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Das besagt, dass die Juden dort deutlich zu erkennen waren – DIE HAGGADA LAUT RAV LAU

Das besagt, dass die Juden dort deutlich zu erkennen waren - DIE HAGGADA LAUT RAV LAU
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Die Identität des Jüdischen Volkes in Ägypten äußerte sich in vier Bereichen:

-es änderte seine Namen

-und Sprache nicht,

-es war auf sexuellem Gebiet zurückhaltend und

-es gab innerhalb ihnen keine Verräter (Wajikra Rabba 32:5).

Niemand wollte die Einheit verletzen

Alle diese Aspekte deuten auf Einheit und Zusammenhörigkeit. Niemand wollte die Einheit verletzen oder zerstören, selbst wenn das viel Schmerz und Kummer bedeuten würden. Deshalb behielten sie auch ihre Namen.

Denn damit tritt ihr Volksauftrag in Erscheinung: Re’uwen – da dieses aufzeigt: „ICH habe das Elend meines Volkes gesehen“, Schimon – denn das zeigte, dass. „ICH habe ihre Schreie gehört“, usw.

Die Sprache einte das Volk

Das Hebräisch als gemeinsame Sprache einte das Volk weiter. Kein einziger Eingriff in der sexuellen Moral wurde toleriert. Deshalb steht in der Haggada: „Mit siebzig ‚Seele‘ (nefesch, singular) stiegen sie nach Ägypten herab“. Es waren siebzig Menschen, aber sie hatten nur EINE Seele, nur EIN Ziel. „Jeder kam mit seinem eigenen Haus“ deutet auf den Erhalt des geschlossenen Familienlebens hin, in dem Assimilation nicht hinein dringen konnte.

keine Verräter 

Es gab keine Verräter. Verräter sind die niedrigste Art von Menschen. Maimonides sagt: „Verräter brauchten unter denjenigen, die zur Zeugenaussage nicht geeignet waren, noch nicht mal aufgeführt zu werden. Schlechte Menschen wurden benannt und abgesondert, aber diese Menschen sind noch viel schlimmer als die Heiden. Sie haben keinen Anteil an der künftigen Welt. Selbst wilde Tiere kennen noch eine gewisse Solidarität, da sie ihre eigene Gattung nicht angreifen. Verräter sind das Allerschäbigste“ (Hilchot edut 11:31).

Die Angelegenheit ist jetzt bekannt 

Als Mosche Rabbejnu die mit einander kämpfenden Datan und Awriham aus einander bringen wollte, sprach EINER von ihnen zu Mosche: „Glaubst Du, mich töten zu können, wie Du den Ägypter getötet hast?“. Die Reaktion von Mosche lautete: „Die Angelegenheit ist jetzt bekannt“ (Schemot/Ex. 2:14). Mosche Rabbejnu zielte nicht nur auf die Tatsache, dass er eine Ägyptischen Aufseher getötet hatte. Er zielte auf die Sklaverei.

Keine gegenseitige Solidarität mehr

Mosche sprach mit Herzschmerz: „Jetzt ist mir klar, weshalb das Jüdische Volk leiden muss. Wenn es die gegenseitige Solidarität nicht mehr gibt und man droht, einander bei der feindlichen Obrigkeit an zu schwärzen, da ich genötigt war, einen Mit-Juden gegen einen grausamen Aufseher zu beschützen, dann verstehe ich, weshalb sich Juden immer noch in dieser bitteren Sklaverei befinden“.

eine Einheit dem Berge gegenüber

Nur vollständige Einheit kann uns zur Befreiung führen. Nur wenn wir „Nefesch“ in der Einzahl heißen, wie das Jüdische Volk am Berge Sinai war: „Da lagerte das Volk sich als eine Einheit dem Berge gegenüber“ (Schemot 19:2), können wir befreit werden.

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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