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Bereschit / Genesis 18 – Abschnitt Wajera – Volltext in alter Übersetzung (Deutsc...

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Bereschit / Genesis 18 – Abschnitt Wajera – Volltext in alter Übersetzung (Deutsch)

Vorwort:

Dies ist die veraltete Übersetzung von “Morascha Verlag Basel”. Derzeit arbeiten wir an unserer eigenen Übersetzung. Wenn Sie die Arbeit vorantreiben möchten, können Sie dies gerne mit einer Spende unterstützen. Hier können Sie spenden.

Hier direkt zur Opferung Jizchaks

BERESCHIT / GENESIS 18 – WAJERA

1 DA WARD GOTT IHM SICHTBAR unter den Bäumen Mamres; während er vor der Tür seines Zeltes sass als der Tag glühte. 2 Er hob aber seine Augen auf und sah, und siehe da, drei Männer, auf ihn gerichtet still stehend; und als er es sah, lief er ihnen vom Eingang des Zeltes entgegen und bückte sich zur Erde – 3 und sprach: – Mein Gott, wenn ich doch Gunst in Deinen Augen gefunden habe, so entziehe Dich doch nicht Deinem Diener. – 4 Gestattet doch, dass ein weniges Wasser gebracht werde und waschet eure Füsse und ruhet unter dem Baum aus. 5 Ich möchte ein Stückchen Brot bringen, damit erquicket euer Herz, dann möget ihr weiterziehen; denn (ich bitte nur) darum, weil ihr bei eurem Diener vorübergekommen. Sie antworteten: Tue also wie du gesprochen.

6 Da eilte Awraham ins Zelt zu Sara und sprach: Eile, aus drei Mass Mehl das feine, knete es und mache Kuchen! 7 Zum Rind aber lief Awraham selbst, nahm ein junges Rind, zart und gut, und gab es dem Knaben und eilte, es zuzurichten. 8 Sodann nahm er Butter und Milch und das junge Rind, das er bereitet hatte und setzte es ihnen vor. Er aber stand bei ihnen unter dem Baum und sie assen.

9 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist Sara, deine Frau? Er erwiderte: Natürlich im Zelt. 10 Darauf sagte er: Gerade wie diese lebendige Zeit kehre ich zu dir wieder, und siehe, dann hat Sara, deine Frau, einen Sohn. Sara aber hörte alles am Eingang des Zeltes, dieser aber war hinter ihm. 11 Awraham und Sara waren alt, hochbetagt, Sara hatte längst nicht mehr die Weise der Frauen. 12 Da lachte Sara in ihrem Innern: Nachdem ich bereits abgelebt, wäre mir die höchste Befriedigung geworden! Und mein Herr ist doch auch ein Greis!

13 Da sprach Gott zu Awraham: Warum hat Sara denn gelacht in dem Sinn: Sollte ich denn auch in Wahrheit gebären, da ich so alt geworden?! 14 Ist denn Gott etwas zu wunderbar? Zur bestimmten Zeit kehre Ich zu dir wie diese lebendige Zeit zurück, und dann hat Sara einen Sohn. 15 Sara leugnete und sprach: Ich habe nicht gelacht, denn sie scheute sich. Er aber sprach: Nicht so, du hast in der Tat gelacht.

16 Da erhoben sich die Männer von dort und senkten ihren Blick auf die Gegend von Sedom; Awraham aber ging noch mit ihnen, sie zu geleiten. 17 Gott aber hatte gesprochen: Sollte Ich Awraham unenthüllt lassen, was Ich tue, 18 Awraham soll ja auch zu einem grossen und mächtigen Volk und durch dieses alle Völker der Erde gesegnet werden! 19 Denn Ich habe ja nur deshalb Mein besonderes Augenmerk auf ihn gerichtet, damit er seine Kinder und sein Haus nach sich verpflichte, dass sie den Weg Gottes hüten, Pflicht, Milde und Recht zu üben, damit Gott über Awraham bringe, was Er über ihn ausgesprochen.

