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Betrunken durch Streit – Parascha Korach

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Betrunken durch Streit – Parascha Korach

In unserem Wochenabschnitt Korach organisiert Korach einen Aufstand gegen Mosche Rabbenu und seinen Bruder Aharon. Sie werfen ihnen vor, ihre Posten und ihre Macht zu missbrauchen und auszunutzen. Sie hinterfragen Mosches Glaubwürdigkeit und werfen ihm vor, die Gesetze der Tora ausgedacht zu haben. Insbesondere ging es um Ahraons Posten als „Kohen Gadol“ (Hohepriester) und die Ernennung von Elizafan Ben Uziel zum Fürst der Söhne von Kehat. Obwohl Korach behauptete im Interesse des gesamten Volkes zu handeln, offenbaren unsere Weisen, dass er von Neid und Machthunger getrieben wurde.

Korach war eine sehr charismatische Persönlichkeit, dazu ein begnadigter Public Speaker mit beispielloser Überzeugungskraft – in einem Wort:  Ein Politiker

Er ging von Mensch zu Mensch und versuchte, einen nach dem anderen gegen Mosche anzustiften, aber die meisten blieben Mosche, ihrem Lehrer und Anführer, treu. Dennoch schaffte es Korach 250 Oberhäupter des Sanhedrin (jüdischer Gerichtshof), hauptsächlich aus dem Stamm Reuven, zu überreden und Datam und Aviram, Mosches Rivalen, waren ohnehin stets dabei, wenn es darum ging, Mosche zu schaden.

Mosche gab sein Bestes, um die Wogen zu besänftigen und Korach und seine Mitstreiter zur Vernunft zu bringen, aber vergeblich. Es wird ein „Duell“ vorgeschlagen, bei welchem jeder Mitstreiter ein Weihgeruch-Opfer bringen soll und wessen Opfer von G´tt angenommen wird, der ist der wahre Auserwählte von G´tt. Auf diese Weise sollte geklärt werden, ob Mosche auf G´ttes Befehl Aharon zum Hohepriester erhob oder auf eigenem Interesse.

Jedoch bestand Mosche, dass dieses Duell erst am nächsten Tag stattfinden soll. Raschi scheint darauf zwei Erklärungen zu geben: Erstens Korach und sein Lager befanden sich im betrunkenen Zustand und zweitens erhoffte sich Mosche, dass indem er ihnen mehr Zeit gibt, sie es sich nochmals überlegen und sich möglicherweise besinnen.

Die zwei Erklärung leuchtet ein, aber die Erste bedarf einer Erläuterung, denn wir finden nirgends, dass Alkohol im Spiel war.

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Die Kommentatoren erklären, dass mit dieser „Betrunkenheit“ nicht Alkoholisierung gemeint ist, sondern eine Berauschung infolge des Streites und tatsächlich handelt es sich bei diesen zwei Erklärungen nur um eine:

Der Zustand eines Menschen, welcher sich in einem Streit befindet, lässt sich dem eines Betrunkenen vergleichen, weil der Mensch nicht im Stande ist, logisch zu denken und rationale Entscheidungen zu treffen.

Der Fakt, dass alle Aufständigen wussten, dass nur einer das “Duell” überleben würde und trotzdem bereit waren das Risiko einzugehen, ist ein klarer Beweis dafür, dass die Streitlust ihren Verstand benebelte und sie nicht mehr klar denken konnten. 

Mosche gab ihnen Zeit zum Nachdenken und hoffte, dass sobald sie sich beruhigen, sie zur logischen Schlussfolgerung kommen würden, dass das, was sie tun, reiner Selbstmord ist, aber leider war das nicht der Fall und es kam, wie es kommen musste: Korach, Datan und Aviram wurden mitsamt ihren Familien und ihrem gesamten Vermögen vom Erdloch verschluckt und die 250 Oberhäupter des Sanhedrin sind innerlich verbrannt.   

Wenn sich Menschen in einem Streit befinden, dann werden oft Dinge gesagt (oder getan), welche sie später bereuen. Meistens sind sie sich dessen bewusst und trotzdem können sie nicht anders. Dieses selbstzerstörerische Verhalten ist vollkommen irrational, jedoch üblich in einem Streit. Wie Alkohol macht Streit Mensch betrunken, benebelt ihren Verstand und hindert sie daran, an die möglichen Konsequenzen zu denken!

Daraus lernen wir, wie sehr man sich von Streit und Auseinandersetzungen fernhalten muss, denn sobald das Feuer des Streites entfacht ist, dann gibt es kein zurück mehr!

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