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	<title>Trauerzeit über Verstorbene Archive - Judentum</title>
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	<description>Jüdisch Leben nach Torah und Gesetz</description>
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	<title>Trauerzeit über Verstorbene Archive - Judentum</title>
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		<title>Die sieben Trauerstadien und die sieben Stadien der Trennung von Körper und Geist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Feb 2022 22:18:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Halachische Vorschriften]]></category>
		<category><![CDATA[Trauerzeit über Verstorbene]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Parallelistische Halacha Je nachdem, wie das Wort &#8220;parallelistisch&#8221; übersetzt wird, hat der Begriff &#8220;parallelistische Halacha&#8221; auch unterschiedliche Bedeutungen. Das hebräische Wort Halacha bedeutet wörtlich &#8220;der Weg, den man geht&#8221;, ist aber jetzt synonym mit &#8220;jüdischen Verhaltensregeln&#8221; geworden. Über der Welt Parallelistische Halacha beinhaltet manchmal das Studium von übersinnlichen Aspekten der Halacha: jene überweltlichen Daten, die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/die-sieben-trauerstadien-und-die-sieben-stadien-der-trennung-von-koerper-und-geist/">Die sieben Trauerstadien und die sieben Stadien der Trennung von Körper und Geist</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="h-parallelistische-halacha">Parallelistische Halacha</h4>



<p></p>



<p>Je nachdem, wie das Wort &#8220;parallelistisch&#8221; übersetzt wird, hat der Begriff &#8220;parallelistische Halacha&#8221; auch unterschiedliche Bedeutungen. Das hebräische Wort Halacha bedeutet wörtlich &#8220;der Weg, den man geht&#8221;, ist aber jetzt synonym mit &#8220;jüdischen Verhaltensregeln&#8221; geworden.</p>



<p><strong>Über der Welt</strong></p>



<p>Parallelistische Halacha beinhaltet manchmal das Studium von übersinnlichen Aspekten der Halacha: jene überweltlichen Daten, die sich in den praktischen Regeln des Judentums widerspiegeln. Strukturen oder Ereignisse in höheren Welten sind ein Modell für das religiöse Leben hier auf Erden. Das Festhalten an den himmlischen Formen schafft eine Verbindung zwischen der höheren und der niedrigeren Welt, die diese materielle Welt mit Keduscha-Heiligkeit inspiriert.</p>



<p><strong>Beziehung zwischen Materie und Geist</strong>&nbsp;</p>



<p>In diesem Licht ist parallelistische Halacha eine Sammlung von Aussagen über die Beziehung zwischen Materie und Geist, Körper und Psyche, Himmel und Erde. Die parallelistische Halacha schwebt über den praktischen Regeln, gibt diesen Regeln Bedeutung und bildet die Lehre der Bestimmungen der Halacha, weil die irdische Halacha einer himmlischen Realität entspricht. Die parallelistische Halacha als ihre Lehre versucht daher zu beantworten, was in der Welt der Halacha relevant ist und was nicht.</p>



<p><strong>Hoher Abstraktionsgrad</strong></p>



<p>Die parallelistische Halacha bewegt sich zwangsläufig auf einer besonders hohen Abstraktionsebene. Unser begrenztes menschliches Verständnis kann nicht in die Realität des Himmels eindringen. Man kann diese höhere Realität nicht experimentell &#8211; wie in den Wissenschaften &#8211; kennenlernen, sondern kommt zu uns durch Offenbarung von oben durch die mystische Tradition. Diese kabbalistische Tradition hat einen starken &#8220;parallelistischen&#8221; Einfluss.</p>



<p><strong>Mystik und Parallelität</strong></p>



<p>Um dies an einem Beispiel zu veranschaulichen, nehme ich die Abfolge von Trauerphasen, die trauernde Menschen durchlaufen müssen, bevor sie über ihren Verlust nachhaltig hinauswachsen können. Im <a href="https://judentum.online/judentum-was-ist-das/">Judentum</a> gibt es deutliche Gemeinsamkeiten zwischen dem Abschied von Hinterbliebenen und der Trennung von Körper und Seele.</p>



<p>Tatsächlich können hier sieben Stadien des Abschieds unterschieden werden, wenn man auch vorausschauende Trauer &#8211; den Abschied im Geiste, wenn man einen bevorstehenden Tod sieht &#8211; im Ganzen mit einbezieht.</p>



<p><strong>Die sieben Phasen des Abschieds&nbsp;</strong></p>



<p>Die sieben Phasen des Abschieds sind für die Angehörigen psychologisch wichtig; Die sieben Stadien der Halacha nehmen nach bestimmten Regeln Gestalt an. In der mystischen Tradition entsprechen diese Phasen der Art und Weise, wie sich die Seele allmählich vom Körper distanziert.</p>



<p>Das Judentum basiert auf einer parallelistischen Sicht der Welt. Dies bedeutet, dass alles, was hier auf der Erde stattfindet &#8211; im psychologischen oder physischen Sinne &#8211; ein &#8220;Gegenstück&#8221; oder eine entsprechende Bewegung in höheren, spirituellen Welten hat. Dies ist eine Doktrin für sich, die sich jedoch auf die sieben Abschiedsphasen konzentriert. Dies impliziert Folgendes für die Körper-Seele-Beziehung:</p>



<p><strong>Entfernung des &#8220;Tselem Elokim&#8221;&nbsp;</strong></p>



<p>&#8211; Dreißig Tage vor dem Tod trennen sich die höheren Teile des Neschama (der Seele) vom Körper. Der transzendente Teil der Seele verschwindet in höhere Bereiche. Dies entfernt auch das &#8220;Tselem Elokim&#8221;, das G-ttliche Bild, vom Menschen.</p>



<p>&#8211; In den letzten Stunden vor dem Tod verschwinden die letzten Überreste der menschlichen Seele allmählich aus dem Körper.</p>



<ul><li><strong>Das tatsächliche Sterben. </strong><strong></strong></li></ul>



<p>In dieser Phase erblickt die Neschama (die Seele) den Schechina, die g-ttliche Gegenwart; der Zohar (mystische Lehre) sagt hiermit, dass sich die Nephesch &#8211; die unterste Ebene der Seele &#8211; erst vom Körper löst, nachdem sie die Schechina beobachtet hat. Dies führt zu einem intensiven Verlangen, in G-ttes Gegenwart zu sein, und dies führt zum physischen Tod. Es beginnt die erste Trauerphase, Aninut (Schockphase).</p>



<p><strong>Die ersten drei Tage nach dem Tod</strong></p>



<p>&#8211; Drei Tage nach dem Tod besteht immer noch eine ziemlich starke Bindung zwischen Seele und Körper. Dies wird folgendermaßen ausgedrückt (J.T. Moëd Katan 3:5): &#8220;Die ersten drei Tage nach dem Tod bleibt der Nephesch sehr nah am Körper, da er glaubt, dass er zum Körper zurückkehren kann. Nach drei Tagen stellt der Nephesch fest, dass sich der Körper zu zersetzen beginnt &#8211; wörtlich: &#8220;Die Ausstrahlung des Gesichts beginnt sich zu verändern&#8221; &#8211; und verabschiedet sich für immer vom Körper.</p>



<p>Auf der Grundlage der letzteren sagten die Chachamim &#8211; die Gelehrten -, dass man bis zu drei Tage nach dem Tod über die Identität des Verstorbenen aussagen könne, da das Gesicht nach drei Tagen nicht mehr erkennbar sei (B.T. Jewamot 120a). Während dieser drei Tage ist die Phase von Awelut (Trauer) am heftigsten, wie die Chachamim sagten: &#8220;drei Tage zum Weinen&#8221; (B.T. Moëd Katan 21a), weil während dieser drei Tage die Trennung von Nefesch und Körper noch nicht vollständig ist (B.T. Moëd Katan 27b).</p>



<p><strong>Schiwa: Sieben Tage nach der Beerdigung</strong>&nbsp;</p>



<p>&#8211; Sieben Tage nach der Beerdigung findet die folgende Stufe der Trennung statt: <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbi</a> Yehuda sagte: &#8220;Während Schiva bewegt sich die Neschama zwischen dem Haus und dem Grab des Verstorbenen hin und her und trauert um den Leichnam. Nach sieben Tagen verschwindet die Neschama in immer höheren Atmosphären (Zohar Wajechie 219; Midrasj Rabba parsjat Chajé Sara).</p>



<p>Deshalb dauert die Awelut-Trauer-Phase sieben Tage (B.T. Moëd Katan 20a). Nach dem Tod bleiben sieben transzendente „Lichter“ (Ebenen in der Seele) am Ort des Todes zurück, die sich kaum von der irdischen Behausung verabschieden lassen, sich jedoch vom Körper im Grab trennen. Deshalb &#8220;reist&#8221; der Neschama zwischen dem Grab und dem Haus hin und her. Jedoch überträgt jeder Tag der Schiva eine dieser sieben &#8220;Seelenkräfte&#8221; oder &#8220;Lichter&#8221; zum Grab.</p>



<p><strong>Nach 30 Tagen: teilweise Trauer</strong></p>



<p>Nach 30 Tagen entfernt sich die Neschama noch weiter vom Körper. Der Zohar (Wajakheel 199b) sagt: &#8220;Körper und Seele werden dreißig Tage lang gemeinsam geprüft.&#8221; Nach 30 Tagen ist die Neschama (Seele) vollständig im Himmel aufgenommen und der Körper befindet sich in einem weitreichenden Zersetzungszustand. Daher wird in diesen Tagen eine teilweise Trauer beobachtet, wie beispielsweise das Verbot, den Kopf- und die Barthaare zu schneiden. Es gibt eine strenge Trauerzeit von 30 Tagen für große Gelehrte und Anführer, wie wir sie bei Moses, Aharon und Rabbi Jehudah Hanassi finden (B.T. Ketoewot 103b).</p>



<p><strong>Endphase: nach zwölf Monaten&nbsp;</strong></p>



<p>&#8211; Die Endphase findet nach zwölf Monaten statt, wie es im Talmud (B.T. <a href="https://judentum.online/was-ist-die-bedeutung-von-schabbat/">Schabbat</a> 152b ) heißt: &#8220;Zwölf Monate lang existiert der Körper noch und die Neschama &#8220;steigt und fällt&#8221; zum Körper hin”. Nach zwölf Monaten ist der Körper bereits so weit gegangen, dass die Neschama nicht mehr dazu zurückkehrt. Die Bindung der Neschama an den Körper ist nach zwölf Monaten vollständig gebrochen.</p>



<p>Nefesch (der Teil der menschlichen Seele, der die physischen Funktionen des Lebens erfüllt und sozusagen zwischen dem physischen Körper und der Neschama vermittelt) bleibt jedoch mit &#8220;spirituellen Fäden&#8221; an der Ruhestätte des Körpers verbunden. Im Sohar (Lech lecha) heißt es: &#8220;Wenn ein Mensch stirbt, weicht der Nephesch nicht vom Grab, durch die hier zurückgelassene Seele können sich die Toten unterhalten und sie wissen von Zeit zu Zeit, was hier auf Erden passiert.&#8221;</p>



<p>Da zwischen Körper und Neschama zwölf Monate lang eine Bindung besteht, gibt es nach dem Tod von Vater und Mutter eine leichte Form der Trauer, und in dieser Zeit werden Treureden für große Gelehrte abgehalten (R. Tukoschinsky, II:27).</p>



<p><strong>Praxis und Mystik</strong></p>



<p>Das Wissen über parallelistische Halacha ist nicht jedermanns Sache. Unsere Weisen haben sogar verboten viele Aspekte der mystischen Kabbala-Doktrin offenzulegen. Die praktische Halacha ist jedoch für alle zugänglich, auch für diejenigen, die noch nicht in die Geheimnisse der <a href="https://judentum.online/was-ist-kabbala/">Kabbala</a> eingeweiht wurden.</p>

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		<title>DIE PSYCHOLOGIE DER TRAUERVERARBEITUNG</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Feb 2019 09:36:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe meine jüngste Schwester Naomi (57) vor zwei Monaten verloren und möchte mit Euch die Jüdische Sichtweise beim Vorgang des Trauerns teilen. Mein Professor der Psychologie (VU Amsterdam) fand die jüdische Art der Trauerverarbeitung oder Trauerbewältigung die Beste, die er jemals gesehen hatte. (Zur Klarstellung: nachstehend habe ich alles „männlich“ gehalten, aber das trifft [&#8230;]</p>
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<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Ich habe meine jüngste Schwester Naomi (57) vor zwei Monaten verloren und möchte mit Euch die Jüdische Sichtweise beim Vorgang des Trauerns teilen. Mein Professor der Psychologie (VU Amsterdam) fand die jüdische Art der Trauerverarbeitung oder Trauerbewältigung die Beste, die er jemals gesehen hatte. (Zur Klarstellung: nachstehend habe ich alles „männlich“ gehalten, aber das trifft genau so auf „weiblich“ zu).</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">&nbsp;</span></p>



<h4 class="wp-block-heading"><b><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Standarisierung von Riten</span></b></h4>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Während der Trauerzeit nach der Beisetzung gelten besonders viele Verhaltensvorschriften. Die Beziehung zwischen dem individuellen Verarbeitungsvorgang und den eingefahrenen Gewohnheiten ist komplex. Es kann sein, dass die Riten und Symbole Hilfsmittel für diejenigen sind, die nicht von sich heraus oder nicht vollständig mit der Verarbeitung bereits angefangen hatten.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Gleichzeitig wird der Trauervorgang auf diese Weise kanalisiert, so dass weniger soziale Spannung entsteht.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">&nbsp;</span></p>



<h4 class="wp-block-heading"><b><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Ein Katalysator</span></b></h4>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Die vorgegebenen Trauerriten erzeugen bei Nahestehenden alle diese Gefühle, die bei Trauer eigentlich spontan entstehen müssten. Es sieht so aus, als ob ein aktiver Trauervorgang fest gelegt wurde. Die Vorgaben blindlings zu befolgen ist natürlich nicht der Sinn der Sache. Und doch entdecken wir eine Standarisierung der Riten; es sind die Vorgaben, von denen erwartet wird, dass sie jeder beachtet.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">&nbsp;</span></p>



<h4 class="wp-block-heading"><b><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Standarisierung</span></b></h4>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Diese Standarisierung bietet Trauernden einen Leitfaden; „der Versuch, die persönlichen Emotionen und bekannte rituelle Elemente, die Nachtwachen, Trauervorgänge und Beerdigungen beinhalten, mit einander zu verbinden, ist für Trauernde Bestandteil des Genesungsweges während des akuten Schmerzes“. „Rituale sind in erster Linie Katalysatoren der Trauer, da sie das Zeigen von Gefühlen erlauben“, was, um die Trauer zu erfüllen, sie aus zu leben, als besonders wichtig betrachtet wird.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Hierdurch ist es möglich, dem Trauern auch einen Zeitrahmen zu setzen. Nach dem zeitlich begrenzten Rückzug zur Besinnung VOR der Beisetzung, erhält der Trauernde jetzt immer mehr persönliche, soziale und religiöse Aufgaben übertragen, sodass er, gegen Ende des Trauerjahres, in der Gemeinschaft wieder voll integriert sein und seinen Verlust verinnerlicht haben wird.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">&nbsp;</span></p>