20 Da sprach Gott: Wenngleich das Geschrei über Sedom und Amora bereits gross ist und ihre Versündigung bereits sehr schwer lastet, 21 so will Ich doch noch hinabsteigen und sehen, ob wie der zu Mir gekommene Schrei dieses Geschreis sie bereits Vernichtung erwirkt; wenn nicht, will Ich einzeln erkennen. 22 Die Männer wendeten sich von dort und gingen gegen Sedom; Awraham aber stand noch vor Gott.

23 Da trat Awraham hin und sprach: Solltest Du denn auch mit in den Untergang hineinreissen? Den Gerechten mit dem Schuldigen? 24 Vielleicht sind fünfzig Gerechte inmitten der Stadt, solltest Du da die mitstrafen wollen und nicht der Gegend verzeihen zum Besten der Gerechten, die sich in ihr befinden? 25 Zu töten den Gerechten mit dem Schuldigen, dass der Gerechte wie der Schuldige sei, ein solches zu tun, das – weiss ich – wäre Entweihung Dir. Entweihung wäre es Dir; wie sollte der Richter der ganzen Erde nicht Recht ausüben! 26 Da sprach Gott: Finde Ich in Sedom fünfzig Gerechte inmitten der Stadt, so verzeihe Ich der ganzen Gegend um ihretwillen.

27 Awraham aber begann wieder und sprach: Siehe, ich habe nun einmal angefangen zu meinem Herrn zu reden, und ich bin doch Staub und Asche. 28 Vielleicht fehlen an den fünfzig Gerechten fünf, würdest Du um der fünf willen die ganze Stadt verderben? Da sprach Er: Ich werde nicht verderben, wenn Ich dort fünfundvierzig finde. 29 Er fuhr fort zu Ihm zu sprechen und sagte: Vielleicht finden sich dort vierzig? Da sprach Er: Ich werde nichts tun um der vierzig willen.

30 Da sprach er: Möge es doch meinem Herrn nicht entgegen sein, dass ich noch sprechen möchte: vielleicht finden sich dort dreissig? Darauf sprach Er: Ich tue nichts, wenn Ich dort dreissig finde.

31 Da sprach er: Siehe ich habe nun doch angefangen zu meinem Herrn zu reden, vielleicht finden sich dort zwanzig? Darauf sprach Er: Ich werde nicht verderben um der zwanzig willen.

32 Da sprach er: Möge es doch meinem Herrn nicht entgegen sein, ich möchte nur noch diesmal sprechen, vielleicht finden sich dort zehn? Darauf sprach Er: Ich verderbe nicht um der zehn willen. 33 Da entfernte Sich Gott, als Er vollendet hatte mit Awraham zu sprechen. Awraham aber kehrte zu seinem Ort zurück.

BERESCHIT / GENESIS 19 – WAJERA

1 DIE BEIDEN ENGEL KAMEN gegen Sedom am Abend, und Lot saß im Tor Sedoms. Als Lot sie sah, stand er ihnen entgegen auf, und bückte sich mit dem Angesicht zur Erde, 2 und sprach: Sehet doch, meine Herren, kehret doch zum Haus eures Dieners und übernachtet und wascht eure Füsse; ihr stehet dann früh auf und gehet eures Weges. Sie aber sprachen: Nein, wir wollen auf der Strasse übernachten. 3 Als er aber sehr in sie drang, kehrten sie zu ihm und kamen zu seinem Haus; er bereitete ihnen ein Mahl, backte Kuchen und sie aßen.

