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	<title>Wochenabschnitt Kommentare Archive - Judentum</title>
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	<description>Jüdisch Leben nach Torah und Gesetz</description>
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	<title>Wochenabschnitt Kommentare Archive - Judentum</title>
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		<title>Warum sagt die Tora: „wenn du die Lichter emporhebst“ und nicht einfach „wenn du sie anzündest“?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rav Reuven Kuklin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 12:23:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wochenabschnitt Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Behaalotcha]]></category>
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		<category><![CDATA[Buch Bemidbar]]></category>
		<category><![CDATA[Menora]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage: Zu Beginn der Parascha Behaalotcha spricht die Tora zu Aharon über das Anzünden der Menora mit einer ungewöhnlichen Formulierung: „Wenn du die Lichter emporhebst…“ Warum verwendet die Tora gerade das Wort „emporheben“ und nicht einfach „anzünden“? Welche geistige Erhebung offenbart sich in diesen Worten? Antwort: Die Weisen achten auf diese besondere Formulierung und erklären, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/warum-sagt-die-tora-wenn-du-die-lichter-emporhebst-und-nicht-einfach-wenn-du-sie-anzuendest/">Warum sagt die Tora: „wenn du die Lichter emporhebst“ und nicht einfach „wenn du sie anzündest“?</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 class="isSelectedEnd"><strong>Frage:</strong></h2>
<p class="isSelectedEnd">Zu Beginn der Parascha Behaalotcha spricht die Tora zu Aharon über das Anzünden der <em>Menora</em> mit einer ungewöhnlichen Formulierung: „Wenn du die Lichter emporhebst…“ Warum verwendet die Tora gerade das Wort „emporheben“ und nicht einfach „anzünden“? Welche geistige Erhebung offenbart sich in diesen Worten?</p>
<h3 class="isSelectedEnd"><strong>Antwort:</strong></h3>
<p class="isSelectedEnd">Die Weisen achten auf diese besondere Formulierung und erklären, dass das Wort „emporheben“ eine wichtige Vorschrift über das Anzünden der <em>Menora</em> lehrt. Der <em>Kohen</em> durfte das Feuer nicht nur kurz an den Docht halten und sofort weitergehen. Er musste die Flamme so lange an den Docht halten, bis dieser selbstständig brannte. Mit anderen Worten: Das Feuer musste den Docht vollständig erfassen, sodass die Flamme anschließend von selbst nach oben stieg.</p>
<p class="isSelectedEnd">Deshalb verwendet die Tora das Wort <em>Behaalotcha</em> <em>– „wenn du emporhebst“</em>. Es geht nicht nur um das Anzünden an sich, sondern um ein Anzünden, nach dem die Flamme aus eigener Kraft aufsteigt.</p>
<p class="isSelectedEnd">Daraus können wir eine tiefe Lehre für unser Leben ziehen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Im Buch Mischlej heißt es: „Die Seele des Menschen ist die Kerze des Ewigen“ (Mischlej 20,27). Die menschliche Seele gleicht einer Kerze. In jedem von uns ist göttliches Licht verborgen, doch dieses Licht muss offenbar werden und das ganze Leben des Menschen erleuchten – seine Gedanken, Wünsche, Worte und Taten.</p>
<p class="isSelectedEnd">Manchmal hört ein Mensch einen inspirierenden Gedanken, wird für kurze Zeit begeistert und erlebt einen geistigen Aufschwung. Doch das allein genügt noch nicht. Es gleicht einer Flamme, die den Docht nur berührt hat, ihn aber noch nicht vollständig erfasst. Die eigentliche geistige Arbeit beginnt erst dann, wenn das Licht der Tora und des Glaubens tief in den Menschen eindringt, Teil seines inneren Wesens wird und ihn von innen heraus führt.</p>
<p class="isSelectedEnd">Deshalb sagt die Tora nicht einfach „zünde an“, sondern „hebe empor“. Das Ziel der Tora besteht nicht nur darin, dem Menschen äußeres Licht zu geben, sondern den Menschen selbst zu erheben. Seine Seele soll beginnen, aus eigener Kraft zu brennen, nach oben zu streben und sein ganzes Wesen zu erleuchten.</p>
<p class="isSelectedEnd">Daraus ergibt sich noch eine weitere wichtige Lehre – über Erziehung und Unterricht.</p>
<p class="isSelectedEnd">Wenn ein Mensch anderen Tora lehrt, sollte er sich nicht darauf beschränken, ihnen einige Informationen zu vermitteln. Ein wahrer Lehrer überträgt nicht nur Wissen – er entzündet die Seele des Schülers. Er erklärt geduldig, klar und mit freundlichem Gesichtsausdruck, bis die Worte der Tora für den Schüler verständlich und innerlich nah geworden sind.</p>
<p class="isSelectedEnd">So sehen wir es auch bei Mosche. Er gab die Tora dem Volk nicht einfach ein einziges Mal weiter. Er lehrte so, dass seine Schüler wirklich verstanden, das Gelernte verinnerlichten und selbstständig weiterlernen konnten. Die Aufgabe eines Lehrers besteht darin, den Schüler an den Punkt zu bringen, an dem dieser selbst die Worte der Tora sprechen, über sie nachdenken, Fragen stellen, Antworten finden und seinen geistigen Weg fortsetzen kann.</p>
<p class="isSelectedEnd">Das ist die Bedeutung der Worte unserer Weisen: Die Flamme muss von selbst aufsteigen. Solange ein Schüler nur von äußerem Antrieb abhängig ist, brennt das Feuer noch nicht in seiner ganzen Kraft. Wenn jedoch in ihm selbst die Liebe zur Tora erwacht, der Wunsch zu verstehen, die Fähigkeit zu lernen und weiterzugehen, dann ist die Flamme tatsächlich emporgestiegen.</p>
<p>Dasselbe gilt für jeden Menschen. Unsere Aufgabe besteht nicht darin, uns mit kurzen Momenten der Inspiration zufriedenzugeben. Vielmehr sollen wir dafür sorgen, dass das Feuer der Tora und des Glaubens fest in unser Leben einzieht. Die Seele soll nicht nur von außen entzündet werden, sondern selbst beginnen, sich zu erheben und ihre Umgebung zu erleuchten.</p>

