<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><?xml-stylesheet type="text/xsl" href="https://judentum.online/wp-content/plugins/rss-feed-styles/public/template.xsl"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:rssFeedStyles="http://www.lerougeliet.com/ns/rssFeedStyles#"
>

<channel>
	<title>Fastentage Archive - Judentum</title>
	<atom:link href="https://judentum.online/schabbat-und-feiertage/spezielle-kalendertage/fastentage/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://judentum.online/schabbat-und-feiertage/spezielle-kalendertage/fastentage/</link>
	<description>Jüdisch Leben nach Torah und Gesetz</description>
	<lastBuildDate>Thu, 29 Jun 2023 12:44:59 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	
<image>
	<url>https://judentum.online/wp-content/uploads/2019/07/cropped-fav02-imrey-150x150.jpg</url>
	<title>Fastentage Archive - Judentum</title>
	<link>https://judentum.online/schabbat-und-feiertage/spezielle-kalendertage/fastentage/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
<rssFeedStyles:reader name="Digg Reader" url="http://digg.com/reader/search/https%3A%2F%2Fjudentum.online%2Ffeed%2F"/><rssFeedStyles:reader name="Feedly" url="http://cloud.feedly.com/#subscription%2Ffeed%2Fhttps://judentum.online/feed/"/><rssFeedStyles:reader name="Inoreader" url="http://www.inoreader.com/?add_feed=https%3A%2F%2Fjudentum.online%2Ffeed%2F"/><rssFeedStyles:button name="Like" url="https://www.facebook.com/sharer/sharer.php?u=%url%"/><rssFeedStyles:button name="G+" url="https://plus.google.com/share?url=%url%"/><rssFeedStyles:button name="Tweet" url="https://twitter.com/intent/tweet?url=%url%"/>	<item>
		<title>VIELE HINTERGRÜNDE ZUR TRAURIGKEIT DER DREI WOCHEN BIS TISCHA BEAW</title>
		<link>https://judentum.online/viele-hintergruende-zur-traurigkeit-der-drei-wochen-bis-tischa-beaw/</link>
					<comments>https://judentum.online/viele-hintergruende-zur-traurigkeit-der-drei-wochen-bis-tischa-beaw/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jun 2023 17:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fastentage]]></category>
		<category><![CDATA[9 Av]]></category>
		<category><![CDATA[9. Aw]]></category>
		<category><![CDATA[fasten]]></category>
		<category><![CDATA[Fasten 17 Tamuz]]></category>
		<category><![CDATA[Fastentag]]></category>
		<category><![CDATA[Fastentag 17 Tamuz]]></category>
		<category><![CDATA[Fastentag 9 Av]]></category>
		<category><![CDATA[hintergründe]]></category>
		<category><![CDATA[TISCHA BEAW]]></category>
		<category><![CDATA[trauer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://judentum.online/?p=14004</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160;ABER EINES IST SICHER: AM ENDE DES TUNNELS SCHIMMERT IMMER WIEDER DAS LICHT Drei Wochen der Trauer Mit dem Fasttag am 17. Tammuz &#8211; in diesem Jahr der 6. Juli 2023 &#8211; beginnen die drei Wochen der nationalen Trauer um die Zerstörung des zweiten Tempels im Jahr 70. Am 17. Tammuz durchbrachen die Römer die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/viele-hintergruende-zur-traurigkeit-der-drei-wochen-bis-tischa-beaw/">VIELE HINTERGRÜNDE ZUR TRAURIGKEIT DER DREI WOCHEN BIS TISCHA BEAW</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>&nbsp;ABER EINES IST SICHER:</strong></p>



<p><strong>AM ENDE DES TUNNELS SCHIMMERT IMMER WIEDER DAS LICHT</strong></p>



<p><strong>Drei Wochen der Trauer</strong></p>



<p>Mit dem Fasttag am 17. Tammuz &#8211; in diesem Jahr der 6. Juli 2023 &#8211; beginnen die drei Wochen der nationalen Trauer um die Zerstörung des zweiten Tempels im Jahr 70. Am 17. Tammuz durchbrachen die Römer die Mauern Jerusalems, und drei Wochen später, an Tischa Be&#8217;aw dem 9. Tag des Jüdischen Monats Aw &#8211; in diesem Jahr am 26. Juli abends &#8211; ging der Tempel &#8211; und damit das letzte Überbleibsel der Unabhängigkeit Israels &#8211; in Flammen auf. Tischa be&#8217;aw ist der nationale Trauertag zum Gedenken an die Zerstörung des ersten und zweiten Tempels, letzterer durch die Römer im Jahr 70. Was war geschehen?</p>



<p><strong>Jüdisches Land wurde zur Römischen Provinz degradiert</strong></p>



<p>Der Römer Pompeus hatte das Jüdische Land im Jahr 63 v. erobert. Damit wurde Judäa zu einer Römischen Provinz. Die Lage in Judäa hätte auch dann noch günstig sein können, als das Jüdische Land ein Vasallen-Staat Roms geworden war. Die Römer gewährten den <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a> durch ihre Politik, sich so wenig wie möglich in die inneren Angelegenheiten der eroberten Provinzen einzumischen, ein hohes Maß an Unabhängigkeit.</p>



<p><strong>Zunehmend grausamere Unterdrückung</strong></p>



<p>Doch die Römer wurden in ihrer Politik immer grausamer. Die Demütigungen, denen die Juden unter den Römischen Prokuratoren ausgesetzt waren, provozierten vor allem die Zeloten immer mehr. Die Zeloten waren die &#8220;Falken&#8221; der damaligen Zeit und predigten den Aufstand gegen die Römischen Besatzer.</p>



<p><strong>Die Rabbiner wollten keinen Krieg</strong></p>



<p>Die Pharisäer, die Tora-Lehrer, versuchten noch vergeblich, das Volk davon abzuhalten, sich kopfüber in einen Krieg gegen den übermächtigen Römer zu stürzen. Sie verkündeten die Unterwerfung unter den G’ttlichen Willen und die treue Annahme desselben, auch wenn dies bedeutete, dass die Juden viele Grausamkeiten erdulden mussten. Aber die Lage hatte sich bereits so weit verschlechtert, dass sie nicht mehr auf die Pharisäer hörten. Und so wurde das Volk in einen Krieg hineingezogen, dessen Ausgang sich als katastrophal erwies. Nach einer gewaltsamen Belagerung durch Titus, den Sohn des Kaisers Vespasian, fiel Jerusalem im Jahr 70, und der Tempel ging in Flammen auf. Der Jüdische Staat hatte aufgehört zu existieren.</p>



<p><strong>Unvernünftig, hilflos und verzweifelt</strong></p>



<p>Die Juden der damaligen Zeit waren hoffnungslos. Der Talmud veranschaulicht die Niedergeschlagenheit des Jüdischen Volkes anhand eines Gesprächs zwischen <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbi</a> Jehoschu&#8217;a und Überlebenden des Römischen Massakers. Nach der Zerstörung des zweiten Tempels wollten viele Juden kein Fleisch mehr essen und keinen Wein mehr trinken. Rabbi Jehoschu&#8217;a fragte sie: &#8220;Warum esst ihr kein Fleisch und trinkt keinen Wein?&#8221;. Verzweifelt antworteten sie: &#8220;Wie können wir noch Fleisch essen, welches die Menschen auf dem Altar als Opfer darbringen? Der Altar ist doch nicht mehr da! Wie können wir Wein trinken, der auf den Altar gegossen wurde, wenn er nicht mehr da ist?&#8221;.</p>



<p><strong>Auch kein Brot mehr essen?</strong></p>



<p>&#8220;Dann dürfen wir auch kein Brot mehr essen, weil die Speiseopfer nicht mehr gebracht werden können&#8221;. Hilflos antwortete das Volk: &#8220;Dann werden wir nur noch Früchte essen&#8221;. &#8220;Früchte könnt ihr auch nicht mehr essen, weil die Bikurim, die Erstlingsfrüchte der sieben wichtigsten Früchte Israels, nicht mehr dargebracht werden können&#8221;. Unvernünftig entgegnete das Volk: &#8220;Dann werden wir eben alle anderen Früchte essen, von denen keine Erstlingsfrüchte dargebracht werden&#8221;.</p>



<p><strong>Trauere nicht zu sehr</strong></p>



<p>Daraufhin sagte Rabbi Jehoschu&#8217;a: &#8220;Dann können wir auch kein Wasser mehr trinken. Auch das Wassersprengen an Sukkot, dem Laubhüttenfest, gibt es nicht mehr&#8221;. Die Leute schwiegen, aber Rabbi Jehoschu&#8217;a hatte einen tröstlichen Gedanken: &#8220;Überhaupt nicht zu trauern ist keine Option, weil uns ein Unglück widerfahren ist. Aber wir sollten auch nicht zu sehr trauern, denn nicht jeder kann diese Last der Trauer tragen&#8221;.</p>



<p><strong>Hoffnungsschimmer</strong></p>



<p>Und so wurde Tischa be&#8217;Aw, der alte Unglückstag, an dem 490 Jahre zuvor auch der erste Tempel zerstört worden war, als nationaler Trauertag wieder eingeführt. Aber das <a href="https://judentum.online/judentum-was-ist-das/">Judentum</a> wäre nicht das Judentum, wenn nicht wieder ein Hoffnungsschimmer aufleuchten würde.</p>



<p><strong>Rabbi Akiwa lächelte</strong></p>



<p>Vor 1950 Jahren wandelten vier große Gelehrte schweigend auf den Ruinen von Jerusalem. Sie waren Rabbi Gamaliel, Rabbi Elazar, Rabbi Jehoschu&#8217;a und Rabbi Akiwa. Verzweifelt blickten sie auf die Ruine, die einst der heilige Tempel war. Plötzlich kreuzte ein Horde Füchse ihren Weg. Drei der vier Rabbiner fingen an, sich fürchterlich zu beklagen: &#8220;Jeremias prophetisches Wort ist buchstäblich wahr geworden: &#8216;Füchse laufen auf dem zerstörten Berg Zion umher'&#8221; (Klagelieder 5:18).</p>



<p>Rabbi Akiwa lächelte. &#8220;Wie kannst du, Akiwa, über dieses Unglück lächeln, das über uns gekommen ist? Siehst du, wie die Füchse über die Stelle laufen, wo einst G&#8217;ttes Altar stand?&#8221;. Doch Rabbi Akiwa hatte seine Antwort parat: &#8220;Ich freue mich, denn wenn sich die Prophezeiungen des Unheils so genau erfüllen, werden eines Tages auch die positiven Prophezeiungen eintreffen&#8221; (B.T. Makkot 24).</p>



<p><strong>Lebenselement</strong></p>



<p>Rabbi Akiwa konnte sich freuen, weil er wusste, dass das Lebenselement des Volkes Israel, die <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a>, unversehrt geblieben war. Derselbe Rabbi Akiwa hatte einmal eine Diskussion mit einem assimilierten Juden, Pappus ben Jehuda, der den Rabbi fragte, warum er sich so weit von den Römern fernhalte: &#8220;Unser Leben wäre viel einfacher und glücklicher, wenn wir uns der Römischen Kultur anpassen würden?&#8221; Rabbi Akiwa hingegen hielt sich an die Tora, den Kern des Judentums.</p>



<p><strong>Gegenseitiger Hass</strong></p>



<p>Auffallend ist der Begriff &#8220;Trauer&#8221; in der Diskussion von Rabbi Jehoschu&#8217;a. Für die späteren Generationen bis zum heutigen Tag wurden alle möglichen Arten von Trauerbekundungen vorgeschrieben. Trauern bedeutet, sich mit dem Unglück abzufinden und sich mit einem Verlust abzufinden. In jeder Generation erinnerten uns die Chachamim (Gelehrten) daran, dass der zweite Tempel wegen des gegenseitigen Hasses und der Intoleranz, die das Jüdische Volk spalteten, zerstört wurde. Sobald diese negativen Gefühle verschwunden sind, wird der Tempel wieder aufgebaut werden.</p>

            <div id="daexthefup-container"
                 class="daexthefup-container daexthefup-layout-stacked daexthefup-alignment-center"
                 data-post-id="14004">

                <div class="daexthefup-feedback">
                    <div class="daexthefup-text">
                        <h3 class="daexthefup-title">War dies nützlich?</h3>
                    </div>
                    <div class="daexthefup-buttons-container">
                        <div class="daexthefup-buttons">
							
            <div class="daexthefup-yes daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="1">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>.happy-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.happy-face-cls-2{fill:#e1e1e1;}.happy-face-cls-3{fill:#676767;}</style>
                    </defs>
                    <g id="happy_face">
                        <circle class="happy-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="happy-face-cls-2 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" d="m16.79,29c-1.19,0-1.89,1.31-1.25,2.32,1.77,2.81,4.9,4.68,8.47,4.68s6.7-1.87,8.47-4.68c.63-1.01-.06-2.32-1.25-2.32-3.67,0-10.76,0-14.43,0Z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Ja (2)</div>
            </div>

										
            <div class="daexthefup-no daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="0">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>
                            .sad-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.sad-face-cls-2{fill:#676767;}.sad-face-cls-3{fill:#e1e1e1;}.sad-face-cls-4{fill:#676767;}
                        </style>
                    </defs>
                    <g id="sad_face">
                        <circle class="sad-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="sad-face-cls-3 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="sad-face-cls-2 daexthefup-icon-secondary-color" d="M16.9,34.5c-0.4,0-0.8-0.1-1.1-0.4c-0.6-0.6-0.6-1.5,0-2.1c2.2-2.2,5.1-3.4,8.1-3.4c3.1,0,6,1.2,8.1,3.4
                        c0.6,0.6,0.6,1.5,0,2.1s-1.5,0.6-2.1,0c-1.6-1.6-3.7-2.5-6-2.5s-4.4,0.9-6,2.5C17.7,34.4,17.3,34.5,16.9,34.5z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Nein</div>
            </div>

			                        </div>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-comment">
                    <div class="daexthefup-comment-top-container">
                        <label id="daexthefup-comment-label" class="daexthefup-comment-label"></label>
						                            <div class="daexthefup-comment-character-counter-container">
                                <div id="daexthefup-comment-character-counter-number"
                                     class="daexthefup-comment-character-counter-number"></div>
                                <div class="daexthefup-comment-character-counter-text"></div>
                            </div>
						                    </div>
                    <textarea id="daexthefup-comment-textarea" class="daexthefup-comment-textarea"
                              placeholder="Ihre Nachricht eingeben"
                              maxlength="400"></textarea>
                    <div class="daexthefup-comment-buttons-container">
                        <button class="daexthefup-comment-submit daexthefup-button">Einreichen</button>
                        <button class="daexthefup-comment-cancel daexthefup-button">Abbrechen</button>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-successful-submission-text">Vielen Dank für Ihr Feedback!</div>

            </div>

			<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/viele-hintergruende-zur-traurigkeit-der-drei-wochen-bis-tischa-beaw/">VIELE HINTERGRÜNDE ZUR TRAURIGKEIT DER DREI WOCHEN BIS TISCHA BEAW</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://judentum.online/viele-hintergruende-zur-traurigkeit-der-drei-wochen-bis-tischa-beaw/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die drei Wochen &#8211; Hintergründe zu 9. Av Tischa BeAv</title>
		<link>https://judentum.online/die-drei-wochen-hintergruende-zu-9-av-tischa-beav/</link>
					<comments>https://judentum.online/die-drei-wochen-hintergruende-zu-9-av-tischa-beav/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jun 2023 17:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fastentage]]></category>
		<category><![CDATA[9 Av]]></category>
		<category><![CDATA[9. Aw]]></category>
		<category><![CDATA[die drei Wochen]]></category>
		<category><![CDATA[drei Wochen der Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[fasten]]></category>
		<category><![CDATA[Fastentag]]></category>
		<category><![CDATA[Fastentag 9 Av]]></category>
		<category><![CDATA[hintergründe]]></category>
		<category><![CDATA[TISCHA BEAW]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://judentum.online/?p=14003</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Kundschafter konnten die Einzigartigkeit des Landes Israel nicht begreifen Einer der Gründe, warum wir am 9. Aw fasten, geht auf die Episode mit den Meraglim, Kundschaftern zurück (Numeri Kap. 13 und 14). Mosche sandte Kundschafter aus, um das Land Israel zu erkunden. Anstatt von den wundersamen Dingen zu berichten, die sie sahen, zeichneten die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/die-drei-wochen-hintergruende-zu-9-av-tischa-beav/">Die drei Wochen &#8211; Hintergründe zu 9. Av Tischa BeAv</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p><strong>Die Kundschafter konnten die Einzigartigkeit des Landes Israel nicht begreifen</strong></p>



<p>Einer der Gründe, warum wir am 9. Aw fasten, geht auf die Episode mit den Meraglim, Kundschaftern zurück (Numeri Kap. 13 und 14). Mosche sandte Kundschafter aus, um das Land Israel zu erkunden. Anstatt von den wundersamen Dingen zu berichten, die sie sahen, zeichneten die Kundschafter ein düsteres Bild. Sie sagten voraus, dass jeder Versuch, das Land zu betreten, in einer Katastrophe enden würde. Das Volk wurde mutlos und verlor den Glauben an <a href="https://judentum.online/was-ist-der-name-von-gott-im-judentum/">HaSchem</a> (G&#8217;tt), obwohl Er dem Volk versprochen hatte, dass sie das Land betreten würden. Weil das Volk unnötig weinte, wurde es bestraft: Es musste 40 Jahre lang in der Wüste wandern. Alle Männer, die älter als 20 Jahre waren, sollten das Land Israel nicht mehr sehen. Dieses Dekret erging am 9. Aw. Seitdem ist der 9. Av ein sehr trauriger Tag geblieben.</p>