4 Kaum wollten sie sich niederlegen, so hatten die Männer der Stadt, die Männer Sedoms, sich um das Haus zusammengetan von Jung bis Alt, das ganze Volk, von jedem Ende, 5 und riefen Lot zu und sagten ihm: Wo sind die Männer, die diese Nacht zu dir gekommen, gib sie uns heraus, wir wollen sie kennenlernen. 6 Da ging Lot zu ihnen hinaus zum Eingang, die Türe aber hatte er hinter sich geschlossen, 7 und sprach: Handelt doch nicht, meine Brüder, so schlecht! 8 Seht doch, ich habe zwei Töchter, die noch keinen Mann erkannt, die möchte ich euch lieber hinausgeben, dass ihr mit ihnen, wie es euch gut dünkt verfahret, nur diesen Männern tuet nichts, denn sie sind doch in den Schatten meines Daches gekommen.

9 Da sprachen sie: Rückt weiter hinan, und sprachen ferner: der eine ist zum Aufenthalt gekommen, und hat sich da schon zum Richter aufgeworfen. Nun! Dir wollen wir noch Übleres tun als ihnen! Da drängten sie mit aller Gewalt in den Mann, in Lot, und rückten hinan, die Türe einzubrechen. 10 Da streckten die Männer ihre Hand hinaus und brachten Lot zu sich ins Haus, die Türe aber hatten sie geschlossen, 11 und die Leute, welche am Eingang des Hauses sich befanden, hatten sie von Klein bis Gross mit Blindheit geschlagen; sie mühten sich vergebens ab den Eingang zu finden.

12 Da sprachen die Männer zu Lot: Wen hast du sonst noch hier, Schwieger- sohn, und deine Söhne und Töchter, und alle die in der Stadt dir angehören, führe sie aus der Gegend hinaus. 13 Denn wir vernichten diese Gegend; denn das Geschrei über sie ist gross geworden vor Gottes Angesicht, darum hat uns Gott gesendet sie zu vernichten.

14 Da ging Lot und redete zu seinen Schwiegersöhnen, die seine Töchter geheiratet hatten, und sprach: Machet euch auf und gehet aus dieser Gegend hinaus, denn Gott vernichtet die Stadt; da war er wie ein Spassmacher in den Augen seiner Schwiegersöhne. 15 Und als der Morgen heraufgezogen war, da drängten die Engel in Lot: Auf jetzt, nimm deine Frau und deine beiden Töchter, die bei dir sind, du könntest sonst mit hineingerissen werden in die Sünde der Stadt. 16 Und da er noch zögerte, ergriffen die Männer ihn, seine Frau und seine beiden Töchter an der Hand, da Gott Sich über ihn erbarmte, führten ihn hinaus und liessen ihn ausserhalb der Stadt. 17 Und nun da sie sie hinausgebracht hatten sprach er: Jetzt rette dich selbst! Schau nicht zurück! Stehe nicht still in der ganzen Ebene! Zum Gebirge hinan rette dich, damit du nicht mit umkommst.

18 Da sprach Lot zu ihnen: Nicht doch, o Herr! 19 Siehe, es hat doch dein Diener Gnade in deinen Augen gefunden, und du hast schon deine Liebe, die du mit mir geübt, gross sein lassen mich am Leben zu erhalten. Ich kann aber nicht mich zum Gebirge hin flüchten, sonst würde mich das Unglück erreichen und ich sterben. 20 Siehe, da ist diese Stadt so nahe, dass ich wohl dahin fliehen kann, und sie ist etwas sehr Geringes; möge ich mich doch dorthin retten können, sie ist etwas sehr Geringes, und es wird mein Leben erhalten. 21 Da sprach er zu ihm: Siehe, ich habe dir auch in dieser Beziehung Berücksichtigung gewährt, dass ich die Stadt, von der du gesprochen, nicht verderbe. 22 Eile, rette dich dorthin; denn ich kann nichts unternehmen, bis du dorthin gekommen bist. Darum nannte er die Stadt Zoar.

