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HAFTARA Hoschea 2:1-22 zur Parascha Bamidbar

HAFTARA SIMCHAT TORA Jehoschua Hauptkapitel 1
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Parscha BAMIDBAR: HAFTARA Hoschea 2:1-22

Der Prophet Hoschea setzte sich gegen Missstände und Götzendienst ein

Hoschea prophezeite während der außerordentlich langen Zeit von 90 Jahren und lebte zu Zeiten von Jesaja. Er setzte sich gegen Missstände und Götzendienst ein und wandte sich hauptsächlich zum Nordreich, den zehn Stämmen des Jüdischen Volkes, die den Norden Israels bewohnten. Letztendlich wurden die zehn nördlichen Stämme durch die Assyrier, als deren Gefangene, weggeführt. (Zu Deutsch heute würde das mit: „Umgesiedelt“ bezeichnet werden).

Hoschea kommt mit einer Trost-Prophezeiung:

„Aber einst werden die Kinder von Israel so zahlreich wie die Sandkörner am Meer sein, die nicht zu messen und nicht zu zählen sind. Und wo gegen denen gesagt wird: „Ihr seid mein Volk nicht mehr“, würden sie wieder die Kinder des lebendigen G“tt genannt werden. Dann werden die Kinder von Juda (Judäa) und die Kinder von Israel (das Nordreich) wieder zusammenkommen und EINEN (gemeinsamen) Anführer einsetzen. Am Tag, an dem G“tt selbst sähen wird, am großen Tag von Jisre‘ejl (nicht Jisraejl!) werden sie aus der Erde empor sprießen. Dann nennt Ihr Euere Brüder wieder Ammi – „Mein Volk“ und Euere Schwestern wieder Ruchama“ – Mitleid.

Was war geschehen? Die Beziehung zwischen G“tt und dem Jüdischen Volk wird wegen des starken Liebesbandes mit der Beziehung zwischen Mann und Frau verglichen. Der Prophet Hoschea wurde von G“tt gefragt, was ER mit den sündigen Juden anfangen oder anstellen sollte.

Weshalb tauschst Du das Jüdische Volk nicht gegen ein anderes Volk aus?

Hoschea antwortete mit einer Gegenfrage: weshalb tauschst Du das Jüdische Volk nicht gegen ein anderes Volk aus? G“tt hätte lieber gesehen, dass Hoschea die Juden verteidigen würde. Aber er tat das nicht. Über ein Vergleichen ließ G“tt Hoschea empfinden, wie ER, G“tt, die Loslösung oder das Abkapseln der Juden empfand. Hoschea sollte eine „Dame der leichten Sitten“ heiraten, eine Gomer bat Divlaim. 

-Den ersten Sohn sollte Hoschea Jisre’ejl nennen, da die zehn nördlichen Stämme schnell in die Diaspora ziehen sollten und unter den Völkern sich verstreuen.

-Das zweite Kind, eine Tochter, sollte „lo ruchama“ heißen, da G“tt mit den nördlichen Stämmen kein Mitleid haben würde. Den nächsten Sohn sollte Hoschea „lo ammi“ – „nicht Mein Volk“ nennen, da die Juden sich nicht als G“ttes Volk benahmen. Danach bekam Hoschea die Anweisung, die Frau von sich zu entfernen, worauf Hoschea sagte, das sei für ihn unmöglich.

eine Standpauke

G“tt hielt Hoschea eine Standpauke und sagte, dass auch ER sich nicht von den Bnej Jisraejl würde trennen können. Hoschea gelangte zur Einkehr (oder Einsicht) und bat HaSchem, G“tt, die negativen Entscheidungen gegen die zehn Stämme rückgängig zu machen.

G“tt ließ Hoschea prophezeien, dass alle negativen Entscheidungen in positive umgewandelt würden. Nicht MEIN Volk würden Söhne des lebendigen G“ttes, „no mercy – kein Mitleid“ würde Ruchama, die aus Mitleid gehegte und nach der Verbannung, dem Exil, würden die Juden zu Zeiten des Maschijach von überall auf der Welt wieder vereint werden.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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