<p><strong>Die Fehler der Kundschafter</strong></p>



<p>In der Wüste fehlte es den <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a> an nichts. Das tägliche Brot, das <a href="https://judentum.online/manna/">Manna</a>, fiel vom Himmel. Am Abend wurden sie mit Wachteln gefüttert. Wasser kam aus dem Brunnen Miriams. Sie waren in der Wüste auf übernatürliche Weise beschützt. Es war ein wunderbares Leben ohne allzu viele Herausforderungen. Sie konnten den ganzen Tag <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> lernen und sich guten und erhabenen Dingen widmen.</p>



<p><strong>auf einem hohen spirituellen Niveau</strong></p>



<p>Die &#8220;Dor haMidbar &#8211; Generation der Wüste&#8221; befand sich auf einem hohen spirituellen Niveau. Sie hatten alle Wunder beim Auszug aus Ägypten miterlebt. Sie waren diejenigen, die die Matan Tora, die Gesetzgebung am Berg Sinai, persönlich erlebt hatten. Deshalb erwartete man von ihnen, dass sie in der Lage waren, G&#8217;ttes Versprechen zu glauben, dass sie das Land ohne allzu große Schwierigkeiten einnehmen würden, ohne mehr. Nun schickten sie Kundschafter aus, um zu prüfen, ob es tatsächlich ein so gutes Land war. Aber die Kundschafter zogen das spirituelle Leben in der Wüste dem bäuerlichen Leben in Israel vor. Dort müssten sie nur arbeiten und trotzdem fromm bleiben! Die Kundschafter hielten das für unmöglich. Aber genau das ist das <a href="https://judentum.online/judentum-was-ist-das/">Judentum</a>: mit beiden Beinen auf dem Boden stehen und trotzdem fromm sein! Dies ist die erste Erklärung für das Debakel der Kundschafter.</p>



<p><strong>Kundschafter statt Spione</strong></p>



<p>Eine zweite Erklärung weist darauf hin, dass im Text nicht von &#8220;Spionen&#8221; oder &#8220;Spionage&#8221; die Rede ist, sondern von Kundschaftern. Die Kundschafter waren eher Pfadfinder als Spione. Spione sind feindselig, Kundschafter hingegen lieben das Land. Das Hebräische Wort &#8220;latur&#8221; bedeutet eigentlich &#8220;das Land erforschen, umherreisen oder sich mit ihm vertraut machen&#8221;. Als Josef seine Brüder der Spionage beschuldigte, verwendet die Tora ausdrücklich das Wort Meraglim (Spione). Aber jetzt wollte das Volk einfach nur das Land kennenlernen.</p>



<p><strong>Keine militärischen Informationen erforderlich</strong></p>



<p>Außerdem stellt sich die Frage, warum die Juden militärische Informationen brauchten? Der gesamte Exodus war auf so wundersame Weise geschehen und die Offenbarung am Berg Sinai so übernatürlich, dass es Spuk wäre, nicht an Wunder zu glauben. Warum war Spionage überhaupt nötig? Sicherlich hatte G&#8217;tt ihnen zugesichert, dass es ein Land sein würde, in dem Milch und Honig fließen&#8221;.</p>



<p><strong>Ein demographischer und landwirtschaftlicher Bericht</strong></p>



<p>Bei seiner Erkundungsmission verlangte Mosche lediglich einen demographischen und landwirtschaftlichen Bericht. Tatsächlich schickte Mosche seine Männer auf eine Art Studienreise. Mosche wollte demographische Daten über die Bewohner des Landes: &#8220;Seht, die Menschen, die darin leben, sind sie stark oder schwach, wenige oder viele?&#8221; <a href="https://judentum.online/raschi-kommentare-ganze-tora-online-deutsch/">Raschi</a> erklärt dies wie folgt: &#8220;Es gibt Gebiete, die starke, gesunde Menschen hervorbringen, und es gibt Gebiete, in denen die Menschen schwach bleiben. Es gibt Länder, die eine große Bevölkerung haben, und es gibt Länder, die ungesund sind, in denen nur wenige Menschen leben.&#8221;</p>



<p><strong>Einzigartigkeit Charakter des Landes unterschätzt</strong></p>



<p>Auffallend ist auch, dass die Episode mit den Kundschafter unmittelbar auf die <a href="https://judentum.online/was-ist-gehenom-gehinnom-hoelle-rav-avigdor-miller/">Bestrafung</a> Miriams folgt. Miriam hatte sehr subtil, aber dennoch unverschämt über ihren Bruder Mosche getratscht: &#8220;Diese sündigen Spione hatten das gesehen, aber keine Lehre daraus gezogen&#8221;. Der Fehler der Kundschafter war ähnlich wie der von Miriam: <a href="https://judentum.online/laschon-hara-ueble-nachrede/">laschon hara</a> &#8211; Verleumdung. So wie Miriam die Besonderheit von Mosches Prophezeiungen unterschätzte, waren die Kundschafter blind für die Einzigartigkeit des heiligen Landes.</p>



<p>Der Talmud schreibt vor, dass man nicht heiraten sollte, bevor Braut und Bräutigam einander gesehen haben. Man kann die Einzigartigkeit eines Lebenspartners nicht anhand von Beschreibungen Dritter beurteilen. Man muss sie selbst erlebt und bezeugt haben.</p>



<p><strong>Israel kennenlernen</strong></p>



<p>Aus diesem Grund schickte Mosche Kundschafter nach Israel. Nicht um Informationen zu sammeln, sondern um das Land kennenzulernen. Sie konnten sich nicht an Israel binden, bevor sie es nicht persönlich kennengelernt hatten. Israel würde für immer dem Jüdischen Volk gehören. Einem besonderen Volk, das von seinem G&#8217;tt geliebt wird, wird ein besonderes Land gegeben. Der Fehler der Kundschafter war, dass sie die besonderen Eigenschaften des Jüdischen Landes nicht erkannten. Sie waren blind für den spezifisch jüdischen, so genannten &#8220;Segula&#8221;-Charakter von Eretz Jisrael. Sie sahen nur etwas Sand, Städte und Menschen, aber nicht den spezifisch heiligen Charakter eines jüdischen Landes.</p>



<p><strong>Israel ist tief in unseren Herzen</strong></p>



<p>Sie waren nicht in der Lage, die Einzigartigkeit des Landes Israel zu begreifen. Wenn wir die Einzigartigkeit unseres Partners nicht erkennen, geht die Ehe in die Brüche. Wenn wir es nicht schaffen, die besondere Beziehung zu unseren Kindern zu festigen, fällt die Familie auseinander. Wenn wir nicht in der Lage sind, die Einzigartigkeit der jüdischen Existenz in all ihren Facetten zu schätzen, verlieren wir unsere Einzigartigkeit. Eine wichtige Facette ist unser Land. Seit 20 Jahrhunderten haben wir für dieses Land gebetet und uns danach gesehnt. Israel ist tief in unseren Herzen!</p>



<p><strong>Aber wo lag die tiefere Ursache?</strong></p>



<p>Den Kundschafter fehlte der Glaube an G&#8217;tt. Neben diesem mangelnden Glauben lag die wahre Ursache in der fehlenden Liebe zum Land. Wenn die Kundschafter das Land Israel wirklich geliebt hätten, wären alle Zweifel an ihrer Fähigkeit, es zu erobern, verschwunden. Nichts hätte sich ihnen in den Weg gestellt. Aber sie hatten nicht die nötige Liebe. Deshalb hatten sie auch nicht genügend Vertrauen in G&#8217;tt. Dieser Mangel an wahrer Liebe zu Israel hatte und hat Folgen, die wir bis heute spüren.</p>



<p><strong>Nicht genauso verantwortlich für die Zerstörung des Tempels sein wie damals</strong></p>



<p>Jede Generation, in der der Tempel nicht wieder aufgebaut wird, muss sich selbst so betrachten, als wäre der Tempel zu ihrer Zeit zerstört worden. Wir trauern um den Verlust des Tempels. Aber sehnen wir uns wirklich so sehr nach dem Tempel, dass wir es verdienen, seinen Wiederaufbau zu erleben? Spüren wir die spirituelle Leere, nachdem der Tempel nicht mehr da ist? Der Tempel wurde durch unseren gegenseitigen Hass auf das Nichts zerstört. Sind wir wirklich bereit, unseren Charakter zu vervollkommnen? Wollen wir unsere Mitmenschen wirklich richtig behandeln? Wollen wir die Gebote G&#8217;ttes halten? Glauben wir an Seine Tora genug, um sie mit voller Hingabe zu studieren? Wenn wir uns nicht aufrichtig bemühen, uns zu verbessern, fehlt es uns an Liebe zu G&#8217;ttes Tempel, Seinem Bait haMikdasch. Wir wären für die Zerstörung des Tempels genauso verantwortlich wie die Generation vor fast 2.000 Jahren, als er zerstört wurde.</p>



<p><strong>Mögen wir es wirklich verdienen, den Wiederaufbau des Bait haMikdasch, bimhera vejamenu, bald zu erleben.</strong></p>

            <div id="daexthefup-container"
                 class="daexthefup-container daexthefup-layout-stacked daexthefup-alignment-center"
                 data-post-id="14003">

                <div class="daexthefup-feedback">
                    <div class="daexthefup-text">
                        <h3 class="daexthefup-title">War dies nützlich?</h3>
                    </div>
                    <div class="daexthefup-buttons-container">
                        <div class="daexthefup-buttons">
							
            <div class="daexthefup-yes daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="1">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>.happy-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.happy-face-cls-2{fill:#e1e1e1;}.happy-face-cls-3{fill:#676767;}</style>
                    </defs>
                    <g id="happy_face">
                        <circle class="happy-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="happy-face-cls-2 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" d="m16.79,29c-1.19,0-1.89,1.31-1.25,2.32,1.77,2.81,4.9,4.68,8.47,4.68s6.7-1.87,8.47-4.68c.63-1.01-.06-2.32-1.25-2.32-3.67,0-10.76,0-14.43,0Z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Ja (1)</div>
            </div>

										
            <div class="daexthefup-no daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="0">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>
                            .sad-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.sad-face-cls-2{fill:#676767;}.sad-face-cls-3{fill:#e1e1e1;}.sad-face-cls-4{fill:#676767;}
                        </style>
                    </defs>
                    <g id="sad_face">
                        <circle class="sad-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="sad-face-cls-3 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="sad-face-cls-2 daexthefup-icon-secondary-color" d="M16.9,34.5c-0.4,0-0.8-0.1-1.1-0.4c-0.6-0.6-0.6-1.5,0-2.1c2.2-2.2,5.1-3.4,8.1-3.4c3.1,0,6,1.2,8.1,3.4
                        c0.6,0.6,0.6,1.5,0,2.1s-1.5,0.6-2.1,0c-1.6-1.6-3.7-2.5-6-2.5s-4.4,0.9-6,2.5C17.7,34.4,17.3,34.5,16.9,34.5z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Nein</div>
            </div>

			                        </div>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-comment">
                    <div class="daexthefup-comment-top-container">
                        <label id="daexthefup-comment-label" class="daexthefup-comment-label"></label>
						                            <div class="daexthefup-comment-character-counter-container">
                                <div id="daexthefup-comment-character-counter-number"
                                     class="daexthefup-comment-character-counter-number"></div>
                                <div class="daexthefup-comment-character-counter-text"></div>
                            </div>
						                    </div>
                    <textarea id="daexthefup-comment-textarea" class="daexthefup-comment-textarea"
                              placeholder="Ihre Nachricht eingeben"
                              maxlength="400"></textarea>
                    <div class="daexthefup-comment-buttons-container">
                        <button class="daexthefup-comment-submit daexthefup-button">Einreichen</button>
                        <button class="daexthefup-comment-cancel daexthefup-button">Abbrechen</button>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-successful-submission-text">Vielen Dank für Ihr Feedback!</div>

            </div>

			<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/die-drei-wochen-hintergruende-zu-9-av-tischa-beav/">Die drei Wochen &#8211; Hintergründe zu 9. Av Tischa BeAv</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://judentum.online/die-drei-wochen-hintergruende-zu-9-av-tischa-beav/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die drei Wochen &#8211; Warum fasten wir am 17. Tammuz und am 9. Aw?</title>
		<link>https://judentum.online/die-drei-wochen-warum-fasten-wir-am-17-tammuz-und-am-9-aw/</link>
					<comments>https://judentum.online/die-drei-wochen-warum-fasten-wir-am-17-tammuz-und-am-9-aw/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jun 2023 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fastentage]]></category>
		<category><![CDATA[17 Tamuz]]></category>
		<category><![CDATA[17. Tamus]]></category>
		<category><![CDATA[17. Tamuz]]></category>
		<category><![CDATA[9 Av]]></category>
		<category><![CDATA[9. Aw]]></category>
		<category><![CDATA[die drei Wochen]]></category>
		<category><![CDATA[drei Wochen der Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[fasten]]></category>
		<category><![CDATA[Fasten 17 Tamuz]]></category>
		<category><![CDATA[Fastentag]]></category>
		<category><![CDATA[Fastentag 17 Tamuz]]></category>
		<category><![CDATA[Fastentag 9 Av]]></category>
		<category><![CDATA[Schiwa Asar BeTamus]]></category>
		<category><![CDATA[TISCHA BEAW]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://judentum.online/?p=13982</guid>

					<description><![CDATA[<p>Unsere Propheten haben das Fasten an diesen Tagen eingeführt, als unsere Vorfahren von Katastrophen heimgesucht wurden. Der Zweck dieses Fastens ist es, uns aufzurütteln, Teschuwa zu tun, Reue zu empfinden und für begangenes Unrecht Buße zu leisten. Dies erinnert uns an unsere schlechten Taten und die unserer Vorfahren, die unseren schlechten Taten ähneln, die sie [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/die-drei-wochen-warum-fasten-wir-am-17-tammuz-und-am-9-aw/">Die drei Wochen &#8211; Warum fasten wir am 17. Tammuz und am 9. Aw?</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p>Unsere Propheten haben das Fasten an diesen Tagen eingeführt, als unsere Vorfahren von Katastrophen heimgesucht wurden. Der Zweck dieses Fastens ist es, uns aufzurütteln, <a href="https://judentum.online/teschuwa/">Teschuwa</a> zu tun, Reue zu empfinden und für begangenes Unrecht Buße zu leisten.</p>



<p>Dies erinnert uns an unsere schlechten Taten und die unserer Vorfahren, die unseren schlechten Taten ähneln, die sie und uns in die gleichen Schwierigkeiten gebracht haben. Wenn wir über diese Dinge nachdenken, können wir hoffen, dass wir zur Reue kommen und den richtigen Weg wählen, wie es geschrieben steht (Wajikra/Lev. 26:40) &#8220;Sie werden ihre Verbrechen und die ihrer Vorväter bekennen.&#8221;</p>



<p><strong>Selbstanalyse und Blick nach innen</strong></p>



<p>Deshalb sollte jeder sein Verhalten an diesen Tagen überprüfen. Falsches Verhalten muss korrigiert werden, denn das Hauptproblem ist nicht das Fasten selbst, wie es über das Volk von Ninive geschrieben steht (Jona 3:10): &#8220;Und G&#8217;tt sah ihre Taten.&#8221; Unsere Gelehrten haben dies erklärt (B.T. Ta&#8217;anit 16a): &#8220;Es steht nicht geschrieben: &#8216;Er sah ihre Taschen und ihr Fasten&#8217;, sondern es steht geschrieben: &#8216;Und G&#8217;tt sah ihre Taten&#8217;, denn sie waren von ihrem bösen Weg zurückgekehrt.&#8221;</p>



<p><strong>Fasten ist nichts anderes als die Vorbereitung auf Teschuwa</strong></p>



<p>Deshalb haben die Menschen, die fasten, dann aber angenehme Spaziergänge machen oder über alle möglichen Belanglosigkeiten reden, nur die Nebensache erledigt, aber die Hauptsache vergessen.</p>



<p><strong>Was geschah am 17. Tammuz?</strong></p>



<p>Am 17. Tammuz ereigneten sich fünf Katastrophen:</p>



<p>(a) Die ersten Steintafeln mit den Zehn Geboten wurden zerbrochen, als Mosche vom Berg Sinai herabstieg (Schemot/Ex. 32:19).</p>



<p>(b) Das tägliche Schlachtopfer wurde eingestellt.</p>



<p>(c) Ein Riss wurde in die Mauer Jerusalems geschlagen.</p>



<p>(d) Apostumus verbrannte eine Tora-Rolle.</p>



<p>e) Ein Götzenbild wurde von bösen Elementen des jüdischen Volkes im Heiligtum von Jerusalem errichtet. Dies führte zur Zerstörung des Tempels und zu unserem Exil.</p>



<p><strong>Was geschah an Tis</strong><strong>c</strong><strong>ha BeAw &#8211; dem neunten Aw?</strong></p>



