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FORTSCHRITTLICHE TECHNOLOGIE MACHT UNSER LEBEN NUR NOCH HEKTISCHER – Parascha Behar-Bechukotai

Parascha Behar Bechukotai (Wajikra/ Leviticus 25:1-27:34)

NUTZE DEINE RUHE

In der Tora lesen wir von Ruhe und Entspannung. Allmählich stelle ich auch in diesen Tagen einen Trend zur Entschleunigung fest. Das Zauberwort heißt ‘entspannen’. Trotz fortschreitender Technik sind wir immer mehr beschäftigt. Neben Beruf, Familie, sozialen Kontakten oder einem Hobby wollten wir über alles informiert sein. Fernsehen, Radio, Zeitungen und andere Medien überhäuften uns mit einer Flut von Informationen. Wir liefen Gefahr, durch den “Informationsstress” unter zu gehen.

Das Blatt scheint sich zu wenden

Manager werden heute zu allen möglichen Kursen geschickt, die die spirituelle Selbstentwicklung betonen. Das Neueste ist das Sabbatjahr. Nach dem Vorbild der Tora verabschieden sich Menschen, die viel zu tun haben, für ein Jahr aus dem Geschäftsleben. Dieses Jahr kann für alle möglichen Dinge genutzt werden, zu denen man normalerweise nicht kommt. In Israel ist das schon ganz normal. Große Unternehmen wie Microsoft sollen dies sogar schon in ihre Arbeitsbedingungen aufgenommen haben.

Zwei Zyklen der Wirtschaftstätigkeit

Die Tora teilt das ökonomische Leben in zwei Zyklen ein: einen kleinen Zyklus von sieben Jahren und einen großen von 49 (7’7) Jahren. In den ersten sechs Jahren eines jeden Zyklus ist die Arbeit wie üblich erlaubt. Für das siebte Jahr ist ein Ruhejahr, ein Sabbatjahr, vorgeschrieben. Dieses Jahr trägt einen besonderen Namen: das Schemita-Jahr. Nach sieben Zyklen von je sieben Jahren kommt das 50. Jahr, Jubeljahr oder Jowel genannt. Es ist eine Art zusätzliches Sabbatjahr, das auf das 49. Jahr folgt, das bereits ein Schemita-Jahr war. Im Altertum war die Agrarwirtschaft, Ackerbau und Viehzucht der wichtigste Wirtschaftszweig. Auch der Handel mit anderen Ländern oder Städten bestand hauptsächlich aus Naturprodukten: Holz, Getreide, Heilkräuter, Gewürze oder teurer Wein.

Landwirtschaft

Ein wichtiger Aspekt des Schemita-Jahres betraf die Landwirtschaft. In ihr verbietet die Tora fast alle landwirtschaftlichen Arbeiten. Säen, Ernten, Pflanzen, Pflügen oder Bewässern sind verboten. Man darf nicht einmal ein Feld von Steinen befreien, um es zum Pflügen geeignet zu machen

Das Schabbatjahr als eine Art Glaubensprüfung

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Wovon lebt man also während des Schabbatjahres? Eine Möglichkeit sind die Vorräte der vergangenen Jahre. Die Tora sagt voraus, dass diese ausreichen, um das ganze Jahr über zu leben, notfalls auch ein zweites Jahr. Ansonsten kann man auch einige Produkte essen, die während des Schemita-Jahres auf natürliche Art und Weise wachsen. Dies ist allerdings mit einigen Einschränkungen verbunden.

Kein kleiner Auftrag

Die Tora betrachtet das Sabbatjahr eigentlich als eine Art Glaubensprüfung an. Hat man genug G’ttvertrauen, um ein ganzes Jahr lang wirklich nichts anzubauen? Die Tora verspricht, dass G’tt, wenn der Mensch wirklich glaubt, dafür sorgen wird, dass es ihm auch in diesem Jahr an nichts fehlt. Dem Talmud zufolge werden die Vorräte aus den Vorjahren durch G’ttes Eingreifen sehr nahrhaft sein. Selbst von nur einem kleinen Teil wird man völlig gesättigt sein, so dass man ohne Probleme durch das Jahr kommt. Wenn man jedoch bedenkt, dass man in alten Zeiten häufig unter Missernten, Dürren und anderen Naturkatastrophen zu leiden hatte, war das Gebot der Tora keine Kleinigkeit. Nach der Tora darf man sich jedoch im siebten Jahr einen anderen Lebensunterhalt suchen. In Kibbuzim ging man zum Beispiel in die technische Produktion oder stellte auf Hydrokulturen um.

Sich in die himmlische Zeiteinteilung einklicken

Nach Ansicht mehrerer Kommentatoren bezieht sich der siebenjährige landwirtschaftliche Zyklus auf dasselbe Prinzip wie die siebentägige Arbeitswoche. Beide lehnen sich an die erste Schöpfungswoche an, die im Buch Bereschit (Genesis) beschrieben wird. In sechs Tagen schuf G’tt die Welt. Dem siebten Tag – dem Schabbat – wurde eine heilige Dimension hinzugefügt, als G’tt ruhte. Nach der Tora muss auch der Mensch sechs Tage lang arbeiten und am siebten Tag ruhen. Indem er die gleiche Zeiteinteilung einhält, kann er sich mit dem G’ttlichen Elemente in der Schöpfung verbinden.

G’tt ist am Ruder

Indem der Mensch ein ganzes Jahr lang keine landwirtschaftlichen Tätigkeiten ausübt, signalisiert er, dass die Erde G’tt gehört und er lediglich ein “Mieter” ist. Das Vertrauen darauf, dass G’tt ihn auch in diesem Jahr mit Nahrung versorgen wird, auch wenn er selbst keine Anstrengungen dazu unternimmt, drückt die Vorstellung aus, dass letztlich alle Vorgänge in der Natur vom Schöpfer gesteuert werden.

Das siebte Messianische Jahrtausend

Diese Einteilung der Zeit in Einheiten von Sieben – die ersten sechs symbolisieren das Profane, die siebte das Heilige und dem Nicht-Weltlichen – finden wir auch in der weltgeschichtlichen Vision unseres Chachamim. Dem Talmud zufolge wird diese Welt 6.000 Jahre lang bestehen. Im siebten Messianischen Jahrtausend wird die Welt langsam in ihren ursprünglichen Zustand vor der Schöpfung zurückkehren. Das siebte Jahr der Ruhe oder Schemita eröffnet neue Perspektiven und erweitert unseren Horizont.

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