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Ich bin G’tt, Euer Arzt – Parascha Beschalach

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בסייד

Am Ende des 15. Kapitels von Schemot/Exodus reist das Volk nach Elim und von dort nach Tsin auf dem Weg zum Berg Sinai, um die Tora zu empfangen. Sie beklagen den Mangel an Lebensmitteln. Das Manna soll schnellstens fallen (aber natürlich nicht am Schabbat).

“Und Er sagte: ‘Wenn ihr auf die Stimme G’ttes hört, das tut, was in Seinen Augen richtig ist, und Seine Gebote beachtet, alle seine Einrichtungen beachtet, dann werde Ich euch nicht all die Krankheiten auferlegen, die Ich Ägypten auferlegt habe, denn Ich bin G’tt, Euer Arzt.'”

(15:26)

Raschi erklärt hier: “Ich werde sie dir nicht auferlegen, und wenn Ich sie auferlege, dann wird es so sein, als hätte Ich sie nicht auferlegt, denn ich, G’tt, bin dein Arzt”. Aber die einfache Bedeutung ist: “Ich lehre euch die Tora und die Gebote, damit ihr von diesen Krankheiten verschont bleibt, wie ein Arzt, der zu jemandem sagt: “Iss dieses oder jenes nicht, damit du davon nicht krank wirst. So heißt es, dass das Befolgen der Mizwot G’ttes für den Körper heilsam ist (siehe Sprüche 3,8). Ende des Zitats.

Raschis Problem

Raschi hatte ein Problem mit diesem Pasuk, denn wenn jemand nicht krank ist, braucht er auch keinen Arzt. Raschi füllt also die fehlenden Wörter aus: “Und selbst wenn Ich Krankheit über euch bringe, ist es, als hätte Ich sie nicht über euch gebracht, denn Ich bin G’tt, euer Arzt.” Dies erklärt die unlogische Verbindung zwischen dem Versprechen, dass wir nicht krank werden, und der Rolle G’ttes als Arzt. Die Möglichkeit, dass der Mensch krank wird, macht G’tt als Arzt notwendig. Wenn er krank ist, wird G’tt ihn heilen.

G’tt als unser Schöpfer kennt die beste Ernährung für unsere körperliche und geistige Gesundheit

G’tt wird jedoch nur dann als Arzt handeln, wenn wir nach einem Fehlverhalten teschuwa (Reue) tun. Aber es gibt Dinge, die einen Menschen krank machen, auch wenn er keine Verfehlungen begangen hat. Von diesen natürlichen Krankheiten wird G’tt uns heilen, wenn wir auf seine Gebote hören.

die erste schriftliche Form der Präventivmedizin

HaSchem (G’tt) lehrt uns Tora und Mizwot, die uns vor Krankheit bewahren werden. Da G’tt unser Schöpfer ist, kennt er die beste Ernährung für unsere körperliche und geistige Gesundheit. Als Arzt lehrt er uns, Krankheiten vorzubeugen, indem er uns die Tora lehrt, die unser Leben und die Dauer des Lebens ist. Dies ist die erste schriftliche Form der Präventivmedizin.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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