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HAFTARA SIMCHAT TORA: Jehoschua Hauptkapitel 1

HAFTARA SIMCHAT TORA Jehoschua Hauptkapitel 1
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Jehoschua ben Nun, Mosches Nachfolger 

In der Parascha haben wir gelesen: „So starb Mosche, der Diener von HaSchem…Die Bnej Jisraejl hörten auf Jehoschua ben Nun, da er vom den Geist der Weisheit beseelt war, seit Mosche seine Hände auf ihn gelegt hatte. (Durch diese Berührung hatte Mosche seine Weisheit auf Jehoschua spirituell übertragen). Hiermit taten die Bnej Jisraejl das, was HaSchem Mosche beauftragt hatte“ (Deut. 34:5-9).

die Jüdische Geschichte geht als eine lebende Wirklichkeit weiter

Um sofort nach Beendigung der Thora mit dem ersten Hauptkapitel des Buches Josua fort zu setzen, erscheint als eine logische Wahl. Hiermit zeigen wir deutlich auf, dass die Jüdische Geschichte als eine lebende Wirklichkeit weitergeht und nicht beim Tod von Mosche, dem größten Jüdischen Anführer, den wir jemals gehabt haben, zum Stillstand kommt oder angehalten wird. Die Haftara schließt somit nahtlos an die Parascha an, umso mehr, da bereits früher in Dewarim (Deut. 3:17 und 23) Mosche dem Jehoschua schon Mut zugesprochen hatte.

das Gebet von König Salomo 

Aber das ist nicht immer so gewesen. Der Talmud zeigt auf, dass die Haftara dieses Schabbats eigentlich die Tefilla, das Gebet von König Salomo bei der Einweihung des ersten Bejt Hamikdasch, des Tempels, hätte sein sollen.

Wechsel von Jom Tow zu den Werktagen 

Diese Haftara ist jedoch sehr passend zum Zeitabschnitt. Am Ende der Thora werden die vorzüglichen Eigenschaften von Mosche beschrieben: „Nie mehr ging aus und innerhalb von Israel ein Prophet wie Mosche hervor, mit dem HaSchem so vertrauensvoll umging. Durch ihn hat HaSchem dem Pharao und seinem ganzen Land Wunder sehen lassen. Von Mosche’s Taten, mit denen er überall einen enormen Eindruck hinterließ, ist ganz Israel Zeuge gewesen“. Die Leitung durch Jehoschua war viel einfacher, als die von Mosche.

Der Wechsel von Mosche zu Jehoschua ist mit dem Wechsel von Jom Tow zu den Werktagen, die wir nach Ende von Simchat Thora mitmachen, zu vergleichen. Es geschahen noch viele Wunder, auch nach dem Versterben von Mosche, aber was die Tiefe und die Häufigkeit betrifft, waren diese nicht mit den Wundern aus der Zeit von Mosche zu vergleichen.

zu einer Existenz als Bauern in Israel

Der Zeitraum von Jehoschua begleitete die Juden, kommend von einem übernatürlichen Dasein in der Wüste mit Manna, Wasser aus der Quelle von Mirjam und den Ananej Hakawod, den Wolken der G“ttlichen Majestät, zu einer Existenz als Bauern in Israel.

keinen Augenblick ohne Leitung

Jehoschua war bereits zu Lebzeiten von Mosche angestellt worden, so dass Am Jisraejl keinen Augenblick ohne Leitung war. Jehoschua hatte Mosche nie auch nur einen Augenblick allein gelassen und hatte sich somit an den überwältigenden Kenntnissen seines Rebbes erfreuen können. Jehoschua hatte mehr als wer auch immer Tag und Nacht Kontakt zu Mosche. Er konnte genau lernen, wie ein Jüdischer Anführer und Prophet sich verhielt, auch in seinem privaten Leben.

Deshalb war Jehoschua die am meiste geeignete Person für die Nachfolge von Mosche.

Chag same’ach!

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

Bräuche am Simchat Tora

Sukkot ist die Zeit, in der man bedenkt, wie G-tt die Juden beim Auszug aus Ägypten geschützt hat.

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