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DIE BIKURIM – DIE ERSTEN FRÜCHTE – Teil II – Parascha Ki Tawo

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DIE BIKURIM – DIE ERSTEN FRÜCHTE – Teil II – Parascha Ki Tawo

Parscha Ki Tawo (Dewarim/Deuteronomium 26:1 – 29:8)

Weshalb die Bikurim so besonders waren

Weshalb die Bikurim so besonders waren, wird durch den Midrasch Tanchuma erläutert, der besagt, dass Sich G“tt gerade in dieser niederen und materiellen Welt eine „Wohnung“ mittels der Ausübung der Mitzwot (Gebote) errichten lassen möchte.

Der Gewinn dieser Welt

In den Hohen Himmelssphären gibt es allerlei Wesen und Engel, die keine schlechten, irdischen Neigungen kennen und G“tt durchgehend dienen. Der „Gewinn“ dieser Welt besteht darin, dass der Widerstand gegen alles, was mit G“tt und der Thora zu tun hat, enorm stark ist. Es muss die Beseitigung vieler Hindernisse geschafft werden, um den Jejtzer Hara, den bösen Trieb, zu überwinden.

die Belohnung steht im direkten Verhältnis zur Mühe

Ben Hej Hej sagte es bereits in den Pirkej Awot: „Der Anstrengung entsprechend ist auch die Belohnung“ (5:23). Die Belohnung für das Studium der Thora und für das Ausüben der Mitzwot ist von der Menge an Mühe abhängig, die man sich dafür abverlangte und vom Maß an Unbequemlichkeit, das man verspürte.

Thora-Weisheit wird nur erlangt, wenn man sie mit tiefer Achtung, in Anwesenheit seines Lehrers, erlernt. Ein oberflächliches Lesen und ein nonchalantes Lernen erbringen keine Thora-Weisheit und haben wenig Wert (Rambam). Rabbi Jehuda Hanassi (Rabbejnu Hakadosch), der Autor der Mischna, beendete die Pirkej Awot mit dieser Aussage, um auf zu zeigen, dass beim Lernen und bei der Aneignung guter Eigenschaften, die Belohnung im direkten Verhältnis zur Mühe und zur Unbequemlichkeit steht, die damit einher gehen (Tiferet Jisra’ejl).

Der Höhepunkt des irdischen Genusses

Der Bauer hatte sich ein Jahr lang auf die Ernte vorbereitet und darf endlich die Früchte seiner Knochenarbeit pflücken. Die neuen Früchte sind seine größte Freude. Und was macht der Jüdische Bauer: auf dem Höhepunkt seines irdischen Genusses und Stolz verschenkt er und opfert unter dem Motto: „Der Erste soll das Erste dem Ersten bringen an die Stelle des Ersten von allem“.

Das Jüdische Volk wird das Erste genannt. Dieses erste Volk hat die Früchte dem Kohen zu bringen, der die Speerspitze im Tempel bildet. An erster Stelle ist der Jerusalemer Tempel. Nach dem Ersten der Welt ist G“tt. Wir zeigen, dass alles G“tt gehört. Die Versuchung ist groß, die neue Ernte direkt an uns zu nehmen. Aber wir zeigen unsere Dankbarkeit, indem wir G“tt die ersten Gaben opfern.

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Mit „allem, was Du schaffst“

Hierfür wurde die gesamte Welt erschaffen. Dieses ist die ultimative Art von Weihen, Heiligen und G“tt dienen  mit „allem, was Du schaffst“ (wie es im Schema steht: bechol me’odecha, mit etwas, was in Deinen Augen enorm geliebt wird. Gerade damit erfüllst Du die Mitzwa, um G“tt zu lieben). Dieses trat gerade bei den Erbringern der Bikurim sehr stark in den Vordergrund.

Deshalb wurde sie so ehrenvoll in Jerusalem empfangen. Obwohl Facharbeiter und Menschen, die mit ihrer Arbeit beschäftigt waren, nicht vor Gelehrten auf zu stehen brauchen (Kidduschin 33a), standen sie doch vor den Überbringern der Bikurim auf, da sie ihre am meisten geliebten, ersten Früchte an HaSchem, nach einem langen Jahr der schweren Arbeit, erbrachten.

Erde symbolisiert das materielle Verlangen

So kann man auch einen bekannten Meinungsunterschied verstehen (Bereschit Rabba 1:15): „Das Bejt Schammai sagt, dass zuerst der Himmel und erst danach die Erde erschaffen wurde. Aber Bejt Hillel sagt, dass die Erde zuerst erschaffen wurde. Rabbi Schimon bar Jochai sagt: „Ich bin über diese „Awot Olam“, Väter der Welt, erstaunt, dass sie hierüber einen Meinungsunterschied haben. Ich meine, dass der Himmel und die Erde gleichzeitig erschaffen wurden“.

Die Erklärer fragen sich, was sich für praktische Unterscheide aus diesem Meinungsunterschied ergeben?

Aber da geht es hier nicht drum. Bejt Schammai meint, dass es um den Himmel geht. Das bedeutet, dass das Ziel der Schöpfung aus seiner Sicht die Himmlischen Dinge sind, das Lernen der Thora und der G“ttesdienst.

die Steigerung der irdischen und materiellen Dinge

die Steigerung der irdischen und materiellen Dinge Bejt Hillel besagt, dass die Erde zuerst erschaffen wurde, da es davon aus geht, dass das Ziel der Schöpfung die Steigerung der irdischen und materiellen Dinge sei.

Rabbi Schimon bar Jochai meint, dass der Himmel und die Erde gleichzeitig erschaffen wurden, da es nichts ausmacht, ob Du nun den ganzen Tag mit der Thora beschäftigt bist oder ob Du einen irdischen Beruf ausübst, wenn man nur Himmel und Erde mit einander in Kedduscha (Weihe) kombiniert. Denn da geht es im Judentum darum: das Himmlische und das Irdische zusammen bringen.

(Rabbi Schimon bar Jochai nennt Schammai und Hillel die „Awot Olam“, die Väter der Welt, da ihre Neschamot (ihre Seelen) durch G“tt bei der Schöpfung des Menschen zur Beratung hinzu gezogen hatte über das wie dieser Schöpfung (wenn die Thora sagt, dass G“tt den Menschen erschaffen wollte, steht da das Wort „na’asse“. Dieses sind sie Anfangsbuchstaben von nimlach im Schammai Hillel – Er überlegte mit Hillel und Schammai)). 

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