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	<title>Grundlagen für Noachiden Archive - Judentum</title>
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	<description>Jüdisch Leben nach Torah und Gesetz</description>
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	<title>Grundlagen für Noachiden Archive - Judentum</title>
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		<title>Wer ist besser die Juden oder Nichtjuden?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dovid Moische]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Nov 2023 13:38:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelle Fragen]]></category>
		<category><![CDATA[Grundlagen für Noachiden]]></category>
		<category><![CDATA[Interessantes im Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[jüden]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtjuden]]></category>
		<category><![CDATA[Talmud nichtjuden]]></category>
		<category><![CDATA[Was sagt der Talmud über Nichtjuden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vorwort: Wenn Sie diese Frage stellen, stelle ich darauf eine Folgefrage: in welcher Hinsicht besser? Zum Beispiel ist der Kopf besser geeignet, darauf zu stehen, als das Bein? Wenn Sie fragen, ob Juden und Nichtjuden gleich sind, frage ich Sie: Worin besteht die Gleichheit? Ist Ihr Rücken gleich Ihrem Arm? Es ist wichtig, immer den [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/wer-ist-besser-die-juden-oder-nichtjuden/">Wer ist besser die Juden oder Nichtjuden?</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Vorwort:</h3>
<p>Wenn Sie diese Frage stellen, stelle ich darauf eine Folgefrage: in welcher Hinsicht besser? Zum Beispiel ist der Kopf besser geeignet, darauf zu stehen, als das Bein?</p>
<p>Wenn Sie fragen, ob <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a> und <a href="https://judentum.online/was-sagt-der-talmud-ueber-nichtjuden/">Nichtjuden</a> gleich sind, frage ich Sie: Worin besteht die Gleichheit? Ist Ihr Rücken gleich Ihrem Arm?</p>
<p>Es ist wichtig, immer den Kontext zur Frage mitzuliefern. Solche Fragen werden rhetorisch falsch gestellt, und der Grund dafür ist einfach der Egoismus.</p>
<p>Gebot 265 besagt: &#8220;Du sollst nicht begehren [&#8230;] irgendetwas, das deinem Nächsten gehört.&#8221; (<a href="https://judentum.online/torah-online-buch-2-schmot-ganz/">Schmot</a> 20:14 | Ex 20:17) An dieser Stelle sollte man heutzutage auch das Geschlecht, die Mission und sogar die Gebote aus der <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> erwähnen, die darunter verstanden werden sollten. Wenn man den Schöpfer liebt, sollte man auch sich selbst lieben und das Beste aus dem machen, was man hat!</p>
<h2>Wer ist besser, die Juden oder Nichtjuden?</h2>
<p>Da wir die Grundlagen erklärt haben, beantworten wir nun die erste fundamentale Frage mithilfe einer bildlichen Vorstellung.</p>
<p>Auf die Frage, wer besser ist – Juden oder Nichtjuden, frage ich: Welchen Teil Ihres Körpers würden Sie grundlos erlauben abzuhacken? Die Antwort lautet wahrscheinlich: keinen. Das verdeutlicht, dass jedes Volk einen unschätzbaren Wert besitzt. Auf die Frage, ob Juden und Nichtjuden gleichwertig sind, kommt die gleiche Antwort: Alle Völker sind wichtig, genauso wie alle Teile des Körpers Ihnen wichtig sind. Gleichwertig sind alle Menschen, und man kann nicht einen töten, um den anderen zu retten, außer in ganz speziellen Fällen, zum Beispiel, wenn es jemand ist, der dich töten will. Aber das ist nicht das Thema.</p>
<p>Die Frage, ob alle Menschen gleich sind, sage ich einfach: Sie meinen wohl wieder gleichwertig? Gleichwertig, ja! Ob alle Menschen (Frauen und Männer) und Völker gleich sind, sieht man mit bloßem Auge – sie sind nicht gleich! Jede Kreation hat eine ganz eigene und einzigartige Mission, Zweck und auch Gebote in der Tora.</p>
<h3>Nicht gleich, aber gleichwertig!</h3>
<p>Es ist offensichtlich, dass Menschen (Frauen und Männer) sowie Völker sich äußerlich und missionstechnisch unterscheiden. Dennoch unterstreicht die Betonung der Gleichwertigkeit die Bedeutung jeder einzelnen Person in ihrer Mission. Soziale Gleichberechtigung ist dabei von entscheidender Bedeutung. Die Anerkennung der Vielfalt und Individualität aller Menschen sowie die Betonung ihrer Gleichwertigkeit bilden die Grundlage für eine gerechte, menschliche und gesunde Gesellschaft. Es wird betont, dass jeder Mensch die <a href="https://judentum.online/freiheit-im-judentum/">Freiheit</a> haben sollte, selbst über sein Handeln zu entscheiden, sei es zu sündigen oder es zu lassen.</p>
<h3>Lernen Sie es, die Fragen richtig zu formulieren</h3>
<p>Die verbale Form der Überlegung führt nur dann zur richtigen Entscheidung, wenn sie präzise formuliert wurde. Stellt man die Frage falsch, erhält man einen falschen Eindruck, selbst bei einer eigentlich korrekten Antwort. Oder noch schlimmer: Man bekommt eine falsche Antwort. Genau das ist derzeit in unserer Gesellschaft der Fall – eine falsche Antwort auf eine falsche Frage.</p>
<p>Es wurde ständig darauf bestanden, dass alle gleich sind. Und nun sehen wir Männer in Frauenkleidern und Frauen mit Panzerfäusten an der Front. Hat <a href="https://judentum.online/was-ist-der-name-von-gott-im-judentum/">Gott</a> uns so divers erschaffen, um gleich zu sein? Warum sehen wir dann so viele Unterschiede und haben so verschiedene Eigenschaften? Das Auflehnen gegen den göttlichen Plan ist ein Zeichen für die große Verwirrung unter den Menschen, die durch Fehlbildung und Ignoranz entstanden ist.</p>
<h3>Und jetzt</h3>
<p>Je weiter wir damit herumspielen, desto schwieriger wird es, sich daran zu erinnern, warum wir überhaupt damit angefangen haben. Die Frage war ganz einfach: Sind wir alle menschlich und liebenswert? Haben wir alle dasselbe Recht auf Existenz und Respekt?</p>
<p>Ja, natürlich haben Juden und Nichtjuden laut Tora dasselbe Recht auf Existenz, Freiheit und Respekt, besonders, wenn wir uns an Gottes Plan halten und unsere Mission nicht verdrehen. Denn genau das haben die größten Zivilisationen der Geschichte getan und sind verschwunden, sich gegen Gott gestellt. Ein Beispiel sind die Hellenisten (antike <a href="https://judentum.online/hellenismus-was-sagt-judentum-dazu/">Griechen</a>). Auch das jüdische Volk konnte den himmlischen Strafen nicht entgehen und hatte stärksten Feinde in der Geschichte, immer dann, wenn es von Gott abgewichen ist.</p>
<h3>Moment mal!</h3>
<p>Es steht tatsächlich in der Tora, dass Juden Nichtjuden nicht heiraten dürfen, und Nichtjuden dürfen den <a href="https://judentum.online/was-ist-die-bedeutung-von-schabbat/">Schabbat</a> nicht in vollem Umfang einhalten. Könnte man das nicht als Beweis von Diskriminierung von Nichtjuden durch Juden betrachten?</p>
<p>Ja, das steht so in der <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a>, und unsere Weisen erklären es entsprechend. Doch wie so oft basiert diese Schlussfolgerung von Diskriminierung auf Halbwissen! In der Tora steht auch, dass nur die Kohanim (die Priester-Dynastie mit Ursprung bei Aaron, dem Bruder von Moses) Opfer im Tempel bringen dürfen. Ebenso wird festgelegt, dass der Unreine, der durch das Berühren der Toten vor der <a href="https://judentum.online/mikwe-funktionisweise-des-ritualbads/">Mikwe</a> eintauchen, kein Pessach-Opfer essen darf (gemeint sind Juden). In der Tora steht auch, dass ein Kohen Gadol (der Hohepriester) nur eine Jungfrau heiraten darf, und Kohanim im Allgemeinen dürfen keine geschiedenen Frauen heiraten. Aber diese Gesetze haben göttlichen Ursprung. Daraus lernen wir zwei Dinge.</p>
<p>Es handelt sich nicht um eine jüdische Verschwörung zur Diskriminierung von Nichtjuden, sondern um Gottes Gesetz. Dieses Gesetz regelt nicht nur Aspekte, die Nichtjuden betreffen, sondern schließt auch Juden aus bestimmten Geboten aus. Wer die Gebote aus Liebe zum Schöpfer befolgt, ist zufrieden mit dem, was er hat. Der typische Egoist betrachtet hingegen den Teller des anderen und sagt: &#8220;Warum hat er mehr Kartoffeln?&#8221; und versucht, sie ihm wegzunehmen.</p>
<p>Diese Gesetze sind eher dazu da, Diversität auf eine harmonische und wohlüberlegte Weise zu gewährleisten. Sie bedeuten sozusagen Ordnung. Genau wie Himmel und Erde nicht gleich sind – von der Erde fällt kein Schnee auf den Himmel, und auf dem Himmel wachsen keine Tomaten. Die Ordnung in der Tora wurde uns von der höheren Weisheit Gottes gegeben, und wir sollten sie unverändert respektieren. Denn es gibt auch eine weniger kluge Art, Vielfalt in der Gesellschaft zu schaffen, indem man nie zuvor gesehene Wesen schafft, die nicht einmal selbst wissen, was sie sind.</p>
<h3>Fazit</h3>
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<p>Solange wir menschlich bleiben und unsere Mission erfüllen, sollte es nicht von Bedeutung sein, ob man <a href="https://judentum.online/was-ist-die-etymologie-des-wortes-jude/">Jude</a> oder Nichtjude ist, ob Mann oder Frau. Wir sollten einfach aufhören, in den Teller der anderen zu schauen (aufhören <a href="https://judentum.online/warum-versuchte-korach-einer-der-aelteren-mitglieder-des-stammes-der-leviten-mosches-autoritaet-zu-untergraben-parascha-korach/">Korach</a> und Kain zu sein), und damit beginnen, das zu tun, wofür uns der Schöpfer selbst aus dem Nichts gerufen hat! Wir sollten das Leben und den Respekt in vollkommener Gleichberechtigung gemäß dem Rahmen, den uns der Schöpfer auferlegt hat, genießen!</p>
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<p>Und wenn Sie damit nicht einverstanden sind &#8230; dann lassen Sie die Finger von Religion, leben Sie so, wie Sie möchten, und glauben Sie, was Sie wollen – denn Sie haben jede Freiheit dazu!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Judentum Basiswissen</title>
		<link>https://judentum.online/judentum-basiswissen/</link>
					<comments>https://judentum.online/judentum-basiswissen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rav Reuven Kuklin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Nov 2023 21:19:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Begriffe Erklärt]]></category>
		<category><![CDATA[Grundlagen für Noachiden]]></category>
		<category><![CDATA[Begriffe]]></category>
		<category><![CDATA[Grundsteine]]></category>
		<category><![CDATA[jüden]]></category>
		<category><![CDATA[Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtjuden]]></category>
		<category><![CDATA[Schöpfer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[welt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://judentum.online/?p=4419</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Judentum ist eine jüdische Religion, die auf dem Wissen basiert, das unser Volk vom Schöpfer auf dem Berg Sinai erhalten hat (Die Tora). Dieses Wissen wird unverändert von Generation zu Generation weitergegeben. Woran glauben die Juden und Bnei Noach? 13 Prinzipien der jüdischen Religion laut Rambam (Traktat Sanhedrin): Der Schöpfer ist die Quelle der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das <a href="https://judentum.online/judentum-was-ist-das/">Judentum</a> ist eine jüdische Religion, die auf dem Wissen basiert, das unser Volk vom Schöpfer auf dem Berg Sinai erhalten hat (Die <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a>). Dieses Wissen wird unverändert von Generation zu Generation weitergegeben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Woran glauben die Juden und Bnei Noach?</h2>



<h3>13 Prinzipien der jüdischen Religion laut Rambam (Traktat Sanhedrin):</h3>



<ul>
<li>Der Schöpfer ist die Quelle der Lebensunterhalt der ganzen Welt.</li>
<li><a href="https://judentum.online/was-ist-der-name-von-gott-im-judentum/">Gott</a> ist Eins und Einzig</li>
<li>Gottes Immaterialität</li>
<li>Vorrang des Schöpfers</li>
<li>Dienst nur für den Schöpfer (kein <a href="https://judentum.online/haben-engel-die-freie-wahl-zwischen-gut-und-boese/">Engel</a>, kein Sohn, kein <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rebbe</a> ist unser Gott, dem wir dienen und zu dem wir beten)</li>
<li>Die Prophezeiung</li>
<li>Die Größe des Mosches und seiner Prophezeiungen</li>
<li>Die Wahrhaftigkeit der Tora</li>
<li>Die Unveränderlichkeit der Tora</li>
<li>Kenntnis des Schöpfers über alles, was geschieht</li>
<li>Die Belohnung für die Erfüllung Seines Willens und die <a href="https://judentum.online/was-ist-gehenom-gehinnom-hoelle-rav-avigdor-miller/">Bestrafung</a> für die Verstöße</li>
<li>Ankunft von Maschiach</li>
<li>Auferstehung von den Toten</li>
</ul>
<p>Hier gehts zum detaillierten Artikel der <a href="https://judentum.online/13-glaubensfundamente-von-rambam-mit-erklaerung/">13 Prinzipien von Rambam</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Grundbegriffe des Judentums</h2>



<h3>Vorstellung von Gott</h3>



<p>Laut Judentum ist Gott unerklärlich, immer existent, und zwar noch vor der eigentlichen Existenz und hat unendlich viele Namen, Der, Der die ganze Welt erschaffen hat und ihre Existenz ständig erneuert. Die wahre Natur Gottes kann nicht verstanden werden. Das einzige, was wir über Ihn wissen können, ist die Einstellung des Schöpfers zu Seinen Geschöpfen. Gott hat keinen Körper, er ist Eins und unteilbar, das heißt, er besteht aus keinen Teilen.</p>



<h3>Menschheit</h3>



<p>Der Schöpfer schuf den Menschen, um ihm das größte Wohl zu geben, das es je geben kann. Zu diesem Zweck wurden sowohl <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a> als auch <a href="https://judentum.online/was-sagt-der-talmud-ueber-nichtjuden/">Nichtjuden</a> geschaffen. Und sowohl Juden als auch Nichtjuden werden von Gott geliebt, wie es in Pirkey Avot (3:14) steht: „Der Mensch ist geliebt, denn er nach dem Bild und der Ähnlichkeit des (Schöpfers) geschaffen wurde.“ Damit die Menschen nicht den Kontakt zum Schöpfer und zu eigener Menschlichkeit verlieren, hat Gott allen Bewohnern der Welt befohlen, die sieben Gebote zu halten, die als &#8220;<a href="https://judentum.online/bnei-noach/7-obergebote/">Die Sieben Gebote der Kinder Noachs</a>&#8221; bezeichnet werden. Wer diese Gebote beachtet, wird in zukünftiger Welt ein Erbe erhalten.</p>



<p>Der Schöpfer wählte das jüdische Volk, damit er aufgrund seiner Nähe zu Ihm allen Menschen auf der Welt helfen würde, sich auch dem Gott zu nähern. Zu diesem Zweck wurde die Tora dem jüdischen Volk gegeben &#8211; eine Art göttliche Unterweisung und 613 Gebote. Dies bedeutet jedoch nicht, dass <a href="https://judentum.online/wer-ist-besser-die-juden-oder-nichtjuden/">Juden besser sind</a> als andere. Jeder auf der Welt hat seine eigene Mission, und alles hängt davon ab, wie ein Mensch das erfüllt, was ihm anvertraut ist.</p>



<p>Und im Buch Tana Devei Eliyahu sagt der Prophet Eliyahu: „Ich nehme als Zeugen die Erde und den Himmel zu mir, ob es ein <a href="https://judentum.online/was-ist-die-etymologie-des-wortes-jude/">Jude</a> ist, ob es kein Jude ist, … <strong>alles hängt von den Handlungen des Menschen ab</strong>, und in Übereinstimmung mit ihnen ist der Geist der <a href="https://judentum.online/was-ist-heiligkeit-im-judentum/">Heiligkeit</a> in ihm.“ (Kap. 7).</p>

