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Warum ist die Erde rund? – Parascha Bereschit

Warum ist die Welt rund – Parascha Bereschit
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Ob die Menschen im Mittelalter wirklich glaubten, dass die Erde eine Scheibe ist oder nicht, ist eine Meinungsverschiedenheit zwischen den Historikern (viele denken, dass Galileo Galilei dafür von der katholischen Kirche verurteilt wurde, weil er behauptete, dass die Erde rund sei, aber dies ist ein Irrtum und der wahre Grund ist, weil er davon überzeugt war, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht andersrum, wie man damals dachte).

Wie dem auch sei, heutzutage sind fast alle davon überzeugt, dass unsere Erde keine Scheibe ist außer einer Gruppe von Verschwörungstheoretikern namens „Flat Eathers“. Die Meinung des Judentums war es von Anfang an, dass die Erde rund ist, so wie es im kabbalistischen Werk „Zohar“ belegt wird. Doch warum ist es so? Es gibt duzende Erklärungen dafür, mache offensichtlich, andere tiefer und schwerer zu verstehen. Hier ein möglicher Grund:

In unserem Wochenabschnitt Bereschit wird berichtet, dass G´tt in sechs bzw. sieben Tagen die Welt erschuf. Jeder Tag der Schöpfung wurde mit dem Satz „Und es war Abend und Morgen, der … Tag“ abgeschlossen. Doch beim sechsten Tag steht seltsamerweise „Und es war DER sechste Tag“, anderes als bei allen anderen Tagen. Es scheint, als wäre hier von einem bestimmten Tag die Rede.

Der Talmud (Traktat Schabbat 88.) erklärt, dass G´tt die ganze Schöpfung von einem bestimmten Tag abhängend machte und zwar vom 6. Sivan, dem Tag, an welchem das jüdische Volk sich bereit erklärte die Tora anzunehmen. Die ganze Schöpfung existiere bis zu diesem Zeitpunkt nur unter der Bedingung, dass das jüdische Volk die Tora akzeptieren wird.

Rabbi Chaim aus Volozin in seinem fundamentalen Werk Nefesch HaChaim erweitert die Erläuterung des Talmuds, dass nicht nur bis zur Offenbarung am Berg Sinai die Existenz der Welt von der Tora abhängig gewesen ist, sondern dies stets der Fall ist. Falls, auch nur für einen Moment, auf der ganzen Welt keine Tora gelernt wird, so hört diese auf zu existieren. Doch wie kann garantiert werden, dass Tora rund um die Uhr gelernt wird, wenn Menschen das menschliche Bedürfnis haben, schlafen zu gehen?

Deswegen formte G´tt unseren Planeten in eine Kugel, denn eine der vielen Folgen der runden Form ist, dass sich die Zeit unterscheidet. Weil sich die Erde um die Sonne dreht und jeweils nur eine Seite der Erde bescheint wird, ist auf einer Seite der Welt Tag und auf der anderen Nacht. Dies ermöglicht das Studium der Tora rund um die Uhr, denn es gibt immer einen Ort in der Welt, wo es hell ist und Menschen wach sind! 

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2 Comments

  1. Ein Vorschlag : Beim Lesen einiger Artikel sind mir Schreibfehler aufgefallen , die den Sinn des Artikels nicht richtig wiedergeben ( Beschreiben ) . Ist es möglich , Sie auf diese Fehler hinzuweisen , damit Sie diese berichtigen können . Mit freundlichen Grüßen , Schlomo .

Written by Rav Dovid Gernetz

Der Autor wurde in Dnepropetrowsk, Ukraine geboren und ist in Berlin, Deutschland aufgewachsen. Er studierte zwei Jahre in einer Yeshiva in Zürich, Schweiz und anschließend zwei Jahre in einer Yeshiva in Gateshead, England. Seit seiner Hochzeit lebt er in Telz Stone in Israel.
Der Autor ist Vertreter von Imrey Deutschland e.V und verantwortlich für diese Website. Außerdem gibt er wöchentlich den Judentum.Online-Newsletter heraus und veröffentlicht zahlreiche Beiträge zu Themen rund ums Judentum.

Sprachen: Russisch, Deutsch, Englisch, Hebräisch

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