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	<title>Familie Archive - Judentum</title>
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	<description>Jüdisch Leben nach Torah und Gesetz</description>
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		<title>Intime Beziehungen: Sexualität im Judentum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dovid Moische]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Nov 2023 08:33:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus dem Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Für Ehepaare]]></category>
		<category><![CDATA[Interessantes im Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[Schalom Bait]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Einstellung des Judentums zu intimen Beziehungen zwischen einem Mann und einer Frau In diesem Artikel befassen wir uns mit der generellen Haltung der Tora zum Intimleben von Ehepaaren. Wir behandeln allgemeine Themen in diesem Bereich und werden spezifischere Themen, die tiefere Einblicke in das Erlaubte und Verbotene bieten, in späteren Artikeln mithilfe Gottes besprechen. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/intime-beziehungen-sexualitaet-im-judentum/">Intime Beziehungen: Sexualität im Judentum</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Die Einstellung des Judentums zu intimen Beziehungen zwischen einem Mann und einer Frau</h2>
<p>In diesem Artikel befassen wir uns mit der generellen Haltung der <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> zum Intimleben von Ehepaaren. Wir behandeln allgemeine Themen in diesem Bereich und werden spezifischere Themen, die tiefere Einblicke in das Erlaubte und Verbotene bieten, in späteren Artikeln mithilfe Gottes besprechen.</p>
<h3>Wo liegt das Problem?</h3>
<p>Wenn ein junger Baal Tschuwa (jemand, der zum Gottesgesetz zurückkehrt), nennen wir ihn <a href="https://judentum.online/abraham-avraham-vorvater-des-judischen-volkes-ausfuehrliche-biographie/">Abraham</a>, im Begriff ist, eine Familie zu gründen, steht er in der Regel wie jeder andere vor vielen Herausforderungen in seinem zukünftigen Eheleben. Aber eine davon ist besonders. Die Sache ist die, dass Abraham dieses Leben nicht bei Null anfängt, sondern seine Vergangenheit mitschleppt, in der sich schon viel angesammelt hat. Da gibt es unzüchtige Erfahrungen, obszöne Fantasien, egoistische Wünsche &#8230; Was soll man damit machen? Es gibt diejenigen, die nichts tun. Ich habe Tschuwa (Rückkehr) gemacht, aber nicht in allen Bereichen. Das heißt, in diesem speziellen Bereich geht das Leben ohne Veränderung und ohne Kopf&#8230;.</p>
<p>Und es gibt diejenigen, die im Gegenteil, wie Abraham, der das Gefühl hatte, dass die Vergangenheit wie Schmutz sie bedeckt und verfolgt, sich reinigen wollte, in die Yeschiwa (Toraschule) ging und dort in die <a href="https://judentum.online/mikwe-funktionisweise-des-ritualbads/">Mikwe</a> der Tora eintauchte. Und dann kann es passieren, dass er plötzlich anfängt, alles, was mit dem Intimleben zu tun hat, als eine erzwungene Gewalt gegen sich selbst zu sehen. Abraham kam aus einer Welt, in der alles erlaubt war und es keine Grenzen des Anstands gab, und nun muss er in die Welt der <a href="https://judentum.online/was-ist-heiligkeit-im-judentum/">Heiligkeit</a> wechseln, in der alles verboten ist. Und wenn man Abraham fragt, woher dieses Verständnis kommt, wird er selbstbewusst auf Zitate aus dem Talmud und Midraschim verweisen, die davor warnen, sich vor körperlicher Lust zu hüten&#8230; Abraham möchte unbedingt heilig sein, wie die Tannaim und Amoraim.</p>
<h3>Mündliche Tora</h3>
<p>Aber leider ist es eine wenig bekannte Tatsache, dass alles, was die intimen Beziehungen in einer jüdischen Familie betrifft, nirgendwo aufgeschrieben ist! Es ist eine mündliche Tora, die von Generation zu Generation weitergegeben wird, und jedes Brautpaar erfährt es am Tag vor der <a href="https://judentum.online/hochzeit-in-judischer-tradition/">Hochzeit</a> von speziellen Tutoren. Und was geschrieben steht, kann in der Regel zu Missverständnissen führen.</p>
<p>Außerdem betonen leider viele derjenigen, die sich vor der Hochzeit mit baalei tschuwa beraten, ohne die großen Rabbiner zu konsultieren, nicht, was erlaubt, sondern was verboten ist. Sie versuchen, die Reinheit der zukünftigen Familie zu schützen, aber sie berücksichtigen nicht ihre innere Welt, in der ein enormer Anstieg der Spiritualität sie bereits dazu ermutigt hat, intime Beziehungen als eine erzwungene Sünde und die Frau als deren Quelle zu betrachten.</p>
<p>Und in der Regel haben viele Familien nicht einmal eine solche Anleitung erhalten. Daher bauen sie ihre Beziehungen auf, wobei sie sich nicht auf die Gebote der Tora, sondern hauptsächlich auf intuitive Wünsche und allgemeine Überlegungen stützen. Und entweder schämen sie sich zu fragen, oder es gibt niemanden, oder der Stolz der Männer erlaubt ihnen nicht zu fragen&#8230;.</p>
<p>Wie sieht die Tora die Beziehung zwischen Mann und Frau?</p>
<h3>Die Unantastbarkeit von Beziehungen</h3>
<p>Es heißt im Traktat Yoma (54, 1): &#8220;&#8230; als das Volk Israel zu den Festen  kam, öffnete man den Vorhang  vor ihnen und zeigte ihnen die Kruvim , die einander nahe waren. (RASHI kommentiert: kruvim &#8211; aneinander geschmiegt, einander haltend und umarmend wie Ehemann und Ehefrau) .</p>
<p>Und sie sagen zu ihnen: &#8220;Ihr seht, eure Bindung an G-tt ist so teuer wie die Bindung zwischen Mann und Frau. Deshalb wird das Allerheiligste des Tempels, der Ort, an dem sich das Wesen der Bindung zwischen dem Volk Israel und G-tt manifestiert, das Schlafzimmer genannt (Mlachim Bet 11,2).</p>
<p>Es heißt im Buch <a href="https://judentum.online/was-ist-kabbala/">Zohar</a> (Vayikra, Kdoshim): &#8220;&#8230;G-tt ruht und verweilt nur in Einem (Einheit) &#8230; Wann wird  eins (Enheit) genannt? Wenn sie  ein Mann und eine Frau sind, und er mit höchster Heiligkeit geheiligt ist, denn seine Absicht ist es, sich selbst zu heiligen. Und siehe, wenn ein Mensch in der Einheit bleibt &#8211; Mann und Frau  eins &#8211; und die Absicht hat, sich zu heiligen, wie es sich gehört, dann ist er ein ganzer Mensch und wird eins genannt, ohne Makel.&#8221;</p>
<p>Aus diesen und zahlreichen anderen Quellen in der Tora lernen wir, dass gerade in diesem sehr, sehr körperlichen Akt die Gegenwart des Schöpfers, die Heiligkeit und Reinheit liegen kann.</p>
<p>Und kein Mensch auf der Welt wäre auf eine solche Idee gekommen, wenn der Schöpfer sie uns nicht offenbart hätte. Niemand außer G-tt selbst könnte dem Menschen den Weg zum Geistigsten durch das Körperlichste zeigen und ihm an der Stelle, an der der Mensch zum Tier werden kann, die Möglichkeit geben, ein <a href="https://judentum.online/haben-engel-die-freie-wahl-zwischen-gut-und-boese/">Engel</a> zu werden.</p>
<p>Außerdem muss dieser Akt von einem natürlichen Erwachen der Leidenschaft des Körpers und der Freude der Seele begleitet sein. Wie der Hazon Ish am Ende von Igeret Hakoidesh schrieb, &#8220;&#8230; in der Bindung, in der es keine große Lust, Liebe und Verlangen gibt, gibt es keine Gegenwart des Schöpfers.&#8221;</p>
<p>Dies ist eine völlig andere, revolutionäre Sichtweise auf intime Beziehungen. Schließlich fürchtet derjenige, der aus der Welt der Freizügigkeit kommt, mehr als jeder religiöse <a href="https://judentum.online/was-ist-die-etymologie-des-wortes-jude/">Jude</a> jede Manifestation der Lust, sodass er leicht zu dem Schluss kommen kann, dass der Weg der Tora der Weg der Askese und der Vermeidung der Verbindung mit seiner Frau ist, und darin die Heiligkeit sieht, von der die Weisen schreiben. Aber wenn man sich der Tora zuwendet und sie sorgfältig studiert, stellt man fest, dass die Heiligkeit (kdusha) durch den körperlichen Akt erreicht wird, aber &#8230; in Übereinstimmung mit all den Regeln, Details und Grenzen, die G-tt festgelegt hat, nicht der &#8220;Ehemann&#8221;. Wir müssen es nur herausfinden &#8230;</p>
<h3>Religiöse Verpflichtung</h3>
<p>Das erste, was man also zutiefst begreifen muss, ist, dass die Tora intime Beziehungen zu seiner Frau als <strong>religiöse Pflicht</strong> des Ehemannes betrachtet! Das klingt ein bisschen seltsam, ist aber gar nicht so schwer zu verstehen.</p>
<p>Ein Ehemann hat es einmal gut formuliert. Ich werde seine Worte unter Beachtung der Zensurregeln paraphrasieren:</p>
<p>&#8220;Bevor ich heiratete, drehten sich meine Gedanken immer um Frauen. Ich war bereit, meiner zukünftigen Frau meine ganze Aufmerksamkeit zu schenken &#8230; Aber Sie werden mir nicht glauben, sobald ich geheiratet habe, ist das alles verschwunden. Es ist nicht so, dass ich mich nicht zu meiner Frau hingezogen fühle, das tue ich, aber irgendwie ist es eine Last. In der Regel bin ich müde, ich habe genug Sorgen, irgendwie habe ich keine Zeit für sie &#8230;&#8221;.</p>
<p>Ohne auf die Natur dieses Phänomens einzugehen, fassen wir zusammen. Wenn ein junger Mann heiratet, verpflichtet ihn die Tora, seiner Frau gegenüber in drei Beziehungsbereichen verantwortlich zu sein: Er muss sie ernähren, kleiden und verpflichtet sich, die Regeln des Intimlebens einzuhalten, das nennt man &#8220;Mitzvah Ona&#8221;. Im Buch Mishneh Torah (Yishut, 14, 7) sagt RAMBAM: &#8220;Es ist für einen Ehemann verboten, die Mitzwa &#8216;ona&#8217; nicht zu beachten&#8221;, und wenn er dagegen verstößt und es vermeidet, um sie zu verärgern, hat er das Verbot der Tora verletzt&#8230;. Der Shulhan Aruch (Even Ha&#8217;ezer 76:11) legt das Gesetz auf die gleiche Weise fest.</p>
<p>Es stellt sich heraus, dass das Gebot der Intimität zwischen Ehemann und Ehefrau dem Ehemann nicht nach seinem persönlichen Ermessen und seiner Laune gegeben wird, sich nicht auf sein Verlangen bezieht (Möglichkeiten werden berücksichtigt), sondern von der Verpflichtung spricht, die die Tora ihm auferlegt hat. Das heißt, es handelt sich nicht um eine erzwungene Handlung, die davon ablenkt, G-tt zu dienen und die Mitzwot zu erfüllen, sondern es ist die Mitzwa selbst, und darin manifestiert sich der Dienst an G-tt!</p>
<h3>Bestrafung der Ehefrau</h3>
<p>Es mag sich lohnen zu verstehen, warum die Gesetze der Tora dem Ehemann so streng befehlen, für die körperlichen Bedürfnisse seiner Frau zu sorgen. Wenden wir uns dem Anfang der Schöpfung zu. Nachdem Adam und Havah gesündigt hatten, wurden sie und die ganze Welt von G-tt verflucht. Die erste Frau wurde mit einem seltsam anmutenden Fluch belegt: &#8220;Und deinem Mann soll deine Lust gehören, und er soll über dich herrschen&#8230;&#8221; (Bereschit 3:16). Wo liegt hier der Fluch? Ist die Leidenschaft für den Ehemann ein Fluch? Und für wen ist sie geschaffen? RASHI kommentiert dies: &#8220;Die Begierde nach dem Ehemann ist eine Begierde nach intimen Beziehungen, und trotzdem wird die Frau nicht in der Lage sein, diese Begierde direkt gegenüber ihrem Mann auszudrücken, und er wird die Herrschaft haben; alles wird von ihm kommen, nicht von ihr&#8221;. Das erklärt der MAARAL in Gur Aryeh: &#8220;Das ist der Fluch, man wird zum Ehemann hingezogen, aber offen zu fordern, kann sie nicht.&#8221; Und selbst in unserem fortgeschrittenen Alter bleibt dieser Fluch auf der modernen Frau bestehen. Wenn der Ehemann seiner Frau keine intime Aufmerksamkeit schenkt, betrachten die Weisen dies als Folter für sie.</p>
<p>Leider gehen viele Ehemänner davon aus, dass, wenn er nach einem anstrengenden Tag des Studiums oder der Arbeit und des Studiums müde nach Hause kommt, seine Frau seinen Wunsch verstehen wird, sich auszuruhen und Kraft für den nächsten Tag zu sammeln. Aber weiß sie denn nicht, dass die Tora an erster Stelle steht? Liebe Ehemänner! Eure Frauen verzeihen euch nicht, verstehen euch nicht und akzeptieren euch nicht (bis auf Ausnahmen von der Regel). Für sie ist es eine Folter. Die Tora betrachtet es als Folter. Genau die Tora, die Sie lehren. Deshalb betrachten die Weisen die Umgehung der ehelichen Pflicht als ein Verbrechen, als eine grobe Verletzung der Gesetze der Tora.</p>
<h3>Die allgemeinen Bestandteile der Mitzwa</h3>
<p>Der Ehemann ist also verpflichtet, die &#8220;Mitzwa Ona&#8221; einzuhalten. Wie bereits erwähnt, ist es nicht üblich, im Detail zu beschreiben, was mündlich überliefert wird, aber ein paar notwendige Anforderungen können kurz erwähnt werden.</p>
<p>Da das Verlangen der Frau nach ihrem Mann natürlich ist und seit der Zeit von Havah in ihr verankert ist, wird vom Ehemann nur verlangt, dass er dieses Verlangen nicht durch seine Unaufmerksamkeit, Unhöflichkeit oder seinen Zorn stört. Und wenn die Frau dieses Verlangen nicht hat, muss der Ehemann überprüfen, was er bereits getan hat, und es korrigieren. Und nicht nur &#8220;nicht zu verderben&#8221; wird der Ehemann von den Weisen verpflichtet, sondern vor der eigentlichen Handlung besondere Aufmerksamkeit und Liebe zu zeigen. Außerdem ist man verpflichtet, dies den ganzen Tag über zu tun, da man sonst gegen die Bestandteile der Mitzwa verstößt. (Siehe Bach auf Tur, Orach Chaim, Kap. 280, zu den Worten: &#8220;Sei vorsichtig bei der Ausführung der Mitzwa Ona&#8221;).</p>
<p>Außerdem ist zu erwähnen, dass der Tag, an dem die Frau in die Mikwe gehen soll, ein besonderer Tag in der Familie sein sollte. Es ist der Hochzeitstag und die Erneuerung aller Beziehungen. Wie wichtig ist es, zu Hause eine romantische und intime Atmosphäre zu schaffen, die Telefone auszuschalten, Dinge zu kaufen oder zu kochen, die Intimität und Liebe fördern können. Rav Elijaschiw stellt fest, dass der Ehemann an diesem Tag verpflichtet ist, auf sich selbst aufzupassen und nicht müde und nervös zu sein, damit die Mitzwa, <a href="https://judentum.online/was-ist-der-name-von-gott-im-judentum/">Gott</a> bewahre, nicht aufgehoben wird.</p>
<p>Daher betrachtet die Tora einen Ehemann, der in dieser Nacht eingeschlafen ist, als einen Verbrecher, der seinen Egoismus gleichzeitig mit &#8220;Rechtschaffenheit&#8221; bedeckt&#8230;..</p>
<h3>Private Details</h3>
<p>Die Weisen verpflichteten den Ehemann, zu wissen, was im Herzen der Frau vorgeht, aber in Anbetracht der Tatsache, dass nicht alle Ehemänner dazu in der Lage sind, überließen sie die Häufigkeit und Quantität der ehelichen Beziehungen weder der Macht seiner &#8220;Heiligkeit&#8221; noch der Macht seiner Lustausbrüche, sondern bestimmten jeden nach seinem Beruf.</p>
<p>Einerseits ermahnten sie die Ehemänner, nicht wie &#8220;Hahn und Henne&#8221; mit ihren Frauen zusammen zu sein, nicht jeden Tag und nicht oft am Tag. Und auf der anderen Seite, in unserer Zeit, sogar &#8220;talmid haham&#8221; als &#8220;Schwerarbeiter&#8221;, d.h. zweimal in der Woche mindestens. So steht es im Gesetz der <a href="https://judentum.online/was-ist-mischna/">Mischna</a> Brurah (Biur Halacha, Kap. 240), und so schreibt es <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbi</a> Moshe Feinstein (Even Ha&#8217;ezer Kap. 3, 456). Der Steipler Gaon wies in seinem Brief darauf hin, dass &#8220;jemand, der sich auf einmal pro Woche beschränken möchte, anstatt zweimal, nahe daran ist, ein Verbot der Tora zu verletzen.&#8221; Zweimal ist die Norm, aber wenn ein Ehemann bemerkt, dass seine Frau romantisch lächelt und sich so anzieht, dass er ihr Aufmerksamkeit schenkt, dann ist der Ehemann sogar verpflichtet, entsprechend zu reagieren. Dies gilt zusätzlich zu den üblichen Verpflichtungen.</p>
<h3>Was ist mit &#8220;seid heilig&#8221;?</h3>
<p>Und die Heiligkeit, die Abraham so sehr sucht, findet sich, wie immer, an der schwierigsten Stelle, nämlich in der Reinheit der Absicht, mit der der eheliche Akt vollzogen wird. Die Weisen stellen fest, dass das Vergnügen des Ehemannes von selbst kommt, es ist also nicht der Zweck des ehelichen Aktes. Wenn der Ehemann also nicht darauf aus ist, die Mitzwa öfter zu begehen, als er sollte, und entschlossen ist, sich nur um den Genuss, die Befriedigung und das Vergnügen seiner Frau zu kümmern, dann ist das der größte Teil der Heiligkeit.</p>
<p>Wie Sie wissen, gibt es noch viele weitere Details, die hier nicht erwähnt werden können. Dies ist die mündliche Tora, deren Gesetze jeder jüdische Ehemann verpflichtet ist, sich ausschließlich von kompetenten Lehrern auf diesem Gebiet informieren zu lassen.</p>
<p>Wie viele Probleme zwischen Mann und Frau in den intimen Beziehungen &#8211; und damit auch in den seelischen Beziehungen &#8211; könnten vermieden werden, und auch Besuche bei Sexologen und Familientherapeuten könnten eingespart werden, wenn sie genau das erfüllen würden, was der Schöpfer befiehlt.</p>
<p>Maschinelle Übersetzung von der Seite <a href="https://judentum.online/bereschit-genesis-25-abschnitt-toldot-volltext-in-alter-uebersetzung-deutsch/">Toldot</a> (<a href="https://toldot.com/intimnayaZhizn.html">Link zum Original</a>)</p>

