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Jeden Tag erhielten wir Manna – Parascha Beschalach

Jeden Tag erhielten wir Manna - Parascha Beschalach
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Es ist eine gute Sitte, jeden Tag den Thora-Bereich über das Manna zu lesen. Dieses steht auch am Ende des Morgengebets in manchen Siddurim (Gebetbüchern).

Hierfür gibt es zwei Gründe:

·         damit der Mensch glauben soll, dass alle Parnassa (Einkünfte) von Oben kommen. Dieses wird beim Manna klar: niemand erhielt zu viel oder zu wenig vom Manna; jeder erhielt seinen Omer (ungefähr 2 Kilo) Manna.

·         Damit der Mensch darauf vertrauen sollte, dass er seine Parnassa von Oben bekommt.

Glauben ist mehr eine intellektuelle Aktivität und erzeugt Sicherheit aus Überlegung oder Nachdenken, während Vertrauen eine mehr emotional gefärbte Sicherheit ergibt.

Ein Intellektueller kann wissen, dass er alles von G“tt erhält, aber sobald er auf die Probe gestellt wird, kann er in Panik geraten.

Der Mensch, der wirklich auf G“tt vertraut, wird viel schwieriger aus dem Gleichgewicht zu bringen sein, da er ein emotional Glaubender ist.

Die Verfestigung des Glaubens, dass alles von Oben kommt, ist etwas dauerhaftes, dass immer stimmt. Deshalb sollte der Bereich über das Manna auch an Schabbat gesagt werden dürfen.

 Aber wenn der Bereich über das Manna mehr als eine „Abwendung von allen Störungen in der Parnassa“ betrachtet wird, würde man gut daran tun, diesen Bereich nicht an Schabbat zu rezitieren, da man an Schabbat Ruhe finden sollte und an den Allmächtigen keine Ansinnen über tägliche Bedürfnisse richten sollte.

Es bleibt also eine Angelegenheit individueller Ebene von Glaube und Vertrauen…  

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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