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DIE LEITUNG VON MOSCHE – Parascha Schmot

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“Aber Mose sagte zu G’tt: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen sollte?”

(Ex. 3:11)

Das Ende des Leidens der Juden nahte. Ihre Rettung war auf fünf Faktoren zurückzuführen: ihr Elend, ihre Teshuwa (Reue), die Verdienste ihrer Vorfahren, G’ttes Mitleid und das Kommen des vorhergesagten Enddatums der Sklaverei.

Obwohl vierhundert Jahre Sklaverei prophezeit worden waren, waren die zweihundertzwanzig Jahre der Unterdrückung so hart gewesen, dass sie vierhundert Jahre zählte.

Moshe sah die wunderbare Vision des brennenden Dornbusches, ein Symbol des jüdischen Volkes. Obwohl es ständig brennt, geht es nie verloren und wird nicht verdaut.

Um Moshe nicht zu erschrecken – denn er war noch nicht mit prophetischen Offenbarungen vertraut – hatte G’tt mit der Stimme seines Vaters zu ihm gesprochen. “Ich bin nicht dein Vater, hatte G’tt ihn genannt, aber ich bin das G’tt deines Vaters und das G’tt von Awraham, Yitzchak und Yaakov.

Moshe verstand sofort, dass sein Vater gestorben war, denn G’tt verband seinen Namen nie mit lebenden Menschen. Moshe’s Trauer wurde jedoch durch die Tatsache aufgehoben, dass sein Vater Amram im selben Atemzug wie Awraham, Yitzchak und Yaakov erwähnt wurde.

Moshe lehnte den Auftrag ab. Er wollte, dass G’tt selbst das jüdische Volk rettet. Sechs Tage lang versuchte G’tt, Moshe davon zu überzeugen, die Führung anzunehmen. Am siebten Tag sagte Moshe: “Wäre es nicht besser, Aharon zum Führer zu ernennen? Durch diese Ablehnung verlor Moshe das Recht auf Kehoena, die Koheenschap. Aharon wurde an seiner Stelle koheen ein Gadol – der Hohepriester.

Aber trotzdem: Was für eine unvorstellbare Bescheidenheit! Wenn wir die Präsidentschaftswahlen hier oder in Amerika – lehawdiel – mit Moshes Haltung vergleichen, stellen wir fest, dass ein wahrer jüdischer Führer keine vagen Versprechungen und Selbstverherrlichungen macht, keine zweite Stimme verlangt und keine Popularitätsumfragen durchführt.

Wahre Führung ist Bescheidenheit und Opfer.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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