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		<title>Mikwe und der Zustand der &#8220;Nidah&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dovid Moische]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2023 15:23:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Für Ehepaare]]></category>
		<category><![CDATA[Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Karet]]></category>
		<category><![CDATA[Menstruation]]></category>
		<category><![CDATA[MIKWE]]></category>
		<category><![CDATA[Nidah]]></category>
		<category><![CDATA[Nidda]]></category>
		<category><![CDATA[Sex im Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[Sünde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Benutzung der Mikwe ist einer der wichtigsten Aspekte des jüdischen Ehelebens. Die Mikwe wird am häufigsten von Frauen benutzt, um sich nach ihrer Periode zu reinigen. Die Mikwe wird meist von verheirateten Frauen benutzt, manchmal aber auch von Mädchen. Nach der Definition in der Tora erwirbt eine Frau den Status der Nidah vom Beginn [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/mikwe-und-der-zustand-der-nidah/">Mikwe und der Zustand der &#8220;Nidah&#8221;</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Die Benutzung der Mikwe ist einer der wichtigsten Aspekte des jüdischen Ehelebens.</h2>
<p>Die <a href="https://judentum.online/mikwe-funktionisweise-des-ritualbads/">Mikwe</a> wird am häufigsten von Frauen benutzt, um sich nach ihrer Periode zu reinigen. Die Mikwe wird meist von verheirateten Frauen benutzt, manchmal aber auch von Mädchen.</p>
<p>Nach der Definition in der <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> erwirbt eine Frau den Status der <a href="https://judentum.online/die-heiligkeit-des-juedischen-ehelebens-teil-4/">Nidah</a> vom Beginn ihrer Menstruation bis zum Ende einer bestimmten Periode, die mit dem Eintauchen in die Mikwe endet. Die Tora beschreibt dies folgendermaßen ( Wajikra 15: 19): &#8220;Wenn bei einer Frau Blut aus ihrem Körper fließt, dann ist sie sieben Tage lang im Zustand der Nidah.&#8221; Wie wir im Folgenden sehen werden, dauert dieser Zustand an, bis die Frau in die Mikwe eintaucht.</p>
<h3>Was bedeutet das Wort &#8220;Nidah&#8221;?</h3>
<p>Das Wort nida ist von nadad abgeleitet, was so viel wie getrennt, losgelöst bedeutet. Das Wort weist darauf hin, dass eine Frau in diesem Status jeden körperlichen Kontakt mit ihrem Mann vermeiden muss. Es ist zu betonen, dass sich das Wort nida nicht auf den Menstruationszyklus bezieht, sondern auf die Notwendigkeit der &#8220;Trennung&#8221;. Eine Frau behält ihren Nida-Status bei, bis sie in das Wasser der Mikwe eintaucht, auch wenn der Blutfluss aufgehört hat. Die genauen Gesetze der Nidah sollten von einem orthodoxen Rabbiner oder der Ehefrau eines Rabbiners (Rebbetzin) direkt unterrichtet werden. Diese Gesetze beinhalten viele Details und variieren je nach Situation, jedoch sind sie derzeit nicht der Fokus unseres Artikels.</p>
<p>Die Tora verbietet einem Mann ausdrücklich den Geschlechtsverkehr mit einer Frau mit Nidah-Status. Wir finden dieses Gebot in dem folgenden Vers (Wajikra 18: 19): &#8220;Du sollst dich einer Frau während ihrer Nidah nicht in Unreinheit nähern (wenn sie sich in einem Zustand der Tumah befindet), um ihre Blöße zu enthüllen.</p>
<h3>Wie schlimm ist es die Ehebeziehung während der Menstruation und vor der Mikwe für Juden?</h3>
<p>Geschlechtsverkehr zwischen einem Mann und einer Frau, die sich im Zustand der Nidah befindet, gilt als sehr schwere Sünde. Die Tora sagt ( Wajikra 20: 18): &#8220;Wenn jemand sich zu einer Frau legt, die nidah ist, und ihre Blöße zeigt, werden beide aus ihrem Volk ausgerottet werden.&#8221; Der Ausdruck &#8220;vernichtet werden&#8221; oder genauer &#8220;abgeschnitten werden&#8221; bezieht sich auf die Strafe Karet, die auch demjenigen droht, der gegen das Verbot des Inzests zwischen Bruder und Schwester verstößt, der gegen die Verbote von Jom Kippur, gegen des Verbots der männlichen Homosexuellen Beziehungen verstößt, sowie demjenigen, der während des Pessachfestes Brot isst.</p>
<h3>Karet</h3>
<p>Das Wort &#8220;abschneiden&#8221; bezieht sich nicht auf eine körperliche <a href="https://judentum.online/was-ist-gehenom-gehinnom-hoelle-rav-avigdor-miller/">Bestrafung</a> oder Exkommunikation. Es bezieht sich auf eine geistige Strafe, bei der eine Person, die ein Gebot bricht, von ihrer geistigen Quelle &#8220;abgeschnitten&#8221; wird. Eine solche Person verliert die Fähigkeit, geistige und göttliche Dinge zu fühlen und zu verstehen, und ist von den wichtigsten Elementen der jüdischen Existenz &#8220;abgeschnitten&#8221;. (Nicht umsonst wird das Wort Karet ins Deutsche mit &#8220;Ausrottung&#8221; übersetzt.) Die einzige Möglichkeit für eine solche Person, zu ihrer spirituellen Quelle zurückzukehren, besteht in aufrichtiger Reue vor <a href="https://judentum.online/was-ist-der-name-von-gott-im-judentum/">G-tt</a> und in dem festen Entschluss, eine solche Tat nicht zu wiederholen.</p>
<h3>Das Verbot</h3>
<p>Das Verbot des sexuellen Verkehrs zwischen einem Mann und einer Frau im Zustand der Nidah ist eines der strengsten. Seine Essenz wird am besten in den folgenden Worten des Propheten Jehezkel (18: 5,6) ausgedrückt: &#8220;Ein rechtschaffener Mann, der nach Recht und Gerechtigkeit handelt, &#8230; soll die Frau seines Nächsten nicht schänden, noch soll er sich einer Nidah-Frau nähern.&#8221; Hier spricht der Prophet von der Beziehung eines Mannes zu seiner nidah-Frau und setzt diese Beziehung mit einer verbotenen Beziehung zu einer Frau gleich, die nicht zu ihm gehört.</p>
<h3>Tora</h3>
<p>Die Tatsache, dass eine Frau durch das Untertauchen in der Mikwe vom Status der Nidah befreit wird, ist vor allem aus der mündlichen Tora bekannt, die das jüdische Volk am Berg Sinai gleichzeitig mit der schriftlichen Tora erhielt.</p>
<p>Auf diese Bestimmung sowie auf andere Gesetze der Mündlichen Tora wird jedoch auch in der Schriftlichen Tora Bezug genommen. Die Tora sagt Folgendes über den Zustand der Nidah (Vayikra 15: 28): &#8220;Sie soll sieben Tage für sich abzählen, und danach soll sie gereinigt werden.&#8221; Nachdem sie sieben &#8220;reine Tage&#8221; gezählt hat, muss sich die Frau dem üblichen Verfahren der rituellen Reinigung unterziehen. Wie wir bereits gesehen haben, ist das einzige Mittel für eine solche Reinigung das Untertauchen in der Mikwe. Daher ist die Mikwe auch notwendig, um den Status der Nidah aufzuheben. Obwohl das Verbot des Zusammenlebens mit einer Frau, die sich im Nidah-Status befindet, nicht auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass sie sich in ritueller Unreinheit (Tumah) befindet, ist die Methode zur Änderung dieses Status gleichbedeutend mit einem Reinigungsverfahren.</p>
<p>Ein weiterer Hinweis darauf, dass der Nidah-Status durch Wasser aufgehoben wird, findet sich an der Stelle in der Tora, an der das Eintauchen der Utensilien in die Mikwe besprochen wird. Die Tora sagt (Dvarim 31: 23):</p>
<p>&#8220;&#8230; und du sollst die nida mit Wasser reinigen&#8221;. Die Rede ist von Metallgefäßen. Der Talmud sagt, dass wir hieraus lernen, dass die Geräte in die Mikwe getaucht werden sollten, so wie die Nida einer Frau in die Mikwe getaucht wird (Avodah Zarah 756).</p>
<p>Das Gebot, dass eine Nida-Frau in Wasser eintauchen soll, wird jedoch in der Mündlichen Tora ohne jeglichen Hinweis gegeben. Der Prophet Zacharias hielt dieses Gebot für ganz offensichtlich (13,1): &#8220;An jenem Tag wird dem Haus David und den Bewohnern Jerusalems eine Quelle eröffnet werden, zur Reinigung und Nidah.&#8221; Dies ist ein direkter Hinweis darauf, dass die Pflicht, eine Frau zum Zweck der Reinigung in den stasus nidah zu tauchen, ein wohlbekanntes und akzeptiertes Gebot war.</p>
<p>Die Benutzung der Mikwe ist einer der wichtigsten Aspekte des jüdischen Ehelebens. In gewissem Sinne spielt sie eine wichtigere Rolle für die Festigung der Ehe als die eigentliche Trauung und wird als regelmäßige Erneuerung der Ehe angesehen.</p>
<p>Wie die anderen Gesetze, die sich auf die Mikwe beziehen, fällt ihre Verwendung zur Aufhebung des Nidah-Zustands in eine Kategorie von Gesetzen, die Hukim genannt werden &#8211; Gebote, für die die Tora keine Erklärung liefert. Doch wie bei allen Gesetzen dieser Kategorie können wir auch in unserem Fall versteckte Gründe finden.</p>
<h3>Talmud</h3>
<p>Der Talmud liefert eine dieser Begründungen, die für das Thema unserer Diskussion direkt relevant ist. Da die Regeln der Nidah vorschreiben, dass eine Frau mindestens zwölf Tage im Monat von ihrem Mann getrennt sein muss, erleben die Eheleute jedes Mal nach der Rückkehr der Frau von der Mikwe einen &#8220;Flitterwochen&#8221;-Zustand. Im Gegensatz zu vielen Paaren, deren Sexualleben nach einigen Jahren der Ehe langweilig wird, erleben ein Mann und eine Frau, die sich strikt an die Gesetze der Nidah halten, eine ständige Erneuerung ihrer Anziehung zueinander.</p>
<p>Es ist bekannt, dass die Ehepartner, die nicht sofort, sondern erst nach vielen Jahren des Zusammenlebens zu dieser Lebensweise gefunden haben, ein glückliches Gefühl der erneuerten Liebe und gegenseitigen Anziehung erleben. Und noch eine Beobachtung: In Zeiten der Schwangerschaft, wenn der Nida-Zyklus unterbrochen ist, freuen sich viele Paare auf die Rückkehr zum früheren Zeitplan mit regelmäßigen Trennungen und damit verbundenen &#8220;Flitterwochen&#8221;. Sie freuen sich auf ein neues Aufblühen der Liebe.</p>
<h3>Wichtig</h3>
<p>Die Regeln für die Nidah und die Mikwe sind recht komplex, so dass die Ehepartner (und auch die jungen Leute, die kurz vor der Heirat stehen) sie richtig lernen müssen. In vielen großen jüdischen Gemeinden (in Deutschland wirds allerdings schwer sein eine echte orthodoxe Gemeinde zu finden), werden zu diesem Zweck spezielle Beratungsgespräche geführt. Darüber hinaus gibt jeder Rabbiner, der sich mit diesem Thema auskennt, interessierten Eheleuten auf Anfrage gerne die notwendigen Informationen sowie eine Liste mit Literatur zu den Problemen des gemeinsamen Ehelebens. Die Grundregel lautet, dass eine jüdische Frau nach Ende ihrer Menstruation sieben &#8220;reine&#8221; Tage zählen muss, wie es das jüdische Gesetz vorschreibt, nach denen sie ihren Nidah-Status durch Untertauchen in der Mikwe aufheben kann.</p>
<p>Obwohl die Nidah-Gesetze normalerweise im Zusammenhang mit dem <a href="https://judentum.online/intime-beziehungen-sexualitaet-im-judentum/">Eheleben</a> betrachtet werden, sind sie für unverheiratete Mädchen nicht weniger wichtig. Ab dem Zeitpunkt, an dem der Menstruationszyklus eines Mädchens einsetzt, erwirbt es den Status der Nidah, unabhängig davon, ob es verheiratet ist oder nicht. Und sie behält ihn vom Zeitpunkt ihrer ersten Menstruation bis zum Eintauchen in die Mikwe vor der Heirat! &#8230;</p>
<p>Autor: <strong><a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rav</a> Aryeh Kaplan</strong>, maschinelle Übersetzung von <a href="https://toldot.com/jfamily/adam/adam_2758.html">Toldot</a></p>

