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Parascha der Woche für Kinder – Parascha Dewarim

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Parascha der Woche für Kinder – Parascha Dewarim

DAS JÜDISCHE VOLK UND DIE AMMONITER

Liebe Kinder,

Wir erzählen euch nun eine Geschichte aus dem fünften Buch der Thora: Devarim. Das jüdische Volk befand sich auf einer Reise nach Israel und lebte vorerst in der Wüste.

Haschem (G’tt) sagte zu Mosche: „Nun zieht Ihr bei Ar entlang des Gebietes von Moav. Ihr gelangt dann in die Nähe der Ammoniter. Seid ihnen gegenüber nicht feindselig eingestellt und fordert sie nicht hinaus, denn vom Gebiet der Ammoniter gebe Ich Euch nichts; Ich habe es den Kindern von Lot als Erbgut vermacht.“ (Devarim/Deut.2:18 und weiteres).

Einen kleinen Anlass für Pogrome suchen

Dreihundert Jahre später sandte der Richter Jiftach (siehe Richter 11:12 und weiter) eine Abordnung zum König der Ammoniter mit der Frage, wieso er dazu käme, das Jüdische Volk auf ihrem eigenen Territorium anzugreifen.

Fälschung der Geschichte

Jiftachs Antwort war klar: “Sie verdrehen die Tatsachen”. Der König von Ammon verfälschte die Geschichte (er verfälschte die wirklichen Ereignisse, um sein Recht zu bekommen).

Der König von Ammon antwortete Jiftach, dass dieses dadurch erfolgte, da die Bnej Jisraejl (die Israeliten), als sie aus Ägypten hinauszogen, Gebiete der Ammoniter erobert hätten und zwar das gesamte Gebiet ab dem Fluss Arnon bis zum Fluss Jabbok und dem Fluss Jordan. Der König von Ammon wollte diese Gebiete sofort ohne wenn und aber zurückhaben.

Die wahren Fakten

Die Antwort von Jiftach war deutlich. Der König von Ammon würde Geschichtsfälschung betreiben: „Wir haben nie Gebiete der Moabiter oder der Ammoniter an uns genommen! Es hat sich jedoch wie folgt zugetragen: als die Bnej Jisraejl (die Juden) Ägypten verließen, sandten sie eine Abordnung zum König von Edom mit der Bitte, ob sie durch sein Land ziehen dürften und dem König von Moav wurde derselbe Wunsch vorgelegt, aber auch er willigte hier nicht ein.

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Anschließend schickten die Bnej Jisraejl Gesandte nach Cheschbon, zum König Sichon der Emorieter. Sie baten ihn, er möchte sie über den Bereich seines Landes in ihr eigenes Land ziehen lassen.

Sichons gesamte Armee siegt

Sichon traute den Bnej Jisraejl jedoch nicht, zog ein großes Heer zusammen und griff Israel an. Sichon wurde mit seiner gesamten Armee durch Israel, mit der Hilfe G“ttes, geschlagen und das Jüdische Volk nahm das gesamte Gebiet der Emoriter in seinen Besitz: das gesamte Gebiet ab dem Arnon bis zum Jabbok und ab der Wüste bis an den Jordan“. Ende des Zitates (Jiftach besiegte die Ammoniter letztendlich mit deren zerschmetternder Niederlage).

König Sichon hatte lange vorher den Ammoniten das gesamte Gebiet erobert

Was war geschehen? Ganz lange zurück – viel früher, bevor die Bnej Jisraejl vorbeikamen und um Durchlass baten – hatte Sichon dieses gesamte Gebiet von den Ammonitern erobert. Dreihundert Jahre später, nachdem er die Juden nicht durch sein Land hatte ziehen lassen, hegte der König der Ammoniter noch Ansprüche gegen die Bnej Jisraejl.

Typische antisemitische Denkart

Die Ammoniter werden durch unterschiedliche Erklärer als ein Beispiel einer typischen antisemitischen Denkart benannt. Man sucht ein kleines Problem in Bezug auf die Bnej Jisraejl und damit werden die schlimmsten Anschuldigungen, Pogrome und Dekrete, also gesetzliche Erlasse, verknüpft.

Leider ist diese antisemitische Denkweise in der Geschichte weit verbreitet. Heute projiziert sie sich in der Überzeugung, dass die Welt ohne den Staat Israel keine Probleme hätte.

Glücklicherweise gibt es immer noch vernünftige Menschen in dieser Welt, die einen klareren Blick auf die Realität haben, Gott sei Dank.

Deshalb waren wir früher nicht die besten Freunde der Ammoniter. Aber HaSchem sagte: “Selbst wenn man sie nicht immer mag, sollte man sie nicht angreifen und unfreundlich zu ihnen sein”!

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