23 Die Sonne war über die Erde aufgegangen, da kam Lot nach Zoar, 24 und Gott hatte über Sedom und Amora Schwefel und Feuer regnen lassen; von Gott, vom Himmel, 25 und diese Städte und die ganze Ebene, auch alle Bewohner der Städte und das Gewächs des Bodens umwandelt. 26 Seine Frau schaute sich hinter ihm um, und ward da eine Salzsäule.

27 Awraham machte sich früh am Morgen auf nach dem Ort hin, wo er vor Gottes Angesicht gestanden, 28 und schaute hinab auf die Richtung von Sedom und Amora und auf die Richtung des ganzen Landes der Ebene, da sah er, und siehe, schon stieg der Dampf des Landes auf wie der Dampf eines Kalkofens. 29 So war es denn, indem Gott die Städte der Ebene vernichtete, gedachte Gott Awrahams und schickte Lot mitten aus der Umkehrung fort, als Er die Städte umkehrte, in welchen Lot sich niedergelassen hatte.

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30 Lot ging aber von Zoar hinauf und wohnte auf dem Gebirge, seine beiden Töchter mit ihm; denn er fürchtete sich, in Zoar zu bleiben; so wohnte er denn in einer Höhle, er und seine beiden Töchter. 31 Da sprach die Ältere zur Jüngeren: Unser Vater ist alt, und kein Mann ist mehr auf Erden, zu uns zu kommen nach der Weise der ganzen Erde. 32 Gehe, lass uns unserem Vater Wein zu trinken geben und uns zu ihm legen, damit wir von unserem Vater Nachkommen beleben. 33 Da gaben sie ihrem Vater in dieser Nacht Wein zu trinken und es kam die Ältere und legte sich zu ihrem Vater, er aber wusste es nicht als sie sich niederlegte und als sie aufstand. 34 Am andern Tag sprach die Ältere zur Jüngeren: Siehe, ich habe gestern Nacht bei meinem Vater gelegen, wir wollen ihm auch diese Nacht zu trinken geben, komme auch du und lege dich zu ihm, damit wir von unserem Vater Nachkommen beleben. 35 Da gaben sie ihrem Vater auch in dieser Nacht Wein zu trinken, die Jüngste erhob sich und legte sich zu ihm, er aber wusste es nicht als sie sich niederlegte und als sie aufstand. 36 So empfingen die beiden Töchter Lots von ihrem Vater, 37 und die Ältere gebar einen Sohn und nannte ihn Moaw; dieser ist der Stammvater Moaws bis heute. 38 Auch die Jüngere gebar einen Sohn und nannte ihn Ben-Ammi; dieser ist der Stammvater der Söhne Amons bis heute.

BERESCHIT / GENESIS 20 – WAJERA

1 AWRAHAM ZOG VON DORT FORT INS SÜDLAND und liess sich nieder zwischen Kadesch und Schur; zeitweilig hielt er sich in Gerar auf. 2 Da sagte Awraham in Beziehung auf seine Frau Sara: sie ist meine Schwester; darauf schickte Awimelech, der König von Gerar, und nahm die Sara.

3 Da kam Gott zu Awimelech im Traum der Nacht und sagte ihm: Du stirbst wegen der Frau, die du genommen, und sie ist noch dazu die Geehelichte eines Mannes. 4 Awimelech aber war ihr nicht genaht, und sprach: Mein Gott, wirst Du denn auch ein gerechtes Volk umbringen? 5 Hat denn nicht er selbst mir gesagt, sie ist meine Schwester, und hat nicht sie, auch sie mir gesagt, er ist mein Bruder? In Unschuld meines Sinnes und in Reinheit meiner Hände habe ich dies getan. 6 Da sprach Gott zu ihm im Traume: Auch Ich weiss es, dass du in Unschuld deines Herzens dies getan, darum habe auch Ich dich zurückgehalten Mir zu sündigen, darum habe Ich dir nicht gestattet, sie auch nur von ferne zu berühren. 7 Und nun, gib des Mannes Frau zurück, denn er ist ein Prophet, so dass er für dich bete und du leben bleibest. Gibst du aber nicht zurück, so wisse, dass du sterben müssest, du und alle Deinigen.