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		<title>13 Glaubensfundamente von Rambam mit Erklärung</title>
		<link>https://judentum.online/13-glaubensfundamente-von-rambam-mit-erklaerung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ariela Guseva]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2023 10:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen für Noachiden]]></category>
		<category><![CDATA[Interessantes im Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[Mann]]></category>
		<category><![CDATA[13 Glaubensfundamente]]></category>
		<category><![CDATA[13 Prinzipien von Rambam]]></category>
		<category><![CDATA[Grundprinzipien]]></category>
		<category><![CDATA[Rambam]]></category>
		<category><![CDATA[Rav Zwi Wassermann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vortrag bei einem unterirdischen Seminar in Leningrad im Jahr 1980 Der menschliche Geist hat immer versucht, die Essenz des Phänomens zu verstehen. Als ein Mensch sich mit einem wichtigen spirituellen System vertraut machte, versuchte er, das Wesentliche vom Unwesentlichen, das Haupt vom Sekundären zu trennen. Das östliche Denken wandte sich besonders oft dem lakonischen Aphorismus [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/13-glaubensfundamente-von-rambam-mit-erklaerung/">13 Glaubensfundamente von Rambam mit Erklärung</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Vortrag bei einem unterirdischen Seminar in Leningrad im Jahr 1980</h2>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Der menschliche Geist hat immer versucht, die Essenz des Phänomens zu verstehen. Als ein Mensch sich mit einem wichtigen spirituellen System vertraut machte, versuchte er, das Wesentliche vom Unwesentlichen, das Haupt vom Sekundären zu trennen. Das östliche Denken wandte sich besonders oft dem lakonischen Aphorismus zu, um die Grundlagen eines oder jenes religiösen Phänomens auszudrücken. Und die <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a>, die wahren Söhne des Ostens, haben dies schon sehr lange getan; Die Weisen unseres Volkes drückten, als ob sie miteinander konkurrierten, das Wesen der jüdischen Religion mit einem Gedanken aus, manchmal sogar mit einem Satz. Viele Leute kennen die Antwort von r. Hillel der Ältere einem Heiden, der darum bat, alle jüdischen Lehren zu erklären, während er auf einem Bein stehen wird. „Tu keinem anderen, was du dir nicht wünschst“, lautet die Antwort des berühmten Weisen, „das ist die Essenz der <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a>. Alles andere sind nur Kommentare dazu. Geh und lerne. R. Akiva sah die Essenz der Tora, der jüdischen Lehre, in den Worten „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, die er oft und unerwartet kommentierte, wobei er Brillanz ihrer Tiefe und Fundamentalität zeigte.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Diese Tradition wurde von den Weisen des Mittelalters fortgesetzt. Viele von ihnen versuchten, das Wesen des jüdischen Glaubens in komprimierter Form zusammenzufassen, aber all diese frühen und späten Experimente wurden von einem kurzen Kompendium des Judentums überschattet, das der große jüdische Weise des 12. Jahrhunderts, <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbi</a> Mosche ben Maimon, zusammengestellt hatte, der den Juden als Rambam bekannt war (eine Abkürzung für die Wörter Rabbi-Mosche-ben-Maimon) und den Europäeren ats Maimonides. Die 13 von Rambam formulierten Glaubensprinzipien hatten tiefgreifende Auswirkungen auf viele Generationen von Juden. Ungefähr 700 Jahre lang, überall von Spanien bis Persien, in den alten und neuen Zentren des Judentums, wurden sie mit dem <a href="https://judentum.online/judentum-was-ist-das/">Judentum</a> im Allgemeinen identifiziert, in alle jüdischen Gebetbücher eingetragen und jeden Morgen von Juden wiederholt.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Es ist daher ganz natürlich, einen Vortrag über die Grundlagen unseres Glaubens in Form einer Darstellung der 13 Prinzipien von Rambam mit kurzen Erklärungen zu halten, die dem modernen Intellektuellen helfen, besser zu verstehen, was vor 700 Jahren für jeden Juden absolut klar war.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