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			</item>
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		<title>Was kann die moderne jüdische Frau aus dem Wochenabschnitt Behaalotcha lernen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rav Reuven Kuklin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 11:09:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wochenabschnitt Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Behaalotcha]]></category>
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		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Tora für Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage: Welche Lehre kann eine moderne jüdische Frau aus dem Wochenabschnitt Behaalotcha im Hinblick auf ihre spirituelle Rolle und Entwicklung ziehen? Antwort: Zu Beginn des Wochenabschnitts Behaalotcha spricht die Tora über das Anzünden der Menora im Mischkan: „Wenn du die Lichter emporhebst…“ Unsere Weisen erklären, dass das Wort „emporheben“ uns etwas Besonderes lehrt: Der Kohen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 class="isSelectedEnd"><strong>Frage:</strong></h2>
<p class="isSelectedEnd">Welche Lehre kann eine moderne jüdische Frau aus dem Wochenabschnitt Behaalotcha im Hinblick auf ihre spirituelle Rolle und Entwicklung ziehen?</p>
<h3 class="isSelectedEnd"><strong>Antwort:</strong></h3>
<p class="isSelectedEnd">Zu Beginn des Wochenabschnitts Behaalotcha spricht die Tora über das Anzünden der <em>Menora</em> im <em>Mischkan</em>: „Wenn du die Lichter emporhebst…“ Unsere Weisen erklären, dass das Wort „emporheben“ uns etwas Besonderes lehrt: Der <em>Kohen</em> sollte die Flamme so lange an den Docht halten, bis das Licht von selbst weiterbrannte. Es genügte nicht, den Docht nur kurz mit dem Feuer zu berühren. Die Flamme musste den Docht so erfassen, dass sie selbstständig weiterleuchten konnte.</p>
<p class="isSelectedEnd">Darin liegt eine wichtige Lehre für die Erziehung. Es reicht nicht aus, einem Kind Wissen zu vermitteln oder ihm den richtigen Weg zu zeigen. Wahre Erziehung bedeutet, ihm zu helfen, eine eigene innere Verbindung zur Tora und zu den <em>Mizwot</em> (Gebote) aufzubauen und es so zu stärken, dass es diesen Weg aus eigener Überzeugung gehen möchte.</p>
<p class="isSelectedEnd">Gerade hier zeigt sich die besondere Rolle der jüdischen Frau.</p>
<p class="isSelectedEnd">Bekanntlich gilt die <em>Mizwa</em> (Gebot) des Anzündens der <em>Schabbat</em>kerzen für das ganze Haus. Dennoch ist gerade die Frau in besonderer Weise mit dieser <em>Mizwa</em> verbunden. Bemerkenswert ist, dass auch eine weitere wichtige Aufgabe – die Erziehung der Kinder – in hohem Maße von ihr geprägt wird.</p>
<p class="isSelectedEnd">Natürlich liegt die Verpflichtung, Kinder Tora zu lehren, auch beim Vater, wie unsere Weisen lehren. Doch die geistige Atmosphäre des Hauses, die ersten Eindrücke des Kindes, seine Liebe zu den <em>Mizwot</em>, seine Freude am Gebet und seine Achtung vor der Tora gelangen meist durch die Mutter in sein Herz.</p>
<p class="isSelectedEnd">Unsere Weisen sagen (Sota 3b), dass die Atmosphäre eines Hauses in hohem Maße von der Frau abhängt. Und König Schlomo sagte: „Die Weisheit der Frau baut ihr Haus auf“ (Mischlej 14,1). Das bedeutet, dass ein Zuhause nicht nur durch Wände, Möbel und Ordnung entsteht. Ein wahres jüdisches Zuhause wird durch Weisheit, Herzlichkeit, Geduld, die Art des Sprechens, ein freundliches Gesicht und eine klare geistige Ausrichtung aufgebaut.</p>
<p class="isSelectedEnd">Deshalb ist die Lehre der <em>Menora</em> für die jüdische Frau besonders bedeutsam.</p>
<p>Anzünden allein genügt nicht. Man kann einem Kind die richtigen Worte sagen, eine <em>Mizwa</em> erklären oder gute Ratschläge geben – doch die Aufgabe der Erziehung reicht viel tiefer. Es geht nicht nur darum, Wissen weiterzugeben, sondern Herzen zu entfachen. Man soll so sprechen, so erklären und selbst so leben, dass das Kind spürt: <strong>Die Tora ist keine Last, sondern Licht</strong>; der <em>Schabbat</em> besteht nicht aus Verboten, sondern ist ein Geschenk; die <em>Mizwot</em> sind keine trockenen Pflichten, sondern eine lebendige Verbindung zum Schöpfer.</p>

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		<title>Beha’alotcha: Wie echtes Licht weitergegeben wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oskar Baruch Baraev]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 08:20:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Parsha Hashavua]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenabschnitt Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Behaalotcha]]></category>
		<category><![CDATA[Behaalotecha]]></category>
		<category><![CDATA[Buch Bemidbar]]></category>
		<category><![CDATA[Chinuch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie echtes Licht weitergegeben wird Paraschat Beha’alotcha beginnt mit einem scheinbar technischen Detail: Aharon HaKohen soll die Lichter der Menora entzünden. Doch schon das Wort Beha’alotcha zeigt, dass es hier um mehr geht als um das bloße Anzünden einer Flamme. Wörtlich bedeutet es nicht einfach „wenn du anzündest“, sondern eher: wenn du die Flammen aufsteigen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Wie echtes Licht weitergegeben wird</h2>
<p>Paraschat Beha’alotcha beginnt mit einem scheinbar technischen Detail: Aharon HaKohen soll die Lichter der Menora entzünden. Doch schon das Wort Beha’alotcha zeigt, dass es hier um mehr geht als um das bloße Anzünden einer Flamme.</p>
<p>Wörtlich bedeutet es nicht einfach „wenn du anzündest“, sondern eher: <strong>wenn du die Flammen aufsteigen lässt.</strong> Aharons Aufgabe war nicht nur, Feuer an den Docht zu bringen. Er sollte die Flamme so entzünden, dass sie von selbst weiterbrennt.</p>
<p>Darin liegt eine der tiefsten Lehren dieser Parascha:<br />