8 Da stand Awimelech früh am Morgen auf und rief alle seine Diener zu sich und sprach vor ihren Ohren alle diese Reden aus, darauf fürchteten die Männer sehr.

9 Awimelech aber liess Awraham rufen und sagte ihm: Was hast du uns getan, und was habe ich dir gesündigt, dass du über mich und mein Reich eine so grosse Sünde gebracht hast? Dinge, die nicht geschehen sollten, hast du gegen mich geübt! 10 Awimelech sagte zu Awraham: Was hast du denn gesehen, dass du solches getan?

11 Da sprach Awraham: Weil ich sagte, es ist nur keine Gottesfurcht in dieser Gegend, und man wird mich um meiner Frau willen töten. 12 Aber auch in Wahrheit, sie ist meine Schwester, Tochter meines Vaters, jedoch nicht die Tochter meiner Mutter, und eben darum ward sie meine Frau.

13 Als nun Gott mich aus meines Vaters Haus in die Wanderung wies, sagte ich ihr: das ist deine Güte, die du mir erweisen mögest, überallhin, wohin wir kommen, sage doch von mir: er ist mein Bruder. 14 Da nahm Awimelech Schafe und Rinder, Knechte und Mägde und schenkte sie Awraham und gab ihm seine Frau Sara zurück, 15 und es sprach Awimelech: Siehe mein Land ist vor dir, wo es dir gefällt, lasse dich nieder. 16 Zu Sara aber hatte er gesprochen: Siehe, ich habe tausend Silberstücke deinem Bruder gegeben, siehe, das dient dir zum Augenschutz für alle deine Umgebung, und bei jedem kannst du fortan nur geradezu unverhohlen auftreten. 17 Awraham betete zu Gott, da heilte Gott Awimelech, seine Frau und seine Mägde und sie gebaren. 18 Denn es hatte Gott jeden dem Hause Awimelechs angehörigen Schoss verschlossen um Saras, der Frau Awrahams willen.

BERESCHIT / GENESIS 21 – WAJERA

1 UND GOTT HATTE SARA BEDACHT, wie Er es gesagt, und Gott vollbrachte Sara nun, wie Er gesprochen. 2 Sara empfing und gebar Awraham einen Sohn für sein Alter zur bestimmten Zeit, welche Gott ausgesprochen hatte. 3 Awraham nannte seinen Sohn, der ihm geboren worden war, den ihm Sara geboren hatte: Jizchak, 4 und Awraham beschnitt seinen Sohn Jizchak im Alter von acht Tagen, wie ihm Gott geboten. 5 Awraham aber war ein Mann von hundert Jahren als ihm sein Sohn Jizchak geboren wurde.

6 Da sagte Sara: Gelächter hat Gott mir bereitet, wer es hört, lachet mein. 7 Sie fügte jedoch hinzu: Wer hat aber Awraham davon ein Wort gesagt: es hat Sara Söhne gesäugt! denn ich habe ihm einen Sohn für sein Alter geboren. 8 Das Kind wuchs heran und wurde entwöhnt, da machte Awraham ein großes Gastmahl am Tag, an welchem man Jizchak entwöhnte.

9 Sara sah aber den Sohn der Ägypterin Hagar, welchen sie dem Awraham geboren, Gespött treiben, 10 da sagte sie zu Awraham: Entlasse diese Magd und ihren Sohn; denn es soll nicht der Sohn dieser Magd mit meinem Sohn, mit Jizchak, erben. 11 Die Sache missfiel sehr in den Augen Awrahams um seines Sohnes willen. 12 Da sprach Gott zu Awraham: Lasse es in deinen Augen nicht böse sein um den Knaben und um deine Magd, alles was dir Sara sagt, gehorche ihrer Stimme, denn in Jizchak wird dir Nachkommen genannt werden, 13 und auch den Sohn der Magd werde Ich zu einem Volk machen, denn er ist dein Nachkomme.