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			<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/judentum-basiswissen/">Judentum Basiswissen</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
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		<title>13 Glaubensfundamente von Rambam mit Erklärung</title>
		<link>https://judentum.online/13-glaubensfundamente-von-rambam-mit-erklaerung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ariela Guseva]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2023 10:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen für Noachiden]]></category>
		<category><![CDATA[Interessantes im Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[Mann]]></category>
		<category><![CDATA[13 Glaubensfundamente]]></category>
		<category><![CDATA[13 Prinzipien von Rambam]]></category>
		<category><![CDATA[Grundprinzipien]]></category>
		<category><![CDATA[Rambam]]></category>
		<category><![CDATA[Rav Zwi Wassermann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vortrag bei einem unterirdischen Seminar in Leningrad im Jahr 1980 Der menschliche Geist hat immer versucht, die Essenz des Phänomens zu verstehen. Als ein Mensch sich mit einem wichtigen spirituellen System vertraut machte, versuchte er, das Wesentliche vom Unwesentlichen, das Haupt vom Sekundären zu trennen. Das östliche Denken wandte sich besonders oft dem lakonischen Aphorismus [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/13-glaubensfundamente-von-rambam-mit-erklaerung/">13 Glaubensfundamente von Rambam mit Erklärung</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Vortrag bei einem unterirdischen Seminar in Leningrad im Jahr 1980</h2>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Der menschliche Geist hat immer versucht, die Essenz des Phänomens zu verstehen. Als ein Mensch sich mit einem wichtigen spirituellen System vertraut machte, versuchte er, das Wesentliche vom Unwesentlichen, das Haupt vom Sekundären zu trennen. Das östliche Denken wandte sich besonders oft dem lakonischen Aphorismus zu, um die Grundlagen eines oder jenes religiösen Phänomens auszudrücken. Und die <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a>, die wahren Söhne des Ostens, haben dies schon sehr lange getan; Die Weisen unseres Volkes drückten, als ob sie miteinander konkurrierten, das Wesen der jüdischen Religion mit einem Gedanken aus, manchmal sogar mit einem Satz. Viele Leute kennen die Antwort von r. Hillel der Ältere einem Heiden, der darum bat, alle jüdischen Lehren zu erklären, während er auf einem Bein stehen wird. „Tu keinem anderen, was du dir nicht wünschst“, lautet die Antwort des berühmten Weisen, „das ist die Essenz der <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a>. Alles andere sind nur Kommentare dazu. Geh und lerne. R. Akiva sah die Essenz der Tora, der jüdischen Lehre, in den Worten „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, die er oft und unerwartet kommentierte, wobei er Brillanz ihrer Tiefe und Fundamentalität zeigte.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Diese Tradition wurde von den Weisen des Mittelalters fortgesetzt. Viele von ihnen versuchten, das Wesen des jüdischen Glaubens in komprimierter Form zusammenzufassen, aber all diese frühen und späten Experimente wurden von einem kurzen Kompendium des Judentums überschattet, das der große jüdische Weise des 12. Jahrhunderts, <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbi</a> Mosche ben Maimon, zusammengestellt hatte, der den Juden als Rambam bekannt war (eine Abkürzung für die Wörter Rabbi-Mosche-ben-Maimon) und den Europäeren ats Maimonides. Die 13 von Rambam formulierten Glaubensprinzipien hatten tiefgreifende Auswirkungen auf viele Generationen von Juden. Ungefähr 700 Jahre lang, überall von Spanien bis Persien, in den alten und neuen Zentren des Judentums, wurden sie mit dem <a href="https://judentum.online/judentum-was-ist-das/">Judentum</a> im Allgemeinen identifiziert, in alle jüdischen Gebetbücher eingetragen und jeden Morgen von Juden wiederholt.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Es ist daher ganz natürlich, einen Vortrag über die Grundlagen unseres Glaubens in Form einer Darstellung der 13 Prinzipien von Rambam mit kurzen Erklärungen zu halten, die dem modernen Intellektuellen helfen, besser zu verstehen, was vor 700 Jahren für jeden Juden absolut klar war.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>***</p>
<h2>Folgend stehen 13 Glaubensfundamente die von Rambam formuliert wurden</h2>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>1. Ich bin vollkommen überzeugt, dass der Schöpfer, gelobt sei Sein Name, alle Geschöpfe erschafft und führt, dass Er allein alle Werke vollbracht hat, vollbringt und vollbringen wird.</h3>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wer ist Derjenige, Der an den Ursprüngen des Judentums steht und zu Dem die Beziehungen die gesamte Geschichte unseres Volkes ausmachen, ihre erhabensten und schwärzesten Seiten? Wer ist Er, an Wen richtet sich das ganze Wesen des Juden jeden Tag und jede Stunde? Wem widmet er seine feierlichsten Hymnen und die zärtlichsten Zmirot &#8211; die Schabbatlieder? Wer ist Er, der fürchterliche G-tt der Juden, Der die Feinde Israels zittern lässt und im Lager der Freunde die Freude erreg? Unserer himmlischer Vater, König der Könige, Heiligster, Gesegnet sei er?</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Es ist kein Zufall, dass der Name, mit dessen Rambam Ihn nennt, der Name Schöpfer ist. Zum ersten Mal erscheint der Herr der Welt als Schöpfer aller Dinge und zeigt uns weiterhin jeden Tag seine schöpferische Essenz. Kein fröhliches Heer üppiger griechischer Götter schuf die Welt, in der wir leben, und er erschien nicht als Ergebnis eines erbitterten Kampfes zwischen Gut und Böse, wie sich dies die Anhänger Zoroasters vorstellen. Nein. Der Allmächtige selbst schuf Himmel und Erde und all ihr Heer; Er schuf alles, was die Erde bewohnt: die Tier- und Pflanzenwelt und einen Menschen, der berufen ist, Ыein jüngerer Partner zu werden.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Gerade weil Er der einzige und einzigartige Schöpfer unserer ganzen Welt ist. Er ist auch ihr voller Meister und Souverän, der alle Schöpfungen regiert. &#8220;Der König der Könige&#8221; nennen ihn Juden. Alles unterliegt Ihm und nichts ändert sich ohne Seinen Willen. Von der Bewegung der Sterne und Galaxien bis zur Bewegung, Entstehung und dem Tod des kleinsten Virus &#8211; alles steht unter Seiner Kontrolle und Führung. Seine verborgene Präsenz ist in jedem Ereignis zu spüren. Vor fast 4000 Jahren verstand dies uns sah es unser Patriarch Awraham. »Stellen Sie sich einen Mann vor«, sagte er, »der durch den Wald ging und einen in Flammen versunkene Palast sah. Ist es möglich, hätte eine solche Person gedacht, dass dieser Palast keinen Besitzer hat? Ist es möglich, dass sein Schicksal niemanden beunruhigt? So ist unsere Welt!&#8221;</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>„Der in Flammen versunkene Palast“ &#8211; so erschien unsere Welt dem Blick des großen Patriarchen und ist es auch heute noch. Awraham glaubte nicht nur, dass dessen Besitzer existiert, er begann nach Ihm zu suchen. Und der Besitzer offenbarte sich ihm, denn &#8220;Gott ist allen nahe, die nach Ihn rufen.&#8221; Und seitdem sind wir, die Nachkommen <a href="https://judentum.online/abraham-avraham-vorvater-des-judischen-volkes-ausfuehrliche-biographie/">Awrahams</a>, das ewige Zeugnis der Gegenwart des Allmächtigen auf dieser Welt, manchmal der einzige Beweis&#8230;</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Im Morgengebet finden wir solche Worte: „&#8230; jeden Tag erneuert das Werk der ursprünglichen Schöpfung.“ Das Werk der Schöpfung ist nicht auf die ersten sieben Tage der Existenz der Welt beschränkt.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wenn der Schöpfer nicht jeden Tag den großartigen Schöpfungsprozess wieder aufnehmen würde, würde unsere Welt in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehren: Alles würde sich in Nichts verwandeln. Und was wir jeden Tag sehen: Sonnenaufgang, Schnee und Regen und unsere vom Abend hintergelassene Arbeit, Gras, Bäume und Häuser sind die gleichen wie gestern &#8211; all dies ist das Ergebnis eines „kleinen“ Wunders, das wird vom Schöpfer geschaffen &#8211; die ständige Erneuerung der Schöpfung.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Ein Heide angefordete r. Akiva ihm die Existenz von G-tt zu beweisen. R. Akiva beantwortete dies mit einer Frage: &#8211; Sag mir, wer hat deine Kleidung für dich genäht? &#8211; Akiva, was?! Du bist ein Weiser. Weißt du nicht, dass die Schneider die Kleidung nähen?</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>&#8220;Siehst du,&#8221; antwortete ihm r. Akiva &#8211; selbst ein einfacher Anzug kann nicht von alleine entstehen. Auch er hat einen Schöpfer. Ihr behauptet aber, dass die ganze Welt von selbst aus dem Chaos entstehen kann, und ihr bemerkt nicht, dass die Pracht dieser Welt ihren Schöpfer jeden Moment verherrlicht und Seinen Dasein bezeugt.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>2. Ich bin vollkommen überzeugt, dass der Schöpfer, gelobt sei Sein Name, einzig ist und dass es in keiner Beziehung eine Einigkeit gibt gleich Ihm, dass Er allein unser Gott war, ist und sein wird.</h3>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Jede Einheit, die wir uns vorstellen können, ist eine zusammengesetzte Einheit. Dieses Konzept selbst impliziert das Vorhandensein von Teilen, die miteinander verbunden sind. So ist die Einheit von Mensch und Maschine, so ist die Einheit der Vielzahl materieller Zahlen, Punkte, aus denen die Zeichnung besteht, Buchstaben, aus denen die Wörter bestehen. Alle Elemente der Schöpfung sind in unserem Bewusstsein zu einer einzigen Harmonie vereint.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>So ist der Schöpfer selbst nicht. Beim Erschaffen alle Kräfte und Objekte der Welt und bleibt Er völlig getrennt, über jeden von ihnen und über jede ihrer Gesamtheit aufgestiegen. Er ist der Schöpfer der Kräfte, aber er ist nicht die Summe dieser Kräfte. Die sind keine Bestandteile von Ihm. G-tt erschafft jedes Element der Welt aus dem Absoluten Nichts. Dieses Element entsteht ausschließlich dank Seines Willens und fügt daher nichts zum Wesen des Schöpfers hinzu, ergänzt es nicht. Dies ist die Bedeutung der Worte von Rambam „einfache Einheit“, eine Einheit, die wir nicht bestimmen oder fühlen können. &#8220;Einfache&#8221;, nicht zusammengesetzte. Einheit jenseits aller denkbaren Kombinationen und Verbindungen. Das jüdische Hauptgebet, das zweimal am Tag gelesen wird, weist ihn genau darauf hin: „Höre, Israel! G-tt ist unser G-tt, G-tt ist eins.“ Es verkündet das wichtigste Prinzip des jüdischen Glaubens: Die Welt ist nicht Teil G-ttes, die Welt wird von Ihm geschaffen, trägt aber nichts zu seiner Vollkommenheit bei. Die Vielfalt der Schöpfung verletzt nicht die einfache Einheit des Schöpfers!</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>3. Ich bin vollkommen überzeugt, dass der Schöpfer, gelobt sei Sein Name, kein Körper ist, dass auf Ihn die Eigenschaften eines Körpers nicht anzuwenden sind, dass es nichts gibt, mit Ihm zu vergleichen.</h3>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wir unterscheiden ein Objekt der Schöpfung von einem anderen entlang der Grenze, die sie trennt. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um ein physisches oder konzeptionelles Objekt handelt. Der Schöpfungsprozess selbst bestand darin, Grenzen zwischen Phänomenen zu erschaffen. Dementsprechend sind die Begriffe „Körper“, „Erscheinung“, „Ähnlichkeit“ Elemente der Schöpfung, da sie in keiner Weise vom Begriff „Grenze“ getrennt werden können.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wenn wir über G-tt sprechen, dass er unendlich ist, meinen wir nicht nur physikalische oder mathematische Unendlichkeit. Die Unendlichkeit des Schöpfers bedeutet, dass Er keine Einschränkungen in allen möglichen Sinnen hat. Er erschafft Grenzen, ist aber durch nichts begrenzt. Und wenn so ist es, können sich solche Konzepte wie „Körper“, „Erscheinung“, „Form“, „Ähnlichkeit“, „Bewegung“ nicht auf Ihn beziehen.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Darüber spricht die Tora: &#8220;Denn ihr habt keinerlei Gestalt gesehen an dem Tag&#8221; (<a href="https://judentum.online/torah-online-buch-5-dewarim-ganz/">Dewarim</a> 4:15)</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wie können wir dann die zahlreichen Anthropomorphismen verstehen, die oft in der Schrift zu finden sind und normalerweise viele Fragen aufwerfen: G-tt hörte, sah &#8230; und der G-tt sprach &#8230; Die Hand des G-ttes war auf ihn&#8230; usw.?</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Ihre allgemeine Erklärung lautet wie folgt. Die Tora wurde uns gegeben, damit wir gemäß dem darin dargelegten Willen des Schöpfers handeln. Daher „spricht die Tora in der Sprache der Menschen“ und beschreibt die Handlungen des Schöpfers in der Schöpfung, d.h. Seine Manifestation in von Ihm erschaffenen Grenzen. In diesem Fall wird das Vergleichen der göttlichen Handlungen zu den menschlichen legitim und gibt uns die Möglichkeit, dem göttlichen Willen in der göttlichen Schöpfung zu folgen. Wie unsere Weisen sagten: &#8220;Wie Er barmherzig ist, so sei auch du barmherzig, wie Er geduldig ist, so sei auch du geduldig.&#8221;</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>***</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Einmal geriet der Kaiser Adrian in einen Streit mit r. Jehoschua darüber, ob G-tt, der sowohl Himmel als auch Erde und ihre gesamte Heer geschaffen hat, für das menschliche Auge unsichtbar und für andere Gefühle unverständlich ist. &#8220;Ich werde deinen Worten nicht glauben&#8221;, sagte der Kaiser, &#8220;bis du mir Ihn zeigst.&#8221;</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Als es Mittag war brachte r. Jehoschua den Adrian in die Sonne und sagte zu ihm: &#8220;Schau gut hin und du wirst Ihn sehen.&#8221; &#8220;Aber wer kann denn auf die Sonne schauen?&#8221; &#8211; sagte Adrian überrascht. &#8220;Du sagst es,&#8221; antwortete r. Jehoschua. &#8220;Wenn es unmöglich ist, auf die Sonne zu schauen, die einer der vielen Diener des Herrn ist, ist es denkbar, den Herrn selbst zu sehen, dessen Herrlichkeit das Universum erfüllt?&#8221;</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>4. Ich bin vollkommen überzeugt, dass der Schöpfer, gelobt sei Sein Name, allein vor allem war und nach allem sein wird.</h3>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Auf den ersten Blick erscheint dieser Prinzip überflüssig zu sein: Da der Herr eins ist und darüber hinaus der Schöpfer aller Dinge ist, ist es klar, dass Er allen Kreaturen vorausging und auch in dem Fall existieren wird, wenn der Rest der Welt verschwindet. Es gibt jedoch noch eine weitere Möglichkeit, die insbesondere in der griechischen Mythologie dargelegt wird, wo dem Erscheinen des Olymp der Götter unter der Leitung von Herrscher Zeus ein langer Kampf der unheimlichen übernatürlichen Quellen und Elemente vorausging, der schließlich mit der Schaffung der Erde, der Menschen und des Weltraums endete. Ähnliche Darstellungen gab es auch bei den alten Ägyptern, Babyloniern und Persern. Und bis jetzt ist es für den menschlichen Geist schwierig, sich mit der Idee der Schöpfung aus dem Nichts zu „versöhnen“ und sogar in einem begrenzten Zeitraum von sechs Tagen vollendet zu sein. Viel süßer für seine Seele und seinen Geist sind das „ursprüngliche Chaos“, der „Ozean der ursprünglichen Materie“, der Kampf der Götter und Titanen und Kronos, der seine Kinder verschlingt. All dies ist klarer und befriedigt das ästhetische Gefühl vollständiger als der unsichtbare Schöpfer, der aus einem so kleinen &#8220;Nichts&#8221; eine so große Welt erschafft.</p>
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<p>Das 4. Prinzip besagt, dass dem Schöpfer keine Entität vorausgegangen war, dass kein Grund für Seine Existenz erforderlich ist. Das ist aber noch nicht alles.</p>
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<p>Zusätzlich zu dem Hinweis, dass nur der Allmächtige der Schöpfung vorausging, ist in diesen Worten eine andere Bedeutung verborgen (nur eine denn?): „G-tt ist nicht nur die Quelle von allem, jeder Situation, jedem Konflikt, jeder Tatsache, sondern auch was die ganze Welt sucht, sowohl im Ganzen als auch jede ihrer einzelnen Teile. Er ist der Letzte in dem Sinne, dass alle Situationen und Beziehungen zielgerichtet sind und ihre letzte Erlaubnis in Ihm finden.“</p>
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<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>5. Ich bin vollkommen überzeugt, dass zum Schöpfer, gelobt sei Sein Name, allein es sich gebührt zu beten, und dass es sich nicht gebührt zu einem außer Ihm zu beten.</h3>
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<p>Die jüdische Religion wird oft als strenger oder reiner Monotheismus bezeichnet. In ihrer Strenge, in ihrem Eifer, die Reinheit des Monotheismus vor der Versuchung des Pluralismus zu retten, haben sie, nach der Meinung des modernen Menschens, mehr öfter als er wollte, die Grenze überschreiten, die feste Lebensprinzipien von Fanatismus und Obskurantismus trennt. Ein solcher Humanist sieht es nicht als beschämend an, zum Beispiel, von Zeit zu Zeit bei einem ortodoxen Gottesdienst anwesend zu sein, und die Tatsache, dass dieser Gottesdienst wegen einem von den Juden getöteten Heiligen durchgeführt wird, kühlt seinen ökumenischen Eifer nicht im geringsten. Ist es wirklich so, dass derjeniger, der die Religion als ein sterbendes Element des nationalen Lebens, der Tradition oder, im Extremfall, als Zuflucht für die Schwachen im Geist betrachtet, kann keine breite Geste aus der Höhe seiner humanistischen Weltanschauung machen? Natürlich, mag er dies auch machen, und, in der Regel, am Ende des Lebenswegs davon überzeugt wird (wenn die Ehrlichkeit nicht verloren geht), dass von den festesten Prinzipien fast nichts mehr übrig geblieben ist. Eine andere Sache sind die Juden.</p>
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<p>Wir sind ein Volk, dessen Geschichte aus Treffen mit G-tt besteht. Ausgehend von früheren Erscheinungen vor den Vorfahren, von der großen Sinai-Offenbarung &#8211; diese Treffen sind die Essenz der Existenz von Juden als Volk. Die Beziehungen Gottes und seines Volkes entwickelten sich auf unterschiedliche Weise, aber immer zogen das Volk als Ganzes und seine einzelnen Vertreter Vitalität und Standhaftigkeit in den Dienst zu ihrem Schöpfer. Juden sind Menschen, die die Erinnerung an die Offenbarung bewahren und seitdem die göttliche Gegenwart in der Welt entdecken konnten. Es ist daher verständlich, dass sie die Reinheit ihres Dienstes aufrechterhalten möchten: Wenn Sie Wasser aus einer Quelle entnehmen, liegt es in Ihrem Interesse, die Reinheit dieser Quelle aufrechtzuerhalten. Der strenge Fokus des Dienstes an G-tt allein ist keine Frage der Breite der Seele oder der Flexibilität des Geistes &#8211; es ist eine Bedingung, von deren Einhaltung das ganze Leben des jüdischen Volkes abhängt.</p>
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<p>Dieser Dienst erfordert viel Spannung des religiösen Gefühls und war jenseits der Macht des Christentums und sogar der Religion, die oft als monotheistisch bezeichnet wird &#8211; Islam. Als sich das Christentum ausbreitete, wurden heidnische Götter in Form der Schutzheiligen von Städten, bemerkenswerten Orten und Gütern zu seinem exquisiten Amalgam verschmolzen. Weit verbreitete sich die Verehrung der heiligen Relikte, heiligen Gegenstände: Stücke des Kreuzes, des Leichentuchs, des heiligen Grabes. Der Dienst der Jungfrau Maria ersetzt manchmal, besonders unter Katholiken, den Dienst zu dem Allmächtigen selbst. Es ist kein Geheimnis, dass genau ihr die leidenschaftlichsten und aufrichtigsten Gebete angeboten werden.</p>
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<p>Sogar im Islam, dessen Anhänger, besonders anfangs, der Reinheit ihres Glaubens sehr streng folgten, wurden der Kult der Märtyrer, Heiligen und der Kult des verborgenen Imams weit verbreitet.</p>
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<p>Und nur Juden bieten ihre Gebete allein ihrem himmlischen Vater an. Die Propheten? Nun, sie waren außergewöhnliche Menschen, und der größte von ihnen, Mosche Rabbeinu, war ein Riese, der mehr tat, als ein Mensch tun konnte. Die Verfasser der Pessach-Hagada erwähnten seinen Namen jedoch mit dem Absicht nicht, um nicht einmal den Schatten eines Wunsches zu verursachen, zu ihm zu beten. König David, dessen Seele eine durchschlagende Leier in den Händen des Schöpfers war, war ein vollkommen gerechter Mann, aber ein <a href="https://judentum.online/was-ist-die-etymologie-des-wortes-jude/">Jude</a>, der das Grab Davids verehrte, hätte zumindest seltsam ausgesehen.</p>
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<p>Es ist niemandem in den Sinn gekommen, die Weisen, die Gerechten, die Märtyrer, die mehr als genug gaben, zu kanonisieren. Ein Jude neigt niemals den Kopf vor irgendjemandem: Im Osten war dies allen bekannt &#8211; vom letzten armen Jungen bis zum römischen Kaiser, dessen Person als heilig galt. Als der Kaiser während eines großen Audienzs unter Dutzenden mit dem Gesicht zum Boden gefallener Menschen die bescheidene, aber aufrecht stehende Menschen entdeckte, wusste er, dass sie jüdisch waren, und er wusste auch, dass er sie mit keiner Kraft zwingen konnte, sich vor ihm zu beugen. Jeder Versuch, eine Statue des Kaisers im Tempel zu errichten, führte zu einer offenen Rebellion, und die stolzen römischen Legionen entfernten ihre Abzeichen, als sie die Heilige Stadt betraten. Die „absurde Hartnäckigkeit“, die uns als Volk bewahrt hat.</p>
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<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>6. Ich bin vollkommen überzeugt, dass alle Worte der Propheten Wahrheit.</h3>
