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Jehuda zur Abschreckung – Parascha Wajechi

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Jaakow Awinu bestimmt in seinen letzten Worten an seine Söhne Jehuda zum zukünftigen König aller Stämme.Er beschreibt ihn als Löwe. Aber es scheint, dass es nicht (nur) die Stärke ist, die er besaß, sondern eine andere Eigenschaft, die ihn für das Königtum qualifiziert…. 

גּ֤וּר אַריֵה֙ יְהוּדָ֔ה מִטֶּ֖רֶף בְּנִ֣י עָלִ֑יתָ כָּרַ֨ע רָבַ֧ץ כְּאַרְיֵ֛ה וּכְלָבִ֖יא מִ֥י יְקִימֶֽנּוּ׃”Juda ist ein Löwenkind;Auf Beute, mein Sohn, bist du gewachsen.Er hockt und legt sich hin wie ein Löwe,wie eine Löwin – wer wagt es, ihn zu wecken?

In der politischen Welt, in der wir heute leben, hat es seit fast 80 Jahren keinen “Weltkrieg” mehr gegeben. Dies wurde nicht durch Kämpfe erreicht, sondern durch das, was in den 1960er Jahren als “Abschreckung” bekannt wurde – eine Situation, in der die beiden wichtigsten Supermächte so mächtig sind, dass ein großer Krieg beide zerstören würde.Die Lektüre der obigen Pesukim (Verse) legt nahe, dass Jaakow Awinu Jehuda nicht nur wegen seiner Fähigkeiten auswählte, sondern auch wegen der Tatsache, dass seine bloße Existenz Feinde davon abhalten würde, seine Streitkräfte herauszufordern.

Jehuda – wird gewählt. Die bevorzugte Wahl sind nicht Schimon und Levi, denen es gelang, die Einwohner von Sichem (Nablus) in einem kurzen, aber wirkungsvollen Überfall zu überwältigen. Sie waren die “Mächtigen”, die ihre Kraft einsetzten.Jehuda wäre der Mächtige, der andere Nationen durch Überlegenheit und Abschreckung vom Krieg abhält. 

Macht – in diesem und vielen anderen Fällen – ist nicht dazu da, um in erster Linie genutzt zu werden, sondern um andere davon abzuhalten, sie zu nutzen….   

Mit freundlicher Genehmigung von Rav Biberfeld von Tschortkov, London

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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