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Das Geheimnis unserer Freude am Gesetz – glücklich mit dem Ende und dem Beginn der Tora

Das Geheimnis unserer Freude am Gesetz - glücklich mit dem Ende und dem Beginn der Tora
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Haben Sie jemals gehört, dass jemand mit dem Zivilgesetzbuch getanzt hat?

Lesen wir 1. Könige 3: 5ff: “Und HaSchem erschien Salomo zu Gibeon im Traum des Nachts und G‘tt sprach: Bitte, was ich dir geben soll!”

Nur ein historischer Hintergrund: Hier geht es um König Salomos Weisheit. Durch die Heirat mit der Tochter des Pharaos wurde Salomo Schwiegersohn des Königs von Ägypten. Solomon ließ die Tochter des Pharao in Metsudat David, der Burg Davids, leben, bis er mit dem Bau seines eigenen Palastes, des Bet Hamikdash, des Tempels und der Mauer um Jerusalem fertig war.

In dieser Heirat Nacht erschien HaSchem, G-tt dem Salomo. Er konnte fragen, was er wollte. Aber Salomo war nicht von Prunk und Pracht geblendet und antwortete G-tt: „Du warst sehr gut zu meinem Vater, König David.“ Solomon, der zu diesem Zeitpunkt erst zwölf Jahre alt war, verstand, dass sein Vater David einen so besonderen Platz hatte. Weil David ein aufrichtiger Mann war, G-tt immer treu war und G-ttes Gebote hielt, war Salomo dankbar, dass er den Platz seines Vaters auf dem Thron einnehmen konnte.

Trotzdem fühlte sich Solomon wie ein kleines Kind, nicht ganz sicher, was er tun sollte, obwohl er das geistige Erbe seines Vaters David als Thronfolger spürte. Das jüdische Volk war enorm gewachsen. Solomon überblickte die Vielzahl seiner Untertanen und dachte, dass das jüdische Volk so zahlreich geworden war, dass es kaum gezählt werden konnte!

G-tt erschien ihm in einer Nachtsicht und fragte Solomon, was er wollte. Er hätte Reichtum, Ruhm und Prestige wählen können, aber er bat G-tt nur um ein verständnisvolles Herz, damit er das jüdische Volk gut regieren könne. Er wollte lernen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Solomon erkannte, dass er große Weisheit brauchen würde, um eine so große Nation zu regieren. G-tt freute sich über Salomos Bitte um Weisheit.

G-tt antwortete ihm, dass er Salomo weiser machen würde als alle Menschen vor und nach ihm, weil er um Weisheit beim Regieren gebeten hatte und nicht um langes Leben, Reichtum oder Herrschaft über seine Feinde gebeten hatte. Solomon würde auch die Dinge erhalten, um die er nicht gebeten hatte, wie Reichtum und Prestige. Solomon würde der weiseste, reichste und berühmteste Mann in der Geschichte werden. Wenn Salomo seinem G-tt treu bleiben und weiterhin G-ttes Gesetzen und Geboten gehorchen würde, wie es König David tat, würde G-tt ihm auch ein langes Leben geben. Als Solomon aufwachte, verstand er, dass G-tt in einer Traumvision mit ihm gesprochen hatte.

Salomo kehrte nach Jerusalem zurück und betrat das Heiligtum, Beth Hamikdash. Als er mit HaSchem, G-tt, vor der Bundeslade stand, brachte er viele Opfer, wonach er für alle seine Diener ein festliches Essen zubereiten ließ. Dies geschah auf Sukkot.

Solomon war so zufrieden mit seiner Weisheit, dass er sofort ein großes Fest dafür organisierte, obwohl er seine große Einsicht noch nicht nutzen konnte.

glücklich mit dem Ende und dem Beginn der Tora

Wir freuen uns jedes Jahr mit unserer von G-tt gegebenen Chochma, der Weisheit. Wir sind so glücklich mit dem Ende und dem Beginn der Tora, dass wir diese freudige Tatsache für eine enorm üppige Simcha, Freude, nutzen. Satan, der uralte Ankläger im himmlischen Tribunal, fühlt sich machtlos bei einem solchen Ausbruch von Freude über die Tora, von Jung und Alt, dumm und gelehrt, unterprivilegiert und vielversprechend, von Adel oder ohne bedeutungsvolle Abstammung.

Das ist das Geheimnis unserer Freude am Gesetz. Haben Sie jemals gehört, dass jemand mit dem Zivilgesetzbuch getanzt hat? Aber wir sind rasend vor der Tora, weil wir erkennen, dass es die Quelle der g-ttlichen Weisheit ist, die ihresgleichen sucht.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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