<p>&nbsp;&nbsp; Am 9. Aw wurde das Urteil über unsere Vorfahren in der Wüste gefällt, dass sie das Land Israel nicht betreten durften, denn an diesem Tag kehrten die Kundschafter von ihrer Erkundung des Landes zurück und das Volk weinte umsonst.</p>



<p>Deshalb wurde dieser Tag als Tag des Leids für alle kommenden Generationen bezeichnet. An diesem Tag fand die große Zerstörung statt: Sowohl der Erste als auch der Zweite Tempel wurden an diesem Tag dem Erdboden gleichgemacht.</p>



<p>2.&nbsp;&nbsp;&nbsp; An diesem Tag wurde die Stadt Betar eingenommen, eine große Stadt mit Zehntausenden von Jüdischen Einwohnern.</p>



<p>3.&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ebenfalls an diesem Tag pflügte Turnus Rufus den Boden des Tempels um und erfüllte damit die Prophezeiung von Micha (3:12) erfüllt: &#8220;Zion wird wie ein gepflügtes Feld sein.&#8221;</p>



<p><strong><a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbi</a> Jochanan trifft die Tochter von Nakdimon ben Gurion</strong></p>



<p>In dem <a href="https://judentum.online/judentum-was-ist-das/">Judentum</a> gibt es ein starkes belohnendes, aber auch ein starkes strafendes Element. In B.T. Ketuwot (66b) berichtet der Talmud, dass Rabbi Jochanan ben Zakkai nach der Zerstörung des Tempels außerhalb von Jerusalem auf einem Esel ritt. Seine Schüler gingen hinter ihm her. Sie begegneten einer jungen Frau, die Gerstenkörner aus dem Dung der Tiere der Araber in der Gegend sammelte. Als sie Rabbi Jochanan sah, bat sie ihn, ihr zu helfen. Sie hatte nichts zu essen. Rabbi Jochanan fragte sie, wer sie sei. Es stellte sich heraus, dass sie eine Tochter von Nakdimon ben Gurion war. Letzterer war einer der drei reichsten Männer Jerusalems, bevor der Bait haMikdasch, der Tempel, zerstört wurde. Rabbi Jochanan erzählte seinen Studenten, dass er sich daran erinnerte, ihre Ketuba (Heiratsvertrag) persönlich unterzeichnet zu haben: &#8220;Die Mitgift, die ihr Vater ihr gegeben hatte, war phänomenal&#8221;.</p>



<p><strong>Ambiguität des Gefühlslebens</strong></p>



<p>Daraufhin begann Rabbi Jochanan zu weinen. Er sagte: &#8220;Wie glücklich ist das Volk Israel doch! Wenn sie den Willen von <a href="https://judentum.online/was-ist-der-name-von-gott-im-judentum/">HaSchem</a> (G&#8217;tt) tun, kann kein Volk über sie herrschen. Wenn sie den Willen G&#8217;ttes nicht tun, überlässt G&#8217;tt sie in die Hände anderer Völker und auch ihrer Tiere (denn sie musste ihre Nahrung aus den Exkrementen der Tiere sammeln).&#8221; So viel zum Talmud über den Zustand der <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a> nach der Zerstörung des Jerusalemer Tempels im Jahr 70 nach.</p>



<p><strong>Menschen der Extreme</strong></p>



<p>Die Worte von Rabbi Jochanan sind schwer zu begreifen. Wie konnte Rabbi Jochanan ausrufen: &#8220;Wie glücklich ist das Volk Israel!&#8221;, wenn die Situation völlig schäbig und demütigend war. Ich wäre angesichts dieser schrecklichen, schmerzhaften Situation völlig in Panik und deprimiert. Aber Rabbi Jochanan hatte einen Helikopterblick. Er verstand, dass das Jüdische Volk ein Volk von Extremen ist. Das ist in der <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> klar festgelegt.</p>



<p><strong>Berachot und Kelalot &#8211; Segen und Fluch</strong></p>



<p>In der Parscha Bechukotaj (Lev. Kap. 26) wird Segen für &#8220;gutes religiöses und moralisches Verhalten&#8221; und die Einhaltung hoher Normen und Werte versprochen. Gleichzeitig wird aber auch eindringlich vor den hohen Strafen für Abtrünnigkeit und Rebellion gegen G&#8217;tt gewarnt. Die Folgen sind unabsehbar.</p>



<p>Aber die `beroche’ (Segen) ist zum Greifen nah: &#8220;Wenn du in Meinen Vorschriften wandelst und meine Gebote hältst, werde Ich dir Regen geben&#8221; (Lev. 26:3-4). Was bedeutet es, in der Tora zu wandeln?</p>



<p><strong>Versuchen, die Tora zu verstehen</strong></p>



<p>Wir verdienen uns den irdischen Segen nicht einfach so. Wir müssen eine Menge dafür tun. Vor allem müssen wir unser Bestes tun, um G&#8217;ttes Gebote zu befolgen. <a href="https://judentum.online/raschi-kommentare-ganze-tora-online-deutsch/">Raschi</a> (1040-1105) erklärt, dass die Tora hier vor allem verlangt, dass wir uns sehr anstrengen sollen, um die Tora zu verstehen. Die Tora verlangt, dass wir unser Bestes tun, um tatsächlich etwas aus der Tora zu machen.</p>



<p><strong>Was ist die Definition eines religiösen Menschen?</strong></p>



<p>Wirklich religiös ist man nur, wenn man in allem, was einen umgibt, G&#8217;ttes Weltführung erkennt, in allem die Hand G&#8217;ttes entdeckt. Sogar in der Tora. Unsere Weisen erklären, dass die Tora ein Lebenselixier für diejenigen ist, die sich darauf einlassen, aber ein tödliches Gift für Menschen, die sich der Tora falsch annähern.&nbsp; G&#8217;tt ist die Seele der Welt und auch der Tora.</p>



<p><strong>Kein Zwischenweg zwischen den beiden Extremen</strong></p>



<p>Das Jüdische Volk wurde geschaffen, um die Tora zu befolgen. Deshalb muss es ein vollkommenes Volk sein. Schon die geringste Abweichung vom absolut Guten ist verhängnisvoll. Es gibt keinen Mittelweg. Rabbi Jochanan sah, wie groß die Schande des Volkes Israel war. Er weinte. Aber gleichzeitig erkannte er die Realität dieses schrecklichen Niedergangs. Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt: es gibt keinen Mittelweg. Dies war die Kehrseite der großen Höhen, zu denen sich das jüdische Volk hätte erheben können: &#8220;Wie glücklich ist das Volk Israel&#8221;.</p>



<p><strong>Das Gute inmitten des Schlechten erkennen</strong></p>



<p>Das nimmt nicht den Schmerz des gefallenen Staates weg. Aber es kann einen gewissen Trost spenden. Wir wissen, dass G&#8217;tt trotz allem nahe ist. Wenn ein Elternteil ein Kind bestraft, spürt das Kind den Schmerz. Die Strafe eines Elternteils sollte aus Liebe zum Kind erfolgen und den Elternteil genauso verletzen wie das Kind. Wenn das Kind erkennt, dass die <a href="https://judentum.online/was-ist-gehenom-gehinnom-hoelle-rav-avigdor-miller/">Bestrafung</a> aus Liebe erfolgte, gibt es ihm ein wenig Trost.</p>



<p><strong>Anerkennen, dass wir Großes erreichen können</strong></p>



<p>G&#8217;tt hat uns immense Macht gegeben. Wenn wir wirklich glauben, dass wir etwas tun können, wird diese Macht offensichtlich. Bei der ersten und wichtigsten Ursache für Kummer und Sorgen am 9. Aw, der traurigen Geschichte der Kundschafter, ging dies jedoch völlig schief. Wir glauben zu wenig an uns selbst und unsere von G&#8217;ttgegebenen Fähigkeiten.</p>

            <div id="daexthefup-container"
                 class="daexthefup-container daexthefup-layout-stacked daexthefup-alignment-center"
                 data-post-id="13982">

                <div class="daexthefup-feedback">
                    <div class="daexthefup-text">
                        <h3 class="daexthefup-title">War dies nützlich?</h3>
                    </div>
                    <div class="daexthefup-buttons-container">
                        <div class="daexthefup-buttons">
							
            <div class="daexthefup-yes daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="1">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>.happy-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.happy-face-cls-2{fill:#e1e1e1;}.happy-face-cls-3{fill:#676767;}</style>
                    </defs>
                    <g id="happy_face">
                        <circle class="happy-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="happy-face-cls-2 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" d="m16.79,29c-1.19,0-1.89,1.31-1.25,2.32,1.77,2.81,4.9,4.68,8.47,4.68s6.7-1.87,8.47-4.68c.63-1.01-.06-2.32-1.25-2.32-3.67,0-10.76,0-14.43,0Z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Ja (2)</div>
            </div>

										
            <div class="daexthefup-no daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="0">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>
                            .sad-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.sad-face-cls-2{fill:#676767;}.sad-face-cls-3{fill:#e1e1e1;}.sad-face-cls-4{fill:#676767;}
                        </style>
                    </defs>
                    <g id="sad_face">
                        <circle class="sad-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="sad-face-cls-3 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="sad-face-cls-2 daexthefup-icon-secondary-color" d="M16.9,34.5c-0.4,0-0.8-0.1-1.1-0.4c-0.6-0.6-0.6-1.5,0-2.1c2.2-2.2,5.1-3.4,8.1-3.4c3.1,0,6,1.2,8.1,3.4
                        c0.6,0.6,0.6,1.5,0,2.1s-1.5,0.6-2.1,0c-1.6-1.6-3.7-2.5-6-2.5s-4.4,0.9-6,2.5C17.7,34.4,17.3,34.5,16.9,34.5z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Nein</div>
            </div>

			                        </div>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-comment">
                    <div class="daexthefup-comment-top-container">
                        <label id="daexthefup-comment-label" class="daexthefup-comment-label"></label>
						                            <div class="daexthefup-comment-character-counter-container">
                                <div id="daexthefup-comment-character-counter-number"
                                     class="daexthefup-comment-character-counter-number"></div>
                                <div class="daexthefup-comment-character-counter-text"></div>
                            </div>
						                    </div>
                    <textarea id="daexthefup-comment-textarea" class="daexthefup-comment-textarea"
                              placeholder="Ihre Nachricht eingeben"
                              maxlength="400"></textarea>
                    <div class="daexthefup-comment-buttons-container">
                        <button class="daexthefup-comment-submit daexthefup-button">Einreichen</button>
                        <button class="daexthefup-comment-cancel daexthefup-button">Abbrechen</button>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-successful-submission-text">Vielen Dank für Ihr Feedback!</div>

            </div>

			<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/die-drei-wochen-warum-fasten-wir-am-17-tammuz-und-am-9-aw/">Die drei Wochen &#8211; Warum fasten wir am 17. Tammuz und am 9. Aw?</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://judentum.online/die-drei-wochen-warum-fasten-wir-am-17-tammuz-und-am-9-aw/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>DIE DREI WOCHEN &#8211; TRAUERN UM DEN VERLUST JÜDISCHER INSPIRATION</title>
		<link>https://judentum.online/die-drei-wochen-trauern-um-den-verlust-juedischer-inspiration/</link>
					<comments>https://judentum.online/die-drei-wochen-trauern-um-den-verlust-juedischer-inspiration/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jun 2023 16:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fastentage]]></category>
		<category><![CDATA[17 Tamuz]]></category>
		<category><![CDATA[17. Tamus]]></category>
		<category><![CDATA[17. Tamuz]]></category>
		<category><![CDATA[9 Av]]></category>
		<category><![CDATA[9. Aw]]></category>
		<category><![CDATA[die drei Wochen]]></category>
		<category><![CDATA[drei Wochen der Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[Fasten 17 Tamuz]]></category>
		<category><![CDATA[Fastentag 17 Tamuz]]></category>
		<category><![CDATA[Fastentag 9 Av]]></category>
		<category><![CDATA[Schiwa Asar BeTamus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://judentum.online/?p=13981</guid>

					<description><![CDATA[<p>Noch immer trauern wir, oder besser gesagt, beklagen wir das Fehlen von wahrhaftiger Jüdischer Inspiration. Bis zur Entstehung des Drittem Tempels bleiben wir um den Verlust des Heiligtums, das einst das Zentrum unserer geistigen Inspiration bildete und Jerusalem seinen besonderen Status verlieh, Schiwwe sitzen. Rabbi Chajim von Wolozhyn, der Leiter der Litauischen Orthodoxie aus dem [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/die-drei-wochen-trauern-um-den-verlust-juedischer-inspiration/">DIE DREI WOCHEN &#8211; TRAUERN UM DEN VERLUST JÜDISCHER INSPIRATION</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p>Noch immer trauern wir, oder besser gesagt, beklagen wir das Fehlen von wahrhaftiger Jüdischer Inspiration. Bis zur Entstehung des Drittem Tempels bleiben wir um den Verlust des Heiligtums, das einst das Zentrum unserer geistigen Inspiration bildete und Jerusalem seinen besonderen Status verlieh, Schiwwe sitzen. <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbi</a> Chajim von Wolozhyn, der Leiter der Litauischen Orthodoxie aus dem Anfang des neunzehnten Jahrhunderts, illustriert unsere Untröstlichkeit mit einem Midrasch.</p>



<p><strong>Ja’akow blieb untröstlich</strong></p>



<p>Nachdem die Brüder den Jossejf verkauft hatten, erzählten sie ihrem Vater Ja’akow, dass er von einem wilden Tier zerfleischt worden sei. Ja’akow blieb untröstlich und trauerte zweiundzwanzig Jahre. Ja’akow ließ sich nicht trösten, da er intuitiv fühlte, dass sein Sohn Jossejf noch am Leben sei. Solange es noch Hoffnung gibt, lässt man sich nicht trösten. Dasselbe gilt, erklärte Rabbi Chajim, für unseren Tempel. Die Römer konnten vielleicht das irdische Jerusalem vernichten, aber die Ideale und geistigen Werte, die der Tempel ausstrahlte, sind unverwüstlich.</p>



<p><strong>spirituelle Bedeutung verloren gegangen</strong></p>



<p>Für diejenigen, die nicht mehr um Jerusalem trauern können, ist auch diese spirituelle Bedeutung verloren gegangen. Für sie wurde das Kind mit dem Badewasser ausgeschüttet. Jerusalem ist jedoch mehr, als nur die Hauptstadt des Staates Israel; sie ist der Schmelztiegel aller individuellen Vorhaben. Jerusalem (Jeruschalajim) ist die Stadt, in der das Jüdische Volk zu EINEM GANZEN wird.</p>



<p><strong>Die Läuterung der Seele</strong></p>



<p>Als G“tt den Auftrag erteilte, einen Tempel zu bauen und den Opferdienst bis ins Kleinste regelte, wollte ER auf ganz konkrete Weise benennen, wie jeder <a href="https://judentum.online/was-ist-die-etymologie-des-wortes-jude/">Jude</a> zur wahren religiösen Inspiration gelangen könne, wie er sein Herz zu einem Altar G“ttes umfunktionieren könnte. Die ältesten Erklärer verweisen uns auf diese tiefergehende Bedeutung. G“tt benötigt nicht unsere Tieropfer. Was G“tt möchte, ist, dass das Herz in voller Hingabe auf IHN ausgerichtet wird. Wenn ein Tier geopfert wurde, sollte derjenige, der das Opfer erbrachte, sich hierbei so empfinden, als ob er seine niederen Triebe und Instinkte, die ihn auf den verkehrten Weg geführt hatten, vor G“tt aus einem tiefen Bedürfnis, hiervon befreit zu werden, erbrachte. Opferung war Läuterung des Geistes. Ohne dieses Bestreben, waren Tieropfer lediglich inhaltslose Rituale.</p>



<p><strong>Die Schechina war verschwunden</strong></p>



<p>Die Babylonischen und Römischen Soldaten konnten die Tempel (den 1. und den 2. Tempel) nur verwüsten, da die G“ttliche Präsenz die Heiligtümer verlassen hatte. Die Schechina war verschwunden, da das Jüdische Herz den G“ttlichen Auftrag vergessen hatte und nur noch von blindem Hass erfüllt war.</p>



<p>Die Freude um und über Jerusalem ist mehr, als nur die Ansiedlung der Botschaften ausländischer Staaten. Es ist die Freude der Anwesenheit G“ttes, die sich in unserem Gefühlsleben erst mal bewahrheiten sollte, wonach sich die Festigung des Königreich G“ttes auf Erden nur noch als eine Formalität erweisen wird. Leschana Haba biRuschalajim habenuja…nächstes Jahr in einem wieder aufgebauten Jerusalem.</p>



<p><strong>G</strong><strong>enauso verantwortlich für die Zerstörung des Tempels sein wie damals</strong></p>



<p>Jede Generation, in der der Tempel nicht wieder aufgebaut wird, muss sich selbst so betrachten, als wäre der Tempel zu ihrer Zeit zerstört worden. Wir trauern um den Verlust des Tempels. Aber sehnen wir uns wirklich so sehr nach dem Tempel, dass wir es verdienen, seinen Wiederaufbau zu erleben? Spüren wir die spirituelle Leere, nachdem der Tempel nicht mehr da ist? Der Tempel wurde durch unseren gegenseitigen Hass auf das Nichts zerstört. Sind wir wirklich bereit, unseren Charakter zu vervollkommnen? Wollen wir unsere Mitmenschen wirklich richtig behandeln? Wollen wir die Gebote G&#8217;ttes halten? Glauben wir an Seine <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> genug, um sie mit voller Hingabe zu studieren? Wenn wir uns nicht aufrichtig bemühen, uns zu verbessern, fehlt es uns an Liebe zu G&#8217;ttes Tempel, Seinem Bait haMikdasch. Wir wären für die Zerstörung des Tempels genauso verantwortlich wie die Generation vor fast 2.000 Jahren, als er zerstört wurde.</p>