<h4 class="wp-block-heading"><b><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Der Faktor Zeit</span></b></h4>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Die Wichtigkeit dieses Zeitraumes der „Schiwwe“ kann nicht genug betont werden. Die sieben Tage der Trauer (meistens Schiwwe genannt, die Hebräische Gleichbedeutung von sieben), sind vollständig dem Trauern gewidmet; im Grunde genommen ist keine einzige andere Tätigkeit erlaubt. Alle Aktivitäten müssen eingestellt werden.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Auf diese Art und Weise wird man im Stande sein, jede Minute voll zu nutzen. Deshalb sollte man, um den Trauervorgang ab zu runden, nicht länger als EIN Jahr benötigen, obwohl Meinungen in sekularen Kreisen einen viel längeren Zeitraum vertreten.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">&nbsp;</span></p>



<h4 class="wp-block-heading"><b><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Das Jahrzeitlicht</span></b></h4>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Während des Schiwwe-Sitzens bezw. der Schiwwa-Zeit wird ein Jahrzeitlicht entzündet, das die Seele des Verstorbenen symbolisiert. Mystiker verweisen darauf hin, dass die Seele des Verstorbenen, die während der Schiwwa noch mit der Erde Kontakt hat, sich an diesem Seelen-Licht erfreut. Im Grunde genommen sollte die Jahrzeitlampe am Ort des Versterbens angezündet werden. Erfolgte das Dahinscheiden im Krankenhaus, zündet man das Jahrzeitlicht im Haus des Verstorbenen an. Ist auch das nicht möglich, dann wird das Jahrzeitlicht im Haus oder in der Wohnung angezündet, wo Schiwwe gesessen wird.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Bevorzugt wird das Jahrzeitlicht mit Olivenöl angezündet. Eine Kerze ist auch erlaubt. Wenn nur ein elektrisches Jahrzeitlicht vorhanden ist, ist auch dieses verwendbar. Dieses Jahrzeitlich soll die gesamte Zeit der Schiwwa, auch Samstags, brennen bleiben (Samstags darf man es jedoch nicht entzünden). Auch indem kein Schiwwe gesessen wird, muss das Jahrzeitlicht ab dem Augenblick des Versterbens bis zum Ende der Schiwwa brennen.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">&nbsp;</span></p>



<h4 class="wp-block-heading"><b><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Raum für die Bezeugung von Gefühlen</span></b></h4>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Rabbiner Hirsch vermerkt, dass der Schiwwa-Zeitraum&nbsp;vollkommen für die Verarbeitung der Trauergefühle bestimmt ist. Für die Bewältigung „wird Raum geschaffen, wodurch die Trauer eingeschränkt und beherrscht werden kann“. Der Verstorbene wurde begraben; in der Schiwwe wird sich der Trauernde mit den Folgen des Versterbens auseinander setzen, sich den entstandenen Zustand vor Auge führen.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Vor den Vorgängen des alltäglichen Lebens verschont, befindet sich der Trauernde in einem Niemandsland zwischen zwei Lebensphasen: der Beziehung mit dem Toten und der mit den Lebenden. Die jüdischen Trauervorschriften erfordern vom Trauernden Dinge zu machen, für die unter normalen Umständen keine Zeit oder Interesse besteht. Die Trauervorschriften und das sich gemeinschaftliche Kümmern lotsen den Trauernden durch dieses Niemandsland hindurch.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">&nbsp;</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">In jeder Interaktion zwischen dem Nahestehenden, also der trauernden Bezugsperson, und dem Besucher(n) wird die Geschichte aufs Neue thematisiert, immer mit neuen Nuancen. Andauernd erfolgt die Abwechslung zwischen <a href="https://judentum.online/freiheit-im-judentum/">Freiheit</a> und Einschränkung, Rückblick und dem nach vorne schauen. Nach einer gewissen Zeit folgt ein immer aktiveres (religiöses) Verhalten in Richtung einer neuen Identität, nämlich der ohne die verstorbene Person.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">&nbsp;</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Die Vorschriften enthalten allerlei unausgesprochene Einflüsse, die eine Veränderung im Empfinden und Wahrnehmungen erzeugen. Durch Gespräche mit Freunden und Bekannten reagieren die Trauernden immer wieder auf das ursprüngliche, traumatische Geschehen. Erinnerungen, Erzählungen und Fotos rufen immer wieder emotionale Reaktionen hervor, die hierdurch nach und nach verarbeitet werden. Diese Interaktionen zwischen dem Verstorbenen, den Nahestehenden und das umgeben sein durch Familie, Freunden und Bekannten bilden die Grundlage der Verarbeitung.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">&nbsp;</span></p>



<h4 class="wp-block-heading"><b><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Die halachische Grundlage</span></b></h4>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Alle diese Faktoren finden wir in der Schiwwe wieder: der Trauernde ist sieben Tage von den alltäglichen Belastungen entbunden; er darf selbst nichts anderes machen, als trauern. Freunde und Bekannte übernehmen die täglichen Aufgaben. Er wird von der Gemeinschaft umsorgt, die sich bei seiner Anwesenheit seinem Gemütszustand zu unterwerfen hat. Er bestimmt die Abläufe, den Zustand. Die Besucher treten ein, setzen sich und warten, bis der Trauernde sie anspricht.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">&nbsp;</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Die Gemeinschaft erhält eine Art einfühlsame Therapeuten-Rolle zugewiesen. Anmerkungen des Besuches, die einen Unterton eines Vorwurfes haben, sind verpönt. Die Prinzipien von „totaler Akzeptanz“ und „nicht verurteilen“ sind sehr zu empfehlen. Diese Prinzipien fußen auf dem Biblischen Prinzip „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ und auf dem Talmudischen Prinzip, dass besagt, dass „was Du nicht möchtest, dass Dir geschieht, das tue auch einem Anderen nicht an“.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">&nbsp;</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Durch die Anwesenheit des Besuches, der lediglich nur kommt, um bei der Trauerbewältigung behilflich zu sein, wird der Trauernde zu einem so groß wie mögliches Maß an Katharsis (emotionaler Entladung) ermutigt.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Das bedeutet praktisch, dass die Familie immer wieder über den Verstorbenen spricht; die Umstehenden hören sich das an und erzählen auch über ihre Begebenheiten mit dem Toten. Aus einer Untersuchung ging hervor, dass die Unterredungen mit Freunden und Familie halfen, den Schmerz tatsächlich zu lindern. Auf diese Weise erhält selbst die Familie ein zusätzliches Bild ihres Verstorbenen; die Tatsache, dass der Dahingeschiedene auch Anderen viel bedeutet hatte, ist bei der Trauer eine große Unterstützung. Die Gemeinschaft ist weiterhin ein unterstützender Faktor, insoweit sie die Familie über die oft vorhandenen Schuldgefühle hinweg hilft. Durch diese Unterstützung bedingt, ist von Schuldgefühl kaum die Rede.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">&nbsp;</span></p>



<h4 class="wp-block-heading"><b><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Weg von Personen-Bezogenheit</span></b></h4>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Vorhin wurde vermerkt, dass das Befolgen der Trauervorschriften als eine Äußerung des Niemandslandes zu betrachten sei, in dem der Trauernde sich befindet. Dieses Niemandsland ist nicht losgelöst zu betrachten, sondern erhält eine sehr spezifische Bedeutung. Inhaltlich ist das als eine Art weg von einer Personen-Bezogenheit und Entfremdung zu betrachten, die einher geht mit der entfremdenden Qualität des Todes.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Die Trauernden haben diese Entfremdung, durch den direkten Bezug zum Tod, von sehr nahe erfahren. Der Trauernde darf seine Haare nicht pflegen – die Pflege wird als eine Art von Würdigung empfunden – und keine saubere Kleidung anziehen. <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbi</a> Jochanan (B.T. <a href="https://judentum.online/was-ist-die-bedeutung-von-schabbat/">Schabbat</a> 114b) sagt, dass die Kleidung die Wertschätzung der Person ausdrückt (vergleich „Kleider machen Leute“). Ein Trauernder wäscht sich nicht, wegen des Status einer „Nicht-Person“ (bedeutet spirituelle Abwesenheit während der Schiwwa). </span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Der Trauernde hat keinen intimen Umgang, was potentiell sonst die Erzeugung neuen Lebens bedeuten könnte. Der Trauernde geht auch ohne ledernes Schuhwerk. Schuhe sind ein Symbol von Unabhängigkeit. Als G“tt Mosche am brennenden Dornbusch zu Sich rief, gebot ER ihn, die Schuhe aus zu ziehen. Die Idee, die dahinter stand, war die Aufgabe der eigenen Identität und Unabhängigkeit, eine totale Hingabe an den Allmächtigen.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Auch während der Schiwwa gibt man seine Unabhängigkeit auf; die Persönlichkeit ist nicht mehr vollständig, erhabene Gefühle und hochtrabende Vorhaben sind während eines gewissen Zeitraumes aufgeschoben.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">&nbsp;</span></p>



<h4 class="wp-block-heading"><b><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Vorhaben auf Halt gestellt</span></b></h4>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Das Arbeiten ist verboten, da Arbeit das Leben unterstützt und ein Ausdruck der Person und ihrer Beziehung zu Anderen ist. Man darf die Thora nicht lernen, da sie die “Lehre des Lebens“ genannt wird, die den Mensch mit G“tt verbindet und eine Äußerung der höchsten menschlichen Bestrebung, Perfektion und <a href="https://judentum.online/was-ist-heiligkeit-im-judentum/">Heiligkeit</a> ist. Ein Trauernder sitzt, als Zeichen seiner Niedergeschlagenheit und eingeschränkter Persönlichkeit, auf der Erde/auf dem (Fuß)Boden.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">&nbsp;</span></p>



<h4 class="wp-block-heading"><b><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Identifizierung</span></b></h4>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Im Grunde genommen verlangen die Vorschriften, dass die Trauernden sich selbst so benehmen, als ob auch sie selbst – ein Wenig – tot wären. Die heutige Art zu leben, gibt ihre Unvollkommenheit wieder. Ihr Verhältnis zum Mitmenschen ist gestört, sie können und mögen nicht mit Anderen mit leben, selbst nicht bei der Trauer eines Anderen. Sie dürfen nicht mit dem Wort Schalom – <a href="https://judentum.online/die-neunzehnte-beracha-des-schemonee-esree-gebet-tefilla-teil-66/">Frieden</a> und Vollkommenheit – grüßen, denn Schalom ist ein Symbol von Gemeinsamkeit und Bruderschaft. Es ist auch EINER der Namen des Allmächtigen, den sie nicht anrufen dürfen, denn auch ihre Beziehung zu G“tt ist gestört. In Kürze &nbsp;zusammengefasst ist das Versterben eines Geliebten EINES der Aspekte des Lebens, der den Menschen einem Tier ähneln lässt.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">&nbsp;</span></p>



<h4 class="wp-block-heading"><b><span lang="NL" style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-ansi-language: NL; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Epilog</span></b><span lang="NL" style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-ansi-language: NL; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;"></span></h4>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Die jüdische Philosophie geht davon aus, dass der Mensch seine Emotionen steuern kann und in relativ kurzer Zeit ändern. Er braucht nicht darauf zu warten, bis der eine Schauer vorbei ist und der andere sich langsam ankündigt. </span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Die emotionelle Struktur der Schiwwa lässt widerstrebende Gefühle zu. Den Trauernden steht eine heroische Aufgabe bevor: sie müssen versuchen, die Brocken ihrer im Schockzustand befindlichen Persönlichkeit zusammen zu raffen, um den verlorenen Glanz, die Wertschätzung und die Einzigartigkeit zurück zu finden.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Der Mensch darf sich durch die Finsternis des Todes nicht verwirren lassen. Die Schiwwa bieten dem Menschen die Gelegenheit, Größe zu zeigen, indem er eine innigere Verbundenheit zu G“tt und ein gefestigte Verbindung zum Mitmenschen aufbaut.</span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Am 27. Januar 1945 wurde Auschwitz befreit, die furchtbarste Hölle, in denen die Nazis Millionen Jüdische Kinder, Frauen und Männer bestialisch ermordet haben. </span></p>



<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: HE;">Am 27. Januar 2019 jährt sich der Tag, den der ehemalige Bundespräsident Dr. Roman Herzog zum Internationalen Holocaust-Gedenktag fest gelegt hat. Viele von uns, die heute leben, gedenken der versuchten Vernichtung unseres Jüdischen Volkes. Das Wissen um die Schiwwa gehört zu unserem jüdischen Alltag.</span><span dir="RTL" lang="HE" style="font-size: 14.0pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman','serif'; mso-ascii-theme-font: major-bidi; mso-hansi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-theme-font: major-bidi; mso-bidi-language: HE;"></span></p>

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		<title>Einführung in die Trauerregeln und Trauerpraktiken Teil 8 Jahrzeittag und das Gedenken der Toten</title>
		<link>https://judentum.online/einfuehrung-in-die-trauerregeln-und-trauerpraktiken-teil-8-jahrzeittag-und-das-gedenken-der-toten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 May 2018 03:58:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Trauerzeit über Verstorbene]]></category>
		<category><![CDATA[tod]]></category>
		<category><![CDATA[trauer]]></category>
		<category><![CDATA[trauerregeln]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>6. Jahrzeittag und das Gedenken der Toten Im Judentum wird davon ausgegangen, dass trotz des Todes ein Band zwischen dem Verstorbenen und seiner Familie besteht. Die klassischen Quellen deuten darauf hin, dass die Seele etwa ein Jahr lang im Gehinnom (der &#8220;Hölle&#8221;, die Vorhalle zum Jenseits) bleibt, bevor sie zum Gan-Eden, dem Paradies, hinübergeht. 1. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/einfuehrung-in-die-trauerregeln-und-trauerpraktiken-teil-8-jahrzeittag-und-das-gedenken-der-toten/">Einführung in die Trauerregeln und Trauerpraktiken Teil 8 Jahrzeittag und das Gedenken der Toten</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>6. Jahrzeittag und das Gedenken der Toten</strong></p>



