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Glaubt das Judentum an die Wiederbelebung der Toten? – Parascha Lech Lecha

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Der Slonimer Rebbe, Rabbi Schalom Noach Barsowski (20 Jh.) macht uns auf die Tatsache aufmerksam, dass wir im Monat Elul – Parascha Ki Teze

Parascha KI TETZE (DEWARIM/DEUTERONOMIUM 21:10 – 25:19)

Der Slonimer Rebbe, Rabbi Schalom Noach Barsowski (20 Jh.) macht uns auf die Tatsache aufmerksam, dass wir im Monat Elul

(dem Monat vor Rosch Haschanah, dem Jüdischen Neujahr)

drei Mal den Ausspruch „wenn du in den Krieg ziehen solltest“ aufgetischt bekommen

„Wenn du in den Krieg gegen deinen Feind ziehen solltest und HaSchem ihn in deine macht geben sollte …“ (Devarim/Deut. 21:10-11). Hierzu kann man mindestens drei Fragen stellen:

1.       Weshalb steht da, dass wir in den Krieg ZIEHEN sollten. Weshalb steht da nicht Einfach „Wenn Ihr Krieg führen werdet“.

2.       Und weshalb steht da GEGEN DEINEN FEIND? Hätte da gegen DEN Feind nicht genügt? Anscheinend geht es dabei um einen bekannten Feind.

3.       Und weshalb steht weiter: und „HASCHEM IHN IN DEINE MACHT GEBEN WIRD“. Wenn wir eine Einführung zur Behandlung von (heidnischen) weiblichen Gefangenen benötigen, hätte „und Du machst Gefangene“ vollständig genügt!

Die Antwort: Der Slonimer Rebbe, Rabbi Schalom Noach Barsowski (zwanzigstes Jahrhundert) macht uns auf die Tatsache aufmerksam, dass wir im Monat Elul (dem Monat vor Rosch Haschanah, dem Jüdischen Neujahr) drei Mal den Ausspruch „wenn du in den Krieg ziehen solltest“ aufgetischt bekommen.

1.     Am Ende der Parscha der vorigen Woche, Parschat Schoftim, steht: „Wenn Du in den Krieg gegen Deine Feinde ziehen solltest und Pferd und Wagen siehst… (Devarim/Deut. 20 Anfang)

2.     Am Anfang dieser Parscha Ki Tetze steht: „Wenn Du gegen Deinen Feind in den Krieg ziehen solltest und HaSchem ihn in Deine Macht geben sollte…“(21:10-11)

3.     Beim weiter Lesen steht in dieser Parscha: „Wenn Du mit einer Streitmacht (mit einem Heer) gegen Deine Feinde ausziehst, achte dann ganz genau auf alles, was verkehrt oder falsch ist“ (23:10). Gerade weil die Armee ein Beispiel höherer Ziele sein sollte, sollen wir auf dem Weg in den Krieg unsere meistens irdische Bedürfnisse zügeln: „Denn Euer G“tt befindet sich in der Mitte Eurer Armee, um Euch zu beschützen und um Euer Feinde in Euer Macht zu bringen; deshalb soll Euer Lagerstätte heilig sein, damit ER nichts Anrüchiges zwischen Euch sehen und G“tt nicht mehr mit Euch mit gehen sollte“ (23:15).

Laut dem Sohar spricht die Thora auf vielen, unterschiedlichen Ebenen. Den Krieg, der hier auch mit unserem Kampf gegen unseren täglichen Feind, der Jejtzer Hara, dem bösen Trieb, gemeint ist.

Gerade in diesem Monat der Teschuwa (Einkehr und Selbstanalyse) sollten wir uns davon bewusst werden, dass dieser Kampf gegen unseren täglichen Feind, der Jejtzer Hara, unseren (eigenen) bösen Trieb, der gesamte Grund für unser Dasein auf Erden ist und die Raison d’etre unserer Existenz bildet.

Gesetzt den Fall, wir würden über keine Jejtzer Hara verfügen, dann wären wir Roboter, die nur das Gute tun und das Böse vermeiden würden. Ohne Verführung zum Bösen, gibt es für das Gute keine Belohnung und ist nichts mehr eine Aufforderung.

