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Wer gilt im Judentum als Zaddik (Gerechter)?

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Frage: Im Judentum hört man sehr oft den Begriff Zaddik (Gerechter): Ist damit gemeint, dass der Mensch vollkommen ist und überhaupt nicht gesündigt hat?

Antwort: König Schlomo schreibt im Kohelet (Kap. 7, Vers 20): „Es gibt keinen Gerechten auf der Welt, welcher nur Gutes tut und nicht sündigt“

Es ist offensichtlich, dass man nicht vollkommen sündenfrei sein muss, um sich für den Status eines „Gerechten“ zu qualifizieren. Wie 

Der Rambam (Hilchot Tschuva 3,1) definiert einen Gerechten als jemanden, der mehr „Z’chujot“ (Verdienste), als „Averot (Sünden) hat. 

Bei dieser Berechnung wird nicht nur die Anzahl der guten bzw. schlechten Taten berücksichtigt, sondern auch das Gewicht der jeweiligen Taten, sodass es sein kann, dass eine gute Tat zwei schlechte Taten überwiegt und andersrum. 

Nur G’tt allein weiß, welche Taten schwerwiegender sind als die anderen und aus diesem Grund raten uns unsere Weisen die „leichten“ Gesetze genauso wie die „strengen“ zu beachten  (Pirkei Avot 2,1).

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Written by Rav Dovid Gernetz

Der Autor wurde in Dnepropetrowsk, Ukraine geboren und ist in Berlin, Deutschland aufgewachsen. Er studierte zwei Jahre in einer Yeshiva in Zürich, Schweiz und anschließend zwei Jahre in einer Yeshiva in Gateshead, England. Seit seiner Hochzeit lebt er in Telz Stone in Israel.
Der Autor ist Vertreter von Imrey Deutschland e.V und verantwortlich für diese Website. Außerdem gibt er wöchentlich den Judentum.Online-Newsletter heraus und veröffentlicht zahlreiche Beiträge zu Themen rund ums Judentum.

Sprachen: Russisch, Deutsch, Englisch, Hebräisch

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