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<p>In der Zeit des Ersten Tempels (X-VI Jahrhundert v. Chr.) waren die Seelen der Menschen viel sauberer als in unserer Zeit. Die Gerechtesten von ihnen erreichten einen besonderen Zustand, als die göttliche Weisheit ihren Seelen direkt offenbart wurde. Das waren die Propheten.</p>
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<p>Prophezeiung &#8211; die Botschaft des Schöpfers, die auf so direkte Weise empfangen wurde, könnte eine Vielzahl von Themen betreffen: von einfachen Alltagsereignissen bis zu den grandiosesten Ereignissen, die das Schicksal der Völker und Staaten entschieden haben. Zu dieser herrlichen Zeit durchstreiften Tausende von Propheten die Straßen und Städte des Landes Israel, prophezeiten auf Basaren und Plätzen. Aber nur 55 wurden im Tanach erwähnt. Die Wahrheit genau ihrer Prophezeiungen ist das, was Rambam meinte.</p>
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<p>Was unterscheidet sie denn von den anderen Tausenden? Selbst wenn die Botschaft, zu deren Übermittlung sie aufgerufen wurden, ganz bestimmte Personen, Orte und Nationen betrifft, ist der Inhalt der Prophezeiung immer noch unermesslich tiefer als ihre Oberflächenhülle. Es ist zeitlos, es richtet sich an alle Juden zusammen und an jeden einzeln, wo immer er sein und in welcher Zeit er leben möge.</p>
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<p>Nicht alles ist den Zeitgenossen des Propheten in diesen Worten klar, die von seinen Lippen rausfliegen, und fast immer sind sie ihnen unangenehm. Die Mission des Propheten ist unglaublich schwierig. sie bringt ihm zahlreiche Probleme, gefährdet oft sein Leben; aber dadurch, dass der Prophet „die Hand des Herrn fühlt“, kommt er dennoch mit Prophezeiung zu Menschen heraus; selbst wenn seine Seele unter dem Joch der dunkelsten Vorahnungen stöhnt.</p>
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<p>Die acht Bücher der Propheten sind Teil der schriftlichen Tora. Den wahren Inhalt der Botschaft zu verstehen, die der Allmächtige uns sendet, können wir nur wenn wir die schriftliche und die mündliche Tora miteinander kombinieren. Beide Teile der gesamten Tora wurden von Mosche Rabbeinu am Sinai empfangen (dies wird nachstehend in der Erklärung des 8. Glaubensprinzips näher erläutert.)</p>
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<p>Diese Tatsache verdient eine mehrfache Wiederholung, da zu oft die heiligen Schriften im Allgemeinen und die Bücher der Propheten im Besonderen missverstanden werden, entweder nach dem „gesunden Menschenverstand“ oder nach dem Kontext der „universellen menschlichen Kultur“. Aber die Wahrheit in dieser Welt liegt niemals an der Oberfläche. Die Wahrheit ist die Tora, die Ganzheitliche Tora. Das Eindringen nach innen erfordert ernsthafte Arbeit und das Überdenken der &#8220;unerschütterlichen&#8221; Konzepte. Aber diese Arbeit ist dankbar und das Ergebnis ist wunderschön!</p>
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<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>7. Ich bin vollkommen überzeugt, dass die Prophetie unseres Lehrers Mosche, Friede sei mit ihm, wahrhaftig war und dass er das Haupt war der Propheten, die vor ihm waren und die nach ihm kamen.</h3>
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<p>Diese wenigen Zeilen enthalten in der Tat eine Aussage von außerordentlicher Kapazität und Bedeutung. Was ist die Prophezeiung von Mosche Rabbeinu (unserem Lehrer)? Dies ist in der Tat die gesamte Tora &#8211; schriftliche und mündliche: alles, was im Pentateuch steht, der nach Mosche benannt wurde, und alles, was an Jehoschua bin Nun mündlich übermittelt wurde. So enthält die Prophezeiung von Mosche viele Informationen über die Erschaffung der Welt durch den Allmächtigen und Seinen Krönung in der Welt, über das Leben der Patriarchen und die zu ihnen gegebenen Verheißungen, über das Leben der Söhne Israels in Ägypten, die Sklaverei und einen unvergleichbaren Auszug aus dieser Sklaverei, die vom Hand der Allmächtigen durchgeführt wurden, über Gebote, die dem jüdischen Volk den Weg zeigen, wie ihre Mission zu erfüllen ist: dem Dienst zu dem unsichtbaren Schöpfer, Der sich in der Welt so deutlich offenbart hat und immer noch offenbart. Es ist also absolut fair zu sagen, dass die göttlichen Offenbarungen, die dem jüdischen Volk durch Mosche Rabbeinu gemacht wurden, die Grundlage sind, die bedingungslose Grundlage des jüdischen Glaubens und Lebensstils, zu denen die Prophezeiungen von solchen Riesen wie Ischaya und Jeremiah und solche Bücher, wie Kohelet (Prediger) und Hiob, voll der tiefsten und geheimsten Weisheit, sind nicht mehr als Ergänzungen, Erklärungen, Fußnoten.</p>
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<p>Die beispiellose Bedeutung, Vollständigkeit und <a href="https://judentum.online/was-ist-heiligkeit-im-judentum/">Heiligkeit</a> dessen, was durch Mosche an die Juden, an die ganze Welt weitergegeben wurde, macht ihn zum Oberhaupt aller früheren und zukünftigen Propheten, zu dem „Vater der Propheten“, wie Rambam es ausdrückt. Die Tora selbst sagt, dass &#8220;es in Israel keinen Propheten wie Mosche mehr gab, der G-tt von Angesicht zu Angesicht kannte&#8221;. Und selbst die Art und Weise, wie der Allmächtige sich dem Mosche offenbarte, entsprach der Bedeutung dieser Offenbarung: Mosche war der einzige Prophet, zu dem <a href="https://judentum.online/was-ist-der-name-von-gott-im-judentum/">Gott</a> nicht in einem Traum erschien, nicht in vagen Bildern und vagen Hinweisen, sondern in Wirklichkeit &#8211; und sich in hellen, feurigen Phänomenen offenbarte, an denen kein Zweifel bestand wegen ihrer Natur, Charakter und Inhalt.</p>
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<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>8. Ich bin vollkommen überzeugt, dass die ganze Lehre, die sich jetzt in unseren Händen befindet, unserem Lehrer Mosche, Friede sei mit ihm, übergeben worden ist.</h3>
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<p>Der Rambam betont hier das Wort &#8220;ganze&#8221;. Und dies in zwei verschiedenen Sinnen.</p>
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<p>Erstens bedeutet dies, dass die gesamte Tora, die gesamte Lehre als Ganzes, d.h. sowohl schriftliche als auch ihre mündliche Teile wurden den Juden durch Mosche weitergegeben. Auf dem Sinai wurde ihm die gesamte Tora offenbart, und ihm wurde befohlen, einen Teil der Tora aufzuschreiben und einen Teil davon in der mündlichen Überlieferung von einem Mensch zu dem anderen zu übertragen. Mosche erfüllte diesen Befehl. Die schriftliche Tora, oder Chumasch, bildete den Kern des Tanachs &#8211; den jüdischen Heiligen Kanon. Die mündliche Tora wurde von Generation zu Generation von Lehrer zum Schüler weitergegeben, bis zum einen der schwierigen Momente der jüdischen Geschichte, als die Existenz unseres Volkes in Gefahr war, ein Teil davon wurde zuerst in Form der <a href="https://judentum.online/was-ist-mischna/">Mischna</a> (2. Jahrhundert) aufgezeichnet und dann in Form des Talmuds (5. Jahrhundert n.Chr.).</p>
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<p>Die schriftliche Tora, manchmal auch einfach als &#8220;Tora&#8221; genannt, besteht aus fünf Büchern und enthält neben vielen Grundgesetzen des jüdischen Lebens klare Hinweise auf die Existenz einer mündlichen Ergänzung dazu. Diese Ergänzung enthält sowohl zusätzliche Gebote als auch Möglichkeiten, die schriftliche Tora zu interpretieren, die ihren unendlichen Inhalt zu enthüllen ermöglichen.</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Die schriftlichen und mündlichen Lehren bilden eine untrennbare Einheit, und obwohl die jüdische Geschichte mehrere Versuche kennt, diese Einheit zu brechen und die Bedeutung des mündlichen Gesetzes herabzusetzen, scheiterten sie alle.</p>
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<p>Laut den Weisen von Mischna wurde Israel besondere Liebe geschenkt, indem es das Juwel erhielt, mit dem die Welt geschaffen wurde &#8211; die Tora. Die Tora existierte vor der Schöpfung. Sie ist denau dieser Plan, nach dem die Welt geschaffen wurde. Es ist klar, dass der Talmud nicht Pergament, Tinte und Buchstaben meint, da sie vor der Schöpfung nicht existierten, sondern das geistige Wesen der Welt, dessen irdische Verkörperung die Tora ist, die dem jüdischen Volk übermittelt wurde. Und hier besteht die zweite Bedeutung von Rambams Unterstreichung des Wortes &#8220;ganze&#8221; darin, die Tatsache zu bestätigen, dass uns die gesamte Tora und nicht nur ein Teil davon überlassen wurde. Der Mensch muss zu einem Juniorpartner des Schöpfers werden. Ohne seine Bemühungen wird die Welt nicht die gewünschte Vollkommenheit erreichen, daher gab der Allmächtige die gesamte Tora &#8211; den gesamten Schöpfungsplan &#8211; an die Menschen weiter, damit die menschliche Tätigkeit auf der Erde einen Zweck und eine Bedeutung findet.</p>
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<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>9. Ich bin vollkommen überzeugt, dass diese Lehre nicht umgetauscht werden wird und keine andere Lehre kommen wird vom Schöpfer, gelobt sei Sein Name.</h3>
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<p>Wie schon oben erwähnt wurde. Die Tora spiegelt das Wesen der Schöpfung wider. Sie ist ein Plan, sie ist ein Vorhaben und ein Weg. Der Schöpfungsplan, der Zweck und die Bedeutung seiner Existenz und der Weg, dem ein Mensch folgen muss, um das Werk zu vollenden, für das er geschaffen wurde: dem Schöpfer zu dienen. G-ttes Plan ist großartig und komplex, und die dem Menschen anvertraute Aufgabe ist äußerst schwierig. Die Juden, deren Existenz zu allen Zeiten fest mit der Tora verbunden war, lebten mit dem Wissen, dass die Zukunft der Welt von jeder ihrer Handlungen abhängt. Das mystische Gefühl der Zugehörigkeit zum Schöpfungswerk verlieh ihren Gedanken Schönheit und Größe, die sich dem geerdeten Geist völlig entzogen. Die Tora ist ewig.</p>
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<p>Es wurde uns vor dreieinhalbtausend Jahren gegeben und ist immer noch die Quelle der geistigen Stärke der Juden, der Freude ihres Herzens und der sorgfältig geschätzte Schatz. In dem Wort &#8220;TORA&#8221; ist &#8220;Or&#8221; zu hören &#8211; das Licht. Das Licht Israels, das alles um ihn herum beleuchtet, so nannte sie der weise König Schlomo. Der berühmte Rabbi Akiva in dem Gleichnis, das er erzählte, benannte die Tora als der einzige Lebensraum der Juden, in dem sie so leben können, wie Fische im Wasser. Aber um auf der Höhe zu bleiben, die die Tora von einem Menschen verlangt, muss er sich ständig bemühen. Zum Kompromiss neigender, immer bereit, dem „Verlauf der Ereignisse“ zu gehorchen, beeilt sich der menschliche Geist, die hohen Standards des Schöpfers als „veraltete, unnötige, geringfügige Vorschriften“ und die gesamte Tora als „eine Sammlung von Institutionen, die in primitiven Zeiten benötigt wurden, um die wilden Instinkte unserer Vorfahren einzudämmen“ zu erklären. Ein solcher moderner Mensch ist nicht ein Produkt ausschließlich unserer Tage: Der große jüdischer Denker sprach bereits vor acht Jahrhunderten über solchen Menschen. Zu allen Zeiten gab es Menschen in unserem Volk, die sich bemühten, die schwere Last der Auserwähltheit abzulegen, das aufzugeben, was uns zu einzigartigen Menschen machte, wie es in der ewigen Tora ausgedrückt wird &#8211; &#8220;den Bund mit G-tt aufzugeben&#8221;. Aber es gibt wirklich nichts Neues unter der Sonne. Und heute stehen wir vor denselben Aufgaben wie die Generation der Wüste, die Generation Davids, Hunderte von Generationen unserer Vorfahren &#8211; dem Weg der Tora zu folgen, den Tempel wieder aufzubauen, Maschiach zu befreien, das Gesetz zu errichten und den Namen des Allmächtigen unter den Nationen zu heiligen. Und heute antwortet der Allmächtige dem Volk Israel auf die ständige stumme Frage durch den Mund des Propheten Micha: „Oh, Mensch! Es wurde dir gesagt, was das Gute ist und was der G-tt von dir verlangt: fair zu handeln, gute Taten zu lieben und demütig und weise vor deinem G-tt zu wandeln.“</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Wenn alle Juden nur zwei Schabbate so durchgeführt hätten, wie es der Allmächtige von ihnen verlangt, wäre die ganze Welt von Übel und Ungerechtigkeit befreit worden!</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Er hat alles in seiner Macht Stehende getan und tut es: Er führte uns aus dem Ägypten heraus, ernährte uns in der Wüste, führte zum Sinai, gab die Tora, brachte uns an die Grenzen des verheißenen Landes und wendet Sein Gesicht trotz aller Sünden nicht von uns ab.</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Er hat an der ewigen und vollkommenen Tora nichts zu ändern. Und es besteht keine Notwendigkeit, eine andere Tora zu geben. Wir sind an der Reihe!</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>10. Ich bin vollkommen überzeugt, dass der Schöpfer, gelobt sei Sein Name, alle Werke der Menschenkinder und all ihre Gedanken kennt, denn es heißt: &#8220;Der insgesamt ihr Herz gebildet, Er durchschaut alle ihre Werke.&#8221;</h3>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>11. Ich bin vollkommen überzeugt, dass der Schöpfer, gelobt sei Sein Name, denen Gutes erweist. die Seine Gebote hüten, und diejenigen bestraft, die Seine Gebote übertreten.</h3>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Ich erlaubte mir, das zehnte und elfte Prinzip von Rambam zu kombinieren, da sie eng miteinander verbunden sind.</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Unter den vielen Namen und Beinamen, die die Juden dem Schöpfer verliehen haben, gibt es einen ungewöhnlichen, anders als andere Religionen oder theologische Systeme den G-tt vorstellen. Dieser Name ist Hai &#8211; &#8220;Lebendiger&#8221;. G-tt ist nach jüdischem Verständnis &#8211; ein lebendiges ewiges Wesen. Er ist aktiv an allem beteiligt, was auf Erden passiert. Obwohl er der Schöpfer der Welt und damit größer als die Welt ist, ist er gleichzeitig in der Welt selbst präsent: in jeder Situation, in jedem Prozess, in jedem Moment dieser komplexen Bewegung.</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Es gibt eine Theologie des Deismus, deren Anhänger (und es gibt viele von ihnen) glauben, dass G-tt, nachdem er die Welt erschaffen hatte, sie der Gnade des Schicksals überließ und sich nicht in das einmischte, was nach &#8220;natürlichen&#8221; Gesetzen geschieht. Der G-tt von Deisten &#8211; ist der G-tt von Philosophen, G-tt in gewissem Sinne „kalkulierter“, um logische Widersprüche aufzulösen, die in philosophischen (theologischen) Weltanschauungssystemen auftreten.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Das Gegenteil von Deismus ist der Pantheismus, der auch viele Anhänger hat. Pantheisten vergöttern die Natur, sie identifizieren Natur und G-tt und verehren die Natur, das heißt, sie denken, G-tt sei vollständig in die Welt eingetaucht.</p>
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<p>Anders stellen sich die Juden den G-tt vor: Die Tora beginnt mit einer Beschreibung der Erschaffung des Universums durch den ewigen Unsichtbaren, überhaupt nicht physisch repräsentierbarem G-tt. Die Welt war jedoch von Anfang an nicht seinen eigenen inneren weltlichen Angelegenheiten überlassen. Die Tora beschreibt die ständige Beteiligung des Schöpfers an aktuellen Ereignissen. Alles, was geschieht, ist das Ergebnis des gegenseitigen Handelns von Mensch und Schöpfer, Der Seinen Juniorpartner ständig auf ein Niveau, das er potenziell erreichen kann, zu heben versucht. Die Tora spricht von der Flut und dem gerechten Noah, der Ausrottung der Sünder von Sodom und Amora (Gomorra), den Bemühungen des Vorfahren Awrahams, die Wege zu verstehen, denen ein Mensch folgen sollte. Ein Mensch kann Kontakt mit G-tt aufnehmen, sich an Ihn wenden, fragen, beten, darauf bestehen. Während des Auszuges aus Ägypten sah das gesamte jüdische Volk den Eingrif in sein Schicksal von Denjenigen, Der die Welt erschuf, und den Patriarchen das Versprechen machte; Juden haben auch klar gesehen, dass die Geschichte, die vor ihren Augen passiert ist das Ergebnis sowohl der Bemühungen als auch des Willens des Schöpfers. Daher ist der Exodus derjenige Ereignis, zu dem die Erinnerung und die Gedanken des Juden immer wieder zurückkehren, das täglich seinen Glauben, seine Vorstellung von Dem, Der alle Ereignisse kontrolliert, Der allen Handlungen Richtung und Bedeutung gibt, nährt und stärkt</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Nichts entgeht dem „Blick“ des Allmächtigen, alles geschieht unter seiner Kontrolle und unter seiner Teilnahme. Er sieht und bewertet alle Angelegenheiten der Menschen. Er dringt sogar in Gedanken ein, und nur ein böser oder verirrter Mensch kann glauben, dass etwas Verborgenes vor Seinen Augen existiert.</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>G-tt sieht und fühlt alles, er ist der Meister, der Herr jeder Situation. Und jedoch begrenzt Er sich selbst, um den Menschen die <a href="https://judentum.online/freiheit-im-judentum/">Freiheit</a> im Auswahl der Wege zu geben. Genau diese Freiheit, die dem Menschen gegeben wurde, seine Fähigkeit, das zu erfüllen, wofür er geschaffen wurde, oder seiner Mission, seinem Schöpfer und Freund, den Rücken zu kehren &#8211; ermöglicht dem Schöpfer, die Gerechten zu belohnen und diejenigen zu bestrafen, die bewusst ihren Zweck, die Sinnhaftigkeit des Seins und die Kraft Gottes leugnen.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Der König der Könige regiert die Welt mit Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. Er achtet sorgfältig darauf, dass keine dieser Eigenschaften einen Vorteil erhält: Andernfalls wird die Welt entweder zerstört oder ertrinkt in der Sünde. Ein Mensch ist normalerweise eher dazu geneigt, auf die Barmherzigkeit Gottes zu vertrauen, als sich an Seine Gerechtigkeit und eigene Pflicht zu erinnern. Daher erscheint ihm die „ehrlich“ verdiente <a href="https://judentum.online/was-ist-gehenom-gehinnom-hoelle-rav-avigdor-miller/">Bestrafung</a> oft unverdient und die unzähligen Gnaden, mit denen, wie der Liebende Vater, der Allmächtige den Menschen überhäuft als „natürlich“ und weder erwähnenswert noch Dankbarkeitswürdig zu sein erscheint.</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Laut dem Judentum existiert die menschliche Seele nach dem Tod seines Körpers weiter. Viele Menschen haben Vorstellungen vom Leben nach dem Tod, nicht nur Juden sagen „in einer anderen Welt“. Aber alle widersetzen sich in der Regel der irdischen Welt und der anderen Welt, da sie die irdische Welt nur als eine unwürdige vorübergehende Zuflucht der unsterblichen Seele, etwas, das überwunden werden muss.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Juden betrachten diese beiden Welten als Bestandteile der Einen Welt, die auch jetzt noch nur durch eine dünne Trennwand getrennt sind, und am Ende der Tage werden sie deutlich in ihrer Einheit erscheinen, die für alle unbestreitbar wird.</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Daher kann der Seele in jedem Moment ihrer Existenz sowohl Belohnung als auch Bestrafung zuteil werden.</p>
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<p>Es wird oft folgende Frage gestellt: „Wenn der Allmächtige die Vergangenheit und die Zukunft kennt, weiß er auch, was ein Mensch in einer bestimmten Situation tun wird. Schränkt dieses Wissen nicht die Wahlfreiheit eines Menschen ein und stellt somit die Gerechtigkeit der göttlichen Bestrafung und Belohnung nicht in Frage? &#8220;</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Einmal diese Frage stellte der preußische König dem Rabbi Jonathan Eibeschutz. Er antwortete: „Ich werde dir anhand eines Beispiels deutlich zeigen, dass das Wissen der Zukunft die menschliche Freiheit in keinerlei Weise einschränkt. Du planst, eine deiner Städte zu besuchen. Es gibt zwei Tore in der Stadtmauer. Ich weiß mit Sicherheit, wie du die Stadt betreten wirst. Also schreibe ich es auf einem Stück Papier, und du versiegelst den Umschlag mit deinem königlichen Siegel. Wenn du in die Stadt reitest, öffne den Umschlag und stelle sicher, dass dieses Wissen dich zum Zeitpunkt deiner Entscheidung dich in keiner Weise eingeschränkt hat.“</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Der König machte sich auf den Weg. Als er sich der Stadtmauer näherte, sah er zwei Tore: ein großes, vorne und das andere kleine. Der König lenkte das Pferd zum großen Tor, blieb aber plötzlich stehen und begann nachzudenken. „Es ist zu einfach. Der Jude weiß, dass es nur zwei Eingänge zur Stadt gibt, und er glaubt natürlich, dass ich das große Tor benutzen werde. Man kann ihn nicht so leicht gewinnen lassen.&#8221; Und der König ging zu dem kleinen Tor, aber als er sie erreicht hatte, blieb er stehen. „Äh, nein. Der Jude ist schlau und, außerdem, er kennt mich gut. Er hat sicherlich den Verlauf meiner Gedanken vorausgesehen und in seiner Notiz ein kleines Tor angezeigt. &#8221; Mit diesem Gedanke fuhr der König erneut zum großen Tor. Und wieder wurde er von Zweifeln überwältigt. „Trotzdem ist es zu einfach. Der Jude wird raten und jeder wird über meine Unbefangenheit lachen. Ich muss zum kleinen Eingang zurückkehren.&#8221; Im Zweifel stürmten der König und sein Gefolge von einem Tor zum anderen und trauten sich nicht, die Stadt zu betreten. Und plötzlich dämmerte der König. „Ja, das ist es! Der Jude hätte das nicht vorhersehen können!“ Und er befahl seinen Soldaten, einen Teil der Stadtmauer zu brechen und fuhr mit seinem Gefolge in diese Bresche. Dann brachte ihm der Diener den Brief von Rabbi Jonathan. Der triumphierende König brach das Siegel und las, was darin geschrieben stand: &#8220;Der König bricht durch den Zaun!&#8221;</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>12. Ich bin vollkommen von der Ankunft des Gesalbten überzeugt, und wenn er auch zögert, trotzdem hoffe ich täglich auf ihn, dass er kommen wird.</h3>
<!-- /wp:heading -->