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<p>***</p>
<h2>Folgend stehen 13 Glaubensfundamente die von Rambam formuliert wurden</h2>
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<h3>1. Ich bin vollkommen überzeugt, dass der Schöpfer, gelobt sei Sein Name, alle Geschöpfe erschafft und führt, dass Er allein alle Werke vollbracht hat, vollbringt und vollbringen wird.</h3>
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<p>Wer ist Derjenige, Der an den Ursprüngen des Judentums steht und zu Dem die Beziehungen die gesamte Geschichte unseres Volkes ausmachen, ihre erhabensten und schwärzesten Seiten? Wer ist Er, an Wen richtet sich das ganze Wesen des Juden jeden Tag und jede Stunde? Wem widmet er seine feierlichsten Hymnen und die zärtlichsten Zmirot &#8211; die Schabbatlieder? Wer ist Er, der fürchterliche G-tt der Juden, Der die Feinde Israels zittern lässt und im Lager der Freunde die Freude erreg? Unserer himmlischer Vater, König der Könige, Heiligster, Gesegnet sei er?</p>
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<p>Es ist kein Zufall, dass der Name, mit dessen Rambam Ihn nennt, der Name Schöpfer ist. Zum ersten Mal erscheint der Herr der Welt als Schöpfer aller Dinge und zeigt uns weiterhin jeden Tag seine schöpferische Essenz. Kein fröhliches Heer üppiger griechischer Götter schuf die Welt, in der wir leben, und er erschien nicht als Ergebnis eines erbitterten Kampfes zwischen Gut und Böse, wie sich dies die Anhänger Zoroasters vorstellen. Nein. Der Allmächtige selbst schuf Himmel und Erde und all ihr Heer; Er schuf alles, was die Erde bewohnt: die Tier- und Pflanzenwelt und einen Menschen, der berufen ist, Ыein jüngerer Partner zu werden.</p>
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<p>Gerade weil Er der einzige und einzigartige Schöpfer unserer ganzen Welt ist. Er ist auch ihr voller Meister und Souverän, der alle Schöpfungen regiert. &#8220;Der König der Könige&#8221; nennen ihn Juden. Alles unterliegt Ihm und nichts ändert sich ohne Seinen Willen. Von der Bewegung der Sterne und Galaxien bis zur Bewegung, Entstehung und dem Tod des kleinsten Virus &#8211; alles steht unter Seiner Kontrolle und Führung. Seine verborgene Präsenz ist in jedem Ereignis zu spüren. Vor fast 4000 Jahren verstand dies uns sah es unser Patriarch Awraham. »Stellen Sie sich einen Mann vor«, sagte er, »der durch den Wald ging und einen in Flammen versunkene Palast sah. Ist es möglich, hätte eine solche Person gedacht, dass dieser Palast keinen Besitzer hat? Ist es möglich, dass sein Schicksal niemanden beunruhigt? So ist unsere Welt!&#8221;</p>
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<p>„Der in Flammen versunkene Palast“ &#8211; so erschien unsere Welt dem Blick des großen Patriarchen und ist es auch heute noch. Awraham glaubte nicht nur, dass dessen Besitzer existiert, er begann nach Ihm zu suchen. Und der Besitzer offenbarte sich ihm, denn &#8220;Gott ist allen nahe, die nach Ihn rufen.&#8221; Und seitdem sind wir, die Nachkommen <a href="https://judentum.online/abraham-avraham-vorvater-des-judischen-volkes-ausfuehrliche-biographie/">Awrahams</a>, das ewige Zeugnis der Gegenwart des Allmächtigen auf dieser Welt, manchmal der einzige Beweis&#8230;</p>
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<p>Im Morgengebet finden wir solche Worte: „&#8230; jeden Tag erneuert das Werk der ursprünglichen Schöpfung.“ Das Werk der Schöpfung ist nicht auf die ersten sieben Tage der Existenz der Welt beschränkt.</p>
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<p>Wenn der Schöpfer nicht jeden Tag den großartigen Schöpfungsprozess wieder aufnehmen würde, würde unsere Welt in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehren: Alles würde sich in Nichts verwandeln. Und was wir jeden Tag sehen: Sonnenaufgang, Schnee und Regen und unsere vom Abend hintergelassene Arbeit, Gras, Bäume und Häuser sind die gleichen wie gestern &#8211; all dies ist das Ergebnis eines „kleinen“ Wunders, das wird vom Schöpfer geschaffen &#8211; die ständige Erneuerung der Schöpfung.</p>
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<p>Ein Heide angefordete r. Akiva ihm die Existenz von G-tt zu beweisen. R. Akiva beantwortete dies mit einer Frage: &#8211; Sag mir, wer hat deine Kleidung für dich genäht? &#8211; Akiva, was?! Du bist ein Weiser. Weißt du nicht, dass die Schneider die Kleidung nähen?</p>
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<p>&#8220;Siehst du,&#8221; antwortete ihm r. Akiva &#8211; selbst ein einfacher Anzug kann nicht von alleine entstehen. Auch er hat einen Schöpfer. Ihr behauptet aber, dass die ganze Welt von selbst aus dem Chaos entstehen kann, und ihr bemerkt nicht, dass die Pracht dieser Welt ihren Schöpfer jeden Moment verherrlicht und Seinen Dasein bezeugt.</p>
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<h3>2. Ich bin vollkommen überzeugt, dass der Schöpfer, gelobt sei Sein Name, einzig ist und dass es in keiner Beziehung eine Einigkeit gibt gleich Ihm, dass Er allein unser Gott war, ist und sein wird.</h3>
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<p>Jede Einheit, die wir uns vorstellen können, ist eine zusammengesetzte Einheit. Dieses Konzept selbst impliziert das Vorhandensein von Teilen, die miteinander verbunden sind. So ist die Einheit von Mensch und Maschine, so ist die Einheit der Vielzahl materieller Zahlen, Punkte, aus denen die Zeichnung besteht, Buchstaben, aus denen die Wörter bestehen. Alle Elemente der Schöpfung sind in unserem Bewusstsein zu einer einzigen Harmonie vereint.</p>
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<p>So ist der Schöpfer selbst nicht. Beim Erschaffen alle Kräfte und Objekte der Welt und bleibt Er völlig getrennt, über jeden von ihnen und über jede ihrer Gesamtheit aufgestiegen. Er ist der Schöpfer der Kräfte, aber er ist nicht die Summe dieser Kräfte. Die sind keine Bestandteile von Ihm. G-tt erschafft jedes Element der Welt aus dem Absoluten Nichts. Dieses Element entsteht ausschließlich dank Seines Willens und fügt daher nichts zum Wesen des Schöpfers hinzu, ergänzt es nicht. Dies ist die Bedeutung der Worte von Rambam „einfache Einheit“, eine Einheit, die wir nicht bestimmen oder fühlen können. &#8220;Einfache&#8221;, nicht zusammengesetzte. Einheit jenseits aller denkbaren Kombinationen und Verbindungen. Das jüdische Hauptgebet, das zweimal am Tag gelesen wird, weist ihn genau darauf hin: „Höre, Israel! G-tt ist unser G-tt, G-tt ist eins.“ Es verkündet das wichtigste Prinzip des jüdischen Glaubens: Die Welt ist nicht Teil G-ttes, die Welt wird von Ihm geschaffen, trägt aber nichts zu seiner Vollkommenheit bei. Die Vielfalt der Schöpfung verletzt nicht die einfache Einheit des Schöpfers!</p>
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<h3>3. Ich bin vollkommen überzeugt, dass der Schöpfer, gelobt sei Sein Name, kein Körper ist, dass auf Ihn die Eigenschaften eines Körpers nicht anzuwenden sind, dass es nichts gibt, mit Ihm zu vergleichen.</h3>
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<p>Wir unterscheiden ein Objekt der Schöpfung von einem anderen entlang der Grenze, die sie trennt. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um ein physisches oder konzeptionelles Objekt handelt. Der Schöpfungsprozess selbst bestand darin, Grenzen zwischen Phänomenen zu erschaffen. Dementsprechend sind die Begriffe „Körper“, „Erscheinung“, „Ähnlichkeit“ Elemente der Schöpfung, da sie in keiner Weise vom Begriff „Grenze“ getrennt werden können.</p>
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<p>Wenn wir über G-tt sprechen, dass er unendlich ist, meinen wir nicht nur physikalische oder mathematische Unendlichkeit. Die Unendlichkeit des Schöpfers bedeutet, dass Er keine Einschränkungen in allen möglichen Sinnen hat. Er erschafft Grenzen, ist aber durch nichts begrenzt. Und wenn so ist es, können sich solche Konzepte wie „Körper“, „Erscheinung“, „Form“, „Ähnlichkeit“, „Bewegung“ nicht auf Ihn beziehen.</p>
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<p>Darüber spricht die Tora: &#8220;Denn ihr habt keinerlei Gestalt gesehen an dem Tag&#8221; (<a href="https://judentum.online/torah-online-buch-5-dewarim-ganz/">Dewarim</a> 4:15)</p>
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<p>Wie können wir dann die zahlreichen Anthropomorphismen verstehen, die oft in der Schrift zu finden sind und normalerweise viele Fragen aufwerfen: G-tt hörte, sah &#8230; und der G-tt sprach &#8230; Die Hand des G-ttes war auf ihn&#8230; usw.?</p>
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<p>Ihre allgemeine Erklärung lautet wie folgt. Die Tora wurde uns gegeben, damit wir gemäß dem darin dargelegten Willen des Schöpfers handeln. Daher „spricht die Tora in der Sprache der Menschen“ und beschreibt die Handlungen des Schöpfers in der Schöpfung, d.h. Seine Manifestation in von Ihm erschaffenen Grenzen. In diesem Fall wird das Vergleichen der göttlichen Handlungen zu den menschlichen legitim und gibt uns die Möglichkeit, dem göttlichen Willen in der göttlichen Schöpfung zu folgen. Wie unsere Weisen sagten: &#8220;Wie Er barmherzig ist, so sei auch du barmherzig, wie Er geduldig ist, so sei auch du geduldig.&#8221;</p>
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<p>***</p>
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<p>Einmal geriet der Kaiser Adrian in einen Streit mit r. Jehoschua darüber, ob G-tt, der sowohl Himmel als auch Erde und ihre gesamte Heer geschaffen hat, für das menschliche Auge unsichtbar und für andere Gefühle unverständlich ist. &#8220;Ich werde deinen Worten nicht glauben&#8221;, sagte der Kaiser, &#8220;bis du mir Ihn zeigst.&#8221;</p>
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<p>Als es Mittag war brachte r. Jehoschua den Adrian in die Sonne und sagte zu ihm: &#8220;Schau gut hin und du wirst Ihn sehen.&#8221; &#8220;Aber wer kann denn auf die Sonne schauen?&#8221; &#8211; sagte Adrian überrascht. &#8220;Du sagst es,&#8221; antwortete r. Jehoschua. &#8220;Wenn es unmöglich ist, auf die Sonne zu schauen, die einer der vielen Diener des Herrn ist, ist es denkbar, den Herrn selbst zu sehen, dessen Herrlichkeit das Universum erfüllt?&#8221;</p>
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<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>4. Ich bin vollkommen überzeugt, dass der Schöpfer, gelobt sei Sein Name, allein vor allem war und nach allem sein wird.</h3>
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<p>Auf den ersten Blick erscheint dieser Prinzip überflüssig zu sein: Da der Herr eins ist und darüber hinaus der Schöpfer aller Dinge ist, ist es klar, dass Er allen Kreaturen vorausging und auch in dem Fall existieren wird, wenn der Rest der Welt verschwindet. Es gibt jedoch noch eine weitere Möglichkeit, die insbesondere in der griechischen Mythologie dargelegt wird, wo dem Erscheinen des Olymp der Götter unter der Leitung von Herrscher Zeus ein langer Kampf der unheimlichen übernatürlichen Quellen und Elemente vorausging, der schließlich mit der Schaffung der Erde, der Menschen und des Weltraums endete. Ähnliche Darstellungen gab es auch bei den alten Ägyptern, Babyloniern und Persern. Und bis jetzt ist es für den menschlichen Geist schwierig, sich mit der Idee der Schöpfung aus dem Nichts zu „versöhnen“ und sogar in einem begrenzten Zeitraum von sechs Tagen vollendet zu sein. Viel süßer für seine Seele und seinen Geist sind das „ursprüngliche Chaos“, der „Ozean der ursprünglichen Materie“, der Kampf der Götter und Titanen und Kronos, der seine Kinder verschlingt. All dies ist klarer und befriedigt das ästhetische Gefühl vollständiger als der unsichtbare Schöpfer, der aus einem so kleinen &#8220;Nichts&#8221; eine so große Welt erschafft.</p>
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<p>Das 4. Prinzip besagt, dass dem Schöpfer keine Entität vorausgegangen war, dass kein Grund für Seine Existenz erforderlich ist. Das ist aber noch nicht alles.</p>
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<p>Zusätzlich zu dem Hinweis, dass nur der Allmächtige der Schöpfung vorausging, ist in diesen Worten eine andere Bedeutung verborgen (nur eine denn?): „G-tt ist nicht nur die Quelle von allem, jeder Situation, jedem Konflikt, jeder Tatsache, sondern auch was die ganze Welt sucht, sowohl im Ganzen als auch jede ihrer einzelnen Teile. Er ist der Letzte in dem Sinne, dass alle Situationen und Beziehungen zielgerichtet sind und ihre letzte Erlaubnis in Ihm finden.“</p>
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<h3>5. Ich bin vollkommen überzeugt, dass zum Schöpfer, gelobt sei Sein Name, allein es sich gebührt zu beten, und dass es sich nicht gebührt zu einem außer Ihm zu beten.</h3>
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<p>Die jüdische Religion wird oft als strenger oder reiner Monotheismus bezeichnet. In ihrer Strenge, in ihrem Eifer, die Reinheit des Monotheismus vor der Versuchung des Pluralismus zu retten, haben sie, nach der Meinung des modernen Menschens, mehr öfter als er wollte, die Grenze überschreiten, die feste Lebensprinzipien von Fanatismus und Obskurantismus trennt. Ein solcher Humanist sieht es nicht als beschämend an, zum Beispiel, von Zeit zu Zeit bei einem ortodoxen Gottesdienst anwesend zu sein, und die Tatsache, dass dieser Gottesdienst wegen einem von den Juden getöteten Heiligen durchgeführt wird, kühlt seinen ökumenischen Eifer nicht im geringsten. Ist es wirklich so, dass derjeniger, der die Religion als ein sterbendes Element des nationalen Lebens, der Tradition oder, im Extremfall, als Zuflucht für die Schwachen im Geist betrachtet, kann keine breite Geste aus der Höhe seiner humanistischen Weltanschauung machen? Natürlich, mag er dies auch machen, und, in der Regel, am Ende des Lebenswegs davon überzeugt wird (wenn die Ehrlichkeit nicht verloren geht), dass von den festesten Prinzipien fast nichts mehr übrig geblieben ist. Eine andere Sache sind die Juden.</p>
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<p>Wir sind ein Volk, dessen Geschichte aus Treffen mit G-tt besteht. Ausgehend von früheren Erscheinungen vor den Vorfahren, von der großen Sinai-Offenbarung &#8211; diese Treffen sind die Essenz der Existenz von Juden als Volk. Die Beziehungen Gottes und seines Volkes entwickelten sich auf unterschiedliche Weise, aber immer zogen das Volk als Ganzes und seine einzelnen Vertreter Vitalität und Standhaftigkeit in den Dienst zu ihrem Schöpfer. Juden sind Menschen, die die Erinnerung an die Offenbarung bewahren und seitdem die göttliche Gegenwart in der Welt entdecken konnten. Es ist daher verständlich, dass sie die Reinheit ihres Dienstes aufrechterhalten möchten: Wenn Sie Wasser aus einer Quelle entnehmen, liegt es in Ihrem Interesse, die Reinheit dieser Quelle aufrechtzuerhalten. Der strenge Fokus des Dienstes an G-tt allein ist keine Frage der Breite der Seele oder der Flexibilität des Geistes &#8211; es ist eine Bedingung, von deren Einhaltung das ganze Leben des jüdischen Volkes abhängt.</p>
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<p>Dieser Dienst erfordert viel Spannung des religiösen Gefühls und war jenseits der Macht des Christentums und sogar der Religion, die oft als monotheistisch bezeichnet wird &#8211; Islam. Als sich das Christentum ausbreitete, wurden heidnische Götter in Form der Schutzheiligen von Städten, bemerkenswerten Orten und Gütern zu seinem exquisiten Amalgam verschmolzen. Weit verbreitete sich die Verehrung der heiligen Relikte, heiligen Gegenstände: Stücke des Kreuzes, des Leichentuchs, des heiligen Grabes. Der Dienst der Jungfrau Maria ersetzt manchmal, besonders unter Katholiken, den Dienst zu dem Allmächtigen selbst. Es ist kein Geheimnis, dass genau ihr die leidenschaftlichsten und aufrichtigsten Gebete angeboten werden.</p>
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<p>Sogar im Islam, dessen Anhänger, besonders anfangs, der Reinheit ihres Glaubens sehr streng folgten, wurden der Kult der Märtyrer, Heiligen und der Kult des verborgenen Imams weit verbreitet.</p>
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<p>Und nur Juden bieten ihre Gebete allein ihrem himmlischen Vater an. Die Propheten? Nun, sie waren außergewöhnliche Menschen, und der größte von ihnen, Mosche Rabbeinu, war ein Riese, der mehr tat, als ein Mensch tun konnte. Die Verfasser der Pessach-Hagada erwähnten seinen Namen jedoch mit dem Absicht nicht, um nicht einmal den Schatten eines Wunsches zu verursachen, zu ihm zu beten. König David, dessen Seele eine durchschlagende Leier in den Händen des Schöpfers war, war ein vollkommen gerechter Mann, aber ein <a href="https://judentum.online/was-ist-die-etymologie-des-wortes-jude/">Jude</a>, der das Grab Davids verehrte, hätte zumindest seltsam ausgesehen.</p>
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<p>Es ist niemandem in den Sinn gekommen, die Weisen, die Gerechten, die Märtyrer, die mehr als genug gaben, zu kanonisieren. Ein Jude neigt niemals den Kopf vor irgendjemandem: Im Osten war dies allen bekannt &#8211; vom letzten armen Jungen bis zum römischen Kaiser, dessen Person als heilig galt. Als der Kaiser während eines großen Audienzs unter Dutzenden mit dem Gesicht zum Boden gefallener Menschen die bescheidene, aber aufrecht stehende Menschen entdeckte, wusste er, dass sie jüdisch waren, und er wusste auch, dass er sie mit keiner Kraft zwingen konnte, sich vor ihm zu beugen. Jeder Versuch, eine Statue des Kaisers im Tempel zu errichten, führte zu einer offenen Rebellion, und die stolzen römischen Legionen entfernten ihre Abzeichen, als sie die Heilige Stadt betraten. Die „absurde Hartnäckigkeit“, die uns als Volk bewahrt hat.</p>
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<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>6. Ich bin vollkommen überzeugt, dass alle Worte der Propheten Wahrheit.</h3>
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<p>In der Zeit des Ersten Tempels (X-VI Jahrhundert v. Chr.) waren die Seelen der Menschen viel sauberer als in unserer Zeit. Die Gerechtesten von ihnen erreichten einen besonderen Zustand, als die göttliche Weisheit ihren Seelen direkt offenbart wurde. Das waren die Propheten.</p>
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<p>Prophezeiung &#8211; die Botschaft des Schöpfers, die auf so direkte Weise empfangen wurde, könnte eine Vielzahl von Themen betreffen: von einfachen Alltagsereignissen bis zu den grandiosesten Ereignissen, die das Schicksal der Völker und Staaten entschieden haben. Zu dieser herrlichen Zeit durchstreiften Tausende von Propheten die Straßen und Städte des Landes Israel, prophezeiten auf Basaren und Plätzen. Aber nur 55 wurden im Tanach erwähnt. Die Wahrheit genau ihrer Prophezeiungen ist das, was Rambam meinte.</p>
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<p>Was unterscheidet sie denn von den anderen Tausenden? Selbst wenn die Botschaft, zu deren Übermittlung sie aufgerufen wurden, ganz bestimmte Personen, Orte und Nationen betrifft, ist der Inhalt der Prophezeiung immer noch unermesslich tiefer als ihre Oberflächenhülle. Es ist zeitlos, es richtet sich an alle Juden zusammen und an jeden einzeln, wo immer er sein und in welcher Zeit er leben möge.</p>
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<p>Nicht alles ist den Zeitgenossen des Propheten in diesen Worten klar, die von seinen Lippen rausfliegen, und fast immer sind sie ihnen unangenehm. Die Mission des Propheten ist unglaublich schwierig. sie bringt ihm zahlreiche Probleme, gefährdet oft sein Leben; aber dadurch, dass der Prophet „die Hand des Herrn fühlt“, kommt er dennoch mit Prophezeiung zu Menschen heraus; selbst wenn seine Seele unter dem Joch der dunkelsten Vorahnungen stöhnt.</p>
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<p>Die acht Bücher der Propheten sind Teil der schriftlichen Tora. Den wahren Inhalt der Botschaft zu verstehen, die der Allmächtige uns sendet, können wir nur wenn wir die schriftliche und die mündliche Tora miteinander kombinieren. Beide Teile der gesamten Tora wurden von Mosche Rabbeinu am Sinai empfangen (dies wird nachstehend in der Erklärung des 8. Glaubensprinzips näher erläutert.)</p>
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<p>Diese Tatsache verdient eine mehrfache Wiederholung, da zu oft die heiligen Schriften im Allgemeinen und die Bücher der Propheten im Besonderen missverstanden werden, entweder nach dem „gesunden Menschenverstand“ oder nach dem Kontext der „universellen menschlichen Kultur“. Aber die Wahrheit in dieser Welt liegt niemals an der Oberfläche. Die Wahrheit ist die Tora, die Ganzheitliche Tora. Das Eindringen nach innen erfordert ernsthafte Arbeit und das Überdenken der &#8220;unerschütterlichen&#8221; Konzepte. Aber diese Arbeit ist dankbar und das Ergebnis ist wunderschön!</p>
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<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>7. Ich bin vollkommen überzeugt, dass die Prophetie unseres Lehrers Mosche, Friede sei mit ihm, wahrhaftig war und dass er das Haupt war der Propheten, die vor ihm waren und die nach ihm kamen.</h3>
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<p>Diese wenigen Zeilen enthalten in der Tat eine Aussage von außerordentlicher Kapazität und Bedeutung. Was ist die Prophezeiung von Mosche Rabbeinu (unserem Lehrer)? Dies ist in der Tat die gesamte Tora &#8211; schriftliche und mündliche: alles, was im Pentateuch steht, der nach Mosche benannt wurde, und alles, was an Jehoschua bin Nun mündlich übermittelt wurde. So enthält die Prophezeiung von Mosche viele Informationen über die Erschaffung der Welt durch den Allmächtigen und Seinen Krönung in der Welt, über das Leben der Patriarchen und die zu ihnen gegebenen Verheißungen, über das Leben der Söhne Israels in Ägypten, die Sklaverei und einen unvergleichbaren Auszug aus dieser Sklaverei, die vom Hand der Allmächtigen durchgeführt wurden, über Gebote, die dem jüdischen Volk den Weg zeigen, wie ihre Mission zu erfüllen ist: dem Dienst zu dem unsichtbaren Schöpfer, Der sich in der Welt so deutlich offenbart hat und immer noch offenbart. Es ist also absolut fair zu sagen, dass die göttlichen Offenbarungen, die dem jüdischen Volk durch Mosche Rabbeinu gemacht wurden, die Grundlage sind, die bedingungslose Grundlage des jüdischen Glaubens und Lebensstils, zu denen die Prophezeiungen von solchen Riesen wie Ischaya und Jeremiah und solche Bücher, wie Kohelet (Prediger) und Hiob, voll der tiefsten und geheimsten Weisheit, sind nicht mehr als Ergänzungen, Erklärungen, Fußnoten.</p>
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<p>Die beispiellose Bedeutung, Vollständigkeit und <a href="https://judentum.online/was-ist-heiligkeit-im-judentum/">Heiligkeit</a> dessen, was durch Mosche an die Juden, an die ganze Welt weitergegeben wurde, macht ihn zum Oberhaupt aller früheren und zukünftigen Propheten, zu dem „Vater der Propheten“, wie Rambam es ausdrückt. Die Tora selbst sagt, dass &#8220;es in Israel keinen Propheten wie Mosche mehr gab, der G-tt von Angesicht zu Angesicht kannte&#8221;. Und selbst die Art und Weise, wie der Allmächtige sich dem Mosche offenbarte, entsprach der Bedeutung dieser Offenbarung: Mosche war der einzige Prophet, zu dem <a href="https://judentum.online/was-ist-der-name-von-gott-im-judentum/">Gott</a> nicht in einem Traum erschien, nicht in vagen Bildern und vagen Hinweisen, sondern in Wirklichkeit &#8211; und sich in hellen, feurigen Phänomenen offenbarte, an denen kein Zweifel bestand wegen ihrer Natur, Charakter und Inhalt.</p>
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<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>8. Ich bin vollkommen überzeugt, dass die ganze Lehre, die sich jetzt in unseren Händen befindet, unserem Lehrer Mosche, Friede sei mit ihm, übergeben worden ist.</h3>
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<p>Der Rambam betont hier das Wort &#8220;ganze&#8221;. Und dies in zwei verschiedenen Sinnen.</p>
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<p>Erstens bedeutet dies, dass die gesamte Tora, die gesamte Lehre als Ganzes, d.h. sowohl schriftliche als auch ihre mündliche Teile wurden den Juden durch Mosche weitergegeben. Auf dem Sinai wurde ihm die gesamte Tora offenbart, und ihm wurde befohlen, einen Teil der Tora aufzuschreiben und einen Teil davon in der mündlichen Überlieferung von einem Mensch zu dem anderen zu übertragen. Mosche erfüllte diesen Befehl. Die schriftliche Tora, oder Chumasch, bildete den Kern des Tanachs &#8211; den jüdischen Heiligen Kanon. Die mündliche Tora wurde von Generation zu Generation von Lehrer zum Schüler weitergegeben, bis zum einen der schwierigen Momente der jüdischen Geschichte, als die Existenz unseres Volkes in Gefahr war, ein Teil davon wurde zuerst in Form der <a href="https://judentum.online/was-ist-mischna/">Mischna</a> (2. Jahrhundert) aufgezeichnet und dann in Form des Talmuds (5. Jahrhundert n.Chr.).</p>
