auch wenn es eine Minderheit von Fällen gibt, in denen die Krankheit nicht auf ihre Schuld zurückzuführen zu sein scheint, so tun doch die meisten Kranken nicht das, was sie tun sollten, um gesund zu werden.</p>
<p>Und ich gebe Ihnen ein Beispiel. Rav Yisrael Salanter zichrono levrachah ging es einmal nicht gut und er ging in eine Klinik in Keningsburg. Und hier ist ein Zeugenbericht, den der behandelnde Arzt über Rav Yisroel abgab. Er sagte: &#8220;Tausende von Menschen kommen in diese Klinik, aber es gibt keinen einzigen, der alle Anweisungen so gut erfüllt wie dieser alte Mann hier.&#8221; Er zeigte auf Rav Yisroel.</p>
<p>Rav Yisroel war der Frommste, wenn es darum ging, die Vorschriften des Arztes zu erfüllen, denn wenn der Arzt sagte: &#8220;Das müssen Sie tun, um gesund zu werden&#8221;, dann wurde es für ihn zu einer Mitzwa aus der Torah: ושמרתם את נפשותיכם. Und er hat sich so streng daran gehalten, dass er unübertroffen darin war.</p>
<p>Andere Leute tun das nicht. Sie gehorchen nicht wirklich. Es ist selten, dass jemand so peinlich genau darin ist. Und deshalb bemühen sie sich zum großen Teil nicht be&#8217;emes (in Wahrhaftigkeit), gesund zu werden.</p>
<p>Es kommt jedoch eine Zeit, in der die Tage eines Menschen gezählt sind, bzw. manchmal ist es vorherbestimmt, dass ein bestimmter Mensch krank sein muss, chalilah. Es gibt bestimmte Zeiten und bestimmte Fälle, in denen die Rolle eines Menschen in der Geschichte darin besteht, ein Invalide zu sein. Das ist seine Rolle. Nichts wird dagegen helfen. Und so gibt es sicherlich Ausnahmen, aber lassen wir uns davon nicht in die Irre führen. Wir sollten wissen, dass es sich bei der großen Mehrheit um Fälle handelt, in denen der Mensch die Möglichkeit hat, seinen Zustand zu verbessern, wenn er das Richtige tun würde.</p>
<p>Und zu jenen Dingen, die er tun muss, gehört es, von ganzem Herzen zu beten. Wenn jemand sagt: &#8220;Ruft den Shamash an und lasst ihn in der Synagoge ein Mishabeirach für mich machen&#8221;, dann tut er nicht alles, was er tun sollte. Zunächst einmal rattert der Shamasch das nur einfach herunter. Er denkt nicht einmal darüber nach, was er da sagt. Und es ist sowieso wertlos. Ein Mishabeirach bedeutet halt gar nichts &#8211; es sei denn, man gibt Almosen. Wenn Sie Geld geben, ist das etwas anderes. Ein kranker Mensch sollte also unbedingt Tzedakah geben; צדקה תציל ממוות &#8211; Spenden kann einen Menschen vor dem Tod bewahren (Mischlei 10:2). Ja. Man muss Wohltätigkeit leisten. Aber einen Shamash zu bitten? Wo sind denn Ihre eigenen Gebete?! Außerdem ist der Shamash an vielen Orten selbst nicht einmal ein frommer Jude; und Sie bitten ihn, für Sie zu beten? Das ist doch lächerlich.</p>
<p>So ein Mensch tut nicht, was er tun muss. Er sagt ja: &#8220;Was soll das denn heißen?! Ich habe doch ein Telegramm an das Kosel Hama&#8217;aravi geschickt, dass dort jemand für mich beten soll.&#8221; Oder: &#8220;Ich habe den Shamash meiner Synagoge angerufen, damit er für mich betet.&#8221;</p>
<p>Nein, so jemand hat noch gar nichts getan! Hat er Teschuwa gemacht?  Wie wäre es mit נחפשה דרכינו ונחקורה &#8211; Suche deine Wege und erforsche sie (Ejcha/Klagelieder 3:40). Jeder muss sich fragen: &#8220;Warum befällt mich eine Krankheit?&#8221; Das ist eines der ersten Dinge, die er tun muss! אם רואה אדם שיסורין באין עליו &#8211; Wenn ein Mensch Unglück über sich kommen sieht, יפשפש במעשיו &#8211; so prüfe er seine Werke (Brachos 5a).</p>
<p>Wie viele Menschen, die krank sind, beginnen, ihre Taten zu überprüfen? Denken sie auch nur eine Minute über ihre bisherigen Taten nach? Das tut praktisch niemand. Also tun sie eben somit gar nichts. Alles, was sie erwarten, ist, dass der Arzt kommt und sie dazu bringt (wörtl. „zwingt“), gesund zu werden. In den meisten Fällen versuchen die Menschen also gar nicht wirklich, gesund zu werden.</p>
<p>Sie müssen beten. Sie müssen Tzedakah geben. Sie müssen Teschuwa tun. Und Sie müssen die Verordnungen des Arztes strikt und pünktlich einhalten.</p>
<p>TAPE # 135 (2. September 1976)</p>
<p>*Übersetzer: Anonym <br />*Bildautor: Anonym</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Mehr Material von Rav Avigdor Miller (englischsprachig): <a href="https://torasavigdor.org/">https://torasavigdor.org/</a></p>
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