Echtes Licht ist nicht abhängig von ständiger Kontrolle von außen. Echtes Licht beginnt irgendwann von innen zu brennen.</p>
<p>Das gilt nicht nur für die Menora im Mischkan. Es gilt auch für Erziehung, geistige Führung, Familie, Gemeinde und jedes jüdische Leben.</p>
<h3>Entzünden statt kontrollieren</h3>
<p>Eine der größten Fragen im <strong>Chinuch</strong>, der jüdischen Erziehung, lautet: Wie bringt man einen Menschen dazu, das Gute wirklich zu wollen?</p>
<p>Man kann Menschen kontrollieren. Man kann Druck ausüben, überwachen, drohen und ständig korrigieren. Aber dadurch entsteht selten echtes inneres Licht. Es entsteht vielleicht Gehorsam — solange jemand zuschaut. Sobald die Kontrolle wegfällt, verschwindet oft auch das Verhalten.</p>
<p>Rav Yehuda Zev Klein formulierte dazu einen sehr starken Gedanken: <strong>Sei ein Verkäufer, nicht ein Polizist.</strong></p>
<p>Ein Polizist sorgt dafür, dass Regeln eingehalten werden, solange er anwesend ist. Ein Verkäufer dagegen zeigt dem anderen, wieso etwas wertvoll ist. Er vermittelt Geschmack, Sinn und Schönheit.</p>
<p>So funktioniert echter Chinuch. Kinder, Schüler und Menschen allgemein brauchen nicht nur Anweisungen. Sie brauchen Vorbilder. Sie müssen sehen, dass Tora nicht nur gefordert, sondern gelebt wird; dass Mitzwot nicht nur Pflichten sind, sondern Licht; dass Jiddischkeit nicht nur aus Verboten besteht, sondern aus Nähe zu Hashem, Würde, Freude und innerer Wahrheit.</p>
<p>Wenn ein Kind sieht, dass seine Eltern mit Wärme beten, mit Freude Schabbat halten, ehrlich mit Menschen umgehen und Tora nicht nur predigen, sondern leben, dann wird etwas in ihm entzündet. Vielleicht nicht sofort. Vielleicht erst Jahre später. Aber eine echte Flamme wurde berührt.</p>
<p>Darum beginnt Beha’alotcha mit der Menora: Wer andere entzünden will, muss selbst brennen.</p>
<h3>Das tägliche Licht Aharons</h3>
<p>Direkt vor Paraschat Beha’alotcha lesen wir von den Opfergaben der Fürsten der zwölf Stämme. Jeder <strong>Nasi</strong>, jeder Fürst, brachte sein besonderes <strong>Korban</strong>, sein Opfer. Es war ein großer, feierlicher und einmaliger Moment.</p>
<p>Aharon hingegen bekam eine andere Aufgabe: Er durfte jeden Tag die Menora entzünden.</p>
<p>Auf den ersten Blick scheint das weniger spektakulär. Die Fürsten brachten große Opfergaben — öffentlich, feierlich und einmalig. Aharon stand Tag für Tag vor der Menora und entzündete die Lichter.</p>
<p>Doch gerade darin lag seine besondere Größe.</p>
<p>Ein einmaliger Moment kann sehr erhebend sein: ein inspirierender Schabbat, ein besonderer Shiur, ein ergreifendes Gebet, ein starker Impuls. All das kann einen Menschen berühren. Aber jüdisches Leben wird nicht nur durch Höhepunkte aufgebaut. Es entsteht vor allem durch Beständigkeit.</p>
<p>Aharons Verdienst war das tägliche Licht. Nicht einmal begeistert sein, sondern immer wieder entzünden. Nicht nur in besonderen Momenten Hashem spüren, sondern Tag für Tag.</p>
<p>Auch unser Leben besteht aus solchen Menora-Momenten: ein Gebet, obwohl man müde ist; eine Mitzwa, obwohl niemand zusieht; ein paar Minuten Tora-Lernen, obwohl der Tag voll ist; ein freundliches Wort, obwohl man selbst belastet ist.</p>
<p>Dort entsteht Licht.</p>
<h3>Drei Tage ohne Tora</h3>
<p>Später in der Parascha verlässt das Volk Israel den <strong>Har Sinai</strong>. Fast ein ganzes Jahr waren sie dort gewesen. Sie hatten die Tora empfangen, das Mischkan gebaut und eine Nähe zu Hashem erlebt, wie sie keine Generation zuvor kannte.</p>
<p>Dann erhebt sich die Wolke vom Mischkan, und das Volk zieht weiter. Die Tora berichtet, dass sie drei Tage unterwegs waren.</p>
<p>Und sofort beginnen die Beschwerden.</p>
<p>Die Reise ist schwer. Die Stimmung kippt. Aus einer Generation, die am Sinai stand, wird eine Generation, die sich nach Fleisch, Gurken und Wassermelonen sehnt.</p>
<p>Wie kann das passieren?</p>
<p>Der Maharsha erklärt: Diese drei Tage ohne Tora führten dazu, dass das Volk seine geistige Perspektive verlor. Daraus leitet sich auch der Gedanke ab, dass wir die Tora am Montag, Donnerstag und Schabbat lesen, damit niemals drei Tage ohne öffentliche Toralesung vergehen.</p>
<p>Das ist eine gewaltige Lehre über den Menschen.</p>
<p>Man kann am Sinai stehen und trotzdem nach drei Tagen ohne geistige Nahrung innerlich abrutschen. Nicht weil alles verschwunden ist, sondern weil der Mensch Beständigkeit braucht. Inspiration allein reicht nicht. Licht muss genährt werden.</p>
<p>Viele Menschen wundern sich, wieso sie nach einem starken Moment wieder fallen: nach einem Feiertag, nach einem Seminar, nach einem bewegenden Gebet, nach einem guten Vorsatz. Die Antwort ist oft einfach: Die Flamme wurde entzündet, aber nicht weiter versorgt.</p>
<p>Tora ist nicht nur Information. Tora ist Orientierung. Wenn ein Mensch regelmäßig Tora lernt, richtet sich sein Blick neu aus. Er erinnert sich daran, was wirklich wichtig ist, wofür er lebt und welche Beschwerden nicht die Mitte seines Lebens verdienen.</p>
<p>Ohne diese Regelmäßigkeit wird der Mensch schnell von Stimmung, Verlangen und Unzufriedenheit bestimmt. Mit Tora bekommt er wieder Perspektive.</p>
<p>Das ist die Verbindung zur Menora: Eine Flamme braucht Öl. Eine Neschama braucht Tora.</p>
<h3>Wenn sogar Mosche Rabbejnu nicht mehr kann</h3>
<p>Die Beschwerden des Volkes treffen Mosche Rabbejnu tief. An einem Punkt sagt er zu Hashem sinngemäß: Ich kann dieses Volk nicht allein tragen. Wenn es so weitergeht, nimm mich lieber aus dieser Welt.</p>
<p>Das ist erschütternd. Mosche Rabbejnu, der größte Prophet und der treueste Hirte Israels, kommt an einen Punkt, an dem er nicht mehr weiterkann.</p>
<p>Wieso gerade hier?</p>
<p>Mosche hatte das Volk aus Mizrajim geführt. Er hatte sie durch das Meer begleitet. Er war auf den Har Sinai gestiegen. Er hatte nach dem Goldenen Kalb für sie gebetet. Er hatte ihnen die Tora gebracht. Er hatte das Mischkan errichtet.</p>