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<p>Die schriftliche Tora, manchmal auch einfach als &#8220;Tora&#8221; genannt, besteht aus fünf Büchern und enthält neben vielen Grundgesetzen des jüdischen Lebens klare Hinweise auf die Existenz einer mündlichen Ergänzung dazu. Diese Ergänzung enthält sowohl zusätzliche Gebote als auch Möglichkeiten, die schriftliche Tora zu interpretieren, die ihren unendlichen Inhalt zu enthüllen ermöglichen.</p>
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<p>Die schriftlichen und mündlichen Lehren bilden eine untrennbare Einheit, und obwohl die jüdische Geschichte mehrere Versuche kennt, diese Einheit zu brechen und die Bedeutung des mündlichen Gesetzes herabzusetzen, scheiterten sie alle.</p>
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<p>Laut den Weisen von Mischna wurde Israel besondere Liebe geschenkt, indem es das Juwel erhielt, mit dem die Welt geschaffen wurde &#8211; die Tora. Die Tora existierte vor der Schöpfung. Sie ist denau dieser Plan, nach dem die Welt geschaffen wurde. Es ist klar, dass der Talmud nicht Pergament, Tinte und Buchstaben meint, da sie vor der Schöpfung nicht existierten, sondern das geistige Wesen der Welt, dessen irdische Verkörperung die Tora ist, die dem jüdischen Volk übermittelt wurde. Und hier besteht die zweite Bedeutung von Rambams Unterstreichung des Wortes &#8220;ganze&#8221; darin, die Tatsache zu bestätigen, dass uns die gesamte Tora und nicht nur ein Teil davon überlassen wurde. Der Mensch muss zu einem Juniorpartner des Schöpfers werden. Ohne seine Bemühungen wird die Welt nicht die gewünschte Vollkommenheit erreichen, daher gab der Allmächtige die gesamte Tora &#8211; den gesamten Schöpfungsplan &#8211; an die Menschen weiter, damit die menschliche Tätigkeit auf der Erde einen Zweck und eine Bedeutung findet.</p>
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<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>9. Ich bin vollkommen überzeugt, dass diese Lehre nicht umgetauscht werden wird und keine andere Lehre kommen wird vom Schöpfer, gelobt sei Sein Name.</h3>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Wie schon oben erwähnt wurde. Die Tora spiegelt das Wesen der Schöpfung wider. Sie ist ein Plan, sie ist ein Vorhaben und ein Weg. Der Schöpfungsplan, der Zweck und die Bedeutung seiner Existenz und der Weg, dem ein Mensch folgen muss, um das Werk zu vollenden, für das er geschaffen wurde: dem Schöpfer zu dienen. G-ttes Plan ist großartig und komplex, und die dem Menschen anvertraute Aufgabe ist äußerst schwierig. Die Juden, deren Existenz zu allen Zeiten fest mit der Tora verbunden war, lebten mit dem Wissen, dass die Zukunft der Welt von jeder ihrer Handlungen abhängt. Das mystische Gefühl der Zugehörigkeit zum Schöpfungswerk verlieh ihren Gedanken Schönheit und Größe, die sich dem geerdeten Geist völlig entzogen. Die Tora ist ewig.</p>
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<p>Es wurde uns vor dreieinhalbtausend Jahren gegeben und ist immer noch die Quelle der geistigen Stärke der Juden, der Freude ihres Herzens und der sorgfältig geschätzte Schatz. In dem Wort &#8220;TORA&#8221; ist &#8220;Or&#8221; zu hören &#8211; das Licht. Das Licht Israels, das alles um ihn herum beleuchtet, so nannte sie der weise König Schlomo. Der berühmte Rabbi Akiva in dem Gleichnis, das er erzählte, benannte die Tora als der einzige Lebensraum der Juden, in dem sie so leben können, wie Fische im Wasser. Aber um auf der Höhe zu bleiben, die die Tora von einem Menschen verlangt, muss er sich ständig bemühen. Zum Kompromiss neigender, immer bereit, dem „Verlauf der Ereignisse“ zu gehorchen, beeilt sich der menschliche Geist, die hohen Standards des Schöpfers als „veraltete, unnötige, geringfügige Vorschriften“ und die gesamte Tora als „eine Sammlung von Institutionen, die in primitiven Zeiten benötigt wurden, um die wilden Instinkte unserer Vorfahren einzudämmen“ zu erklären. Ein solcher moderner Mensch ist nicht ein Produkt ausschließlich unserer Tage: Der große jüdischer Denker sprach bereits vor acht Jahrhunderten über solchen Menschen. Zu allen Zeiten gab es Menschen in unserem Volk, die sich bemühten, die schwere Last der Auserwähltheit abzulegen, das aufzugeben, was uns zu einzigartigen Menschen machte, wie es in der ewigen Tora ausgedrückt wird &#8211; &#8220;den Bund mit G-tt aufzugeben&#8221;. Aber es gibt wirklich nichts Neues unter der Sonne. Und heute stehen wir vor denselben Aufgaben wie die Generation der Wüste, die Generation Davids, Hunderte von Generationen unserer Vorfahren &#8211; dem Weg der Tora zu folgen, den Tempel wieder aufzubauen, Maschiach zu befreien, das Gesetz zu errichten und den Namen des Allmächtigen unter den Nationen zu heiligen. Und heute antwortet der Allmächtige dem Volk Israel auf die ständige stumme Frage durch den Mund des Propheten Micha: „Oh, Mensch! Es wurde dir gesagt, was das Gute ist und was der G-tt von dir verlangt: fair zu handeln, gute Taten zu lieben und demütig und weise vor deinem G-tt zu wandeln.“</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Wenn alle Juden nur zwei Schabbate so durchgeführt hätten, wie es der Allmächtige von ihnen verlangt, wäre die ganze Welt von Übel und Ungerechtigkeit befreit worden!</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Er hat alles in seiner Macht Stehende getan und tut es: Er führte uns aus dem Ägypten heraus, ernährte uns in der Wüste, führte zum Sinai, gab die Tora, brachte uns an die Grenzen des verheißenen Landes und wendet Sein Gesicht trotz aller Sünden nicht von uns ab.</p>
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<p>Er hat an der ewigen und vollkommenen Tora nichts zu ändern. Und es besteht keine Notwendigkeit, eine andere Tora zu geben. Wir sind an der Reihe!</p>
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<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>10. Ich bin vollkommen überzeugt, dass der Schöpfer, gelobt sei Sein Name, alle Werke der Menschenkinder und all ihre Gedanken kennt, denn es heißt: &#8220;Der insgesamt ihr Herz gebildet, Er durchschaut alle ihre Werke.&#8221;</h3>
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<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>11. Ich bin vollkommen überzeugt, dass der Schöpfer, gelobt sei Sein Name, denen Gutes erweist. die Seine Gebote hüten, und diejenigen bestraft, die Seine Gebote übertreten.</h3>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Ich erlaubte mir, das zehnte und elfte Prinzip von Rambam zu kombinieren, da sie eng miteinander verbunden sind.</p>
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<p>Unter den vielen Namen und Beinamen, die die Juden dem Schöpfer verliehen haben, gibt es einen ungewöhnlichen, anders als andere Religionen oder theologische Systeme den G-tt vorstellen. Dieser Name ist Hai &#8211; &#8220;Lebendiger&#8221;. G-tt ist nach jüdischem Verständnis &#8211; ein lebendiges ewiges Wesen. Er ist aktiv an allem beteiligt, was auf Erden passiert. Obwohl er der Schöpfer der Welt und damit größer als die Welt ist, ist er gleichzeitig in der Welt selbst präsent: in jeder Situation, in jedem Prozess, in jedem Moment dieser komplexen Bewegung.</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Es gibt eine Theologie des Deismus, deren Anhänger (und es gibt viele von ihnen) glauben, dass G-tt, nachdem er die Welt erschaffen hatte, sie der Gnade des Schicksals überließ und sich nicht in das einmischte, was nach &#8220;natürlichen&#8221; Gesetzen geschieht. Der G-tt von Deisten &#8211; ist der G-tt von Philosophen, G-tt in gewissem Sinne „kalkulierter“, um logische Widersprüche aufzulösen, die in philosophischen (theologischen) Weltanschauungssystemen auftreten.</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Das Gegenteil von Deismus ist der Pantheismus, der auch viele Anhänger hat. Pantheisten vergöttern die Natur, sie identifizieren Natur und G-tt und verehren die Natur, das heißt, sie denken, G-tt sei vollständig in die Welt eingetaucht.</p>
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<p>Anders stellen sich die Juden den G-tt vor: Die Tora beginnt mit einer Beschreibung der Erschaffung des Universums durch den ewigen Unsichtbaren, überhaupt nicht physisch repräsentierbarem G-tt. Die Welt war jedoch von Anfang an nicht seinen eigenen inneren weltlichen Angelegenheiten überlassen. Die Tora beschreibt die ständige Beteiligung des Schöpfers an aktuellen Ereignissen. Alles, was geschieht, ist das Ergebnis des gegenseitigen Handelns von Mensch und Schöpfer, Der Seinen Juniorpartner ständig auf ein Niveau, das er potenziell erreichen kann, zu heben versucht. Die Tora spricht von der Flut und dem gerechten Noah, der Ausrottung der Sünder von Sodom und Amora (Gomorra), den Bemühungen des Vorfahren Awrahams, die Wege zu verstehen, denen ein Mensch folgen sollte. Ein Mensch kann Kontakt mit G-tt aufnehmen, sich an Ihn wenden, fragen, beten, darauf bestehen. Während des Auszuges aus Ägypten sah das gesamte jüdische Volk den Eingrif in sein Schicksal von Denjenigen, Der die Welt erschuf, und den Patriarchen das Versprechen machte; Juden haben auch klar gesehen, dass die Geschichte, die vor ihren Augen passiert ist das Ergebnis sowohl der Bemühungen als auch des Willens des Schöpfers. Daher ist der Exodus derjenige Ereignis, zu dem die Erinnerung und die Gedanken des Juden immer wieder zurückkehren, das täglich seinen Glauben, seine Vorstellung von Dem, Der alle Ereignisse kontrolliert, Der allen Handlungen Richtung und Bedeutung gibt, nährt und stärkt</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Nichts entgeht dem „Blick“ des Allmächtigen, alles geschieht unter seiner Kontrolle und unter seiner Teilnahme. Er sieht und bewertet alle Angelegenheiten der Menschen. Er dringt sogar in Gedanken ein, und nur ein böser oder verirrter Mensch kann glauben, dass etwas Verborgenes vor Seinen Augen existiert.</p>
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<p>G-tt sieht und fühlt alles, er ist der Meister, der Herr jeder Situation. Und jedoch begrenzt Er sich selbst, um den Menschen die <a href="https://judentum.online/freiheit-im-judentum/">Freiheit</a> im Auswahl der Wege zu geben. Genau diese Freiheit, die dem Menschen gegeben wurde, seine Fähigkeit, das zu erfüllen, wofür er geschaffen wurde, oder seiner Mission, seinem Schöpfer und Freund, den Rücken zu kehren &#8211; ermöglicht dem Schöpfer, die Gerechten zu belohnen und diejenigen zu bestrafen, die bewusst ihren Zweck, die Sinnhaftigkeit des Seins und die Kraft Gottes leugnen.</p>
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<p>Der König der Könige regiert die Welt mit Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. Er achtet sorgfältig darauf, dass keine dieser Eigenschaften einen Vorteil erhält: Andernfalls wird die Welt entweder zerstört oder ertrinkt in der Sünde. Ein Mensch ist normalerweise eher dazu geneigt, auf die Barmherzigkeit Gottes zu vertrauen, als sich an Seine Gerechtigkeit und eigene Pflicht zu erinnern. Daher erscheint ihm die „ehrlich“ verdiente <a href="https://judentum.online/was-ist-gehenom-gehinnom-hoelle-rav-avigdor-miller/">Bestrafung</a> oft unverdient und die unzähligen Gnaden, mit denen, wie der Liebende Vater, der Allmächtige den Menschen überhäuft als „natürlich“ und weder erwähnenswert noch Dankbarkeitswürdig zu sein erscheint.</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Laut dem Judentum existiert die menschliche Seele nach dem Tod seines Körpers weiter. Viele Menschen haben Vorstellungen vom Leben nach dem Tod, nicht nur Juden sagen „in einer anderen Welt“. Aber alle widersetzen sich in der Regel der irdischen Welt und der anderen Welt, da sie die irdische Welt nur als eine unwürdige vorübergehende Zuflucht der unsterblichen Seele, etwas, das überwunden werden muss.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Juden betrachten diese beiden Welten als Bestandteile der Einen Welt, die auch jetzt noch nur durch eine dünne Trennwand getrennt sind, und am Ende der Tage werden sie deutlich in ihrer Einheit erscheinen, die für alle unbestreitbar wird.</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Daher kann der Seele in jedem Moment ihrer Existenz sowohl Belohnung als auch Bestrafung zuteil werden.</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Es wird oft folgende Frage gestellt: „Wenn der Allmächtige die Vergangenheit und die Zukunft kennt, weiß er auch, was ein Mensch in einer bestimmten Situation tun wird. Schränkt dieses Wissen nicht die Wahlfreiheit eines Menschen ein und stellt somit die Gerechtigkeit der göttlichen Bestrafung und Belohnung nicht in Frage? &#8220;</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Einmal diese Frage stellte der preußische König dem Rabbi Jonathan Eibeschutz. Er antwortete: „Ich werde dir anhand eines Beispiels deutlich zeigen, dass das Wissen der Zukunft die menschliche Freiheit in keinerlei Weise einschränkt. Du planst, eine deiner Städte zu besuchen. Es gibt zwei Tore in der Stadtmauer. Ich weiß mit Sicherheit, wie du die Stadt betreten wirst. Also schreibe ich es auf einem Stück Papier, und du versiegelst den Umschlag mit deinem königlichen Siegel. Wenn du in die Stadt reitest, öffne den Umschlag und stelle sicher, dass dieses Wissen dich zum Zeitpunkt deiner Entscheidung dich in keiner Weise eingeschränkt hat.“</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Der König machte sich auf den Weg. Als er sich der Stadtmauer näherte, sah er zwei Tore: ein großes, vorne und das andere kleine. Der König lenkte das Pferd zum großen Tor, blieb aber plötzlich stehen und begann nachzudenken. „Es ist zu einfach. Der Jude weiß, dass es nur zwei Eingänge zur Stadt gibt, und er glaubt natürlich, dass ich das große Tor benutzen werde. Man kann ihn nicht so leicht gewinnen lassen.&#8221; Und der König ging zu dem kleinen Tor, aber als er sie erreicht hatte, blieb er stehen. „Äh, nein. Der Jude ist schlau und, außerdem, er kennt mich gut. Er hat sicherlich den Verlauf meiner Gedanken vorausgesehen und in seiner Notiz ein kleines Tor angezeigt. &#8221; Mit diesem Gedanke fuhr der König erneut zum großen Tor. Und wieder wurde er von Zweifeln überwältigt. „Trotzdem ist es zu einfach. Der Jude wird raten und jeder wird über meine Unbefangenheit lachen. Ich muss zum kleinen Eingang zurückkehren.&#8221; Im Zweifel stürmten der König und sein Gefolge von einem Tor zum anderen und trauten sich nicht, die Stadt zu betreten. Und plötzlich dämmerte der König. „Ja, das ist es! Der Jude hätte das nicht vorhersehen können!“ Und er befahl seinen Soldaten, einen Teil der Stadtmauer zu brechen und fuhr mit seinem Gefolge in diese Bresche. Dann brachte ihm der Diener den Brief von Rabbi Jonathan. Der triumphierende König brach das Siegel und las, was darin geschrieben stand: &#8220;Der König bricht durch den Zaun!&#8221;</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>12. Ich bin vollkommen von der Ankunft des Gesalbten überzeugt, und wenn er auch zögert, trotzdem hoffe ich täglich auf ihn, dass er kommen wird.</h3>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Ankunft von Maschiach ist eine der Grundlagen des jüdischen Glaubens, die rational schwer zu beschreiben ist. Aus dem Kontext des Alltags und der Geschichte des Volkes herausgenommen oder vom mystischen Leidensgefühl der Schechina &#8211; der im Staub liegenden göttlichen Gegenwart &#8211; getrennt, scheint es ein naiver Traum zu sein, ein Trost für den ewig verfolgten oder bestenfalls epischen „Ausdruck nationaler Ideale“. Dies ist jedoch nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Die Erwartung von Maschiach ist eine tägliche Aussage über die Bedeutung des Seins, Ausdruck einer tiefen Überzeugung, dass die Schöpfung ein bestimmtes Ziel hatte, dessen Erreichung in erster Linie von den Juden abhängt. Ein wichtiger Aspekt des Ziels ist die universelle Gerechtigkeit.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Maschiach &#8211; der Gesalbte ist ein Mann aus der Familie von König David, mit dessen Ankunft das Reich Gottes, das Reich der Gerechtigkeit, auf Erden errichtet wird, es werden keine unterdrückte und keine zu Unrecht beleidigte geben. Es wird keine Missetat und Gesetzlosigkeit geben. Die Tora wird in all ihrer Pracht leuchten, und ihre Weisheit wird sich manifestieren und allen Völkern offen stehen. Die ganze Welt wird nicht nur die Existenz des Schöpfers und seine Autorität erkennen, sondern Ihn auch bei einem Namen nennen. Wie es im Buch des Propheten Zacharja geschrieben steht: &#8220;An diesem Tag wird der G-tt einer sein und Sein Name wird einer sein.&#8221; Dann werden alle Sünden Israels gesühnt und G-tt wird alle auf die Erde zerstreuteten ins Land zurückbringen, die er unseren Vorfahren vor vielen tausend Jahren gegeben hat und aus der unser Volk von Ihm wegen schwerer Sünden vertrieben wurde.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Mit dem Aufkommen von Maschiach wird die Welt perfekt werden. Aber die Tagesanbruch, an dem das Horn ertönt und Eliyahu-HaNavi &#8211; Elijah, der Prophet &#8211; über die ganze Erde gehen und uns drängen wird, hinauszugehen und das begehrte Kommen des Gesalbten Gottes zu begrüßen, hängt von menschlichen Handlungen ab, davon, wie rein unsere Gedanken sind und ob sie dem G-tt zugewendet sind. Wie die jüdischen Weisen sagen: „Die Schlüssel zum Verlies, in dem der Maschiach schmachtet, liegen in unseren Händen. Jede gute Tat bricht eine Kette, jede Sünde legt ihm neue Fesseln auf.“</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Es gibt ein altes jüdisches Gleichnis, das die älteren Männer den jüngeren Jungen erzählen: „Vor den Toren Roms sitzt ein Bettler im Schlamm. Das ist Maschiach. Er sitzt und wartet. &#8220;„ Auf wen? &#8221; &#8211; fragt der Junge. Und er erhält die Antwort: &#8220;Auf dich.&#8221;</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:heading {"level":4} -->
<h3>13. Ich bin vollkommen überzeugt, dass die Auferstehung der Toten sein wird zur Zeit, die wohlgefällig sein wird dem Schöpfer, gelobt sei Sein Name und verherrlicht sein Gedenken immerfort und in Ewigkeit der Ewigkeiten.</h3>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Seele eines Menschen geht seiner Geburt voraus und verschwindet nicht mit seinem Tod. Sie wurde vom Allmächtigen geschaffen, um den materiellen Körper wiederzubeleben, so dass beim Abstieg von den höheren geistigen Welten in unsere niedere Welt &#8211; die wir mit unseren Sinnen fühlen können &#8211; trotz der vollständigen Verschleierung in dieser niederen Welt von göttlichen Anwesenheit, einen schwierigen Dienst zu erfüllen &#8211; die Gebote der Tora. Die Seele ist auch unsere Persönlichkeit. Ihr Aufenthalt im Körper ist eine wichtige, aber kurze Episode. Nach dem Tod eines Menschen wird die Tätigkeit seiner Seele bei der Erfüllung der ihr anvertrauten Mission vom Obersten Gerichtshof bewertet und sie beginnt ihre Reise zur Rückkehr zum Schöpfer. Es kann vorkommen, dass ihr Dienst im menschlichen Körper so gering eingeschätzt wird, dass sie, G-tt bewahre, die Gelegenheit zur Rückkehr verliert. Darüber spricht die Tora, dass eine solche Seele &#8220;von ihrem Volk ausgerottet wird&#8221;.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wir wissen auch, dass die Schöpfung ein Ziel hat, das als &#8220;die kommende Welt&#8221; genannt wird, und wir erreichen dieses Ziel, indem wir die Tora studieren und ihre Gebote in dieser Welt erfüllen. Im Allgemeinen ist die kommende Welt ein Zustand besonderer Harmonie, Gerechtigkeit und Reinheit, in dem sich das zuvor Verborgene offenbart und jede Seele den Großteil ihrer Belohnung für Werke erhält.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Und hier übermittelt uns der Rambam eine außergewöhnliche Sache: Die kommende Welt ist kein Königreich der Schatten, reine Seelen, &#8220;die ihre irdische Wohnstätte verlassen haben&#8221;. Dem Kommen der kommenden Welt geht die Auferstehung der Toten voraus, wenn die Seelen aller Menschen, die jemals gelebt haben, zu ihren wiedergeborenen Körpern zurückkehren, um mit ihnen und in ihnen die außergewöhnliche Offenbarung der göttlichen Wahrheit zu erfahren.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Auferstehung der Toten und das Kommen der kommenden Welt ist ein großes und komplexes Thema. Es ist unmöglich, es im Rahmen der Volksausstellung zu behandeln. Vertiefung erfordert Studium. Studium ist eine ernsthafte Arbeit. Jetzt wird es jedoch an der Zeit sein, über folgendes zu sagen.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Auferstehung von den Toten ist eine der Grundlagen des jüdischen Glaubens. Ja, ja, genau des Glaubens. Nicht der Wissenschaft &#8211; dem Reich des rationalen Verstehens, nicht der Kunst &#8211; das Reich der Gefühle und Emotionen &#8211; der Glaube! Sehr oft wird es als Backup für den menschlichen Geist missverstanden, als etwas Temporäres, das uns dient, bis der Geist einige Phänomene vollständig erfasst hat. Ein solches Glaubensverständnis ist extrem weit von der Wahrheit entfernt. Der Glaube ist die Fähigkeit der menschlichen Seele, die Wahrheit trotz des Mangels an Beweisen zu entdecken und anzuerkennen. Der Glaube ist eine mächtige Kraft, die den Geist übersteigt! Jeder kann seine Handlung fühlen, man muss nur genau zuhören, was in seiner eigenen Seele geschieht.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>***</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Ein paar Worte zum Schluss. Wenn der heutige kurze Vortrag Ihnen die Breite der jüdischen Lehre und ihren Horizont zeigte, dann zeigte er natürlich nicht seine Tiefe. Und der Punkt hier ist nicht nur, dass ein einfaches Gespräch nur über die Grundlagen einer mächtigen alten Lehre unvermeidlich flach sein wird und ihre Fülle und spirituelle Kraft schwach widerspiegelt, sondern dass wir heute über den Glauben im engeren Sinne des Wortes gesprochen haben, d.h. darüber, an was ein Jude mit seiner ganzen Seele und seinem ganzen Herzen glaubt, wie er sich den Schöpfer, die Welt, die Geschichte vorstellt. Und wir sagten nichts über die jüdische Lebensweise.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wenn Sie einen guten Vortrag über die Grundlagen des christlichen Glaubens oder des Glaubens der Muslime hören würdet, könnte man mit Recht sagen, dass ihr viel über das Wesen dieser Religionen gelernt hätten. Natürlich auch sie zeichnen sich durch die Lebensweise der Menschen aus, was manchmal als trockene Worte „Rituale und Bräuche“ bezeichnet wird. In diesen Religionen gibt es jedoch eine dünne, aber greifbare Trennung zwischen der Denkweise und der Lebensweise. Im Judentum gibt es sie nicht. Darin verschmelzen Glaube und Handeln in die Untrennbare, es ist unmöglich, eins ohne das andere zu verstehen. Ein Jude zu sein bedeutet, genau dies zu tun, was der Schöpfer uns geboten hat.</p>
<p>Der Autor ist <strong>rav Zwi Wassermann<br /></strong>Originaltext auf Russisch finden Sie <strong><a href="https://toldot.ru/articles/articles_802.html">hier</a></strong></p>
<!-- wp:paragraph --><!-- /wp:paragraph --><!-- /wp:paragraph -->
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			<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/13-glaubensfundamente-von-rambam-mit-erklaerung/">13 Glaubensfundamente von Rambam mit Erklärung</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
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		<title>Gleichheit und Fairness &#8211; Parascha Ekew</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rav Shimon Gruen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Aug 2023 05:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Loyalität zu Deinem Volk Als Haschem (Gott) zu Mosche Rabbeinu über das Am Jisroel (Volk Israel) sagte. &#8220;Sie sind ein widerspenstiges Volk, lass Mich in Ruhe und Ich werde sie vernichten&#8221;, verteidigte Mosche sie nicht, indem er über ihre guten Eigenschaften argumentierte. Stattdessen antwortete er Haschem: &#8220;Vernichte nicht amcha ve&#8217;nachalascha (Dein Volk, dein Erbe). Sie [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/gleichheit-und-fairness-parascha-ekew/">Gleichheit und Fairness &#8211; Parascha Ekew</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Loyalität zu Deinem Volk</h4>



