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Pirkey Avot / Mischna Avot / Sprüche der Väter – Kapitel 2

PIRKEY-AVOT
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Übersetzt aus dem Russischen
Der Text in Klammern ist für besseres Verständnis der Übersetzung da.



Kapitel 2

Jeder Jude hat einen Anteil an der kommenden Welt, wie es heißt: „Und Dein Volk ist alle gerecht, sie werden das Land für immer erben (Israel – das Land des ewigen Lebens. Sie) sind ein Zweig meiner Pflanzungen, die Schöpfung meiner Hände, auf die Ich stolz bin“ (Yeschayagu, 60:21). (Sanhedrin, Kap. 11)

  1. Rabbi sagte: „Welchen der gerechten Wege sollte ein Mensch für sich selbst wählen? Jeder von denen, auf denen er die Schönheit (seiner Seele) zeigen kann, und diese Schönheit wird von den Menschen geschätzt. Behandle ein Gebot (deren Nichterfüllung als leichtes Verstoß angesehen wird) genauso verantwortungsbewusst wie eins (deren Nichterfüllung als schweres Verstoß angesehen wird), – denn du kannst nicht wissen, was die Belohnung für (das Befolgen) der Gebote ist. Und korreliere den Schaden (den du wegen Nichterfüllung) des Gebotes (erleiden wirst) mit der Belohnung (für dessen Befolgen) und der Belohnung (für das Enthalten) von der Sünde – mit dem Schaden, den du erleiden wirst (wenn du es begehst). Erinnere dich an drei Dinge, und du wirst nicht sündigen: Wisse, dass ein scharfes Auge und ein empfindliches Ohr über dir sind und dass alle deine Handlungen in einem Buch festgehalten werden.”
  2. Rabban Gamliel, der Sohn von Rabbi Yehuda haNasi, sagte: „Es ist gut, das Studium der Tora mit einer Art Handwerk zu verbinden, denn beide Dinge erfordern intensive Arbeit, die von der Sünde ablenkt; und jedes Studium der Tora, das nicht mit Arbeit für die Nahrung verbunden ist, kann nicht lange dauern und wird Sünde mit sich bringen. Alle, die sich sozial engagieren, sollten dies im Namen des Himmels tun, denn ihr Erfolg (auf diesem Gebiet) beruht auf den Verdiensten der Vorfahren. Aber die guten Taten der gesamten Gemeinde (initiiert von denen, die ihr selbstlos dienen) werden niemals vergessen werden. Und ich garantiere Ihnen (denen, die für das Wohl der Gemeinde arbeiten) eine großzügige Belohnung (in der selben Größe), als ob Sie selbst (all diese guten Taten) getan hätten.
  3. “Seid vorsichtig mit den Behörden, denn sie bringen eine Person nur für ihre eigenen Bedürfnisse näher zu sich selbst, geben vor, Freunde zu sein, wenn es ihnen passt, aber sie werden einer Person in einer für sie schwierigen Zeit nicht helfen.”
  4. Er wiederholte oft: „Tu Seinen Willen als deinen eigenen, damit Er deinen Willen als Seinen tun wird. Unterwerfe deine Wünsche Seinem Willen, damit Er die Wünsche anderer deinem Willen unterwirft.” Hillel sagte: „Trenne dich nicht von der Gesellschaft und vertraue dir nicht bis zum Tag deines Todes und verurteile deinen Nächsten nicht, bis du dich in seiner Position befindest, und sage am Ende nichts Unverständliches (zu dem Studenten, in der Hoffnung, dass) er es am Ende verstehen wird und sage nicht: “Wenn ich feie Zeit haben werde, werde ich anfangen zu lernen,” weil sich so herausstellen kann, dass du keine freie Zeit haben wirst.”