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<p>Die Ankunft von Maschiach ist eine der Grundlagen des jüdischen Glaubens, die rational schwer zu beschreiben ist. Aus dem Kontext des Alltags und der Geschichte des Volkes herausgenommen oder vom mystischen Leidensgefühl der Schechina &#8211; der im Staub liegenden göttlichen Gegenwart &#8211; getrennt, scheint es ein naiver Traum zu sein, ein Trost für den ewig verfolgten oder bestenfalls epischen „Ausdruck nationaler Ideale“. Dies ist jedoch nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Die Erwartung von Maschiach ist eine tägliche Aussage über die Bedeutung des Seins, Ausdruck einer tiefen Überzeugung, dass die Schöpfung ein bestimmtes Ziel hatte, dessen Erreichung in erster Linie von den Juden abhängt. Ein wichtiger Aspekt des Ziels ist die universelle Gerechtigkeit.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Maschiach &#8211; der Gesalbte ist ein Mann aus der Familie von König David, mit dessen Ankunft das Reich Gottes, das Reich der Gerechtigkeit, auf Erden errichtet wird, es werden keine unterdrückte und keine zu Unrecht beleidigte geben. Es wird keine Missetat und Gesetzlosigkeit geben. Die Tora wird in all ihrer Pracht leuchten, und ihre Weisheit wird sich manifestieren und allen Völkern offen stehen. Die ganze Welt wird nicht nur die Existenz des Schöpfers und seine Autorität erkennen, sondern Ihn auch bei einem Namen nennen. Wie es im Buch des Propheten Zacharja geschrieben steht: &#8220;An diesem Tag wird der G-tt einer sein und Sein Name wird einer sein.&#8221; Dann werden alle Sünden Israels gesühnt und G-tt wird alle auf die Erde zerstreuteten ins Land zurückbringen, die er unseren Vorfahren vor vielen tausend Jahren gegeben hat und aus der unser Volk von Ihm wegen schwerer Sünden vertrieben wurde.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Mit dem Aufkommen von Maschiach wird die Welt perfekt werden. Aber die Tagesanbruch, an dem das Horn ertönt und Eliyahu-HaNavi &#8211; Elijah, der Prophet &#8211; über die ganze Erde gehen und uns drängen wird, hinauszugehen und das begehrte Kommen des Gesalbten Gottes zu begrüßen, hängt von menschlichen Handlungen ab, davon, wie rein unsere Gedanken sind und ob sie dem G-tt zugewendet sind. Wie die jüdischen Weisen sagen: „Die Schlüssel zum Verlies, in dem der Maschiach schmachtet, liegen in unseren Händen. Jede gute Tat bricht eine Kette, jede Sünde legt ihm neue Fesseln auf.“</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Es gibt ein altes jüdisches Gleichnis, das die älteren Männer den jüngeren Jungen erzählen: „Vor den Toren Roms sitzt ein Bettler im Schlamm. Das ist Maschiach. Er sitzt und wartet. &#8220;„ Auf wen? &#8221; &#8211; fragt der Junge. Und er erhält die Antwort: &#8220;Auf dich.&#8221;</p>
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<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>13. Ich bin vollkommen überzeugt, dass die Auferstehung der Toten sein wird zur Zeit, die wohlgefällig sein wird dem Schöpfer, gelobt sei Sein Name und verherrlicht sein Gedenken immerfort und in Ewigkeit der Ewigkeiten.</h3>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Seele eines Menschen geht seiner Geburt voraus und verschwindet nicht mit seinem Tod. Sie wurde vom Allmächtigen geschaffen, um den materiellen Körper wiederzubeleben, so dass beim Abstieg von den höheren geistigen Welten in unsere niedere Welt &#8211; die wir mit unseren Sinnen fühlen können &#8211; trotz der vollständigen Verschleierung in dieser niederen Welt von göttlichen Anwesenheit, einen schwierigen Dienst zu erfüllen &#8211; die Gebote der Tora. Die Seele ist auch unsere Persönlichkeit. Ihr Aufenthalt im Körper ist eine wichtige, aber kurze Episode. Nach dem Tod eines Menschen wird die Tätigkeit seiner Seele bei der Erfüllung der ihr anvertrauten Mission vom Obersten Gerichtshof bewertet und sie beginnt ihre Reise zur Rückkehr zum Schöpfer. Es kann vorkommen, dass ihr Dienst im menschlichen Körper so gering eingeschätzt wird, dass sie, G-tt bewahre, die Gelegenheit zur Rückkehr verliert. Darüber spricht die Tora, dass eine solche Seele &#8220;von ihrem Volk ausgerottet wird&#8221;.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wir wissen auch, dass die Schöpfung ein Ziel hat, das als &#8220;die kommende Welt&#8221; genannt wird, und wir erreichen dieses Ziel, indem wir die Tora studieren und ihre Gebote in dieser Welt erfüllen. Im Allgemeinen ist die kommende Welt ein Zustand besonderer Harmonie, Gerechtigkeit und Reinheit, in dem sich das zuvor Verborgene offenbart und jede Seele den Großteil ihrer Belohnung für Werke erhält.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Und hier übermittelt uns der Rambam eine außergewöhnliche Sache: Die kommende Welt ist kein Königreich der Schatten, reine Seelen, &#8220;die ihre irdische Wohnstätte verlassen haben&#8221;. Dem Kommen der kommenden Welt geht die Auferstehung der Toten voraus, wenn die Seelen aller Menschen, die jemals gelebt haben, zu ihren wiedergeborenen Körpern zurückkehren, um mit ihnen und in ihnen die außergewöhnliche Offenbarung der göttlichen Wahrheit zu erfahren.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Auferstehung der Toten und das Kommen der kommenden Welt ist ein großes und komplexes Thema. Es ist unmöglich, es im Rahmen der Volksausstellung zu behandeln. Vertiefung erfordert Studium. Studium ist eine ernsthafte Arbeit. Jetzt wird es jedoch an der Zeit sein, über folgendes zu sagen.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Auferstehung von den Toten ist eine der Grundlagen des jüdischen Glaubens. Ja, ja, genau des Glaubens. Nicht der Wissenschaft &#8211; dem Reich des rationalen Verstehens, nicht der Kunst &#8211; das Reich der Gefühle und Emotionen &#8211; der Glaube! Sehr oft wird es als Backup für den menschlichen Geist missverstanden, als etwas Temporäres, das uns dient, bis der Geist einige Phänomene vollständig erfasst hat. Ein solches Glaubensverständnis ist extrem weit von der Wahrheit entfernt. Der Glaube ist die Fähigkeit der menschlichen Seele, die Wahrheit trotz des Mangels an Beweisen zu entdecken und anzuerkennen. Der Glaube ist eine mächtige Kraft, die den Geist übersteigt! Jeder kann seine Handlung fühlen, man muss nur genau zuhören, was in seiner eigenen Seele geschieht.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>***</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Ein paar Worte zum Schluss. Wenn der heutige kurze Vortrag Ihnen die Breite der jüdischen Lehre und ihren Horizont zeigte, dann zeigte er natürlich nicht seine Tiefe. Und der Punkt hier ist nicht nur, dass ein einfaches Gespräch nur über die Grundlagen einer mächtigen alten Lehre unvermeidlich flach sein wird und ihre Fülle und spirituelle Kraft schwach widerspiegelt, sondern dass wir heute über den Glauben im engeren Sinne des Wortes gesprochen haben, d.h. darüber, an was ein Jude mit seiner ganzen Seele und seinem ganzen Herzen glaubt, wie er sich den Schöpfer, die Welt, die Geschichte vorstellt. Und wir sagten nichts über die jüdische Lebensweise.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wenn Sie einen guten Vortrag über die Grundlagen des christlichen Glaubens oder des Glaubens der Muslime hören würdet, könnte man mit Recht sagen, dass ihr viel über das Wesen dieser Religionen gelernt hätten. Natürlich auch sie zeichnen sich durch die Lebensweise der Menschen aus, was manchmal als trockene Worte „Rituale und Bräuche“ bezeichnet wird. In diesen Religionen gibt es jedoch eine dünne, aber greifbare Trennung zwischen der Denkweise und der Lebensweise. Im Judentum gibt es sie nicht. Darin verschmelzen Glaube und Handeln in die Untrennbare, es ist unmöglich, eins ohne das andere zu verstehen. Ein Jude zu sein bedeutet, genau dies zu tun, was der Schöpfer uns geboten hat.</p>
<p>Der Autor ist <strong>rav Zwi Wassermann<br /></strong>Originaltext auf Russisch finden Sie <strong><a href="https://toldot.ru/articles/articles_802.html">hier</a></strong></p>
<!-- wp:paragraph --><!-- /wp:paragraph --><!-- /wp:paragraph -->
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		<title>✡ Israel und die Noachiden ✡</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rav Albert Shamonov]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Oct 2023 15:16:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen für Noachiden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>War dies nützlich? Ja (2) Nein Einreichen Abbrechen Vielen Dank für Ihr Feedback!</p>
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		<title>Welche Bedeutung steckt hinter Jude, Jehudi und Iwri.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rav Reuven Kuklin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Oct 2023 10:50:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Begriffe Erklärt]]></category>
		<category><![CDATA[Grundlagen für Noachiden]]></category>
		<category><![CDATA[Rabbinische Antworten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage: Shalom Kvod Harav, was ist die Bedeutung vom Wort Jude? Und was sind andere Wörter, z.B. Iwri und Jehudi. Das ist alles sehr verwirrend.Dank in Vorsaus.Mit feundlichen Grüßen Q. Antwort: Sehr geehrte O.! Im erklärenden Wörterbuch von Jefremowa wird in dem Artikel &#8220;Juden&#8221; zwei Bedeutungen dieses Wortes genannt: &#8220;1) Ursprünglich &#8211; Bewohner von Judäa, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading" id="h-frage">Frage: </h2>