<p>Und jetzt, nach all dem, beschweren sie sich wegen Essen.</p>
<p>Vielleicht dachte Mosche: Nach allem, was sie erlebt haben — haben sie sich wirklich nicht verändert? Habe ich überhaupt etwas erreicht?</p>
<p>Das ist eine der schwersten Erfahrungen für jeden, der andere führt oder erzieht. Eltern kennen das. Lehrer kennen das. Rabbiner kennen das. Jeder, der versucht, Menschen zu helfen, kennt diesen Gedanken: Ich gebe so viel — aber sehe ich überhaupt Erfolg?</p>
<p>Hashem antwortet Mosche nicht mit einer langen Rede. Er sagt ihm, siebzig Älteste zu versammeln. Hashem nimmt von dem Geist, der auf Mosche ruht, und gibt ihn auf diese siebzig Männer. Sie beginnen zu prophezeien.</p>
<p>Damit zeigt Hashem Mosche etwas Entscheidendes: Dein Licht ist nicht verloren. Es ist in andere übergegangen.</p>
<p>Mosche sah Beschwerden. Hashem zeigte ihm Propheten.</p>
<p>Mosche sah sein Scheitern. Hashem zeigte ihm seine Wirkung.</p>
<p>Das ist eine tiefe Lehre. Erfolg im Geistigen ist nicht immer sofort sichtbar. Manchmal spricht man jahrelang, erzieht jahrelang, gibt jahrelang — und sieht vor allem Widerstand, Müdigkeit oder Beschwerden. Aber irgendwo hat sich eine Flamme entzündet. Irgendwo trägt jemand weiter, was er empfangen hat.</p>
<p>Wer Licht gibt, darf nicht nur auf den Moment schauen. Er muss vertrauen, dass echtes Licht weiterwirkt.</p>
<h3>Demut: Der Ort, an dem Licht durchgeht</h3>
<p>Am Ende der Parascha spricht Miriam über Mosche. Der genaue Inhalt ist tief und sensibel, aber die Reaktion der Tora ist auffällig: Mosche verteidigt sich nicht. Stattdessen sagt die Tora:</p>
<p><em>„Der Mann Mosche war sehr demütig, mehr als jeder Mensch auf der Erde.“</em></p>
<p>Wieso steht diese Aussage gerade hier?</p>
<p>Weil Mosches Größe nicht nur in seiner Prophetie lag, sondern in seiner Demut. Er war nicht damit beschäftigt, seine Ehre zu verteidigen. Er musste nicht beweisen, dass er recht hatte. Er wusste: Seine Aufgabe war nicht, sich selbst groß zu machen, sondern Hashems Wort weiterzugeben.</p>
<p>Darum verteidigt Hashem ihn.</p>
<p>Mosches Demut war keine Schwäche. Sie war seine Kraft. Gerade weil sein Ego nicht im Mittelpunkt stand, konnte er führen. Er konnte Verantwortung tragen, aber auch Verantwortung abgeben. Er konnte der größte Prophet sein und trotzdem wünschen, dass andere ebenfalls prophetische Stufen erreichen.</p>
<p>Als Eldad und Medad im Lager prophezeien, möchte Jehoschua sie stoppen. Mosche antwortet:</p>
<p><em>„Eiferst du für mich? Möge doch das ganze Volk Hashems Propheten sein!“</em></p>
<p>Das ist echte Größe. Ein kleiner Mensch fühlt sich bedroht, wenn andere wachsen. Ein großer Mensch freut sich, wenn andere leuchten.</p>
<p>Damit schließt sich der Kreis zur Menora. Aharon entzündet die Lichter nicht, damit man Aharon bewundert. Er entzündet sie, damit sie selbst brennen. Mosche führt das Volk nicht, damit alles an ihm hängt. Er führt, damit andere wachsen.</p>
<p>Das ist wahre Führung: Menschen nicht abhängig machen, sondern sie aufrichten. Nicht das eigene Licht schützen, sondern Licht weitergeben.</p>
<h3>Tora ohne Ego</h3>
<p>Der Rambam lehrt, dass man bei den meisten Middot den Mittelweg suchen soll. Ein Mensch soll nicht extrem geizig und nicht verschwenderisch sein, nicht gleichgültig und nicht überempfindlich. Doch bei gewissen Eigenschaften, besonders bei Hochmut, muss man sich sehr weit entfernen. Demut ist nicht einfach eine schöne zusätzliche Eigenschaft. Sie ist eine Grundlage dafür, dass Tora im Menschen wohnen kann.</p>
<p>Denn Tora und Ego passen schwer zusammen.</p>
<p>Ein Mensch kann viel wissen und trotzdem wenig Licht ausstrahlen. Er kann gelehrt sein und trotzdem andere klein machen. Er kann recht haben und dennoch keinen Segen bringen.</p>
<p>Mosche zeigt das Gegenteil: Je größer die Tora, desto kleiner das Ego. Je näher ein Mensch Hashem ist, desto weniger muss er sich selbst in den Mittelpunkt stellen.</p>
<p>Das ist auch die Antwort auf die Beschwerden des Volkes. Beschwerde entsteht oft dort, wo das Ich zu groß wird: mein Hunger, mein Wunsch, mein Komfort, meine Ehre. Demut bedeutet nicht, keine Bedürfnisse zu haben. Aber sie bedeutet, dass das eigene Ich nicht die ganze Wirklichkeit füllt.</p>
<p>Wer demütig ist, kann hören. Wer hört, kann lernen. Wer lernt, kann wachsen. Und wer wächst, kann selbst Licht weitergeben.</p>
<h3>Die Botschaft von Beha’alotcha</h3>
<p>Paraschat Beha’alotcha beginnt mit der Menora und führt uns durch Beschwerden, Erschöpfung, Prophetie und Demut. Auf den ersten Blick sind das verschiedene Themen. In Wahrheit erzählen sie eine einzige Geschichte:</p>
<h3>Wie bleibt Licht lebendig?</h3>
<p>Die Antwort lautet:</p>
<p>Durch Vorbild.<br />
Durch Beständigkeit.<br />
Durch Demut.</p>
<p>Aharon lehrt uns, dass man eine Flamme so entzünden muss, dass sie selbstständig weiterbrennt.</p>
<p>Die drei Tage ohne Tora lehren uns, dass Inspiration ohne Regelmäßigkeit schnell verblasst.</p>
<p>Mosche lehrt uns, dass man manchmal Erfolg hat, auch wenn man ihn noch nicht sieht.</p>
<p>Und seine Demut lehrt uns, dass echtes Licht nicht durch Ego weitergegeben wird, sondern durch Menschen, die bereit sind, selbst durchsichtig zu werden für etwas Größeres.</p>
<p>Das gilt für Eltern, Lehrer, Rabbiner, Freunde und jeden Menschen, der Einfluss auf andere hat.</p>
<p>Man kann ein Polizist sein und Verhalten erzwingen.<br />
Oder man kann ein Licht anzünden.</p>
<p>Beha’alotcha ruft uns zu: Entzünde Menschen so, dass sie selbst leuchten. Gib Tora so weiter, dass sie im anderen lebendig wird. Und vergiss nicht:<br />
Wer andere entzündet, bleibt selbst entzündet.</p>
<p>Denn Licht, das man teilt, wird nicht kleiner. Es wird größer.</p>
<p>Shabbat Shalom</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Oskar Baruch Baraev</p>