  5. Er wiederholte oft: „Der Leerkopf hat keine Angst vor Sünde, und der Unwissende kann nicht (wirklich) fromm sein. Und der Schüchterne kann nicht lernen und der Ungeduldige kann nicht lehren. Nicht jeder, der im Handel erfolgreich ist, wird es schaffen, Weisheit zu erlangen. Und wo es keine Menschen gibt, versuche menschlich zu sein.”
  6. Er sah einmal den Schädel (eines Mörders) in den Wellen und sagte zu ihm: “Weil du andere ertränkt hast, wurdest du ertränkt, aber am Ende werden auch diejenigen ertränken, die dich ertränkt haben.”
  7. Er wiederholte oft: „Je mehr Fleisch (auf den Knochen eines Menschen) – desto mehr Fäulnis (wird in seinem Grab sein); je mehr Eigentum, desto mehr Sorgen; je mehr Frauen, desto mehr Hexerei; je mehr Sklavinnen – desto mehr Ausschweifungen; je mehr Sklaven, desto mehr Diebstahl; Je mehr man sich mit der Tora beschäftigt, desto mehr Sinn im Leben. Je mehr man (in der Gesellschaft von Weisen) sitzt, desto mehr gewinnt man an Intelligenz. je mehr man konsultiert, desto mehr versteht man; Je mehr man den Bedürftigen hilft, desto mehr Übereinstimmung besteht zwischen den Menschen. Wer sich einen guten Namen verdient hat, hat sich (in diesem Leben) wiedergefunden; derjenige, zu dessen Eigentum die Worte der Tora wurden – hat das Recht auf Leben in der nächsten Welt erworben.”
  8. Rabban Yochanan ben Zakai nahm (Tora) von Hillel und Schamai an. Er wiederholte oft: “Wenn du viel von der Tora verstanden hast, rühme dich nicht damit, denn dafür wurdest du erschaffen.”
  9. Rabban Yochanan ben Zakai hatte fünf Schüler: Rabbi Eliezer ben Gorkenus, Rabbi Yehoschua ben Chananya, Rabbi Yosei haKohen, Rabbi Schimon ben Netaniel und Rabbi Eljazar ben Arach. Er definierte ihre Verdienste wie folgt: „Rabbi Eliezer ben Gorkenus ist wie ein in den Boden gegrabener Wassertank, dessen Wände von innen mit Kalk bedeckt sind, damit kein Tropfen daraus sickert; Rabbi Yehoschua ben Chananya – (ein so perfekter Mensch, dass) diejenige, die ihn geboren hat, glücklich ist; Rabbi Yosei haKohen ist fromm; Rabbi Schimon bei Netaniel hat Angst vor Sünde, und Rabbi Eljazar ben Arach ist wie eine unerschöpfliche Quelle.” Er wiederholte oft: “Wenn alle Weisen Israels auf der einen Seite des Gleichgewichts stehen und Elieser ben Gorkenus auf der anderen Seite, wird er alle überwiegen.” Aba Schaul sprach in seinem Namen: “Wenn alle Weisen Israels auf der einen Seite des Gleichgewichts stehen und mit ihnen – Eliezer ben Gorkenus und Eljazar ben Arach – auf der anderen Seite, wird er alle überwiegen.”
  10. Er sagte ihnen: “Denkt darüber nach: Welcher (wichtigste) positive Faktor hilft einem Menschen, sich auf dem richtigen Weg zu stärken?” Rabbi Eliezer sagte: “(Sein) Wohlwollen.” Rabbi Yehoschua sagte: “(Anwesenheit) eines guten Begleiter.” Rabbi Yosei sagte: “(Anwesenheit) eines guten Nachbarn.” Rabbi Schimon sagte: “(Seine) Voraussicht.” Rabbi Eljazar sagte: “(Seine) Herzgütigkeit.” Er sagte ihnen: “Die Worte von Eljazar ben Arach sind für mich euren Worten vorzuziehen, denn seine Worte fassen alle eure zusammen.” Er sagte ihnen: “Denkt darüber nach: Welcher negative Hauptfaktor hindert einen Menschen daran, den richtigen Weg zu gehen?” Rabbi Eliezer sagte: “(Sein) Neid.” Rabbi Yehoschua sagte: “Schlechter Kamerad.” Rabbi Yosei sagte: “Schlechter Nachbar.” Rabbi Schimon sagte: „Wenn er nicht zurückgibt, was er ausgeliehen hat. Derjenige, der von einem