<p>Als <a href="https://judentum.online/was-ist-der-name-von-gott-im-judentum/">Haschem</a> (Gott) zu Mosche Rabbeinu über das Am Jisroel (Volk Israel) sagte. &#8220;Sie sind ein widerspenstiges Volk, lass Mich in Ruhe und Ich werde sie vernichten&#8221;, verteidigte Mosche sie nicht, indem er über ihre guten Eigenschaften argumentierte. Stattdessen antwortete er Haschem: &#8220;Vernichte nicht amcha ve&#8217;nachalascha (Dein Volk, dein Erbe). Sie sind Dein Volk, Dein Erbe, das Du aus dem Mitzrayim (Ägypten) herausgenommen hast.&#8221;</p>



<p>Mosche Rabbeinu, der treue und hingebungsvolle Führer von Klal Jisrael (Gemeinschaft von Israel), wies die Kritik von Haschem nicht zurück. Stattdessen sagte er: &#8220;Das sind Deine Leute, Haschem, bleibe bei ihnen und kümmere Dich weiter um sie&#8221;. Auch wenn Klal Jisrael seine Fehler hatte, appellierte Mosche Rabbeinu an Haschem, Seinem Volk treu zu bleiben.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Einseitige Beziehungen</h4>



<p>Es gibt hier eine wichtige Botschaft über Beziehungen. Die Leute hören das nicht gerne, aber Tatsache ist, dass nicht alle Beziehungen fair sind, manche sind einseitig. Manchmal steckt man mehr in die Beziehung als man herausnimmt.</p>



<p>Die Menschen machen den Fehler, wenn sie erwarten, dass ihre Beziehung gleichberechtigt sein sollte, und sie beschweren sich, wenn das nicht der Fall ist. &#8220;Ich tue so viele Dinge für meine Frau und für unsere Beziehung, sollte sie nicht genauso viel dazu beitragen? Warum muss ich derjenige sein, der jeden Tag anruft und guten Morgen sagt? Ist es denn gerecht, dass ich mich immer melden muss und sie mich nie anruft?&#8221;</p>



<p>Und die Antwort lautet: nein! Es ist nicht gerecht und das ist auch in Ordnung so.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Unvermeidliche Einseitigkeit</h4>



<p>Viele Beziehungen sind nicht &#8220;fair&#8221;, und daran ist auch nichts auszusetzen. Interessanterweise bekommt in sehr vielen Beziehungen jemand mehr als der andere. Oder zumindest in verschiedenen Bereichen gibt der eine mehr und der andere nimmt mehr. Und manchmal ist es auch ganz allgemein. Vielleicht sind Sie das offene Ohr und die Schulter zum Anlehnen in Ihrer Ehe. Vielleicht sind Sie der/die Klügere oder Sie verdienen mehr Geld. Es gibt immer jemanden, der mehr einbringt.</p>



<p>In meinem Buch &#8220;Mit jedem auskommen&#8221; gehe ich auf die verschiedenen Persönlichkeitstypen ein und erkläre, was zu Reibungen zwischen ihnen führt. Wenn Sie verstehen, dass Menschen unterschiedliche Bedürfnisse haben, werden Sie feststellen, dass es unweigerlich Kombinationen geben wird, in denen ein Partner mehr gibt als der andere. Sie müssen vielleicht mehr Rücksicht auf die Gefühle Ihres Mannes nehmen als er auf Ihre.</p>



<p>Natürlich ist nicht jede Beziehung einseitig, wenn Sie also das Gefühl haben, dass dies für Sie nicht relevant ist, ist das gut. Aber in vielen Fällen geben Sie auf die eine oder andere Weise vielleicht mehr, als Sie bekommen. Wenn Ihnen das nicht gefällt und Sie immer dagegen ankämpfen und Gleichheit und Fairness fordern, werden Sie nie glücklich sein.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Bergauf Beziehungen</h4>



<p>Sehr oft hilft schon allein das Verständnis, dass die Beziehung so aufgebaut ist, dabei, eine „ausgeglichene“ Ehe zu erreichen. Möglicherweise haben Sie jemanden geheiratet, der/die emotionalere Bedürfnisse hat als Sie. Sie müssen ihnen viel emotionale Aufmerksamkeit und Unterstützung schenken, bevor sie Ihnen das geben können, was Sie brauchen.</p>



<p>Nehmen wir das Beispiel des Bergauffahrens. Wenn Sie den Gang einlegen, der für das Bergabfahren vorgesehen ist, werden Sie sich ständig abmühen und viel Benzin verbrauchen. Wenn Sie aber erkennen, dass Sie bergauf fahren, können Sie einen anderen Gang einlegen, so dass alles reibungsloser und einfacher wird. Wenn Sie erkennen, dass Sie sich in einer schiefen oder &#8220;bergauf&#8221;-Beziehung befinden, können Sie einfach den richtigen Gang einlegen, um damit richtig umzugehen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Hören Sie auf zu leiden</h4>



<p>Zu akzeptieren, dass Sie in einer einseitigen Beziehung sind, bedeutet nicht, dass Sie leiden müssen. Im Gegenteil, es wird die Unannehmlichkeiten lindern, die Sie bis jetzt erlebt haben. Sie haben jetzt den Schlüssel in der Hand, um das zu bekommen, was Sie schon immer wollten. Damit Sie bekommen, was Sie brauchen und verdienen, müssen Sie erkennen, dass Sie vielleicht mehr geben müssen.</p>



<p>Baruch Haschem, viele Paare haben wahres Glück erreicht, indem sie einfach die Dynamik ihrer Beziehung erkannten und akzeptierten. Als sie aufhörten zu versuchen, quitt zu sein, konnten sie erstaunliche Teile ihrer Beziehung freilegen, derer sie sich nicht bewusst waren. Man muss vielleicht 60% geben, um nur 40% zu bekommen. Aber sehr oft ist das mehr als das, was Sie vorher bekommen haben! Sie werden es jetzt auch viel glücklicher und angenehmer bekommen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Einseitige Elternschaft</h4>



<p>Die Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern ist fast immer einseitig. Du tust ständig etwas für deine Kinder und gibst ihnen viel mehr, als sie dir geben. Die Menge an Nachas (Zufriedenheit/Glück), die Sie bekommen, ist gering im Vergleich zu der Zeit, dem Geld und der Energie, die Sie investieren müssen. Der Grund, warum die Menschen eine so eklatante Ungleichheit und Ungerechtigkeit akzeptieren, ist, dass sie genau das erwarten und darauf vorbereitet sind.</p>



<p>Eltern, die die Beziehung zu ihren Kindern genießen, bekommen nicht mehr, als sie geben. Sie erkennen einfach, dass es notwendig ist, zuerst zu geben, viel zu geben, und die Nachas (Zufriedenheit/Glück) zu genießen, wird später kommen. Das Wissen, dass die Dinge einfach so sind, bereitet sie auf diese &#8220;Ungerechtigkeit&#8221; vor.</p>



<p>Ob Sie es wollen oder nicht, viele Ehen sind auch ungleichmäßig. Wenn Sie dies verstehen und akzeptieren, können Sie Ihrem Partner das geben, was er braucht, und die Unausgewogenheit etwas ausgleichen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Vergessen Sie nicht</h4>



<p>Manchmal versuchen die Menschen dies eine Zeit lang und sind erfolgreich. Dann hören sie auf, sich zusätzlich anzustrengen, was dazu führt, dass die Dinge wieder so werden, wie sie waren. Das passiert, weil sie vergessen haben, dass ihre Beziehung so funktionieren muss. Es ist nicht schlimm, wenn sie eine Erinnerung oder etwas Chizuk (Motivation, Verstärkung) brauchen. Sie brauchen nur die Erkenntnis, dass es sich nicht ändern wird, sowie die Akzeptanz und die Bereitschaft, es zum Funktionieren zu bringen.</p>



<p>Objektiv gesehen mag es klar sein, dass der Ehemann immer mehr gibt, und dennoch hat die Frau vielleicht das Gefühl, dass sie mehr gibt als sie bekommt. Das könnte daran liegen, dass sie hohe emotionale Bedürfnisse hat und mit dem, was sie bekommt, nicht zufrieden ist. Das ist aber nicht wichtig. Selbst wenn beide Menschen das Gefühl haben, dass ihre Beziehung einseitig ist, wird sie funktionieren, wenn sie bereit sind, dies zu akzeptieren und ihr Bestes zu geben.</p>



<p>Seien Sie realistisch und akzeptieren Sie, dass es so ist, anstatt nachtragend zu sein. &#8220;Das ist die Beziehung, die ich habe, und ich bin bereit, alles zu tun, was nötig ist&#8221;. Eine gesunde Sichtweise mit echter Akzeptanz wird für alle Beteiligten sehr hilfreich sein und beiden Seiten den Zugang zu all dem potenziell Guten in ihrer Beziehung ermöglichen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Es ist was es ist</h4>



<p>Ich hasse es, die emotionalen Bedürfnisse von Menschen mit einer Krankheit zu vergleichen. Eine Krankheit hat einen negativen Beigeschmack, und es ist nicht negativ, emotionaler zu sein, aber es gibt definitiv Ähnlichkeiten. Eine Person, die nebach () eine Krankheit hat, hat besondere Bedürfnisse und muss entsprechend behandelt werden. Das Temperament und die Empfindlichkeiten einer Person können sie auch &#8220;pflegeintensiv&#8221; machen.</p>



<p>Angenommen, ein Ehepartner ist größer als der andere. Beide akzeptieren, dass es immer der Große und nicht der Kleine sein wird, der die Dinge aus den hohen Regalen holt. Das hat nichts mit Fairness zu tun. Es geht einfach darum, dass jeder die Dinge entsprechend seinen besonderen Fähigkeiten und Grenzen regelt.</p>



<p>Der größere Partner wird nicht nachtragend sein und darauf bestehen, dass sein kleinerer Partner wachsen sollte. Auch bei den emotionalen Bedürfnissen gibt es bestimmte Dinge, aus denen man nie &#8220;herauswachsen&#8221; kann. Manche Dinge können sich ändern, andere werden es nie.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="h-chinuch-hohe-erwartungen">Chinuch: Hohe Erwartungen</h4>



<p>Elternschaft ist oft mit viel Stress und Herausforderungen verbunden. Es kann zu dem Gefühl führen: &#8220;Dieses Kind ist so anstrengend. Ich gebe so viel und bekomme so wenig zurück&#8221;. Aber es ist wichtig, die Dynamik der Elternschaft zu verstehen. Manchmal muss man viel investieren, bevor man etwas zurückbekommt, und manchmal sieht man vorerst gar nichts.</p>



<p>Verstehen und akzeptieren Sie, dass es einfach so ist, wie es ist. Sie müssen wissen, dass es Ihr Kind ist, amcha v&#8217;nachlosecha (dein Volk, dein Erbe), und dass Sie der/die Einzige sind, der/die das Beste in ihm hervorbringen kann. Dann können Sie es ohne Groll und Schwierigkeiten tun und Euch an dem Nachas (Zufriedenheit/Glück) erfreuen, wenn es kommt.</p>

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			<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/gleichheit-und-fairness-parascha-ekew/">Gleichheit und Fairness &#8211; Parascha Ekew</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
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		<item>
		<title>HISTORISCHE, MEDIZINISCHE UND JURISTISCHE ÜBERLEGUNGEN ZUR BRIT MILA &#8211; Teil 2</title>
		<link>https://judentum.online/historische-medizinische-und-juristische-ueberlegungen-zur-brit-mila-teil-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jun 2023 11:28:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Interessantes im Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[Jüdische Weltanschauung]]></category>
		<category><![CDATA[Rabbinische Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Beschneidung]]></category>
		<category><![CDATA[Brit Mila]]></category>
		<category><![CDATA[BRIT-MILAH]]></category>
		<category><![CDATA[die beschneidung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich war besorgt über die vielen Kritiken, die an der jüdischen Beschneidung am achten Tag nach der Geburt geübt werden. Sogar hier in Israel gibt es in der jüdischen Bevölkerung eine Menge Widerstand gegen die Beschneidung. Laut Chaim Leiter, der selbst ein Mohel ist, ist die Kritik übertrieben und &#8220;ungerechtfertigte Angst&#8221; vor dem Unbekannten. Mit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/historische-medizinische-und-juristische-ueberlegungen-zur-brit-mila-teil-2/">HISTORISCHE, MEDIZINISCHE UND JURISTISCHE ÜBERLEGUNGEN ZUR BRIT MILA &#8211; Teil 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich war besorgt über die vielen Kritiken, die an der jüdischen <a href="https://judentum.online/hintergruende-der-brit-milah-beschneidung/">Beschneidung</a> am achten Tag nach der Geburt geübt werden. Sogar hier in Israel gibt es in der jüdischen Bevölkerung eine Menge Widerstand gegen die Beschneidung. Laut Chaim Leiter, der selbst ein Mohel ist, ist die Kritik übertrieben und &#8220;ungerechtfertigte Angst&#8221; vor dem Unbekannten. Mit Menschen aus verschiedenen Kreisen muss ich jeden Tag über die Bedeutung der Beschneidung streiten. Selbst hier in Israel, wo fast jeder beschnitten ist.</p>



<p>Doch zunächst einige einführende Informationen zur Geschichte der Brit Mila, der Beschneidung für die Existenz und das Überleben des jüdischen Volkes. Die Beschneidung gibt es schon seit mehr als 4.000 Jahren.</p>