<p>Im <a href="https://judentum.online/judentum-was-ist-das/">Judentum</a> wird davon ausgegangen, dass trotz des Todes ein Band zwischen dem Verstorbenen und seiner Familie besteht. Die klassischen Quellen deuten darauf hin, dass die Seele etwa ein Jahr lang im <a href="https://judentum.online/was-ist-gehenom-gehinnom-hoelle-rav-avigdor-miller/">Gehinnom</a> (der &#8220;Hölle&#8221;, die Vorhalle zum Jenseits) bleibt, bevor sie zum Gan-Eden, dem Paradies, hinübergeht.</p>



<p><strong>1. Das Steigen der Seele</strong></p>



<p>Das Kaddisch, welches das ganze Jahr von der engsten Familie gesprochen wird, hat die Absicht, die Seele der Verstorbenen immer weiter aufsteigen zu lassen, damit sie schneller ins Paradies gelangen kann. Angesichts dieses &#8220;Aufstiegs der Seele&#8221; nimmt die engste Familie das Lernen der gesamten <a href="https://judentum.online/was-ist-mischna/">Mischna</a> (Mündliche Lehre) auf sich, indem sie diese während des Jahrs nach dem Tod lernt. Die Konsonanten des Wortes Mischna sind identisch mit dem hebräischen Wort für Seele, Neschama.</p>



<p>Mit dem Erlernen der Mischna für das Seelenheil des Verstorbenen durch die nächsten Angehörigen, leistet man seiner Neschama einen großen Verdienst, der den Aufstieg zu den Toren des Paradieses beschleunigen kann. Nach einem Jahr des Reinwaschens, sozusagen in der Hölle, wird die Seele im Paradies aufgenommen.</p>



<p>Das ist der Jahrzeittag. Die Familie kommt dann meistens zusammen und verbringt den Tag mit Fasten, Lernen und Beten. Eines der Familienmitglieder geht bei gemeinsamem <a href="https://judentum.online/das-gebet/">Gebet</a> nach vorn und ein oder mehrere Familienmitglieder werden zur <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> gerufen. Man entzündet das Jahrzeitlicht als Symbol für die aufsteigende Seele. Sie besuchen auch das Grab am Jahrzeittag und sprechen dort einige Gebete. Obwohl der Vortrag des Kaddisch den verstorbenen Eltern hilft, ist dies nicht der größte Verdienst für die verstorbenen Eltern. Das Wichtigste ist, dass Kinder den richtigen Weg gehen und dadurch Verdienste für ihre Eltern schaffen. Eltern sollten ihre Kinder anweisen, die Ge- und Verbote der Tora strikt einzuhalten. Wenn die Kinder dies tun, ist es für die verstorbenen Eltern besser als das Kaddisch&#8217;<strong>143</strong>. Das Wesen der Jahrzeit besteht darin, Inspiration in Leben und Wirken des verstorbenen Familienmitglieds zu finden<strong>144</strong>.</p>



<p><strong>2. Jahrzeitlicht</strong></p>



<p>Am Jahrzeittag wird während des gesamten Zeitraums von 24-Stunden, vom Abend, wenn die Jahrzeit beginnt, bis zum folgenden Abend, ein Jahrzeitlicht angesteckt. Dieses Licht darf auch dann nicht gelöscht werden, wenn es länger als die vorgeschriebene Zeit brennt. Das Licht symbolisiert das Seelenlicht, wie König Salomo sagte: &#8220;Ein G&#8217;ttliches Licht ist die Seele des Menschen.“ Am Jahrzeittag (dem Jüdischen Datum des Todes) durchreist die Seele des Verstorbenen die Welt. Es ist üblich, auch ein Jahrzeitlicht in der Synagoge anzuzünden (oder anzünden zu lassen). Nach mystischer Überlieferung erfreut sich die Seele an diesem Jahrzeitlicht, das zu ihren Ehren angesteckt wird. Bevorzugt wird eine Öllampe oder eine Wachskerze. Das hebräische Wort ’Ner&#8217; (Kerze) hat den Zahlenwert 250 und steht den 248 menschlichen Gliedern, seiner unteren und höheren Seele, zusammen 250, gegenüber. Wenn nicht anders möglich, kann auch ein elektronisches Jahrzeitlicht verwendet werden.</p>



<p>Wenn die Jahrzeit für beide Elternteile am gleichen Tag ist, muss man trotzdem zwei Jahrzeitlichter anstecken. Grundsätzlich muss jedes Kind sein eigenes Jahrzeitlicht anzünden. Wenn man vergessen hat, ein Jahrzeitlicht am Jahrzeittag anzustecken, dann spendet man den Wert eines Jahrzeitlichts an einen armen Menschen. Eheleute sollen keine Jahrzeitlichter zum Gedenken an ihre verstorbenen Ehepartner anzünden, insbesondere nicht in Anwesenheit ihrer derzeitigen Partner.</p>



<p><strong>3. Positive Erinnerungen und Inspiration</strong></p>



<p>Nachdem wir alle Phasen der Trauer und des Kummers durchlaufen haben, ist mit der Jahrzeit die Zeit für die positive Erinnerung und Inspiration angebrochen. Der Verstorbene lebte ein Leben, das durch viel gutes Wirken geprägt war, obwohl dies unterbrochen wurde, ist es nicht beendet. Im Gegenteil, die Toten bestehen im Geist weiter im Kopf; seine Werke werden vollendet.</p>



<p><strong>4. Schwager-Ehe (Jibum)</strong></p>



<p>Dieser Gedanke findet sich in den Kommentaren des <a href="https://judentum.online/was-ist-kabbala/">Zohar</a> wieder<strong>145</strong>. Dort heißt es, dass der Mensch nach dem Tod nicht von seinen Wurzeln auf der Erde gerissen wird, weil seine Kinder seine Rolle im Leben fortsetzen. Wenn ein Mann kinderlos stirbt, bleibt seine Mission auf Erden unerfüllt; um eine solche Tragödie zu verhindern und das Band des Verstorbenen mit dem Leben zu bewahren, hat die G&#8217;ttliche Weisheit entschieden, dass die kinderlose Witwe sich wieder verheiratet, mit dem Bruder des Verstorbenen und mit ihm Kinder bekommt. Das Kind, das aus dieser Schwager-Ehe hervorgeht, wird zum Nährboden für die Seele des Verstorbenen, damit seine Mission auf Erden durch das Kind der Witwe und der nächsten Familie fortgesetzt werden kann (im Buch Ruth ist dies ein wichtiges Thema).</p>



<p><strong>5. Gibt es im Judentum einen Totenkult?</strong></p>



<p>Das Judentum hat keinen Totenkult, aber es erkennt die Bedeutung der Einheit und Solidarität der Familie an. Die Toten haben weiterhin eine Bedeutung, nicht nur im Geist, sondern auch in der Praxis; nicht im negativen Sinne, wie im Falle fremder Völker in Form von Todesanbetung oder aus Angst vor den Geistern, sondern im positiv-praktischen Sinne.</p>



<p>So bleiben Gräber und Erinnerungen &#8220;wichtige Ankerpunkte in der Realität unserer Existenz&#8221;. Wir können um den Teil von uns selbst trauern, der dort begraben ist; wir können den lebendigen Teil von uns selbst, gestärkt durch die Liebe der Person, die wir verloren haben, neu bestätigen und aufbauen &#8220;<strong>146</strong>. Der Jahrzeittag ist eine jährlich wiederkehrende neue Weihe des Lebens zum Gedenken an den Verstorbenen.</p>



<p><strong>6. Das Erinnern der Toten in der Synagoge (Jiskor)</strong></p>



<p>Zugleich wird in der Synagoge in regelmäßigen Abständen an den Verstorbenen erinnert. Früher war es üblich, dies nur am Großen Versöhnungstag zu tun. Deshalb besteht der hebräische Begriff für den Großen Versöhnungstag, Jom ha-Kippurim, aus einer Pluralform, wörtlich: der Tag der Versöhnungen, für die Lebenden und die Toten<strong>147</strong>. Später geschah dies auch an anderen besonderen Tagen. Die Gemeinschaft erkennt öffentlich die Bedeutung und das Wirken der Vorfahren an. Das Judentum ist keine Erfindung unserer Zeit, es ist ein langsam wachsendes und komplexes System, an dem alle früheren und zukünftigen Generationen teilnehmen, bis wir das ewige Leben mit der Ankunft des Maschiach sehen können, hoffentlich bald, noch in unseren Tagen!</p>

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		<title>Einführung in die Trauerregeln und Trauerpraktiken Teil 7 Trauerjahr (Schana)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 May 2018 03:33:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Trauerzeit über Verstorbene]]></category>
		<category><![CDATA[tod]]></category>
		<category><![CDATA[trauer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>5.Trauerjahr (Schana) Beim Trauern um die Eltern darf der Trauernde zwölf Monate lang nicht an festlichen Mahlzeiten teilnehmen, auch nicht Musik hören. Eine Reihe von Bestimmungen aus der Niwul-Zeit sind ebenfalls zu berücksichtigen. 1. Sitzplatzänderung in der Synagoge (Shinui makom) Während des ganzen Trauerjahres nimmt man in der Synagoge einen anderen Platz ein. Der frühere [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">5.Trauerjahr (Schana)</h3>



<p>Beim Trauern um die Eltern darf der Trauernde zwölf Monate lang nicht an festlichen Mahlzeiten teilnehmen, auch nicht Musik hören. Eine Reihe von Bestimmungen aus der Niwul-Zeit sind ebenfalls zu berücksichtigen.</p>



<p><strong>1. Sitzplatzänderung in der Synagoge (Shinui makom)</strong></p>



<p>Während des ganzen Trauerjahres nimmt man in der Synagoge einen anderen Platz ein. Der frühere Sinn für Religion ist nicht mehr vorhanden. Ein Jahr dauert es, um wieder auf den alten Platz zurückzukehren, der Platz vor der Begegnung mit dem Tod. Auf dem alten Platz zu bleiben, würde bedeuten, das Gegenteil des Lebens zu leugnen, davon berührt zu sein. Das Vergessen der Toten und die erneute Begegnung mit dem Leben tritt erst nach einem Jahr ein<strong>133.</strong></p>



<p>Das Kaddisch, das eine Anerkennung von G&#8217;ttes Größe ist, wird etwas weniger als ein Jahr gesprochen. Aus psychologischer Sicht bedeutet dies, dass es etwa ein Jahr dauert, bis man als neuer Mensch imstande ist, wieder eine höhere Art von religiöser Beziehung einzugehen. Eine höhere, weil der Mensch mit dem Tod in Berührung gekommen ist, ihn verarbeitet hat und durch „Leiden geläutert“ wurde<strong>134</strong>. Danach kann er zu seinem alten Platz zurückkehren, nicht unberührt vom Tod, sondern bereichert durch die Konfrontation mit der Kehrseite des Lebens.</p>



<p><strong>2. Das Verbot, länger als ein Jahr zu trauern</strong></p>



<p>Nach einem Jahr dürfen wir nicht mehr im engeren Sinne des Wortes trauern; ein Jahr muss für einen gut begleiteten Trauerprozess ausreichen. Wir dürfen uns an den Verstorbenen erinnern, ihn vermissen, uns nach ihm sehnen, aber nicht mehr um ihn trauern. Der Verstorbene verlangt dies nicht, und zu lange zu trauern ist auch für die Angehörigen selbst nicht gut<strong>135.</strong></p>



<p><strong>3. Errichtung eins Grabsteins (Mazewa)</strong></p>



<p>Es ist ein alter Brauch, einen Grabstein auf dem Grab zu errichten<strong>136. </strong>Dieser Grabstein hat verschiedene Namen, die die verschiedenen Funktionen betonen, einschließlich:</p>



<p><strong>Mazewa</strong> (wörtlich: Errichtung), der Stein als Erkennungszeichen, dass eine bestimmte Person dort begraben ist, so dass man das Grab besuchen und dort davenen (beten) kann.</p>



<p><strong>Nefesch </strong>(wörtlich: Seele), der Stein als Denkmal und Ankerplatz für die Seele.</p>



<p>Der Grabstein wird innerhalb von zwölf Monaten nach dem Tod errichtet; ein breiter Spielraum, da der Verstorbene nicht innerhalb von zwölf Monaten vergessen sein wird. In der Vergangenheit war es üblich, die Grabsteine nicht zu gravieren, weil gerade für die großen Gelehrten angenommen wurde, dass &#8220;guter Wein keinen Kranz braucht&#8221;. Heutzutage werden seine guten Taten und Lebensprinzipien in einer kurzen Inschrift erwähnt<strong>137.</strong></p>



<p>Der Grabstein hat nicht allein eine religiöse Bedeutung, sondern auch eine Funktion für die Lebenden. Die Menschen sollen sich &#8220;ermuntert fühlen, über den Gräbern der Verstorbenen für die Lebenden zu beten&#8221;<strong>138,</strong> eine Stärkung der Gruppensolidarität.</p>



<p>Die Errichtung eines Grabsteins ist auch eine Gelegenheit, um Gefühle der Liebe für die verstorbenen Verwandten zu zeigen. Hat der Verstorbene keine Verwandten, dann ruht diese heilige Pflicht auf der Gemeinschaft. An dem Tag, an dem der Grabstein errichtet wird, geht man mit mindestens zehn Männer, darunter ein oder mehrere Gelehrte, auf den Friedhof und spricht dort eine Reihe von Gebeten, darunter Abschnitte aus Psalm 119, welche mit den Buchstaben des Jüdischen Vornamens des Verstorbenen und des Vornamens seiner Mutter beginnen. Auch ein Toter bleibt ein Mensch, seine Individualität geht nicht anonym in einer endlosen Ewigkeit auf. Trotz seiner körperlichen Abwesenheit bleiben wir mit seinem einzigartigen Charakter und seinen Idealen verbunden.</p>



<p>Nach längerer Zeit, manchmal einige Generationen später, geraten die persönlichen Erinnerungen an den Verstorbenen in Vergessenheit. Dann dient der Grabstein als Ankerplatz für das geliebte Familienmitglied, eine idealisierte Personifikation, ein wichtiges Bedürfnis der Gemeinschaft. Die Angst vor dem Tod wird als einer der `Suprafacts&#8217; bezeichnet, die unser Leben weitgehend bestimmen. Ein authentisches Begräbnis soll uns im Kampf gegen die Zerbrechlichkeit unseres Lebens helfen<strong>139</strong>. Der Grabstein, auf dem die Ideale des Einzelnen wie der Gruppe stehen, bietet uns Unterstützung, um den Sinn von Leben und Tod zu erkennen.</p>



<p><strong>4. Umbettung</strong></p>



<p>Früher (aber auch wohl heute noch) fand oft eine Umbettung statt<strong>140.</strong> Dies geschah in der Regel, nachdem das Fleisch zersetzt war; die Knochen wurden im Familiengrab beigesetzt. Am Tag des Begräbnisses werden den Angehörigen wieder die Regeln der zweiten Phase, Awelut, in erleichterter Form, auferlegt. Sie müssen die Kleidung wieder einreißen, sich auf den Boden setzen und dürfen keine Lederschuhe tragen. Es wird keine Trauerrede gehalten, anstatt dessen werden Lobesworte und von guten Erinnerungen gesprochen.</p>



