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Warum sagt die Tora wenn du die Lichter emporhebst und nicht einfach wenn du sie anzündest

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Warum sagt die Tora: „wenn du die Lichter emporhebst“ und nicht einfach „wenn du sie anzündest“?

Frage:

Zu Beginn der Parascha Behaalotcha spricht die Tora zu Aharon über das Anzünden der Menora mit einer ungewöhnlichen Formulierung: „Wenn du die Lichter emporhebst…“ Warum verwendet die Tora gerade das Wort „emporheben“ und nicht einfach „anzünden“? Welche geistige Erhebung offenbart sich in diesen Worten?

Antwort:

Die Weisen achten auf diese besondere Formulierung und erklären, dass das Wort „emporheben“ eine wichtige Vorschrift über das Anzünden der Menora lehrt. Der Kohen durfte das Feuer nicht nur kurz an den Docht halten und sofort weitergehen. Er musste die Flamme so lange an den Docht halten, bis dieser selbstständig brannte. Mit anderen Worten: Das Feuer musste den Docht vollständig erfassen, sodass die Flamme anschließend von selbst nach oben stieg.

Deshalb verwendet die Tora das Wort Behaalotcha – „wenn du emporhebst“. Es geht nicht nur um das Anzünden an sich, sondern um ein Anzünden, nach dem die Flamme aus eigener Kraft aufsteigt.

Daraus können wir eine tiefe Lehre für unser Leben ziehen.

Im Buch Mischlej heißt es: „Die Seele des Menschen ist die Kerze des Ewigen“ (Mischlej 20,27). Die menschliche Seele gleicht einer Kerze. In jedem von uns ist göttliches Licht verborgen, doch dieses Licht muss offenbar werden und das ganze Leben des Menschen erleuchten – seine Gedanken, Wünsche, Worte und Taten.

Manchmal hört ein Mensch einen inspirierenden Gedanken, wird für kurze Zeit begeistert und erlebt einen geistigen Aufschwung. Doch das allein genügt noch nicht. Es gleicht einer Flamme, die den Docht nur berührt hat, ihn aber noch nicht vollständig erfasst. Die eigentliche geistige Arbeit beginnt erst dann, wenn das Licht der Tora und des Glaubens tief in den Menschen eindringt, Teil seines inneren Wesens wird und ihn von innen heraus führt.

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Deshalb sagt die Tora nicht einfach „zünde an“, sondern „hebe empor“. Das Ziel der Tora besteht nicht nur darin, dem Menschen äußeres Licht zu geben, sondern den Menschen selbst zu erheben. Seine Seele soll beginnen, aus eigener Kraft zu brennen, nach oben zu streben und sein ganzes Wesen zu erleuchten.

Daraus ergibt sich noch eine weitere wichtige Lehre – über Erziehung und Unterricht.

Wenn ein Mensch anderen Tora lehrt, sollte er sich nicht darauf beschränken, ihnen einige Informationen zu vermitteln. Ein wahrer Lehrer überträgt nicht nur Wissen – er entzündet die Seele des Schülers. Er erklärt geduldig, klar und mit freundlichem Gesichtsausdruck, bis die Worte der Tora für den Schüler verständlich und innerlich nah geworden sind.

So sehen wir es auch bei Mosche. Er gab die Tora dem Volk nicht einfach ein einziges Mal weiter. Er lehrte so, dass seine Schüler wirklich verstanden, das Gelernte verinnerlichten und selbstständig weiterlernen konnten. Die Aufgabe eines Lehrers besteht darin, den Schüler an den Punkt zu bringen, an dem dieser selbst die Worte der Tora sprechen, über sie nachdenken, Fragen stellen, Antworten finden und seinen geistigen Weg fortsetzen kann.

Das ist die Bedeutung der Worte unserer Weisen: Die Flamme muss von selbst aufsteigen. Solange ein Schüler nur von äußerem Antrieb abhängig ist, brennt das Feuer noch nicht in seiner ganzen Kraft. Wenn jedoch in ihm selbst die Liebe zur Tora erwacht, der Wunsch zu verstehen, die Fähigkeit zu lernen und weiterzugehen, dann ist die Flamme tatsächlich emporgestiegen.

Dasselbe gilt für jeden Menschen. Unsere Aufgabe besteht nicht darin, uns mit kurzen Momenten der Inspiration zufriedenzugeben. Vielmehr sollen wir dafür sorgen, dass das Feuer der Tora und des Glaubens fest in unser Leben einzieht. Die Seele soll nicht nur von außen entzündet werden, sondern selbst beginnen, sich zu erheben und ihre Umgebung zu erleuchten.

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