<p><strong>BRIT MILA &#8211; Die Beschneidung</strong>&nbsp;</p>



<p>„Mitten&nbsp;an diesem Tag wurden Awraham und sein Sohn Jischmaejl beschnitten“ (Bereschit/Gen. 17:26).</p>



<p>Die Beschneidung wird immer als ein besonderes Ereignis gefeiert. Gerade heute entstehen rund um diese schwerwiegende Mitzwa (Gebot) viele praktische Fragen. Oft werden wir mit der Frage konfrontiert, was besser sei: die Brit-Mila Mitten am Tag durch zu führen, da dann viele Menschen dabei anwesend sein könnten oder es besser sei, die Mitzwa der Beschneidung so früh wie möglich vor zu nehmen. Aus Sicht des Talmuds (B.T. Rosch Haschana 32) scheint es jedenfalls das Beste zu sein, so früh wie möglich nach dem Nejtz Hachama, dem Ausgang der Sonne, zu beschneiden – Mitten im Winter ist das erst um 9.50 Uhr in Deutschland.</p>



<p><strong>Awraham fürchte sich vor Niemandem&nbsp;</strong></p>



<p>Awraham beschnitt sich selbst Mitten am Tag, da er deutlich machen wollte, er fürchte sich vor Niemandem, um seine religiösen Anweisungen durch zu führen. Dieses ist auch der Grund, dass man bei einer Brit-Mila einen Minjan (zehn Männer) haben sollte, um diese große Mitzwa so viel wie möglich verbreiten zu lassen.</p>



<p><strong>Die Kinder von Jischmaejl führen die Beschneidung noch immer bis heute durch</strong></p>



<p>Nicht nur Awraham und <a href="https://judentum.online/jitzchak-zweiter-erzvater-der-juden-ausfuehrliche-biographie/">Jitzchak</a> wurden beschnitten, sondern auch Jischmaejl: „Und Jischmaejl, sein Sohn, war dreizehn Jahre alt, als er beschnitten wurde“ (17:25). Im Sohar wird erzählt, dass <a href="https://judentum.online/rabbiner-rav-rabbi-rebbe-wer-ist-das/">Rabbi</a> Chija bei diesem Passuk (Satz) weinte. Awraham hat lange auf ein Kind warten müssen. Letztendlich wurde Jischmaejl geboren. Sarai war unfruchtbar, aber sie und Awraham wünschten sich jedoch einen Sohn. Deshalb stimmte Sarai zu, dass Awraham das Kind mit der Dienerin Hagar zeugte. Awraham beschnitt ihn; da war Jischmaejl 13 Jahre alt. Die Kinder von Jischmaejl, die Araber, führen die Beschneidung noch immer bis heute durch. Das ist für sie ein Sechut (ein Verdienst).</p>



<p>Das bedeutet, dass fast alle Einwohner Israels beschnitten sind. Dennoch gibt es viel Widerstand, vor allem unter den moderneren Menschen. Ich hatte mich nach der Beschneidung eines Neffen mit Chaim getroffen.</p>



<p><strong>Kinderrechtsaktivisten</strong></p>



<p>Das Wetter war schön und wir saßen auf einer Terrasse an einer der schönsten Straßen Jerusalems, dem Mamilla-Boulevard. Fromme und Freie, Bürger und Ausländer und vor allem viele Touristen liefen an uns vorbei. Eine Augenweide, so viele verschiedene Menschen, die hierher kommen, um die heiligsten Stätten Israels zu besuchen. Chaim nippte an seiner Cola und schoss sofort los: &#8220;Es gab einen heftigen Angriff auf die Brit-Mila (Beschneidung) in der Ha&#8217;aretz, einer bekannten Zeitung hier. Die Überschrift des Artikels lautete: &#8220;Wir haben unseren ersten Sohn beschneiden lassen, warum sollten wir das auch bei unserem zweiten Sohn tun?&#8221;. In dem Interview kommen zwei Anti-Beschneidungs-Aktivistinnen, Ronit Tamir und Rani Kasher, zu Wort. Chaim ist mit ihrem Vorschlag ganz und gar nicht einverstanden: &#8220;Juden haben ihre Kinder seit den Tagen Abrahams beschneiden lassen. Ein wichtiges Argument ist unsere Geschichte. Wir haben immer für unsere Religionsfreiheit kämpfen müssen. Die Beschneidung jetzt zu verbieten, wäre eine Schande für die Gräber der vielen <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a>, die ihr Leben für ihren Glauben gegeben haben.&#8221; Ich fand dies eine interessante Perspektive, zumal die <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> selbst sagt, dass <a href="https://judentum.online/abraham-avraham-vorvater-des-judischen-volkes-ausfuehrliche-biographie/">Abraham</a> seine beiden Söhne Jischmaejl und Jitschak beschnitten hat. Kinderrechtsaktivisten wollen, dass die Kinder selbst über ihre Beschneidung entscheiden.</p>



<p><strong>beste Zeitpunkt für eine Beschneidung so früh wie möglich</strong></p>



<p>Chaim war deutlich: &#8220;Die meisten jüdischen Eltern haben Angst vor Schmerzen und Komplikationen. Aber gerade deshalb ist unsere Beschneidung am achten Tag so gut.&nbsp; Jenny H. Yiee und Laurence S. Baskin zeigen in der medizinischen Fachzeitschrift Up to Date, dass Komplikationen bei 2 bis 6 von 1.000 beschnittenen Kindern auftreten. Zwanzigmal so viele Komplikationen werden bei Beschneidungen zwischen dem ersten und neunten Lebensjahr und zehnmal so viele Komplikationen bei Beschneidungen im Alter von über 10 Jahren gemeldet. Medizinische Experten sind sich einig, dass der beste Zeitpunkt für eine Beschneidung so früh wie möglich ist. In unserem Fall ist das der achte Tag. Das ist auch der Zeitpunkt, an dem die Blutgerinnung am stärksten ist. Rani Kasher behauptet, die Beschneidung sei in Amerika zur Routine für alle Kinder geworden, damit sie nicht mehr masturbieren. Die Wahrheit ist jedoch, dass 50-80 Prozent der amerikanischen Bevölkerung erst nach dem Ersten Weltkrieg beschnitten wurden, als die Soldaten viele Wochen in den Schützengräben verbrachten und sich aufgrund mangelnder körperlicher Pflege Infektionen zuzogen, die nur durch eine Beschneidung behoben werden konnten. Die Beschneidung hat viele medizinische Vorteile und rettet jedes Jahr das Leben von 7.000 Babys in Amerika.&#8221;</p>



<p><strong>hier geschieht etwas von höherer Bedeutung</strong></p>



<p>Chaim hat große Erfahrung mit vielen Beschneidungen jeden Tag bis nach Dubai: &#8220;Eine Beschneidung tut weh. Ich &#8211; und mit mir viele Beschneider &#8211; nehmen das Schmerzmanagement extrem ernst. Wenn nötig, betäuben wir vor Ort. Die Behauptung in der Ha&#8217;arets, der Schmerz bei der Beschneidung sei vergleichbar mit dem Herausziehen eines Nagels, ist aus der Luft gegriffen. Wir sprechen hier von der Vorhaut, die im Grunde genommen lose Haut um das Glied ist. Der Schmerz ist kurz und leicht. Das sieht man daran, dass 99 % der Babys fast sofort nach dem Eingriff aufhören zu weinen. Niemand tut Kindern gerne weh. Aber hier geschieht etwas von höherer Bedeutung. Sie werden in eine jahrtausendealte Tradition aufgenommen und werden Teil des jüdischen Volkes. Es ist undenkbar, dass die Beschneidung schädlich sein könnte. G&#8217;tt hat sowohl die materielle als auch die geistige Welt geschaffen. Für beide Erfahrungswelten ist die Beschneidung ein Segen&#8221;.</p>

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		<title>HISTORISCHE, MEDIZINISCHE UND JURISTISCHE ÜBERLEGUNGEN ZUR BRIT MILA &#8211; Teil 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jun 2023 09:30:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Interessantes im Judentum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich hatte mich nach der Beschneidung eines Neffen mit Chaim Leiter getroffen. Ich war besorgt über die vielen Kritiken, die an der jüdischen Beschneidung am achten Tag nach der Geburt geübt werden. Sogar hier in Israel gibt es in der jüdischen Bevölkerung eine Menge Widerstand gegen die Beschneidung. Laut Chaim, der selbst ein Mohel ist, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich hatte mich nach der <a href="https://judentum.online/hintergruende-der-brit-milah-beschneidung/">Beschneidung</a> eines Neffen mit Chaim Leiter getroffen. Ich war besorgt über die vielen Kritiken, die an der jüdischen Beschneidung am achten Tag nach der Geburt geübt werden. Sogar hier in Israel gibt es in der jüdischen Bevölkerung eine Menge Widerstand gegen die Beschneidung. Laut Chaim, der selbst ein Mohel ist, ist die Kritik übertrieben und &#8220;ungerechtfertigte Angst&#8221; vor dem Unbekannten.</p>



<p><strong>Historisches Argument</strong></p>



<p>Das Wetter war schön und wir saßen auf einer Terrasse an einer der schönsten Straßen Jerusalems, dem Mamilla-Boulevard. Fromme und Freie, Bürger und Ausländer und vor allem viele Touristen liefen an uns vorbei. Eine Augenweide, so viele verschiedene Menschen, die hierher kommen, um die heiligsten Stätten Israels zu besuchen. Chaim nippte an seiner Cola und schoss sofort los: &#8220;Es gab einen heftigen Angriff auf die Brit-Mila (Beschneidung) in der Ha&#8217;aretz, einer bekannten Zeitung hier. Die Überschrift des Artikels lautete: &#8220;Wir haben unseren ersten Sohn beschneiden lassen, warum sollten wir das auch bei unserem zweiten Sohn tun?&#8221;. In dem Interview kommen zwei Anti-Beschneidungs-Aktivistinnen, Ronit Tamir und Rani Kasher, zu Wort. Chaim ist mit ihrem Vorschlag ganz und gar nicht einverstanden: &#8220;Juden haben ihre Kinder seit den Tagen Abrahams beschneiden lassen. Ein wichtiges Argument ist unsere Geschichte. Wir haben immer für unsere Religionsfreiheit kämpfen müssen. Die Beschneidung jetzt zu verbieten, wäre eine Schande für die Gräber der vielen <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a>, die ihr Leben für ihren Glauben gegeben haben.&#8221; Ich fand dies eine interessante Perspektive, zumal die <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> selbst sagt, dass <a href="https://judentum.online/abraham-avraham-vorvater-des-judischen-volkes-ausfuehrliche-biographie/">Abraham</a> seine beiden Söhne Yischmael und Yitschak beschnitten hat. Kinderrechtsaktivisten wollen, dass die Kinder selbst über ihre Beschneidung entscheiden.</p>



<p><strong>Sollen die Kinder selbst entscheiden?</strong></p>



<p>Chaim war deutlich: &#8220;Die meisten jüdischen Eltern haben Angst vor Schmerzen und Komplikationen. Aber gerade deshalb ist unsere Beschneidung am achten Tag so gut.&nbsp; Jenny H. Yiee und Laurence S. Baskin zeigen in der medizinischen Fachzeitschrift Up to Date, dass Komplikationen bei 2 bis 6 von 1.000 beschnittenen Kindern auftreten. Zwanzigmal so viele Komplikationen werden bei Beschneidungen zwischen dem ersten und neunten Lebensjahr und zehnmal so viele Komplikationen bei Beschneidungen im Alter von über 10 Jahren gemeldet. Medizinische Experten sind sich einig, dass der beste Zeitpunkt für eine Beschneidung so früh wie möglich ist. In unserem Fall ist das der achte Tag. Das ist auch der Zeitpunkt, an dem die Blutgerinnung am stärksten ist. Rani Kasher behauptet, die Beschneidung sei in Amerika zur Routine für alle Kinder geworden, damit sie nicht mehr masturbieren. Die Wahrheit ist jedoch, dass 50-80 Prozent der amerikanischen Bevölkerung erst nach dem Ersten Weltkrieg beschnitten wurden, als die Soldaten viele Wochen in den Schützengräben verbrachten und sich aufgrund mangelnder körperlicher Pflege Infektionen zuzogen, die nur durch eine Beschneidung behoben werden konnten. Die Beschneidung hat viele medizinische Vorteile und rettet jedes Jahr das Leben von 7.000 Babys in Amerika.&#8221;</p>



<p><strong>Sowohl körperlich als auch spirituell gut</strong></p>



<p>Chaim hat große Erfahrung mit vielen Beschneidungen jeden Tag bis nach Dubai: &#8220;Eine Beschneidung tut weh. Ich &#8211; und mit mir viele Beschneider &#8211; nehmen das Schmerzmanagement extrem ernst. Wenn nötig, betäuben wir vor Ort. Die Behauptung in der Ha&#8217;arets, der Schmerz bei der Beschneidung sei vergleichbar mit dem Herausziehen eines Nagels, ist aus der Luft gegriffen. Wir sprechen hier von der Vorhaut, die im Grunde genommen lose Haut um das Glied ist. Der Schmerz ist kurz und leicht. Das sieht man daran, dass 99 % der Babys fast sofort nach dem Eingriff aufhören zu weinen. Niemand tut Kindern gerne weh. Aber hier geschieht etwas von höherer Bedeutung. Sie werden in eine jahrtausendealte Tradition aufgenommen und werden Teil des jüdischen Volkes. Es ist undenkbar, dass die Beschneidung schädlich sein könnte. G&#8217;tt hat sowohl die materielle als auch die geistige Welt geschaffen. Für beide Erfahrungswelten ist die Beschneidung ein Segen&#8221;.</p>

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		<item>
		<title>ABTREIBUNG UND JUDENTUM &#8211; Parascha Nasso</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2022 19:21:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenabschnitt Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Abtreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Buch Bamidbar]]></category>
		<category><![CDATA[Nasso]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; בסייד In der Parscha lesen wir von einer Frau, der es offenbar schwer fällt, die ehelichen Sitten zu respektieren. Manchmal kommt es vor, dass eine Frau durch Ehebruch schwanger wird. Unter solchen Umständen bitten die Menschen oft um eine Abtreibung. Dies ist ein großes Problem sowohl für das jüdische als auch für das noachidische [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-right">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; בסייד</p>



<p>In der Parscha lesen wir von einer Frau, der es offenbar schwer fällt, die ehelichen Sitten zu respektieren. Manchmal kommt es vor, dass eine Frau durch Ehebruch schwanger wird. Unter solchen Umständen bitten die Menschen oft um eine Abtreibung. Dies ist ein großes Problem sowohl für das jüdische als auch für das noachidische Recht. In diesem Zusammenhang wurde ich nach meiner Meinung gefragt. Abtreibung ist auch im nichtjüdischen Umfeld ein heißes Thema.</p>



<p><strong>ABTREIBUNG UND <a href="https://judentum.online/judentum-was-ist-das/">JUDENTUM</a></strong></p>



<p><strong>Heute wurde ich mit der folgenden Aussage konfrontiert: </strong><strong>‚</strong><strong>Die Religion sollte eine St</strong><strong>ü</strong><strong>tze f</strong><strong>ü</strong><strong>r Frauen sein, die eine Abtreibung erw</strong><strong>ä</strong><strong>gen</strong><strong>‘</strong><strong>.</strong><strong></strong></p>



<p>Diese Aussage scheint davon auszugehen, dass die Religion den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Das Judentum gibt den Menschen viel Raum, Rechte und Schutz, aber die Religion im Allgemeinen stellt G&#8217;TT in den Mittelpunkt. Und auch im Judentum steht das Leben im Mittelpunkt.</p>



<p>Das Judentum ist prinzipiell gegen Abtreibung. Falls eine Abtreibung erwünscht ist, kann man eine große halachische (jüdisch-juristische) Autorität konsultieren, um zu klären, ob in diesem speziellen Fall eine Hetter (Dispensierung) aufgrund zwingender Umstände möglich ist.</p>



<p>In unserer Umgebung gibt es viele Ansichten. Einerseits hören wir oft, dass die freie Abtreibung wichtig für die Befreiung der Frauen ist. Die Befürworter konzentrieren sich auf die Wünsche der Mutter und sind der Meinung, dass hier ohnehin zu viele Menschen leben und dass gerade das &#8220;geborene Leben&#8221; geschützt werden muss: Ungewollte Kinder sind eine Katastrophe.</p>



<p><strong>wir sch</strong><strong>ä</strong><strong>tzen das Leben</strong></p>



<p>Warum ist das Judentum grundsätzlich gegen die Abtreibung? Weil wir das Leben schätzen und davon ausgehen, dass das Leben fast immer dem Nichtleben vorzuziehen ist. Die Gegner der Liberalisierung des Schwangerschaftsabbruchs in Deutschland oder in den Niederlanden berufen sich auf den Schutz des ungeborenen Lebens. Frauen, die abtreiben, und Ärzte, die sie dabei unterstützen, werden als &#8220;Kindermörder&#8221; bezeichnet: &#8220;Wagen wir es, die Frucht, den Lohn G&#8217;ttes, zu töten? Der Schwangerschaftsabbruch untergräbt den &#8220;zivilisierten&#8221; Charakter unserer Gesellschaft.</p>



