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Der Ablauf des Synagogen-Gottesdienstes an Simchat Tora

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Der Ablauf des Synagogen-Gottesdienstes an Simchat Tora

Simchat Tora

Das Wort »Simcha« bedeutet im Hebräischen Freude. Die wörtliche Übersetzung von Simchat Tora lautet »Freude am Gesetz«. An Simchat Tora feiern wir die Tora, das Eigentum des jüdischen Volkes. An diesem Tag beenden wir den Zyklus der Toralesung und beginnen sofort auch von Neuem mit der Lesung aus dem 1. Buch Mose.

Wir freuen uns das ganze Jahr über die Tora, unser Gesetz, denn unser Gesetz ist G’ttes Gesetz. Deshalb feiern wir es am Abschluss des Lesezyklus, tanzen mit unseren Gesetzrollen und machen aus unserer guten Stimmung kein Hehl. Alle Torarollen in der Synagoge werden sieben Mal in einer Prozession getragen. Auch die anwesenden Kinder nehmen daran teil, indem sie Fähnchen oder Miniaturschriftrollen tragen. 

LESUNGEN In einigen Gemeinden wird danach noch der letzte Teil der Tora (5. Buch Mose 33) mit dem Segen Mosches gelesen: »Dies ist der Segen, mit dem Mosche, der Mann G’ttes, die Kinder Israel vor seinem Tod segnete.«

Schließlich heißt es dort: »Deine Feinde werden dir huldigen, und du wirst auf ihren Höhen einherschreiten.« Drei Beter werden zu dieser besonderen Lesung des Textes aus der letzten Parascha der Tora aufgerufen.

Beim Morgeng’ttesdienst an Simchat Tora werden drei Torarollen aus der heiligen Lade genommen – normalerweise nach der Prozession mit allen Torarollen.

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An Simchat Tora werden die Kinder in der Synagoge mit Süßigkeiten beschenkt.

Aus der ersten Torarolle lesen wir den letzten Teil der Tora, danach geht es weiter mit der zweiten Torarolle, aus der wir die Paraschat Bereschit, die Schöpfungs­geschichte, lesen bis hin zur Erschaffung des Schabbats (1. Buch Mose 1). Das bedeutet, dass die Tora niemals endet und bis zum Ende aller Zeiten fortbesteht. Zur Lesung aus der dritten Torarolle wird der Maftir aufgerufen – der Mann, der aus dem ersten Buch Jehoschua, dem ersten Buch aus den »Neviim«, den Propheten der Hebräischen Bibel, liest.

Das Ende und der Anfang der Tora werden von zwei »Chatanim« gelesen, dem Chatan Tora (Bräutigam der Tora) und dem Chatan Bereschit (Bräutigam der Schöpfung). Die beiden Bräutigame und viele andere G’ttesdienstbesucher beschenken die Kinder mit Süßigkeiten.

Fröhlichkeit Am Abend, zu Beginn von Simchat Tora, werden die beiden Bräutigame vom Rabbiner feierlich in ihre Ämter einberufen, begleitet von viel Humor und Scherzen. Simchat Tora ist pure Fröhlichkeit, die Freude an der Tora, die wir ein Jahr lang studiert und gelesen haben.

Am Morgen werden alle Erwachsenen an die Bima gebeten, um einen Teil aus der Tora mitzulesen. Wenn viele Menschen anwesend sind, kann gleichzeitig aus mehreren Schriftrollen an verschiedenen Stellen in der Synagoge gelesen werden. Gegen Ende wird die Lesung dann für die Kinder aufgehoben. Sie kommen dann alle auf das Podium, wo vier Erwachsene einen Tallit über sie ausbreiten. Alle erhalten einen Segen, und die Kinder bekommen noch einmal Süßigkeiten.

Simchat Tora steht im Zeichen der Freude und Beständigkeit. Wir schließen niemals mit der Tora ab, denn dieses Gesetz ist das Fundament des jüdischen Volkes. Der Ablauf des Synagogen-Gottesdienstes an Simchat Tora

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