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Die vier Arten – Sukkot

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Die vier Arten – Sukkot

Laut der Thora gibt es einen großen Unterschied zwischen den beiden Haupt-Mitzwot von Sukkoth, dem Wohnen in der Sukka und dem Schütteln des Lulaw. Normalerweise hat ein Jom Tow EIN zentrales Thema in einer Vielzahl von Mitzwot. Sukka und Lulaw scheinen nicht sehr mit einander verbunden zu sein. Sukka ist eine Mitzwa aus 24/7: 7 oder 8 Tage durchgehend, einschließlich schlafen, 24 Stunden. Der Lulaw braucht nur EIN Mal geschüttelt zu werden, laut der Thora nur am ersten Tag Sukkoth. Im Bejt Hamikdasch, im Tempel zu Jerusalem, musste der Lulaw jedoch 7 Tage lang geschüttelt werden. Heutzutage schütteln auch wir den Lulaw 7 Tage lang, aber nur zur Erinnerung an das Bejt Hamikdasch. Weshalb ist der Lulaw weniger als die Sukka?

Fortsetzung

Rav Yisroel Miller meint, dass die Sukka symbolisiert, dass wir verstehen, dass G“tt immer für uns sorgt. Jeder, der das sehen möchte, erhält in dieser Welt um uns herum vollauf die Gelegenheit, um das tiefer zu sich durchdringen zu lassen. Wenn wir sehen, wie ein Baum wächst oder ein Mensch funktioniert, fällt uns die bewundernswerte Art der G“ttlichen Schöpfung sofort auf. Diese Erfahrung können wir andauernd machen, wenn wir uns nur mal für die Wunder G“ttes in der Natur und in der Technik öffnen. Denn auch der am meiste komplizierte Computer ist – über die Schöpfung des Menschen – auch EINE der Schöpfungen G“ttes. Deshalb ist die Mitzwa der Sukkah durchgehend.

Von unten nach oben

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Der Lulaw symbolisiert eine umgekehrte geistige Bewegung. Ich nehme irdische Gegenstände und erhebe sie in Richtung HaSchem. Ich schüttele den Lulaw in alle Himmelsrichtungen, nach oben und nach unten. In Gebärdensprache zeige ich deutlich, dass alles, was ich habe, HaSchem gehört, Der überall ist. Den Lulaw, den Zweig, der Baumaterial und Reichtum symbolisiert, den Etrog, der Nahrung vergegenwärtigt, die duftenden Myrtenzweige, die die Annehmlichkeiten des Lebens widerspiegeln und die Bachweidenzweige, die die alltäglichen Unumgänglichkeiten darstellen, heben wir hoch zur G“ttlichen Ebene, um auf zu zeigen, dass wir das Irdische mit dem Himmlischen verbinden möchten. Wir suchen Verbindung zum Höheren, wir geben uns nicht mit einem rein körperlichen Dasein zufrieden. Wir möchten unseren irdischen Gebundenheiten entsteigen, um dem G“ttlichen in der Welt anteilig zu gelangen. Diese geistige Erhebung erfahren wir nur wenig. Hierfür ist viel eigene Inspiration von unten nach oben erforderlich. Das kostet viel Energie, Einsatz und Glaube. Deshalb ist die Mitzwa des Lulaw – außerhalb des Tempels – viel eingeschränkter, als die der Sukka. Wir dürfen uns selbst nicht zum Narren halten. Jene hohe Ebene können wir nicht immer herbeiführen.

Erinnerung an den Tempel

Aber im Bejt Hamikdasch konnten wir das wohl. Dort durchströmte die G“ttliche Inspiration alle Bereiche, wie sonst nirgendwo. Dort konnte das geistige Niveau wohl regelmäßig erreicht werden. Obwohl wir heute kein Bet Hamikdasch mehr haben, ist ein „secher“ – eine Erinnerung, sicherlich angebracht. Wir dürfen nicht vergessen, dass es Zeiten gab, in denen geistige Aufklärung Gemeingut war. Was heute noch als Utopie zu sein scheint, war damals für den mittelmäßigen Bürger erreichbar – jedenfalls an Hochzeittagen, als das gesamte Jüdische Volk einheitlich und vereint nach Jerusalem zog, um HaSchem zu dienen.

Mo’adim lesimcha – einen guten Jom Tow!

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