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DAS LIED VON DER QUELLE – Parascha Chukat

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DAS LIED VON DER QUELLE – Parascha Chukat

In Numeri 21:17-18 ist das Lied von der Quelle beschrieben. Es ist ein kurzes, aber kräftiges Lied: „Damals sang Israel dieses Lied: Brause auf, Quelle. Singet zu ihrer Ehre ein Stufenlied! Quelle, die Fürsten gegraben, die Edlen des Volkes mit dem Zepter und mit ihren Stäben vermint haben“.

Was war geschehen? Das Jüdische Volk erhielt in der Wüste das Manna als Anerkennung der Verdienste von Mosche (Moses), den Schutz und die Abkühlung der begleitenden G“ttlichen Wolken als Verdienst für das Wirken von Aharon und Wasser als Folge der Verdienste von Mirjam. Mirjam war soeben verstorben und der Felsen war zeitweise außer Betrieb.

Es gab also in der brütenden Hitze der Wüste kein Wasser zum Trinken. Das Volk murrte und Mosche schlug auf den Felsen, anstatt zu ihm zu sprechen. Die Fürsten und Edelleute eines jeden Stammes zogen mit ihren Stäben Linien auf dem Boden, wodurch das Wasser der immensen Quelle zu allen Stammesmitgliedern floss.

NACH DEM AUSZUG SANGEN WIR … UND DAS TATEN WIR JEDES MAL WIEDER

Nach dem Exodus aus Ägypten wurde das Jüdische Volk durch die Teilung des Schilfmeeres aus den Händen der Ägyptischen Verfolger gerettet. Wir sangen damals das Schirat Hajam, das Lied des Schilfmeeres. Das war das erste spontane, gemeinschaftliche Lied in der Geschichte des Jüdischen Volkes.

Was bedeutet Gesang und Poesie für den religiösen Menschen?

Das Lied des Meeres fängt mit dem Hebräischen Wort „As“ (damals(sangen Mosche und die Bnej Jisraejl)). Das Wort „As“ setzt sich aus den Buchstaben Alef (a) und Sajin (Tzet) zusammen.

Die Tonleiter

Mattitjahu Glasersohn hat eine beeindruckende Abhandlung über die mystischen Hintergründe der Tonleiter verfasst. Laut seiner Auffassung kommt DO, die erste Note der Tonleiter, mit dem Buchstaben Alef überein. TI, die letzte Note, würde dem Buchstaben Sajin entsprechen. Wenn wir diese Buchstaben zusammensetzen, entsteht das Wort AS (damals). AS verweist auf singen. In Schemot/Exodus (15:1) steht as jaschir Moschej; „Damals sang Mosche“.

AS umfasst die Tonleiter, so Glasersohn.

Die Macht G“ttes über die Natur

Aber er geht noch weiter: der Buchstaben Alef des Wortes AS symbolisiert die Macht G“ttes über die Natur. Der Buchstabe Alef steht für G“tt. Alef ist der erste Buchstabe des Alphabets.

Jeder Hebräische Buchstabe hat einen Zahlenwert. Der Zahlenwert von Alef ist 1. G“tt ist die letztendliche Einheit. Schaue in Dewarim/Deut. 6:4: HaSchem Echad: „G“tt ist EINS“. G“tt ist der Ursprung, der Beginn des Anfanges – der Erste, der die Schöpfung in Gang gesetzt hat.

Die Herrschaft G“ttes über die Natur

Der Buchstabe Sajin (mit Tzet aus zu sprechen, nicht mit s) ist der siebte Buchstabe des Hebräischen Alphabets. Das Sajin symbolisiert die Natur: der Zahlenwert von Sajin ist 7. Laut Glasersohn steht die sieben für die Natur:

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·         die sieben Farben des Regenbogens,

·         die sieben sichtbaren Himmelskörper,

·         die sieben Tage der Schöpfung,

·         die sieben Tage der Woche.

Das Alef, das Symbol für G“tt, kombiniert mit dem Sajin der Schöpfung. „AS“ gibt die Herrschaft G“ttes über die Natur wieder.

Laut Rabbiner Schimschon Rafael Hirsch (neunzehntes Jahrhundert, Deutschland) ist das Wort AS mit dem Wort CHAS verwandt, was „sehen“ bedeutet, da singen und sehen mit einander Hand in Hand gehen. Man sieht das G“ttliche und man fängt spontan an, aus Ekstase (Begeisterung) zu singen.

Bei der Teilung des Schilfmeeres, als das Jüdische Volk nach dem Auszug aus Ägypten (as jaschir Moschej uwnej Jisra’ejl – damals sangen Moses und die Bnej Jisraejl) das Lied vom Meer sang, sahen sie klar und deutlich, dass jede Bewegung der Natur der Herrschaft G“ttes unterworfen ist. Es gibt viele Ebenen der Wahrnehmung, in wieweit der Einfluss G“ttes sich über seine Schöpfung erstreckt.

Glasersohn vereint die unterschiedlichen Annäherungen in seiner Aussage, dass wenn man so glücklich ist, eine hohe Wahrnehmungsebene zu erreichen, man das Bedürfnis verspürt, zu singen. Als das Jüdische Volk bei der Teilung des Schilfmeeres eine derartige prophetische Offenbarung sehen und empfinden durfte, brach es in Gesang aus.

Wunder und die Gewöhnung daran

Das Gleiche geschah, als die Kinder Israels, die Bnej Jisraejl, sich des Wunders der Quelle von Mirjam bewusst wurden. Durch die durchgehende G“ttliche Anwesenheit hatten sich die Bnej Jisraejl an Wunder in der Natur gewöhnt. Sie zogen vierzig Jahre durch die Wüste. Das Essen, also die Nahrung, fiel jeden Tag vom Himmel. Die Wolken der G“ttlichen Majestät sorgten andauernd für ein erträgliches Klima in sengender Hitze und in der bitteren Kälte der Wüste.

Der Felsen von Mirjam sorgte für Wasser. Als dieser durch Mirjams Tod mal eben ausfiel, wurden die Bnej Jisraejl mit der Nase wieder auf die harten Tatsachen des tagtäglichen Wasserwunders gestoßen. Und da brachen sie spontan in Gesang aus, dem Lied von der Quelle…

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2 Antworten

  1. Wie groß wird der Gesang sein, gemessen an der aktuellen, stark ausgeprägten Dekadenz und Arroganz, wenn Israel und die gesamte Menschheit wieder einmal “mit der Nase ” auf den Boden der Tatsachen gestoßen wird und feststellt, das nichts von dem was wir heute alles erhalten, selbstverständlich ist.

  2. Danke für Ihr Kommentar
    Ich denke, dass der Gesang an dem Tag, an welchem sich G’tt der Menschheit und der gesamten Welt offenbaren wird und alle einsehen werden, wie offensichtlich G’ttes Herrschaft und Macht über die gesamte Schöpfung ist, ohrenbetäubend sein wird, denn es werden nicht nur einige Millionen sein, wie damals in der Wüste, sondern Milliarden von Menschen!

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