<p>Shalom Kvod Harav, was ist die Bedeutung vom Wort <a href="https://judentum.online/was-ist-die-etymologie-des-wortes-jude/">Jude</a>? Und was sind andere Wörter, z.B. Iwri und Jehudi. Das ist alles sehr verwirrend.<br>Dank in Vorsaus.<br>Mit feundlichen Grüßen Q.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-antwort">Antwort:</h2>



<p>Sehr geehrte O.!</p>



<p>Im erklärenden Wörterbuch von Jefremowa wird in dem Artikel &#8220;Juden&#8221; zwei Bedeutungen dieses Wortes genannt: &#8220;1) Ursprünglich &#8211; Bewohner von Judäa, später &#8211; <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a>. 2) Anhänger des Judentums; Juden&#8221;. Die Juden werden in diesem Wörterbuch als &#8220;Volk&#8221; definiert. Es stellt sich heraus, dass gemäß der ersten Bedeutung des Wortes &#8220;Jude&#8221; die Wörter &#8220;Jude&#8221; und &#8220;Hebräer&#8221; die gleiche Bedeutung haben. Gemäß der zweiten Bedeutung ist jedoch der &#8220;Jude&#8221; nur derjenige Jude, der das <a href="https://judentum.online/judentum-was-ist-das/">Judentum</a> praktiziert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-jude-auf-hebraisch">Jude auf Hebräisch</h2>



<p>Auf Hebräisch werden Juden auch mit diesen beiden Wörtern bezeichnet: &#8220;Iwri&#8221; &#8211; Jude und &#8220;Jehudi&#8221; &#8211; Jude. Das Wort &#8220;Iwri&#8221; wird zum ersten Mal in der <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> verwendet, wenn von <a href="https://judentum.online/abraham-avraham-vorvater-des-judischen-volkes-ausfuehrliche-biographie/">Abraham</a> die Rede ist: &#8220;Und der Entronnene kam und berichtete Abraham dem Iwri&#8230;&#8221; (Genesis 14:13). Die Weisen erklären (Bereschit Rabba 42), dass Abraham so genannt wird, weil die ganze Welt auf einer Seite war und er auf der anderen war (Eber auf Hebräisch bedeutet &#8220;Seite&#8221;). Das wesentliche Merkmal von Abraham bestand also darin, dass er seine Meinung nicht den Ansichten seiner Zeit anpasste, sondern selbst danach strebte, die Wahrheit zu erkennen. Zur Zeit Abrahams wusste die ganze Welt nicht, dass es einen einzigen <a href="https://judentum.online/was-ist-der-name-von-gott-im-judentum/">Gott</a> gibt. Die Menschen glaubten, dass es verschiedene Kräfte (Götter) gibt, die die Welt regieren. Abraham jedoch akzeptierte diese Ansicht nicht. Er versuchte selbst, die ihn umgebende Welt zu analysieren, und erkannte angesichts der wunderbaren Harmonie, die in ihr herrschte, dass die Welt einen einzigen Herrscher hat.</p>



<p>Die Nachkommen Abrahams haben diesen Namen geerbt. Die Tora nennt das jüdische Volk an vielen Stellen &#8220;Iwrim&#8221; (Hebräer).</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-das-wort-jehudi">Das Wort &#8220;Jehudi&#8221;</h2>



<p> &#8220;Jehudi&#8221; oder auch Jude, ist im modernen Hebräisch weit verbreitet. Ursprünglich bezeichnete dieses Wort die Juden, die dem Stamm Jehuda angehörten. Aber im Tanach werden bereits alle Juden so genannt (zum Beispiel in Melachim II, 18:28, Jeremija 34:9, Esther 3:6). Möglicherweise liegt der Grund dafür darin, dass Jerusalem und der Tempel im Gebiet Jehudas lagen und das Stamm Jehuda im Laufe der Jahrhunderte dominant war, besonders nachdem König Sanheriv die anderen Stämme vertrieben hatte und sie unter den Völkern aufgingen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-im-talmud-uber-allgemeine-bedeutung">Im Talmud über allgemeine Bedeutung</h2>



<p>Im Talmud (Traktat Megila 13a) steht auch: &#8220;Wer den Götzendienst leugnet, wird Jehudi genannt.&#8221; Maarscha erklärt dies damit, dass die ersten Buchstaben des Wortes &#8220;Jehuda&#8221; die Buchstaben des Namens Gottes sind. </p>



<p>Mit freundlichen Grüßen, <br>Reuven Kuklin</p>

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		<title>Wie ist man ein gerechter Noachide (Nichtjude)?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Görtzen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Oct 2023 10:40:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen für Noachiden]]></category>
		<category><![CDATA[Bnei Noach]]></category>
		<category><![CDATA[Noahiden]]></category>
		<category><![CDATA[Rabbi Yaron Reuven]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Erklärung zu diesem Thema von Rabbi Yaron Reuven: „Die Gemara sagt in Traktat Hagigah, dass HaSchem die Tora mit schwarzem Feuer auf weißem Feuer geschrieben hat und das passierte 974 Generationen, bevor Er die Welt erschaffen hat. Anschließend schaute Er sich die Tora an und erschuf die Welt ihr entsprechend. Das bedeutet, dass Er [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Eine Erklärung zu diesem Thema von Rabbi Yaron Reuven:</h2>



<p>„Die Gemara sagt in Traktat Hagigah, dass <a href="https://judentum.online/was-ist-der-name-von-gott-im-judentum/">HaSchem</a> die <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> mit schwarzem Feuer auf weißem Feuer geschrieben hat und das passierte 974 Generationen, bevor Er die Welt erschaffen hat. Anschließend schaute Er sich die Tora an und erschuf die Welt ihr entsprechend. Das bedeutet, dass Er z.B. sah, dass es Koscher-Gesetze gibt und deshalb hat Er koschere Tiere erschaffen. Er sah, dass es unterschiedliche Aspekte der Tora gibt und daher hat Er (die Welt) dementsprechend geschaffen. Das heißt, dass die Tora der Bauplan der Welt ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Es gibt zwei Wege, nach der Tora zu leben:</h2>



<p>Einmal als ein rechtschaffener Noachide und einmal als ein rechtschaffener <a href="https://judentum.online/was-ist-die-etymologie-des-wortes-jude/">Jude</a>. Bis zur Matan Tora (der Gabe der Tora) war die Welt nicht verpflichtet, die Tora zu befolgen, wie <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a> es tun müssen, denn sie wurde noch nicht formalisiert. Auch wenn sie existierte und unsere Avot (die Patriarchen) die Tora kannten, welche sogar eine umfassendere Version der Tora war als die, die wir heute haben, folgten die Patriarchen nicht der Tora auf der Art und Weise, wie wir es heute tun. Sie war nämlich noch nicht im gleichen Umfang formalisiert und dies war noch nicht Gesetz. Das bedeutet, dass sie existierte, jedoch wurde der „Aktivierungsknopf“ für alle Menschen nicht gedrückt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zur Zeit von Adam HaRischon (dem ersten Menschen) hat HaSchem diese Gesetze gegeben.</h2>



<p>Die erste Formalisierung fand für Adam HaRischon statt. Er (G-tt) gab ihm sechs Gesetze. Anschließend gab Er Noach das siebte Gebot und deshalb nennt man sie die 7 Noachidischen Gebote und nicht die 7 Gebote von Adam HaRischon, denn alles wird nach der Person benannt, die etwas vervollständigt hat. Die 7 Noachidischen Gebote wurden den Menschen also offiziell zur Zeit Noachs nach der Flut (Mabul) auferlegt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Das bedeutet, dass Awraham, Itzchak und <a href="https://judentum.online/jaakov-urvater-der-juden-ausfuehrliche-biographie/">Jaakow</a> eigentlich (formal) als Noachiden betrachtet wurden und es nicht ihnen erlaubt war, den <a href="https://judentum.online/was-ist-die-bedeutung-von-schabbat/">Schabbat</a> auf die gleiche Weise einzuhalten, wie wir ihn heute halten.</p>
</blockquote>



<p>Die Halacha ist, dass sich ein Nichtjude, der den Schabbat einhält, des Todes schuldig macht, weil dies als Diebstahl gilt. Die Weisen haben uns erklärt, dass Awraham, Itzchak und Jaakow den Schabbat auf eine bestimmte Art und Weise eingehalten haben, weil sie das Gesetz kannten und wussten, dass sie die Vorväter des Judentums sind, das auf die Welt kommen wird:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sie hielten den Schabbat zu 99 Prozent – genauso wie ein Konvertit den Schabbat hält, bevor er offiziell konvertiert ist.</h2>



<p>Anschließend musste sich alles auf den Höhepunkt der Weltgeschichte hinzubewegen: die Tora-Übergabe am Berg Sinai! Am Berg Sinai wurde der zweite Aspekt der Tora offiziell eingeführt. Die Juden wurden nämlich von dem Rest der Welt zu getrennt.</p>



<p>Bis zu diesem Zeitpunkt war jeder dazu verpflichtet, die Noachidischen Gebote einzuhalten. Natürlich haben es die meisten Menschen nicht getan – sie waren Götzendiener. Trotzdem folgten die Gerechten, die Söhne Jaakows, den Noachidischen Geboten.</p>