<p><strong>Mögen wir es wirklich verdienen, den Wiederaufbau des Bait haMikdasch, bimhera vejamenu, bald zu erleben.</strong></p>

            <div id="daexthefup-container"
                 class="daexthefup-container daexthefup-layout-stacked daexthefup-alignment-center"
                 data-post-id="13981">

                <div class="daexthefup-feedback">
                    <div class="daexthefup-text">
                        <h3 class="daexthefup-title">War dies nützlich?</h3>
                    </div>
                    <div class="daexthefup-buttons-container">
                        <div class="daexthefup-buttons">
							
            <div class="daexthefup-yes daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="1">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>.happy-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.happy-face-cls-2{fill:#e1e1e1;}.happy-face-cls-3{fill:#676767;}</style>
                    </defs>
                    <g id="happy_face">
                        <circle class="happy-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="happy-face-cls-2 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" d="m16.79,29c-1.19,0-1.89,1.31-1.25,2.32,1.77,2.81,4.9,4.68,8.47,4.68s6.7-1.87,8.47-4.68c.63-1.01-.06-2.32-1.25-2.32-3.67,0-10.76,0-14.43,0Z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Ja</div>
            </div>

										
            <div class="daexthefup-no daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="0">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>
                            .sad-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.sad-face-cls-2{fill:#676767;}.sad-face-cls-3{fill:#e1e1e1;}.sad-face-cls-4{fill:#676767;}
                        </style>
                    </defs>
                    <g id="sad_face">
                        <circle class="sad-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="sad-face-cls-3 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="sad-face-cls-2 daexthefup-icon-secondary-color" d="M16.9,34.5c-0.4,0-0.8-0.1-1.1-0.4c-0.6-0.6-0.6-1.5,0-2.1c2.2-2.2,5.1-3.4,8.1-3.4c3.1,0,6,1.2,8.1,3.4
                        c0.6,0.6,0.6,1.5,0,2.1s-1.5,0.6-2.1,0c-1.6-1.6-3.7-2.5-6-2.5s-4.4,0.9-6,2.5C17.7,34.4,17.3,34.5,16.9,34.5z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Nein</div>
            </div>

			                        </div>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-comment">
                    <div class="daexthefup-comment-top-container">
                        <label id="daexthefup-comment-label" class="daexthefup-comment-label"></label>
						                            <div class="daexthefup-comment-character-counter-container">
                                <div id="daexthefup-comment-character-counter-number"
                                     class="daexthefup-comment-character-counter-number"></div>
                                <div class="daexthefup-comment-character-counter-text"></div>
                            </div>
						                    </div>
                    <textarea id="daexthefup-comment-textarea" class="daexthefup-comment-textarea"
                              placeholder="Ihre Nachricht eingeben"
                              maxlength="400"></textarea>
                    <div class="daexthefup-comment-buttons-container">
                        <button class="daexthefup-comment-submit daexthefup-button">Einreichen</button>
                        <button class="daexthefup-comment-cancel daexthefup-button">Abbrechen</button>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-successful-submission-text">Vielen Dank für Ihr Feedback!</div>

            </div>

			<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/die-drei-wochen-trauern-um-den-verlust-juedischer-inspiration/">DIE DREI WOCHEN &#8211; TRAUERN UM DEN VERLUST JÜDISCHER INSPIRATION</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://judentum.online/die-drei-wochen-trauern-um-den-verlust-juedischer-inspiration/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Langsam sensibilisieren – TISCHA BEAW – Die umgekehrte Reihenfolge</title>
		<link>https://judentum.online/langsam-sensibilisieren-tischa-beaw-die-umgekehrte-reihenfolge/</link>
					<comments>https://judentum.online/langsam-sensibilisieren-tischa-beaw-die-umgekehrte-reihenfolge/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2022 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fastentage]]></category>
		<category><![CDATA[9. Aw]]></category>
		<category><![CDATA[Fastentag]]></category>
		<category><![CDATA[Fastentag 9 Av]]></category>
		<category><![CDATA[TISCHA BEAW]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://judentum.online/?p=12523</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit dem Fasttag 17. Tamus beginnen die drei Wochen der nationalen Trauer über die Zerstörung des zweiten Tempels im Jahr 70 n.d.Z. Am 17. Tamus schlugen die Römer eine Bresche in die Mauern um Jerusalem und drei Wochen später, am Tischa Be’Aw, am 9. Aw, ging der Tempel – und damit der letzte wenige Rest [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/langsam-sensibilisieren-tischa-beaw-die-umgekehrte-reihenfolge/">Langsam sensibilisieren – TISCHA BEAW – Die umgekehrte Reihenfolge</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mit dem Fasttag 17. Tamus beginnen die drei Wochen der nationalen Trauer über die Zerstörung des zweiten Tempels im Jahr 70 n.d.Z. Am 17. Tamus schlugen die Römer eine Bresche in die Mauern um Jerusalem und drei Wochen später, am Tischa Be’Aw, am 9. Aw, ging der Tempel – und damit der letzte wenige Rest der Selbständigkeit Israels – in Flammen auf. Bis auf den heutigen Tag sitzen am 9. Aw viele Tausende <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a> trauernd und fastend auf dem Boden vor der Klagemauer, hinter der sich jetzt und oberhalb die Omar-Moschee befindet.</p>



<p>Die Legende erzählt, dass Napoleon einst entlang einer Synagoge ging und ein so erschütterndes Weinen und Wehklagen hörte, dass er glaubte, eine enorme Tragödie hätte stattgefunden. Er fragte seinen Adjutanten, was da wohl los sei. Deren Tempel sei verwüstet worden, lautete die Antwort. „Weshalb wurde ich hierüber nicht informiert?“ fragte Napoleon. Als er erfuhr, dass dieses Unglück schon mehr als siebzehn Jahrhunderte zurück läge, war er höchst erstaunt.</p>



<p><strong>Langsam&nbsp; sensibilisieren</strong></p>



<p>Es ist in der Tat erstaunlich, dass es unseren Weisen gelungen sei, die Erinnerung an den Tempel so wach zu halten. Aber die Geschichte zeigt auf, dass es ihnen mit der Halacha (dem Jüdischen Gesetz) in der Hand gelungen ist, das Jüdische Volk noch viele Generationen später&nbsp; für den Verlust des spirituellen Zentrums des Judentums zu sensibilisieren.</p>



<p>Vernünftigerweise haben unsere Weisen eine Art von „sensivity-training“ angeordnet, um nach und nach das Verständnis dafür zu erzielen, dass mit dem Tempel viel verloren gegangen ist. Ab dem 17. Tamus sind alle Feierlichkeiten verboten. Feste und Hochzeiten dürfen nicht gefeiert werden und man darf sich nicht rasieren oder die Haare schneiden.</p>



<p><strong>Trauerzeiten</strong></p>



<p>Ab dem 1. Aw fängt die zweite Trauerzeit an. Während neun Tage darf man kein Fleisch essen oder Wein trinken – mit Ausnahme von <a href="https://judentum.online/was-ist-die-bedeutung-von-schabbat/">Schabbat</a>, die Bekleidung darf nicht mehr gewaschen oder gereinigt werden und das sich Waschen oder Schwimmen ist verboten. In der Woche, in der Tischa Be’aw fällt, gelten noch strengere Anordnungen zur Zurückhaltung, aber die intensivste Trauerbekundung ist für Tischa Be’aw selber reserviert; genau wie an Jom Kippur fasten wir 25 Stunden an einem Stück.</p>



<p>Wir tragen keine Schuhe aus Leder und sitzen entweder sehr niedrig oder auf dem Boden, um somit unsere Zerknirschtheit zu bekunden. In der Synagoge wird das Buch der Klagelieder „Ejcha“ auf erschütternde Weise vorgelesen und Trauergedichte verleihen dem Gefühl, dass vor 2000 Jahre, in Tausenden von Kilometern Entfernung, etwas Wesentliches schief gelaufen sei, auf dichterische Art Ausdruck. Das Anziehen von „Teffilin“ – Gebetsriemen – wird ausgesetzt, da diese Zierde von Jüdisch-religiösem Stolz sich nicht mit einem Gefühl der Trauer und seelischem Kummer vereinbaren lässt.</p>



<p><strong>Die Trauer nach dem Trauma</strong></p>



<p>Was im Grunde vorgeschrieben wird, ist ein sorgfältig zusammengestelltes Trauerempfinden nach einem traumatischen Ereignis. Die Rabbiner von vor 2000 Jahren, die die Zerstörung von Israels spirituellem Zentrum selber mit erlebt hatten, wollten mittels Zeitabschnitte der körperlichen Entbehrung unseren geringen emotionalen Bezug in einem Empfinden zusammen kommen lassen, dass der Verlust des Tempels bis auf den heutigen Tag eine Tatsache ist.</p>



<p><strong>Trauer nach Verlust eines geschätzten Familienmitgliedes&nbsp;</strong></p>



<p>Bei der vorgeschriebenen Trauer nach Verlust eines geschätzten Familienmitgliedes verhalten sich die Trauerzeiten in umgekehrter Reihenfolge. Sofort nach der Beisetzung sitzt man sieben Tage lang Schiwwe. Da das Trauma in diesem Augenblick am Schlimmsten empfunden wird, identifiziert man sich mit dem/der Verstorbenen, indem man die weitestgehende Trauer beachtet: die Familie sitzt niedrig oder auf dem Fußboden, bleibt zu Hause und versorgt sich nicht. Besucher werden selbst nicht ge- oder begrüßt. Nach dreißig Tage der nachlassenden Trauer, während denen man sich nicht rasiert und keine neue Bekleidung anzieht, folgt nach dem Tod eines der Eltern das Trauerjahr, in dem man an Feierlichkeiten nicht teil nimmt.</p>



<p><strong>Die umgekehrte Reihenfolge</strong></p>



<p>Die umgekehrte Reihenfolge in den drei Wochen und der strukturierte Inhaltliche Aufbau davon zeigen, dass wir das Warum und Weshalb der Zerstörung des Tempels kaum mehr begreifen. Unsere Weisen erklären, dass der Tempel ausschließlich durch den unbegründeten Hass zwischen den Juden unter einander, zerstört wurde. Nach 2000 Jahren Goles/Gallut (Exil) ist in dieser Beziehung kaum Verbesserung zu verspüren. Ein Grund um so mehr, daran einen Tag der trüben Besinnung zu widmen.</p>



<p><strong>Trauern um den Jüdischen Geist</strong></p>



<p>Noch immer trauern wir, oder besser gesagt, beklagen wir das Fehlen von wahrhaftiger Jüdischer Inspiration. Bis zur Neuentstehung des Drittem Tempels bleiben wir um den Verlust des Heiligtums, das einst das Zentrum unserer geistigen Inspiration bildete und Jerusalem seinen besonderen Status verlieh, Schiwwe sitzen. <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbi</a> Chajim von Wolozhyn, der Leiter der Litauischen Orthodoxie aus dem Anfang des neunzehnten Jahrhunderts, illustriert unsere Untröstlichkeit mit einem Midrasch.</p>



<p>Nachdem die Brüder den Jossejf verkauft hatten, erzählten sie ihrem Vater Ja’akow, dass er von einem wilden Tier zerfleischt worden sei. Ja’akow blieb untröstlich und trauerte zweiundzwanzig Jahre. Ja’akow ließ sich nicht trösten, da er intuitiv fühlte, dass sein Sohn Jossejf noch am Leben sei. Solange es noch Hoffnung gibt, lässt man sich nicht trösten. Dasselbe gilt, erklärte Rabbi Chajim, für unseren Tempel. Die Römer konnten vielleicht das irdische Jerusalem vernichten, aber die Ideale und geistigen Werte, die der Tempel ausstrahlte, sind unverwüstlich.</p>



<p><strong>spirituelle Bedeutung verloren gegangen</strong></p>



<p>Für diejenigen, die nicht mehr um Jerusalem trauern können, ist auch diese spirituelle Bedeutung verloren gegangen. Für sie wurde das Kind mit dem Badewasser ausgeschüttet. Jerusalem ist jedoch mehr, als nur die Hauptstadt des Staates Israel; sie ist der Schmelztiegel aller individuellen Vorhaben. Jerusalem (Jeruschalajim) ist die Stadt, in der das Jüdische Volk zu EINEM GANZEN wird.</p>



<p><strong>Die Läuterung der Seele</strong></p>



<p>Als G“tt den Auftrag erteilte, einen Tempel zu bauen und den Opferdienst bis ins Kleinste regelte, wollte ER auf ganz konkrete Weise benennen, wie jeder <a href="https://judentum.online/was-ist-die-etymologie-des-wortes-jude/">Jude</a> zur wahren religiösen Inspiration gelangen könne, wie er sein Herz zu einem Altar G“ttes umfunktionieren könnte. Die ältesten Erklärer verweisen uns auf diese tiefergehende Bedeutung. G“tt benötigt nicht unsere Tieropfer. Was G“tt möchte, ist, dass das Herz in voller Hingabe auf IHN ausgerichtet wird. Wenn ein Tier geopfert wurde, sollte derjenige, der das Opfer erbrachte, sich hierbei so empfinden, als ob er seine niederen Triebe und Instinkte, die ihn auf den verkehrten Weg geführt hatten, vor G“tt aus einem tiefen Bedürfnis, hiervon befreit zu werden, erbrachte. Opferung war Läuterung des Geistes. Ohne dieses Bestreben, waren Tieropfer lediglich inhaltslose Rituale.</p>



<p>Die Babylonischen und Römischen Soldaten konnten die Tempel (den 1. und den 2. Tempel) nur verwüsten, da die G“ttliche Präsenz die Heiligtümer verlassen hatte. Die Schechina war verschwunden, da das Jüdische Herz den G“ttlichen Auftrag vergessen hatte und nur noch von blindem Hass erfüllt war.</p>



<p>Die Freude um und über Jerusalem ist mehr, als nur die Ansiedlung der Botschaften ausländischer Staaten. Es ist die Freude der Anwesenheit G“ttes, die sich in unserem Gefühlsleben erst mal bewahrheiten sollte, wonach sich die Festigung des Königreich G“ttes auf Erden nur noch als eine Formalität erweisen wird. Leschana Haba biRuschalajim habenuja…nächstes Jahr in einem wieder aufgebauten Jerusalem.</p>

            <div id="daexthefup-container"
                 class="daexthefup-container daexthefup-layout-stacked daexthefup-alignment-center"
                 data-post-id="12523">

                <div class="daexthefup-feedback">
                    <div class="daexthefup-text">
                        <h3 class="daexthefup-title">War dies nützlich?</h3>
                    </div>
                    <div class="daexthefup-buttons-container">
                        <div class="daexthefup-buttons">
							
            <div class="daexthefup-yes daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="1">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>.happy-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.happy-face-cls-2{fill:#e1e1e1;}.happy-face-cls-3{fill:#676767;}</style>
                    </defs>
                    <g id="happy_face">
                        <circle class="happy-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="happy-face-cls-2 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" d="m16.79,29c-1.19,0-1.89,1.31-1.25,2.32,1.77,2.81,4.9,4.68,8.47,4.68s6.7-1.87,8.47-4.68c.63-1.01-.06-2.32-1.25-2.32-3.67,0-10.76,0-14.43,0Z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Ja (1)</div>
            </div>

										
            <div class="daexthefup-no daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="0">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>
                            .sad-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.sad-face-cls-2{fill:#676767;}.sad-face-cls-3{fill:#e1e1e1;}.sad-face-cls-4{fill:#676767;}
                        </style>
                    </defs>
                    <g id="sad_face">
                        <circle class="sad-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="sad-face-cls-3 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="sad-face-cls-2 daexthefup-icon-secondary-color" d="M16.9,34.5c-0.4,0-0.8-0.1-1.1-0.4c-0.6-0.6-0.6-1.5,0-2.1c2.2-2.2,5.1-3.4,8.1-3.4c3.1,0,6,1.2,8.1,3.4
                        c0.6,0.6,0.6,1.5,0,2.1s-1.5,0.6-2.1,0c-1.6-1.6-3.7-2.5-6-2.5s-4.4,0.9-6,2.5C17.7,34.4,17.3,34.5,16.9,34.5z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Nein</div>
            </div>

			                        </div>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-comment">
                    <div class="daexthefup-comment-top-container">
                        <label id="daexthefup-comment-label" class="daexthefup-comment-label"></label>
						                            <div class="daexthefup-comment-character-counter-container">
                                <div id="daexthefup-comment-character-counter-number"
                                     class="daexthefup-comment-character-counter-number"></div>
                                <div class="daexthefup-comment-character-counter-text"></div>
                            </div>
						                    </div>
                    <textarea id="daexthefup-comment-textarea" class="daexthefup-comment-textarea"
                              placeholder="Ihre Nachricht eingeben"
                              maxlength="400"></textarea>
                    <div class="daexthefup-comment-buttons-container">
                        <button class="daexthefup-comment-submit daexthefup-button">Einreichen</button>
                        <button class="daexthefup-comment-cancel daexthefup-button">Abbrechen</button>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-successful-submission-text">Vielen Dank für Ihr Feedback!</div>

