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Der Talmud über Chanukka

DER TALMUD ÜBER CHANUKA
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Die Hellenisten wollten das Licht der Menora eigentlich lediglich profanisieren (die Heiligkeit wegnehmen)

Im Talmud (B.T. Schabbat 21b) wird das Kriegsgeschehen nicht besprochen und es wird ausschließlich auf den religiösen Aspekt von Chanuka eingegangen.

Der Talmud erzählt über Chanuka nicht mehr als dass die Syrischen Hellenisten in den Tempel ein drangen und alle Ölen, mit der die Menora angezündet wurde, verunreinigten.

Als die Makkabäer wieder an der Macht waren, suchten sie im Tempel nach sauberem Öl, fanden jedoch nur ein Krüglein, das noch den Stempel des Hohepriester auf wies. Mit diesem Krüglein Öl würde die Menora lediglich EINEN Tag brennen können. Aber ein Wunder geschah und man konnte die Menora mit diesem einen Krüglein Öl während acht Tage anzünden.

Sie wollten das Licht der Menora lediglich profanisieren

Auffallend in diesem Abschnitt ist die Tatsache, dass die Syrer nur darauf aus waren, das Öl zu verunreinigen. Das Licht der Tora, durch das Licht der Menora symbolisiert, wollten sie nicht löschen. Sie wollten es lediglich profanisieren, also es vom Religiösen entfernen.

Der Aufstand der Makkabäer drehte sich letztendlich um die Verteidigung eines spirituellen Wertes: die Hellenisten waren darauf aus, das Jüdische Volk davon zu überzeugen, dass es seinen Monotheismus gegen eine „man-made“-Philosophie ein zu tauschen hätte mit einer ganzen Skala an Göttern und Halbgöttern, voller menschlicher Eigenschaften.

G“tt sei Dank, dass es ihnen nicht gelang. Deshalb sind wir noch immer Jüdisch bis auf den heutigen Tag.

Chanuka Sameach – ein fröhliches Chanuka-Fest!

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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