Der Auftrag des Lebens ist die Wahl zwischen Gut und Böse. Im Grunde genommen ist das unsere einzige Wahlmöglichkeit, denn sehr viele andere Parameter unseres Lebens bestehen bereits bei unserer Geburt.

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Hinaus ziehen schlägt auf die Seele

„Wenn Du ausziehst“ bezieht sich auf das ausziehen der Neschama (Seele) des Menschen, wenn diese aus dem Himmel zur Erde weg zieht und hinab sinkt. Aus einer Welt von lauter Seelen gelangt die Neschomme auf Erden, in eine Schlangengrube voller Verführung, wo der körperliche Teil des Menschen dem kaum Widerstand bieten kann.

Sobald die Neschomme diesen Abstieg durchläuft, muss sie wissen, dass dieses „gegen deinen Feind ist“, da dieses das ganze Ziel dieses „seelischen“ Abstiegs ist. Das gesamte Universum, das vollständige All ist nur für diese freie Wahl erschaffen worden.

Der Zweck dieser freien Wahl liegt jedoch außerordentlich höher. Auf diese Weise vernetzen wir uns auf eine sehr intensive Art mit dem Allmächtigen. Dieses wird nach einer Anleitung zu einer Interpretation einer Aussage von Jossejf, dem Vize-König von Ägypten, zu seinen Brüdern (die ihn früher als Sklave verkauft hatten) deutlich: „Nicht Ihr habt mich hierher gesandt, sondern G“tt“ (Genesis 45).

Eine Warnung an die Neschomme

In einer mehr Kabbalistischen Umgebung wird dieser Vers als eine Warnung an die Neschomme (Seele) gedeutet: nicht die Verführungen und Gelüste dieser Welt haben die Neschomme herabsteigen lassen, sondern G“tt. ICH bin in diese Welt gekommen, um das G“ttliche in dieser materiellen Welt zu entdecken und nach vorne zu bringen (d.h. auf zu decken).

Dieser Gedanke wir auch in einer Aussage von Rabbi Elimelech von Lisensk in seinem Werk Noam LeElimelch deutlich sichtbar: der Mensch ist nur auf die Erde gekommen, um durch die Natur hindurch zu brechen und die sich dahinter befindliche G“ttlichkeit zu entdecken.

Der ehemalige Slonimer Rav pflegte zu sagen, dass jeder Tag, an dem man sich nicht mit dieser Lebensaufgabe beschäftigt, aus Jüdischer Sicht nicht gut erfüllt wurde und als nicht gelebt zu betrachten sei. Hiermit ist die erste Frage beantwortet.

Wer ist Dein spezifischer Feind?

Die zweite Frage lautete: Weshalb steht da GEGEN DEINE FEINDE? Hätte gegen DEIN Feind nicht genügt?

Die Antwort hierzu möge deutlich sein. Jeder hat auf dieser Welt eine eigene Aufgabe und er erhält für seine spezielle, individuelle Aufgabe die benötigten Fähigkeiten, Talente und emotionale und intellektuelle Befähigungen mit.

Wenn die Jejtser Hara, der Böse Trieb, an bestimmten Stellen deutlich auftritt, ist das ein Hinweis darauf, wo sich die Schwachpunkte der irdischen Bedeutung und Funktion der betreffenden Person befinden. Da muss er daran arbeiten, um dem Schöpfer näher zu kommen.

mit enormem Einsatz

Der dritte Punkt handelt vom Verhalten während dieses psychologischen Kampfes: es geht nur mit mesirut nefesch – mit enormem Einsatz. Man muss aus „seinen Gewohnheiten und seinem üblichen Verhalten“ hinaus treten, als ob es sich um einen wirklichen Auszug aus seinem gewohnten Tun und Lassen handeln würde und sich ganz auf das Erheben des G“ttlichen im Menschen ausrichten und dieses von allen Unsauberkeiten fern halten, die an der alltäglichen Eintönigkeit und Gewöhnung kleben.

Und dieses ist die Antwort auf die dritte Eröffnungsfrage: weshalb steht da anschließend: „und HaSchem wird ihn in Deine Macht geben“. Diesen Kampf können wir sicherlich gewinnen. Hierum dreht sich das ganze Leben. Da wir mit und für HaSchem tätig sind, kann es fast nicht scheitern.

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