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		<title>Paraschat Nasso – wenn die Tora ins Leben hineingeht</title>
		<link>https://judentum.online/paraschat-nasso-wenn-die-tora-ins-leben-hineingeht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Oskar Baruch Baraev]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 13:59:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Parsha Hashavua]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenabschnitt Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[birkat kohanim]]></category>
		<category><![CDATA[Buch Bemidbar]]></category>
		<category><![CDATA[Leviim]]></category>
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		<category><![CDATA[Parascha Nasso]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstentwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn die Tora ins Leben hineingeht Paraschat Nasso ist die längste Parascha der Tora. Sie hat 176 Verse – genauso viele, wie der längste Tehillim 119 und wie der Traktat Bawa Batra Blätter hat. Auffällig ist: Nasso wird immer direkt nach Schawuot, nach Matan Tora, gelesen. Das zeigt eine schöne Botschaft: Nachdem wir die Tora [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Wenn die Tora ins Leben hineingeht</h2>
<div></div>
<div>Paraschat Nasso ist die längste Parascha der Tora. Sie hat 176 Verse – genauso viele, wie der längste Tehillim 119 und wie der Traktat Bawa Batra Blätter hat.</div>
<div></div>
<div>Auffällig ist: Nasso wird immer direkt nach Schawuot, nach Matan Tora, gelesen. Das zeigt eine schöne Botschaft: Nachdem wir die Tora empfangen haben, beginnen wir nicht mit etwas Kurzem, sondern mit der längsten Parascha. Als wollten wir sagen: Die Tora ist uns nicht zu viel. Im Gegenteil – sie ist uns lieb und wichtig. Wir wollen mehr von ihr.</div>
<div></div>
<div>In Paraschat Nasso finden wir drei Themen, die stark mit Matan Tora verbunden sind: 1. die Zählung der Levi’im, 2. Birkat Kohanim und 3. die Gesetze von Nasirut und Nedarim.</div>
<div></div>
<div>Diese drei Themen zeigen, was Tora nach Matan Tora bedeutet: Verantwortung übernehmen, Segen durch Schalom bringen und über sich selbst herrschen.</div>
<div></div>
<h3>1. Die Levi’im – nicht nur unschuldig bleiben, sondern handeln</h3>
<div></div>
<div>In Nasso werden die Levi’im gezählt und ihre Aufgaben beschrieben.</div>
<div></div>
<div>Warum wurden die Levi’im und Kohanim besonders abgesondert?</div>
<div></div>
<div>Ein Grund ist: Beim Chet HaEgel, der Sünde des Goldenen Kalbes, haben die Levi’im nicht mitgesündigt.</div>
<div></div>
<div>Doch man kann fragen: Waren sie wirklich die Einzigen, die nicht aktiv mitgesündigt haben? Wahrscheinlich gab es auch andere, die keinen Götzendienst betrieben haben.</div>
<div></div>
<div>Der Unterschied ist: Andere haben vielleicht nicht mitgemacht, aber sie haben auch nichts dagegen unternommen. Die Levi’im dagegen haben Verantwortung übernommen. Sie stellten sich zu Mosche und kämpften gegen das Goldene Kalb – sogar mit dem Schwert.</div>
<div></div>
<div>Das ist eine wichtige Lehre direkt nach Matan Tora: Es reicht nicht immer, selbst „in Ordnung“ zu sein. Die Tora verlangt manchmal, aufzustehen, Verantwortung zu übernehmen und für das Richtige zu handeln.</div>
<div></div>
<div>Tora ist nicht nur innerer Glaube. Tora bedeutet auch, im richtigen Moment aufzustehen.</div>
<div></div>
<div>Interessant ist auch: Die Levi’im werden bereits ab einem Monat gezählt, während die übrigen Bnei Jisrael erst ab zwanzig Jahren gezählt werden.</div>
<div></div>
<div>Bei den übrigen Bnei Jisrael steht, dass man sie durch den halben Schekel pro Kopf zählt. Bei den Levi’im steht diese Formulierung nicht in gleicher Weise.</div>
<div></div>
<div>Rav Chaim Grünfeld erklärt dazu eine interessante Idee:</div>
<div>Bei einem Kind unter zwanzig Jahren könnte es theoretisch besondere körperliche Fälle geben, bei denen die Frage entsteht, wie man „pro Kopf“ zählt – zum Beispiel, wenn jemand zwei Köpfe hätte. Die Gemara in Menachot diskutiert ähnliche Fragen: Auf welchen Kopf müsste so jemand Tefillin legen? Und wie viel müsste man für Pidjon HaBen geben?</div>
<div></div>
<div>Bis zwanzig Jahre gilt ein solcher Fall nicht als dauerhaft überlebensfähig. Deshalb steht bei der allgemeinen Zählung ab zwanzig Jahren „pro Kopf“. Bei den Levi’im aber, die schon ab einem Monat gezählt werden, steht diese Formulierung nicht genauso.</div>
<div></div>
<div>Die Botschaft dahinter: Die Levi’im werden nicht nur als erwachsene Kämpfer gezählt. Schon von klein auf gehören sie zu ihrer heiligen Aufgabe.</div>
<div></div>
<h3>2. Birkat Kohanim – der Segen braucht Schalom</h3>
<div></div>
<div>Ein weiteres zentrales Thema in Nasso ist Birkat Kohanim.</div>
<div></div>
<div>Die Tora sagt:</div>
<div>„Hashem segne dich und behüte dich.“</div>
<div>Das bedeutet: Hashem soll dich segnen, und dein Besitz soll bewahrt bleiben und sich vermehren.</div>
<div></div>
<div>„Hashem lasse Sein Antlitz zu dir leuchten und sei dir gnädig.“</div>
<div>Ein leuchtendes Gesicht bedeutet Nähe und Zuwendung. So wie ein Gastgeber seinem Gast nicht kalt den Rücken zukehrt, sondern ihn freundlich begleitet.</div>
<div></div>
<div>„Hashem wende Sein Antlitz zu dir und gebe dir Frieden.“</div>
<div>Der Abschluss des Segens ist Schalom. Denn der größte Behälter für Beracha ist Frieden.</div>
<div></div>
<div>Während Birkat Kohanim schauen wir nicht auf die Finger der Kohanim. Der Segen kommt durch die Finger der Kohanim, entsprechend den zehn Sefirot, zu uns.</div>
<div></div>
<div>Warum gerade durch die Kohanim?</div>
<div></div>
<div>Man könnte fragen: Wieso kommt der Segen durch Aharon und seine Nachkommen? Warum segnet Hashem nicht direkt?</div>
<div></div>
<div>Aharon hatte eine besondere Eigenschaft: Als Hashem seinen jüngeren Bruder Mosche auswählte, freute sich Aharon von ganzem Herzen. Er war nicht eifersüchtig. Er hatte keine negativen Gedanken. Er freute sich ehrlich über die Größe seines Bruders.</div>