<p><strong>5. Abschluss</strong></p>



<p>Die Errichtung des Grabsteins und die Umbettung sind Abschlusszeremonien. Weil Trauer ein langsamer Prozess ist, ist eine Abschlusszeremonie eine gute Gelegenheit für einen weiteren Trauertag. Die Steinsetzung und die eventuelle Umbettung &#8220;können für die Familie äußerst heilsam sein&#8221;<strong>141.</strong></p>



<p>Bei der Steinsetzung und der Umbettung wird dem Verstorbenen besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Eine Abschlusszeremonie hat auch einen wichtigen sozialen Aspekt. Auch die Steinsetzung und Umbettung setzen der Trauer ein Ende. Innerhalb einer klar definierten und ausreichend langen Trauerzeit können Trauervorschriften den Ausdruck von Trauer zulassen oder erzwingen, Gefühle zum Ausdruck bringen und den Prozess der Verarbeitung stattfinden lassen. Die Verarbeitung wird durch die Aussicht auf eine letzte Abschiedsmöglichkeit erleichtert. Mit der Perspektive auf eine Abschlusszeremonie wird dem traurigen Menschen bewusst, dass es einen Moment geben wird, an dem er die Äußerung von Trauergefühlen beenden muss. Vor dieser Schließung bereitet sich die trauernde Person auf die Zeit danach vor. Bei der Abschlusszeremonie selbst geht die trauernde Person eine gewisse öffentliche „Verpflichtung“ ein, die Trauer zu beenden. Er verzichtet auf seine Trauersymbole. Auch die Zuschauer folgen ihm und akzeptieren das Ende der Trauerzeit. Das ist wichtig, weil die Verlängerung der Trauerzeit manchmal durch die Umwelt gefördert zu werden scheint.</p>



<p>Diese Hinwendung zur Akzeptanz einer neuen Identität erscheint wertvoll, weil es oft viele Gründe gibt, wie Schuldgefühle, alte Gewohnheiten oder Angst vor dem Neuen und Unbekannten, warum überlebende Angehörige nicht bereit sind, einen neuen Status anzunehmen. Abschlusszeremonien verhindern die Verlängerung von Trauer und Kummer. In Gemeinden, in denen Abschlusszeremonien üblich sind, gibt es weniger lange Trauerprozesse als in Gemeinden, in denen es die Gelegenheit dazu nicht gibt<strong>.</strong></p>



<p>Abschliessende Vorschriften scheinen den Übergang zum normalen Leben zu erleichtern. Die besondere Dauer der Trauerprozesse, mit denen Psychotherapeuten konfrontiert sind, kann zum Teil auf das Fehlen sozialer Regeln zur Beendigung der Trauer zurückzuführen sein. Deshalb beginnen Psychotherapeuten jetzt auch, zumindest in Notfällen, mit Trauervorschriften für Einzelpersonen und Gruppen<strong>142</strong>.</p>

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		<title>Einführung in die Trauerregeln und Trauerpraktiken Teil 6 Niwul : äußerliche Verwahrlosung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 May 2018 03:18:33 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[trauerregeln]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>4. Niwul : äußerliche Verwahrlosung Nach sieben Tagen steht die trauernde Familie auf. Das Privatleben beginnt wieder, aber es gibt noch längst keine Freude. Die äußere Erscheinung weist noch immer auf ein nach innen gerichtetes Gemüt hin; dieser Zustand dauert bis zu dreißig Tagen nach der Beerdigung an. Bei Trauer um die Eltern solange, bis [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">4. Niwul : äußerliche Verwahrlosung</h4>



<p>Nach sieben Tagen steht die trauernde Familie auf. Das Privatleben beginnt wieder, aber es gibt noch längst keine Freude. Die äußere Erscheinung weist noch immer auf ein nach innen gerichtetes Gemüt hin; dieser Zustand dauert bis zu dreißig Tagen nach der Beerdigung an. Bei Trauer um die Eltern solange, bis die Menschen an dem vernachlässigten äußeren Erscheinungsbild Anstoß nehmen, oder, falls dies nicht der Fall ist, bis zu drei Monaten nach der Beerdigung. Während dieser Zeit bleibt das Schneiden von Kopf- und Barthaaren untersagt.</p>



<p>Neue Kleider, Festkleidung oder frisch gepresste Kleidung sind nicht erlaubt. Frisch gewaschene Kleidung darf nur angezogen werden, wenn sie zuvor von einer anderen Person getragen wurde. Während dieser Zeit ist es nicht erlaubt, Feste zu besuchen. Eheschließungen können erst nach Ablauf der drei Jahresfeiern<strong>3</strong> geschlossen werden, es sei denn, man war noch nicht verheiratet oder hat kleine Kinder, die dringend eine Mutter brauchen<strong>130.</strong></p>



<p>Der Schmerz ist nun überwunden, die Persönlichkeit erhebt sich selbstständig wieder, aber das Selbstwertgefühl ist noch nicht vollständig wiedergewonnen und daher wird das äußere Erscheinungsbild noch vernachlässigt. Der Mensch trifft wieder auf die Gesellschaft, in die er gehört. Schließlich löst sich der Schmerz in der Gemeinschaft. „Nur das individuelle, persönliche Leben wird durch einen Sterbefall wirklich verletzt. Die Gemeinschaft hingegen erholt sich schnell, regeneriert und erneuert sich immer wieder und dauert auf ewig weiter an“.<strong>131</strong></p>



<p>In den sieben Tagen von Awelut fand die Trauer aktiv statt. Jetzt ist das Trauern eher passiver Natur.</p>



<p>An der Trauer wird nicht mehr absichtlich festgehalten und die Trauernden werden nicht mehr stets daran erinnert. Niwul ist eine Art Übergangsphase: keine aktive Trauer mehr, aber die aktive Teilnahme an gesellschaftlichen Ereignissen ist nach wie vor weitestgehend verboten. Oberflächlich wird der Mensch an sein vermindertes Selbstwertgefühl erinnert: Sein Bart und seine Kleidung weisen noch immer auf den bereits begonnenen, aber noch unvollkommenen Anschluss an die Gemeinschaft hin; das sind Stimuli, die es ihm nicht ermöglichen, ganz in dem Geschehen um ihm herum aufzugehen.</p>



<p>Für andere haben diese Reize eine Signalfunktion: Nehmen Sie Rücksicht auf sein gemindertes Selbstwertgefühl; laden Sie ihn nicht zu Feiern ein, an denen er nicht teilnehmen will oder kann. Er bleibt in der Nähe des Todesortes: In diesen dreißig Tagen darf er nicht weit reisen<strong>132.</strong> Musik und überschäumende Fröhlichkeit würden nicht mit seinem inneren Gemüte übereinstimmen und sind daher verboten.</p>



<p>Manche Menschen haben die Angewohnheit, das Yahrzeitlicht in den ganzen `Schloschim“ (dreißig Tagen nach der Beerdigung) im Haus des Verstorbenen brennen zu lassen und ein Yahrzeitlicht in der Synagoge während des ganzen Trauerjahres anstecken (zu lassen).</p>

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		<title>Einführung in die Trauerregeln und Trauerpraktiken Teil 4</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2018 17:11:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Halachische Vorschriften]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Torah-observante Jude kann auch "nichts anderes tun, als zu akzeptieren". Die Annahme des Todes ist der Beginn einer angemessenen Trauer.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/einfuehrung-in-die-trauerregeln-und-trauerpraktiken-4/">Einführung in die Trauerregeln und Trauerpraktiken Teil 4</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>2. Aninut</strong></h3>



<p>Der Ursprung des Wortes Aninut ist zweifacher Natur: Es bedeutet sowohl Kummer als auch kräftiger Schlag. Das ähnelt semantisch der ersten Trauerphase, der „Schockphase.“ Der Mensch in dieser Phase wird “Onen” genannt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Lobpreisung (Bracha)</h3>



<p>Unmittelbar nach dem Eintreten des Todes sprechen die trauernden Familienmitglieder eine Lobpreisung, in der man G&#8217;tt als den einzigen Wahren Richter anerkennt. Dies basiert auf einem Ausspruch im Talmud der besagt, dass man G&#8217;tt als den einzigen Richter bei Glück und Unglück anerkennen muss. Obwohl die traurigen Gefühle dominieren, gibt es auch positive Gefühle; die Lobpreisung wird zu einem &#8220;legitimen Ventil&#8221;, um diese auch zu zeigen. Diese Lobpreisung wird als erster Schritt zurück gesehen, aber dann in einer passiven Weise, nach einem Gefühl der Verbundenheit mit G&#8217;tt. Der Torah-observante <a href="https://judentum.online/was-ist-die-etymologie-des-wortes-jude/">Jude</a> kann auch &#8220;nichts anderes tun, als zu akzeptieren&#8221;. Die Annahme des Todes ist der Beginn einer angemessenen Trauer.</p>



<p>Heutzutage wird die Lobpreisung nach dem Einreißen der Kleidung (Keria) ausgesprochen, bevor der Verstorbene aus dem Bestattungsinstitut hinausgetragen wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Rabbi Meir</h3>



<p>Die berühmte Geschichte von <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbi</a> Meir zeigt, dass die Ergebenheit, die einen positiven Einfluss auf den Verlauf des gesamten Trauerprozesses hat, selbst für die Größten unter den Menschen eine schwierige Aufgabe ist. In der Stadt von Rabbi Meir brach einmal die Pest aus und am Schabbat-Nachmittag, während Rabbi Meir seinen Schülern die <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> erläuterte, starben plötzlich seine beiden Söhne. Ihre Mutter legte die beiden Kinder auf ein Bett und bedeckte sie mit einem Laken.</p>



<p>Am Abend, als Rabbi Meir aus dem Lehrhaus zurückkehrte, fragte er nach seinen beiden Söhnen. Seine Frau Beruria antwortete ihm, dass sie sich im Lehrhaus befänden. „Oh&#8221;, sagte Rabbi Meir, &#8220;ich habe sie dort erwartet, konnte sie aber nicht finden.“ Beruria antwortete ihm nicht, sondern gab ihm den Becher Wein, worüber Rabbi Meir eine Lobpreisung aussprach, der das Ende des Schabbats anzeigte. Als er damit fertig war, fragte er noch einmal: „Wo sind die Kinder?“ „Manchmal gehen sie mit Freunden mit&#8221;, antwortete Beruria, „ich denke, sie werden bald nach Hause kommen“. Beruria deckte den Tisch und nach der Abendmahlzeit sagte sie: &#8220;Meister, ich möchte Ihnen eine Frage stellen.“ „Was gibt es?“, fragte der Rabbi erstaunt. „Vor einiger Zeit kam ein Mann hierher und hat mir etwas Kostbares in Verwahrung gegeben. Jetzt ist er zurückgekommen und will es zurückhaben; muss ich es ihm zurückgeben?“ „Meine Frau, was ist das für eine Frage? Natürlich musst du es ihm zurückgeben!“ „Ja&#8221;, antwortete Beruria,&#8221;aber ich wollte es dem Besitzer nicht ohne Ihre Zustimmung zurückgeben&#8221;. Dann nahm sie ihren Mann mit nach oben. Sie deckte das Bett, worauf ihre beiden Söhne tot lagen, auf. Rabbi Meir begann bitterlich zu weinen. Beruria weinte nicht, sondern sagte ruhig: &#8220;Hast du mir nicht gesagt, dass wir dem rechtmäßigen Besitzer das, was uns in Verwahrung gegeben wurde, zurückgeben sollen? G’tt hat gegeben, G’tt hat genommen, gepriesen ist G’ttes Name!&#8217;<strong>24.</strong></p>



<p>Diese Episode drückt die Jüdische Einstellung zu Leben und Tod aus; die Erkenntnis, dass es sowohl das Beste sein muss, weil G’tt es so beschlossen hat und dass das Leben ein Geschenk ist, von G’tt gegeben und von G’tt genommen. Es zeigt auch ein Modell, das ein Beispiel für die Haltung eines der größten Jüdischen Gelehrten gibt, den die Geschichte gekannt hat<strong>25</strong> im Verhältnis zu seinem G&#8217;tt, das große Dilemma, das eigentlich jeder Trauer vorangeht. Auch der große Rabbi Meir hatte damit Schwierigkeiten; die Halacha nimmt in jeder Hinsicht auf diese Gefühle Rücksicht. Das heißt aber nicht, dass alles aufhört und kein Ausweg mehr möglich ist. Obwohl wirkliche Ergebenheit nur als die letzte Phase der Trauer betrachtet wird, kann die Akzeptanz in dieser ersten Phase vielleicht ein Hauptgrund dafür sein, dass Menschen, welche die Riten beobachten, weniger Aggression und Wut zeigten<strong>26.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Freistellung von den täglichen religiösen Pflichten</h3>



<p>Diese Lobpreisung, in der G&#8217;tt als der einzige wahre Richter anerkannt wird, ist eigentlich die einzige Pflicht gegenüber G&#8217;tt, die der Onen zu erfüllen hat. Außerdem ist er von jeder anderen religiösen Pflicht befreit, er darf sie nicht einmal erfüllen. Ein Ursprung für diese Befreiung liegt in dem Verbot für den Priester, in dieser Situation Opfer zu bringen. Das Bringen von Opfern erfordert, dass sich der Priester als Teil des Volkes fühlt. Rabbiner Hirsch sagt dazu: &#8220;Die Gemeinschaft weiht das Opfer. Der Priester (Kohen) nimmt als Mitglied oder Vertreter der Gemeinschaft an den Heiligtümern teil. Nur mit einem Gefühl für die Gemeinschaft, das alle verbindet, kann das heilige Ziel erreicht werden. Das Gefühl eines Onen steht hierzu in krassem Gegensatz“<strong>27</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">4. Gefühlsgehalt</h3>



