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Quellen, Philosophie und Ausarbeitung der noachidischen Gesetze

Noach Kuzari
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Ben Noach: Was genau sagt der Talmud über die sieben noachidischen Gebote?

Rabbi: In der Tora werden die sieben noachidischen Regeln nicht systematisch behandelt. Im Buch der Genesis werden die meisten noachidischen Verbote angegeben und manchmal explizit beschrieben. Der Talmud (BT Sanhedrin 56b) liest sie in einem einzigen Vers im Code: “G’tt befahl dem Menschen:” Sie können sicher von allen Bäumen des Gartens essen, aber Sie können nicht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse essen “Denn an dem Tag, an dem du davon isst, wirst du mit Sicherheit sterben” (Gen 2,16-17). Die Verbote von Götzendienst und G´tteslästerung sind in Genesis nicht wörtlich zu finden. Aber in einem religiösen System sind sie fast selbstverständlich.

Der Überlieferung nach notierte Mosche zwei Tage vor dem Hören der Zehn Gebote erneut die sieben noachidischen Gebote am Fuße des Berges Sinai: “Dann kam Mosche und teilte dem Volk alle Gebote von Haschem und alle Gesetze mit.” (Ex 24,3). Die Worte “alle gesetzlichen Bestimmungen” beziehen sich auf die sieben noachidischen Gebote und drei jüdischen Bestimmungen, die bereits vor der Offenbarung am Sinai befohlen wurden. Dann schrieb Mose alle Worte des Ewigen auf (ebd. 24: 4). Diese Worte bildeten das Buch Genesis, in dem der Noach-Bund beschrieben wird.

Die mündliche Tora ist im Talmud aufgezeichnet (B. T. Sanhedrin 56b). Dort wird anhand spezifischer Auslegungsregeln, Analogien und identischer Ausdrücke erläutert, wie die sieben noachidischen Gesetze auf den Toratext zurückgeführt werden können.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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