<div></div>
<div>Das ist etwas sehr Besonderes. Bei Brüdern sehen wir in der Tora oft Spannung: Kajin und Hevel, Jischmael und Jitzchak, Esaw und Jaakow, Josef und seine Brüder.</div>
<div></div>
<div>Bei Mosche und Aharon sehen wir zum ersten Mal zwei Brüder, die wirklich glücklich miteinander sind. Aharon freut sich über Mosche. Gerade deshalb wird er zum Kanal des Segens.</div>
<div></div>
<div>Denn der größte Kli, das größte Gefäß für Beracha, ist Schalom.</div>
<div></div>
<div>Daraus lernen wir auch: Für einen anderen zu bitten, wirkt sehr stark – sogar stärker, als nur für sich selbst zu bitten. Wer einem anderen wirklich Gutes gönnt, öffnet dadurch auch für sich selbst Tore des Segens.</div>
<div></div>
<div>Nach Matan Tora ist das entscheidend: Tora darf nicht zu Streit, Hochmut oder Eifersucht führen. Wahre Tora muss Schalom vermehren.</div>
<div></div>
<h3>3. Nasirut und Neder – sich selbst verändern</h3>
<div></div>
<div>In Nasso finden wir auch die Gesetze von Nasirut und Neder, also Gelübden.</div>
<div></div>
<div>Was ist der Unterschied?</div>
<div></div>
<div>Bei einer Mitzwa gibt es meistens zwei Seiten: die Person und das Objekt.</div>
<div></div>
<div>Bei einem Neder verändert man den Status eines Objekts für sich. Zum Beispiel: Jemand verbietet sich ein bestimmtes Essen. Das Objekt wird für ihn verboten.</div>
<div></div>
<div>Beim Nasir ist es anders. Der Nasir verändert nicht nur ein Objekt, sondern sich selbst als Person. Er nimmt eine besondere Stufe an: Er trinkt keinen Wein, schneidet seine Haare nicht und meidet Tum’a.</div>
<div></div>
<div>Das Wort Nasir kann man auch mit Nezer verbinden – Krone, Fürst, König.</div>
<div></div>
<div>Der Nasir ist wie ein König, weil er seinen Yetzer Hara überwunden hat. Pirkei Avot sagt: Wer ist stark? Derjenige, der seinen Yetzer Hara bezwingt.</div>
<div></div>
<div>Das ist eine große Vorbereitung auf Matan Tora: Tora bedeutet nicht nur, viel zu wissen. Tora bedeutet, über sich selbst zu herrschen.</div>
<div></div>
<div>Ein Mensch kann viel lernen und trotzdem von seinen Trieben regiert werden. Der Nasir zeigt: Tora soll den Menschen selbst verändern.</div>
<div></div>
<div>Was war das Neue bei Matan Tora?</div>
<div></div>
<div>Man kann fragen: Was war eigentlich das Besondere an den Aseret HaDibrot? Unsere Vorväter haben die Tora doch schon vor Matan Tora gehalten. Was genau feiern wir also an Schawuot?</div>
<div></div>
<div>Eine Antwort liegt in einem besonderen Detail:</div>
<div></div>
<div>Bei Matan Tora gab es eine gewaltige Stimme – aber kein Echo.</div>
<div></div>
<div>Was ist daran besonders?</div>
<div></div>
<div>Normalerweise prallt eine Stimme an einem festen Körper ab und kommt als Echo zurück. Doch die Stimme Hashems prallte nicht ab. Sie drang in die Materie ein. Sie durchdrang die Berge, die Welt und die physische Realität.</div>
<div></div>
<div>Das bedeutet: Bei Matan Tora blieb Spiritualität nicht oben im Himmel. Die Tora drang in die materielle Welt ein.</div>
<div></div>
<div>Die Realität der Tora durchdrang den Menschen und sogar die physischsten Dinge – auch unsere Nahrung.</div>
<div></div>
<div>Darum muss man Schawuot genießen. Man soll gut essen und den Feiertag ehren. Man fastet an Schawuot nicht einmal wegen eines schlechten Traumes.</div>
<div></div>
<div>Denn genau das ist die Botschaft von Matan Tora: Auch Essen kann heilig werden. Auch das Körperliche kann Hashem dienen. Wenn wir essen, trinken und den Feiertag ehren, nehmen wir die materielle Welt und machen daraus etwas Heiliges.</div>
<div></div>
<div>Vor Matan Tora konnte Spiritualität sehr hoch sein. Nach Matan Tora kann sogar das Materielle selbst zu einem Ort für Keduscha werden.</div>
<div></div>
<div>Paraschat Nasso kommt nach Schawuot, um zu zeigen, wie Matan Tora im Leben weitergeht.</div>
<div></div>
<div>Von den Levi’im lernen wir: Tora bedeutet Verantwortung. Man darf nicht nur passiv richtig sein, sondern muss handeln, wenn es nötig ist.</div>
<div></div>
<div>Von Birkat Kohanim lernen wir: Der größte Kanal für Segen ist Schalom. Wer frei von Eifersucht ist und sich ehrlich für den anderen freut, kann Beracha weitergeben.</div>
<div></div>
<div>Von Nasirut lernen wir: Ein Mensch wird zum König, wenn er seinen Yetzer Hara beherrscht.</div>
<div></div>
<div>Und von Matan Tora lernen wir: Die Tora soll nicht nur im Kopf bleiben. Sie soll den ganzen Menschen durchdringen – Gedanken, Sprache, Beziehungen, Geld, Essen und Alltag.</div>
<div></div>
<div>Deshalb lesen wir direkt nach Schawuot die längste Parascha. Weil die Tora uns nicht zu lang ist. Sie ist uns lieb.</div>
<div></div>
<div>Und wenn Hashems Stimme am Sinai kein Echo hatte, dann deshalb, weil sie nicht zurückprallte. Sie ging hinein – in die Welt, in den Menschen und in unser Leben.</div>
<div></div>
<div>Das ist die Aufgabe nach Schawuot: Die Tora nicht nur empfangen, sondern sie in die Wirklichkeit bringen.</div>
<div></div>
<div>Shabbat shalom! <img decoding="async" class="an1" draggable="false" src="https://fonts.gstatic.com/s/e/notoemoji/17.0/1f499/72.png" alt="&#x1f499;" data-emoji="&#x1f499;" aria-label="&#x1f499;" /><img decoding="async" class="an1" draggable="false" src="https://fonts.gstatic.com/s/e/notoemoji/17.0/1f56f_fe0f/72.png" alt="&#x1f56f;" data-emoji="&#x1f56f;" aria-label="&#x1f56f;" /></div>
<div></div>
<div>Oskar Baruch Baraev</div>

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			</item>
		<item>
		<title>Sollten wir bereits unsere Koffer packen oder können wir noch ein wenig warten?</title>
		<link>https://judentum.online/sollten-wir-bereits-unsere-koffer-packen-oder-koennen-wir-noch-ein-wenig-warten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Nov 2023 20:31:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus dem Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenabschnitt Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Buch Bereschit]]></category>