<p>Rabbi J.B. Soloveitchik führt dies weiter aus und erklärt, dass die spontane menschliche Reaktion darin besteht, dass „er beginnt, an seiner eigenen menschlichen, einzigartigen Realität zu zweifeln. Er verroht, er kommt zu dem Schluss, dass der Mensch nicht menschlich ist. Warum sollte man sich dann noch bemühen, warum sollte man die menschliche moralische Last tragen?“ Eine zweite Quelle für diese Freistellung findet sich in Deuteronomium 16:3, in welchem Mosche sagt: „…damit du gedenkest des Tages deines Auszuges aus dem Lande Mizraim alle Tage deines Lebens.“ Diese in Ägypten eingegangene Verpflichtung ist bloß Kraft für den Menschen, der &#8220;auf das Leben gerichtet ist und nicht auf jemanden, der dem Tod begegnet ist&#8221;, denn &#8220;unsere Verbindung zu G&#8217;tt: wurzelt im Bewusstsein der Menschenwürde und der heiligen Pflichten“. Sein soziales Gefühl ist derart gebrochen, dass er nicht zu der erforderlichen Anzahl der Betenden (Minjan) gezählt werden darf oder die Synagoge besuchen soll<strong>29.</strong> Erst nach der Beerdigung wird mit der Wiederherstellung der Verbundenheit mit der Gemeinde begonnen und die Trauernden dürfen für den Minjan mitgezählt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">5. Pflicht zur Regelung des Begräbnisses</h3>



<p>Diese Freistellung hat also einen negativen, aber auch einen positiven Ursprung. Eine alte Talmud-Regel besagt, dass, wenn eine Person damit beschäftigt ist, ein Gebot zu erfüllen, sie von der Erfüllung eines anderen befreit ist<strong>30</strong>. Der Onen muss alles zur Vorbereitung des Begräbnisses regeln<strong>31.</strong> Deshalb darf er immer noch Lederschuhe tragen und ist nicht verpflichtet, Schiwa zu sitzen, so dass er besser im Stande ist, alles für das Begräbnis zu organisieren. Der Onen bekräftigt seine Sorge um die Toten mit allerlei Taten, die gleichzeitig dazu dienen, seinen Wunsch nach Identifikation mit dem verlorenen Liebesobjekt zu überwinden. Durch diese Handlungen erfährt er das Gefühl, dass er nicht &#8220;tot&#8221; ist, auch wenn er bewusst oder unbewusst vielleicht so empfindet oder so empfinden will. Während dieser ersten Zeit verspürt der Onen ein intensives Verlangen, alles in seiner Macht Stehende für den Verstorbenen zu tun. Die Jüdische Tradition kommt diesem Wunsch entgegen, indem sie alle Verantwortung für das Begräbnis dem Onen überträgt<strong>32.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">6. Todesverleugnung unmöglich</h3>



<p>Rosenblatt<strong>33</strong> sagt: &#8220;Weil Menschen vielleicht unwillig sein können, an feierlichen Zeremonien teilzunehmen, und weil ihre Anwesenheit wichtig sein kann, ist es zu erwarten, dass jede Gesellschaft so aufgebaut ist, dass Zeremonien tatsächlich besucht werden (können).“ Obwohl er sich dort auf die Umstehenden bezieht, gilt dies auch für die Trauernden selbst. Sie müssen auch ermutigt werden, sich um die Organisation der Beerdigung zu bemühen und nicht die gesamte Betreuung bis zum Grab an dafür ausgebildete Spezialisten übergeben. Dies könnte zu einer Entfremdung hinsichtlich des Todes führen. Todesverleugnung, derer die westliche Gesellschaft oft beschuldigt wird, ist damit tatsächlich unmöglich. Cassem<strong>34 </strong>sagt, dass in dieser Phase Verwirrung herrscht, so dass ein Ritual notwendig ist, um mit dieser Phase umgehen zu können. Trauernde Menschen erhalten dann zumindest das Gefühl, dass das, was sie tun, gut ist. Da es ferner nicht nur das Handeln der Familie ist, sondern auch eine Verantwortung für die gesamte Gemeinschaft, kann die Betreuung der Verstorbenen auch als ein gemeinsamer Weg gesehen werden, eine gemeinsame Verantwortung mit einem der Mitglieder dieser Gemeinschaft zu teilen. Das <a href="https://judentum.online/judentum-was-ist-das/">Judentum</a> hat für diese Phase klar definierte Handlungen, so dass es aufgrund von &#8220;Auswahl und Vielfalt&#8221; keine Gründe für &#8220;die Spannung geben muss, die an jedem Punkt der Auswahl auftreten kann&#8221;. Fehlende Kenntnisse können dazu führen, dass die Familie auf die eine oder andere Weise von Freunden und Bekannten verletzt wird, die ihre Erwartungen nicht erfüllen<strong>35</strong>. Individuelle und gemeinschaftliche Ausführungen fließen durch das gemeinsame Ankleiden des Verstorbenen in Jüdischen Bräuchen und Riten ganz natürlich zusammen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">7. Wasser ausgießen</h3>



<p>Ein weiteres Ritual kurz nach dem Tod ist das Ausgießen des Wassers. Das Wasser, das sich im Haus befindet, muss man ausgießen, was auch von den Bewohnern der drei nächstgelegenen Häuser getan werden muss. Dies ist ein Weg, um die Gemeinschaft nonverbal wissen zu lassen, dass sich hier ein Toter befindet, weil es für die Familie oft schwierig ist, die Umstehenden mit Worten darüber zu informieren. Dies ermöglicht es anderen, den Toten „Liebe zu erweisen&#8221;, falls das nötig ist<strong>36.</strong> In einigen Kreisen in den Niederlanden wird dieser Gebrauch nicht mehr praktiziert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">8. Einreißen (Keria)</h3>



<p>Kurz vor der Beerdigung macht man einen Riss in der Kleidung. „Das Einreißen ist eine Gelegenheit zu psychologischer Erleichterung. Es gibt dem Trauernden die Möglichkeit, seine aufgestaute Wut und Schmerzen durch einen kontrollierten, religiös bekräftigten Akt der Zerstörung nachzugeben&#8221;<strong>37</strong>. Bei diesem Einreißen spricht man einen Bibelvers mit folgendem Gehalt: „Zerreiß Dein Herz, nicht nur Deine Kleider, und kehre zurück zum Ewigen, Deinem Gott&#8221;<strong>38</strong>. Es werden in der halachischen Literatur zwei Gründe für diesen Riss angegeben:</p>



<p>· um den Kummer zu erwecken;</p>



<p>· die Aufmerksamkeit von einem großen Verlust auf einen kleineren &#8211; besser begreifbaren &#8211; Verlust zu lenken<strong>39</strong></p>



<p>Obwohl diese Gründe auf den ersten Blick so widersprüchlich erscheinen, können sie auch als Ganzes betrachtet werden. Der Schock ist zu groß, so als wäre er transzendent. Um jetzt den Trauerprozess einzuleiten, richten wir unsere Aufmerksamkeit zunächst auf einen kleineren, verständlicheren Verlust (d.h. der Kleidung), so dass der große Verlust mitgetragen wird und man mit der eigentlichen &#8220;verinnerlichten&#8221; Trauer beginnen kann. Das Einreißen macht die Trauer empfindlich auf den Verlust (Sensibilisierung).</p>



<p>Es gibt viele verschiedene Meinungen und Bräuche über den genauen Zeitpunkt, an dem das Einreißen (Keria) gemacht werden soll. Tatsächlich kann das Einreißen jederzeit zwischen dem Tod und dem Schließen des Sarges gemacht werden. Vielerorts ist es jedoch üblich geworden, das Einreißen (und auch die Lobpreisung) erst kurz vor der Beerdigung vorzunehmen. Einige Sephardische (orientalische) <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a> führen das Einreißen aus, nachdem sie vom Friedhof zurückgekehrt sind (d.h. nach der Beerdigung) oder sofort nach dem Bedecken des Grabes, wenn sie mit zum Friedhof gegangen sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">9. Verbot des körperlichen Genusses</h3>



<p>Der Onen unterliegt einem Verbot des körperlichen Genusses: Er darf weder Fleisch noch Wein verzehren und darf nur die allernötigsten Mahlzeiten zu sich nehmen. Ein Ausdruck des Schocks, der ihn seines Appetits beraubt<strong>40</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">10. Regeln für die Umstehenden</h3>



<p>Eine Reihe von Regeln gelten auch für die übrigen Anwesenden, die nicht Schiwa sitzen, die sich der Gemütsverfassung des Onen anschließen. Zuallererst besucht man den Onen nicht, um ihn zu trösten. Rabbi Simeon ben Eleazar sagt dazu: &#8220;Versuch nicht, deinen Freund zu trösten, wenn seine tote Person noch vor ihm liegt“<strong>41</strong>.</p>



<p>Unsere Gelehrten erkannten, dass alles noch zu unwirklich ist und die Onen in dieser ersten Trauerphase immer noch zu viel „mit seinen eigenen Gefühlen beschäftigt ist. Er ist in einem Schockzustand und hat das Gefühl, als wäre eine seiner Gliedmaßen amputiert worden. Das Schmerzgefühl ist immer noch zu körperlich&#8221;. Das eigentliche Durcharbeiten ist erst in der zweiten Phase möglich, wenn &#8220;nur die Folgen des Verlustes&#8221; zu spüren sind; er ist noch zu verletzt, widerspenstig und empört<strong>42</strong>, noch zu sprachlos, um durch Gespräche oder gemeinsames Stillschweigen wieder einen Durchlass zu finden, zurück in die Gemeinschaft. Er ist noch zu sehr auf sich selbst zurückgeworfen<strong>43</strong>.</p>



<p>Tatsächlich muss die ganze Stadt aufhören zu arbeiten, um zu helfen, die Beerdigung vorzubereiten. Obwohl dies gegenwärtig nicht mehr gebräuchlich ist, schliesst sich diese Regel deutlich dem Gefühl der Trauernden in diesem Moment an. Rabbi Ing. I. Vorst erzählte mir aus persönlicher Erfahrung, dass es ihm direkt nach einem großen Verlust unmöglich war, sich vorzustellen, dass das Leben für andere wie gewöhnlich weitergeht. Das ist vielleicht eine Funktion der oben genannten Regel: Die Gemeinschaft zeigt tatsächlich, dass dieser &#8220;private Verlust&#8221; auch sie betrifft, wie der Talmud sagt: &#8220;Alle Kinder Israels sind wie eine Einheit&#8221;. Gerade in diesem Stadium des &#8220;Schocks&#8221;, in diesem Zustand tiefsten Elends und des Gefühls von der Gemeinschaft losgelöst zu sein, zeigt die ganze Gemeinschaft eine so tiefe Verbundenheit, dass sie auch ihre tägliche Arbeit tatsächlich einstellt, sie zeigt, dass sie sozusagen auch von „einem ihrer Gliedmaßen“ abgeschnitten ist. Auf diese Weise wird die erste Brücke zurück zur Gemeinschaft geschlagen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">11. Umgang mit den sterblichen Überresten</h3>



<p>Nachdem der Tod eingetreten ist, wird das Gesicht des Verstorbenen mit einem weißen Tuch bedeckt, weil es verboten ist, einen Toten anzuschauen. Einer der Gründe dafür ist, dass es als schwierig oder schmerzhaft<strong>45</strong> angesehen wird, zu einem Toten zu blicken. Eine Studie von Parkes46 zeigte, dass viele durch das Anschauen eines Toten verstört wurden.</p>



<p>Das Judentum gibt klar an, wie mit dem toten Körper umgegangen werden soll: &#8220;Wir müssen vor dem Körper Respekt haben, entsprechend dem Respekt, den wir vor dem Lebenden hatten. Er darf in keiner Weise entstellt, entweiht oder verschönert werden. Der Talmud sagt über die <a href="https://judentum.online/was-ist-heiligkeit-im-judentum/">Heiligkeit</a> des Körpers das &#8220;für jeden, der anwesend ist, wenn die Seele austritt, es so aussehen muss, als würde eine heilige Gesetzesrolle verbrannt&#8217;<strong>48</strong>. Jeder, der in irgendeiner Weise mit den Toten zu tun hat, muss sich dessen bewusst sein. Es ist ein großer Trost für die unmittelbare Familie zu wissen, dass der Verstorbene in guten Händen ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">12. Der Status der Chewra Kaddischa</h3>



<p>Normalerweise wird der Verstorbene einer speziellen Gruppe von Menschen übergeben, Mitglieder der Gemeinschaft, die einen Großteil ihrer Freizeit für das Waschen und Reinigen des Verstorbenen opfern. Diese Gruppe wird „Chewra Kaddischa&#8221; genannt, die „heilige Gruppe&#8221;, und nicht eine Beerdigungsgruppe, was auf den hohen Status hinweist, den die Weisen ihnen zuerkannt haben.</p>



<p>Im Gegensatz zu dem, was im Westen üblich ist, liegt der größte Teil der Pflege nicht in den Händen darin ausgebildeter Spezialisten. Selbst das, was unter dem Schutz der Chewra Kaddischa geschieht, wird der Familie nicht vollständig entzogen. Ein oder mehrere Familienmitglieder kommen, um nach dem Waschen kleinere Handlungen durchzuführen, wie nach dem Waschen das Anziehen einer Socke oder das Schließen der Augen. Aus Respekt vor dem Verstorbenen bleibt der ganze Körper während aller Handlungen bedeckt. Die Vorschriften vom Tod bis zur Beerdigung sind:</p>



<p>· Wachen bei dem Toten,</p>



<p>· Waschen des Toten,</p>



<p>· das Anziehen sauberer weißer Kleidung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">13. Bewachung (Schemira)</h3>



<p>Der Verstorbene wird unmittelbar nach dem Tod bis zum Begräbnis bewacht. Familie und gute Freunde bleiben abwechselnd einige Zeit in der Nähe der körperlichen Überreste. Das Bewachen hat aus Jüdischer Sicht keine klare soziale Funktion, es ist vielmehr Ausdruck eines Gefühls des Respekts vor dem Toten. Dennoch hat es eine psychologische Funktion, indem es den Wert des Verstorbenen als Mensch betont. Man bewacht nämlich, weil es nicht so scheinen soll also der Verstorbene „ein Gegenstand ist an dem niemand mehr interessiert ist<strong>&#8216;S1</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">14. Waschung (Tahara)</h3>



<p>Waschen, Reinigen und Anziehen von weißer Leinenkleidung sind Handlungen mit einer tiefen Symbolik. Waschen und Reinigen geschehen nicht aus Hygiene-Vorschriften; der gereinigte Körper symbolisiert die Reinheit der zu G&#8217;tt aufsteigenden Seele. So wie der Mensch rein war, als er auf die Welt kam, so muss er auch rein sein, wenn er von ihr scheidet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">15. Anziehen von weißer Leinenkleidung</h3>



<p>Die weiße Leinenkleidung ist nicht nur Totenkleidung, sondern auch ein Festgewand. So wie der Jude gereinigt und in einem Festgewand in den <a href="https://judentum.online/was-ist-die-bedeutung-von-schabbat/">Schabbat</a> eintritt, so tritt er auch in das Leben nach dem Tod, das Jenseits, gereinigt und im Festgewand ein<strong>52</strong>. Diese weißen Kleider ähneln auch den Gewändern des Hohepriesters am Großen Versöhnungstag. Dies drückt den Gedanken aus, dass der Tod Versöhnung für die begangenen Sünden bringt. Dies sind Symbole, die auch für die nächsten Angehörigen von Bedeutung sind, da sie die Trauer erleichtern und abmildern.<strong>53.</strong></p>



