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Alles ist in der Hand des Himmels, außer die Furcht vor G“tt – Parascha EKEW

Alles ist in der Hand des Himmels, außer die Furcht vor G“tt - Parascha EKEW
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בסייד      

Parascha Ekev (Dewarim/Dtn. 7:12 – 11:25)

„Und nun, Israel, was möchte G“tt von Dir/Euch? Lediglich um Ihn zu fürchten, auf Seinen Pfaden zu wandeln und IHN zu lieben und IHM mit Deinem ganzen Herzen und mit Deiner ganzen Seele zu dienen“

(10:12)

     Raschi sagt: „Unsere Chachamim haben hieraus abgeleitet, dass alles in der Hand des Himmels sei, außer die Furcht vor G“tt“. Wenn HaSchem von uns verlangt, IHN zu fürchten, bedeutet das, dass sich die Angelegenheit im Grunde genommen außerhalb um IHN dreht. Wenn das die einzige Angelegenheit ist, die G“tt von uns verlangt, dann bedeutet das, dass alle andere Angelegenheiten sich nicht innerhalb unseres Bereiches befinden.

Der Moschav Sekenim (von den Tosafisten) zitiert den Talmud in B.T. Ketuwot 30a, wo steht, dass alles sich in der Hand des Himmels befindet, außer „Tsinim“ und „Pachim“. Tsinim sind Dorne und Pachim sind Fallen (Sprüche 22:5). Vorsichtige Menschen beugen vor, dass sie dadurch geschädigt werden. Jeder ist dafür selber verantwortlich. Wenn der Mensch nicht Acht gibt, wird G“tt ihn voraussichtlich nicht beschützen. Bekanntlich oder anscheinend ist mehr „nicht in G“ttes Hand“, als nur allein die Furcht vor dem Himmel.

Die irdische und die himmlische Welt – Gaschmijut und Ruchnijut

*Es gibt tatsächlich zwei Bereiche, für die der Mensch selber verantwortlich ist: die irdische und die himmlische Welt – gaschmijut und ruchnijut. Im irdischen Sinne können bestimmte schädliche Einflüsse vermieden werden. Höhere Angelegenheiten, wie Persönlichkeit oder Intelligenz, befinden sich in G“ttes Händen und sind von vornhinein bestimmt. Das Einzige, was wir da selbst wählen können ist, ob wir G“tt fürchten sollten.

    Beide Aussagen sind also nicht gegensätzlich. Es handelt sich um zwei verschiedene Lebensbereiche, dem geistigen und dem materiellen. In beiden Sphären gibt es eine bestimmte Ebene, in der G“tt uns vollständig freie Hand lässt.

Der Prophet Jirmijahu gibt dieses bereits deutlich wider: „So spricht HaSchem: „Ein kluger Mensch braucht sich nicht selber wegen seiner Klugheit zu rühmen, ein Starker braucht sich nicht selber wegen seiner Kraft zu rühmen und ein reicher Mann braucht sich nicht selber wegen seines Reichtums zu rühmen. Aber der, der sich rühmen möchte, sollte sich hierin rühmen: dass er Vernunft hat und MICH kennt, dass ICH HaSchem bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit auf Erden erweist. Denn in jenen Menschen habe ICH Wohlgefallen“, spricht HaSchem“ (9:22).

Das Kennen von G“tt – unser einziger eigener Verdienst

*Wir können nur stolz sein, wenn wir selber etwas geleistet haben. Aber die meisten Dinge in unserem Leben sind Gaben G“ttes. Das Einzige, auf das wir wirklich stolz sein können, ist das Kennen von G“tt  Das ist unser eigener Einsatz und Anstrengung.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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