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Menschliches Denken versus g´ttlichen Ursprung

Noach Kuzari
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Die meisten zivilisierten Nationen haben einen Großteil des noachidischen Systems in ihre Gesetze aufgenommen. Das wichtigste Element, die Erkenntnis, dass das noachidische System auch aus der g´ttlichen Offenbarung auf dem Sinai stammt, ist jedoch in Vergessenheit geraten. Wenn der gesamte Gesetzgebungsprozess nur eine menschliche Angelegenheit bleibt und man den g´ttlichen Ursprung der Staatsstruktur nicht anerkennen will, ist die Noachiden-Mission nicht erfüllt.

Wenn die menschliche Vernunft der letzte Prüfstein für das ist, was erlaubt und nicht erlaubt ist, möglich und nicht möglich ist, besteht die reale Gefahr, dass die Menschheit zu einem bestimmten Zeitpunkt entscheidet, dass mehrere andere Bürger kein Recht auf Leben haben. Dies kann sogar bei den zivilisiertesten Nationen der Fall sein. Das haben wir vor Jahrzehnten persönlich erlebt. Einer der Geburtsorte der westlichen Hoch-Kultur lag in Deutschland. Dort wurde zu einem bestimmten Zeitpunkt, staatlich, fast einstimmig entschieden, dass verschiedene Minderheitengruppen (Juden, Sinti Roma, Mischlinge, Behinderte) kein Existenzlebensrecht mehr haben. Trotz zivilisierter Hochkultur in Deutschland hatten leider zu viele Menschen den g´ttlichen Moment aus dem gesellschaftlichen Leben verbannt.

Zu viele sanken, auch aufgrund Wirtschaftlicher Not und falscher Versprechen in die tiefsten Täler der Bestialität, während jene, zu dieser dunkelsten Periode der Menschheitsgeschichte davon ausgegangen waren, dass sie richtig und scheinbar gerecht handelten. Ich gebe zu, es ist ein extremes Beispiel, aber es zeigt, was möglich ist, wenn die Menschen die Grundprinzipien der noachidischen Gesetzgebung ignorieren.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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