14 Da erhob sich Awraham früh am Morgen, nahm Brot und einen Wasserschlauch, gab’s der Hagar, – legte es auf ihre Schulter, – und auch das Kind und schickte sie fort. Sie ging und verirrte sich in der Wüste Beer Schewa. 15 Das Wasser ging zu Ende aus dem Schlauch, da warf sie das Kind unter eines der Gewächse, 16 und ging und setzte sich fern gegenüber, sich entfernend wie Bogenschützen, denn sie hatte gesagt: Ich will nicht das Sterben des Kindes mitansehen; darum setzte sie sich fern gegenüber und erhob ihre Stimme und weinte. 17 Gott aber hörte die Stimme des Knaben, und ein Engel Gottes rief vom Himmel und sagte zu ihr: Was ist dir, Hagar? Fürchte dich nicht, denn Gott hat schon die Stimme des Knaben erhört, da wo er ist. 18 Erhebe dich, nimm den Knaben auf und kräftige deine Hand an ihm; denn zu einem grossen Volk werde Ich ihn machen. 19 Da öffnete Gott ihre Augen und sie sah einen Wasserbrunnen. Sie ging und füllte den Schlauch mit Wasser und tränkte den Knaben. 20 Gott war mit dem Knaben und er wurde groß. Er blieb in der Wüste und wurde ein Meister von Bogenschützen. 21 Er liess sich in der Wüste Paran nieder und seine Mutter nahm ihm eine Frau aus dem Land Mizrajim.

22 Es war in dieser Zeit, da sprach Awimelech und sein Feldherr Pichol zu Awraham also: Gott ist mit dir in allem, was du tust; 23 und nun schwöre mir bei Gott hierher, dass du mir, meinem Nachkommen und meinem Enkel nicht falsch werden wollest; wie die Güte, die ich an dir geübt, wollest du an mir und an dem Land üben, in welchem du geweilt. 24 Awraham sprach: Ich schwöre. 25 Es hatte aber Awraham Awimelech in Veranlassung des Wasserbrunnens zur Rede gestellt, welchen die Diener Awimelechs geraubt hatten. 26 Da sprach Awimelech: Ich habe nicht gewusst, wer dieses getan, du hast mir es nicht gesagt und ich habe es auch erst heute vernommen.

27 Da nahm Awraham Schafe und Rinder und gab sie Awimelech, und sie errichteten beide einen Bund. 28 Awraham aber stellte die sieben Schafe allein. 29 Da sprach Awimelech zu Awraham: Was sollen diese sieben Mutterschafe, die du allein gestellt hast? 30 Da sprach er: Weil die sieben Mutterschafe du von meiner Hand hinnehmen mögest, damit dies mir zur Bezeugung diene, dass ich diesen Brunnen gegraben.

31 Darum nannte er diesen Ort Beer Schewa; denn dort haben sie beide geschworen. 32 Sie errichteten also einen Bund in Beer Schewa, und Awimelech und sein Feldherr Pichol stand auf und sie kehrten zum Land der Philister zurück. 33 Da pflanzte er einen Baum in Beer Schewa, und er verkündete dort im Namen Gottes, des Gottes der Zukunft. 34 Awraham weilte im Land der Philister viele Tage.

BERESCHIT / GENESIS 22 – WAJERA – Opferung Jizchaks

WAJERA - Opferung von Jizchak

 

1 DA WAR ES, NACH DIESEN EREIGNISSEN, hat Gott Awraham geprüft und sprach zu ihm: Awraham! und er sprach: Hier bin ich. 2 Da sprach Er: Nimm doch deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, den Jizchak, und gehe dir zum Land Morija, und bringe ihn dort zum Opfer auf einem der Berge, den Ich dir sagen werde.

