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“Nicht die Schlange tötet, sondern die Sünde”  – Parascha Schoftim

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“Nicht die Schlange tötet, sondern die Sünde” – Parascha Schoftim

In unserem Wochenabschnitt Schoftim wird berichtet, welche Vorbereitungen das jüdische Volk treffen muss, bevor sie in einen Krieg ziehen und welche Soldaten kriegstauglich sind.

So wurden Soldaten, welche ein neues Haus gebaut und noch keine Gelegenheit hatten, es einzuweihen oder eine Weinrebe gepflanzt und davon noch nicht genossen haben, aufgefordert zurückzukehren. Auch wer sich kürzlich mit einer Frau verlobt hatte, wurde nach Hause zurückgeschickt.

Aber es gibt einen weiteren Grund für eine militärische Untauglichkeit: Angst

„Ist da ein Mann, der sich fürchtet und schwachherzig ist, der gehe und kehre nach Hause zurück” (Devarim Kap.20, Vers 8)

 Von welcher Angst ist hier die Rede?

Mit dieser Frage beschäftigen die jüdischen Gelehrten im Talmud (Sotah 44a) und es gibt diesbezüglich eine Meinungsverschiedenheit zwischen Rabbi Akiva und Rabbi Yossi HaGlilli. 

Rabbi Akiva ist der Meinung, dass es sich bei dieser Angst um natürliche Angst handelt, wir würden dies als „schwache Nerven“ bezeichnen. Menschen, welche weiche Knie bekommen, wenn sie Waffen sehen und beim Anblick von Blut ohnmächtig werden.

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Nach der Meinung Rabbi Akivas ist es vollkommen verständlich, warum solch ein Mensch nicht zum Kampfeinsatz geeignet ist und vom Wehrdienst befreit wurde.

Rabbi Yossi HaGlilli hingegen ist der Ansicht, dass damit jemand gemeint ist, der eine Sünde begangen hat.

Warum sollte jemand, der eine Sünde gemacht hat, bei einem Krieg mehr Angst haben, als jemand, der keine Sünde gemacht hat, obwohl sie am selben Gefecht beteiligt sind?

Im Talmud (Brachot 33a) wird über eine Art Schlange berichtet, welche in der Stadt von Rabbi Chanina Ben Dosa Angst und Schrecken verbreitete und sogar einige Menschen vergiftet hatte. Daraufhin begab sich Rabbi Chanina Ben Dosa zum Loch dieser Schlange und steckte seinen Fuß hinein. Nach einigen Augenblicken zog er seinen Fuß hinaus und daran hing die gefürchtete Schlage, leblos.

Seinen verblüfften und sprachlosen Schülern sagte er: „Nicht die Schlange tötet, sondern die Sünde“     

Daraus lernen wir, dass zwei Menschen sich in dieselbe Gefahr begeben können, dem einen wird nichts passieren und der andere wird eventuell sterben, weil nicht die Gefahr über das Schicksal des Menschen entscheidet, sondern ob der Mensch Sünden hat oder nicht.   

Natürlich ist es die Pflicht des Menschen, sich so gut wie nur möglich vor allen Gefahren zu schützen und es ist strengstens verboten, sich ohne Grund in Gefahr zu begeben, aber wir müssen uns bewusst sein, dass nicht die Waffen und wilden Tiere den Tod bringen, sondern die Taten des Menschen selbst!

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