<p>Zur Zeit des Ereignisses am Berg Sinai passierte etwas Drastisches, was das Gesetz formalisierte und die Söhne Jaakows, die Bnei Israel, dazu verpflichtete, Juden zu werden. Das bedeutet, dass sie sich ab diesem Zeitpunkt auf eine höhere Ebene begeben mussten, indem sie viel mehr Gesetze einzuhalten hatten, die bis zu diesem Zeitpunkt von ihnen nicht befolgt werden mussten: Schabbat, Kaschrut, Taharat Mischpacha (Familienreinheit) usw.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ab dieser Zeit, ab Paraschat Jitro, dem Tora-Abschnitt, an dem die Israeliten die Tora erhielten, bekamen wir am Berg Sinai drei Dinge, wie man in den Versen sieht:</h2>



<p>Mosche Rabbeinu empfing die 10 Gebote, die Tora und die Mitzwot: also die schriftliche und mündliche Tora. Die mündliche Tora erklärt, wie die schriftliche Tora umzusetzen ist. Die eine kann nicht ohne die andere überleben – die eine hängt von der anderen ab. Es gibt nicht einfach die schriftliche Tora oder nur die mündliche Tora, da sie zusammengehören.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Die Christen und anderen Abweichler auf der Welt versuchen sich gewöhnlich gegen die mündliche Tora aufzulehnen, weil sie diejenige ist, die zur schriftlichen Tora verpflichtet.</p>
</blockquote>



<p>Wie dem auch sei, wurden wir ab diesem Zeitpunkt das außerwählte Volk genannt. HaSchem sagte, dass Er uns auserwählt hat, um das höhere Gesetz zu befolgen. Davor war keiner dazu verpflichtet, die mündlichen Gesetze einzuhalten, was Mitzwot, wie z.B. Kaschrut betrifft. Am Berg Sinai trennte HaSchem die Juden von den Völkern und befahl ihnen, nun die gesamte Tora einzuhalten. Der Rest der Menschheit soll damit weitermachen, was sie seit der Erschaffung der Menschheit getan hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Und tatsächlich haben die Juden das Licht in die Welt zu bringen, indem sie die Gesetze halten, sodass auch die Nichtjuden in der Welt beeinflusst werden, ihre Gesetze einzuhalten.</h2>



<p>Und umgekehrt ist es eine Teilaufgabe der <a href="https://judentum.online/was-sagt-der-talmud-ueber-nichtjuden/">Nichtjuden</a>, die Juden zu beeinflussen, deren Teil des Gesetzes einzuhalten. Was hat sich von diesem Zeitpunkt an bis zur Zeit von <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbi</a> Jehuda HaNasi (dem Prinzen) – er war der Anführer Israels – geändert? Am Berg Sinai erhielten die Juden ein schriftliches und mündliches Gesetz. „Mündliches Gesetz“ heißt, dass wir es von Generation zu Generation, von Vater zu Sohn, von Rabbiner zum Schüler weitergegeben haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Es war uns nicht erlaubt, alle Details aufzuschreiben. Damals hatten wir die Weisheit und die Fähigkeit, alles in Erinnerung zu behalten.</h2>



<p>Weil es zu dem (geistigen) Rückgang der Menschheit kam – auch unter dem Volk Israel – sah Rabbi Jehuda HaNasi, dass es uns nicht mehr möglich war, alle Details wie in der Vergangenheit zu behalten und daher setze er die Kraft der Weisen durch HaSchem in dem schriftlichen Gesetz, der Tora, durch, was bedeutet, einen Zaun um den Zaun zu bauen und auch die Tora zu schützen. Er schrieb tatsächlich Teile der mündlichen Tora auf und nicht alles aus der mündlichen Tora, weil dieser Vorgang jedes Stück Papier einnehmen würde, das seit dem Beginn der Menschheit bis zum Ende der Menschheit existieren würde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Er schrieb die Grundlagen nieder, die erklären, wie man das schriftliche Gesetz, die Tora, einzuhalten hat.</h2>



<p>Er hat nichts geändert oder hinzugefügt. Er schrieb die Grundlagen auf – die <a href="https://judentum.online/was-ist-mischna/">Mischna</a>. Viele Generationen später sahen die Weisen erneut, dass die neue Generation noch weiter an geistiger Stärke abnimmt und nicht in der Lage ist, die Mischna komplett zu verstehen.</p>



<p>Die Mischna wurde nämlich in einer sehr minimierten und komprimierten Form mit der niedrigst möglichen Anzahl an Worten geschrieben, aber zu dieser Zeit hatten die Menschen die Weisheit dies und die 50 Millionen Wurzeln, die aus dem Text hervorgehen, zu verstehen. Die Weisen arbeiteten die mündliche Tora also aus, indem sie die Gemara verfassten. Die Gemara erklärt, was die Mischna in Wirklichkeit sagt und auch wie sie (die Weisen) auf ihre Worte gekommen sind – und wie alle anderen Meinungen, auf die man rational kommen könnte, falsch sind.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Es geht daher nicht nur darum, was zu tun ist, sondern auch zu verstehen, was zu tun ist, um dieses gleiche Gesetz auch auf anderen geeigneten Wegen in die Tat umzusetzen. Nun kommen wir in der Zeit des Rambam an.</p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Der Rambam lebte vor ca. 900 Jahren, also 600-700 Jahre nachdem die Gemara zusammengestellt wurde.</h2>



<p>Er stellte fest, dass es vielen Menschen nicht möglich ist, die Gemara so zu verstehen, dass sie wissen, was sie eigentlich zu tun haben. Was machte er? Er vereinfachte die Gemara und nahm alle Mitzwot aus der gesamten Tora heraus, was auch die Noachidischen Gebote und alles andere beinhaltet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Gemara beinhaltet die Noachidischen Gebote, die Mischna beinhaltet die Noachidischen Gebote. Sie waren immer in der gesamten Tora enthalten, für die Juden und die Nichtjuden.</h2>



<p>Und der Rambam hat die „JAs“ und „NEINs“ herausgesucht. Dies wird „Mischne Tora“ oder „Jad Chazaka“ genannt oder der „RAMBAM“. Er hat die Dinge sehr stark vereinfacht. Er hat nichts weggelassen, sondern einfach nur vereinfacht, um der Generation (helfend) entgegenzukommen.</p>



<p>Dann gehen wir 400 Jahre weiter und befinden uns in der Zeit vor ca. 500 Jahren: Rabbi Josef Karo nahm diese Grundlagen und hat sie noch einmal reduziert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ich betone noch einmal:</h2>



<p>Hier wurde nichts weggenommen. Hier wurde einfach noch stärker vereinfacht und nochmal an die Zeiten angepasst. Er erschuf etwas, das „Schulchan Aruch“ genannt wurde. Es gab noch einen anderen Weisen, der Rama hieß, und das Gleiche tat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Rama hat dem Schulchan Aruch Kommentare hinzugefügt.</h2>



<p>Der wichtigste Punkt ist, dass wir unsere Tradition von den heutigen Rabbinern haben und diese Tradition geht den kompletten Weg bis Mosche Rabbeinu zurück. Wir kennen ganz genaue jede einzelne Person, die die Tora gelehrt und sie an die nächste Generation weitergegeben hat, was sie gesagt hat, was sie nicht gesagt hat, wo sie das Gesagte hergenommen hat und worauf diese Worte basieren.</p>



<p>Und wenn man die Gemara oder Mischna lernt oder die Kommentare oder Midraschim stellt man immer fest, dass es einen Vers aus der schriftlichen Tora geben muss, auf dem die Texte basieren oder dass sie auf der mündlichen Tradition beruhen, die „Mosche MiSinai“ genannt wird, was bedeutet, dass Moses diese Informationen am Berg Sinai erhielt.</p>



<p>Aber generell hat die überwältigende Mehrheit definitiv einen Vers in der schriftlichen Tora, den fünf Büchern Moses – nicht jedoch bei den Propheten, nicht in den Schriften, sondern nur in den fünf Büchern Moses, weil wir die Halacha nicht aus den Psalmen oder Sprüchen bestimmen. Wir lernen Dinge aus diesen Schriften, machen daraus aber keine Gesetze.</p>



<p>Die Gesetze entstammen ausschließlich den fünf Büchern Moses. Hier sehen wir, dass die Weisen jedes Mal, wenn sie über Dinge reden, die zu tun oder zu unterlassen sind, dieses Verständnis von einem bestimmten Ort erhalten. Sie geben die Quellen an und erklären ganz deutlich, wie sie auf ihre Erkenntnis gekommen sind. Die Aufgabe der Noachiden in der Welt hat sich seit dem Anfang der Menschheit nicht geändert. Die einzige Sache, die sich verändert hat, ist die verstärkte Möglichkeit deren Belohnungen zu erhöhen, indem sie das Volk Israel beeinflussen, die Tora einzuhalten.</p>



<p>Diese Möglichkeit hat es bis jetzt in der Form noch nie gegeben. Dies ist eine sehr außergewöhnliche Aufgabe, weil dies dem Noachiden den Status eines „Giganten in der Kommenden Welt“ geben kann. Es gibt Beispiele dafür in der Tora – wir müssen für alles Quellen haben: Ein gutes Beispiel ist die Geschichte von Hiob.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hiob war ein Noachide und ein Prophet, der mit HaSchem gesprochen hat.</h2>



<p>Er ist einer der grundlegenden Lehrer, die wir in unserem Tanach haben, auch wenn er ein Noachide war. Er war ein rechtschaffener Noachide. Die Noachiden haben eine zweiseitige Verantwortung, nämlich das Gesetz einzuhalten und zweitens das Volk Israel zu beeinflussen, das Gesetz zu befolgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Verantwortung ist enorm.</h2>



<p>Wenn sie diese erfüllen, haben sie einen Anteil an der Kommenden Welt, der außergewöhnlich ist. Das Problem in der heutigen Zeit ist, dass sich die Menschen ständig selbst dazu zwingen, alles mit dem zu vergleichen, was sie schon wissen. Sie kennen zum Beispiel das Christentum oder ein bisschen vom <a href="https://judentum.online/judentum-was-ist-das/">Judentum</a> oder ein paar andere Dinge und zum Schluss geschieht es, dass sie versuchen, das Rad neu zu erfinden (heißt: Sie erfinden etwas Altes neu und halten sich mit Problemen auf, die längst gelöst sind. Dies stellt eine Zeitverschwendung dar).</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Ich meine damit konkret, dass sie gewisse Verhaltensweisen und Sitten einführen und Wege, um deren Glauben nach außen hin zu zeigen. Sie beginnen, Bräuche zu entwickeln. Sie fügen etwas zu der eigentlichen Verantwortung hinzu. Das ist problematisch.</p>
</blockquote>



<p>Wenn man etwas Einfaches hinzufügt, z.B., dass man einmal oder mehrmals in der Woche mit der Familie zusammenkommt, um die Tora und die Verpflichtungen zu lernen, stellt dies kein Problem dar. Wenn man aber beispielsweise entscheidet, dass jeder 1.Juni als „Tag der Noachiden“ gefeiert werden soll, ist das ein ernsthaftes Problem, weil nach dem Rambam (d.h. nach der Gemara, d.h. nach der Mischna, d.h. nach der schriftlichen und mündlichen Tora) ein Hinzufügen und Verändern der Tora stattfindet, was bedeutet, dass der Mensch nun eine neue Religion erschafft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Religion an sich ist nämlich das Judentum und hat den Aspekt für Juden.</h2>



<p>Noachide zu sein, ist der Status (innerhalb des Judentums) für den Rest der Welt. Indem man Teile der Tora nimmt und zu ihnen etwas hinzufügt, z.B. einen Festtag oder einen anderen Aspekt, der eigentlich nicht dazugehört, erschafft man nun eine neue Religion, weil es nun eine ganz andere Sache geworden ist. Sobald man etwas hinzufügt, wird die Sache komplett anders.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Man könnte sagen: „Es ist ja nur ein kleiner Zusatz.“ Nein!</h2>



<p>Es ist nicht einfach nur ein kleiner Zusatz: Wenn sich jemand einen Orangensaft zusammenmischt und dann ein Freund sagt: „Der Orangensaft ist sehr gut, aber lass uns ein bisschen Rum in den Saft geben. Es bleibt ja noch Orangensaft.“ Nein, mein Freund! Es ist kein Orangensaft mehr, sondern ein alkoholisches Getränk. Es schmeckt zwar nach Orangensaft, aber es ist kein einfacher Orangensaft mehr.</p>



<p>Sobald man damit beginnt, Dinge hinzuzufügen, die nicht Teil der Noahdischen Gesetze sind, erschafft man eine neue Religion, was eine äußerst furchtbare Sünde ist. Das ist ein wirkliches Problem derjenigen, die sich selbst belehren und anführen, weil sie im Grunde ein jüdisches Leben mit all den Zeremonien, etc. leben wollen, jedoch nicht zwangsläufig offiziell konvertieren wollen oder können und nicht alles einhalten.</p>



<p>Jetzt nehmen sie Tora, die sie seit der Zeit von Adam HaRischon einhalten müssen und verfälschen sie, spielen mit ihr, ändern sie ab, fügen Sachen hinzu, die ihrer eigenen Meinung entsprechen. Der Rambam, von dem alle möglichen Menschen und Religionen, die ihn kennen, wissen, dass er einer der größten Menschen ist, die je gelebt haben, sagt Folgendes:</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Ein gerechter Noachide, der die Gesetze Noachs befolgt, der die Gesetze der Tora für die Nichtjuden befolgt, der diese Gesetze einhält, weil es für ihn Sinn ergibt und nicht weil G-tt dies gesagt hat, nicht weil es geschrieben steht, nicht weil es eine Verpflichtung ist, sondern eher, weil es einfach sinnvoll erscheint, nicht zu morden, nicht ein noch lebendes Tier zu essen, nicht eine Statue anzubeten oder einen Menschen, nicht die Ehe zu brechen, dann erhält er nicht nur nicht einmal einen Anteil an der Kommenden Welt, sondern wird sogar als einer der größten Narren in der Welt betrachtet.</p>
</blockquote>



<p>In seiner Sprache betrachtet man diesen Menschen als Narren unter den Völkern und nicht einer unter den Weisen oder Gerechten unter den Völkern, weil er sich all die Mühe gibt, aber keine einzige Belohnung dafür erhält. Man muss die Tora – entweder als Jude oder Nichtjude – befolgen, weil G-tt es ganz einfach befohlen hat – nicht weil man sie mag oder nicht mag, nicht weil man ihr zustimmt oder ihr nicht zustimmt – ganz einfach, weil G-tt es gesagt hat!</p>



<p>Das ist der Grund, alles einzuhalten. Wenn man die Gesetze einhält, weil G-tt sie befohlen hat, gilt man als ein besonderer Mensch, ein weiser und atemberaubender Mensch. Der Rambam sagt, dass wenn ein Noachide die Noahidischen Gebote einhält, weil G-tt es will, nicht nur zu den Gerechten und Weisen unter den Völkern gehört, sondern einen Anteil an der Kommenden Welt hat, was bei den Propheten erwähnt wird.</p>



<p>Es heißt, dass am Ende der Tage zehn Männer von jedem der 70 Völker zu den gerechten Juden kommen werden, die <a href="https://judentum.online/teschuwa/">Teschuwa</a> gemacht haben und die die Tora befolgen und werden zugeben, dass sie von ihren Vorvätern belogen wurden und darum bitten, belehrt zu werden. Jeder Jude, der Zitzit trägt, wird 2800 gerechte Noachiden als Schüler haben und sie belehren. Es gibt nicht nur 7 Noahidische Gebote. Es ca. 60 Gebote, die grundsätzlich moralische Gebote sind, die sich aus den 7 Geboten ergeben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Es ist genauso wie mit den 10 Geboten, die sich auf 613 Gebote aufteilen.</h2>



<p>Die 10 Gebote sind nicht von den 613 Geboten getrennt, sondern genau dasselbe. Es gibt den Baum und all seine Wurzeln. So es ist es mit den Gesetzen Noachs. Dies sind moralische Regeln, bei denen jeder normale Mensch, der nachdenkt, auf die gleiche Idee kommen würde, aber es handelt sich eine Formalisierung dieses Gesetzes und man muss es befolgen, weil G-tt es befohlen hat. Ein Mensch, der lernt, wie man ein gerechter Noachide wird, wird eine große Menge an Zeit aufwenden müssen, um sowohl die schriftliche Tora, welche der Chumasch ist, der Tanach mit Kommentaren von den jüdischen Weisen, wie Rashi, Rambam, Ramban ,usw. als auch Mussar zu lernen. Warum Mussar?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mussar sind ethische Gesetze, die für alle Menschen gelten.</h2>



