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BRAINHACKING, BRAINJACKING UND DIE GRENZENLOSEN ZUKUNFTSMÖGLICHKEITEN FÜR DIE TORA UND FÜR DIE MENSCHHEIT; EINE FUTURISTISCHE ERKENNTNIS

BRAINHACKING, BRAINJACKING UND DIE GRENZENLOSEN ZUKUNFTSMÖGLICHKEITEN FÜR DIE THORA UND FÜR DIE MENSCHHEIT; EINE FUTURISTISCHE ERKENNTNIS
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Neurowunder, Neurokriminelle und die neuen Größenordnungen in Messianischer Fluggeschwindigkeit. Beängstigend und beeindruckend gleichzeitig.

Von: Oberrabbiner R. Evers LL.M MSc

Einige nennen es optimistische Science Fiction. Andere betrachten es skeptisch. Wir wenden uns selber mit jeder kleinen und großen Frage ans Internet. Wir möchten unser Telefon das Zwiegespräch mit unserer Waschmaschine führen lassen und unser Garagentor mit der Zentralheizung. Aber hierdurch nimmt unsere Unsicherheit, unsere Abhängigkeit, gewaltig zu.

Bci’s ist die Abkürzung für „Brain-Computer-Interfaces. Das sind eine Art Kopftelefone, die Deine Hirnströme aufspüren und entschlüsseln können. Hiermit können wir auch allerhand Geräte steuern. Wir werden in Kürze auf breiter Ebene externe Dinge befehligen, indem wir lediglich „an“ oder „aus“ denken. Elektrische Impulse in unseren Gehirnen können zu Befehlen und Aufträgen an externe Maschinen umgesetzt werden.

Bci’s wurden anfänglich für Menschen mit dem „locked-in-Syndrom“ geschaffen. Heutzutage werden Bci’s für den Umgang mit Videospielen programmiert. Ich weiß, dass das alles noch nicht perfekt klappt; aber es wird nicht mehr lange dauern, bis wir hirngesteuerte Computerspiele herunterladen. Wir befassen uns hier mit einer futuristischen Art der Fernbedienung – Du denkst und es erfolgt (cogito ergo sum).

Aber dieses alles hat einen großen Nachteil. Wir „hängen“, befinden uns also alle zusammen ununterbrochen im Internet. Denn wir möchten ein Teil eines viel größeren Ganzes sein und dazu ist das auch noch enorm spannend!

Aber diese totale Verbundenheit mit allem und jedem hat auch Nachteile. Jeder kann in Deinen Kopf hinein, kann Deine Gefühle bestimmen und Dein Verhalten anordnen: Brainhacking und – Jacking geschieht in Amerika bereits bei Bienen. Bienen pflanzt man einen Chip in ihrem Gehirn ein, dadurch verlieren sie die Kontrolle über ihre eigene Bewegungsfreiheit und können über unsere Computeranweisungen überall hin geschickt werden.

Neokriminelle beeinflussen Funktionen in Bci’s, auch wenn die Konsumenten das nicht bemerken. Aus der Ferne, also extern, können sie Schaltungen oder bestehende Programme sabotieren oder gerade Vorgänge geschehen lassen, für die sie nicht programmiert wurden.

Sie können auch tatsächlich in unser Hirn einbrechen. Es ist möglich, Bci’s zu missbrauchen. Wenn es einem Neurokriminellen gelingt, Deinen PIN-Code in Deinem Langzeit- oder Kurzzeitgedächtnis zu knacken, dann sehen wir „ganz schön aus“!

Die Methodik ist, mit P300 Missbrauch zu begehen. P300 ist eine gesteigerte Hirnaktivität, die vollkommen automatisch auf von außen ankommende Impulse reagiert. Unbewusst reagieren unsere Hirne auf bekannte Vorgänge oder bei anderen Ereignissen. P300-Signale vermitteln uns das Gefühl, dass wir etwas, das wir kennen, sehen. Wenn wir Menschen mit persönlicher Information konfrontieren, springt der P300 an. Auf diese Weise kann man mit etwas Hirnstimulation sehr viel über jemanden erfahren.

NICHT ABSCHLÄGIG URTEILEN: VORTEILE!

Mit dem Internet durchgehend verbunden zu sein, hat Nachteile, aber auch große Vorteile. Mit dem Risiko, dass ich der Sciencefiction-Rabbiner genannt werde, sehe ich eine Zukunft, in der wir alle an den großen Weltcomputer angeschlossen sein werden und alles Wissen so ungefähr in unseren Köpfen haben, ohne dass wir hierfür gelernt haben.

