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VERLORENE GEGENSTÄNDE IGNORIEREN ODER NICHT, DAS IST HIER DIE FRAGE – Parascha Ki T...

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VERLORENE GEGENSTÄNDE IGNORIEREN ODER NICHT, DAS IST HIER DIE FRAGE – Parascha Ki T...

בסייד

Parascha Ki Teze (Dewarim/Deuteronomium 21:10-25:19)

►          Du darfst nicht sehen den Ochsen deines Bruders oder sein Schaf irre laufen und dich ihnen entziehen (wehitalamta); bringe sie deinem Bruder zurück. (Dewarim 22:1).

►          Raschi sagt, dass das Wort wehitalamta an dieser Stelle bedeutet, dass du deine Augen schliesst, als ob du die verlorenen Tiere nicht sehen würdest, dich so ihnen entziehst. Sie dürfen nicht sehen, wofür „sie ihre Augen schliessen“  sollen. Laut Raschi ist dies eine sehr einfache Erklärung.

Manchmal kann man ein Auge zudrücken

Folgt man allerdings Erklärungen anderer Chachamim bedeutet das Wort wehitalamta (du darfst deine Augen schliessen), dass man also manchmal auch ein Auge zudrücken darf, z.B. wenn jemand schon sehr alt ist, und es nicht mit seiner Ehre vereinbaren könnte, ein verrostetes, verlorenes Fahrrad zurückzubringen. Oder wenn ein Kohen etwas sucht und sich der verlorene Gegenstand auf einem Friedhof zu finden ist. (B.T. Bava Metzi’a 30a).

Zwei Alternativen

Wehitalamta kann auf zwei Arten übersetzt werden. Buchstabengetreu übersetzt heisst es- und das ist das Problem: du sollst es ignorieren. Danach steht in der Parascha direkt: dass man es sofort zurückgeben muss. Man soll etwas zurückgeben, was man aber zuvor ignorieren sollte. Der Thora-Text ist schwer verständlich. Raschi erklärt, dass man anstelle von „du sollst es ignorieren“ setzen solle: „seht es nicht so, dass ihr es ignorieren werdet“. Mit anderen Worten: Ignorieren Sie es nicht!

Erst sehen, dann ignorieren

►Etwas ignorieren schliesst immer ein, dass man es vorher gesehen hat. Nur danach können wir es ignorieren. Raschi liest diese Pasuk folgendermaßen: ‚Sieh nicht nach dem verlorenen Tier deines Nachbarn, um es später zu ignorieren. Wir müssen es zurückgeben’.

Aber die Frage bleibt bestehen. Warum steht in der Thora nicht: du darfst verlorene Gegenstände nicht ignorieren? Raschi gibt uns einen halachischen Midrasch (halachische Erklärung), und der ist die einfachste Erklärung. In der Thora steht wortgetreu: „du sollst es ignorieren“ Unsere Weisen haben nach Situationen gesucht, die nach der Thora erlauben, dass gefunden Gegenstände ignoriert werde.

Chiasma: Goldene Regel

Dieser halachische Midrasch passt zu dieser Pasuk sehr gut. Dort steht: ‚Du darfst die verirrten Tiere deines Nachbarn nicht herumlaufen sehen. Du musst sie zurückgeben. Manchmal kann man sie ignoreren und muss sie nicht zurückgeben’. Es ist also quasi ein Dreisatz: “nicht wegschauen und zurückbringen. Wegschauen, und zurückbringen”. Wörtlich übersetzt sieht der Pasuk sehr hilflos aus.

Manchmal ist koved stärker

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Doch es ist genau das Gegenteil der Fall. ‚Du sollst verlorene Gegenstände ignorieren“ steht anstelle der Mizwa: an den Nachbarn zurückgeben. Hieraus wird deutlich, dass es Umstände gibt, in denen ihre Koved (Ehre) oder ein Verbot (der Kohen auf einem Friedhof) stärker wirken als die Mizwa, verlorene Gegenstände zurückzugeben.►          Du darfst nicht sehen den Ochsen deines Bruders oder sein Schaf irre laufen und dich ihnen entziehen (wehitalamta); bringe sie deinem Bruder zurück. (Dewarim 22:1).

►          Raschi sagt, dass das Wort wehitalamta an dieser Stelle bedeutet, dass du deine Augen schliesst, als ob du die verlorenen Tiere nicht sehen würdest, dich so ihnen entziehst. Sie dürfen nicht sehen, wofür „sie ihre Augen schliessen“  sollen. Laut Raschi ist dies eine sehr einfache Erklärung.

Manchmal kann man ein Auge zudrücken

Folgt man allerdings Erklärungen anderer Chachamim bedeutet das Wort wehitalamta (du darfst deine Augen schliessen), dass man also manchmal auch ein Auge zudrücken darf, z.B. wenn jemand schon sehr alt ist, und es nicht mit seiner Ehre vereinbaren könnte, ein verrostetes, verlorenes Fahrrad zurückzubringen. Oder wenn ein Kohen etwas sucht und sich der verlorene Gegenstand auf einem Friedhof zu finden ist. (B.T. Bava Metzi’a 30a).

Zwei Alternativen

Wehitalamta kann auf zwei Arten übersetzt werden. Buchstabengetreu übersetzt heisst es- und das ist das Problem: du sollst es ignorieren. Danach steht in der Parascha direkt: dass man es sofort zurückgeben muss. Man soll etwas zurückgeben, was man aber zuvor ignorieren sollte. Der Thora-Text ist schwer verständlich. Raschi erklärt, dass man anstelle von „du sollst es ignorieren“ setzen solle: „seht es nicht so, dass ihr es ignorieren werdet“. Mit anderen Worten: Ignorieren Sie es nicht!

Erst sehen, dann ignorieren

►Etwas ignorieren schliesst immer ein, dass man es vorher gesehen hat. Nur danach können wir es ignorieren. Raschi liest diese Pasuk folgendermaßen: ‚Sieh nicht nach dem verlorenen Tier deines Nachbarn, um es später zu ignorieren. Wir müssen es zurückgeben’.

Aber die Frage bleibt bestehen. Warum steht in der Thora nicht: du darfst verlorene Gegenstände nicht ignorieren? Raschi gibt uns einen halachischen Midrasch (halachische Erklärung), und der ist die einfachste Erklärung. In der Thora steht wortgetreu: „du sollst es ignorieren“ Unsere Weisen haben nach Situationen gesucht, die nach der Thora erlauben, dass gefunden Gegenstände ignoriert werde.

Chiasma: Goldene Regel

Dieser halachische Midrasch passt zu dieser Pasuk sehr gut. Dort steht: ‚Du darfst die verirrten Tiere deines Nachbarn nicht herumlaufen sehen. Du musst sie zurückgeben. Manchmal kann man sie ignoreren und muss sie nicht zurückgeben’. Es ist also quasi ein Dreisatz: “nicht wegschauen und zurückbringen. Wegschauen, und zurückbringen”. Wörtlich übersetzt sieht der Pasuk sehr hilflos aus.

Manchmal ist koved stärker

Doch es ist genau das Gegenteil der Fall. ‚Du sollst verlorene Gegenstände ignorieren“ steht anstelle der Mizwa: an den Nachbarn zurückgeben. Hieraus wird deutlich, dass es Umstände gibt, in denen ihre Koved (Ehre) oder ein Verbot (der Kohen auf einem Friedhof) stärker wirken als die Mizwa, verlorene Gegenstände zurückzugeben.

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