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Mit mehr Mitleid – Parascha Noach

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Mit mehr Mitleid – Parascha Noach

Mit mehr Mitleid

G“tt versprach Noach, dass er als Einziger gerettet werden würde. In diesem Augenblick hätte Noah zu G“tt um Mitleid mit der Welt Dawwenen (Beten) müssen.

Noah ließ jedoch diese Gelegenheit ungenutzt verstreichen. In dieser Hinsicht unterschied er sich von Mosche, der sich sofort für das Jüdische Volk einsetzte, als es nach dem Debakel um das Goldenen Kalb durch G“tt bedroht wurde.

Deshalb heißt die Sintflut „das Wasser von Noah“.

Wurde es für den Menschen nach der Sintflut besser oder schlechter? Einige Chachamim (Gelehrte) behaupten, dass die Welt nach der Sintflut viel feiner und edler wurde. VOR der Sintflut war alles grob und sehr materiell.

Genau wie die zu körperlich ausgerichtete Menschheit, waren auch die Wolken dick, physisch und voll hartem Regen. Die Erscheinung des Regenbogens ist ein Zeichen von Veredlung und Verfeinerung, die in der Schöpfung entstand. Aber jetzt würde alles viel unterschiedlicher sein, genau wie der Regenbogen ein Farbspiel vieler Abstufungen ist.

Sowohl Menschen wie Wolken änderten sich. Deshalb würde es künftig keine komplette Zerstörung oder Vernichtung mehr geben.

Aber andere Chachamim empfanden, dass die Schöpfung sich nachteilig veränderte.  VOR der Sintflut war das Klima viel besser. Man musste nur ein Mal in vierzig Jahren säen.

Das Korn blieb aufgrund der günstigen Wetterverhältnisse lange Zeit verwendbar. Auch Regen war nur EIN Mal in den vierzig Jahren erforderlich.

Die Veränderungen in der Natur würden auch den Charakter des Menschen beeinflussen. Nach der Sintflut wurde die Gesundheit des Menschen schwächer, so dass auch die strenge Eigenschaft G“ttes ein Wenig nach ließ und an den Menschen weniger strenge Anforderungen gestellt wurden.

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ersten Bund mit der Menschheit

Nach der Sintflut schloss G“tt den ersten Bund mit der Menschheit. G“tt würde die Menschheit nie mehr in Gänze vernichten. Das Zeichen des Bundes wurde der Regenbogen. Wenn der Regenbogen erscheint, ist es so, als ob G“tt uns sagen möchte, dass ER mit der Menschheit nicht zufrieden sei, aber nun Mal versprochen hatte, die Welt nicht mehr zu ertränken. Der Regenbogen ist eine Art Warnung und – trotz seiner schönen Farbenpracht – kein positives Zeichen.

„Meinen Bogen habe ICH in den Wolken gestellt, so dass er ein Zeichen des Bundes zwischen MIR und der Erde sein soll“ (9:13)

Lobesspruch

Wenn man einen Regenbogen sieht, spricht man sofort die Beracha, den Lobesspruch, aus:

„Gelobst seist Du, o G“tt, unser G“tt, König der Welt, der den Bund gedenkt und Seinem Bund treu ist und Seiner Aussage  Bestand verleiht“.

Man darf nicht zu lange zum Regenbogen hin sehen. Wenn man die Beracha spricht, schaut man nur so eben zum Regenbogen hin. Bei manchen Aschkenasim (Westlichen Juden) ist es Brauch, mit Niemandem über den Regenbogen zu sprechen, da er letztendlich ein schlechtes Zeichen ist. Aber die orientalischen Juden haben die Angewohnheit, es einander doch zu erzählen, damit jeder die Beracha sagen kann.

selbst mehrere Male am Tag

Jedes Mal, wenn der Regenbogen erneut am Himmel erscheint, spricht man die Beracha aus (selbst mehrere Male am Tag, wenn es nicht der gleiche Regenbogen ist, über den man die erste Beracha gesprochen hatte).

Nur innerhalb der Wolken

Man darf selbst problemlos einen Regenbogen erschaffen, aber über einen selbst erschaffenen Regenbogen spricht man keine Beracha. Bei den Niagara-Wasserfällen ist der Regenbogen eine ganz normale Erscheinung. Hierüber spricht man keine Beracha, da diese Beracha nur über einen Regenbogen ausgesprochen werden darf, der sich innerhalb der Wolken befindet.

analog zum Regenbogen in der Wolke: gemäßigt und mit Mitleid

Der Regenbogen erscheint in den Wolken, wenn der Himmel nicht mit Wolken vollständig bedeckt ist. Die Wolken VOR der Sintflut waren sehr dick und undurchdringbar. Das Mitleid G“ttes bestand darin, dass die Wolken viel dünner und transparenter wurden.

Der Regen würde nach der Sintflut nicht mehr so maßlos sein. Der Umgang G“ttes mit der Welt ist analog zum Regenbogen in der Wolke: gemäßigt und mit Mitleid. Der Regenbogen symbolisiert somit das milde Urteil G“ttes über die Menschheit.

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