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GESCHLECHTUMWANDLUNG UND LIEBESÄPFEL – Parascha Wajeze

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GESCHLECHTUMWANDLUNG UND LIEBESÄPFEL – Parascha Wajeze

„Und danach gebar sie eine Tochter, und sie nannte sie Dina“.

(30:21)

Lea verstand, dass nur zwölf Stammväter geboren würden. (das bedeutet, diese Zahl war vorgegeben und nicht weniger und nicht mehr). Als sie zum siebenten Mal schwanger wurde, wurde Lea sich bewusst, dass Rachel weniger Kinder als Bilha und Silpa bekommen würde, die inzwischen jede zwei Kinder bekommen hatten. Deshalb dawwente Lea, dass der Sohn in ihrem Bauch sich in ein Mädchen verwandeln sollte: Dina (kommt vom Wort „Din“: Berichtigung). Sie hatte sich selber analysiert und entschieden, dass das Kind ein Mädchen werden sollte. Außerdem hat das Wort „dina“ auch als Nebenbegriff „genügend“.

Jetzt war Rachel an der Reihe

Alle drei Schwestern von Rachel (Lea, Bilha und Silpa) dawwenten zu G“tt, dass sie jetzt genug Kinder hatten und dass jetzt Rachel an der Reihe sei. Sie alle waren nur auf ein Ziel ausgerichtet.

Ganz auffallend in diesem Zusammenhang ist die Geschichte der Liebesäpfel. Ruben, Lea’s ältester Sohn, fand auf dem Feld Liebesäpfel und brachte diese seiner Mutter. Die unfruchtbare Rachel hoffte, hiermit Kinder zu bekommen und „verkaufte“ eine Liebesnacht mit Ja’akov für diese Liebesäpfel.

den Beischlaf mit Ja’akov weitergegeben 

Es wird Rachel übelgenommen, dass sie den Beischlaf mit Ja’akov weiter gegeben hatte, aber andererseits zeigt das ihr Bestreben, am Aufbau des Jüdischen Volkes mit zu helfen. Der im fünfzehnten Jahrhundert gelebte Italienische Erklärer Seforno vermerkt hierzu, dass dieser „Tauschhandel“ so manchem Leser gegen den Strich ging.

Sexualität bei unseren Erzvätern hatte einen ganz anderen Stellenwert als bei uns

Die Thora vermerkt jedoch, dass die Sexualität bei unseren Erzvätern einen ganz anderen Stellenwert als bei uns hatte. Sie standen auf der Ebene von Adam und Eva vor dem Sündenfall. Ja’akov und seine Frauen hatten nichts anderes im Sinn, als ein Volk zu schaffen, das sich vollständig und lauter auf die Religion ausrichten und nur dafür leben würde. Und das ist ihnen gelungen.

DER BETRUG VON LAVAN

Lavan hörte, dass sein Neffe Ja’akov eingetroffen war. Er rannte hinaus, denn er erwartete einen reichen Mann. Aber Ja’akov war von Elifas, dem Sohn von Esau, beraubt worden und kam mit leeren Händen in Charan an. Vielleicht hatte Ja’akov etwas in seiner Kleidung versteckt? Lavan umzingelte Ja’akov, mit dem Versuch, ihn zu filzen (eingehend zu durchsuchen). Vielleicht hatte er in seinen Mund Diamanten versteckt? Lavan küsste Ja’akov voller Hingabe, aber auch sein Mund schien vollkommen leer zu sein.

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Ja’akov war nicht nach Charan gekommen, um Geld zu verdienen

Trotz der Enttäuschung, lud Lavan Ja’akov trotzdem ein, bei ihm zu wohnen. Ja’akov wurde sofort bei der Tierhaltung eingesetzt. Nach einem Zeitraum nicht dotierter Arbeit fragte Lavan Ja’akov, wie viel er sich als Entlohnung vorstellen würde. Lavan war nur bereit, die Hälfte seines Gehaltes zu bezahlen. Aber Ja’akov war nicht nach Charan gekommen, um Geld zu verdienen. Er wollte die Basis für das Jüdische Volk erschaffen.

Lea hatte immer intensiv dafür gebetet, dass sie den Tzaddik Ja’akov heiraten würde

Ja’akov bot Lavan an, sieben Jahre für Rachel zu arbeiten. Lavan willigte ein. Er gab Rachel lieber an Ja’akov, anstatt sie mit einem Fremden zu verheiraten. Aber Lavan hatte andere Pläne. Seine älteste Tochter war Lea. Der örtliche Brauch war, dass die Älteste zuerst heiratete. Lea hatte immer intensiv dafür gedawwent (gebetet), dass sie den Tzaddik Ja’akov heiraten würde.

Alle Gäste sangen Leo/Lea

Erst am nächsten Morgen entdeckte Ja’akov den listigen Betrug. Wenn er den Gästen anlässlich der Chassene (beim Hochzeitsmahl) richtig zugehört hätte, dann hätte er gewusst, dass er verschaukelt wurde. Alle Gäste sangen nämlich: „Ole-ole-ole-o“, womit sie indirekt sagten, dass Lea (aschkenasisch: Leo) dort unter der Chuppa stand.

Du hast Deinen Vater Jitzchak betrogen Leschejm Schamajim

Ja’akov war auch auf Lea böse.  Aber Lea parierte seine Frage: „ Du hast Deinen Vater Jitzchak betrogen, als Du Dich damals als Esau verkleidetest.  Du tatest dieses Leschejm Schamajim, um G“tt besser dienen zu können. So wurde auch ich als Rachel verkleidet Leschejm Schamajim. Ich habe das, Ja’akov, von Dir gelernt!“

örtlicher Brauch

Lavan verteidigte sich jedoch mit der Behauptung, dass es örtlicher Brauch sei, die ältere Tochter zuerst zu verheiraten. Er machte Ja’akov jedoch einen Vorschlag: er könne nach der ersten Hochzeitswoche sofort Rachel heiraten, unter der Bedingung, dass er noch sieben Jahre für sie arbeiten würde. Wer hat jemals so viel für seine Frau(en) aufgewendet?

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