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Der Pharao: DER ERSTE HOLOCAUST-LEUGNER – Parascha Beschalach

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Der Pharao: DER ERSTE HOLOCAUST-LEUGNER – Parascha Beschalach

Der Pharao: DER ERSTE HOLOCAUST-LEUGNER

Mit den regelmäßig wiederkehrenden, jedoch immer wieder überraschend althergebrachten Holocaustleugnungen im Hinterkopf und mit Bezug auf das Auschwitzgedenken am 27. Januar, also heute, las ich die Texte in der Parascha Beschalach als inhaltlich sehr zeitnah. Pharao war der erste Holocaustleugner. Nach zweihundertundzehn Jahren der schlimmsten Unterdrückung und Mord meinte Pharao, es sei nichts geschehen. Gefühle und Verstand waren nicht eingeschaltet.

„Dem Pharao wurde überbracht, das Volk sei geflohen und sein Herz und die seiner Diener veränderten sich: was hatten wir getan? Um Israel fort zu schicken, damit es uns nicht mehr dienlich sein sollte?“ (14:5). Erstaunlich!

Es durfte Pharao nicht erstaunen! Er hatte sie zweihundertundzehn Jahre furchtbar gepeinigt. Als ob nichts geschehen sei, wollte er seine ehemaligen Sklaven zurück holen. Darüber hinaus war Pharao durch die zehn Plagen hierzu gezwungen. Pharao hatte keine Wahl.

Bezug zur Wirklichkeit verloren

Rabbi Ja’akov Kaminetzki (achtzehnhunderteinundneunzig bis neunzehnhundertsechsundachtzig) vertieft in seinen Aussagen den Kampf zwischen Gefühl und Verstand. Wenn unsere Gefühle und Empfindungen nur stark genug sind, können sie die Wahrnehmung der Wirklichkeit enorm beeinflussen. Unser Weggang war eine schwerwiegende wirtschaftliche Krise. Ägyptens Wunsch, das Jüdische Volk wieder zurück zur Sklaverei zu bringen war so groß, dass sie es selbst mitten durch ein stürmisches Meer verfolgte. Natürlich hatte Pharao eine gute Erklärung: der Wasserstand des Schilfmeeres war durch einen Orkan gewaltig erhöht (14:21). Er sah die Hand G“ttes nicht, geblendet wie er durch seinen Hass, durch sein Empfinden und durch seine Interessen war.

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Das gesamte Ägyptische Heer wurde durch eine fehlerhafte Entscheidung Einzelner „in die Pfanne gehauen“! Jeder Bezug zur Wirklichkeit war verloren gegangen. Wie oft geschieht das nicht auch uns? Und in der Geschichte einer Institution, die uns Jahrhunderte lang verfolgt hat und die sich erst unlängst an die Spitze eines Dialoges gestellt hatte. Die Entscheidung des Papstes – vor etwa vier Jahren – den Holocaust-Leugner R. Williamson zu rehabilitieren, hat die Beziehungen zwischen Kirche und Synagoge wieder Jahrzehnte zurück gedreht. Und alles dieses als Ergebnis eines blinden historischen Flecks und einer Kommunikationsstörung zwischen Empfindung und Verstand.

Amalek`s Angriff

Amalek griff sofort nach der Durchquerung des Schilfmeeres an. Die Juden hatten G“tt geprüft: „Ist G“tt mitten unter uns oder nicht?“ (17:7). Die Juden beschwerten sich. Amalek war das erzieherische Ergebnis G“ttes. Raschi: „Amalek kommt nach deren undankbarem Verhalten um deutlich zu machen, dass ICH immer in Euerer Mitte bin und das ICH für alle Euere Bedürfnisse sorge. Ihr fraget Euch dann immer noch ab, ob G“tt in unserer Mitte ist“? Der Hund (Amalek) wird kommen, um Euch zu beißen. Dann werdet Ihr wissen, wo Ihr MICH findet.

Man kann dieses mit einem Vater vergleichen, der seinen Sohn auf seinem Weg auf seinen Schultern trägt. Der Sohn möchte mal dies und mal das. Der Vater erfüllt stets die Wünsche seines Sohnes. Zu einem gewissen Zeitpunkt begegnen sie jemandem, der ihnen entgegen kommt. Auf den Schultern seines Vater sitzend, ruft der Sohn zu diesem herüber: „Haben Sie meinen Vater irgendwo gesehen?“ Sein Vater rief verärgert: „ Weißt Du nicht, wo ich bin?“ Der Vater stellte seinen Sohnemann auf den Boden, der Hund kam vorbei und biss ihn. Die Moral: wir dürfen nicht nur auf das Unrecht eines Anderen achten, sondern auch auf unser eigenes Verhalten.

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