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DER TEXT AM ANFANG – Die Sprüche der Väter – Pirkee Avot

DER TEXT AM ANFANG - Die Sprüche der Väter - Pirkee Avot
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Das ganze jüdische Volk hat Anteil an der zukünftigen Welt, wie es heißt: „Und dein Volk sollen lauter Gerechte sein. Sie werden das Land ewiglich besitzen als der Spross meiner Pflanzung und als ein Werk meiner Hände mir zum Preise“ (Jesaja 60:21).

Diese Passage ist nicht Teil von Masechet Avot, sondern ist Teil der ersten Mischna des zehnten Kapitels von Masechet Sanhedrin (90a). Es wird hier als Einleitung zu Pirkee Avot zitiert, weil es das ultimative Ziel angibt, auf das sich die Aussagen in den folgenden Kapiteln beziehen.

Beim Start einer neuen Aufgabe ist es wichtig, das Ziel im Auge zu behalten. Wenn Sie das ultimative Ziel nicht kennen, können Sie nicht viel Begeisterung für die Arbeit bekommen. Wenn jemand zum Beispiel ein Haus für sich selbst baut, wird er dies mit großer Hingabe und Eifer tun, weil das Haus schließlich als sein Zuhause dienen wird.

Bevor wir mit dem Studium von Pirkee Avot beginnen, werden wir mit dem ultimativen Ziel konfrontiert und wir sind motiviert, das Ziel zu erreichen, das in unserer Reichweite liegt (Midrasch Schemuel, Tiferet Avot).

Ganz Israel hat Anteil an der zukünftigen Welt. Keine jüdische Seele wird verloren gehen. Obwohl einige Menschen viele Sünden begangen haben, für die sie sich schwerer Strafen schuldig gemacht haben, wird ihre Seele dennoch nach dem Prozess, an der zukünftigen Welt teilhaben (Rambam). . Dies sagt uns, dass jeder einen Teil an der zukünftigen Welt erreichen kann. Trotz unserer Sünden dürfen wir niemals die Hoffnung aufgeben, diesen Teil zu erreichen (Vitry, Alschich).

Obwohl jeder die freie Wahl hat, Gutes oder Böses zu tun, wird das jüdische Volk als Ganzes dazu gebracht, G’ttes Willen auszuführen. Weil G’tt die Welt nur als Mittel geschaffen hat, damit das jüdische Volk ihm dienen kann, ist es unvorstellbar, dass ganz Israel sich jemals von G-ttes Willen abwenden wird, weil dann die gesamte Existenz des Universums bedroht ist. Das war die Botschaft, die Balak Bile’am zu vermitteln versuchte: “Nur ein Teil von ihnen kann gesehen werden, aber du kannst sie nicht alle sehen” (4. Mose 23:13).

Bei einigen findet man individuelle Mängel, aber man wird keine Mängel unter den Menschen als Ganzes finden. Die Mischna lehrt uns, dass alle Menschen Israels an der zukünftigen Welt teilhaben, weil die Menschen als Ganzes rechtschaffen sind (Akedat Yitzchak).

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Written by Dajan Raphael Evers

Oberrabbiner von Düsseldorf /Dajan des Europäischen Beit Din's

Bekannt für seine enzyklopädischen Kenntnisse in fast allen Bereichen des Judentums. Ist ein Mitglied in CER (Konferenz der europäischen Rabbiner) sowie im europäischen Beit Din.

Hat mehrere Bücher geschrieben. Darunter: „Talmudisches Denken“, „Die Echte Torah“, „Schaatnes Gesetze“.

Im Moment widmet sich dem Ziel das jüdische Leben in Düsseldorf wieder aufzubauen.

Sprachen: Holländisch, Yiddisch, Hebräisch, Englisch, Deutsch

(Foto gemacht von: J. Feldmann)

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