<p>Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der soziale Aspekt, der sich in der Einfachheit der Grabkleidung und des Grabes widerspiegelt. Dem Talmud zufolge gibt es neben unnötiger Verschwendung noch einen weiteren Grund für die Vorschrift von einheitlichen weißen Leinen für Totenkleidung. In der Vergangenheit war die Beerdigung für die Familie noch schlimmer als der Tod; so sehr, dass man die körperlichen Überreste liegen ließ und fort flüchtete, um nicht der schweren finanziellen Belastung, verbunden mit einer Beerdigung nachkommen zu müssen. Damals beschloss Rabbi Gamaliel (2. Jh.), sich bei seiner Beerdigung nicht entsprechend seinem Status begraben zu lassen. Er beschloss, dass er nach seinem Tod in einfache Leinenkleidung gekleidet sein sollte. Diesem Beispiel folgt man bis zum heutigen Tage<strong>54</strong>. Zahlreiche Ausgaben für eine Beerdigung sind oft ein Weg, um Schuldgefühle über eine nicht allzu beste Beziehung während des Lebens abzulösen. Diese Gefühle müssen weiterhin als normaler Teil des Trauerprozesses durchgearbeitet werden, aber die Ablösung ist nicht der Weg, um ambivalente Gefühle loszuwerden. Ebenso werden die finanziell Schwachen vor Schuldgefühlen geschützt, weil sie ihrem verstorbenen Familienmitglied nicht genügend Ehre gezollt haben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">16. Beerdigung (Lewaja)</h3>



<p>Danach folgt in Israel noch am selben Tag, anderswo, soweit es die Gesetze des Landes erlauben, die Lewaja, die Begleitung der Toten zu seiner letzten Ruhestätte. Dabei handelt es sich nicht „um eine pfeilschnelle Entfernung der Leiche aus der täglichen Umgebung, aus hygienischen Gründen gerechtfertigt, die den Tod jetzt irreal macht&#8217;<strong>55</strong>, sondern einfach um die Einhaltung des Gebotes, den Verstorbenen so schnell wie möglich zu begraben<strong>56</strong>. Ein beschränkter Aufschub der Beerdigung zu Ehren des Verstorbenen, um Familienangehörige herkommen zu lassen und Menschen aus anderen Städten zu benachrichtigen, ist zulässig<strong>57</strong>.</p>



<p>Eine möglichst rasche Bestattung wird dazu beitragen, dass der eigentliche Trauerprozess zusammen mit der Gemeinschaft &#8211; die zweite Phase &#8211; die erst nach der Beerdigung beginnt, schneller möglich wird. Da das Jüdische Begräbnis, durch seinen Realismus und seine Schlichtheit, die Unwiderruflichkeit des Sterbens betont, kann die &#8220;Schock- und Verleugnungs“-phase“ verkürzt werden, so dass das Gefühl der Realität so schnell wie möglich in die Familie zurückkehrt<strong>58</strong>.</p>



<p>Die Beerdigung ist ein Ereignis von großer religiöser und sozialer Bedeutung. Gar so groß, dass man aufhören darf, die Tora zu studieren, um bei einer Beerdigung anwesend zu sein<strong>59</strong>. Die Begleiter müssen ihre Teilnahme zeigen und der gesamte Weg muss in Stille stattfinden. Sogar in Eile muss die Bahre mindestens vier Ellen (= zwei Meter) begleitet werden. Die Absicht ist, dass man sich in dieser feierlichen Stille an die eigene Nichtigkeit erinnert und versucht, sich selbst zu verbessern. Vor der Bahre geht immer jemand mit einer Opferbüchse. In einer Zeit, in der wir uns an unsere eigene Nichtigkeit erinnern, sind wir in der Lage, dieses Gefühl in die Tat umzusetzen. Man gibt Geld in die Büchse und sagt: &#8216;Wohltat rettet vor dem Tod&#8217;. Die Lewaja ist eine Gelegenheit, in der die Gemeinschaft die Möglichkeit erhält, die Trauer öffentlich zu zeigen. Einige Leute besuchen nur die Lewaja, gute Freunde und Bekannte gehen auch mit ihnen auf den Friedhof.</p>



<h3 class="wp-block-heading">17. Trauerrede (Hesped)</h3>



<p>Bei der Ankunft auf dem Friedhof halten ein oder mehrere Familienmitglieder und/oder der örtliche Rabbiner eine Trauerrede. Eigentlich besteht die Trauerrede &#8211; Eulogie &#8211; aus zwei Teilen: der Erwähnung der guten Taten des Verstorbenen und dem Bedauern über den Tod.</p>



<p>Die Trauerrede ist gedacht, um die Toten ehren. Aber das ist noch nicht alles: dem Toten Ehre zu erweisen gibt den Überlebenden das Gefühl, dass es sich lohnt, um diesen Mann oder diese Frau zu trauern<strong>61</strong> Die Eulogie ist eine hervorragende Gelegenheit, auf die Bedeutung der Toten in seinem eigenen Leben zurückzublicken und diese Erfahrungen wieder zu integrieren<strong>62.</strong> Fulton<strong>63</strong> sagt, dass seine Forschungen gezeigt haben, dass diejenigen, die keine traditionelle Beerdigung mitgemacht hatten, die wenigsten positiven Erinnerungen an den Verstorbenen hatten. Ein Aspekt der Eulogie ist dann, die guten Erinnerungen, an einem öffentlichen Ort, hervorzuheben, was eine Bestätigung des wertvollen Lebens, das der Verstorbene gelebt hat, durch die ganze Gemeinschaft bedeutet.</p>



<p>Religiöse Bräuche wurden oft dafür kritisiert, dass sie dem Ritual Nachdruck verleihen, auf Kosten des Individuums. In manchen Kreisen ist es üblich, in der Eulogie den Namen des Verstorbenen nicht zu erwähnen<strong>64</strong>. Unsere Eulogie kennt diese Anonymität nicht. Der Verstorbene wird mit Namen genannt und seine guten Taten werden ausdrücklich erwähnt. Es gibt sogar eine Regel, die dem Einhalt gebietet; es ist verboten, zu viel zu übertreiben, man darf nur das erwähnen, was der Verstorbene tatsächlich getan hat, und ihm nicht etwas hinzufügen<strong>65 </strong>Gleichzeitig ist die Eulogie auch zu einer Art „Spiegel der Gruppe, in dem wir die gemeinsamen Werte und Erwartungen, die wir voneinander haben, beobachten können<strong>&#8220;66</strong>. „Durch das Loben der Toten, werden die Lebenden indirekt für ihre Loyalität belohnt. Eulogien betonen auch die Gruppenwerte in einer Weise, die hilft, die Menschen wieder an die Norm zu binden“<strong>67</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">18.Weinen</h3>



<p>Der zweite Aspekt ist das Weinen und Trauern um den Verstorbenen. Auch der Talmud regt dazu an: „ein jeder, der über einen würdigen Menschen Tränen vergießt, dem werden alle seine Übertretungen vergeben&#8217;<strong>68.</strong> Hier wird wieder einmal der soziale Aspekt der Trauer hervorgehoben. Die Beerdigung ist nicht allein für die Familie, sie ist auch eine Erfahrung für die ganze Gemeinschaft. Die Anwesenheit von nicht-direkten Familienmitgliedern wird auch stark gefördert, da die Beerdigung eine unverzichtbare Erfahrung für alle ist. Weisman<strong>69</strong> nennt die Beerdigung und nicht die Konzeption, die &#8220;Urszene&#8221;. Das Gefühl des Todes soll eine Voraussetzung für das Gefühl des Lebens sein. Die Beerdigung ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, um eine Perspektive auf das Leben zu erhalten. Für die Familie ist es eine Einführung in die wirkliche Trauer in der zweiten Phase, auch relativ Fremde weinen zu sehen. Laut dem Talmud beginnt die zweite Phase mit &#8220;drei Tagen Weinen&#8221;<strong>70.</strong> Weinen geschieht nicht immer von selbst. Deshalb &#8220;muss auch ein armer Mann in Israel bei der Beerdigung seiner Frau zwei Klagefrauen verpflichten&#8221;<strong>71.</strong> Letzteres ist im Westen nicht mehr der Fall.</p>



<h3 class="wp-block-heading">19. Begräbnis (Kewura)</h3>



<p>Danach macht man sich auf den Weg zum Grab. In den meisten Jüdischen Gemeinden wird der Sarg in einem einfachen Wagen gefahren, in einigen Kreisen von Verwandten und Bekannten getragen.</p>



<p>Unterwegs stoppt man die Bahre siebenmal (in manchen Gemeinden dreimal), eine Art langsamer Anlauf zur Rückkehr in die Realität, die Erkenntnis, dass die Person wirklich tot ist: die Beerdigung.</p>



<p>Am Grab angekommen, wird der Sarg in die Erde gesenkt, wonach jeder mindestens drei Schaufeln Erde auf den Sarg wirft. In westlichen Kreisen, besonders in Amerika, ist es üblich, das klaffende Loch in der rauen Erde mit einem grünen Tuch zu bedecken, `allerlei Arten, in denen unsere Kultur uns erlaubt, der Konfrontation mit der Realität des Todes aus dem Weg zu gehen. Das raue, klaffende Loch in der Erde symbolisiert die raue Leere des Trauernden im Moment der letzten Trennung&#8221;<strong>72.</strong> Etwas für den Verstorbenen zu tun, drei Schaufeln Erde auf den Sarg zu werfen, hilft, den Schmerz der Trennung zu lindern, indem es einen letzten Akt der Liebe und Besorgnis zeigt. „Dieses Zudecken der Eltern durch ihre Kinder ist ein liebevolles und bewegendes Ereignis, da die Kinder abends von ihren Eltern ins Bett gebracht wurden“<strong>73</strong>. Bei einer jüdischen Beerdigung werden keine Blumen oder Kränze gelegt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">20. Zidduk HaDin</h3>



<p>Danach sagt man das `Zidduk HaDin&#8217;, eine Rechtfertigung für G&#8217;ttes Beschluss. Darin anerkennt man die Gerechtigkeit des Todes mit den Worten: „Der Fels, vollkommen allem Tun, wer wagt es, Ihm zu sagen: was tust Du?“ Die Familie beginnt damit und alle sprechen es mit ihnen<strong>74</strong>. Das Elend wird gelindert, die Schuldgefühle werden durch die Erkenntnis weggefegt, dass nur <a href="https://judentum.online/was-ist-der-name-von-gott-im-judentum/">Gott</a> bestimmt, wann jemand sterben wird. Ein weiterer Trost ist die Lesung, die danach, noch am Grab, gehalten wird. Hier werden einige Passagen aus dem Talmud diskutiert, in denen auf die Wiederauferstehung der Toten Bezug genommen wird; eines Tages wird eine Zeit kommen, in der man den Verstorbenen wieder sehen wird.</p>



<p>Das ist nicht nur eine Theorie, aus der man Trost schöpfen kann; für den praktizierenden Juden ist das eine Realität, die täglich im <a href="https://judentum.online/das-gebet/">Gebet</a> erwähnt wird. „Die Zeremonien dämpfen den Schock für die zutiefst Betroffenen, nicht durch Verleugnung, sondern durch die implizite Zusicherung, dass ihre Ideale real und wertvoll sind„<strong>76</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">21.Kaddisch</h3>



<p>Danach sagt die Familie das bekannte Kaddisch, in dem sie öffentlich und feierlich erläutern, dass G&#8217;tt die Toten wiederbeleben wird; die Gemeinschaft antwortet mit &#8216;Amen&#8217;. Das Kaddisch bildet auch den Übergang von der ersten zur zweiten Phase der Trauer, Awelut. Genau das passiert hier, denn mit dem Kaddisch „trotzt man dem Tod und seinem teuflischen Komplott gegen den Menschen&#8221;. Die Trauernden erklären &#8220;ungeachtet des hässlichen Endes des Menschen, so angsteinjagend das Grab auch ist, so sinnlos und absurd alles erscheinen mag, wir erklären und bekennen öffentlich und feierlich, dass wir nicht aufgeben werden, dass wir uns nicht mit weniger als der vollen Verwirklichung des letzten Zieles zufrieden geben werden: der Auferstehung der Toten und des ewigen Lebens für die Menschen“<strong>76</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">22. Spalier(Shurot)</h3>



<p>Nach der Beerdigung bleibt man nicht lange auf dem Friedhof, obwohl es schwierig ist, sich einfach umzudrehen und weg zu gehen. Vielleicht haben unsere Weisen mit diesem Dilemma im Hinterkopf folgenden Brauch eingeführt: Alle Anwesenden bilden zwei Reihen, zwischen denen die trauernde Familie langsam vom Grab wegläuft. Sie stehen einige Male still, und alle Anwesenden sagen: &#8216;Möge G’tt euch trösten inmitten aller Trauernder um Jerusalem und Zion&#8217;. Die Gemeinschaft umringt sie hierbei. Diese physische Anwesenheit ist ein Ausdruck des Wunsches, ihre Schmerzen zu lindern. Aber es ist mehr: Es ist der erste Schritt zurück in die Gemeinschaft. Typische Symptome der Trauer sind eine Tendenz zum Rückzug und eine gemindertes Bedürfnis nach sozialen Kontakten. Da &#8220;äußere Reize eine innere Reaktion erwecken&#8221;, wird so eine Annäherung an die Gemeinschaft herbeigeführt. Körperlich von Freunden und Bekannten umringt zu sein, ist die Einleitung eines psychologischen Zurückwachsens zurück in die Gemeinschaft; es entsteht das Gefühl, dass man geschützt &#8211; und nicht allein gelassen wird &#8211; besonders jetzt, zu Beginn der schwersten Phase, Awelut.</p>

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		<title>Einführung in die Trauerregeln und Trauerpraktiken 3</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2018 17:10:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das Judentum gibt keine konkreten Antworten auf Fragen wie `Warum jetzt?` und `Warum gerade er?` Der Talmud sagt dazu: “Leben, Kinder und Finanzen hängen nicht von guten Taten ab, sondern vom Glück.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Die jüdische Einstellung zum Tod</h3>



<p>Das <a href="https://judentum.online/judentum-was-ist-das/">Judentum</a> gibt keine konkreten Antworten auf Fragen wie `Warum jetzt?` und `Warum gerade er?` Der Talmud sagt dazu: “Leben, Kinder und Finanzen hängen nicht von guten Taten ab, sondern vom Glück. Rabba und Rav Chisda waren beide fromme Gelehrte; wenn einer für Regen betete, dann kam Regen, und wenn der andere für Regen betete, dann kam er auch. Dennoch lebte Rav Chisda 92 Jahre, während Rabba nur 40 Jahre lebte. Bei Rav Chisda wurden 60 Hochzeiten gefeiert, während bei Rabba 60 Beerdigungen stattfanden. Bei Rav Chisda waren die Hunde so verwöhnt, dass sie selbst feines Brot nicht gern aßen, während es bei Rabba nicht einmal für die Menschen genug Gerstenbrot gab.5.</p>