<p>Wenn ein Mensch den Willen HaSchems ernsthaft tun möchte, wird er diese lernen und erkennen, dass es so viele Dinge gibt, die man als Mensch reparieren und korrigieren muss, wenn man zu den ethischen Gesetzen kommt, sodass es keine Zeit für diesen Menschen gibt, mit der Tora herumzuspielen und zu versuchen, zusätzliche Dinge hinzuzufügen.</p>



<p>Das liegt daran, dass er nicht einmal das erforderliche Minimum tut, wenn er nicht lernt. Es ist ein Fakt, dass es moralische Gesetze gibt, die sowohl Juden als auch Nichtjuden einhalten müssen und die für sie gemeinsam gelten.</p>



<p>Die Mussar-Lehren werden für beide Gruppen gelehrt. Es gibt sehr viel Arbeit für jeden, der ein rechtschaffener Noachide sein möchte, weil man jetzt sieht, dass man nicht zwangsläufig einen speziellen Feiertrag braucht, um HaSchem zu dienen. Die Noachiden dienen Ihm jeden Tag. Jeder Tag ist ein Feiertag. Sie brauchen kein besonderes Essen, um HaSchem zu dienen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Essen ist jeden Tag besonders. Warum?</h2>



<p>Sie müssen jeden Tag Nahrung essen, die an gewisse Regeln gebunden ist. Das heißt zum Beispiel, dass es sich nicht um ein Tier handelt, das noch lebendig ist. Es gibt eine Ethik, die sich hinter dem Essen verbirgt. Selbst die Dinge, die jemand tut, sei es die Art und Weise, wie man spricht oder sich verhält, müssen ethisch sein. Die Hauptsache ist, dass eine Person, die ein gerechter Noachide sein möchte (oder ein gerechter Jude) überprüfen muss, was die Ethik nach der Tora ist, was bedeutet, was die Ethik nach HaSchem ist.</p>



<p>Wenn jemand dies tut, hat er genügend zu tun und zu lernen und Be’Ezrat HaSchem viel Erfolg, der daraus resultiert. Hoffentlich verleiht es Euch ein gutes Verständnis, was es heißt, ein rechtschaffener Noachide zu sein. Nochmal: Die Menge an Mussar, die eine Person in ihrem Leben lernen muss, (ist riesig) – nur um Euch ein klitzekleines Beispiel zu geben: Rabbi Yosef Karo (derjenige, der den Schulchan Aruch geschrieben hat) hatte ein separates Buch, das Magid Yesharim heißt. Es war eine Art Tagebuch, in das er schrieb, was die Gespräche zwischen ihm und seinem Studienpartner waren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer ist der Studienpartner?</h2>



<p>Es ist ein <a href="https://judentum.online/haben-engel-die-freie-wahl-zwischen-gut-und-boese/">Engel</a>, der mit ihm studierte. Eines Tages schrieb er, dass der Engel ihn streng zurechtwies, indem er sagte: „Wie kannst es sein, dass du heute nicht mehr Mussar gelernt hast?“ Es geht nicht darum, dass er kein Mussar gelernt hat. Er lernte jeden Tag ein paar Stunden Mussar. Wenn Rabbi Yosef Karo, der auf so einer hohen Stufe war, dass er die Ehre hatte, mit einem Engel studieren zu dürfen, zurechtgewiesen wurde, weil er „nur“ ein paar Stunden Mussar an diesem Tag gelernt hat, ist es nicht mehr nötig zu erwähnen, wieviel man als durchschnittlicher Jude oder Nichtjude, der versucht, ein gerechter Nichtjude zu sein, an Mussar lernen und verinnerlichen mus.</p>



<p>Erkennt jemand wirklich, wie viele Verpflichtungen man hat, was die minimalen Anforderungen eines Juden oder Nichtjuden betrifft, findet er sich in einer Situation wieder, wo er kein Interesse oder Bedürfnis oder selbst die Zeit hat, irgendeine von seinen eigenen Meinungen hinzuzufügen. Zuerst muss man die Verpflichtungen erfüllen und dann kann man sich mit den Extras beschäftigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erst musst du die Miete oder den Kredit bezahlen.</h2>



<p>Dann kannst du anfangen, dich um dein Sparguthaben zu sorgen. Man sorgt sich um das Sparguthaben, erst wenn man die grundlegenden Zahlungen, um zu leben, getätigt hat. So ist es mit der Tora. Erst muss man das grundlegende Minimum erfüllen, um ein Jude oder ein rechtschaffener Nichtjude zu sein.</p>



<p>Dann kann man sich um andere Dinge sorgen. In unserer Generationen wünschen wir uns, dass jeder zumindest das Minimum erfüllen würde. Wir wünschen es uns, dass die Menschen es tun würden. Denn das Minimum verlangt von Menschen, sich mit HaSchem zu verbinden, sich mit dem Heiligen – gelobt sei Er! – zu verbinden und das alle Tage, den ganzen Tag, die ganze Zeit, auf jede Art und Weise, egal ob sie Juden oder Nichtjuden sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das ist das Minimum! </h2>



<p>Wenn wir nur das einhalten, bringt uns das schon auf ein anderes (geistiges) Level als die meisten Menschen der Welt. Hoffentlich geben diese Worte jedem eine Zusammenfassung, was die Verantwortung (der Nichtjuden) ist.“</p>



<p></p>

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		<title>Rav Avigdor Miller über korrupte Gerichte</title>
		<link>https://judentum.online/rav-avigdor-miller-ueber-korrupte-gerichte/</link>
					<comments>https://judentum.online/rav-avigdor-miller-ueber-korrupte-gerichte/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rav Avigdor Miller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Sep 2023 05:43:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen für Noachiden]]></category>
		<category><![CDATA[Rabbinische Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[rav Avigdor Miller]]></category>
		<category><![CDATA[Toras Avigdor]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage:Darf ein orthodoxer Jude als Verteidiger, Staatsanwalt oder Richter im Strafrecht tätig sein? Antwort:Ein orthodoxer Jude kann sicherlich als Staatsanwalt oder als Richter das Strafrecht ausüben. Daran besteht kein Zweifel, denn er verwaltet ja die Gesetze des Landes. Dinah d&#8217;malchusa dinah; und deshalb ist das, was er tut, im Einklang mit dem Gesetz der Torah. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/rav-avigdor-miller-ueber-korrupte-gerichte/">Rav Avigdor Miller über korrupte Gerichte</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Frage:</strong><br>Darf ein orthodoxer <a href="https://judentum.online/was-ist-die-etymologie-des-wortes-jude/">Jude</a> als Verteidiger, Staatsanwalt oder Richter im Strafrecht tätig sein?</p>



<p><strong>Antwort:</strong><br>Ein orthodoxer Jude kann sicherlich als Staatsanwalt oder als Richter das Strafrecht ausüben. Daran besteht kein Zweifel, denn er verwaltet ja die Gesetze des Landes. Dinah d&#8217;malchusa dinah; und deshalb ist das, was er tut, im Einklang mit dem Gesetz der <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Torah</a>. Wir müssen die Gesetze des Landes erfüllen.</p>



<p>Kann er jedoch als Strafverteidiger arbeiten? Das ist eine wichtige Frage. Denn es gilt ja: ki ha&#8217;shoichad ye&#8217;aver einei chachamim &#8211; Bestechung blendet die Leute. Und die größte Bestechung ist Ihr Honorar. Außerdem will man ja zusätzlich noch Erfolg haben. Und deshalb ist ein Anwalt, der Jahre um Jahre damit verbracht hat, seinen Verstand durch seine Honorare lahmlegen zu lassen, nur um seine Klienten zu verteidigen, der denkbar schlechteste Kandidat, den man zum Richter ernennen kann. Wenn er Richter wird, ist er ein ruinierter Mensch. Sein Gewissen existiert nicht mehr.</p>



<p>Deshalb sind alle Richter Verbrecher. Ich übertreibe nicht. Die Richter sind allesamt Verbrecher. Wenn Sie einen wahren Richter wollen, dann sollten Sie auf die Straße gehen und sich eine italienische Bauarbeiter-Gang suchen. Es kann auch eine polnische Bauarbeiter-Gang sein. Ich mag eher die Italiener &#8211; die Polen sind Antisemiten.</p>



<p>Nehmen Sie einen italienischen Bauarbeiter und stecken Sie ihn in eine schwarze Robe; und glauben Sie mir, er wird Recht sprechen. Wenn er das Gesetz nicht kennt, soll er sich von einem Rechtsexperten beraten lassen – aber von jemandem, der nie selbst (Rechtsprechung) praktiziert hat; es sollte dafür eine bestimmte Laufbahn geben, gewissermaßen &#8220;Sachverständige&#8221;, welche dann die italienischen Richter dahingehend beraten, was im Gesetz steht. Aber der Mann, der richten soll, muss ein Mensch mit einem Gewissen sein; es sollte ein einfacher <a href="https://judentum.online/was-sagt-der-talmud-ueber-nichtjuden/">Nichtjude</a> sein, ein Arbeiter; ein Nichtjude mit blauer Latzhose.</p>



<p>Er wird ein besserer Richter sein, denn die Anwälte sind alle Verbrecher. Man kann daran nichts ändern, dass man dann ein Krimineller ist. Man wird dafür büßen müssen, dass man Verbrecher verteidigt; denn wenn man letztendlich irgendwann Richter wird, ist der Verstand eh schon so korrupt und verdreht, dass die Verteidiger, die danach Richter werden, nun einmal allesamt reshaim gemurim (total böse) sind. Das ist nicht zu ändern. כי השוחד יעור &#8211; Bestechung blendet einen Menschen.</p>



<p>TAPE # 561 (August 1985)</p>



<p>*Übersetzer: Anonym<br>*Bildautor: Anonym</p>



<p>Mehr Material von <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rav</a> Avigdor Miller (englischsprachig): <a href="https://torasavigdor.org/">https://torasavigdor.org/</a></p>

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			</item>
		<item>
		<title>Der Inhalt der Tora sollte auf zwölf Steine in 70 Sprachen aufgeschrieben werden &#8211; Parascha Ki Tawo</title>
		<link>https://judentum.online/der-inhalt-der-tora-sollte-auf-zwoelf-steine-in-70-sprachen-aufgeschrieben-werden-parascha-ki-tawo/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Aug 2023 14:58:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen für Noachiden]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenabschnitt Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Buch Dewarim]]></category>
		<category><![CDATA[Ki Tavo]]></category>
		<category><![CDATA[Ki Tawo]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://judentum.online/?p=14724</guid>

					<description><![CDATA[<p>Parascha Ki Tawo  (Dewariem/Deut. 26:1 – 29:8)   &#160; Der Inhalt der Tora sollte auf zwölf Steine in 70 Sprachen aufgeschrieben werden Die Tora in siebzig Sprachen würde eine Botschaft für die siebzig Völker sein, ein moralischer Auftrag, eine Aufforderung an die eigene Werteverantwortung für alle Bürger dieser Welt &#8220;Beim Überqueren des Jordans…, nehmt große Steine [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h5 class="wp-block-heading" id="h-parascha-ki-tawo-dewariem-deut-26-1-29-8">Parascha Ki Tawo  (Dewariem/Deut. 26:1 – 29:8)  </h5>



<h6 class="wp-block-heading" id="h-"><em>&nbsp;</em></h6>



<p><strong>Der Inhalt der <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> sollte auf zwölf Steine in 70 Sprachen aufgeschrieben werden</strong></p>



<p><strong>Die Tora in siebzig Sprachen würde eine Botschaft für die siebzig Völker sein, ein moralischer Auftrag, eine Aufforderung an die eigene Werteverantwortung für alle Bürger dieser Welt</strong></p>



<p>&#8220;Beim Überqueren des Jordans…, nehmt große Steine aus dem Flussbett mit auf das gegenüberliegende Ufer. Schmiert die Steinen mit Kalk ein und schreib die Gesetze G“ttes in den Kalk. Wenn die Überquerung vollendet ist, sollt ihr die Steine auf dem Berg Ebal aufrichten wie ein Denkmal” (Dewarim/Deut. 27: 2-4).</p>



<p>Der Ebal befindet sich in der Nähe des Ortes Schechem, dem Ort Nablus.</p>



<p><strong>Patriarchen</strong></p>



<p>In der Geschichte unserer Patriarchen ist Schechem wichtig. <a href="https://judentum.online/abraham-avraham-vorvater-des-judischen-volkes-ausfuehrliche-biographie/">Avraham</a> war in Israel als erste in Schechem, wo G“tt ihm erschien (Bereschit/Gen. 12:5-7).</p>



<p>Unser dritter Patriarch Ja’akov hat für 100 Kesjita in Schechem ein offenes Feld gekauft (Bereschit/Gen. 33:19).</p>



<p>Damals kam das jüdische Volk nach 210 Jahren Sklaverei in das verheißene Land zurück.&nbsp;</p>



<p><strong>nicht ohne Erfüllung der Aufträge der Tora</strong></p>



<p>G“tt erklärte ihnen, dass sie dort nicht ohne Erfüllung der ethischen, moralischen und rituellen Aufträge der Tora (über)leben könnten.&nbsp; <strong></strong></p>



<p><strong>Auch eine Botschaft für die 70 Völker</strong></p>



<p>Laut Raschies (1040-1105) Erklärung sollte der Inhalt der Tora auf die oben genannten zwölf Steine in 70 Sprachen aufgeschrieben werden. Die Tora in siebzig Sprachen würde eine Botschaft für die siebzig Völker sein, ein moralischer Auftrag, eine Aufforderung an die eigene Werteverantwortung für alle Bürger dieser Welt.</p>



<p><strong>der Welt den Inhalt der Tora zur Kenntnis zu bringen</strong></p>



<p>Es scheint, dass unsere Weisen noch einen weiteren Aspekt des Lebens in Israel betonen wollten: dem jüdischen Volk obliegt es, der Welt den Inhalt der Tora zur Kenntnis zu bringen.</p>



<p>Denn die Tora enthält auch für andere Völker wichtige ethische Richtlinien.</p>



<p><strong>Die Lebensmission des Avraham sollte gemeinsam geteilt werden mit der ganzen Menschheit.</strong></p>



<p>Ursprünglich sagte G“tt auch zu Avraham: “Durch dich werden alle Familien der Erde gesegnet sein”.&nbsp;</p>



<p><strong>Schechem spielt eine wichtige Rolle im Leben des Ja’akov</strong>. Nachdem er Esav begegnet war, liess Ja’akov sich nieder in Schechem.</p>



<p>Einige Zeit später begehrte der Prinz von Schechem Ja’akov’s Tochter Dina und vergewaltigte sie, als sie seine Zuneigung nicht erwiderte. Daraufhin töteten Schimon und Levi alle Männer von Schechem, weil ihre Schwester so grausam&nbsp; behandelt worden war.</p>



<p><strong>Ja’akovs Name geriet in Verruf</strong></p>



<p>&nbsp;Ja’akov, der eine hohe moralische Lebensführung vertrat und stets den Monotheismus verteidigte, konnte nicht ertragen, dass sein Name ob dieser Tat bei den Einwohnern des Landes in Verruf geriet.</p>



<p><strong>um G“ttes Namen zu heiligen</strong></p>



<p>Das jüdische Volk ist da, um G“ttes Namen zu heiligen und mit Liebe zu erfüllen. Das war das Ziel unserer der aufblühenden Existenz unseres Volkes als eine “heilige Nation und Königreich von Priestern”.</p>



<p><strong>Der zerstörte Ruf wiederhergestellt</strong></p>



<p>Der zerstörte “Ruf”, der in Schechem entstanden war, wird erst durch das Schreiben der Tora in deutlichen und klaren Worten in der Nähe eben dieses selbes Ortes wiederhergestellt.</p>



<p><strong>unberührt von Mordwaffen</strong></p>



<p>An der Stelle, wo das menschliche Blut so reich floss, wurde nun ein neues Zeitalter mit Hilfe und durch das Niederschreiben der Tora begonnen, es entstand aus der Schrift auf dem Stein, der unberührt von Mordwaffen und Kriegswerkzeugen war.</p>