Menschen ausleiht, als ob er sich vom Allmächtigen ausleiht, wie es heißt: „Der Sünder ausleiht – und gibt nicht zurück, aber der Gerechte zeigt Barmherzigkeit (gegenüber dem Gläubiger) und zahlt (die Schuld des Sünders)“. Rabbi Eljazar sagte: “(Sein) böses Herz.” Er sagte ihnen: “Die Worte von Eljazar ben Arach sind für mich euren Worten vorzuziehen, denn seine Worte fassen alle eure zusammen.” Die Aussagen von jedem von ihnen bestanden aus drei Teilen. Rabbi Eliezer sagte: „Möge die Ehre deines Nächsten dir genauso lieb, wie deine eigene Ehre sein und sei (auf ihn) nicht böse wegen kleinen Dingen. Und mache Rückkehr einen Tag vor dem Tod. Und sonne dich am Feuer der Weisen, aber achte darauf, sich nicht mit ihren Kohlen zu verbrennen. Denn ihr Biss ist der Biss eines Fuchses und sie stechen wie ein Skorpion, und ihr Zischen ist das Zischen einer Schlange, und alle ihre Worte sind wie brennende Kohlen.”
  11. Rabbi Yehoschua sagte: “Neid, Nachsicht gegenüber den bösen Instinkten und Hass auf Menschen vertreiben einen Menschen aus der Welt.”
  12. Rabbi Yosei sagte: „Möge das Eigentum deines Nächsten dir genauso lieb sein, wie dein eigenes Eigentum. Bereite dich darauf vor, die Tora zu studieren, denn ihr Verständnis nicht vererbt wird, und alles, was du tust, tu im Namen des Himmels.”
  13. Rabbi Sсhimon sagte: „Nimm das Lesen von “Schema” und das Gebet sehr ernst. Wenn du betest, lass dein Gebet keine Pflicht sein, sondern (als eine aufrichtige Bitte) um Barmherzigkeit und ein Flehen, das an den Allmächtigen gerichtet ist, wie es heißt: „Denn Er ist gnädig und barmherzig, langmütig und Seine Liebe ist unbegrenzt, und Er bedauert wenn Er Menschen bestrafen muss.“ Und betrachte dich selbst nicht als unverbesserlichen Sünder.”
  14. Rabbi Eljazar sagte: „Studiere die Tora sorgfältig und weiß, was du dem Epikureer antworten sollst. Wisse, für Wen du arbeitest und dein Meister, der treu zu Seiner Verheißung ist, wird dir für deine Arbeit bezahlen.”
  15. Rabbi Tarfon sagte: “Der Tag ist kurz, aber es gibt viel Arbeit und die Arbeiter sind faul, aber die Belohnung ist großartig und der Meister hat es eilig.”
  16. Er wiederholte oft: „Nicht du wirst die Arbeit abschließen, aber du kannst dich nicht davon befreien. Wenn du viel Zeit und Mühe darauf verwendet hast, die Tora zu studieren, wird dir eine großzügige Belohnung gegeben. Dein Meister, der Seiner Verheißung getreu ist, wird dir für deine Arbeit bezahlen. Aber wisse, dass die Gerechten in der kommenden Welt belohnt werden.”

Rabbi Chananya ben Akaschya sagte: „Der Heilige (Schöpfer), gesegnet sei Er, wollte (alles, was) das Volk Israel (erlebt) mit Seinem Licht erleuchten. Deshalb gab Er ihm verschiedene Themen (zum Lernen) in der Tora und die Gebote. Wie es heißt: „Um Seine Wahrheit zu öffnen, möchte G-tt die Tora vergrößern und ihre Kraft stärken“ (Yeschayagu, 42:21). (Makot, Kap. 3)


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Written by Ariela Guseva

Wurde in Ukraine geboren. Seit 2007 lebt in Deutschland. Unterstützt Judentum Online mit folgenden Leistungen: Übersetzung verschiedener Artikeln von Englisch und Russisch auf Deutsch, Bearbeitung von schon existierenden und bevorstehenden Artikeln.

Sprachen: Russisch, Deutsch, Englisch.

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