<p>Sollte das Judentum Frauen, die vor einer Entscheidung stehen, unterstützen und wie? Ja, wir sollten sie immer unterstützen, aber das bedeutet in der Regel, dass wir sie bei der Bewahrung des Kindes unterstützen. Nur in großer Not &#8211; und je nach Stadium der Schwangerschaft &#8211; unterstützen wir auch andere Entscheidungen.</p>

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		<item>
		<title>Warum milchig Essen am Schavuot? &#8211; Parascha der Woche für Kinder &#8211; Parascha Bamidbar</title>
		<link>https://judentum.online/warum-milchig-essen-am-schavuot-parascha-der-woche-fuer-kinder-parascha-bamidbar/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 May 2022 20:23:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wochenabschnitt für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenabschnitt Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Bamidbar]]></category>
		<category><![CDATA[Buch Bamidbar]]></category>
		<category><![CDATA[Parascha der Woche fuer Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bemidbar&#160; במדבר Liebe Kinder, Ich will kurz etwas erzählen über das Schavuot Fest, das bald anfangt. Schavuot &#8211; oder Wochenfest &#8211; kommt sieben Wochen nach Pesach. Schavuot gehört zu die drei Fuß-Festen: ·&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; Pesach, ·&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; Schavuot und ·&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; Sukot. Das sind die Festen die alle in die Tora schon beschrieben sein. In die Zeit von [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p>Bemidbar&nbsp; במדבר</p>



<p></p>



<p>Liebe Kinder,</p>



<p>Ich will kurz etwas erzählen über das Schavuot Fest, das bald anfangt.</p>



<p>Schavuot &#8211; oder Wochenfest &#8211; kommt sieben Wochen nach Pesach.</p>



<p>Schavuot gehört zu die drei Fuß-Festen:</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Pesach,</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schavuot und</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sukot.</p>



<p>Das sind die Festen die alle in die <a href="https://judentum.online/tora-wichtiges-basiswissen/">Tora</a> schon beschrieben sein. In die Zeit von der Tempel haben die <a href="https://judentum.online/was-sind-jueden-ein-volk-oder-religion/">Juden</a> die mitsva gehabt während diese Festen nach Jerusalem zu gehen (zu Fuß!) um in der Tempel die Chagim (Feste) zu feiern.</p>



<p>Von Pesach wissen wir dass wir keine <a href="https://judentum.online/was-ist-so-schlimm-an-meinem-broetchen/">chametz</a> essen dürfen sondern Matzot, 8 Tage nach einander.</p>



<p>Von Sukot wissen wir dass wir draußen sitzen, in die Sukka.</p>



<p>Aber Schavuot ist der Einzige von diese Chagim der keine spezielle Vorschriften hat, sowie die beide andere Festen.</p>



<p>Schavuot ist aber ein ganz wichtiges Fest, weil das Jūdische Volk mit Schavuot die Tora beim Berg Sinai bekommen hat, von G&#8221;tt selbe gegeben.</p>



<p>Und die Tora mit ihren Geboten ist doch die Grundsatz, die Basis für dem Jüdischen Glaube.</p>



<p>Die Berg Sinai war eine der Berge in die Wüste und G&#8221;tt hat Sich für diese Platz entschieden, weil der Sinai ganz anspruchslos war und kahler Felsen hatte. In die Wüste wachste ja gar nichts.</p>



<p>Aber sobald Sich G&#8221;tt offenbarte war die Berg Sinai völlig gewachsen mit wunderschönen Pflanzen und Blumen, weil wo unser G&#8221;tt ist wird alles wachsen und blühen.</p>



<p>Dass sehen wir auch in Israel, wo die Juden die Wüste in voller Blüte gebracht haben.</p>



<p>Deswegen ist die Tradition das wir die Synagoge und unsere Häuser aufschmucken mit Blumen und grüne Pflanzen.</p>



<p>Ein andere Tradition mit Schavuot ist das essen von milchige Speisen, so wie die berühmte Käsekuchen und süße Blintzes gefūllt mit Quark.</p>



<p>Einer der Gründe ist, das die Tora verglichen werd mit &#8216;Milch und Honig unter die Zunge&#8217;.</p>



<p>Und der zweite Grund ist das beim Berg Sinai das Land Israels versprochen wurde. Und das Land Israel wird in die Tora &#8220;eretz savat chalav udeWasch&#8217; genennt: das Land dass&nbsp; überfließt von Milch und Honig.</p>



<p>Er war noch ein Grund warum das Jūdische Volk milchig gegessen hat, nachdem die Tora offenbar gemacht war. Bis damals hat es noch keine Kaschrut gegeben. Aber jetzt wurden alle Gesetze von koscher bekannt und konnten die Juden nur milchig essen.</p>



<p>Es ist auch ein wichtige Brauch um die erste Tag von Schavuot in die Synagoge zu gehen, nicht nur die Männer sondern auch alle Frauen und Kinder, und aufmerksam zuhören wann aus die Sefer Tora die zehn Geboten gelesen werden, weil das sind die wichtigste Fundamente für die ganze Welt.</p>



<p>Chag sameach und ich hoffe allen wieder bald in der Synagoge zu begrüßen!</p>

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		<item>
		<title>Die Heiligkeit des jüdischen Ehelebens &#8211; Teil 5</title>
		<link>https://judentum.online/die-heiligkeit-des-juedischen-ehelebens-teil-5/</link>
					<comments>https://judentum.online/die-heiligkeit-des-juedischen-ehelebens-teil-5/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Apr 2022 18:45:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Für Ehepaare]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen zwischen Ehepartnern]]></category>
		<category><![CDATA[Eheleben]]></category>
		<category><![CDATA[familie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Folge 5 TAHARAT HAMISCHPACHA Im Status der verheirateten Frau unterscheiden wir zwei Möglichkeiten: 1) Oder sie ist nidda (unrein) 2) Oder sie ist tehora (rein) Dieser Status wechselt ab. Es gibt keine andere Option, auch keinen Zwischenstatus. In beiden Fällen müssen sowohl Männer als auch Frauen lernen, miteinander umzugehen. Jede Periode kann in zwei Teile [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://judentum.online/die-heiligkeit-des-juedischen-ehelebens-teil-5/">Die Heiligkeit des jüdischen Ehelebens &#8211; Teil 5</a> erschien zuerst auf <a href="https://judentum.online">Judentum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Folge 5 TAHARAT HAMISCHPACHA</p>



<p>Im Status der verheirateten Frau unterscheiden wir zwei Möglichkeiten:</p>



<p>1) Oder sie ist <em><a href="https://judentum.online/die-heiligkeit-des-juedischen-ehelebens-teil-4/">nidda</a> </em>(unrein)</p>



<p>2) Oder sie ist <em>tehora</em> (rein)</p>



<p>Dieser Status wechselt ab. Es gibt keine andere Option, auch keinen Zwischenstatus. In beiden Fällen müssen sowohl Männer als auch Frauen lernen, miteinander umzugehen.</p>



<p>Jede Periode kann in zwei Teile geteilt werden. In der Reinigungsperiode werden Aktivitäten zur Vorbereitung der Nidda-Periode durchgeführt, und in der Nidda-Periode werden Aktionen zur Vorbereitung der Reinigungsperiode durchgeführt. Zur Vereinfachung können wir das Obige schematisch zeigen.</p>



<p><strong>Tehora </strong>(rein):</p>



<p>a) Wie geht man miteinander um?</p>



<p>b) Vorbereitung auf die Nidda-Periode.</p>



<p><strong>Nidda</strong>:</p>



<p>a) Wie geht man miteinander um?</p>



<p>b) Vorbereitung auf die reine Periode.</p>



<p>Der Frau wurde hier mit großer Verantwortung eine sehr wichtige Aufgabe übertragen. Sie kümmert sich um die Tahara (Reinheit) von Am Yisrael. Die Verantwortung ist so groß, weil ihr Ehemann dabei völlig von ihr abhängig ist und sie und er sich darauf verlassen müssen, dass sie alle Halachot (gesetzlichen Bestimmungen) strikt befolgt, weil es keinen Menschen gibt, der sie prüft. G&#8217;tt hat auch viel Vertrauen in die Frau, dass sie seinen Reinheitsgeboten folgt. Deshalb hat Er ihr, die Mitzwa von Taharat Hamischpacha, in ihren Händen gegeben.</p>



<p><strong>Um rein zu werden</strong></p>



<p>Die Aktionen, die eine Frau, die Nidda ist, tut, um rein zu werden, sind:</p>



<p>1)<em> Hefsek Tahara und moch dachuk.</em></p>



<p>2) <em>Schiw&#8217;a neki&#8217;im</em> = 7 reine Reinigungstage mit den entsprechenden Kontrollen (Bedikot).</p>



<p>3) <em>Chafifa</em> = gründliches Waschen des gesamten Körpers.</p>



<p>4) <em>Ijun</em> = Überprüfung, ob der Körper von Kopf bis Fuß wirklich sauber ist und nichts vergessen wurde.</p>



<p>5) <em>Tevila</em> = Eintauchen in eine <a href="https://judentum.online/weshalb-haben-wir-ein-rituelles-bad-eine-mikwe/">Mikwa</a> (Ritualbad).</p>



<p>Wir werden die Details mit G&#8217;ttes Hilfe in zukünftigen Abteilungen besprechen.</p>



<p><strong>als hätte sie ein schönes Opfer gebracht</strong></p>



<p>In Schir haschirim (5,11) sagt König Schlomo vom Ewigen: &#8220;kwutzotav taltalim schechorot keorew&#8221; = ´seine lockigen Haarsträhnen sind schwarz wie ein Rabe´</p>



<p>Der Midrasch Raba sagt: Dies sind die tilee tilim = viele Hügel, d.h. große Mengen von Halachot, die zu schwarz und zu unangemessen erscheinen, um öffentlich diskutiert zu werden, und dies sind die Halachot von Taharat hamischpacha. Über diese Halachot sagt der Ewige, dass sie angenehm sind.</p>



<p>Auch in den Opfern wird ein Ausdruck mit arew = angenehm verwendet (Maleachi 3, 4). Nun können wir erfahren, dass sich eine Frau mit dem Einhalten der Halachot von TAHARAT HAMISCHPACHA, genauso verhält und es dem Ewigen, gelobt sei Er, dabei angenehm ist, als hätte sie ein schönes Opfer gebracht.</p>



<p><strong>Halachot mit musikalischen Noten vergleichen</strong></p>



<p>Wir können die Mitzwa von TAHARAT HAMISCHPACHA mit einer schönen Melodie und die Halachot mit musikalischen Noten vergleichen: So wie die Melodie nicht ohne die Noten gespielt werden kann und wenn sogar eine Note einen Halbton höher oder tiefer gespielt wird, so klingt die Melodie falsch.</p>



<p>So ist es auch mit der Mitzwa der TAHARAT HAMISCHPACHA: Bloß schöne Gedanken und Philosophien um die Mitzwa bringen nichts. Die Mitzwa drückt sich in der praktischen Ausführung der Halachot mit exakter Genauigkeit aus. Wenn man hier &#8220;betrügt&#8221;, d.h. die Halachot hier oder dort nicht genau folgt, ist die Mitzwa nicht perfekt. Um die Melodie schön klingen zu lassen, muss man viel üben und wiederholen; ähnlich bei Halachot. Wir müssen diese wiederholen und / oder zu Lektionen zu diesem Thema gehen, um bei Halachot keine Fehler zu machen.</p>



<p><strong>Lernen öffnet Kanäle&nbsp;</strong></p>



<p>Vor allem, nachdem eine Frau für eine Weile nicht zur Mikwa gehen musste, weil sie beispielsweise schwanger war oder keine Menstruation hatte, durch Stillen. So kann es sein, dass sie etwas vergessen haben und es notwendig ist, dies zu wiederholen.</p>



<p>Es ist ratsam, dass Mann und Frau die Halachot zusammen lernen. Lernen öffnet Kanäle, die es einfacher machen, über schwer zu diskutierende Dinge zu sprechen, und fördert so die spirituelle Verbindung zwischen ihnen.</p>



<p>Das Gefühl der Freude bei der Erfüllung der Mitzwa ist wichtig, nicht das Gefühl, &#8220;es muss getan werden&#8221; oder &#8220;wir haben keine Wahl&#8221;. Die Freude gibt der Mitzwa eine tiefere Dimension. Die Mitzwa ist daher perfekter.</p>

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			</item>
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		<title>DER ÜBERGANG VON DER NICHT OBLIGATORISCHEN ZUR OBLIGATORISCHEN ZÄHLUNG IN DER ZEIT DES OMERS</title>
		<link>https://judentum.online/der-uebergang-von-der-nicht-obligatorischen-zur-obligatorischen-zaehlung-in-der-zeit-des-omers/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dajan Raphael Evers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Apr 2022 16:42:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interessantes im Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[Junge nach 13]]></category>
		<category><![CDATA[Omer Zählung]]></category>
		<category><![CDATA[Rabbinische Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Bar-Mizwa]]></category>
		<category><![CDATA[Giur]]></category>
		<category><![CDATA[Omer]]></category>
		<category><![CDATA[Omer zaehlen]]></category>
		<category><![CDATA[Omerzaehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Omerzeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>בסייד BAR-MITZWA UND GIUR INMITTEN DER OMER-ZÄHLUNG Frage: Wie soll ein Minderjähriger, der in der Mitte der Omer-Zählung Bar-Mitzwa wird, mit seiner Omer-Zählung umgehen? Kann er nach seiner Bar-Mitzwa weiter mit Beracha zählen oder fehlen ihm sieben ganze Wochen, da er vor seiner Bar-Mitzwa als Kind nicht verpflichtet gezählt hat und nach seiner Bar-Mitzwa als [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-right">בסייד</p>



<p><strong>BAR-MITZWA UND <a href="https://judentum.online/giur-uebertritt-zum-judentum/">GIUR</a> INMITTEN DER OMER-Z</strong><strong>Ä</strong><strong>HLUNG</strong><strong></strong></p>



<p><strong>Frage: </strong>Wie soll ein Minderjähriger, der in der Mitte der Omer-Zählung Bar-Mitzwa wird, mit seiner Omer-Zählung umgehen?</p>



<p>Kann er nach seiner Bar-Mitzwa weiter mit Beracha zählen oder fehlen ihm sieben <em>ganze </em>Wochen, da er vor seiner Bar-Mitzwa als Kind nicht verpflichtet gezählt hat und nach seiner Bar-Mitzwa als Erwachsener zum Zählen verpflichtet ist (das Zählen vor der Bar-Mitzwa zählt vielleicht nicht mit)?</p>



<p><strong>Antwort: </strong>Die Diskussion dreht sich um eine grundlegendere Frage: Gilt die Erfüllung der Gebote in einer Zeit, in der man als Minderjähriger noch nicht verpflichtet ist, Ge- und Verbote zu vollständig beachten, als Pflichterfüllung?</p>



<p>Die Halacha besagt, dass ein Junge, der als Minderjähriger mit dem Omer-Zählen begonnen und keinen Tag ausgelassen hat, dies auch nach seiner Bar-Mitzwa <em>mit</em> Beracha tun darf. Die Zählung während seiner Minderjährigkeit wird als ausreichend für das Kriterium der ganzen Wochen angesehen, da er aufgrund von chinuch &#8211; aus erzieherischen Gründen &#8211; noch zum Zählen verpflichtet war. Diese freiwillige Zählung wurde von den Chachamim (Weisen) vorgeschrieben, um das Kind auf seine Barmitzwa vorzubereiten, und ist daher mehr oder weniger mit der verpflichtenden Zählung gleichzusetzen. Er/sie kann also nach der Bar- oder Batmitzwa mit einer Beracha weiter zählen.</p>



<p><strong>Z</strong><strong>ä</strong><strong>hlen, aber ohne Beracha</strong><strong></strong></p>



<p>Ein Proselyt (Ger oder Gioret) jedoch, der während der Omer-Zeit ins <a href="https://judentum.online/judentum-was-ist-das/">Judentum</a> übergetreten ist, muss die verbleibende Omer-Zeit ohne eine Beracha zählen, da sein Zählen vor seinem Übertritt ins Judentum nicht als Erfüllung eines Gebots angesehen wird, da er vor seinem Giur noch nicht-Jüdisch war und noch nicht verpflichtet war, die Gebote zu erfüllen. Daher ist seine Zählung nicht vollständig genug, um die verbleibende Zeit mit Beracha zu zählen.</p>

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                <div class="daexthefup-button-text">Ja (1)</div>
            </div>

										
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                <div class="daexthefup-button-text">Nein</div>
            </div>

			                        </div>
                    </div>
                </div>

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