            </div>

			<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/langsam-sensibilisieren-tischa-beaw-die-umgekehrte-reihenfolge/">Langsam sensibilisieren – TISCHA BEAW – Die umgekehrte Reihenfolge</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://judentum.online/langsam-sensibilisieren-tischa-beaw-die-umgekehrte-reihenfolge/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tischa BeAw</title>
		<link>https://judentum.online/tischa-beaw/</link>
					<comments>https://judentum.online/tischa-beaw/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2022 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fastentage]]></category>
		<category><![CDATA[9 Av]]></category>
		<category><![CDATA[9. Aw]]></category>
		<category><![CDATA[Fastentag]]></category>
		<category><![CDATA[Fastentag 9 Av]]></category>
		<category><![CDATA[TISCHA BEAW]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://judentum.online/?p=12525</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; בסייד&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; Heraus aus den tiefen Tälern kommend standen wir wieder aufrecht und fanden neue Inspiration in unserem Judentum. An Tischa BeAw finden wir Stärke in unserer Geschichte und in unserer Zukunft&#160;&#160; Tischa BeAw ist kein einfacher Tag für uns. Vor 2000 Jahren fand unter Titus der furchtbare Krieg mit den grausamen Römern statt, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/tischa-beaw/">&lt;strong&gt;Tischa BeAw&lt;/strong&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>בסייד</strong><strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p><strong>Heraus aus den tiefen T</strong><strong>ä</strong><strong>lern kommend standen wir wieder aufrecht und fanden neue Inspiration in unserem <a href="https://judentum.online/judentum-was-ist-das/">Judentum</a>. An Tischa BeAw </strong><strong>finden</strong><strong> wir </strong><strong>St</strong><strong>ä</strong><strong>rke in unserer Geschichte und in unserer Zukunft</strong><strong>&nbsp;&nbsp; </strong><strong></strong></p>



<p>Tischa BeAw ist kein einfacher Tag für uns. Vor 2000 Jahren fand unter Titus der furchtbare Krieg mit den grausamen Römern statt, 500 Jahre zuvor fand unter Nebukadnezar der Krieg mit den Babyloniern statt.</p>



<p>An Tischa BeAw wurden der erste und zweite Tempel in Jerusalem verwüstet.</p>



<p><strong>Ja</strong><strong>’</strong><strong>akov</strong><strong> k</strong><strong>ä</strong><strong>mpfte in der Nacht vor Tischa BeAw mit einem <a href="https://judentum.online/haben-engel-die-freie-wahl-zwischen-gut-und-boese/">Engel</a></strong><strong></strong></p>



<p>Nach Jüdischer Tradition kämpfte Ja’akov in der Nacht vor Tischa BeAw mit einem Engel. Mitten in der Nacht griff der Engel unseren dritten Erzvater Ja’akov an. Der Engel symbolisierte das Übel des Antisemitismus und der Assimilation. Wir kämpften und werden weiterhin gegen alle antijüdischen Kräfte kämpfen, für die dieser Engel steht.</p>



<p><strong>Ja</strong><strong>’</strong><strong>akov</strong><strong>s</strong><strong> H</strong><strong>ü</strong><strong>ftgelenk verletzt</strong></p>



<p>Tischa BeAw ist und bleibt ein schwieriger Tag. Woher nehmen wir an diesem Tag der Gegen-Kräfte unsere Inspiration? Auch Ja’akovs verzerrter Muskel steht mit Tischa BeAw in Verbindung. In Bereschit/Genesis Kapitel 32 kämpfte Ja’akov eine Nacht lang einen erbitterten Kampf mit dem Engel des Bösen. Die Nacht schien endlos, ein Symbol für unser langes Galut (Golus, Exil). Am Morgen musste der Engel des Bösen erkennen, dass Ja’akov stärker war. Im letzten Moment des Kampfes aber gelang es dem Engel, Ja’akovs Hüftgelenk zu verletzen, so dass er hinkte. Aber, so sagt die Thora, als am nächsten Morgen die Sonne wieder schien, wurde Ja’akovs verzerrtes Hüftgelenk durch sie geheilt. Ja’akov, die Symbolfigur des Jüdischen Volkes, hinkte zwar fortan, aber er ging weiter und setzte seine Lebens-Mission fort.</p>



<p><strong>Wir </strong><strong>fanden neue Inspiration in unserem Judentum</strong><strong></strong></p>



<p>Das Jüdische Volk hat im Laufe der Geschichte viele Schicksalsschläge erlitten. Ja’akov, das Jüdische Volk, ging durch eine schreckliche Nacht in unserem langen Galut (Exil). Wir waren schwer verletzt, konnten kaum noch laufen, aber am nächsten Tag ging es weiter. Die Sonne ging wieder auf und begann für uns zu scheinen. Heraus aus den tiefen Tälern kommend standen wir wieder aufrecht und fanden neue Inspiration in unserem Judentum.</p>



<p>An Tischa BeAw blicken wir zurück. Wir finden Stärke in unserer Geschichte und in unserer Zukunft. Nach der tiefen Trauer an Tischa BeAw schöpfen wir wieder Kraft. Am Morgen danach sind wir wiederhergestellt, trotz allem, trotz all dem Schmerz.</p>



<p><strong>Warum wurde Ja</strong><strong>’</strong><strong>akov angegriffen?</strong></p>



<p>Warum wurde Ja’akov vom Engel des Bösen angegriffen? Er wurde allein gelassen und wollte zum Fluss auf der anderen Seite, um dort ein paar zurückgelassene Gegenstände abzuholen. Ja’akov beging zwei entscheidende Fehler. Wir dürfen niemals allein zurückbleiben oder andere Menschen allein zurücklassen. Unsere Stärke liegt in unserer Einigkeit und nicht in unserer Uneinigkeit. Zweitens konzentrierte sich Ja’akov einen Moment lang zu sehr auf das Materielle seines Lebens. Er war auf der Suche nach einigen kleinen Gegenständen. Und genau in diesem Moment griff der Engel nach seiner Hand.</p>



<p><strong>Versuchungen und Verlockungen</strong><strong></strong></p>



<p>Wir alle haben Momente, in denen wir uns vom Jüdischen Volk zurückziehen und uns assimilieren. Wir alle haben Momente, in denen wir für einen Augenblick den materiellen Versuchungen und Verlockungen verfallen.</p>



<p>Ja’akov, das sind wir! Genau darum geht es an Tischa BeAw.</p>



<p><strong>Beginn eines Prozesses zur <a href="https://judentum.online/teschuwa/">Teschuwa</a></strong><strong></strong></p>



<p>Tischa BeAw markiert den Beginn eines Prozesses zur Teschuwa (Reue und Umkehr), der an Rosch Haschana und Jom Kippur endet. Wir beginnen mit der Teschuwa aus unserem bitterem Kummer an Tischa BeAw heraus, gefolgt von der Teschuwa aus Ehrfurcht vor <a href="https://judentum.online/was-ist-der-name-von-gott-im-judentum/">HaSchem</a> zu Rosch Haschana und Jom Kippur.</p>



<p>An Sukkot (Laubhüttenfest) machen wir Teschuwa aus Liebe und Freude. Es ist eine aufsteigende Linie, durch die wir schließlich mit HaSchem und uns selbst ins Reine kommen. Die Zerstörung des Ersten und Zweiten Tempels markiert jedes Jahr den Beginn einer neuen Zeit der Inspiration und Hoffnung. Nach dieser Nacht, in der wir mit unseren niederen Instinkten kämpften, erhielten wir einen neuen Namen: Jisrael. Wir haben es endlich geschafft…</p>



<p>Zom mo‘il! Aus der Tiefe heraus scheint erhebt sich der Horizont einer glorreichen Zukunft!</p>

            <div id="daexthefup-container"
                 class="daexthefup-container daexthefup-layout-stacked daexthefup-alignment-center"
                 data-post-id="12525">

                <div class="daexthefup-feedback">
                    <div class="daexthefup-text">
                        <h3 class="daexthefup-title">War dies nützlich?</h3>
                    </div>
                    <div class="daexthefup-buttons-container">
                        <div class="daexthefup-buttons">
							
            <div class="daexthefup-yes daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="1">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>.happy-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.happy-face-cls-2{fill:#e1e1e1;}.happy-face-cls-3{fill:#676767;}</style>
                    </defs>
                    <g id="happy_face">
                        <circle class="happy-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="happy-face-cls-2 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" d="m16.79,29c-1.19,0-1.89,1.31-1.25,2.32,1.77,2.81,4.9,4.68,8.47,4.68s6.7-1.87,8.47-4.68c.63-1.01-.06-2.32-1.25-2.32-3.67,0-10.76,0-14.43,0Z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Ja</div>
            </div>

										
            <div class="daexthefup-no daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="0">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>
                            .sad-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.sad-face-cls-2{fill:#676767;}.sad-face-cls-3{fill:#e1e1e1;}.sad-face-cls-4{fill:#676767;}
                        </style>
                    </defs>
                    <g id="sad_face">
                        <circle class="sad-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="sad-face-cls-3 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="sad-face-cls-2 daexthefup-icon-secondary-color" d="M16.9,34.5c-0.4,0-0.8-0.1-1.1-0.4c-0.6-0.6-0.6-1.5,0-2.1c2.2-2.2,5.1-3.4,8.1-3.4c3.1,0,6,1.2,8.1,3.4
                        c0.6,0.6,0.6,1.5,0,2.1s-1.5,0.6-2.1,0c-1.6-1.6-3.7-2.5-6-2.5s-4.4,0.9-6,2.5C17.7,34.4,17.3,34.5,16.9,34.5z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Nein</div>
            </div>

			                        </div>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-comment">
                    <div class="daexthefup-comment-top-container">
                        <label id="daexthefup-comment-label" class="daexthefup-comment-label"></label>
						                            <div class="daexthefup-comment-character-counter-container">
                                <div id="daexthefup-comment-character-counter-number"
                                     class="daexthefup-comment-character-counter-number"></div>
                                <div class="daexthefup-comment-character-counter-text"></div>
                            </div>
						                    </div>
                    <textarea id="daexthefup-comment-textarea" class="daexthefup-comment-textarea"
                              placeholder="Ihre Nachricht eingeben"
                              maxlength="400"></textarea>
                    <div class="daexthefup-comment-buttons-container">
                        <button class="daexthefup-comment-submit daexthefup-button">Einreichen</button>
                        <button class="daexthefup-comment-cancel daexthefup-button">Abbrechen</button>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-successful-submission-text">Vielen Dank für Ihr Feedback!</div>

            </div>

			<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/tischa-beaw/">&lt;strong&gt;Tischa BeAw&lt;/strong&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://judentum.online/tischa-beaw/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vorschriften ab Rosch Chodesch Aw (1. Aw) bis 10. Aw</title>
		<link>https://judentum.online/vorschriften-ab-rosch-chodesch-aw-1-aw-bis-10-aw/</link>
					<comments>https://judentum.online/vorschriften-ab-rosch-chodesch-aw-1-aw-bis-10-aw/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2022 14:39:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fastentage]]></category>
		<category><![CDATA[Rosch Hodesch]]></category>
		<category><![CDATA[Spezielle Kalendertage]]></category>
		<category><![CDATA[Rosch Chodesch Aw]]></category>
		<category><![CDATA[TISCHA BEAW]]></category>
		<category><![CDATA[Vorschriften ab Rosch Chadesch Aw]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://judentum.online/?p=12524</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenn der Monat Aw beginnt, verringere man die Freude (Talmud: Ta’anit, 29a) Jeder, der um Jerusalem trauert hat den Verdienst sie in der Zeit ihrer Freude (nach Aufbau von Jerusalem und des 3. Tempels) sehen zu dürfen; und der nicht um Jerusalem trauert wird sie nicht in der Zeit ihrer Freude sehen (Talmud Ta’anit 30b). [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/vorschriften-ab-rosch-chodesch-aw-1-aw-bis-10-aw/">Vorschriften ab Rosch Chodesch Aw (1. Aw) bis 10. Aw</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wenn der Monat Aw beginnt, verringere man die Freude (Talmud: Ta’anit, 29a)</p>



<p>Jeder, der um Jerusalem trauert hat den Verdienst sie in der Zeit ihrer Freude (nach Aufbau von Jerusalem und des 3. Tempels) sehen zu dürfen; und der nicht um Jerusalem trauert wird sie nicht in der Zeit ihrer Freude sehen (Talmud Ta’anit 30b).</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Neue Kleider dürfen in diesen Tagen nicht angezogen werden, auch am <a href="https://judentum.online/was-ist-die-bedeutung-von-schabbat/">Schabbat</a> nicht, sogar wenn das &#8220;Schehechejanu&#8221; über sie bereits beim Kauf vor dem 17. Tamus gesprochen wurde.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es dürfen weder neue Kleider gekauft werden noch darf man sie von einem Schneider herstellen lassen.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Schabbat-Kleider dürfen nicht angezogen werden. Jedoch bei einer Brit-Mila dürfen die Eltern des Kindes, der Mohel und der &#8220;Sandak&#8221; Schabbat-Kleider anziehen. Bei einer Bar-Mizwa darf der Junge und seine Eltern und bei einem „Pidjon-haBen“ dürfen die Eltern und der Kohen Schabbat-Kleider anziehen.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ab dem Eingang des 1. Aws wird kein Fleisch mehr gegessen und kein Wein mehr getrunken. Der Grund dieses Verbotes ist, weil durch die Zerstörung des Tempels die Fleisch-Opfer und die Guss-Opfer (von Wein) aufhörten. Jedoch ist es erlaubt in einem fleischigen Topf andere Speisen zu kochen.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Am Schabbat wie auch zu Ehren einer Mizwa wie z.B. Brit-Mila, Pidjon haBen oder an einer Sijum Mesechet (Feier zu Ehren des Fertiglemens eines Talmud-Traktates) ist der Genuss von Fleisch und Wein erlaubt.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wem Milchspeisen schaden, darf Fleisch von Geflügel essen. Für einen Kranken ist alles erlaubt.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kleider dürfen weder gewaschen noch gebügelt werden, auch nicht ein Kleidungsstück, das man erst nach Tischa beAw anziehen will. Wer nur ein einziges Hemd hat darf es waschen.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ebenso ist es verboten gewaschene Kleider anzuziehen, mit gewaschener Bettwäsche Decken, Kissen und Matratze zu überziehen oder mit gewaschenen Tischtüchern den Tisch zu decken. Jedoch besteht die Möglichkeit einige frischgewaschene Kleidungsstücke vor dem 1. Aw oder nach dem 1. Aw am Schabbat je eine halbe Stunde anzuziehen, um sie alsdann in den &#8220;neun Tagen&#8221; benützen zu dürfen, da sie so nicht mehr als frischgewaschen gelten.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Kleinkinderwäsche darf gewaschen werden.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Unterwäsche und Socken dürfen bei dringendem Bedarf (sehr verschmutzt oder übelriechend) gewechselt werden.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Man darf sich nicht baden. Jedoch darf man Hände, Füße und Gesicht mit kaltem Wasser (ohne Seife) waschen. Man darf etwas warmes Wasser hinzufügen, damit es nicht ganz kalt ist. Zur Heilung jedoch wie z.B. eine Wöchnerin, eine werdende Mutter, die bald niederkommt oder ein schwacher Mensch, dem der Arzt Bäder verschrieb, dürfen sich warm baden. Auch darf sich eine Frau, am Schluss ihrer Absonderung (<a href="https://judentum.online/die-heiligkeit-des-juedischen-ehelebens-teil-4/">Nidah</a>) normal waschen und baden und zur Tewila gehen.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Wer ein Schwerarbeiter ist und sehr schwitzt darf den Schweiß mit warmem Wasser wegwaschen. Ebenfalls in heißen Ländern oder an sehr heißen Tagen, an denen man sehr schwitzt, darf der Schweiß mit warmem Wasser weggewaschen werden.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Verschmutzte Körperteile dürfen mit warmem Wasser gewaschen werden.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Männer, die jeden Tag vor Schacharit in die <a href="https://judentum.online/weshalb-haben-wir-ein-rituelles-bad-eine-mikwe/">Mikwa</a> gehen, dürfen es auch in diesen Tagen tun. Wer es aber manchmal unterlässt, darf in diesen Tagen nicht in die Mikwa gehen.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Deodorant darf benutzt werden.</p>



