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CHAMEZ – Was ist so schlimm an meinem Brötchen?

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CHAMEZ – Was ist so schlimm an meinem Brötchen?

An Pessach wird “Chamez” (Gesäuertes) vollkommen aus unserem Leben verbannt. Sieben Tage lang ist es verboten Chamez zu essen, jeglichen Nutzen davon zu haben und ihn zu besitzen.


Was ist so schlimm an einem gewöhnlichen Brötchen und den Nudeln, welche wir normalerweise nicht so rational verfolgen und nicht aus unseren Häusern vertreiben?

Unser Wille ist es Deinen (G´ttes)Willen zu erfüllen, aber die Hefe im Teig (Yezer HaRa – Der Böse Trieb) hindert uns daran” (Talmud Brachot 17a)


Unsere Weisen sehen in der Hefe, also der Substanz, welche dafür sorgt, dass der Teig steigt ein Symbol für den Yezer HaRa – den Bösen Trieb. Aus diesem Grund verbietet uns die Tora sieben Tage lang jeglichen Chamez zu essen, zu benutzen und zu besitzen, weil wir damit symbolisch den Yezer HaRa aus unserem Leben vertilgen.

Welche Ähnlichkeit hat Chamez mit dem Yezer HaRa, dass dieser ihn symbolisiert?

Die Hefe sorgt dafür, dass der Teig steigt. Wenn wir keine Hefe hinzufügen und die Zutaten nicht gären lassen, dann wird der Teig nicht aufgehen und wir bekommen eine Art von Cracker.

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Rabbi Israel Salanter (1810-1883) erklärt, dass der Yezer HaRa uns mit Hilfe unserer Vorstellungskraft und Fantasie manipuliert. Er lässt Dinge viel größer erscheinen, als sie in Wirklichkeit sind und versucht uns davon zu überzeugen, dass dies die Realität sei. Er redet uns ein, dass diese verbotene Speise oder Handlung uns den größten Genuss liefern wird, welchen wir je im Leben hatten und wir es bereuen werden, falls wir es nicht probieren. Er lässt uns leere Träume und Fantasien verfolgen, in der Überzeugung, dass wir damit glücklich(er) sein werden.

Neulich haben wir von Arie Blau berichtet (Die Wahrheit über Hollywood), welcher uns die Wahrheit über Hollywood und den damit verbundenen Lebensstil offenbart, dass das angeblich glückliche Leben in Glanz & Glamour nur eine Illusion sei. Dies ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie der Yezer HaRa funktioniert und wir sehen, dass er damit sehr erfolgreich ist und viele Menschen diesen Lebensstil beneiden.


Jedoch ist all dies nur Fake und genau wie ein aufgehender Teig in sich zusammenschrumpft, wenn man ihn aufdeckt, so fällt auch das Leben eines Menschen, wie ein Kartenhaus in sich zusammen, sobald er die Wahrheit erfährt und versteht, wofür er sein Leben und seine Zeit verschwendet hatte.
An Pessach vertreiben wir den ganzen Chamez und essen anstattdessen Mazza, einen flachen Cracker aus Wasser und Mehl. Mazza symbolisiert die Realität, weil sie bleibt, wie sie ist und nicht aufgeht. Sie lehrt uns, die Illusion verlassen und in die Realität zurückkehren und das zu wollen und tun, was uns wirklich glücklich macht!

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Pessach Sameach!

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