<p>Das Judentum beantwortet die Frage, wie man mit dem Tod umgehen muss. Das Judentum kennt eine Reihe von Riten und Bräuchen. Diese Riten sollen der Gemütslage der Trauernden Ausdruck verleihen, um die äußere Erscheinung dem inneren Gefühl anzugleichen. Da es im Judentum nicht nur um eine Katharsis oder Gefühlsäußerung, sondern auch um eine Art Umerziehungsprozess geht, lassen sich auch eine Reihe von Vorschriften anhand ihres erzieherischen Charakters unterscheiden 6. Dieser Erziehungsprozess zielt hauptsächlich darauf ab, eine tiefere Einheit zwischen dem betroffenen Individuum und der Gemeinschaft und eine höhere Einheit zwischen Mensch und G&#8217;tt herzustellen. Hierbei lassen sich zwei Aspekte unterscheiden:</p>



<p>1. Die Vorbereitung auf den Tod.</p>



<p>2. Der Trauerprozess nach einem Verlust.</p>



<p>1. Vorbereitung auf den Tod</p>



<p>Das Judentum ist realistisch. Es weiß, dass der Tod ein Teil des Lebens ist und erkennt, dass Selbstbetrug nichts nützt. An Yom Kippur &#8211; dem Großen Versöhnungstage &#8211; verlangt die Tradition, dass man sich in einen kittel kleidet &#8211; das schlichte weiße Leinengewand, welches das Totenhemd symbolisiert, in das man nach dem Tod gekleidet wird. Es lässt uns erkennen, dass die Tage abgezählt sind und vorbfliegen. Der Große Versöhnungstag ist eine jährliche Begegnung mit dem Tod. An jenem Tag lässt der Mensch all seine Freuden los, greift weder zum Essen noch zum Trinken und segnet seine Kinder wie zum Abschied. Man setzt sich den ganzen Tag mit einer Liturgie auseinander, die die Zerbrechlichkeit des Menschen betont, und man spürt seine Vergänglichkeit mehr als an jedem anderen Tag.</p>



<p>Ein zweites Beispiel für diesen Realitätssinn sind die Gebete, die gesprochen werden müssen, wenn jemand von uns geht. Die Worte sind kurz, einfach und direkt.</p>



<p>Eine weitere bedeutungsvolle Jüdische Praxis ist das Schreiben eines &#8220;ethischen Testaments&#8221;. Heute wird die Erbschaftsabwicklung auf Rechtsanwälte, Notare und Banken übertragen. Unsere Vorfahren machten sich weniger Sorgen um ihr Eigentum, sondern darüber, ob ihre Werte und Prinzipien, nach denen sie gelebt hatten, überdauern würden. Ein solches Testament wurde zu einer Zeit verfasst, als die Menschen noch völlig gesund waren, und gab einen Überblick über die Lebensregeln und Ziele, die sie bei ihren Kindern verwirklicht sehen wollten.</p>



<p>2. Der Trauerprozess nach einem Todesfall</p>



<p>a. Die Gemeinschaft</p>



<p>In der westlich geprägten Welt ist in der letzten Zeit, seit der Säkularisierung und der Ausweitung sozialer Netzwerke eine Lockerung der Verhaltensregeln nach einem Todesfall entstanden. Das Allgemeinwissen auf dem Gebiet der Übergangsriten ist zurückgegangen, sodass die Trauernden und Umstehenden nicht mehr wissen, wie sie sich verhalten sollen oder widersprüchliche Forderungen stellen. Die wechselseitige Verunsicherung führt zu einer zunehmenden Verringerung der Trauer in der Privatsphäre. Die Trauer beschränkt sich also auf ein Teil des Netzwerkes des Verstorbenen und muss weitgehend individuell geleistet werden. Aufgrund der gegenseitigen Ungewissheit besteht sowohl bei der Familie als auch bei den Umstehenden ziemlich viel Unkenntnis und Fluchtverhalten 8.</p>



<p>Im Privatleben des Torah-observanten <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a> gibt es keine Säkularisierung und das soziale Netzwerk ist immer noch sehr eng. Alle Vorschriften für das Trauerritual sind &#8211; zumindest im Wesentlichen &#8211; allgemein bekannt. Für die Familie gelten klaren Regeln und Einschränkungen und auch die Umstehenden werden nicht im Ungewissen gelassen. Auch sie haben eine klare und wichtige Rolle, vor allem nach der Beerdigung, damit sie genau wissen, was von ihnen verlangt wird. Die Gemeinschaft teilt die Freude und das Leid jedes Einzelnen.</p>



<p>In schwierigen Zeiten lässt die Gemeinschaft den Trauernden wissen, dass er nicht allein ist. Seine erste Mahlzeit wird von anderen zubereitet und zu ihm gebracht. G’ttesdienste werden von der Synagoge in sein Haus verlegt, so dass man sich auch in dem Moment, in welchem man sich am isoliertesten fühlt, als ein Teil der Gemeinschaft fühlen kann. Während des ganzen Trauerjahres beten die Menschen nicht allein, sondern zusammen mit dem Minjan (ein Quorum von zehn Erwachsenen) als ein Mitglied der &#8220;Bruderschaft der Trauernden&#8221;, die zweimal oder dreimal täglich zusammenkommt.</p>



<p>Die Gemeinschaft ist nicht nur ein horizontaler Begriff, sie hat auch eine vertikale Bedeutung. Der biblische Ausdruck für das Sterben lautet: &#8220;zu seinem Volk versammelt werden&#8221;, oder &#8220;von seinen Vätern versammelt werden&#8221;. Wenn man stirbt, wird man ein Teil der Geschichte. Trauern ist also auch eine Angelegenheit, die die ganze Gemeinschaft teilt und wird nicht auf die Privatsphäre beschränkt. Da man seine Gedanken nicht von der Trauer abwenden darf, ist ein Fluchtverhalten praktisch unmöglich.</p>



<p>Eine der Formen der Flucht ist der große Einsatz von Spezialisten im Todesfall. Alles, was zugunsten des Wohles der Toten nötig ist, kommt in die Händen von Fremden. Bei den Juden sind in erster Instanz die Familienangehörigen für die Versorgung der Toten verantwortlich, danach obliegt die Pflicht der gesamten Gemeinde. Unsere Weisen haben bestimmt, dass, wenn jemand in der Stadt stirbt, jeder aufhören muss, zu arbeiten, um sich auf die Beerdigung vorzubereiten 9.</p>



<p>b. Phaseneinteilung</p>



<p>Ein weiteres wichtiges Merkmal des Jüdischen Trauerprozesses ist die klare Abfolge von Phasen, bevor ein Mensch dauerhaft über seinen Verlust hinauswachsen kann. Rabbiner Hirsch sagt dazu: &#8220;Jede nächste Phase muss die vorhergehende Phase abschließen; tatsächlich ist es erst möglich, mit der nächsten Phase zu beginnen, wenn die vorige Phase vollständig abgeschlossen ist&#8221;. Es gibt klare formale Kennzeichen für den Beginn und das Ende jeder Phase10. Diese Phaseneinteilung gilt für alle, unabhängig vom subjektiven Gehalt der Trauer.</p>



<p>Es gibt fünf formale Trauerphasen:</p>



<p>Aniut: Ab dem Moment des Sterbens bis zum Begräbnis.</p>



<p>Awelut: Ab der Beerdigung bis sieben Tage nach der Beerdigung.</p>



<p>Niwul: Ab dem achten Tag nach der Beerdigung bis zum dreißigsten Tag nach der Beerdigung. Wenn ein Elternteil stirbt, gilt ein anderer Zeitraum: bis das vernachlässigte äußere Erscheinungsbild abstoßend wird, oder alternativ drei Monate.</p>



<p>Trauerjahr: bis zu einem Jahr nach dem Todeszeitpunkt.</p>



<p>Jahrzeit: Tag der Besinnung, jedes Jahr am Todestag.</p>



<p>An besonderen Tagen werden die Verstorbenen in einem speziellen Jiskor-Gebet in der Synagoge erwähnt.</p>



<p>c. Sieben Stadien</p>



<p>Faktisch kann aber zwischen sieben Abschiedsstadien unterschieden werden, wenn man auch die vorausschauende Trauer &#8211; den Abschied im Geiste, wenn man den Tod nahen sieht &#8211; im Ganzen mit einbezieht.</p>



<p>Die sieben Abschiedsphasen sind für die Angehörigen psychologisch bedeutsam; in der Halacha werden die sieben Abschiedsphasen in konkreten Vorschriften geregelt. In der mystischen Tradition entsprechen diese Phasen der Art und Weise, wie sich die Seele allmählich vom Körper entfernt.</p>



<p>Das Judentum basiert auf einem parallelistischen Weltbild. Das bedeutet, dass alles, was sich hier auf der Erde ereignet &#8211; im psychologischen oder physischen Sinne &#8211; ein &#8216;Gegenstück&#8217; oder einen entsprechenden Impuls in höheren, geistigen Welten hat. Dies ist eine Lehre für sich, aber zugespitzt auf die sieben Abschiedsstadien, bedeutet dies folgendes für die Beziehung zwischen Körper und Seele:</p>



<p>Dreißig Tage vor dem Tod lösen sich die höheren Teile der Neschama (Seele) vom Körper; der transzendente Teil der Seele verschwindet in höhere Sphären. Damit verschwindet auch das “Zelem Elohim”, der G&#8217;ttliche Antlitz, aus dem Menschen.</p>



<p>In den letzten Stunden vor dem Ableben verschwinden die letzten Überreste der menschlichen Seele allmählich aus dem Körper.</p>



<p>Das eigentliche Sterben. In dieser Phase erblickt die Neschama (Seele) die Schechina, die G’ttliche Anwesenheit; der <a href="https://judentum.online/was-ist-kabbala/">Zohar</a> (mystische Lehre) sagt uns, dass die Nefesch &#8211; die unterste Ebene der Seele &#8211; sich nicht vom Körper löst, bis sie die Schechina gesehen hat. Dies führt zu einem intensiven Wunsch, in G&#8217;ttes Nähe zu bleiben, was zu dem physischen Tod führt. In diesem Moment beginnt die erste Trauerphase, Aninut.</p>



<p>Innerhalb von drei Tagen nach dem Tod bleibt eine ziemlich starke Bindung zwischen Seele und Körper bestehen. Dies drückt sich wie folgt aus 11: &#8220;Die ersten drei Tage nach dem Sterben bleibt die Nefesch sehr nah am Körper, da sie glaubt, dass sie in den Körper zurückkehren kann. Nach drei Tagen stellt die Nefesch fest, dass der Körper beginnt, sich aufzulösen &#8211; wörtlich: &#8220;Der Glanz des Gesichts beginnt sich zu verändern&#8221; &#8211; und sie verabschiedet sich schließlich vom Körper&#8221;. Auf der Grundlage des letzten haben die Chachamim – die rabbinischen Gelehrten &#8211; gesagt, dass man die Identität des Verstorbenen bis drei Tage nach dem Tod bezeugen kann, denn nach drei Tagen ist das Gesicht nicht mehr klar erkennbar12. Während dieser drei Tage ist die Phase von Awelut am intensivsten, wie die Chachamim sagten: &#8220;drei Tage zum Weinen“ 13, denn während dieser drei Tage ist die Trennung von Nefesch und Körper noch nicht vollständig vollzogen14.</p>



<p>Sieben Tage nach der Beerdigung findet das folgende Trennungsstadium statt: `Rabbi Jehuda sagte: „Während der Schiwa geht die Neschama zwischen dem Haus und dem Grab des Verstorbenen hin und her und trauert um den Körper. Nach sieben Tagen verschwindet die Neschama in immer höhere Sphären&#8217; 15. Daher dauert die Awelut-Phase sieben Tage16. Nach dem Tod verbleiben am Ort des Todes sieben transzendente `Lichter&#8221; (Seelenniveaus), die sich schwerlich von dem irdischen Wohnort verabschieden können, aber andererseits auch nicht vom Körper im Grab trennen können. Deshalb „reist“ die Neschama zwischen Grab und Haus hin und her. An jedem dieser sieben Tage wird jedoch eine dieser sieben „Seelenkräfte“ oder „Lichter“ ins Grab gebracht.</p>



<p>Nach dreißig Tagen entfernt sich die Neschama noch weiter vom Körper weg. Der Zohar 17 sagt dazu: &#8220;Dreißig Tage lang werden Leib und Seele zusammen beurteilt&#8221;. Nach dreißig Tagen ist die Neschama vollständig im Himmel aufgenommen und der Körper verwandelt sich in einen weitreichenden Verwesungszustand. Aus diesem Grund ist in diesen Tagen teilweise Trauer klar zu erkennen, wie z.B. das Verbot des Abschneidens von Kopf- und Barthaar und des Aufbügelns von Kleidung. Für große Gelehrte und Autoritäten gibt es eine strenge Trauerperiode von dreißig Tagen, wie wir sie bei Mosche und Aharon und <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbi</a> Jehuda HaNassi finden18.</p>



<p>&#8211; Das letzte Stadium findet nach zwölf Monaten statt, wie es im Talmud 19 formuliert ist:&#8217; Für die Dauer von zwölf Monaten existiert der Körper noch immer, und die Neschama &#8216;steigt auf und nieder&#8217; zum Körper. Nach zwölf Monaten ist der Körper bereits so stark zerfallen, dass die Neschama nicht mehr zu ihm zurückkehrt. Die Bindung der Neschama an den Körper ist nach zwölf Monaten vollständig gebrochen. Die Nefesch hingegen (der Teil der menschlichen Seele, der für die tierischeren Funktionen des Lebens zuständig ist und sozusagen zwischen dem physischen Körper und der Neschama vermittelt) bleibt mit „spirituellen Fäden&#8221; mit der Ruhestätte des Körpers verbunden, wie es im Zohar 20 geschrieben steht: Wenn ein Mensch stirbt, weicht die Nefesch nicht vom Grab, durch die hier verbliebene Seele können sich die Toten miteinander unterhalten und sie wissen manchmal, was sich hier auf Erden abspielt.’</p>



<p>Denn für zwölf Monate bleibt ein Band zwischen Körper und Neschama. Besteht währenddessen eine leichte Form der Trauer nach dem Tod von Vater und Mutter und für große Gelehrte werden in diesem Zeitraum Trauerreden gehalten21.</p>



