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DIE EINHEIT DER SEELE Teil II – Parascha Dewarim

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DIE EINHEIT DER SEELE Teil II – Parascha Dewarim

Vielfalt und Einheit

Unser Körper setzt sich aus Trilliarden von Einzelteilchen zusammen. Wir jedoch nehmen uns selbst als eine Einheit wahr. Ich sehe das Licht, ich habe eine Idee, ich möchte, ich gehe. Ich empfinde mich selber als eine Einheit, obwohl die Logik mir vorgibt fest zu stellen, dass der Körper aus einer unendlichen Zahl von Teilchen besteht. Wie ist es möglich, dass ich mich selber als eine Einheit empfinde?

Welch’ eine gewaltige Erfahrung, um zu sehen, dass ich nicht mein Körper bin!

Was verbindet alle diese verschiedenen Bestandteile zu einem sinnvollen Leben? Sobald wir sterben, fallen alle diese Teilchen wieder auseinander und verschwinden in der Mutter Erde. Ich bin meine Persönlichkeit. Ich nehme mich selbst als unteilbar wahr, trotz meines endlos teilbaren Körpers. Ich betrachte mich selber als eine Einheit, obwohl meine Körperteile komplett unterschiedlich reagieren. Der Körper ist Vielfalt, die Seele eine Einheit. Welch’ eine gewaltige Erfahrung, um zu sehen, dass ich nicht mein Körper bin! Wie erbauend ist es, zu sehen, dass ich mich von all dem Irdischen los lösen, abstrahieren kann. Ich kann die Neschama des Anderen nicht sehen.

Aber ich kann meine eigene Neschama wohl verspüren. Neschama bedeutet „Atem“. Atmen bedeutet einen Austausch mit der Umwelt, mit dem um mich herum. Ich kann meine Seelenberührungen mit einer anderen Seele teilen. Unsere Neschama hat etwas G“ttliches, denn sie entzieht sich völlig der irdischen, körperlichen Wirklichkeit. Sie steht darüber, obwohl sie damit verbunden ist. Ich benötige den Körper, um meine Neschama in dieser Welt sprechen und agieren zu lassen.

Hinter der Welt

Aber gleichzeitig fühle ich intuitiv, dass die Neschama viel höher reicht. Es ist viel mehr als nur das Steuern von Neuronen in meinem Gehirn. Die Neschama ermöglicht mir die Sicht über meinen Körper. Meine Neschama vermittelt mir eine Sicht über die Welt, integriert alles um mich herum, macht es zu EINER großen Einheit, die ich wahrnehme, sobald ich meine Augen öffne. Welch’ ein Wunder!

G“tt verbirgt sich hinter der Welt

Der Talmud besagt, dass genau wie die Seele sich hinter dem Körper verbirgt, G“tt sich hinter der Welt verbirgt. Wie ist es möglich, dass das Universum dennoch als eine Einheit vorgeht? Wie ist es möglich, dass alle verschiedene Teilchen zusammen hängen? In der Welt gibt es kein Phänomen, das nicht von etwas Anderem abhängt!

Das Universum ist ein selbstbegnügendes System, dass sich selber andauernd Aufrecht hält. Aber was regt dieses alles dazu an? Was ist das Ziel dieses Ganze? Hinter der Vielfalt der Materie befindet sich eine gesamte Einheit, die so abstrakt ist, dass sie von der Vielfalt der Materie nicht eingefangen werden kann. IHN gibt es wohl und ER bildet die zentrale und zentralisierende Kraft des gesamten Alles.

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keinen Streit zwischen der Wissenschaft und der Religion

Ohne Diesem ist kein Sinn und Ziel möglich, ohne Diesem ist keine Einheit möglich, ohne Diesem ist kein Zusammenhang möglich. Es gibt keinen Streit zwischen der Wissenschaft und der Religion. Die Religion ist die Basis der Wissenschaft. Die Sprüche besagen „der Anfang der Weisheit ist G“tt sehen“. Was bedeutet das?

G“tt sehen

Solange wir nicht davon ausgehen, dass sich hinter der materiellen Welt ein Einheit bildendes Prinzip verbirgt, ist die Suche nach einer Wechselbeziehung und Zusammenhang zwecklos oder beruht auf purem Zufall.

Wenn wir davon ausgehen, dass alles von EINEM Punkt her rührt, macht es Sinn, nach Wechselbeziehungen zu suchen und zwischen den Geschehnissen in der Welt Verbindungen her zu stellen. Jeder Mensch hat ein natürliches Empfinden für Zusammenhang. Aber Zusammenhang ist nur denkbar, wenn Phänomene letztendlich aus EINEM Punkt entspringen oder jedenfalls von EINEM Punkt zusammen gebündelt werden.

Verbindungen, Zusammenhängen, Wechselbeziehungen und Verhältnissen

An den Universitäten machen wir nicht viel Anderes, als durchgehend nach Verbindungen, Zusammenhängen, Wechselbeziehungen und Verhältnissen zu suchen. Alles steht mit Allem in Verbindung. Diese mitberücksichtigte Annahme bildet die Grundlage von „der Anfang der Weisheit ist G“tt sehen“. Erst wenn wir den dahinter befindlichen die Gesamtheit umspannenden Anfang wieder erkennen, ist die Rede von tatsächlicher Wissenschaft, keine zufällige, aber von vorn hinein eingebettete Verbindungen entdecken.

Gemeinschaftsempfinden

Das ist die Achtung vor dem G“ttlichen im Menschen, die uns alle verbindet und die Basis für unser religiöses Gemeinschaftsempfinden bildet. Das ist Religion. Deshalb ist Götzendienst von „nur das Äußerliche“ so verkehrt. Da wir die Einheit aus dem Auge drohen zu verlieren. Dann löscht das Licht aus…

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