		<category><![CDATA[Wajischlach]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kürzlich traf ich einen alten Freund aus London, Michael White, der mir interessante Ideen aus der alten Geschichtenkiste über das Aufflammen des Antisemitismus während der Gaza-Krise erzählte. Alle jüdischen Bürger sorgen sich um ihre Sicherheit und ihre Existenzberechtigung, und viele fragen sich, ob sie nicht allmählich an sicherere Orte ziehen sollten. Kein biblisches Wort für [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich traf ich einen alten Freund aus London, Michael White, der mir interessante Ideen aus der alten Geschichtenkiste über das Aufflammen des Antisemitismus während der Gaza-Krise erzählte.</p>
<p>Alle jüdischen Bürger sorgen sich um ihre Sicherheit und ihre Existenzberechtigung, und viele fragen sich, ob sie nicht allmählich an sicherere Orte ziehen sollten.</p>
<h2>Kein biblisches Wort für Geschichte</h2>
<p>Michael erklärte mir, warum es im Biblischen Hebräisch kein Wort für &#8220;Geschichte&#8221; gibt. Um Ivrit zu einer modernen, lebendigen Sprache zu machen, mussten viele Wörter importiert werden. In diesem Fall wurde aus &#8220;Geschichte&#8221; im modernen Hebräisch: Historia.</p>
<h3>Die Tora ist keine Geschichte</h3>
<p>Warum gibt es im Biblischen Hebräisch kein Wort für Geschichte? Weil wir nicht den groben Fehler machen dürfen, dass die fünf Bücher Moses nur ein Geschichtsbuch sind. Die Tora enthält Lehren, die uns bis zum heutigen Tag gute Dienste geleistet haben und immer noch leisten.</p>
<h3>Was mit den Erzvätern geschah, geschieht auch mit uns</h3>
<p>Alle Ereignisse im Buch Genesis, die unsere Erzväter betreffen, sind nichts anderes als Prophezeiungen für das, was mit uns geschehen wird und geschehen ist.</p>
<p>In den 1920er Jahren gab es auch einen offenkundigen Judenhass. Besonders deutlich wurde dies in Deutschland mit dem Aufstieg der Nazis, aber auch in weiten Teilen Osteuropas. In der Tat gibt es nichts Neues unter der Sonne.</p>
<p>Schon damals, kurz vor dem Holocaust, wurde der größte jüdische Gelehrte seiner Zeit, <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbi</a> Jisra&#8217;el Meir Kagan, gefragt, wann wir als <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a> aus unserer Heimat fliehen sollten, wenn der Antisemitismus unerträglich wird. Rabbi Kagan starb im September 1933, kurz nachdem Hitler an die Macht gekommen war.</p>
<h3>Ja’akov verließ seinen boshaften Schwiegervater Lawan</h3>
<p>Rabbi Kagan zitierte die Worte unseres dritten Erzvaters Ja’akov (Gen 31,1-3): &#8220;Da hörte er die Worte der Söhne Lawans, die sagten: Ja’akov hat alles genommen, was unserem Vater gehörte; aus dem, was unserem Vater gehörte, hat er all diesen Reichtum erworben. Und Ja’akov beobachtete das Gesicht Lawans, und siehe, es stand ihm nicht mehr in der gleichen Beziehung gegenüber wie zuvor. Da sagte G&#8217;tt zu Ja’akov: &#8220;Kehre zurück in das Land deiner Väter und in deinen Familienkreis. Ich werde mit dir sein&#8221;.</p>
<h2>Rabbi Kagan interpretierte Ja’akovs Worte als drei Phasen.</h2>
<h4>Phase 1</h4>
<p>Im ersten Vers von Kapitel 31 geht es darum, dass das einfache Volk die Juden für alles verantwortlich macht. Normalerweise geht es dabei um Geld, Einfluss und Macht, aber es könnte auch jeder andere Klatsch und Tratsch sein. Normalerweise lassen wir uns davon nicht so sehr beeindrucken, aber die nächste Phase ist entscheidend.</p>
<h4>Phase 2</h4>
<p>In Vers 30,2 ist von Lawan die Rede, dem Oberhaupt der Familie. Lawan symbolisiert die staatliche Macht. Wenn die Staatsoberhäupter diesen Antisemitismus übernehmen, unterstützen, fördern und die Juden diskriminieren, dann ist es Zeit für die dritte Stufe.</p>
<h4>Phase 3</h4>
<p>&#8220;Kehrt zurück in das Land eurer Väter&#8221;, packt schnell eure Koffer und macht euch auf den Weg. Das ist keine Feigheit, sondern eine Überlebensstrategie. Das Land unserer Väter ist Israel. Israel mag im Moment noch unsicher erscheinen, aber letztlich wird es unsere Rettung sein.</p>

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		<title>Es ist alles im Judentum ist von Bedeutung und mit Symbolik durchdrungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Nov 2023 19:46:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wochenabschnitt Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Buch Bereschit]]></category>
		<category><![CDATA[Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[symbolik]]></category>
		<category><![CDATA[Wajischlach]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Parscha Wajischlach (Bereschit/Genesis 32:4 &#8211; 36:43) Wir sind nicht mehr schockiert von Berichten, dass der Fleischkonsum die Umwelt schädigt (die Fleischproduktion erzeugt eine Menge zusätzliches CO2) oder Leid der Tiere und Darmkrebs verursacht. In unserem Land gibt es Millionen von Vegetariern und Veganern und noch viel mehr Menschen, die gelegentlich auf eine Fleischmahlzeit verzichten. Aber [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Parscha Wajischlach (Bereschit/Genesis 32:4 &#8211; 36:43)</b></p>
<p>Wir sind nicht mehr schockiert von Berichten, dass der Fleischkonsum die Umwelt schädigt (die Fleischproduktion erzeugt eine Menge zusätzliches CO2) oder Leid der Tiere und Darmkrebs verursacht. In unserem Land gibt es Millionen von Vegetariern und Veganern und noch viel mehr Menschen, die gelegentlich auf eine Fleischmahlzeit verzichten. Aber für die große Mehrheit ist der Bratenduft zu verlockend und unwiderstehlich, vor allem für Männer (68 % der Männer gegenüber 43 % der Frauen finden, dass Fleisch der leckerste Teil der Mahlzeit ist). Der durchschnittliche Deutscher verzehrt 40 Kilo Fleisch pro Jahr.</p>
