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FRAGEN zu und WENN WIR BENTSCHEN – Parascha Ekew

Birkat Hamason

FRAGEN zu und WENN WIR BENTSCHEN

FRAGE 1.

Wir waschen unsere Hände vor der Mahlzeit. Müssen wir auch nach der Mahlzeit die Hände waschen?

DIE ANTWORT:

Viele sind bezüglich des Händewaschen nach der Mahlzeit sehr flexibel. Dieses Händewaschen nach der Mahlzeit nennt sich Majim Acharonim (das Wasser hinterher), aber es empfiehlt sich, es doch zu machen. Du benötigst nur bis zum zweiten Fingergelenk zu waschen. Du lässt das Wasser, bevor Du Dir die Hände abtrocknest, hiervon herunter tropfen. Derjenige, der vorbetet (also vorbentscht und die nach-Beracha über eine Brotmahlzeit spricht), wäscht seine Finger mit diesem Hinterher-Wasser als Erster. Es ist jedoch kein yekkische, kein holländischer und kein deutscher Brauch, um mit diesem Hinterher-Wasser zu waschen.

FRAGE 2.

Wie geht man mit diesem Hinterher-Wasser um?

DIE ANTWORT:

Du sollst Deine Finger nicht über den Bereich waschen, über den Menschen gehen, da ein Ru’ach Ra’a, ein negativer Geist, auf diesem Wasser ruht. Du wäschst Deine Finger über ein Gefäß oder unter dem Tisch, wo niemand geht. Du trocknest Deine Hände ab und sprichst anschließend das Birkat Hamason, das Bentschen. Du unterbrichst nicht zwischen dem Waschen und dem Birkat Hamason.

FRAGE 3.

Wie geht das Bentschen vor sich?

DIE ANTWORT:

Du entfernst nicht die Tischdecke und das Brot, bevor Du gebentscht hast. Das Brot liegt, während Du bentschst, auf dem Tisch, um zu zeigen, dass wir von HaSchem einen Überfluss erhalten haben, genügend um zu essen und dazu, davon etwas noch übrig zu lassen, so, wie Elischa zu seinem Bediensteten sprach (II Könige, 3:43): Denn so sprach HaSchem: „Iss und lasse noch etwas übrig“. Und auch, da die Beracha, der Segen, nicht auf einer Leere beruht, sodass die Beracha auf etwas beruht, wie Elischa zur Frau von Owadja sprach (II Könige 4:2): „Was hast Du in Deinem Haus?“.

FRAGE 4.

Müssen die Messer während des Bentschen vom Tisch entfernt worden sein?

DIE ANTWORT:

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Es ist Minhag, also Brauch, die Messer vom Tisch zu entfernen, bevor Birkat Hamason gesprochen wird, oder aber sie zu zu decken, denn der Tisch ähnelt dem Altar. Über den Altar wird gesagt (Devarim 27:5): „Du sollst kein Eisen darüber stehen oder kommen lassen“. Eisen verkürzt das Leben des Menschen, während der Altar das Leben des Menschen verlängert. Es ist nicht angebracht, um etwas, dass das Leben verkürzt, für etwas zu nutzen, dass das Leben verlängert. Der Tisch verlängert das menschliche Leben und verzeiht seine Sünden, indem Gäste eingeladen werden, denn groß ist der Verdienst der Gastfreundlichkeit, mit dem man die Schechina ins Haus holt (B.T. Sanhedrin 103b).

An vielen Orten ist es Brauch, die Messer an Schabbat oder an Jom Tov nicht zu zu decken. Werktags bedeckt man sie, da sie das Symbol für die Kräfte von Esav sind, aber an Schabbat und Jom Tov haben der Satan und die bösen Mächte keine Kraft. Ein Minhag Jisraejl, ein anerkannter Brauch, gilt als Gesetz.

FRAGE 5.

Über welche Menge Brot muss man Bentschen?

DIE ANTWORT:

Auch wenn Du nur ein Kesajit Brot (gleich einem halben Ei) gegessen hast, hast Du Birkat Hamason zu sprechen.

FRAGE 6.

Musst oder sollst Du auch Bentschen, wenn Du gehst oder läufst?

DIE ANTWORT:

Man spricht das Birkat Hamason und das Bentschen nicht stehend oder beim Gehen/Laufen, sondern nur sitzend. Und selbst wenn Du in Deinem Haus hin und her läufst, während Du isst, oder wenn Du standest oder gelegen hast: wenn Du das Birkat Hamason sprichst, setzt Du Dich, um Dich besser konzentrieren zu können. Du lehnst Dich dabei nicht an, denn das wäre arrogant, sondern Du sitzt. Du ziehst Dich anständig an, Du setzt einen Hut oder passende Kopfbedeckung auf, aus Ehrerbietung und Achtung vor dem Himmel. Du sprichst das Birkat Hamason mit Achtung und Ehrfurcht. Du machst nichts anderes, während Du bentschst.

FRAGE 7.

Was ist Birkat Hasimmun (Mesuman-Bentschen, Vorbentschen)?

DIE ANTWORT:

Drei Menschen (oder mehr), die zusammen gegessen haben, müssen Simmun Bentschen, etwas Extra’s vor dem Bentschen sprechen. Es ist eine Mitzwa, über einen Becher zu Bentschen. Wenn es möglich ist, machst Du das so schön wie möglich und bentscht über einen Becher Wein. Wenn das nicht mit Wein möglich ist, nimmt man Bier oder Honigwein oder Branntwein, wenn das alles nur Chamar Medina ist, das starke Getränk des Landes, ein Getränk, dass man einem nicht durstigen Gast vor setzt. Das soll bedeuten: wenn ab der Stadt innerhalb eines Tagesabstandes zu Fuß kein Wein wächst und dadurch dieser sehr teuer wird, dann trinkt man, was man dort an statt Wein zu trinken gewohnt ist. Einige sagen, dass selbst ein Einzelner Birkat Hamason über einen Becher Wein spricht. Diejenigen, die es ganz genau nehmen, halten den Becher, wenn sie allein Bentschen, nicht fest, sondern stellen ihn vor sich auf den Tisch. Man positioniert zuerst den Wein und wächst sich anschließend die Hände.

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