NICHT MEHR ZUR SCHULE

Wir brauchen also nicht mehr zur Schule zu gehen, um allerhand Wissenswertes auswendig zu lernen. Wir müssen nur noch eben lernen, wie wir alle diese Einzelheiten aus der Cloud so effektiv wie möglich verwenden können. Im Grunde genommen geschieht das bereits in der Schule. Früher ging es in der Grundschule hauptsächlich um das Erlernen von Fakten. Heutzutage ist die Tendenz viel mehr und anders: wie verwenden wir die im Internet vorhandenen Kenntnisse so schnell wie möglich.

Wir werden also auf einer viel höheren Ebene funktionieren. Faktenkenntnisse erhalten wir aus der Cloud. Wir müssen die Fakten jetzt zu neuen Konstrukten zusammensetzen, mit denen wir etwas Neues erreichen. Und das kann auf den unterschiedlichsten Gebieten und auf verschiedenen Ebenen erfolgen, jeder nach seinem Können und seinem Interesse, Fachbereich und Zielgruppe. Es entsteht viel mehr Freizeit für die eigene Kreativität und für weltweite Verbindungen.

Ich sehe also eine Zukunft voraus, in der jeder einen Chip implantiert bekommt, die ihm oder sie dauerhaft „global“ mit der großen Cloud verbindet. Jeder wird gleich behandelt, denn jeder bekommt als Zugabe einige Hundert IQ-Punkte zusätzlich (Kritiker werfen mir vor, dass nur die reichen Länder oder die reichen Menschen hiervon profitieren werden und dass die Kluft zwischen Arm und Reich hierdurch allein schon viel größer wird. Das kann sein, muss es aber nicht).

JUDENTUMS-IMPULS

Dem Judentum kann das auch einen großen Schub geben. Der neue Impuls besteht darin, dass wir in unserem überbelasteten Leben auch mit einer minimalen Vorbereitung und Basiskenntnis am G“ttesdienst und dem Thora-Lernen teil nehmen können. Mir begegnen viele Menschen, die durch die Sprachbarriere – bei uns erfolgt ja noch Vieles in Iwrith (Hebräisch) – abgeschreckt werden und sich vom Judentum entfernen. Das muss nicht mehr der Fall sein, wenn wir den Hirnchip richtig anwenden.

Ich glaube, dass diese große Entwicklung bereits in unserer geschaffenen Wirklichkeit eingebettet liegt. G“tt hat alle diese Möglichkeiten nicht umsonst geschaffen. ER möchte, dass sie früher oder später genutzt verwendet, genutzt werden. ER möchte – als Vorlauf zu den Messianischen Zeiten – dass wir immer wieder auf einer höheren Ebene funktionieren werden. Wir leben jetzt im Jahr 5777. Die Messianischen Zeiten werden laut der Jüdischen Tradition um das Jahr 6000 anfangen. Die Entwickelungen erfolgen heutzutage rasend schnell.

Wir wachsen der G“ttlichen Weisheit immer mehr entgegen. G“tt ist unendlich, SEINE Weisheit ebenfalls. Wir können also endlos weiter wachsen und teil werden dieser alles umfassenden, weltweiten, uneingeschränkten G“ttlichen Cloud, der Wolken der G“ttlichen Majestät, die uns auch schon vor 3329 Jahren, auf unserer Reise durch die Sinai-Wüste, begleitet haben.

Ja, wir müssen uns schützen, absichern, im Internet und im tagtäglichen Leben. Aber wir dürfen nicht in irreführende Szenarien verfallen. Das Judentum lehrt uns, dass wir immer mit Missbrauch rechnen müssen. Die schönsten Dinge können für die schlechtesten Zwecke verwendet werden. Aber das bedeutet nicht, dass wir unsere Verbindung mit de A1 deshalb abbrechen müssen.

Ich habe diese Gedanken mit Freunden in Jerusalem besprochen. Sie reagierten begeistert. Jerusalem ist das Nervenzentrum des Judentums.

Auch der Bürgermeister von Jerusalem, Nir Barkat, der Askenasische Oberrabbiner Arye Stern und der Sefardische Oberrabbiner Schlomo Amar (siehe Fotos) sehen hier Einiges drin.

Was für eine Zukunftsperspektive! Wenn wir es möchten, ist es kein Märchen…. Ein netter Gedanke, um ihn mit in die Ferien zu nehmen!

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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