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Der Monat Nissan

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בסייד

FREIHEIT ALS BEGINN DER EXISTENZ UNSERES VOLKES

Ein Gedanke des Tchotkov Rav aus London

Wir lasen am vergangenen Schabbat, Schabbat Rosch Chodesch Nissan;

  ויאמֶר ה אֶל-מֹשֶׁ֣ה וְאֶֽל-אַהֲרֹ֔ן בְּאֶ֥רֶץ מִצְרַ֖יִם לֵאמֹֽר׃ 

  הַחֹ֧דֶשׁ הַזֶּ֛ה לָכֶ֖ם רֹ֣אשׁ חֳדָשִׁ֑ים רִאשׁ֥וֹן הוּא֙ לָכֶ֔ם לְחָדְשֵׁ֖י הַשָּׁנָֽה׃ 

G’tt sagte zu Mosche und Aharon im Land Ägypten: “Dieser Monat soll für euch der Anfang der Monate sein; er soll für euch der erste der Monate des Jahres sein”.  

Dies war die erste Mizwa (das erste Gebot), die uns als Volk gegeben wurde. Seit etwa 3334 Jahren ist der erste Monat eines jeden Jahres der Monat Nissan (April).

Wäre es nicht angemessener, einen neuen Kalender mit dem Monat zu “beginnen”, in dem wir die Tora erhalten haben (Sivan, Juni), als wir “offiziell” ein Jüdisches Volk wurden?

Vielleicht können wir Folgendes sagen: Es ist ein Hinweis darauf, wie wichtig die Freiheit im Zusammenhang mit uns als Volk ist. Der zitierte Vers beginnt mit der ausdrücklichen Feststellung, dass es “im Land Ägypten” gesagt wurde.

Es ist, als ob die Tora die Verbindung zwischen diesem “neuen” Monatskalender und der Tatsache, dass sie Ägypten in diesem Monat verlassen haben, hervorhebt. 

Freiheit war und ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass ein Volk zu einer Nation werden kann und in der Lage ist, den gesamten Kodex der Tora mit den 613 Mizwot zu empfangen, zu verarbeiten, zu studieren, sich anzueignen und zu erfüllen. 

In der Tat, die zweite Phase der Freiheit, der Einzug in das Land Israel, fand 40 Jahre später ebenfalls im Monat Nissan statt.

Und so zählen wir bis heute unseren jährlichen Monatszyklus ab dem Monat Nissan.

Chodesch Tov und ein koscheres Pessachfest!

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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