<p><strong>1.</strong><strong>Vorschriften für Schabbat Chason (Schabbat vor Tischa beAw)</strong></p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Freitag, Erew Schabbat Chason dürfen Hände, Füsse und Kopf mit warmen Wasser (ohne Seife) gewaschen werden. In verschiedenen Gemeinden ist jedoch der Brauch, dass man sich am Erew Schabbat Chason normal wie jeden Freitag wäscht.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Nägel schneiden und Schuhe putzen und -glänzen sind erlaubt, auch wenn Tischa beAw auf Schabbat fallt (und auf Sonntag verschoben wird).</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Wer keine Unterwäsche oder ein Hemd für Schabbat hat, darf waschen was er für Schabbat benötigt.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Leintücher dürfen nicht gewechselt werden.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Für Schabbat darf man gewaschene Tischtücher benützen. Wenn man kein gebügeltes Tischtuch hat, darf man es bügeln.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Man darf Staubsaugen und den Boden aufwaschen.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Der meistverbreitete Brauch ist, dass man am Schabbat Chason die Schabbat-Kleider anzieht.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Am Schabbat Chason ist der Fleisch־ und Weingenuss wie jeden Schabbat erlaubt, selbst wenn Tischa beAw auf Schabbat fallt und auf Sonntag verschoben wird.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;In den Gemeinden, wo der Brauch ist am Schabbat in der Synagoge zu tanzen, darf auch an diesem Schabbat getanzt werden.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Bei Hawdala auf Wein oder Traubensaft, wenn es ein Kind (von ca. 6-9 Jahren) hat, der den Wein trinken kann, gebe man es ihm und wenn nicht, so trinke man den Wein selbst.</p>



<p><strong>2.</strong><strong>Vorschriften von Beginn der Woche, in der Tischa beAw ist, bis Erew Tischa beAw (8.Aw)</strong></p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Alles was ab dem 1. Aw verboten ist, ist selbstverständlich in dieser Woche weiter verboten.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Erschwerend kommt folgendes hinzu:</p>



<p>Nägel schneiden ist nur für eine Mizwa, wie z.B. für Schabbat (Tischa beAw am Schabbat) oder für eine Frau, die zur Tewila (<a href="https://judentum.online/mikwe-funktionisweise-des-ritualbads/">Mikwe</a>) muss, erlaubt. Eine jüdische Frau, die mit Kleider waschen ihr Geld verdient, darf in diesen Tagen sogar für <a href="https://judentum.online/was-sagt-der-talmud-ueber-nichtjuden/">Nichtjuden</a> keine Wäsche waschen. Wenn sie Geld benötigt, weil sie mittellos ist, so ist es ihr erlaubt für Nichtjuden zu waschen, Auch wer nur ein Hemd hat, darf es nicht waschen, außer wenn es so verschmutzt ist, dass es nicht mehr angezogen werden kann.</p>



<p><strong>3.</strong><strong>Vorschriften für Erew Tischa beAw (8. Aw) an einem Wochentag</strong></p>



<p>&nbsp;Alles was ab dem 1. Aw verboten ist, ist selbstverständlich am Erew Tischa beAw weiter verboten.</p>



<p>&nbsp;Erschwerend kommt folgendes hinzu:</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Man soll nicht spazieren gehen (wirkt ablenkend von der Trauer). Eine Brit-Mila- oder Pidjon haBen-Festmahlzeit soll am Vormittag gefeiert werden.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Am Nachmittag soll nur das gelernt werden, was am Tischa beAw erlaubt ist (siehe &#8216;Vorschriften von Tischa beAw).</p>



<p><strong>Se’uda Hamafseket</strong></p>



<p><strong>Bezüglich der letzten Mahlzeit vor dem Beginn von Tischa beAw &#8211; ״Se’uda Hamafseket &#8211; abschließende Mahlzeit </strong><strong>־ </strong><strong>soll man wie folgt vorgehen:</strong></p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Man isst am Mittag oder frühen Nachmittag eine feste Mahlzeit, dann betet man Mincha und vor Sonnenuntergang setzt man sich auf den Boden um die Se’uda Hamafseket zu essen. Bei dieser Mahlzeit isst man nur Brot und hartgekochte kalte Eier (Speise von Trauernden). Man soll ein Stück Brot in Asche eintunken und so essen. Nach Möglichkeit soll nur Wasser bei dieser Mahlzeit getrunken werden. Allerdings sind auch andere Getränke erlaubt, jedoch keine alkoholhaltigen, wie z.B. Bier. Diese Mahlzeit soll nicht gemeinsam gegessen werden, sondern jeder an einem ändern Ort.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;In der Dämmerung (ab Beginn des Sonnenunterganges) gelten alle Vorschriften von Tischa beAw: Verbot von Essen, Trinken, Waschen, Salben, Lederschuhe anziehen und <a href="https://judentum.online/intime-beziehungen-sexualitaet-im-judentum/">Eheleben</a> (Details siehe Vorschriften für Tischa beAw). Deshalb muss man schon vor der Dämmerung die Lederschuhe ausziehen.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Man sitzt auf den Boden, sofern man sitzen will. In der Synagoge werden alle Klagegebete auf dem Boden sitzend gesagt. Bei Bedarf darf ein Kissen untergelegt werden oder man darf auf einen ganz niedrigen Stuhl sitzen. Erst Tischa beAw Mittag darf man wieder normal sitzen.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;In der Synagoge vermindert man das Licht; man lässt nur so viel Licht, dass die Leute die Gebete sagen können. Man betet mit gedämpfter Stimme und Weinen wie Trauernde.</p>



<p><strong>4.</strong><strong>Vorschriften für Erew Tischa beAw (8. oder 9. Aw), der auf Schabbat fallt (Tischa beAw am Sonntag)</strong></p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;An diesem Schabbat gelten alle Vorschriften von Schabbat Chason (siehe oben) Paragraph 1-9.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Alle Bräuche bezüglich Se’uda Hamafseket (letzte Mahlzeit vor Tischa beAw) mit Brot, Asche, Eier und sich auf den Boden setzen, fallen weg.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Schabbat Chason bezüglich Hawdala ändert sich natürlich, da am Ausgang von diesem Schabbat nichts getrunken werden darf, da Tischa beAw bereits begonnen hat. Siehe nächster Paragraph.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Bezüglich Hawdala gehe man wie folgt vor: Nach Ausgang von Schabbat zünde man die Hawdala-Kerze an und spreche die Beracha darüber. Die Beracha über ״Bessamim &#8211; wohlriechende Gewürze“ fällt weg. Sonntagabend, nach Ausgang von Tischa beAw, mache man Hawdala, jedoch wird nur die Beracha über den Wein und die Beracha von Hawdala gesprochen.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Achtung! Generell: Nach Ausgang von Schabbat darf keine Tätigkeit, die am Schabbat verboten ist zu machen, gemacht werden, bis man &#8220;Hawdala&#8221; gesprochen oder gehört hat. Das &#8220;Hawdala&#8221; sprechen gibt es auf drei Arten:</p>



<p>o&nbsp;&nbsp; &nbsp;Das Hawdala-Gebet &#8220;Ata Chonantanu&#8221; in der Tefilat Amida/Schemone Esre-Gebet.</p>



<p>o&nbsp;&nbsp; &nbsp;&#8220;Hawdala&#8221; auf den Becher Wein.</p>



<p>o&nbsp;&nbsp; &nbsp;Man sage kurz: &#8220;Baruch Hamawdil bejn Kodesch leChol&#8221;. (Gelobt sei der, der unterscheidet zwischen Heilig und Profan)</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Deshalb darf hier erst Feuer gemacht werden, nachdem man zumindest den &#8220;Hawdala- Spruch&#8221; &#8220;Baruch Hamawdil bejn Kodesch leChol&#8221; gesprochen hat!</p>



<p><strong>5.</strong><strong>Die Nacht von Tischa beAw</strong></p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Alle Vorschriften von Tischa beAw gelten auch in der Nacht von Tischa’a beAw. Es gibt einen Brauch in der Nacht von Tischa beAw auf dem Boden mit einem Stein unter dem Haupt zu schlafen.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Ein Mensch soll die Bequemlichkeit beim Schlafen vermindern. Z.B. soll er statt mit zwei Kissen (wie er gewöhnt ist) nur mit einem schlafen.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Es gibt einen Brauch einen Stein unter das Kissen zu legen als Andenken an Ja’akow, der auf einem Stein schlief (auf dem Berg Morijah) als G“tt ihm die Zerstörung des Bejt Hamikdasch (Tempel) zeigte.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Schwächliche und empfindliche Menschen sind von diesen Bräuchen (2-4) befreit.</p>



<p><strong>6.</strong><strong>Vorschriften für Tischa beAw</strong></p>



<p><strong>1.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong>&nbsp;Generell soll ein Mensch seine Genüsse und Vergnügen am Tischa beAw vermindern.</p>



<p><strong>2.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong>&nbsp;Man soll nicht rauchen. Wer sehr abhängig ist, darf nach Mittag zu Hause (nicht in der Öffentlichkeit) rauchen.</p>



<p><strong>3.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong>&nbsp;Man soll nicht spazieren gehen, damit man nicht von der Trauer abgelenkt wird.</p>



<p><strong>4.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong><strong>&nbsp;</strong>Folgende Dinge sind am Tischa beAw verboten:</p>



<p>a.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>&nbsp;</strong>Essen, Trinken</p>



<p>b.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>&nbsp;</strong>Sich waschen</p>



<p>c.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>&nbsp;</strong>Salben</p>



<p>d.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>&nbsp;</strong>Lederschuhe anziehen</p>



<p>e.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>&nbsp;</strong>Ehebeziehung</p>



<p>f.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>&nbsp;</strong>Tora-Lernen (beinhaltet die schriftliche wie auch die mündliche Lehre), denn die <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> erfreut das Herz.</p>



<p>g.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>&nbsp;</strong>Grüssen</p>



<p><strong>5.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong>&nbsp;Details zu den Verboten:</p>



<p><strong>a.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong><strong>&nbsp;</strong>Essen, Trinken:</p>



<p>i.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Auch schwangere und stillende Frauen sind im Prinzip verpflichtet zu fasten. Siehe Paragraph iii.</p>



<p>ii.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Eine Wöchnerin ist im Prinzip die ersten 30 Tage nach der Geburt vom Fasten befreit. Der Brauch ist, wenn sie sich gut und stark fühlt nach 7 Tagen nach der Geburt, zu fasten.</p>



<p>iii.&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Eine kranke oder schwache Person ist vom Fasten befreit. Im Zweifelsfalle frage man einen kompetenten <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbiner</a>.</p>



<p><strong>b.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong><strong>&nbsp;</strong>Sich waschen</p>



<p>i.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Waschen, sowohl mit warmen als auch mit kaltem Wasser, ist verboten. Selbst einen Finger ins Wasser zu stecken ist verboten.</p>



<p>ii.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Waschen nicht zum Vergnügen ist erlaubt. Deshalb ist es erlaubt am Morgen beim Aufwachen, nach der Toilette und zum Mincha-Gebet die Hände zu überschütten. Jedoch nur die Finger dürfen gewaschen werden, nicht die ganze Hand.</p>



<p>iii.&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Ebenso eine Stelle die verschmutzt ist wie z.B. an Hände und Gesicht, etc., darf mit Wasser gesäubert werden. Ebenfalls Augen, die am Morgen verklebt sind.</p>



<p>iv.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Frauen die kochen und Speisen abwaschen müssen, dürfen dies tun, da sie nicht die Absicht haben, sich selbst zu waschen.</p>



<p><strong>c.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong><strong>&nbsp;Salben</strong></p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Salben ist nur zum Vergnügen verboten; wenn aber jemand einen Ausschlag hat, oder für sonst einen Heilzweck, ist salben erlaubt.</p>



<p><strong>d.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong>&nbsp;<strong>Lederschuhe anziehen</strong></p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nur Lederschuhe sind verboten; Schuhe, die ausschließlich von anderen Materialien hergestellt wurden, sind erlaubt.</p>



<p><strong>e.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong><strong>&nbsp;Ehebeziehung</strong></p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Man erschwere, die Frau auch nicht zu berühren.</p>



<p><strong>f.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong>&nbsp;<strong>Tora־Lernen </strong>(beinhaltet die schriftliche wie auch die mündliche Lehre), denn die Tora erfreut das Herz.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Tora-Worte, die den Mensch betrüben, dürfen gelernt werden, wie beispielsweise:</p>



<p>1.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Im Buche Jirmijahu seine Mahn- und Strafworte und die Zerstörung Jerusalems.</p>



<p>2.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Das Buch Ijow (Hiob)</p>



<p>3.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Midrasch und Erklärungen zur Rolle Ejcha</p>



<p>4.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Stellen im Talmud, die über die Zerstörung des Tempels und Jerusalems berichten.</p>



<p><strong>g.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong>&nbsp;<strong>Grüßen</strong></p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Man darf niemanden grüßen. Wenn ein Unwissender oder ein Nichtjude einen grüßen, antworte man ihnen kleinlaut, damit sie es einem nicht übelnehmen, oder man erkläre ihnen warum wir nicht grüßen. Ebenso ist es verboten seinem Nächsten ein Geschenk zu geben; denn das gehört zum Verbot des Grüssens.</p>



<p><strong>6.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong>&nbsp;Arbeit am Tischa beAw</p>



<p>a.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Was die Arbeit anbelangt, ist unser Brauch, dass jede Arbeit, bei der man verweilen muss, bei Nacht und am Tag bis Mittag verboten ist. Jedoch eine Arbeit, bei der man nicht verweilen muss, wie z.B. Lichter anzünden, auf- und zubinden, etc. ist erlaubt.</p>



<p>b.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Am Nachmittag ist die Arbeit erlaubt.</p>



<p>c.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Ebenfalls das geschäftliche Handeln ist bis Mittag verboten.</p>



<p>d.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Bezüglich Schreiben bis Mittag gibt es zwei Meinungen.</p>



<p>e.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Eine dringende Sache darf notiert werden.</p>



<p>f.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Durch einen Nichtjuden darf man jede Arbeit machen lassen.</p>



<p>g.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Eine Sache, die zugrunde gehen würde, darf man auch selbst machen.</p>



<p>h.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Wer am Tischa beAw arbeitet (auch am Nachmittag) wird im verdienten Geld von dieser Arbeit keinen Segen sehen.</p>



<p>i.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Wer seinen Posten (Beruf) verlieren könnte, darf am Tischa beAw arbeiten.</p>



<p><strong>7.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong><strong>&nbsp;Bräuche von Tischa beAw</strong></p>



<p>a.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Am Morgen wird kein Talit Gadol und <a href="https://judentum.online/tefilin/">Tefilin</a> gelegt. Der Talit Katan wird jedoch angezogen. Stattdessen werden Talit und Tefilin mit Beracha beim Mincha-Gebet angelegt.</p>



<p>b.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Bei Nacht und am Tag bis Mittag sitzt man auf den Boden, sofern man sitzen will. Bei Bedarf darf ein Kissen untergelegt werden oder man darf auf einen ganz niedrigen Stuhl sitzen. Ab Mittag darf man wieder auf einem Stuhl sitzen.</p>



<p><strong>8.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong><strong>Vorschriften bis zum 10. Aw mittags</strong></p>



<p>Da das Bejt Hamikdasch (der Tempel) bis zum 10. Aw mittags gebrannt hat, gelten dieTrauerriten wie vom 1. Aw bis Tischa beAw weiter, das bedeutet:</p>



<p>1.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Man soll kein Fleisch essen und, kein Wein trinken, keine Wäsche waschen, sich selbst nicht waschen, keine Haare schneiden, etc. wie oben erwähnt bei den Vorschriften von Rosch Chodesch Aw (1. Aw) bis Tischa beAw.</p>



<p>2.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Fällt Tischa beAw auf Donnerstag, ist alles sofort nach Tischa beAw erlaubt zu Ehren des nahenden Schabbats, außer das Trinken von Wein und Essen von Fleisch in der Nacht nach Tischa beAw.</p>



<p>Fällt Tischa beAw auf Schabbat und wird auf Sonntag, den 10 Aw verschoben, ist alles sofort nach dem Fasttag erlaubt, ausser das Fleisch-Essen und Wein-Trinken in der Nacht nach dem Fasttag. Ausnahme ist der Wein der Hawdala, der getrunken werden darf.</p>

            <div id="daexthefup-container"
                 class="daexthefup-container daexthefup-layout-stacked daexthefup-alignment-center"
                 data-post-id="12524">

                <div class="daexthefup-feedback">
                    <div class="daexthefup-text">
                        <h3 class="daexthefup-title">War dies nützlich?</h3>
                    </div>
                    <div class="daexthefup-buttons-container">
                        <div class="daexthefup-buttons">
							
            <div class="daexthefup-yes daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="1">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>.happy-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.happy-face-cls-2{fill:#e1e1e1;}.happy-face-cls-3{fill:#676767;}</style>
                    </defs>
                    <g id="happy_face">
                        <circle class="happy-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="happy-face-cls-2 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" d="m16.79,29c-1.19,0-1.89,1.31-1.25,2.32,1.77,2.81,4.9,4.68,8.47,4.68s6.7-1.87,8.47-4.68c.63-1.01-.06-2.32-1.25-2.32-3.67,0-10.76,0-14.43,0Z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Ja (5)</div>
            </div>

										
            <div class="daexthefup-no daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="0">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>
                            .sad-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.sad-face-cls-2{fill:#676767;}.sad-face-cls-3{fill:#e1e1e1;}.sad-face-cls-4{fill:#676767;}
                        </style>
                    </defs>
                    <g id="sad_face">
                        <circle class="sad-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="sad-face-cls-3 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="sad-face-cls-2 daexthefup-icon-secondary-color" d="M16.9,34.5c-0.4,0-0.8-0.1-1.1-0.4c-0.6-0.6-0.6-1.5,0-2.1c2.2-2.2,5.1-3.4,8.1-3.4c3.1,0,6,1.2,8.1,3.4
                        c0.6,0.6,0.6,1.5,0,2.1s-1.5,0.6-2.1,0c-1.6-1.6-3.7-2.5-6-2.5s-4.4,0.9-6,2.5C17.7,34.4,17.3,34.5,16.9,34.5z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Nein</div>
            </div>