<p>3. Kohanim (Priester)</p>



<p>In der <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> hat der Tod für einen Kohen (Priester) eine besondere Bedeutung. In Leviticus22 steht, dass es den Söhnen und Nachkommen des Hohenpriesters Aharon nicht erlaubt ist, sich durch einen Toten zu verunreinigen, mit Ausnahme der nächsten Blutsverwandten: Mutter, Vater, Sohn, Tochter, Bruder, unverheiratete Schwester und der Ehefrau. Sterbliche Überreste können Unreinheiten (Tuma) auf vier verschiedene Weisen übertragen: durch Berührung, durch Tragen, durch Bewegung und durch das Zusammensein mit einem Verstorbenen unter einem Dach.</p>



<p>In einem geschlossenen Raum verbreitet der Verstorbene nur Unreinheiten innerhalb dieses Raumes. In der Praxis bedeutet dies, dass sich ein Kohen in einer Wohnung oberhalb der Wohnung, in der sich der Verstorbene befindet, aufhalten kann. In einem jüdischen Bestattungsinstitut gibt es immer einen separaten Raum für die Kohanim, der durch eine Einzäunung von den sterblichen Überresten getrennt ist. Als Vorsichtsmaßnahme untersagten unsere Weisen den Kohanim auch, sich innerhalb von vier Ellen (etwa zweieinhalb Meter) um einen Verstorbenen herum aufzuhalten, weil unsere Gelehrten so verhindert haben, dass die Kohanim versehentlich den Verstorbenen berührten. Ein Kohen muss sich also immer mindestens vier Ellen von einem Grab entfernt halten, es sei denn, das Grab ist von kleinen Mauern umgeben. Den Kohanim wird auch ein separater Platz auf dem Friedhof zugewiesen. Das Verunreinigungsverbot gilt nur für männliche Nachkommen des Hohenpriesters Aharon.</p>



<p>Während der Zeit, in der sich ein Kohen durch ein Familienmitglied verunreinigt, darf er sich nicht an anderen Verstorbenen oder Gräbern verunreinigen. Wenn der Verstorbene an einem Ort auf dem Friedhof begraben wird, an dem der Kohen nicht in die Nähe anderer Gräber kommt, darf er bei der Beerdigung helfen. Wird das verstorbene Familienmitglied jedoch zwischen anderen Gräbern auf der Erde beerdigt, dann muss der Kohen mindestens vier Ellen Abstand von den anderen Gräbern halten. Nach Niederländischem Brauch sprechen Kohanim während des Trauerjahres den Birkat Kohanim (Priestersegen) in der Synagoge nicht aus.</p>

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		<title>Einführung in die Trauerregeln und Trauerpraktiken 2</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2018 17:09:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Trauerzeit über Verstorbene]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aggada Der Sinn hinter den formalen Regeln, Hintergrundinformationen, Morallehre und Theologie, Aninut Erste Trauerphase, zwischen Tod und Begräbnis Aschkenasisch Westeuropäisch (wtl.: Deutsch)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/einfuehrung-in-die-trauerregeln-und-trauerpraktiken-2/">Einführung in die Trauerregeln und Trauerpraktiken 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Index der Hebräischen Wörter, der Fremdwörter und der Abkürzungen</h3>



<p>Aggada &#8211; Der Sinn hinter den formalen Regeln, Hintergrundinformationen, Morallehre und Theologie</p>



<p>Aninut &#8211; Erste Trauerphase, zwischen Tod und Begräbnis</p>



<p>Aschkenasisch Westeuropäisch (wtl.: Deutsch)</p>



<p>Awel &#8211; Trauernder in der Woche nach dem Begräbnis</p>



<p>Awelut &#8211; Zweite Trauerphase ab eine Woche nach der Beerdigung</p>



<p>Bracha &#8211; Lobpreisung</p>



<p>Birkat Awelim &#8211; Wünsche für den Trauernden</p>



<p>Birkat Kohanim &#8211;&nbsp; Priestersegen</p>



<p>Chachamim &#8211; Die Weisen, Gelehrten</p>



<p>Chewra Kaddischa &#8211; Beerdigungsgesellschaft (wtl.: heilige Gesellschaft)</p>



<p>Dinim &#8211; Gesetze</p>



<p>Eulogie &#8211; Trauerrede</p>



<p>Halacha &#8211; Formales Recht, Regeln und Vorschriften für die Praxis</p>



<p>Hesped &#8211; Trauerrede</p>



<p>Imitatio &#8211; Dei G’ttes Wegen folgen</p>



<p>Jibbum &#8211; Schwagerehe</p>



<p>Jiskor &#8211; Gedenkgebet an besonderen Tagen in der Synagoge</p>



<p>Jom Kippur &#8211; Der große Versöhnungstag</p>



<p>Kaddisch &#8211; Totengebet</p>



<p>Keria &#8211; Einreißen</p>



<p>Kewura &#8211; Begräbnis</p>



<p>Kittel &#8211; Das schlichte weiße Leinengewand, das an Jom Kippur getragen wird.</p>



<p>auch: Totenhemd</p>



<p>Kodifikationen &#8211; Gesetzbücher</p>



<p>Kohen / Kohanim &#8211; der / die Priester</p>



<p>Lewaja &#8211; Die Begleitung des Verstorbenen bis zu seiner letzten Ruhestätte</p>



<p>Maschiach &#8211; Messias</p>



<p>Mazewa &#8211; Grabstein, der Stein als Erkennungszeichen auf dem Grab</p>



<p>Matze &#8211;&nbsp; Ungesäuertes Brot</p>



<p>Minjan &#8211; Quorum von zehn Männern, das für das Sprechen vieler Gebete notwendig ist</p>



<p>Mitzwa &#8211; Gebot</p>



<p>Nechama &#8211; Trost</p>



<p>Nefesch &#8211; 1. Das unterste Niveau der Seele</p>



<p>2. Grabmal als Denkmal und Ankerplatz für die Seele</p>



<p>Neschama &#8211; Seele</p>



<p>Nivul &#8211; Schändung</p>



<p>Onen &#8211; Trauernde ab dem Zeitpunkt des Todes bis zur Beerdigung</p>



<p>Sefardisch Orientalisch (wtl. spanisch)</p>



<p>Sederabend &#8211; Erster und zweiter Pessach-Abend Pessach (das Jüdische Osterfest), an dem intensiv an den Auszug aus Ägypten erinnert wird.</p>



<p>Seudat hawra&#8217;a &#8211; Stärkungsmahlzeit</p>



<p><a href="https://judentum.online/was-ist-die-bedeutung-von-schabbat/">Schabbat</a> &#8211; Ruhetag, siebter Tag der Woche, Samstag</p>



<p>Schalom &#8211; <a href="https://judentum.online/die-neunzehnte-beracha-des-schemonee-esree-gebet-tefilla-teil-66/">Frieden</a>, Vollständigkeit</p>



<p>Schana &#8211; Trauerjahr</p>



<p>Schechina &#8211; Die G’ttliche Anwesenheit</p>



<p>Schloschim &#8211;&nbsp; Dreißig Tage nach der Beerdigung</p>



<p>Schemira &#8211; Bewachung</p>



<p>Schinui makom &#8211; Sitzplatzänderung in der Synagoge</p>



<p>Schiwa &#8211; Sieben Trauertage, Phase von Awelut</p>



<p>Schoa &#8211; Holocaust</p>



<p>Schulchan Aruch &#8211; Der Jüdische Kodex</p>



<p>Shurot &#8211; Trauerspalier von Freunden und Bekannten, das die Trauernden nach der Abschiedsnahme am Grab durchwandern.</p>



<p>Synagoge &#8211; Gebets- und Lehrhaus</p>



<p>Tahara &#8211; Waschung</p>



<p>Talmud &#8211; Sammlung von Erklärungen zur Mündlichen Lehre</p>



<p><a href="https://judentum.online/teschuwa/">Teschuwa</a> &#8211; Umkehr, Reue</p>



<p><a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> &#8211; Bibel, Pentateuch, Fünf Bücher Mose</p>



<p>Tuma &#8211; Unreinheit</p>



<p>Zelem Elohim &#8211; Das G’ttliche Bild im Menschen</p>



<p>Zidduk HaDin &#8211; <a href="https://judentum.online/das-gebet/">Gebet</a> für die Beerdigung, eine Rechtfertigung für die harte Entscheidung, in der man die Rechtmäßigkeit des Todes mit den Worten anerkennt: „Der Fels vollkommen in allem Tun, wer spräche zu ihm: Was tust Du?&#8221;.</p>



<p><a href="https://judentum.online/was-ist-kabbala/">Zohar</a> &#8211; Mystische Lehre, eine fortdauernde mystische Erklärung der Tora</p>



<h3 class="wp-block-heading">Abkürzungen</h3>



<p>B.T. &#8211; Babylonischer Talmud</p>



<p>J. T. &#8211; Jerusalemer Talmud</p>



<p>R. &#8211; <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbiner</a></p>

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		<item>
		<title>Einführung in die Trauerregeln und Trauerpraktiken 1</title>
		<link>https://judentum.online/einfuehrung-in-die-trauerregeln-und-trauerpraktiken-1/</link>
					<comments>https://judentum.online/einfuehrung-in-die-trauerregeln-und-trauerpraktiken-1/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2018 17:09:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Trauerzeit über Verstorbene]]></category>
		<category><![CDATA[Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[jüdischen]]></category>
		<category><![CDATA[orthodoxe judentum]]></category>
		<category><![CDATA[schulchan aruch]]></category>
		<category><![CDATA[talmud]]></category>
		<category><![CDATA[tod]]></category>
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		<category><![CDATA[trauer]]></category>
		<category><![CDATA[trauerpraktiken]]></category>
		<category><![CDATA[trauerregeln]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lange Zeit wurden Trauersymptomen wenig Beachtung beigemessen 1. Die Trauer als Thema der Psychologie scheint erst in den 1960er Jahren entdeckt worden zu sein, zunächst als Thema von Forschung und Theoriebildung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/einfuehrung-in-die-trauerregeln-und-trauerpraktiken-1/">Einführung in die Trauerregeln und Trauerpraktiken 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Einleitung</h3>



<p>Lange Zeit wurden Trauersymptomen wenig Beachtung beigemessen 1. Die Trauer als Thema der Psychologie scheint erst in den 1960er Jahren entdeckt worden zu sein, zunächst als Thema von Forschung und Theoriebildung, dann als Bereich einer speziellen Therapieform, die insbesondere vom Amsterdamer Verhaltenstherapeuten Ramsay entwickelt wurde.</p>



<p>Nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika gibt es in unserer Zeit einen Wandel hinsichtlich des Umgangs der Menschen mit dem Tod. Vor einigen Jahren war der Tod noch tabu, er wurde verleugnet. Junge Menschen sind eher bereit, sich der Sterblichkeit zu stellen&#8217; 2.</p>



<p>Das <a href="https://judentum.online/judentum-was-ist-das/">Judentum</a> kennt ein besonders ausführliches Trauerritual. Ich war daher überrascht, dass ich in der inzwischen recht umfangreichen Literatur über Trauer nur wenige Verweise auf den Jüdischen Trauerprozess fand, der selbst in der nicht-Jüdischen Welt für seine Effektivität bekannt ist. Vielleicht ist es ein Überbleibsel der Abneigung, mit dem die Psychologie die Religion betrachtet.</p>



<p>Das Judentum konzentriert sich auf das Hier und Jetzt. Obwohl es klareBeschreibungen des Paradieses und der Welt der <a href="https://judentum.online/haben-engel-die-freie-wahl-zwischen-gut-und-boese/">Engel</a> gibt, ist es besonders un-Jüdisch, sich damit zu befassen. Das Judentum ist ein Gefüge sehr praktischer Regeln, die hier und jetzt angewendet werden müssen. Das orthodoxe Judentum ist eine Religion der Taten. Es ist unzureichend &#8220;wenn die <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> auf das Bücherbrett beschränkt bleibt und nur zu einer intellektuellen Übung wird&#8221; 3.</p>



<p>Die Erkenntnisquellendieser Rituale sind sehr umfangreich und für den Laien schwer zugänglich. Die Trauerbestimmungen basieren oft auf Versen der Tora und werden in den Texten des Talmud &#8211; die traditionelle Jüdische Interpretation der Bibel &#8211; ausgearbeitet. Der Talmud wird in Halacha und Aggada unterteilt. Halacha ist der Begriff für formales Recht, Aggada ist der Sinn hinter dem Gesetz, der erzählerische Teil des Talmud. Da der Talmud nur für Eingeweihte zugänglich ist und die Interpretation dieses riesigen Werkes in der Praxis zu häufig Anlass zu Meinungsverschiedenheiten bietet, wurden insbesondere im Mittelalter umfangreiche Kodifikationen (Gesetzbücher) veröffentlicht, die die gesamte Rechtsordnung nach Themen geordnet beschrieben.</p>



<p>Einer der wichtigsten Kodifikatoren war <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbi</a> Josef Karo (1488-1575), der den Schulchan Aruch den Jüdischen Kodex, zusammenstellte. Der Schulchan Aruch ist bis heute der maßgebliche Kodex für das orthodoxe Judentum geblieben. Das Ganze wird beschrieben mit dem Ausdruck von &#8220;Was müssen wir tun?’, da &#8216;Ethik, Werte und Prinzipien niemals abstrakt bleiben dürfen. Die Diskussion wird immer bis ins kleinste Detail ausgearbeitet&#8217; 4.</p>



<p>Ich habe mit diesem Werk nach langem Zögern begonnen, aus den folgenden Gründen:</p>



<p>− Es ist eine besonders komplizierte Aufgabe, Religion in psychologische oder therapeutische Bezeichnungen zu übertragen. Oft fehlt es an eindeutigen Ausdrücken, um zu übersetzen, was in der Jüdischen Literatur gemeint ist. Auch haben viele halachisch Begriffe Nebenbedeutungen, die sich in einer anderen Sprache kaum optimal vermitteln lassen.</p>



<p>− Die Reduzierung religiöser Inhalte ist in der Tat ein unüberwindbares Problem. Psychologie ist nur ein Aspekt aller vorgeschriebenen Regeln und oft nicht einmal das Wichtigste.</p>



<p>− Dann gibt es noch ein anderes religiöses Problem, das besonders gravierend ist. Gesetze auf unorthodoxe Weise zu erklären, halte ich das für äußerst verwerflich. Meine Ideen und Assoziationen, die Sie weiter unten finden, fügen dem Judentum per se keine einfachen Erklärungswerte hinzu.</p>



<p>Dieses Werk richtet sich an diejenigen, die bei einem Verlust entweder persönlich oder beruflich mit den Jüdischen Ritualen und Verarbeitungsprozessen in Berührung kommen.</p>

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