<h2>In der säkularen Welt ist der Verzehr von Fleisch eine Frage der Vorliebe.</h2>
<h3>Pro und Kontra</h3>
<p>Im <a href="https://judentum.online/judentum-was-ist-das/">Judentum</a> bekommt es eine besondere Note. Aus jüdischer Sicht spricht einiges für vegetarisches Essen. Es ist billiger (zumindest manchmal) und auch in Bezug auf die Kaschrut kann bei der Fleischproduktion vieles misslingen. Wenn Sie wirklich fromm sind, essen Sie vielleicht überhaupt kein Fleisch (außer am <a href="https://judentum.online/was-ist-die-bedeutung-von-schabbat/">Schabbat</a> und Jom Tov), nur um auf der sicheren Seite zu sein. Vegetarisches Essen hat einen Nachteil. Die gesamte Tierwelt ist von den Segnungen des Judentums ausgeschlossen. Eine Kuh, die auf der Wiese stirbt, ist eine Kuh geblieben. Aber wenn Fleisch bei einer Mahlzeit anlässlich einer Mitzwa, eines Gebots, gegessen wird &#8211; von der Brit Mila über die <a href="https://judentum.online/hintergruende-der-brit-milah-beschneidung/">Beschneidung</a> bis zur <a href="https://judentum.online/hochzeit-in-judischer-tradition/">Hochzeit</a> -, wird es Teil einer Mitzwa (Tora-Gebot).</p>
<h3>Kein Steak aus der Hinterkeule</h3>
<p>Ja’akow hintkte nach seinem Kampf mit Esaus Schutzengel. Er hinkte auf seiner Sehne. Deshalb dürfen wir die verdrehte Sehne &#8211; das gid hanasche &#8211; auf keinen Fall essen. Das bedeutet, dass das Fleisch von diesem gid hanasche porschiert (abgezogen) werden muss. In den Niederlanden weiß man nicht mehr, wie man richtig porschen, also die Hinterkeule entfernen kann. Deshalb müssen wir hier auf das leckere Steak aus der Hinterkeule verzichten.</p>
<h3>Zur Erinnerung</h3>
<p>Mit diesem Verbot, die verdrehte Sehne zu essen, werden wir bei jeder Fleischmahlzeit an den Kampf zwischen Esau und Ja’akow erinnert: &#8220;Darum essen die <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a> das gid hanasche nicht, denn er hat Ja’akow die Hüfte am gid hanasche ausgekugelt&#8221; (Gen 32,32). Welcher Aspekt des Kampfes zwischen dem <a href="https://judentum.online/haben-engel-die-freie-wahl-zwischen-gut-und-boese/">Engel</a> und Ja’akow wird hier verewigt?</p>
<h3>Kämpfen in einer völlig anderen Kultur</h3>
<p>Einige Kommentatoren erklären, dass das gid hanasche an das große Wunder erinnert, dass Ja’akow mit einem Engel und mit Menschen kämpfte und schließlich doch unbeschadet aus dem Kampf hervorging. Dieser Kampf ist immer Teil der psychologischen Verfassung des jüdischen Volkes geblieben. Der Kampf mit den Menschen ist der mörderische Antisemitismus. Der Kampf mit dem Engel weist auf den psychischen Kampf hin, dem wir uns in einer völlig abweichenden Kultur im Goles, im Exil, regelmäßig stellen müssen.</p>
<h3>Kinder sind das Kind der Rechnung</h3>
<p>Raschbam, ein Enkel von <a href="https://judentum.online/raschi-kommentare-ganze-tora-online-deutsch/">Raschi</a> aus dem 13. Jahrhundert, glaubt, dass diese Mitzwa, das gid hanasche nicht zu essen, uns in der bitteren Goles stärkt. Wenn sogar ein Engel nicht mit uns umgehen kann, kann auch kein Sterblicher mit uns umgehen. Andere erklären, dass der Schaden, den Ja’akow an seiner Hüfte erlitt, relativ gering war. Der Kampf zwischen Ja’akow und Esaus Schutzengel wird hier auf Erden als der ewige Kampf zwischen Esaw und Ja’akow übersetzt.</p>
<p>Esaw wird in der traditionellen jüdischen Literatur als der Vorfahre des Römischen Reiches gesehen. Dem Engel gelingt es, Ja’akows Hüfte zu berühren, was seine Kinder symbolisiert. Die Nachkommenschaft stammt aus der Hüfte.</p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>Wajischlach &#8211; Alles im Judentum ist von Bedeutung &#8211; Rabbi Raphael Evers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Nov 2023 19:16:03 +0000</pubDate>
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		<title>Wajischlach &#8211; Vorbeugung der Assimilation &#8211; Rabbi Raphael Evers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Nov 2023 19:12:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Vorbeugung der Assimilation War dies nützlich? Ja Nein Einreichen Abbrechen Vielen Dank für Ihr Feedback!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/video/wajischlach-vorbeugung-der-assimilation-rabbi-raphael-evers/">Wajischlach &#8211; Vorbeugung der Assimilation &#8211; Rabbi Raphael Evers</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
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		<title>Wajischlach &#8211; Die Botschaft, die viele Aggression beseitigte &#8211; Rabbi Raphael Evers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Nov 2023 19:04:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Botschaft, die viele Aggression beseitigte War dies nützlich? Ja Nein Einreichen Abbrechen Vielen Dank für Ihr Feedback!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/video/wajischlach-die-botschaft-die-viele-aggression-beseitigte-rabbi-raphael-evers/">Wajischlach &#8211; Die Botschaft, die viele Aggression beseitigte &#8211; Rabbi Raphael Evers</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
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		<title>Wajischlach &#8211; Alles in Judentum hat Bedeutung und Symbolik &#8211; Rabbi Raphael Evers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Nov 2023 18:57:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Alles in Judentum hat Bedeutung und Symbolik War dies nützlich? Ja (1) Nein (1) Einreichen Abbrechen Vielen Dank für Ihr Feedback!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/video/wajischlach-alles-in-judentum-hat-bedeutung-und-symbolik-rabbi-raphael-evers/">Wajischlach &#8211; Alles in Judentum hat Bedeutung und Symbolik &#8211; Rabbi Raphael Evers</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
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