3 Da erhob sich Awraham früh am Morgen und sattelte seinen Esel und nahm seine beiden Leute mit sich, und Jizchak, seinen Sohn. Darauf spaltete er Opferholz, machte sich auf und ging dem Ort zu, welchen ihm Gott gesagt hatte. 4 Am dritten Tag, als Awraham seine Augen aufhob, sah er den Ort von ferne. 5 Da sprach Awraham zu seinen Leuten: Bleibet ihr hier bei dem Esel, ich und der Knabe wir wollen etwa bis dahin gehen; wir bücken uns dort und kehren dann zu euch zurück.

6 Da nahm Awraham das Opferholz und legte es seinem Sohn Jizchak auf, und nahm in seine Hand das Feuer und das Messer – und so gingen sie beide zusammen. 7 Da sprach Jizchak zu Awraham, seinem Vater, und sprach: Mein Vater! Er sprach: Hier bin ich, mein Sohn. Er sprach: Da ist das Feuer und sind die Hölzer – wo ist das Lamm zum Opfer? 8 Da sprach Awraham: Gott wird Sich das Lamm zum Opfer ersehen, mein Sohn! und so gingen sie beide zusammen. 9 Sie kamen zu dem Ort, welchen ihm Gott gesagt hatte, dort baute Awraham den Altar, ordnete die Hölzer, band Jizchak, seinen Sohn, und legte ihn auf den Altar oberhalb der Hölzer. 10 Da streckte Awraham seine Hand und nahm das Messer – seinen Sohn zu schlachten.

11 Da rief ihm ein Engel Gottes vom Himmel zu und sprach: Awraham, Awraham! Er sprach: Hier bin ich. 12 Da sprach er: Strecke deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm nicht das Geringste; denn jetzt habe Ich erkannt, dass du gottesfürchtig bist und hast Mir deinen Sohn, deinen einzigen Sohn, nicht verweigert. 13 Da hob Awraham seine Augen auf und sah, da war ein Widder; darauf wurde er durch das Gehege an seinen Hörnern festgehalten. Da ging Awraham und nahm den Widder und brachte ihn zum Opfer an seines Sohnes Stelle. 14 Da nannte Awraham den Namen dieses Ortes: Gott schaut! welches heute also auszusprechen ist: Auf Gottes Berg wird man geschaut.

15 Da rief ein Engel Gottes Awraham zu, zum zweiten Mal vom Himmel 16 und sprach: Bei Mir habe Ich geschworen, spricht Gott, dass, weil du dieses vollbracht, und hast Mir deinen Sohn, deinen einzigen Sohn, nicht vorenthalten, 17 werde Ich unbedingt dich segnen und unbedingt deine Nachkommen vermehren wie die Sterne des Himmels und wie der Sand, welcher am Ufer des Meeres ist, und deine Nachkommenschaft wird das Tor ihrer Feinde erben, 18 und es werden sich durch deine Nachkommen alle Völker der Erde segnen, als Folge dessen, dass du Meiner Stimme gehorcht hast. 19 Da kehrte Awraham zu seinen Leuten zurück; sie erhoben sich, und sie gingen zusammen nach Beer Schewa, und es blieb Awraham in Beer Schewa.

MAFTIR

20 Es war nach diesen Geschehnissen, wurde dem Awraham berichtet: Siehe, auch Milka hat deinem Bruder Nachor Kinder geboren, 21 seinen erstgeborenen Uz und dessen Bruder Bus, und Kemuel, den Vater Arams; 22 auch Kessed, Chaso, Pildasch und Jidlaf und den Betuel. 23 Und Betuel hat Riwka gezeugt. Diese acht hat Milka Nachor, dem Bruder Awrahams, geboren. 24 Auch seine Nebenfrau Re’uma hatte Tewach, Gacham, Tachasch und Maacha geboren

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