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Dürfen Juden Giraffen essen?

Dürfen Juden Giraffen essen - Halacha - Kaschrut
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SIND DIE GIRAFFEN KOSCHER?

Die Tora erlaubt Juden, nur Wiederkäuer mit gespaltenen Hufen zu essen. Was kann diesbezüglich über Giraffen gesagt werden? Haben sie die notwendigen Anzeichen von Kaschrut?

Mit dieser Frage wenden wir uns an Zoologen und erhalten eine positive Antwort – ja, Giraffen haben alle Anzeichen von Kaschrut: Dies sind Wiederkäuer (sie kauen Kaugummi) und sie haben gespaltene Hufen.

Anhand dieser Anzeichen können wir eine logische Schlussfolgerung ziehen: Die Giraffe ist ein koscheres Tier und darf verzehrt werden.

WARUM ESSEN JUDEN KEINE GIRAFFEN?

Warum finden wir kein Giraffenfleisch bei den Mahlzeiten der Juden?

Der Grund ist einfach: das Giraffenfleisch, das auf koschere Weise geschlachtet werden muss, ist fabelhaft teuer: eine Giraffe ist ein sehr seltenes Tier. Es gibt einen weiteren Grund, weshalb aschkenasische Juden es nicht essen würden: aschkenasische Juden essen nur Fleisch von Tieren, von denen es aus der jüdischen Tradition bekannt ist, dass die koscher sind und die verlassen sich nicht nur auf die in der Tora erwähnten Anzeichen der Kaschrut. Dies ist Brauch und sollte befolgt werden.

WO WIRD DIE GIRAFFE IN DER TORA ERWÄHNT?

Im Buch des Deuteronomiums (Parascha Re’eh, Dewarim, 14:5) lesen wir, dass es nur sieben Arten von Wildtieren gibt, die zum Verzehr geeignet sind. Wie oben erwähnt wurde, ist eine Giraffe ein koscheres wildes Tier, und deshalb ist es wichtig zu verstehen, mit welchem Namen die Giraffe in diesem Vers benannt wird.

Rasag schreibt, dass ein Tier mit dem Namen “Semer” eine Giraffe ist. Und dieser Meinung sind auch Radak und Rashbats.

Rabbi Amitai Ben David im Buch “Sichat Chulin” beweist auch, dass das Tier mit dem Namen “Tachasch”, dessen Haut als Bedeckung für den tragbaren Tempel (das Tabernakel des Testaments) genutzt wurde – eine Giraffe ist.

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Written by Rav Reuven Kuklin

Der Autor stammt aus Russland und immigrierte im jungen Alter nach Israel. Dort studierte er viele Jahre Torah und sammelte
Erfahrung bei Toldot Yeshurun als Redner und beantwortete Fragen zu allen möglichen Themen des Judentums aus aller Welt. Danach machte er sich selbstständig und gründete den russischsprachigen Verein IMREY NOAM, mit dem Ziel Torah im russischsprachigen Raum zu verbreiten. Seine Website imrey.com ist sehr erfolgreich mit über 500.000 Besuchern pro Monat.
Als Leiter von IMREY NOAM steht er Judentum.online, welches Teil von IMREY ist, mit Rat und Tat zur Seite.

Sprachen: Hebräisch, Russisch, Englisch

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