<p><strong>Aber kann man die ganze Tora wirklich in siebzig Sprachen auf zwölf Steine schreiben?</strong></p>



<p>Auf diese Frage beziehen sich in den Kommentaren die vier folgenden Stellungnahmen:</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nach der ersten Meinung wurde nicht die gesamte Tora geschrieben, sondern lediglich die 613 Ge- und Verbote niedergeschrieben</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Eine zweite Meinung geht in die Richtung, dass die ganze Tora aufgeschrieben wurde, so dass es sich hier entweder um außergewöhnlich große Steine handelte oder <a href="https://judentum.online/was-ist-der-name-von-gott-im-judentum/">HaSchem</a> ein Wunder wirkte</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Andere unterstellen, dass nur das Schema auf den Steinen notiert wurde, während</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbiner</a> Epstein schreibt, dass nur die Zehn Gebote niedergeschrieben wurden.</p>



<p>Gerade die letzten zwei Meinungen sind besonders bemerkenswert.</p>



<p>Im Schema steht, dass: “G’tt, der jetzt noch unser G’tt ist, auch G’tt aller Völker der Welt sein wird”.</p>



<p><strong>Knotenpunkt vieler Zivilisationen</strong></p>



<p>Die Zehn Gebote sind die sieben Noachidischen Gebote, die für alle Menschen gleichermaßen gelten. Das Land Israel befindet sich an einem Knotenpunkt vieler Zivilisationen. Die Absicht war, dass jeder teilhaben solle am G’ttlichen Wort und alle Völker dieses in ihr eigenes Land einbringen würden.</p>



<p>Das ist die Aufgabe des jüdischen Volkes. Israel ist das spirituelle Zentrum der <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a> in der ganzen Welt. Aber auch für die <a href="https://judentum.online/was-sagt-der-talmud-ueber-nichtjuden/">Nichtjuden</a> sollen wir ein Licht unter den Völkern sein und ethisches und allen ein moralisches Vorbild werden und geben.</p>

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		<title>Rav Avigdor Miller über &#8220;Ein Licht für die Völker&#8221;</title>
		<link>https://judentum.online/rav-avigdor-miller-ueber-ein-licht-fuer-die-voelker/</link>
					<comments>https://judentum.online/rav-avigdor-miller-ueber-ein-licht-fuer-die-voelker/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rav Avigdor Miller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jun 2023 12:21:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen für Noachiden]]></category>
		<category><![CDATA[Rabbinische Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Am Yisroel]]></category>
		<category><![CDATA[Ghetto]]></category>
		<category><![CDATA[licht]]></category>
		<category><![CDATA[mentaler Ghetto]]></category>
		<category><![CDATA[rav Avigdor Miller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage:Wenn Juden gemäß ihrer Torah-Observanz in einer Art mentalen Ghetto leben sollen, wie können wir dann das Gebot erfüllen, ein Licht für die Völker zu sein? Antwort:Yeshayah HaNavi sagte, dass das Am Yisroel ein Licht für die Völker sein wird (Jesaja 49:6). Und die Antwort lautet, dass man kein Licht erzeugen kann, indem man das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/rav-avigdor-miller-ueber-ein-licht-fuer-die-voelker/">Rav Avigdor Miller über &#8220;Ein Licht für die Völker&#8221;</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p><strong>Frage:</strong><br>Wenn <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a> gemäß ihrer Torah-Observanz in einer Art mentalen Ghetto leben sollen, wie können wir dann das Gebot erfüllen, ein Licht für die Völker zu sein?</p>



<p><strong>Antwort:</strong><br>Yeshayah HaNavi sagte, dass das Am Yisroel ein Licht für die Völker sein wird (Jesaja 49:6).</p>



<p>Und die Antwort lautet, dass man kein Licht erzeugen kann, indem man das Licht zum Erlöschen bringt. Nur wenn der <a href="https://judentum.online/was-ist-die-etymologie-des-wortes-jude/">Jude</a> ein Licht ist &#8211; wo auch immer er sich befindet -, werden die Völker erleuchtet. Ein mentales Ghetto, das müssen Sie wissen, das heißt ja nicht, dass die Außenwelt keinerlei Kontakt zu Ihnen hat. Es bedeutet hingegen, dass Sie nach Ihren Idealen leben. Doch wenn die Welt ein heiliges Volk sehen würde, das sich in Sittsamkeit und Anstand übt &#8211; nehmen wir zum Beispiel einmal an, in ganz Brooklyn, wo auch immer dort Juden leben, da hätte keine einzige jüdische Familie ein Fernsehgerät. Stellen Sie sich das einmal vor. Die <a href="https://judentum.online/was-sagt-der-talmud-ueber-nichtjuden/">Nichtjuden</a> wären erstaunt, wenn sie dort auf der Durchreise wären. Genau wie in Williamsburg. Da gibt es massenweise Häuserblocks und man kann keine einzige Fernsehantenne auf den Dächern der Häuser sehen. Stellen Sie sich mal vor, das wäre überall dort der Fall, wo Juden leben.</p>



<p>Jene Leute, die irgendwelche Waren verkaufen, wollen auch Juden als Kunden gewinnen, daher würden sie schon geeignete Mittel und Wege finden, auch die Juden von ihren Produkten zu überzeugen. Diese Leute würden also gewisse Fernsehprogramme entsprechend abändern. Ich weiß nicht, ob die Juden dann irgendwann das Fernsehen benutzen würden. Doch wenn die Fernsehleute wüssten, dass man diese sechs Millionen jüdischen Kunden &#8211; oder wie viele es auch sein mögen &#8211; nur mit anständigen, sittsamen Programmen erreichen kann, können Sie sich vorstellen, was das für eine Wirkung hätte?</p>



<p>Ich will Ihnen noch mehr erzählen. Die Leute, welche die Fernsehsendungen gestalten, sind Juden. Und sie sind diejenigen, welche die amerikanische Öffentlichkeit vergiften. Sie sind diejenigen, die stur sind und auf den ganzen Schmutz da bestehen. Angenommen, sie wären Mamleches Kohanim veGoy kadosh (ein Königtum von Priestern und ein heiliges Volk), was hätte das für eine Wirkung! Hollywood ist größtenteils eine jüdische Industrie. Stellen wir uns einmal vor, die Juden in Hollywood würden beschließen, Mamleches Kohanim zu sein und aus Hollywood kämen dann nur noch gute Fernsehsendungen. In den alten Zeiten war es ja doch möglich, ethische, sittsame Filme zu produzieren. Die Hollywood-Juden hätten dies nicht ändern müssen. Aber sie taten es.</p>



<p>Und so könnte der Jude ein Licht für die Völker sein, denn wenn es um Geschäftliches geht, lebt er ja nicht in einem Ghetto; um Geld zu erwirtschaften, muss er Kontakt mit der nichtjüdischen Welt haben. Und somit hätte der Jude einen enormen Einfluss.</p>



<p>Als kürzlich eine Reihe von Chassidim (fromme Juden) ins Rathaus kamen und gegen die Gesetze über die Rechte von Homosexuellen protestierten, faszinierte dies die Öffentlichkeit sehr. Das war eine wundervolle Würdigung der jüdischen Gemeinde in Williamsburg! Wenn orthodoxe Juden zeigen würden, dass sie ein Am HaShem (ein Volk G-ttes) sind, ein Goy kadosh (ein heiliges Volk), dann gäbe es sicherlich eine Menge Goyim („Völker“, Nichtjuden), die sich gerne anschließen und bei so einem Kampf mithelfen würden. Aber die Nichtjuden kriegen das ja nicht zu sehen. Sie sehen nur das Gegenteil. Sie sehen das, wenn es etwa in Los Angeles eine Demonstration für Abtreibungen gab, bei der ein gewisser Kongressabgeordneter aus dem Fenster schaute und sagte: &#8220;Ich sehe hier nur Juden.&#8221; Er wurde dafür getadelt, aber es ist die Wahrheit. Der Jude ist wahnsinnig geworden; der Jude ist ganz verrückt nach Schlechtigkeit. Wenn das jüdische Volk ein Goy kadosh wäre und in einem mentalen Ghetto leben würde, dann wäre die Welt eine ganz andere.</p>



<p>Wie haben wir den Tanach in die Welt gebracht? Indem wir wie die Welt sind? Nein, indem wir so waren, wie wir sein sollten. Auf diese Weise hat die Welt unsere Schriften bekommen. Die Welt bewunderte uns nicht, weil wir zu unmoralischen Heiden wurden. Nur wenn da ein Volk ist, das Mamleches Kohanim v&#8217;Goy kadosh ist, wird es ein Or laGoyim sein, nur dann wird es ein Licht für die Völker sein.</p>



<p>TAPE # 409 (April 1982)</p>



<p>*Übersetzer: Anonym<br>*Bildautor: Anonym</p>



<p>Mehr Material von <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rav</a> Avigdor Miller (englischsprachig): <a href="https://torasavigdor.org/">https://torasavigdor.org/</a></p>

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		<title>Yom Yeruschalaim &#8211; Die Rolle Jerusalems und Israels jetzt und in der Endzeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 May 2023 13:22:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen für Noachiden]]></category>
		<category><![CDATA[Jom Jeruschalajim]]></category>
		<category><![CDATA[Yom Yeruschalaim]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Freitag, dem 19. Mai 2023, ist&#160;Yom&#160;Yeruschalaim, der Tag der Wiedervereinigung Jerusalems. Im November 1947 beschloss der Teilungsplan der Vereinten Nationen, Jerusalem den Status einer internationalen Stadt zu geben. Im Jahr 1948 wurde die Stadt Jerusalem nach dem Ende des Unabhängigkeitskrieges in zwei Teile aufgeteilt. Der neue Teil auf der Westseite fiel unter israelische Kontrolle. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p></p>



<p>Am Freitag, dem 19. Mai 2023, ist&nbsp;Yom&nbsp;Yeruschalaim, der Tag der Wiedervereinigung Jerusalems. Im November 1947 beschloss der Teilungsplan der Vereinten Nationen, Jerusalem den Status einer internationalen Stadt zu geben. Im Jahr 1948 wurde die Stadt Jerusalem nach dem Ende des Unabhängigkeitskrieges in zwei Teile aufgeteilt. Der neue Teil auf der Westseite fiel unter israelische Kontrolle. Der andere Teil kam unter jordanische Kontrolle. Im Sechs-Tage-Krieg (Juni 1967) eroberte die israelische Armee den alten Teil Jerusalems, der im Osten liegt, zurück.</p>



<p><strong>Partner</strong></p>



<p>Das Land und die Bevölkerung Israels sind Partner des jeweils anderen. Jerusalem spielt dabei als jüdische Hauptstadt eine führende Rolle. Regelmäßig erscheint in der <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> das Gebot, &#8220;dreimal im Jahr vor dem G&#8217;tt Israels zu erscheinen&#8221; (z.B. Ex.&nbsp;34:23). G&#8217;tt hatte Jerusalem zur Zeit König Davids als Hauptstadt erwählt und den Sitz des Tempels auf dem Tempelberg bestimmt.</p>



<p>Die meisten <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a> kehren nach Israel zurück. Das ist &#8211; auch historisch gesehen &#8211; ein großes Wunder. Wir erleben es gerade mit unseren eigenen Augen. Der Tempel ist jedoch noch nicht wieder aufgebaut worden.</p>



<p><strong>Quelle der Inspiration für die gesamte Menschheit</strong></p>



<p>Haben auch <a href="https://judentum.online/was-sagt-der-talmud-ueber-nichtjuden/">Nichtjuden</a> Anteil daran? Alle haben Anteil an den Messianischen Erwartungen. Der Bund G&#8217;ttes mit Israel und Jerusalem ist für die ganze Welt von großer Bedeutung. Das jüdische Land wird zu einer Quelle der Inspiration für die gesamte Menschheit. Jerusalem ist ein heiliger Ort für alle. Das können wir auch heute mit unseren Augen aus Fleisch und Blut sehen.</p>



<p><strong>Universeller Wohnsitz</strong></p>



<p>Schon jetzt kann jeder dort seine Spiritualität erheben. In Messianischer Zeit wird Jerusalem als Hauptstadt eine universelle Residenz für alle Menschen sein. Schon der Prophet Jesaja hat es gesagt: &#8220;Und es wird geschehen in den letzten Tagen: Dann wird der Berg des Hauses G’ttes fest stehen wie der höchste aller Berge, und er wird über die Hügel erhaben sein. Und alle Völker werden dorthin strömen, und viele Nationen werden hinaufziehen und sagen: Kommt, lasst uns zu dem Berg G-ttes gehen, damit er uns seine Wege lehrt&#8221; (2,2-4).</p>



<p><strong>Ein Stück Geschichte</strong></p>



<p>Zum ersten Mal seit 2000 Jahren kam 1967 ganz Jerusalem wieder unter jüdische Kontrolle. Dadurch können wir wieder die heiligsten Teile der Stadt besuchen, die Klagemauer oder Westmauer, ein Überbleibsel des Jerusalemer Tempels. Viele Menschen strömen an diesem Tag nach Jerusalem. Da viele Länder die Wiedervereinigung Jerusalems aufgrund arabischer Einwände noch nicht anerkannt haben, haben diese modernen Pilgerfahrten einen solidarischen Charakter.</p>



<p><strong>Viele der Prophezeiungen haben sich bereits erfüllt</strong></p>



<p>Die Wiedervereinigung Jerusalems ist ein kleiner Schritt auf dem Weg zur finalen Erlösung. Der Talmud sagt voraus (B.T. Sota 49b), dass im Vorfeld der Endzeit die überlieferten Traditionen verachtet werden. Ältere und jüngere Generationen werden in unterschiedlichen Welten aufwachsen, ein Phänomen, das wir bereits jetzt erleben. Nur sehr wenige junge Menschen erinnern sich an die Geschichte des Holocausts, Israels oder des Tempels. Von verschiedenen mächtigen Strömungen werden alle Anstrengungen unternommen, um die Legitimität des jüdischen Anspruchs auf Jerusalem und den Tempelberg zu untergraben.</p>



<p><strong>Fake News und Postmoderne</strong></p>



<p>Und es gibt noch mehr Anzeichen für ein nahendes Messianisches Zeitalter. Im Talmud heißt es weiter, dass die Regierungen gottlos werden und die Menschen religiöse Menschen völlig verachten werden. Ungläubige werden ihre Stimme erheben und niemand wird mehr Respekt voreinander haben. Brutalität wird die Oberhand gewinnen. Leider sehen wir das jeden Tag in den (sozialen) Medien.</p>



<p><strong>Die Spaltungen werden zunehmen</strong></p>



<p>Die Menschen wollen immer neue Dinge sehen und hören und sind mit den alten Dingen unzufrieden. Die Geschichte Jerusalems als Jahrtausende alte Hauptstadt Israels wird einfach nicht mehr gehört werden.</p>



<p>Niemand wird in der Lage sein, Übeltäter zur Rechenschaft zu ziehen. Religiöse Traditionen werden darunter ernsthaft leiden. Die Spaltungen werden zunehmen.&nbsp;“Alles ist wahr, und jeder hat das Recht auf seine eigenen Überzeugungen&#8221;, heißt es in der Postmoderne.</p>



<p><strong>Die Wahrheit wird schwer zu finden sein</strong></p>



<p>Jede Gruppe wird den Anspruch erheben, die Weisheit zu besitzen. Die Wahrheit wird schwer zu finden sein. Ältere Menschen &#8211; die sich noch an etwas aus der Vergangenheit erinnern &#8211; werden für dumm verkauft, wenn sie sich nicht an der Verblendung des Tages beteiligen.</p>



<p>Das ist traurig, aber wahr.</p>



<p><strong>Ich mache eine &#8216;Pilgerfahrt&#8217; zur Klagemauer</strong></p>



<p>So wie es aussieht, wird es nicht lange dauern&#8230;.</p>



<p>Nichtsdestotrotz feiern wir Yom Yeruschalaim. Ich mache eine &#8216;Pilgerfahrt&#8217; zur Klagemauer. Sie ist und bleibt deo volente unsere Hauptstadt. Was auch immer die ganze Welt von ihr denkt.</p>

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                <div class="daexthefup-button-text">Ja</div>
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                <div class="daexthefup-button-text">Nein</div>
            </div>

			                        </div>
                    </div>
                </div>

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