			                        </div>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-comment">
                    <div class="daexthefup-comment-top-container">
                        <label id="daexthefup-comment-label" class="daexthefup-comment-label"></label>
						                            <div class="daexthefup-comment-character-counter-container">
                                <div id="daexthefup-comment-character-counter-number"
                                     class="daexthefup-comment-character-counter-number"></div>
                                <div class="daexthefup-comment-character-counter-text"></div>
                            </div>
						                    </div>
                    <textarea id="daexthefup-comment-textarea" class="daexthefup-comment-textarea"
                              placeholder="Ihre Nachricht eingeben"
                              maxlength="400"></textarea>
                    <div class="daexthefup-comment-buttons-container">
                        <button class="daexthefup-comment-submit daexthefup-button">Einreichen</button>
                        <button class="daexthefup-comment-cancel daexthefup-button">Abbrechen</button>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-successful-submission-text">Vielen Dank für Ihr Feedback!</div>

            </div>

			<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/vorschriften-ab-rosch-chodesch-aw-1-aw-bis-10-aw/">Vorschriften ab Rosch Chodesch Aw (1. Aw) bis 10. Aw</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://judentum.online/vorschriften-ab-rosch-chodesch-aw-1-aw-bis-10-aw/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hoffnungsschimmer &#8211; Tischa BeAw</title>
		<link>https://judentum.online/hoffnungsschimmer-tischa-beaw/</link>
					<comments>https://judentum.online/hoffnungsschimmer-tischa-beaw/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2022 14:39:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fastentage]]></category>
		<category><![CDATA[TISCHA BEAW]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://judentum.online/?p=12527</guid>

					<description><![CDATA[<p>Tischa beAw, der Tag des Unglücks, das auch den Ersten Tempel 490 Jahre zuvor zerstörte, wurde als nationaler Trauertag etabliert. Das Judentum wäre kein Judentum gewesen, wenn es nicht einen weiteren Hoffnungsschimmer gegeben hätte. Kurz nach der Zerstörung des Zweiten Tempels liefen vier Männer schweigend über die Ruinen Jerusalems. Es waren die Rabbiner Gamaliel, Rabbiner [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/hoffnungsschimmer-tischa-beaw/">Hoffnungsschimmer &#8211; Tischa BeAw</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Tischa beAw, der Tag des Unglücks, das auch den Ersten Tempel 490 Jahre zuvor zerstörte, wurde als nationaler Trauertag etabliert. Das <a href="https://judentum.online/judentum-was-ist-das/">Judentum</a> wäre kein Judentum gewesen, wenn es nicht einen weiteren Hoffnungsschimmer gegeben hätte.</p>



<p>Kurz nach der Zerstörung des Zweiten Tempels liefen vier Männer schweigend über die Ruinen Jerusalems. Es waren die Rabbiner Gamaliel, Rabbiner Eleazar ben Azariah, Rabbiner Jehoschua und Rabbiner Akiva. Auf ihren Gesichtern war große Traurigkeit zu lesen und sie verzweifelten an der Verwüstung, die G&#8217;tt zugelassen hatte. Plötzlich taucht eine Truppe von Füchsen vor ihren Füßen auf. Drei der vier Gelehrten beklagten sich lautstark: &#8220;Oh, dass Jeremias Wort so wahr sein musste: Füchse laufen auf dem zerstörten Berg Zion umher&#8221;. (Klagelieder&nbsp; 5:18). Während alle bitterlich weinten, musste <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbi</a> Akiva lächeln. Verwundert rief Rabbiner Gamaliel ihm zu: &#8220;Wie kannst du, Akiva, über den Anblick der Katastrophe, die unser Volk heimgesucht hat, lachen? Du lächelst, wenn du&nbsp; Jeremias Prophezeiung buchstäblich erfüllt siehst und Füchse an der Stelle herumschleichen, wo einst G’ttes Altar stand?“ Aber Rabbi Akiva antwortete: Verstehst du nicht, warum ich mich freue? Wenn die Unglücksprophezeiungen so genau erfüllt wurden, dann werden sich die guten Vorhersagen auch einmal erfüllen.“</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-"><em>&nbsp;</em></h3>



<p><strong>Tischa beAw &#8211; widerspr</strong><strong>ü</strong><strong>chliche Verh</strong><strong>ä</strong><strong>ltnisse </strong><strong></strong></p>



<p>Wir leben in einer paradoxen Zeit. Nach dem Sechs-Tage-Krieg steht die Stadt Jerusalem nach fast zweitausend Jahren wieder unter unserer <em>Verwaltung</em>. Jerusalem ist wieder einmal unser nationales religiöses Zentrum geworden, aber andererseits fühlen wir uns an unserem Heiligsten Ort, dem Tempelberg, bedroht. Den Bait HaMikdasch &#8211; den Tempel &#8211; gibt es nicht mehr. Auch in religiöser Hinsicht leben wir in widersprüchlichen Verhältnissen. Uns ist es nicht erlaubt, unseren Heiligsten Ort zu betreten, weil wir immer noch unrein sind. Andererseits aber lautet das Gebot aus Exodus 25:8: „we’assu li mikdasch&#8221;- sie sollen Mir machen ein Heiligtum -, das noch voll Kraft und Tat ist. Nach Maimonides (1135-1204) ist der Wiederaufbau des dritten Tempels noch immer eine Mitzwa (Gebot). Einige Gelehrte machen es zur Bedingung, dass die Mehrheit des jüdischen Volkes in Israel leben muss oder ein König über die <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a> herrschen muss. Außerdem fehlt es uns an Propheten, die den genauen Ort angeben können, an dem der Tempel wieder aufgebaut werden soll. Solange wir nicht genau wissen, wo der ursprüngliche Altar zur Zeit König Salomos stand, können wir nicht mit dem Wiederaufbau fortfahren (B. T. Sewachim 62a).</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-versuche-des-wiederaufbaus">Versuche des Wiederaufbaus</h3>



<p>Über die Generationen hinweg wurden mehrere Versuche unternommen, den Tempel wieder aufzubauen. So wollte Kaiser Julian 363 den Tempel wieder aufbauen, um gegen das Christentum vorzugehen. Der Tempel in Jerusalem sollte eine Hochburg gegen diese Religion werden, die er nicht dort haben wollte. Aber er starb kurz darauf und so wurde der Wiederaufbau für lange Zeit verschoben. Der Tempel ist nicht nur ein Ort des Opferdienstes, sondern auch ein zentraler Ort des gesamten Jüdischen Volkes und im Messianischen Zeitalter für alle Völker. Es bleibt die Frage, warum der Tempel vor mehr als 1900 Jahren zerstört wurde. Rabbi Chaim ben Isaak aus Woloschin (19. Jahrhundert) fragt, warum wir heute noch um den Verlust des Tempels trauern.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h--1">&nbsp;</h3>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-kamza-und-bar-kamza">Kamza und Bar-Kamza</h3>



<p>Im Talmud gibt Rabbi Jochanan die Antwort auf diese Frage.</p>



<p>Durch Kamza und Bar-Kamza wurde Jerusalem zerstört. Es war einmal ein Mann, der eine großes Fest geben wollte. Sein Freund hieß Kamza, während Bar-Kamza sein eingeschworener Feind war. Der Mann befahl seinem Diener, Kamza einzuladen, doch der Diener machte einen Fehler und lud Bar-Kamza ein. Als der Gastgeber Bar-Kamza unter den Gästen sah, entbrannte er in großer Wut; Bar-Kamza musste hinaus! Bar-Kamza flehte seinen Gastgeber an, ihn nicht zu beschämen und bot ihm sogar an, das ganze Fest zu bezahlen. Sein Erzfeind war unnachgiebig. Er wurde von dem Fest verwiesen. Bar-Kamza sann auf Rache und sagte sich: &#8220;Große Gelehrte saßen an der Tafel, und niemand ist für mich eingetreten. Ich werde dem römischen Kaiser mitteilen, dass die Juden einen Aufstand begehen wollen. Meine Rache wird süß sein &#8220;.</p>



<p>Der Rest der Geschichte ist bekannt. Die römischen Legionen erhoben sich gegen Jerusalem und steckten den Tempel in Brand. Die fast zweitausend Jahre dauernde Diaspora hatte begonnen. Es war unbegründeter Hass, der diese große Tragödie auslöste, die das Ende der Unabhängigkeit Israels markierte und die Juden über die ganze Welt verteilte.</p>



<p>Rabbi Chaim ben Isaak aus Woloschin, der oberste Vertreter der litauischen Orthodoxie zu Beginn des 19. Jahrhunderts, geht tiefer auf die Frage ein, warum wir noch heute &#8211; fast zweitausend Jahre später &#8211; um den Verlust unseres Nationalheiligtums trauern. Trauern ist die Kehrseite der Liebe. Im zwischenmenschlichen Bereich sitzen wir Schiwa über den Verlust eines geliebten Menschen. Trauer bedeutet, dass wir mit jemandem verbunden waren. Kummer drückt unsere Gefühle der Verbundenheit mit einer anderen Person aus. Die Trauer um den Verlust eines Menschen dauert jedoch nur ein Jahr; danach schwillt sie langsam ab und der Verlust wird Teil des Lebens.</p>



<p>Bis zum Wiederaufbau des dritten Tempels sitzen wir jedoch Schiwa um den Verlust des Heiligtums, das einst das Zentrum unserer geistigen Inspiration war und Jerusalem seinen besonderen Status verlieh. Der Verlust des Tempels ist nur das Ende trauriger Ereignisse. Das Heiligtum hatte seine Funktion verloren, weil das Judentum nicht mehr in den Herzen der Menschen lebte. Die Geschichte von Kamza und Bar-Kamza stellt keine historische Beschreibung einer Kette von Ereignissen dar, die einer Beziehung von Ursache und Wirkung von Kriegshandlungen bis zum Fall Jerusalems zugrunde liegen. Die wahre Ursache lag in den schlechten inneren Verhältnissen zwischen den Juden selbst, und deshalb trauern wir auch heute noch. Möge der Tempel bald wieder aufgebaut werden und in unseren Tagen, Amen!</p>

            <div id="daexthefup-container"
                 class="daexthefup-container daexthefup-layout-stacked daexthefup-alignment-center"
                 data-post-id="12527">

                <div class="daexthefup-feedback">
                    <div class="daexthefup-text">
                        <h3 class="daexthefup-title">War dies nützlich?</h3>
                    </div>
                    <div class="daexthefup-buttons-container">
                        <div class="daexthefup-buttons">
							
            <div class="daexthefup-yes daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="1">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>.happy-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.happy-face-cls-2{fill:#e1e1e1;}.happy-face-cls-3{fill:#676767;}</style>
                    </defs>
                    <g id="happy_face">
                        <circle class="happy-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="happy-face-cls-2 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" d="m16.79,29c-1.19,0-1.89,1.31-1.25,2.32,1.77,2.81,4.9,4.68,8.47,4.68s6.7-1.87,8.47-4.68c.63-1.01-.06-2.32-1.25-2.32-3.67,0-10.76,0-14.43,0Z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Ja</div>
            </div>

										
            <div class="daexthefup-no daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="0">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>
                            .sad-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.sad-face-cls-2{fill:#676767;}.sad-face-cls-3{fill:#e1e1e1;}.sad-face-cls-4{fill:#676767;}
                        </style>
                    </defs>
                    <g id="sad_face">
                        <circle class="sad-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="sad-face-cls-3 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="sad-face-cls-2 daexthefup-icon-secondary-color" d="M16.9,34.5c-0.4,0-0.8-0.1-1.1-0.4c-0.6-0.6-0.6-1.5,0-2.1c2.2-2.2,5.1-3.4,8.1-3.4c3.1,0,6,1.2,8.1,3.4
                        c0.6,0.6,0.6,1.5,0,2.1s-1.5,0.6-2.1,0c-1.6-1.6-3.7-2.5-6-2.5s-4.4,0.9-6,2.5C17.7,34.4,17.3,34.5,16.9,34.5z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Nein</div>
            </div>

			                        </div>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-comment">
                    <div class="daexthefup-comment-top-container">
                        <label id="daexthefup-comment-label" class="daexthefup-comment-label"></label>
						                            <div class="daexthefup-comment-character-counter-container">
                                <div id="daexthefup-comment-character-counter-number"
                                     class="daexthefup-comment-character-counter-number"></div>
                                <div class="daexthefup-comment-character-counter-text"></div>
                            </div>
						                    </div>
                    <textarea id="daexthefup-comment-textarea" class="daexthefup-comment-textarea"
                              placeholder="Ihre Nachricht eingeben"
                              maxlength="400"></textarea>
                    <div class="daexthefup-comment-buttons-container">
                        <button class="daexthefup-comment-submit daexthefup-button">Einreichen</button>
                        <button class="daexthefup-comment-cancel daexthefup-button">Abbrechen</button>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-successful-submission-text">Vielen Dank für Ihr Feedback!</div>

            </div>

			<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/hoffnungsschimmer-tischa-beaw/">Hoffnungsschimmer &#8211; Tischa BeAw</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://judentum.online/hoffnungsschimmer-tischa-beaw/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>FASTEN</title>
		<link>https://judentum.online/fasten-3/</link>
					<comments>https://judentum.online/fasten-3/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2022 14:12:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fastentage]]></category>
		<category><![CDATA[17 Tamuz]]></category>
		<category><![CDATA[17. Tamus]]></category>
		<category><![CDATA[17. Tamuz]]></category>
		<category><![CDATA[3. Tischri]]></category>
		<category><![CDATA[9 Av]]></category>
		<category><![CDATA[9. Av]]></category>
		<category><![CDATA[9. Aw]]></category>
		<category><![CDATA[Asara BeTewet]]></category>
		<category><![CDATA[Fasten 17 Tamuz]]></category>
		<category><![CDATA[Fastentag]]></category>
		<category><![CDATA[Fastentag 17 Tamuz]]></category>
		<category><![CDATA[Fastentag 9 Av]]></category>
		<category><![CDATA[jom kippur]]></category>
		<category><![CDATA[Schiwa Asar BeTamus]]></category>
		<category><![CDATA[TISCHA BEAW]]></category>
		<category><![CDATA[Zom Gedalia]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://judentum.online/?p=12526</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Alternativmedizin weist auf den Nutzen des Fastens hin: Giftstoffe, die über die Nahrung oder das Einatmen von verunreinigter Luft in den Körper gelangen, werden hauptsächlich in den Fettschichten gespeichert. Fasten reinigt daher den Körper und entfernt Giftstoffe. die positive Wirkung des Fastens nicht beschrieben &#160;In den alten jüdischen Quellen hingegen wird die positive Wirkung [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/fasten-3/">FASTEN</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Alternativmedizin weist auf den Nutzen des Fastens hin: Giftstoffe, die über die Nahrung oder das Einatmen von verunreinigter Luft in den Körper gelangen, werden hauptsächlich in den Fettschichten gespeichert. Fasten reinigt daher den Körper und entfernt Giftstoffe.</p>



<p><strong>die positive Wirkung des Fastens nicht beschrieben</strong></p>



<p>&nbsp;In den alten jüdischen Quellen hingegen wird die positive Wirkung des Fastens auf den Körper nicht beschrieben. Laut Maimonides, dem berühmten Arzt und Philosophen aus dem Mittelalter, werden die meisten Krankheiten durch übermäßiges Essen verursacht. Deshalb rät er, nur dann zu essen, wenn man wirklich hungrig ist. Ein weiterer Gesundheitstipp ist, nicht so lange zu essen, bis man pappsatt ist. Sorgen Sie stattdessen immer dafür, dass Sie nur zu drei Vierteln satt werden!</p>



<p><strong>Jom Kippur</strong></p>



<p>Die <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> kennt ausschließlich das allgemeine Fasten an Jom Kippur, das jeder <a href="https://judentum.online/was-ist-die-etymologie-des-wortes-jude/">Jude</a> zu beachten hat. Darüber hinaus gibt es weitere Fastentage in der rabbinischen Literatur, die jeder berücksichtigen sollte. Dies sind hauptsächlich Tage, die zum Gedenken an die Zerstörung des Tempels eingeführt wurden und nach dem Wiederaufbau des Zweiten Tempels nicht mehr beachtet wurden.</p>



<p><strong>»alten« Fastentage wieder eingesetzt</strong></p>



<p>Doch nach der Zerstörung des Zweiten Tempels durch die Römer im Jahre 70 n.d.Z. wurden diese »alten« Fastentage wieder eingesetzt. Es sind Tischa BeAw (der 9. Aw), Schiwa Asar BeTamus (der 17. Tamus), Asara BeTewet (der 10. Tewet), und Zom Gedalia (am 3. Tischri).</p>



<p><strong>Um von G’tt Vergebung und Mitgefühl zu erlangen</strong></p>



<p>Darüber hinaus dient Fasten verschiedenen Zwecken: Zum Beispiel versucht man dadurch, von G’tt Vergebung und Mitgefühl zu erlangen. Häufig geschieht dies, nachdem eine Person eine Übertretung begangen hat und eine <a href="https://judentum.online/was-ist-gehenom-gehinnom-hoelle-rav-avigdor-miller/">Bestrafung</a> befürchtet oder bereits teilweise erfahren hat.</p>



