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Die Herausforderung des Tora-Judentums heutzutage – Parascha Wajikra

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Die Herausforderung des Tora-Judentums heutzutage – Parascha Wajikra

Parascha Wajikra (Wajikra/Leviticus 1:1 – 5:26)

Das Tabernakel hat in unserem Herzen zu wohnen (Schemot/Ex. 25:8). Ein Mensch kann und soll selbst ein Heiligtum werden. Das war die tatsächliche Botschaft, die Absicht hinter dem Auftrag, ein Heiligtum zu erstellen. Wirkliche Tzaddikim (heilige Menschen) sind die sich bewegenden, die mobilen Tempel. Die Heiligkeit G“ttes tragen sie überall mit sich (und in sich) herum. Das gilt auch ohne einen physischen Tempel.

Ein Programm zur Heiligung

Das Programm zur Heiligung ist an erster Stelle eine individuelle Angelegenheit. Der Auftrag zur Heiligung ist von Person zu Person unterschiedlich. Von einem Talmid Chacham (einem Gelehrten) wird mehr erwartet als von einem Am-Ha’aretz (einem Ungebildeten). Aber Aufopferung wird jedes Mal erwartet: „Wenn jemand als großer Kenner der Thora bekannt ist und sich als ein heiliger Mann verhält, und trotzdem Dinge tut, über die Menschen abwertend über ihn sprechen, dann ist das Chilul HaSchem – die Entweihung des Namen G“ttes, auch wenn diese Dinge keine klaren Übertretungen des Jüdischen Gesetzes sind. Wenn er etwas kauft, aber nicht sofort bezahlt, entweiht er bereits den Namen G“ttes“ (siehe B.T. Joma 86a: Maimonides).

Die Heiligung ist ein Teil unserer Ethik

Rabbi Ja’akow Emden (achtzehntes Jahrhundert, Deutschland) verweist darauf, dass ein breit angelegter gesellschaftlicher Bezug unerlässlich sei. Derech Eretz richtet die Gesellschaft auf die ethischen Richtlinien der Thora aus. Die Ge’ula Schlema – die letztendliche Erlösung – kann weltweit nur von einem Thora-Staat ausgehen. Deshalb ist Derech Eretz dann von noch viel größerer Bedeutung als in der Gola, im Exil. Israel muss der Tempel der Welt werden.

und eine Lebensaufgabe

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Diese Herausforderung wird uns nicht auf einem silbernen Tablett serviert. Im Augenblick ist die Israelische Gesellschaft bei weitem noch nicht dort angelangt. Aber sie ist zumindest die Keimzelle einer Biblischen Gesellschaft. Die Aufgabe, diesen Samen zu pflanzen und zur Blühte zu bringen, erzeugt Hochachtung und ist überwältigend. Sie ist die Herausforderung des Thora-Judentums heutzutage, wie Rav Dressler (zwanzigstes Jahrhundert, Gateshead) sie beschrieb: „Wehe demjenigen, der am Tag des Urteils erscheint und für diese konkrete Tatsache noch immer blind ist“ (Michtav Me’elijahu III:352). 

Oder wie Rabbi Elijahu Bloch, der Rosch Jeschiwa von Tels, es benannte: “Die gesunden Bereiche des Jüdischen Volkes tragen eine große Verantwortung für den Erhalt des Jüdischen Landes (Bulletin Union of Students of Yeshivat Tels – Cleveland, Tewet 5747).

Unter diesen Umständen sind alle Arten des Bezuges der Thoragemeinschaft – sozial, politisch, wirtschaftlich und intellektuell – dringend notwendig, soll dieser “G”ttliche Probeballon”, Israel, als ein Thora-Staat gelingen (Schlussrede der vierten Kenessia Gedola der Agudat Jisraejl in 1954 durch Rabbi Jossejf Kahaneman, Rosch Jeschiwa von Ponowecz).

Einbezogen sein in der Welt um uns herum

Die besonderen Umstände, die unser geschichtliches Zeitalter kennzeichnen, erfordern eine andauernde neue Abwägung der kulturellen Strategie der Thora-Welt. Das Derech Eretz Prinzip leistet hierzu als leitenden Anfang seine Dienste. Thora mit Derech Eretz bedeutet, dass wir in der Welt um uns herum einbezogen sind in sozialer, wirtschaftlicher und politischer Hinsicht. Dieses ist übrigens nichts Neues.

Die Einsammlung der Exile in Israel richtet einen dringenden Aufruf an unseren Bezug zu allen Aspekten des (israelischen) Zusammenlebens. Die Entscheidung richtet sich jedoch an die geistliche Führung des Jüdischen Volkes.

Unsere Gelehrten erzählten uns: “Jedes Geschlecht erhält seinen passenden Anführer” (B.T. Arachin 17a). Die lebenden Heiligen, die sich viel Aufopferung für ihre Mitbürger zumuten, sind die “Opfernde dieser Zeit”. Sie bilden das Zentrum unserer spirituellen Ausrichtung. Menschliche Tabernakel, die Nachfolger und die Übernahme und Fortsetzung verdienen und dem Thora-Staat Leben einhauchen.

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