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Rav Avigdor Miller über die Weisheit des Nörgelns

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Rav Avigdor Miller über die Weisheit des Nörgelns

Frage:
Sollte eine Ehefrau ihren Mann daran erinnern, zum (Torah-) Lernen zu gehen, oder ist das eher als Nörgelei bzw. als fehlendes Vertrauen in ihn zu betrachten?

Antwort:
In Mishlei (Sprüche14:1) heißt es, – חַכְמ֣וֹת נָ֖שִׁים בָּנְתָ֣ה בֵיתָ֑הּ – „die Weisheit der Frauen erbaut ein Haus“. Wenn Sie ein Haus bauen wollen, können Sie nicht einfach sagen: „Ich hole jetzt mal ein paar Holzbalken, etwas Zement und ein paar Säcke Beton aus dem Baumarkt und dann baue ich drauflos.“ Man muss die Weisheit des Hausbaus erst erlernen. Genauso muss die Frau, die ein Haus bauen will, Weisheit lernen. Man kann nichts erfolgreich aufbauen, wenn es nicht mit Weisheit geschieht. Und wie kann sie das mit Weisheit tun? Die Frau muss also versuchen, Weisheit zu erlernen.

Wenn Sie einen schwierigen Ehemann haben, dann wird es einfacher sein, ihn zu managen, wenn Sie über die entsprechende Weisheit verfügen. Wenn Sie ihn einfach nur nach Ihren eigenen Vorstellungen formen wollen, so wie Sie glauben, wie ein guter Ehemann zu sein hat, dann werden Sie sich nur Ärger einhandeln. Sie werden frustriert sein und Sie werden sich ständig herumstreiten.

Die Wahrheit ist, dass es in beiden Fällen nicht einfach ist, Ihren Ehemann zu ändern. Am besten ist es, wenn Sie sich einen Ehemann aussuchen, der sich schon geändert hat, bevor Sie ihn überhaupt geheiratet haben; entweder wurde er schon von seiner Mutter oder von seinem Rabbi geändert. Heiraten Sie niemals einen Mann mit der Absicht, ihn zu ändern; das ist ein nahezu aussichtsloses Unterfangen.

Aber nehmen wir an, dass es bestimmte Aspekte gibt, die Sie gern an ihm ändern wollen; dann können Sie dies mit verschiedenen Methoden tun, mit Methoden der Andeutungen, mit Methoden des Lobes über ihn. Wenn Sie ihn etwa in ein gutes Umfeld bringen, in dem er seine Freunde nachahmen könnte, dann ist das auch eine geeignete Methode.

Es gibt also durchaus eine Reihe von Methoden dafür, doch alle diese Methoden erfordern Weisheit, denn es ist nicht nur eine sehr schwierige Aufgabe, einen Mann zu ändern, sondern es ist auch schwer, eine Frau oder überhaupt irgendjemanden zu ändern.

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Und wie ich schon sagte, ist es am besten, wenn die Veränderung schon im Voraus erfolgt ist. Dies ist ein wichtiger Rat – man sollte das Eisen schmieden, solange es heiß ist. Das Eisen ist heiß, bevor man sich verlobt. Bevor Sie die Verlobung eingehen, können Sie ihm sagen, was Sie von ihm wollen und er kann Ihnen sagen, was er von Ihnen will. Nach der Verlobung kühlt es sich sofort ab, weil er Sie schon hat bzw. weil Sie ihn schon haben und weil Sie sich keine Gedanken mehr darüber machen, wie Sie den Ansprüchen der jeweils anderen Partei genügen. Wenn Sie also vor der Verlobung mit einem Mädchen sprechen und daran interessiert sind, dass sie sich eine große Familie wünscht, dass sie nicht viel Geld ausgeben und nicht reisen will, dass sie eine Hausfrau sein will, dass sie sich für Hauswirtschaft, Kochen, Backen und Nähen interessiert – all diese Dinge müssen Sie ihr vor der Verlobung sagen. Nach der Verlobung ist meist schon alles verloren.

Es ist durchaus möglich, jemanden zu ändern, aber man muss sehr viel Diplomatie aufwenden, um das zu erreichen.

TAPE # 457 (August 1983)

*Übersetzer: Anonym
*Bildautor: Anonym

Mehr Material von Rav Avigdor Miller (englischsprachig): https://torasavigdor.org/

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