<p><strong>Fasten ist oft Teil eines Gesamtregimes, in dem der Körper »geläutert« wird</strong>: Man schläft auf dem Boden, wechselt seine Kleidung nicht und wäscht sich auch nicht. Der Ausdruck »Sitzen auf Sack und Asche« stammt ursprünglich aus der Tora und bezieht sich auf Menschen, die nicht nur fasteten, sondern auch Lumpen anzogen und in Asche saßen, als Zeichen von Trauer, Bedauern oder Demut. Indem man sich auf diese Weise herabließ, hoffte man auf Vergebung der Sünden.</p>



<p><strong>Vorbereitung auf einen Krieg oder zur Abwendung eines Krieges</strong></p>



<p>Aber auch ein ganzes Volk konnte fasten, zum Beispiel zur Vorbereitung auf einen Krieg oder zur Abwendung eines Krieges. Auch landwirtschaftliche Katastrophen wie Ernteausfälle konnten ein Grund für Fastentage sein. Und schließlich konnte auch der Tod eines Königs, Propheten oder anderer großer Führungspersönlichkeiten einen Grund zum Fasten darstellen.</p>



<p><strong>Fasten soll niemals Selbstzweck sein</strong></p>



<p>Wichtig ist vor allem: Fasten soll niemals Selbstzweck sein. Ziel ist es, eine gestörte Beziehung zu G’tt wiederherzustellen. Das Fasten dient der Buße; nur, wenn man die Übertretung wirklich bereut, ist man bereit für die Vergebung.</p>



<p><strong>Katastrophen geschehen niemals »einfach so«</strong></p>



<p>G’tt sorgt dafür, dass eine Katastrophe, die nach Ansicht der Tora oft als Warnung dient, nicht eintritt oder ein (gutes) Ende nimmt. In der Vision der Tora geschehen Katastrophen niemals »einfach so«; sie sind das Ergebnis des Verhaltens der Menschheit. Wenn ein Volk sündigt, kann das körperliche Folgen haben: Krieg, Krankheit oder Dürre.</p>



<p><strong>Sie sind schief wie Schilf </strong>&nbsp;</p>



<p>Durch Buße werden diese Folgen beseitigt. Der Prophet Jeschajahu kritisierte Menschen, die besonders auf das äußere Erscheinungsbild ihres Fastens achteten: »Sie sind schief wie Schilf und verstecken sich in ihren Taschen und der Asche.« Einem hungrigen Menschen Brot zu geben, und verarmte nackte Menschen zu bekleiden, führt hingegen dem Propheten zufolge zu einem echten Fasten.</p>



<p><strong>Ein Mittel um mit der geistigen Welt in Kontakt zu kommen</strong></p>



<p>Zudem scheint Fasten ein Mittel zu sein, mit der geistigen Welt in Kontakt zu kommen. Zum Beispiel erzählt uns Mosche, dass er 40 Tage auf dem Berg Sinai ohne Wasser und Brot verbrachte. Am Ende dieser 40 Tage gab G’tt ihm die Steintafeln, die von Ihm selbst mit den Zehn Geboten beschrieben wurden.</p>



<p><strong>Fasten als asketisches Ideal</strong></p>



<p>Zur Zeit des Zweiten Tempels legten verschiedene jüdische Gruppen großen Wert auf das Fasten als asketisches Ideal. Der Talmud lehnt dies tendenziell ab; einige Gelehrte glauben sogar, dass eine Person, die diesem Ideal nacheifert, ein Sünder sei. Denn ein Mensch sollte genügend spirituelle Inspiration in den Geboten und Verboten der Tora finden. Sich noch weiter zu verleugnen, wird als »sündig« angesehen.</p>



<p><strong>Studium der Tora</strong></p>



<p>Außerdem ist das Studium der Tora wichtiger als Fasten. Aus diesem Grund wäre es besser, wenn ein Talmudgelehrter nicht fastet – außer an den Fastentagen, die für alle obligatorisch sind. Denn durch das Fasten wäre er so geschwächt, dass er die Tora nicht mehr richtig studieren kann.</p>

            <div id="daexthefup-container"
                 class="daexthefup-container daexthefup-layout-stacked daexthefup-alignment-center"
                 data-post-id="12526">

                <div class="daexthefup-feedback">
                    <div class="daexthefup-text">
                        <h3 class="daexthefup-title">War dies nützlich?</h3>
                    </div>
                    <div class="daexthefup-buttons-container">
                        <div class="daexthefup-buttons">
							
            <div class="daexthefup-yes daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="1">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>.happy-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.happy-face-cls-2{fill:#e1e1e1;}.happy-face-cls-3{fill:#676767;}</style>
                    </defs>
                    <g id="happy_face">
                        <circle class="happy-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="happy-face-cls-2 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" d="m16.79,29c-1.19,0-1.89,1.31-1.25,2.32,1.77,2.81,4.9,4.68,8.47,4.68s6.7-1.87,8.47-4.68c.63-1.01-.06-2.32-1.25-2.32-3.67,0-10.76,0-14.43,0Z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Ja</div>
            </div>

										
            <div class="daexthefup-no daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="0">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>
                            .sad-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.sad-face-cls-2{fill:#676767;}.sad-face-cls-3{fill:#e1e1e1;}.sad-face-cls-4{fill:#676767;}
                        </style>
                    </defs>
                    <g id="sad_face">
                        <circle class="sad-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="sad-face-cls-3 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="sad-face-cls-2 daexthefup-icon-secondary-color" d="M16.9,34.5c-0.4,0-0.8-0.1-1.1-0.4c-0.6-0.6-0.6-1.5,0-2.1c2.2-2.2,5.1-3.4,8.1-3.4c3.1,0,6,1.2,8.1,3.4
                        c0.6,0.6,0.6,1.5,0,2.1s-1.5,0.6-2.1,0c-1.6-1.6-3.7-2.5-6-2.5s-4.4,0.9-6,2.5C17.7,34.4,17.3,34.5,16.9,34.5z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Nein</div>
            </div>

			                        </div>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-comment">
                    <div class="daexthefup-comment-top-container">
                        <label id="daexthefup-comment-label" class="daexthefup-comment-label"></label>
						                            <div class="daexthefup-comment-character-counter-container">
                                <div id="daexthefup-comment-character-counter-number"
                                     class="daexthefup-comment-character-counter-number"></div>
                                <div class="daexthefup-comment-character-counter-text"></div>
                            </div>
						                    </div>
                    <textarea id="daexthefup-comment-textarea" class="daexthefup-comment-textarea"
                              placeholder="Ihre Nachricht eingeben"
                              maxlength="400"></textarea>
                    <div class="daexthefup-comment-buttons-container">
                        <button class="daexthefup-comment-submit daexthefup-button">Einreichen</button>
                        <button class="daexthefup-comment-cancel daexthefup-button">Abbrechen</button>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-successful-submission-text">Vielen Dank für Ihr Feedback!</div>

            </div>

			<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/fasten-3/">FASTEN</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://judentum.online/fasten-3/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Asara beTewet, der zehnte Tag von Tewet, der zehnte Monat des jüdischen Jahres</title>
		<link>https://judentum.online/asara-betewet-der-zehnte-tag-von-tewet-der-zehnte-monat-des-juedischen-jahres/</link>
					<comments>https://judentum.online/asara-betewet-der-zehnte-tag-von-tewet-der-zehnte-monat-des-juedischen-jahres/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2021 09:46:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fastentage]]></category>
		<category><![CDATA[10. Tevet]]></category>
		<category><![CDATA[10. Tewet]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://judentum.online/?p=10795</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenn wir am zehnten Tag des Tewet fasten, zeigen wir damit, dass wir uns bewusst sind, dass dieser Fastentag den Beginn der Zerstörung des Tempels in Jerusalem symbolisiert. Am zehnten Tewet schlugen die Babylonier unter König Nebukadnezar eine Bresche in die Mauer um Jerusalem. Unsere Feinde belagerten Jerusalem zweieinhalb Jahre lang (nach Meinung einiger im [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/asara-betewet-der-zehnte-tag-von-tewet-der-zehnte-monat-des-juedischen-jahres/">Asara beTewet, der zehnte Tag von Tewet, der zehnte Monat des jüdischen Jahres</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wenn wir am zehnten Tag des Tewet fasten, zeigen wir damit, dass wir uns bewusst sind, dass dieser Fastentag den Beginn der Zerstörung des Tempels in Jerusalem symbolisiert. Am zehnten Tewet schlugen die Babylonier unter König Nebukadnezar eine Bresche in die Mauer um Jerusalem. Unsere Feinde belagerten Jerusalem zweieinhalb Jahre lang (nach Meinung einiger im Jahr 586 vor der Zeitrechnung).</p>



<p>Nach dem Ende des Holocausts wollte das Oberrabbinat Israels dieser schrecklichen Zeit auf spirituelle Weise gedenken. Sie hat daher den 10. Tewet als Gedenktag für die sechs Millionen <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a> eingeführt, die in der Schoa umgekommen sind.</p>



<p>Dieser Fastentag gilt nicht nur als Gedenktag für die im Holocaust umgekommenen Menschen, deren Angehörige kein Todesdatum haben, sondern auch und vor allem als Gedenktag für die vielen hunderttausend Familien, die im Holocaust ermordet wurden, ohne eine Spur zu hinterlassen: &#8220;Für diese vielen, vielen Märtyrer, deren Todesdatum nicht bekannt ist, ist dieser Tag (10 Tevet) ihrem Gedenken und dem Aufstieg ihrer rechtschaffenen und reinen Seelen gewidmet. Wir zünden eine Kerze zum Gedenken an und beten das Kaddisch für sie&#8221;.</p>



<p>Der 10. Tevet ist ein besonderer Tag des Fastens. Wenn andere Fasttage &#8211; außer Jom Kippur &#8211; auf den <a href="https://judentum.online/was-ist-die-bedeutung-von-schabbat/">Schabbat</a> fallen, werden sie auf den Sonntag verschoben. Im Gegensatz zu anderen Fasttagen kann der zehnte Tewet auf den Schabbat fallen und trotzdem eingehalten werden. Beim Fasten am zehnten Tewet heißt es &#8220;eigentlich an diesem Tag&#8221;. Wenn der zehnte Tewet auf den Schabbat fällt, kann man trotz der großen <a href="https://judentum.online/was-ist-heiligkeit-im-judentum/">Heiligkeit</a> des Schabbats fasten. In der Praxis ist der jüdische Kalender jedoch so gestaltet, dass der zehnte Tewet niemals auf einen Schabbat fallen kann.</p>



<p><a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbi</a> Moshe Sofer (18./19. Jahrhundert) fragt, warum das Fasten am zehnten Tewet den Schabbat außer Kraft setzt? Es ist offensichtlich, dass Jom Kippur dem Schabbat&nbsp;übergeordnet ist, weil an Jom Kippur alle unsere Sünden gegenüber G&#8217;tt vergeben werden und dieser Fastentag aus der <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> stammt. Wenn wir in der Freitagnacht schlecht geträumt haben, können wir auch am Schabbat fasten, wenn wir uns Sorgen machen, dass der Traum wahr wird. Es geht um unsere Zukunft, und wir können fasten, um mögliches Unheil abzuwenden. Doch am zehnten Tewet geht es um eine lange zurückliegende Belagerung. Hier wird das Fasten normalerweise auf den Sonntag verlegt!</p>



<p>Asara beTewet ist der Tag, an dem <a href="https://judentum.online/was-ist-der-name-von-gott-im-judentum/">HaSchem</a> (G&#8217;tt) für das kommende Jahr entscheidet, ob der Tempel in Jerusalem wiederaufgebaut wird. Deshalb dürfen wir auch am Schabbat fasten, denn das ist etwas, das für unsere Zukunft ganz entscheidend ist.</p>



<p>Lasst uns an diesem zehnten Tewet inbrünstig beten, dass der Bait HaMikdasch, der Tempel, in diesem Jahr wieder aufgebaut wird. Lassen Sie den Emotionen freien Lauf und verzweifeln Sie nicht daran, dass Ihre Gebete nicht erhört werden. Denkt daran, dass G&#8217;tt alle Gebete aller Generationen sammelt, von den Sofrim (Gelehrte der mündlichen Überlieferung, 450-200 v.), den Zugot (Gelehrte der mündlichen Überlieferung, 199-1 v.), den Tannaim (Mischna-Gelehrte, 1-200 v.), den Amoraim (Talmud-Gelehrte, 201-500), den Saboraim (Nach-Talmud-Gelehrte, 501-650) und den Geonim (babylonische Nach-Talmud-Gelehrte, 650-1000), die Risjoniem (&#8216;die Ersten&#8217;, 1001-1450) und alle Acharoniem (&#8216;die späteren Gelehrten&#8217;, 1450-heute). Mit der Zeit wird der &#8220;Korb&#8221; der Gebete und Tränen immer voller und übervoller werden, bis HaSchem (G’tt) beschließt, den Tempel tatsächlich wieder aufzubauen. Es ist das kürzeste Fasten des ganzen Jahres, an dem wir inbrünstig auf eine baldige Wiedervereinigung des gesamten jüdischen Volkes am Fuße des Tempelbergs hoffen dürfen, bimhera bejamenu Amen!</p>

            <div id="daexthefup-container"
                 class="daexthefup-container daexthefup-layout-stacked daexthefup-alignment-center"
                 data-post-id="10795">

                <div class="daexthefup-feedback">
                    <div class="daexthefup-text">
                        <h3 class="daexthefup-title">War dies nützlich?</h3>
                    </div>
                    <div class="daexthefup-buttons-container">
                        <div class="daexthefup-buttons">
							
            <div class="daexthefup-yes daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="1">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>.happy-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.happy-face-cls-2{fill:#e1e1e1;}.happy-face-cls-3{fill:#676767;}</style>
                    </defs>
                    <g id="happy_face">
                        <circle class="happy-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="happy-face-cls-2 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="happy-face-cls-3 daexthefup-icon-secondary-color" d="m16.79,29c-1.19,0-1.89,1.31-1.25,2.32,1.77,2.81,4.9,4.68,8.47,4.68s6.7-1.87,8.47-4.68c.63-1.01-.06-2.32-1.25-2.32-3.67,0-10.76,0-14.43,0Z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Ja (1)</div>
            </div>

										
            <div class="daexthefup-no daexthefup-button daexthefup-button-type-icon-and-text" data-value="0">
                <div class="daexthefup-button-icon">
                <svg>
                    <defs>
                        <style>
                            .sad-face-cls-1{fill:#c9c9c9;}.sad-face-cls-2{fill:#676767;}.sad-face-cls-3{fill:#e1e1e1;}.sad-face-cls-4{fill:#676767;}
                        </style>
                    </defs>
                    <g id="sad_face">
                        <circle class="sad-face-cls-1 daexthefup-icon-primary-color" cx="24" cy="24" r="17" />
                        <path class="sad-face-cls-3 daexthefup-icon-circle" d="m24,3c11.58,0,21,9.42,21,21s-9.42,21-21,21S3,35.58,3,24,12.42,3,24,3m0-1C11.85,2,2,11.85,2,24s9.85,22,22,22,22-9.85,22-22S36.15,2,24,2h0Z" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="18" cy="22" r="2" />
                        <circle class="sad-face-cls-4 daexthefup-icon-secondary-color" cx="30" cy="22" r="2" />
                        <path class="sad-face-cls-2 daexthefup-icon-secondary-color" d="M16.9,34.5c-0.4,0-0.8-0.1-1.1-0.4c-0.6-0.6-0.6-1.5,0-2.1c2.2-2.2,5.1-3.4,8.1-3.4c3.1,0,6,1.2,8.1,3.4
                        c0.6,0.6,0.6,1.5,0,2.1s-1.5,0.6-2.1,0c-1.6-1.6-3.7-2.5-6-2.5s-4.4,0.9-6,2.5C17.7,34.4,17.3,34.5,16.9,34.5z" />
                    </g>
                </svg></div>
                <div class="daexthefup-button-text">Nein</div>
            </div>

			                        </div>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-comment">
                    <div class="daexthefup-comment-top-container">
                        <label id="daexthefup-comment-label" class="daexthefup-comment-label"></label>
						                            <div class="daexthefup-comment-character-counter-container">
                                <div id="daexthefup-comment-character-counter-number"
                                     class="daexthefup-comment-character-counter-number"></div>
                                <div class="daexthefup-comment-character-counter-text"></div>
                            </div>
						                    </div>
                    <textarea id="daexthefup-comment-textarea" class="daexthefup-comment-textarea"
                              placeholder="Ihre Nachricht eingeben"
                              maxlength="400"></textarea>
                    <div class="daexthefup-comment-buttons-container">
                        <button class="daexthefup-comment-submit daexthefup-button">Einreichen</button>
                        <button class="daexthefup-comment-cancel daexthefup-button">Abbrechen</button>
                    </div>
                </div>

                <div class="daexthefup-successful-submission-text">Vielen Dank für Ihr Feedback!</div>

            </div>

			<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/asara-betewet-der-zehnte-tag-von-tewet-der-zehnte-monat-des-juedischen-jahres/">Asara beTewet, der zehnte Tag von Tewet, der zehnte Monat des jüdischen Jahres</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://judentum.online/asara-betewet-der-zehnte-tag-von-tewet-der-zehnte-monat-des-juedischen-jahres/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
