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Tora – Wichtiges Basiswissen

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Tora – Wichtiges Basiswissen

Dieser Artikel ist gewidmet: Lilui Nischmas Zanna bat Avraham

Was ist Tora – Torah?

Die Torah ist die Grundlage des Judentums und der wichtigste Wert für jeden Juden. Nicht umsonst werden die Juden das Volk des Buches genannt

Was ist Tora
Torah ist die Grundlage des jüdischen Lebens.

Adam, der erste Mensch, empfing Gebote von Gott. Noah erhielt zusätzliche Gebote von Gott, die bis heute relevant sind: 7 Noachidische Gebote, gültig für die gesamten Weltnationen. Abraham widmete sich Gott und aus ihm entstand ein Volk. Nach dem Auszug aus Ägypten empfing das Volk Israels (Israel = zweiter Name von unserem Erzvater Jakov), durch Mosche (Moses) auf dem Berg Sinai, von Gott, weitere 3 Gebote zu den 7 Geboten in etwas erweiterter Form, insgesamt 10 Gebote.

Die Tora war immer präsent, jedoch wurde sie schrittweise offenbart, bis wir sie in Vollkommenheit und mit 600.000 männlichen Zeugen, sowie Frauen und Kindern am Berg Sinai erhielten. Die 7 Noachidischen Gebote für alle Völker enthalten 229 untergeordnete Gesetze, während die 10 Gebote für Juden 613 untergeordnete Gesetze umfassen.

Die Übergabe der Torah am Berg Sinai bedeutete die Geburt des Volkes Israel als eine Nation mit einem Ziel. Deshalb kann man die Torah auch als die Verfassung unseres Volkes bezeichnen. Doch die Torah wurde von G-tt, nicht von Menschen, verfasst. Die Tora hatte einen unbestreitbar entscheidenden Einfluss auf die gesamte Weltgeschichte. Insbesondere indem sie als eine Inspirationsquelle für solche Literaturwerke wie „Altes Testament“ und die „Bibel“ diente und damit einen großen Einfluss auf das Christentum ausübte, weiterhin projizierte sie Monotheismus und Moral auf den Koran.

Schriftliche Torah und Mündliche Torah

Die genauen Gesetze und Definitionen der Gesetze zur Erfüllung der Gebote wurden in der Mündlichen Tora an uns übermittelt und vor mehreren Generationen niedergeschrieben unter dem Namen “Talmud”. Es gibt “Jerusalemer Talmud” und “Babylonischer Talmud”.

Im Großen und Ganzen besteht die Tora aus zwei sich ergänzenden Teilen: Diese sind die Schriftliche Tora und die Mündliche Torah.

Die Schriftliche Torah umfasst den Pentateuch (hebräisch חומש – Chumash) von Mosche (Moses), die Bücher der Propheten ( נביאים – Nevi’im ) und die Heiligen Schriften ( כתובים Ktuvim).

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Die fünf Bücher des Chumash (Pentateuch) sind:

  1. Bereschit ( בראשות – Genesis),
  2. Schemot ( שמות – Exodus),
  3. Vajikra ( ויקרא – Levitikus),
  4. Bemidbar (במדבר Numeri),
  5. Dvarim ( דברים – Deuteronomium)

Der Chumash erzählt Ereignisse von weltweiter Bedeutung von der Erschaffung der Welt bis zum Tod von Mosche, die dem Einzug der Juden in das Heilige Land Israel vorausgingen. Der Pentateuch enthält auch die Wurzeln aller Gesetze und die Grundlagen der Weltanschauung des Judentums.

Die Bücher der Propheten und der Heiligen Schrift spiegeln die Ereignisse der jüdischen Geschichte von der Herrschaft des Schülers von Mosche, Jehoschua bin Nun (Josua, nicht verwechseln mit Jesus!) bis zum Bau des zweiten Tempels wider. Sie enthalten Erklärungen zu vielen Konzepten, welche die Grundlage der Glaubenslehre des Judentums bilden.

Die drei Teile der Schriftlichen Torah werden zusammen als TaNaKh bezeichnet.

TaNaKh (Tanach) ( תנ״ך ) ist eine Abkürzung, die aus den Anfangsbuchstaben der einzelnen Teile gebildet wird:

  • Torah (Pentateuch) – ( תורה )
  • Nevi’im – ( נביאים )
  • Ktuvim – ( כתובים )

Diese Bücher sind den Christen als das „Alte Testament“ bekannt. Viele erinnern sich auch an die erste Zeile der Torah: „Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde“.

Die Schriftliche Torah ist in Kapitel unterteilt. Jede Woche wird ein weiteres Kapitel studiert und in den Synagogen gelesen.

Die Torah-Rolle wird aus Kuhleder-Pergament hergestellt.

Der Sofer, der die Torah abschreibt, bereitet sich seelisch gründlich darauf vor, jeden Buchstaben präzise auf das Pergament zu setzen. Er konzentriert sich auf den inneren Sinn der Buchstaben und denkt an den Autor der Toran, HaShem (Gott). Das Schreiben einer koscheren Torah-Rolle dauert Jahre und kostet Zehntausende Euro.

Basisdaten der Torah

  • Wie oft sagt HaShem in der Torah, dass man Ihn lieben soll?
    9 Mal.
  • Wie oft sagt HaShem in der Torah, dass man Ihn fürchten soll?
    18 Mal.
  • Wie viele Buchstaben gibt es in der Torah?
    304805 Buchstaben.
  • Wie viele Wörter gibt es in der Torah?
    81404 Wörter.
  • Wie viele Verse gibt es in der Torah?
    5845 Verse.
  • Wie viele Kapitel gibt es in der Torah?
    187 Kapitel.
  • Wie viele Wochenabschnitte gibt es in der Torah?
    54 Wochenabschnitte.

“Es gibt ein Gebot, dass jeder Mensch seine eigene Torah-Schriftrolle haben soll. Und vor allem ist es lobenswert, wenn er diese Schriftrolle per Hand schreibt, und dies ist vorzuziehen. Schließlich sagten unsere Weisen (Menachot 30a): „Wer die Torah-Schriftrolle selbst geschrieben hat, ist, als hätte er sie vom Berg Sinai erhalten.”

Rambam „Buch der Gebote“ (18. befehlendes Gebot)

Mehr lesen: https://judentum.online/gebot-sich-eine-tora-schriftrolle-zu-schreiben/

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2 Antworten

  1. Sehr geehrter Herr Dovid Moische Fajeras

    Ich bin ein Mensch und soll also nach Ihrem Gebot meine eigene Tora-Schriftrolle haben. Aber was mache ich mit meiner eigenen Tora-Schriftrolle wenn ich sie als Nichtjüdin nicht lesn darf?

    Ich verbleibe mit großer Hochachtung Hilde Neubauer

    1. Sehr geehrte Frau Neubauer,

      sehr gute Frage!
      Dieses Gebot gilt nur für Juden und auch nur für Männer… Und wie man in dem (unten) verlinktem Artikel lesen kann, kann man diesen Gebot auch andersweitig erfüllen.
      Mehr dazu hier: https://judentum.online/gebot-sich-eine-tora-schriftrolle-zu-schreiben/

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